Ausgabe 
(26.8.1915) 200. Erstes Blatt
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. Aus Stadt und Cand. Gießen, 26. August 1915.

Auf dem Felde der Ehre gefallen.

(Aus Hessen und den Nachbargebieten

Musk. deinr. Schimmel aus 1 80 Johann Treutlein, Ins.-Rgt. 151, aus Bonbaden. Oberleut. d. L. Fabrikbes. Rud. Eyrin g aus Darmstadt. Ersatz-Res. Jakob 4 aus Mornshausen. Einj.-Freiw. Unteroffizier Lehrer 55 7 Vöpel aus Bromskirchen. Landwehrmann Karl Friedr. i Landw.-Ins-Rgt. 83, aus Raunheim. Soldat Albert 5 il p, österr. Landwehr⸗Rgt. 30, aus Wetzlar. Landsturmmann 79 5 Spilker aus Marburg. Ers⸗Ret. Heinz Knoch, Inf. 1 05 201, aus Marburg. Landsturmmann Adam Bi i Landsturm-Ers.-Bat., aus Offenbach. Schütze Johann Heinrich Nahr, Res.-Inf.⸗Rgt. 223, aus Dudenhosen bei Offenbach. Erf. Res. Konr. Reitz, Inf.⸗Rgt. 173, aus Offenbach a. M.

. Auszeichnung. Dem Gesfreiten Karl T höt aus Gießen, Feldart.-Regt. Nr. 61, 5. Batterie, wurde die hessische Tapferkeitsmedaille verliehen, nachdem er vor einiger

Zeit zum Gefreiten ernannt wurde.

Vom Ludwigstag in Hessen. Am 25. August beging das Großherzogtum Hessen den Ludwigstag als Namenstag des Landesherrn. Die Jugend hatte schulfrei. Mei thin wird angenommen, der Ludwigstag sei erst seit der 1 worden, als größere tatholische Gebietsteile an Hessen fielen und besonders als die katho⸗ lische Bayernprinzessin Hessens Großherzogin wurde. Der Ludwigstag ist älter Den Namen Ludwig führten zehn hessen-darmstädtische Landgrafen, der zehnte war der erste Großherzog, dem seitdem noch drei folgten. Schon aus dem Fahre 1789 ist die Feier eines Ludwigstages bekannt Als damals ein Reisender das einst hessische Pirmasens besuchte, wo Ludwig IX.(17681790) Hof hielt und die be⸗ kannte Militärkolonie hatte, wohnte er einem Ludwigs⸗ tage bei. Er schreibt darüber u. a.:Auf den 25. August, als den Namenstag des Landgrafen, ist jährlich Haupt⸗ revue, und dann wimmelt es in Pirmasens von auswär⸗ tigen Offizieren und anderen Fremden, die teils aus Frankreich, Zweibrücken, der Unterpfalz, Hessen und anderen Ländern diesen Wohlgeübten zu Liebe hierherreisen.

Den Landgrafen habe ich in aller Tätigkeit gesehen: mit spähendem Blicke fand er sich bald auf dem rechten, bald auf dem linken Flügel, bald vor dem Zentrum, bald in den hinteren Gliedern. Alles war geschäftig an ihm, und er scheint mit Leib und Seele Soldat zu sein Das war der letzte Ludwigstag, den Pirmasens sah. Im nächsten Jahre war Ludwig tot undder große Menageriekasten von Zweifüßlern, wie Friedrich der Große einstmals boshafter⸗ 5 dach her rh e hatte, 5 alle Winde zer⸗ treut. Auch hier wehten gestern von den meisten öffent⸗ lichen Gebäuden zur Feier des Ludwigstages die Fahnen.

Der Hriegsausschuß für Verbraucher⸗ interessen hat sich in den letzten Tagen mit der Vor⸗ bereitung der für Sonntag geplanten Feen öffentlichen Versammlung in der Aula befaßt und die Richtlinien für sein Wirken beraten, die der Versammlung unterbreitet werden sollen. Mit denselben erscheint die Gewähr für ein gedeihliches und versöhnliches Arbeiten gegeben. Nähere Mitteilungen über die Versammlung werden morgen und übermorgen gemacht werden können.

Kenntlichmachung der Fleischpreise. Von heute ab müssen in allen öffentlichen Verkanssstellen, an denen Fleisch oder Fleischwaren feilgehalten werden, die Preise auf einem vom Polizeiamt gestempelten Aushang kenntlich gemacht werden. Das Polizeiamt bringt diese Bestimmung nebst einer Reihe von weiteren Verkaufsbedin⸗ Pease in einer Bekanntmachung in der heutigen Nummer

ieses Blattes zur Kenntnis.

Zur Beschlagnahme von Kupfer, Mes⸗ sing und Reinnickel werden in einer Bekanntmachung in der vorliegenden Nummer desGieß. Anz. nunmehr auch die Bestimmungen veröffentlicht, die als Ergänzung der Bekanntmachung des Stellvertr. Generalkommandos und des Kreisausschusses noch von der Stadt zu treffen waren. Die Bekanntmachung des Oberbürgermeisters erläutert noch einmal die 3 der Beschlagnahme, die festgesetzten Preise und die Wichtigkeit der iwilligen Ablieferung. Zum Zwecke der 1 7 des Geschäftsganges ist eine städtische Metallkommission an geset worden, die u. a. in Gemeinschaft mit dem Oberbürgermeister in Aus⸗ nahme⸗ und Zweifelsfällen endgültig entscheidet, ob ein Gegenstand von der Beschlagnahme betroffen ist. Wichtig ist auch die Erinnerung daran, daß Gegenstände, die bereits als Altmaterial an Händler usw. verkauft waren, nicht angenommen werden, da sie schon älteren Höchstpreis⸗ bestimmungen unterliegen. Verkauf, Tausch und Verschenken der lach ff es, daß Gegenstände ist ver boten. Dringend erwünscht ist es, daß auch Gegenstände, die dem Buchstaben nach nicht unter die Verfügungen fallen, abgeliefert wer⸗ den. Die Sammelstelle 5505 die betroffenen Metalle befindet sich in dem städtis Gebäude Kirchstraße 20. Diese Sammelstelle wird vom 30. August an jedem Montag und Donnerstag von 1012 Uhr vormittags geöffnet. In dieser Zeit sind Mitglieder der Metallkommission an⸗ wesend, die Auskunft in Zweifelsfällen erteilen. In 55755 Einleitung zu der Bekanntmachung appelliert der

berbürgermeister an die vaterländische Gesinnung der Be⸗ völkerung, von der zu hoffen sei, daß sie von der Möglich⸗ keit der freiwilligen Ablieferung 55 zum 25. September recht reichlichen Gebrauch mache. Wir empfehlen die Be⸗ kanntmachung dem aufmerksamen Studium der Leser.

* Der Jahrestag von Anloy vereinigte draußen im Felde auch eine Anzahl von braven 116ern, die die heiße Schlacht mitgemacht und seitdem unter den Fahnen ihres Regiments Freud und Leid miteinander geteilt haben, zu einer stillen Gedenkfeier für die Toten der ersten Schlacht. Die Teilnehmer an der Feier bitten uns, an dieser Stelle allen, die bei Anloy ebenfalls mitgekämpft

da ihren Gruß zu sagen. Mit einigen schlichten Soldatenltedern id der kernigen Ansprache eines Vizefeldwebels habe man des heißen Tages und der Opfer, die er zum Siege erfordert habe, ge⸗

t. Das Herz habe denen, die seit Anloy noch beisammen seien,

geblutet, als sie das zusammengeschmolzene Häuflein überblickt

hätten; gerade das aber habe sie bewogen, noch einmal mit entblöß⸗ ten Häuptern vor Gott und dem Kaiser zu geloben, zu sterben oder als Sieger in die Heimat zurückzukehren. Das Lied vom Morgenrot habe der lurzen Gedenkfeier dann den ertnsten Abschluß gegeben.

* Warnung. Es wird darauf hingewiesen, daß in letzter Zeit verschiedentlich feindliche Agenten ver⸗ sucht haben, die Stellung von Truppenteilen dadurch zu ermitteln, daß sie sich, besonders auch durch den Fernsprecher, angeblich im Auftrage höher stehender Persönlichkeiten, bei Familien nach deren im Felde befind⸗ lichen Angehörigen, sowie nach dem Truppenteil und Auf⸗ enthaltsort erkundigten. Es wird daher dringend davor gewarnt, in solchen Fällen irgend welche Auskunft zu erteilen. Vielmehr muß versucht werden, durch sofortige Anfrage bei dem betreffenden Fernsprechamt festzustellen, von welcher Stelle aus die Anfrage erfolgte. Alle auf diesen Zweig der Spionage bezüglichen Wahrnehmungen sind ferner ungesäumt den Polizeibehörden mitzuteilen.

Landkreis Gießen.

Staufenberg, 25. Aug. Dem Gefr. Heinrich Dietz im Feld ⸗Art.⸗Regiment Nr. 61 wurde das Eiserne Kreuz

2. Klasse verliehen. Kreis Büdingen.

= Bobenhausen J. bei Ortenberg, 25. Aug. Aus unserem nur 300 Einwohner zählenden Orte sind bereits 8 Söhne den Heldentod fürs Vaterland gestorben.

Kreis Schotten.

= Ulfa, 25. Aug. Reservist H. Böcher von hier, zuerst im Inf.⸗Regt. 116, 3. Komp., zuletzt im Inf.-Regt. 160, 2. Komp., erhielt das Erserne Kreuz 2. Klasse und gestern noch die Hessische Tapferkeitsmedaille. Er befindet sich gegen⸗ wärtig im Vereinslazarett zu Nidda.

O Gedern, 24. Aug. Bei besonders günstiger Witterung wurde heute hier der erste Gederner Markt abgehalten. Die Preise der Ferkel waren, da mehr Verkäufer als Käufer erschienen waren, etwas gesunken. Man zahlte im Durchschnitt für das Paar 67 Wochen alte Ferkel 5560 Mk. Für Läufer standen die Preise nicht weniger günstig.

Kreis Lauterbach. f

O Aus dem oberen Vogelsberg, 24. Aug. Allgemein hat man auch hier mit dem Mähen der Sommerfrucht begonnen; nur fehlen die Sonnenstrahlen, damit dieselbe auch ein⸗ gefahren werden kann. Das Korn sitzt meist auch noch auf Haufen. Eine wohl seltene Wahrnehmung macht man dieses Jahr bei ein- zelnen Gerstenfeldern. Durch das eingetretene Regenwetter sind neue Halme aus der Erde gewachsen, die nun die ersteren fast voll⸗ ständig verdrängt haben und in üppigem Grün diese überragen. Da die jungen Halme die stärkere Hälste bilden, muß wohl ihre Reife abgewartet werden. Grum met ist noch in bedeutendem Maße gewachsen und verspricht eine ertragreiche Ernte. Die Himbeerernte hat nun ihr Ende erreicht. Lange Jahre konnte man keinen solchen Reichtum an Beeren einsammeln.

Starkenburg und Rheinhessen.

§ Darmstadt, 25. Aug. Eine Spende von über 15 000 Mk. haben schwedische Künstler und Kunst⸗ freunde dieser Tage demHilfsfonds für notleidende deutsche bildende Künstler überwiesen, den der Heraus⸗ geber derDeutschen Kunst und Dekoration, Hofrat Alexander Koch in Darmstadt, alsbald nach Kriegsbeginn ins Leben gerufen hat. Durch diese hochherzige Spende ist lt.Darmst. Ztg. der so segensreich wirkeDarm⸗ städter Hilfsfonds, aus dem bereits über 90 notleidende talentierte Künstler Deutschlands unterstützt werden konn⸗ ten, 9 Höhe von 45 000 Mk. angewachsen.

r. Mainz, 25. Aug. In der heutigen Stadtverord⸗ netensitzung teilte der Vorsitzende mit, daß er den Ber⸗ geordneten Gündert, der bisher im Felde stand, mit Erfolg reklamiert habe, hoffentlich werde er dauernd hier verbleiben. Die Stadtverordneten hatten kürzlich einstimmig beschlossen, dem Gouverneur vorzuschlagen, daß bei den Lebensmittelgeschäften nachmittags von 13 Uhr und abends um 8 Uhr die Läden geschlossen werden. Die Handelskammer hatte sich in einem Gutachten beim Gouvernement gegen diesen Beschluß der Stadt⸗ verordneten ausgesprochen, worauf der Gouverneur dem Beschlusse seine Zurstimmung versagte. Das Gutachten der Handelskammer wurde von den Stadtverordneten Bauer und Gewerberat Falk scharf kritistert, es sei zu bedauern, daß das Gouvernement sich von diesem Gurtachten der Handelskammer, das gänzlich un⸗

zutreffend sei, habe beeinflussen lassen. Die Versammlung wählte ferner einen Ausschuß, der die brennende Hypotheken⸗ frage prüfen soll.

Kreis Wetzlar.

11 Dutenhofen, 25. Aug. Die Zusammenlegung der Feldmark ist bereits so weit vorgeschritten, daß jetzt das Wegenetz ausgebaut werden kann. Die hiesige Gemarkung hat einen FFlächenraum von 527 Hektar, darunter nur 23 Hektar Wald,

aber viel Wiesen. Hessen⸗Nassau.

m. Amöneburg(Kr. Kirchhain), 25. Aug. Hler sanden sich gestern nachmittag die Vertreter der fünt Sparkassen des Kreises Kirchhain im alten Rathaussaale zu einer Sitzung ein, um darüber zu beschließen, ob dem Kreise die Mittel für die anzu- kaufenden Getreidemengen aus den Sparkassen zu gewähren seien. Die Vertreter erklärten sich dazu bereit, dem Kreise das Geld zur Verfügung zu stellen, wodurch gleichzeitig erreicht werden soll, daß die Gelder nutzbar dem Kreise erhalten bleiben.

X Kassel, 25. Aug. Das Königl. Konsistorium hat angeordnet, daß aus Anlaß der überwältigend großen Erfolge und Siege innerhalb weniger Wochen am 1. September d. J. in allen Gemeinden des Konsistorialbezirks Kassel ein öffentlicher Dank- gottesdienst abgehalten werden soll mit Hinweis auf die Hilse Gottes vor 45 Jahren und auf die weltgeschichtlich bedeutungsvollen Ereignisse der Gegenwart.

u. Limburg, 25. Aug. Der Landrat beabsichtigt, durch eine Ehrentasel eine Veröffentlichung der Namen aller Personen vorzunehmen, die durch Umtausch von Goldmünzen in Banknoten die finanzielle Rüstung des Vaterlandes gefördert haben.

55 Märkte.

FC. Wiesbaden. Viehhof- Marktbericht vom 25. Aug Auftrieb: 210 Rinder(darunter 26 Ochsen, 19 Bullen, 165 Kühe), 255 Kälber, 17 Schafe, 150 Schweine. Es wurde bei lebhastem Geschäft zu gleichen Preisen wie am 23. ds. Mts. gehandelt. Der Auftrieb wurde bald geräumt.

Briefkasten der Redaktion. [Auonuyme Aufragen bleiben unberücksichtigt.)

wehrgesetz. Die vom Reichstag beschlossene Aenderung des Bengel hat nur die Musterung und eventuelle Dienstpflicht der bei dem Friedensersatzgeschäst sür dauernd untauglich Erklärten, also der Ausgemusterten, zum Gegenstand, nicht aber die Heraufsetzung der Landflurmpflicht von 45 auf 50 Jahre.

Ueirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst. Sabbatfeier am 28. August 1915

Freitag abend 6.50 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr.

Samstag nachmittag 4.00 Uhr.

Sabbatausgang 8.05 Uhr

Wochengottesdienst: Morgens 6.00, abends 6.30 Uhr.

1 Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 2. 5 58 22 33 2 8 88 Ang, e e e ee et 8323 22 28 38 5 S8 1675[ 85 53 V S s 3 1 5= 25 25 751,7] 21,0 10,5 57 NNW. 2 9 Bew. Himmel 25. 9 752,0 15,7 11,9 89 N 2[Heller Himmel 26. 7% 751,3 14,8 11,3 90 N 29 Bew. Himmel Höchste Temperatur am 24. bis 25. Aug. 1915= 21.3 0. Niedrigste,,, ieee ie Niederschlag: 0,0 mm. .

Amtlicher Wetterbericht. N:

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. g

Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 27. August 1915: Ziemlich heiter, trocken, warm, nordöstliche Winde.

LTegzte Nachrichten.

Deutschlands Unbesiegbarkeit.

i. Köln, 26. Aug. DieKöln. Ztg. meldet aus Kopen⸗ hagen:Berlingske Tidende berichten aus London: DieDi⸗ mes beschäftigen sich mit einem Gerücht von einer Zusam⸗ menkunft Bethmann Hollwegs mit dem Reichsschatz⸗ sekretär Dr. Helfferich, wobei letzterer erklärt haben soll, Deutschland stehe vor dem Bankerott, falls nicht bald Schritte zur Erzielung eines ehrenvollen Friedens getan würden. DieTi⸗

1

mes verweisen solche Enthüllungen ins Fabelreich. Deutschland

sei durchaus imstande, die Mittel zur Fortsetzung des Krieges zu

finden, solange seine Siege andauerten. Das englische Volk müsse

endlich begreifen,

gehen könne, solange der Mut des deutschen Volkes uner⸗

schüttert sei. 5 Aus Warschau.

Wien, 28. Aug. Die erste der in Warschau gebildeten polnischen Legionen verließ Warschau unter dem Jubel der Bevölkerung, die sie mit Blumen bewarf. Außer einem Mehl⸗ und Brotmonopol wurde in Warschau auch ein Monopol für Fleisch und Kohlen eingerichtet. Die Ausführung wurde von den deutschen Be⸗ hörden einem Bürgerkomitee anvertraut.

Die Lage auf dem Balkan.

Lugano, 26. Aug. Ueber die Lage auf dem Balkan meldet derCorriere della Sera aus Rom: In Serbien hat die Politik des Vierbundes insofern Erfolg gehabt, als in der Skupschtina erklärt wurde, daß Serbien weiter an der Seite der Entente durchhalten werde. Es sei fraglich, welche Ansprüche Bulgarien bei seinen Forderungen als berechtigt anerkenne und wie weit diese Bulgarien genügen würden. Von Griechenland erwartet man mit dem Siege Venizelos jedenfalls eine freundschaftlichere Haltung als bei Gunaris Zeiten.

Aus Serbien.

Wien, 26. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) DieNeue

Freie Presse meldet über Bukarest aus Nisch: Die Skup⸗ schtina sprach der Regierung mit 103 gegen 24 Stimmen ihr Vertrauen aus und ließ ihr in der mazedonischen Frage freie Hand.

Muanschikai Kaiser von China?

London, 25. Aug.(WTB. Nichtamtl.) DieTimes erfährt aus Peking: In der letzten Zeit wurde eine Werbe⸗ tätigkeit zur Wiederherstellung der monarchi⸗ schen Regierung betrieben mit der Absicht, zu erfor⸗ schen, wie sich die Liberalen zur Ausrufung Puanschikais zum Kaiser stellen würden und um das Volk auf seine Thron⸗ n vorzubereiten. Muanschikai selbst ist gegen den

an.

Schaffnerinnen an der Berliner Straßenbahn.

Berlin, 26. August. Bei der Großen Berli Straßenbahn sind jetzt, wie dieVoce Zeitung meldet,

infolge Einberufung des Fahrpersonals rund 2700 Schaff⸗ nerinnen eingestellt.

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