Ausgabe 
(14.10.1915) 242. Zweites Blatt
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2 zwektes Blatt Erscheteu tglich wit Aushahme des Seustaga. f

DieSlehener Famillenblätter werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt, das Areisblatt für den Ureis Siezen zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit⸗ regen erscheinen monatlich nveimal.

Hessische Zweite Kammer. 0 RB. Darmstadt, 13. Oktober.

Am Rogterungstische: Staatsminister Dr von Ewal dz Mi⸗ nister des Innern von Homberg, Ministerialräte Höl⸗ ginger, Schliephake.

Präsident Höhler eröffnet die Sitzung um 9½¼ Uhr. Das Haus setzt die Beratung über die Anträge, betreffend

Maßnahmen zur Volksernährung 1 und andere wirtschaftliche Fragen aus Anlaß des Krieges fort.

Abg Korell, Angenrdd(Bbd), betont zunächst das helden⸗ mittige Verhalten unserer Truppen vor der Front. Diesem stehe auch in der Heimat ein stilles gegenüber, das im wesentlichen auf der wirtschaftlichen Organisation beruhe. Durch diese großzügig durchgeführte wirtschaftliche Organisation ser der empörende Aushungerungsplan Englands vollständig vereitelt worden. Man könne allerdings sagen, daß diese wirtschaftliche Regelung vielfach zu schwer eingesetzt habe und daß manche kleinere Interessentengruppe zu starben Vermögensbereicherungen Gelegen⸗ heit fand Diese leicht errungenen Gewinne müßten natürlich einer starßen Besteuerung unterworfen werden. Die wirtschaftliche Or⸗ ganisation resp. die damit in Verbindung stehenden Maßnahmen trugen bisweilen eine gewisse Einseitigleit an sich, was wohl daher kommt, daß in der Zeit vor dem Kriege viel versäumt wurde. Die Festsetzung der Höchstpreise für Mehl und Futtermittel ser reichlich spät erfolgt und auch sonst wäre in manchen Punkten ein rascheres Tempo in der Anordnung der Maßnahmen gewiß freudig begrüßt worden Es werde nach dem Krieg Gelegenheit genommen wer⸗ den müssen, die begangenen Fehler offen darzutun und die Lehren zu beherzigen, die uns der große Lehrmeister Krieg gewährt. Die wirtschaftliche Mobilmachung sei ebenso wichtig, wie die der aktiven Truppen. Die Landwirtschaft habe sich daran nach besten Kräften beteiligt und sie sei auch stets zur Bringung von Opfern bereit, aber sie mũsse auch die Erwartung hegen, daß ihnen die entsprechende Unterstützung und Anerkennung nicht versagt bleibe. Von der Tätigkeit der Kriegsgetreidegesellschaft habe man nicht viel Rüh⸗ mrenswertes vernommen. Der Redner schloß mit der Aufforderung, daß auch in Zukunft alle Daheimgebliebenen einmütig zusammen⸗ halten und mitwirken müßten, damit das deutsche Volk auch zu⸗ 85 e kann, durchhalten bis zum siegreichen Ende. Detsall.

Abg. Cal man knatl.) ist erfreut darüber, daß auch Abg. Ulrich den verschiedenen, an der großen wirtschaftlichen Organi⸗ sation beteiligten Faktoren, auch den Behörden und der Regierung, Worte der Anerkennung gewidmet und Dank für das ausgesprochen hat, was in diefer Hinsicht in Deutschland geleistet worden ist. Abg. Ulrich hat aber doch das Gesamtbild in ungümstigeren Farben geschildert und namentlich eine Darstellung über die Lage des Arbeiters gegeben, die nicht unwidersprochen bleiben darf. Es ist nicht zutreffend daß nur einzelne Arbeiter sich eines gewissen Wohllebens erfreuten und die große Mehrzahl eine Verschlechte⸗ rung ihrer Lage erfahren habe. m Abg. Ulrich in den Arbeiter⸗ freisen in Offenbach derartige Erfahrungen gemacht hat, so will ich nichts dagegen sagen. Aber für unsere allgemeine Lage im Dande trifft seine Behuptuug nicht zu. Es hat doch wohl in allen Alrbeiterkreisen eine Lo öhung Kreisen bis 7

werden, so 3. dure! Mafmahmen zur

ermeidung von Konkursen auf dem Wege des Aufsichtsverfahrens,

Akkordregelung oder dergleichen. Der Redner kündigt einen dies⸗

bezüglichen Gesetzentwurf an. Die Regierung sollte nach Möglich⸗ in

eit schon jetzt Material für die Lohndewegung in Hessen sammeln. dran

Die Gelegenheitsverdienste für die Arbeiterfrauen waren vor dem Kriege bei weitem nicht so günstig, wie jetzt Man darf im* 5 satz zum Abg. Ulrich behaupten, daß der Arbeiterstand im meinen jetzt besser dasteht als früher.

Abg. Ulrich hat gewissermaßen sich bemüht, Einzelheiten zu verallgemeinern und daraus Kapital zu schlagen. Wir haben das erste Wirtschaftsjahr im Kriege glänzend übe. n und wir können mit Recht stolz darauf sein. Wir ve⸗ en das in erster Reihe der rechtzeitig von Bismarck eingeführten Schutzzollpolitik, ohne die ein so kräftiges Durchhalten im Weltkrieg ganz unmöglich gewesen wäre. Es ist zu hoffen, daß auch die bisherigen Gegner diefer Schutzzollpolitik ihre Anschauung modifizieren werden. Da⸗ neben verdanken wir unsere starke Volkskraft dem zweiten großen Lebenswerk Bismarcks, der sozialen Fürsorge, die auch eine gewal⸗ tige Einwirkung auf die gesamte innere Politik ausgeübt hat, wie sie auch die Grundlage bildet für die unerschöpflichen Mittel und die Fraß zum Durchhalten. Der Redner polemisiert dann weiter gegen die gestrigen Ausführungen des Abg. Ulrich und erörtert daun die Frage der ungenügenden Unterstützung der zurückge⸗ bliebenen Angehörigen der Kriegsteilnehmer. Die Reichsrente ge⸗ nüge ebensowenig, wie der Staatszuschuß: es müsse entschieden eine Erhöhung dieser Bezüge eintreten. Jedenfalls müsse alles geschehen, um Vertrauen und Freudigkeit im Volke und zur Mit⸗ arbeit im Interesse der Allgemeinheit zu erhalten. Zum Schluß erörtert der Redner noch verschiedene wirtschaftliche Einzelfragen.

Abg. Wolf ⸗Stadecken(Bbd.) macht zunächst einige allge⸗ gemeine Ausführungen und weist dann die in der Presse gegen die Landwirtschaft erhobene Beschuldigung des Wuchers zurück. Die regelmäßige Auf der Getreidevorräte habe sehr stark unter dem Mangel an Personal gelitten. Bezüglich der wichtigsten Nahrungsmittel sei notwendig, daß sich auch die ädtische Bevöl⸗ völkerung weise Schranken auferlege, so z. B. beim Milch⸗ und Buttertonsum. Höchstpreise für Milch könnten wenig nützen, sie würden nur zur Verbutterung der Milch führen. Eine Besteuerung der Kriegsgewinne sei notwendig, aber schwierig durchzuführen. Die Beamten auch in untergeordneter Stellung seien doch wesent⸗ lich besser gestellt, als die Ha und die Bauern. Kein Stand könne so leicht die Kriegslasten tragen, wie der Beamten⸗ stand.(Als Redner hierbei u. a. vonGamaschenträgern spricht, wird er vom Vizepräsidenten Korell⸗Angerod gerügt.) Jeden⸗ falls seien Handwerker oder Bauern, die ein Einkommen von 2500 Mark aufweisen könnien, doch eine ganz vereinzelte Erschei⸗ nung. Eine bessere Verbindung zwischen Produzenten und Konsu⸗ menten sei dringend notwendig.

Ministerialrat Hölzinger erhebt Einspruch gegen die Be⸗ hauptung des Vorredners, daß der Beamten stand burn den Krieg weniger stark in Mitleidenf an werde, als der Bauernstand. Er protestiere gegen die Unterstellung, als ob der Beamtenstand nicht in jeder Hinsicht seine volle Schuldigkeit tue.

Abg. Breidenbach(Bbd.) besprach zunächst verschiedene Fragen der Volksernährung, wobei er besonders die Notwendigkeit der Beschaffung genügender 1 betonte. Die deutsche Landwirtschaft habe mit dem so überaus günstigen Abschluß des erslen Kriegsjahres auf wirtschaftlichem Gebiete eine große Schlacht geschlagen, wie sie das feindliche Ausland niemals für möglich ge⸗ halten hätte. Nur der könne sich eine wirkliche Vorstellung von dem großen wirtschaftlichen sieghaften Kampfe machen, der selber mit darin gestanden und die riesigen Schwierigkeiten kennen gelernt habe, die es zu überwinden galt. 8 5

Abg. Korell⸗Ingelheim(frs. Vp.) bemerkt einleitend, die ausführliche Aussprache über die wirtschastlichen Maßnahmen werde zwar für die politische Gestaltung der Lage nicht viel zu be⸗ deuten haben, sie könne aber jedenfalls auch nichts 1 1

rs im Auslande nicht. Denn es müsse doch immer wieder von

in verschiedenen bin

165. Jahrgang

Gießener Anzeig

General⸗Anzeiger für Oberhe

ssen

Donnerstag, 14. Oktober 1015

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

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straße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: 251, Schrisft⸗

leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen.

der Oeffentlichkeit festgestellt werden, daß die Gesamtleistung der wirtschaftlichen Organisation die vollste Anerkennung im allen Kreisen findet, daß sie eine wundervolle Arbeit war und trotz ihrer völligen Neuheit ganz glänzend durchgeführt wurde, es sei das Menschenmögliche geschehen in einem ganz ungeheuren Umfange. Und der Grundton dieser Aussprache sollte auch über die Kriegszeit hinaus, auch in der Friedenszeit weiter beibehalten werden; man sollte vor allem in Zukunft das Unterschieben falscher Beweggründe unterlassen und die ganze Diskussion immer auf einen würdigem Ton stimmen. Es mögen ja manche Mafmahmen getroffen worden sein, die Unzufriedenheit erweckten aber im allgemeinen sind unsere wirtschaftlichen Maßnahmen zur Sicherstellung der Bolksernährung durchaus richtig gewesen. Wenn jetzt die Obst⸗ und Gemüseteuerung noch fortdauert, so sollte man sich hüten, die Schuld dafür auf die Produzenten zu schieben. Man sollte auch nicht vergessen, daß diese besonders in Rheinhessen bei Steinfrüchten, Aprikosen, Pfirsichen usw. infolge der im vorigen Herbst so arg beschränkten Transport⸗ mittel ganz außerordentliche Verluste erlitten haben Es seien z. B. auch auf rheinhessischen Obstmärkten für viele Früchte zurzeit keine höheren Preise vorhanden als 1913. Die Preissteigerungen, die jetzt beklagt werden, seien auch zum Teil dem übermäßigen Ansturm der Hausfrauen zuzuschreiben, und anderseits tragen auch die starken Bedürfnisse der Militärbehörde und der Konservenfabriken daran mit schuld, welch erstere vielfach sehr hohe Preise zahle. Der Redner beklagt, daß die Anordnungen und Maßnahmen der Militärbehör⸗ den häufiger erst zu spät getroffen worden seien, wie z. B. betreffs des Schutzes der Hollunderbeeren. Der Bauernstand sei für die Preisteuerung nicht verantwortlich zu machen, eine gewisse mora⸗ lische Schuld sei mur in einzelnen Fällen nachzuweisen. Der Antrag des Abg. Henrich betreffs der Beamten sei durchaus zweckmäßig, er schließe ja auch nicht aus, daß im Interesse des Handwerker⸗ und Gewerbestandes ebenfalls etwas zur Unterstützung geschehe. Besonders sei in manchen Arbeiterkreisen in den Städten eine Notlage nicht zu verkennen. Auch in den Kreisen der kleinen Be⸗ amten sei die Bedrängnis unbestreitbar. Hoch erfreulich aber sei die durchweg vaterländische Gesinnung aller deutschen Arbeiter, denen ebenso, wie den weitesten Kreisen der Bevölkerung, für den festen Willen zum unbedingten Durchhalten volle Anerkennung

gebühre.

Abg. Raab) wendet sich in längeren Aus führungen gegen die vom Abg. Calman ge seinen Parteifreund Ulrich vorgebrachten Vorwürfe und macht dann bezüglich verschiedener einzelner Wirtschaftsfragen Ausführungen, auf die hier näher einzugehen es uns an Raum fehlt.

Abg. Wünzer(Natl.) erhält als letzter Redner das Wort: Es ist hier in der Generaldebatte nicht die Stelle, auf die Aus⸗ führungen des Herrn Abg. Wolf bezüglich der Notwendigkeit der Steuerzulagen für die Beamten einzugehen. Aber auf einen Punkt muß ich doch eingehen und muß mich gegen die Anklage wenden, die er hier öffentlich gegen die Kriegstätigkeit der Be⸗ amten erhoben hat In dankenswerter Weise ist vom Regierungs⸗ tische aus Herrn Abg. Wolf entgegnet worden: gerade das Ein⸗ 1* e für ihre Beamten ermöglicht es mir, mich

¹ en. 85

Tie Ausführungen, die Herr Abg. Wolf in dieser Richtung gemacht hat, haben mir, das sage ich offen, weh getan; sie haben mich schmerzlich berührt. Nicht weil ich selbst Beantter

i weil ich ein Angehöriger des deutschen Volkes bin, ist, daß seine Genossen ohne Unterschied

Standes eimmütig und einheitlich usammenwirken zur Er⸗ reichung der großen Aufgaben, die Und nun konumt Herr Ff

teertigt ist Neben den hundert⸗

die Gliederung der Zeichnungen auf

die dritte Kriegsanleihe. e e ehe e eee a u ven 5 Schichten 9 5 Bevölberung, Reiche und Arme, haben, jeder

halt gege

anlassung, sie zum Gegenstand einer solchen herben Kritik zu machen, wie es heute hier geschehen ist. Wenn der Herr Abg. Wolf in der ihm eigenen temperamentvollen Art vorhin gemalt hat, wie die Witwe eines Landwirts bei der Nachricht, daß ihr ältester Sohn gefallen sei, zusammenbricht, und mit Emphase an dieses Bild den Ausdruck knüpft: So etwas kommt in Be⸗ amtenkreisen nicht vor, dann möchte ich darauf hinweisen, daß dieser furchtbare Krieg Ströme von Tränen und unsäglichen Jammer, unsägliches Leid auch in die Familien und die Häuser der Beamten gebracht hat. Ich möchte Herrn Abg. Wolf darauf hinweisen, daß die Beamtenwitwe, die vorher von dem Gehalt ihres Mannes ein auskömmliches Dasein hatte, von nun an kümmerlich sich und ihre Kinder durchs Leben führen muß. Trotz⸗ dem, meine Herren, ich glaube die Ueberzeugung haben wir alle, wird die deutsche Beamtenschaft die schweren Opfer und Ent⸗ A die dieser Krieg vielleicht jedem von uns bringt, tragen,

lt von echter Vaterlandsliebe wird sie sie opferfreudig tragen wie jeder andere unserer deutschen Volksgenossen. Das ist meine Ueberzeugung, und ich glaube, die eines jeden Mannes, der die Leistungen der Beamten sachlich und nicht voreingenommen be⸗ urteilt.(Vielfacher Beifall!)

Damit ist die allgemeine Debatte beendigt. 1

Bei der Einzelberatung erfolgt zunächst über die An⸗ träge, betreffend die Rubrik I, Getreide, 2 eine unwesent⸗ liche Debatte, worauf der Ausschußantrag auf Zustimmung zu dem Antrag Uebel, Brauer, Dr. v. Helmolt, Lang, Dr. Weber, Korell⸗ Angenrod u. Gen einstimmig genehmigt wird. Er lautet:

Großh. Regierung zu ersuchen, die Kommunal verbände an⸗ zuweisen, keine einschränkenden 1 ge⸗ genüber der e zu treffen, insbesondere den 122 8 an Brotgetreide auch den Selbstversorgern zu ge⸗ währen.

Ein Antrag Leun und Fenchel, daß denjenigen Getreidebesitzern, deren Vorrat für das Erntejahr nicht ausreicht, das fehlende Brot⸗ getreide zu dem festgesetzten Höchstpreise aus den Beständen des Wohnortes zweimonatlich geliefert wird, wird dem Ausschußantrag entsprechend abgelehnt.

Angenommen wird der Antrag Dr. Weber u. Gen.:

I. Großh. Regierung zu ersuchen, im Bundesrat zu beantragen, daß in der Verordnung über den Verkehr mit Gerste nach den Wortendie Hälfte eingefügt wird,mindestens aber 10 Zent⸗ ner, um hierdurch eine Freilassung von mindestens 10 Zentner Gerste von der Beschlagnahme zu veranlassen.

von Höchstpreisen für Braugerste angenommen, desgleichen finden die weiteren Punkte des Antrags Henrich und ein Antrag Lang Annahme; letzterer geht dahin, die Ursachen der wäh⸗ rend der Kriegszeit beobachteten Preissteigerungen der verschie⸗ densten Lebensmittel und Bedarfsartikel festzustellen usw.

II. Kartoffeln. Auch unter dieser Rubrik schlägt der Aus⸗ schuß die Annahme verschiedener Anträge vor, die namentlich der Verhütung von Preistreibereien dienen sollen, r ein sehr umfangreicher Antrag der Abgg. Henrich und Molthan.

Die Anträge werden angenommen.

III. Fleisch. Ter Ausschuß beuntragt und das Daus ge⸗

nehmigt einstimmig, der Regicrimg als zu ergreifende Nußunhmen

Krafti arten jede mögliche För⸗ e Fchtdar von N

führung zu bringen. dahin zu wirken, daß a) die Rus herubgefetzt wird, um mehr und bessere Kleie zu erhalten, b) dem Landwirt das sog. Hinterkorn belassen Futterzwecken freĩ⸗

wird, c) ein größerer Anteil von Gerste zu ben wird

diefer Nubrir peautragt der Nusschuß die Wmahme eines Ars. tre Dr. v. Hel molt über Maßnahmen zur Sicherung der e e 105 Garbe 886 e. Wel

* auer 1 Gen. wonach fur icht e sind usw) und Henrich(betr. Vereinbarungen mit chprodurzenten und Verbrauchs vertretern

Versorgung mit Milch usw.)

Nachdem Such diese Anträge den Vorschlägen des Ausschursses ertsprechend zur Mumahme grlrngf sinb, wird der Berat, en ½2 Uhr abgebrochen.

Morgen früh 9 Uhr: Forksetzung der Berufung.

nach seinen Kräften, zu dem ungeheuren Erfolg der An⸗ leihe beigetragen. Die Gesamtzeichnung von rund 12 101 Millionen Mark besteht aus 3 551 746 Einzelzeichnungen, die sich nach der Größe wie folgt gliedern(die eingeklam⸗

merten Ziffern geben die Ergebnisse der zweiten und ersten Kriegsanleihe):

Zahl der Zeichnungen Betrag in Millionen Mark bis 200 Mk. 686 289(452 118)(231 11 107(71) 80) von 20 9 1000 2 481955 0 581 120 6841804 348(254)(119 881 923 660 776) 811 604) 4 i 2000 503 578(418 361)(6458 149 899 a 750(68 5 2 100 15 5000 415576(361 459)( 157 591) 1536(1354)(579) 85 5 100 7 10 000 145 286(130 903)( 56 438) 1184(1057)(450) 0 10 100 5 20 000 54 513(46 105)( 19 813) 868(745)(307 70 20 100 5 50 000 33392(286 407)( 11 584) 1188(926)( 240 15 50 100 5 100 000 10818[Nin 3 629) 876(648)(815) fdidd d00 7274(438)( 2050) 1801(1066)( 509) ,, 849( 538) 361) 709(440)( 287) über 1 000 00 545( 32505 210) 1774(1162)(869) zusammen 3 551 746(2 691 060)(1177 235) 12 101 9 060)(4 460) Zu beachten ist dabei, daß die vorstehende Au, stellung Zeichnungen bei den Lebensversicherungsgesellschasten 417 Mill. Mk. noch nicht einmal die gesamte Zahl der Einzelzeichnungenden Kreditgenossenschasten. 680 zum Ausdruck bringt. Bekanntlich sind diesmal in weit den Postanstalten.. 161

e Umfang als bei den Kriegsanleihen urch len, Vereine, Berufsvertretungen, Arbeitgeber usw. Zeichnungen gesammelt und in einer Summe an die Zeichnungs⸗ und Vermittlungsstellen weitergegeben worden, so daß sie in der Aufstellung nur als eine Zeichnung er⸗ scheinen, während sie tatsächlich eine große Zahl von Einzel⸗ zeichnungen enthalten. Ueber diese Sammelzeichnungen ist eine Erhebung eingeleitet worden, deren Ergebnis später veröffentlicht werden wird.

Die Verteilung der Zeichnungen auf die Zeichnungs⸗ und Vermittlungsstellen ist schon bekannt segeben. In⸗ zwischen hat sich herausgestellt, daß unter den en, die den Zeichnungen bei Banken und Bankiers zugezählt worden sind, rund 285 Millionen Mark Zeichnungen bei Spar⸗ kassen enthalten sind. Die gemeldeten Ziffern ändern sich dadurch wie folgt:

5 a zusammen 12 101 Pill. Dir.

Für die Zuteilung der gezeichneten 9932 Millionen 9 7 Anleihestücke sind erforderlich rund 9 280 000 Stücke, avon

Sack zu: 9 n , e / e r ee ,,, TTT ee , e,

Mk. 20 000 000

3 Daß die Herstellung und Bearbeitung dieser ungeheuren Menge von Stücken wieder geraume Zeit erfordern wird, bedarf kaum der besonderen Hervorhebung. Die Zeichnungen der Truppen im Felde sind Zahlungen nicht enthalten. Die Einzahlungen auf die 3. Kriegsanleihe erreichten

in obigen

Zeichnungen bei der Reichsbank. e 569 Mill. Mk. 15den Banken und Bankiers 7891 0% den Spartassen 44677 8

bis zum 11. tober, also eine Woche vor dem ersten Pflicht⸗ zahlungstermin, den Betrag von 6808 Willionen Mark,

Weiter werden Teile des Antrags Henrich über die Zulas⸗ sung des Verkaufs beschlagnahmsfreier Gerste und die Festfetzung

I Futtermittel, Milch Eier, Butter Unter