Ausgabe 
(17.8.1915) 192. Erstes Blatt
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ind allem Zubeh. zu verm.

. em te, ist August auf dem westlichen Kriegs bod für r stlich gsschauplatze den Tod fürs 5 Starkenburg und Rheinhessen Ifkenbach a. M., 16. Aug. Die bor einiger Zeit ge⸗

ie e hier ein durch e 2 Akmal in Gestalt eines eisernen Mannes(Ritter Götz n Berlichingen) zu errichten, wird nun endgültig durch die

t zur Ausführung gebracht. Die Erträgnisse sollen vater⸗ schen Zwecken zugewendet werden. Zur Förderung der An⸗ enheit ist auf Vorscklag des Oberbürgermeisters Dr. Dullo erweiterter Ausschuß in Bildung begriffen, zu dem vor allem ch die Vorsitzenden der hiesigen Vereine zugezogen werden.

5 Hessen⸗Nassau.

. Waldgirmes, 16. Aug. Trotz der unbeständigen terung war das gestrige Missionsfest auch von auswärts ut besucht. Während Missionar Waber⸗ Hermannsburg am vormittag für die Filialgemeinde Naunheim als Missionsprediger erusen war, sprach nachmittags im Festgottesdienst Pfarrer chhoff⸗ Dautphe. Es solgten Vorträge eines gemischten Chors

ines Posaunenchors. Die Kollekte wurde der Hermannsburger

1 1 5

Marburg, 16. Aug. Wenn auch die private Ba u⸗ gkeit so ziemlich ruht, so wird doch 5 verschie⸗ enen öffentlichen Bauten, die vor Beginn des Krieges in lugriff genommen wurden, eifrig gearbeitet. So naht der zan der neuen Südpost, welche an der Kreuzung Ka⸗ ernenstraßeUniversitätsstraße, gegenüber den Stadtfälen, hren Plat gefunden, seiner Vollendung. Auch an dem neuen lniversitäts⸗Verwaltungs⸗ un Hörsaal⸗ lebäude gegenüber der Universität auf dem Platze des rüheren Waisenhauses, geht die Arbeit voran. Das neue Hyfikalische Justitut an der Renthofstraße ist bereits in genutzung genommen.

(Biedenkopf, 16. Aug. Junge Leute aus dem in inem Seitentale der Lahn etwa drei Stunden von hier üdwestlich gelegenen Orte Fischelbach fanden an Bäumen ängend die Hülle eines Luftballon's, an der die Gon⸗ el fehlte. Die Finder nahmen ihre Fahrräder, banden den Za an Seile und fuhren nach dem Nachbarstädtchen zaasphe, wo der eigenartige Aufzug großes Aufsehen er⸗ egte. Den Aufschriften nach zu urteilen, ist der Ballon ranzösischen Ursprungs und zwar handelt es sich im einen Fesselballon.

u. Ufingen, 16. Aug. Jux nahen Hasselborn stürzte das

krelfährige Söhnchen des Landwirt Braun beim Blumenpflücken n den Dorfweiher und ertrank. l. Bad Homburg v d. H., 16. Aug. Der Kreistag des Obertaunuskreises bewilligte in seiner heute ab⸗ Rss Sitzung für die Unterstützung von Familien in den Dei

eg eingetretener Mannschaften eine weitere Summe von einer lion Mark. Bisher wurden für gleiche Zwecke 1 200 000 aufgewendet. Ferner stellte der Kreistag zur Ausführung nirtschaftlicher Maßnahmen im Obertaunuskreis und zur DTurch⸗ ührung der Selbstbewirtschaftung der gewonnenen Getreideernte nnerhalb des Kreises 400 000 Mark zur Verfügung. Siegen, 16. Aug. Vor einigen Wochen schlug ein als caufbold bekannter junger Bursche einen verwundeten Matrosen hne 15 Veranlassung ins Gesicht und traf dabei ein Auge, o daß dieses auslief. Die Strafkammer verurteilte den rohen Zesellen fün die Dat zu drei Jahren Gefängnis;

seine zugend schützte den Menschen nur vor dem Zuchthaus.

Vermischtes. Die Brüder Mannesmann. Die

5 7B. 3. meldet: Die Meldung eines Madrider Blattes, wonach drer Brüder Man⸗ nesmann aus der französischen Gefangenschaft entfliehen konn⸗

den, ist unrichtig. Von den vier Brüdern der fünfte, Max Mannesmann, ist vor einigen Monaten in Aachen gestorben befindet sich einer im Felde, zwei in Berlin und der vierte in Remscheid. Die Angestellten der Gebrüder Mannesmann in Ma⸗ rokko sind bis auf wenige, die rechtzeitig fliehen konnten, in Al⸗ gler interniert.

*Die Verlobung Siegfried Wagners.

Die Ver⸗ lobung Sie

fried Wagners, die von einer Münchener Zeitung ge⸗ meldet wurde, wird wieder dementiert, jedoch dürfte die Nachricht stimmen. Wie dasBerliner Tageblatt mitteilt, sind nur die Namen der Braut falsch angegeben worden. Es handelt sich nicht um Fräulein Chillingworth, sondern um Fräulein Klindworth, die Enkelin des bekannten Politikers Professor Karl Klindworth, der mit Richard Wagner befreundet war.

Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 18. August 1915: Wolkig, trocken, etwas wärmer, nordwestliche Winde. Letzte Nachrichten. Ein deutsches U-Boot beschießt die englische Nüste. Sondon, 17. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ sche Bureau meldet: Ein deutsches Unterseeboot hat am 16. August frühmorgens auf Parton, Harrington und Whitehaben an der Westküste Englands Granaten ab⸗ gefeuert, ohne wesentlichen Schaden anzurichten. Einige Granaten trafen nördlich von Parton den Bahnkörper. Der Verkehr erlitt eine kurze Unterbrechung. In Whitehaven und Harrington entstanden Brände, die rasch gelöscht wurden. Menschenleben wurden nicht verloren. 5

Die genannten drei Orte liegen dicht an der englischen West⸗ küste in der Grafschaft Cumberland auf einer Strecke von etwa 10 Kilometern.

Die russische Linie vor Brest⸗Litowsk.

Aus dem k. k. Kriegspressequartier, 16. Aug. Wie zu erwarten war, gewinnt der Widerstand des Feindes an Heftigkeit, je näher die Fronten der Verbündeten gegen die Basis des russischen Verteidigungsraumes heranrücken. Die Grundlinie ist im allgemeinen an der Eisenbahn Brest Litows k Bielostok zu suchen. Beide befestigte Städte sind ein wertvoller Stützpunkt des Feindes, was Widerstand oder Abschub betrifft. Die Hauptverteidigungsstelle der Russen ist etwa auf gleicher Höhe der Brest⸗Litowsk und Bjelostok vorgeschobenen Werke zu suchen. Sie entspricht erfahrungsgemäß einer Front von 15 bis 20 Kilo⸗ metern. Dadurch wird gleichzeitig die Eisenbahn gedeckt. Es ent⸗ spricht jedoch ganz der zeitgemäßen und besonders der russischen Kampfesweise, noch andere weiter vorgeschobene Stellungen zu befestigen und ihren Besith dem Gegner solange wie möglich streitig zu machen. Um solche Stellungen handelt es sich bei den gestern gemeldeten Kämpfen. Auf jeden Fall verfügen die Russen vor der Front der Verbündeten derzeit über genügend starke Kräfte, um vorübergehenden ernsten Widerstand leisten zu können.

Ein russischer Militärzug von deutschen Fliegern

erfolgreich bombardiert.

Kopenhagen, 17. Aug. Ein russischer Mili⸗ tärzug ist kurz vor der Einfahrt in die Festung Brest⸗ Litowsk von zwei deutschen Fliegern mit Bomben beworfen worden. Die Zahl der Toten wird nicht bekanntgegeben, doch sei sie wahrscheinlich sehr groß, da der Zug voll besetzt war

Der Wiederaufbau zerstörter belgischer Städte.

i. Köln, 17. Aug. Nach derKöln. Volksztg. wurde als Referent für Städtebau der Kölner Beigeord⸗ nete Karl Rehorst, der bei Kriegsbeginn als Hauptmann der Landwehr ins Heer eingetreten ist, in die Zivilverwal⸗ tung des Generalgouverneurs von Belgien berufen. Rehorst besorgt die Bearbeitung der nicht leichten Fragen des Wiederaufbaus der zerstörten belgischen Städte und Ortschaften und soll namentlich verhindern, daß in städte⸗ baulicher und künstlerischer Beziehung Schlechtes und Min⸗ derwertiges zur Ausführung kommt.

Italien vor inneren Unruhen?

Chiasso, 16. Aug. Trotz aller Vertuschungen wird immer mehr offenbar, daß die Umsturzparteten Italiens nur des⸗ halb so laut in das Kriegshorn bliesen, weil sie einen Mißerfolg erwarteten und dadurch ihre eigenen Ziele zu fördern hofften. Der Sitz der Unzufriedenen ist Mailand. Von Mailand aus verzweigt sich die Bewegung in andere oberitalienische Städte. Auch in Verona sind antimonarchische Umtriebe festgestellt wor⸗ den. Die Regierung wagt kein kraftvolles Einschreiten, da sie den Ausbruch einer Revolution in diesen Städten befürchtet. Nach sicheren Nachrichten wachsen diese Schwierigkeiten täglich, woraus sich auch die häufigen Besprechungen des Hauptquartiers erklären.

Die türkischen Soldaten.

Haag, 17. Aug. In einem Brief eines englischen Ser⸗ leanten, der auf Gallipoli gegen die Türken kämpft, findet sich folgende Stelle: Unsere Truppen betrachten die Türken als bewundernswerte Kämpfer, als geradezu geborene Soldaten, die unter deutscher Organisation und Leitung einen Gegner bilden, der wirklich nicht bequem zu beseitigen ist. Desto peinlicher ist es, zu hören, daß alle Dummheiten zuhause fortgesetzt werden, während wir hier unglaubliche Entbehrungen und Anstrengungen zu er⸗ tragen haben.. 0

Püanschikai Kaiser von China?.

Wien 16. Aug,. DerRjetsch berichtet: In Peking finden im Schlosse Püanschikais dauernd Beratungen statt. Man er⸗ wartet die Ernennung Püanschikais zum Kaiser. Aus den Pro⸗ vinzen laufen zahlreiche Eingaben ein, die Püanschikai bitten, die Kaiserwürde anzunehmen. Eine Revolution sei nicht zu be⸗ fürchten, weil der Einfluß der Revolutionäre im Exlöschen sei. In Japan sympathisiere man mit der Krönung Muanschikais, weil man glaube, der Boykott japanischer Waren werde dann auf⸗ hören.

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