nach wurde der Dampfer du
ers 18 dh
ndhiemsfiord“. Der er hatte New Pork 16. Juli 9 8 und war an der Küste ttlands in Sicht, er von dem deutschen Unterseeboot ere wurde. Die 1 2
satzung bekam 10 Minuten 25 zum 1 2 g f 55 5 rch einen Torpedoschu senkt. Die Mannschaft wurde später von dem Dampfer„Orlando“ aufge⸗ n ondon, 2. Aug.(WTB. Nichtamtlich) Medung d
ondon, 2. Aug. TB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Dampfer„Clintonia“ istd er⸗ senkt worden, 54 Mann der satzung wurden gerettet, 11 sind als verloren gemeldet.
London, 2. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyds Agen⸗ tur meldet: Der britische Dampfer„Ben vorlich“ ist versenkt worden. Der erste Leutnant und sechs Matrosen wurden gelandet. Der Kapitän und der Rest der Besatzung verließen das Schiff in einem Boot.
Amsterd am, 2. Aug.(WTB. Nichtamtlich.)„Nieuws van den Dag“ melden aus Ymuiden: Der hier angekom⸗ mene holländische Dampfer„Beijerland“ fand am Sonntag den englischen Kutter„L. P. 1102“ sechs Meilen von Newarp Feuerschiff brennend vor. Die Be⸗ satzung suchte in einem eigenen Boote das Land zu er—
reichen. 0 Aus dem Reiche.
Allgemeine Erhöhung der Brotration?
Berlin, 2. Aug(WTB. Nichtamtlich) Die„Voss. Ztg.“ weist unter Bezugnahme auf die in Kürze zu erwartenden Angaben über die voraussichtlichen Erträge der diesjährigen Ernte darauf hin, daß Deutschland im Durchschnitt an Brot⸗ getreide eine gute Mittelernte zu verzeichnen habe und daß außerdem aus der vorigen Ernte noch große Bestände zur Verfügung stehen, die man wohl mit 600 000 bis 700 000 Doppelzentner annehmen dürfe. Unter diesen Umständen, so fügt das Blatt hinzu, darf es als sehr wahrscheinlich gelten, daß die More ene sobald das Ergebnis der Schätzung vorliegt, eine allgemeine Erhöhung der Brotration vornehmen wird.
Die Bestandsmeldung von Kupfer.
Berlin, 1. Aug.(Amtlich.) In der am 20. Juli ver⸗ öffentlichen Verfügung M. 1./7. 15. K. R. A. über Bestands⸗ meldung und Verwertung von Kupfer in Fertigfabrikaten scheint der Ausdruck„gebrauchte und ungebrauchte Fertig⸗ fabrikate“ vielfach so verstanden zu werden, als ob Gegen⸗ stände, die d. Plate n in Benutzung sind, nicht melde⸗ pflichtig seien. Diese Auffassung ist irrig. Wie aus§3 a und Spalte 3 des Meldescheines, dessen aufmerksames Lesen nicht dringend genug empfohlen werden kann, hervorgeht, sind alle Fertigfabrikate zu melden, die gebraucht werden und im Betrieb sind. Die Meldung muß auch dann erfolgen, wenn die Gegenstände unentbehrlich erscheinen und bei— spielsweise zur D Heereslieferungen gebraucht werden. Der Zweck der Meldung besteht darin, zu näch st einen Ueberblick über die Menge und Art der im Lande vorhandenen Kupfermengen in Form von Fertig⸗ fabrikaten zu gewinnen. Die Weiterbenutzung und der Ver⸗ kauf der gemeldeten Gegenstände werden in keiner Weise beeinträchtigt. Diese Bestandsmeldung ist nicht miteiner Beschlagnahme zu verwechseln. Die Meldepflicht bezieht sich nur auf Gegenstände, die ganz oder teilweise aus Kupfer hergestellt sind. Teile, die aus Kupferlegierungen (Messing, Bronze u. dergl.) bestehen, sind nicht meldepflich⸗ tig. Bei Gegenständen, die wegen ihres Einbaues zum Zwecke des Wiegens nicht herausgenommen werden können und sich auch der Ausmessung zwecks Berechnung des Gewichtes ent⸗ ziehen, genügt es, das Gewicht, so gut es geht, zu schätzen.
Die Unterbringung der Ernte.
Berlin, 2. Aug.(WTB. Amtlich.) Wie in anderen Jahren wird auch heuer ein Teil der Ernte gleich auf dem Felde gedroschen. Ein selbstwirtschaftender Kom⸗ munalverband, dem an genügenden Lagerräumen mangelt, um auch das über seinen Bedarfsanteil hinausgehende Ge⸗ treide zu lagern, kann sich daher plötzlich vor die Frage ge⸗ stellt sehen, wo er mit dem überschießenden für ihn beschlag⸗ nahmten Brotgetreide bleiben soll. Mehrfach haben sich nun solche Kreise bemüht, ihren Ueberschuß an Zuschußkreise ab⸗
ugeben. Dies widerspricht indessen den Vorschriften der undesratsverordnung über den Verkehr mit Brotgetreide und Mehl vom 28. Juni 1915. Danach ist der Ueberschuß eines Kommunalverbandes an Brotgetreide, soweit nicht durch Zusammenschluß mit einem anderen Kommunalver⸗ band eine Ausnahme statt hat, nur an die Reichs⸗ getreidestelle zu liefern. Die ME ist auch bereit, und in der Lage, schon jetzt Brotgetreide der neuen Ernte abzunehmen. 5
Berlin, 3. Aug. Dem Präsidenten des Reichstages, Dr. KHaempf, ist das Eiserne Kreuz verliehen worden. — Wie die„Kreuzzeitung“ meldet, sind aus Anlaß des Jahrestages des Kriegsbeginns zahlreiche Angehörige des Kriegsministeriums mit Ordensauszeichnungen bedacht wor⸗ den. So hat der Kriegsminister Wild von Hohenborn den Orden Pour le mérite erhalten..
Aus Stadt und Cand. Gießen, 3. August 1915. Stadtverordneter Friedberger 5.
Mit schmerzlicher Ueberraschung wird in den Kreisen der Bürgerschaft und darüber hinaus die Nachricht auf⸗ genommen werden, daß der Tod nunmehr auch dem Leben des Stadtv. Max Friedberger ein giel gesetzt hat. In das Kollegium unserer Stadtverordneten, das ohne⸗ hin durch den Verlust manchen treuen Mitgliedes in den letzten Monaten so sehr geschwächt worden ist, reißt das Hinscheiden Friedbergers eine neue Lücke, die bitter emp⸗ funden werden muß. Dieser Gedanke wird sich beim Be⸗ 1 der Todesnachricht allen Lesern zunächst auf⸗ rängen.
Der Krieg bringt es mit sich, daß das Geschick des Einzelnen und die Ernte des Todes unter den Daheimgeblie⸗ benen viel mehr als sonst in dem großen Meer des zZeit⸗ geschehens versinken; aber beim Tode des Stadtv. Fried⸗ berger erinnern wir uns alle gerne dessen, was er für die Lebenden bedeutet hat. Es war nicht seine Art, im öffent⸗ lichen Leben aus den Reihen seiner Mitarbeiter und Freunde herauszutreten; aber in stiller Arbeit, deren Wert oft von Außenstehenden nicht vollkommen abgeschätzt werden kann, ist der Verstorbene sich und seiner steten Sorge für Vaterstadt und Heimatbezirk treugeblieben. Es ist nur zu natürlich, daß hier in erster Linie dessen gedacht wird, was er in den Stellen, an die ihn das Vertrauen seiner 1 stellte, eleistet hat. Als ein Mann, dem das praktische Leben und sein weitverzweigtes Geschäft in Verbindung mit seinen zahlreichen Beziehungen zum Publikum den Blick. und die Menschenkenntnis zu einem wertvollen Werkzeug gemacht haben, wußte er im Rate der Stadtverordneten ind in den Kommissionen, denen er angehörte, sein Wissen seine Ansichten dem Wohle der Stadt in verdienst⸗
vollster Art nutzbar zu machen. Die gleichen Eigenschaften
kamen ihm zustatten, wenn es galt, in der Handels kame
mer, der er lange Jahre angehörte, sein Wort für die Interessen unseres Bezirks in die Wagschale zu werfen; auch hier betätigte er seine reiche kaufmännische Erfahrung, seine Kenntnis unseres weitverzweigten wirtschaftlichen Le⸗ bens. So war er auch als Handelsrichter der gegebene Mann, mit kundigem Auge Gegensätze zu erkennen und aus⸗ zugleichen.
Von der Persönlichkeit des Toten, die sich in seinem Wirken ausprägte, sind noch weniger seine rein mensch⸗ lichen Eigenschaften zu trennen, die ihm schon lange, ehe er in ein öffentliches Amt trat, die Achtung und das Ver⸗ trauen der Bürgerschaft errungen hatten. Wir denken hier an seine aus dem Herzen kommende echt liberale und mensch⸗ liche Gesinnung, die er uneigennützig stets in den Dienst der Sache stellte, wenn es galt, Reibungsflächen und Interessen⸗ gegensätze zu beseitigen, wie sie das politische und wirt⸗ schaftliche Leben überall mit sich zu bringen pflegt. Dien stets hilfsbereiten und liebenswürdigen Mann hatte in der letzten Zeit ein Leiden heimgesucht, das ihm doppelt schwer ans Herz greifen mußte, weil er nicht nur durch seine patriotische Ueberzeugung, sondern auch durch zwei seiner Söhne— einer steht als Arzt im Felde, einer befindet sich in englischer Gefangenschaft— aufs engste mit den sich in dieser Zeit erfüllenden großen Geschicken des Vaterlandes verbunden war. Ehe er den ruhmreichen Ausgang des Krie— ges, an dem er mit ganzem Herzen beteiligt war, erleben durfte, hat ihn der Tod im 66. Lebensjahre abberufen. Sicher⸗ lich haben ihm seine Persönlichkeit und sein Wirken ein An⸗
recht auf einen Ehrenplatz in der Erinnerung seiner Mit⸗
bürger verschafft.
* Auszeichnung. Der Kriegsfreiwillige im Res.⸗Inf.- Regt. 222 Willi Zutt von Gießen wurde zum Sanitäts-Unter⸗ offizter befördert und erhielt das Eiserne Kreuz.
* In der chirurgischen Klinik boten gestern abend Hellmuth Eckhardt und Willy Werner Göttig den Verwundeten— es waren auch Leute aus der Augen⸗ klinik, medizinischen Klinik usw. eingeladen— einen Unter⸗
haltungsabend. Hellmuth Eckhardt brachte ernste Vor⸗⸗
träge, Balladen, die ihre tiefe Wirkung nicht verfehlten, u. a.:„Die Mette von Marienburg“ von Felix Dahn und „Die Füße im Feuer“ von C. F. von Meyer. Daß Willy W. Göttig mit seinen heiteren Vorträgen die Lacher auf seiner Seite hatte, braucht kaum gesagt zu werden.„Meiers Stiefel“ von Freiherrn v. Schlicht, die„Soldatenlieder“ A. de Noras sind von der Freilichtbühne her in der besten Er⸗ innerung.
* Von der Verpflegungs⸗ und Erfri⸗ schungsstelle des Roten Kreuzes am hiesigen Bahnhof wurden im vergangenen Monat 16 281 durch⸗ kommende Soldaten, darunter 1275 Verwundete, verpflegt. Von der Sanitätskolonne wurden 771 Verwundetentrans⸗ porte ausgeführt und in 127 Fällen sonstige Hilfe geleistet.
* Die Viehpreise. Vom Frankfurter Viehmarkt wird uns geschrieben: Die Absicht des preußischen Landwirt⸗ schaftsministers,„den Landwirten bei der Zwangsabschlach⸗ tung der Schweine gute Preise zu sichern“, ist mehr als er⸗ reicht. Das beweist wieder einmal der Preisstand auf dem gestrigen Frankfurter Viehmarkt. Wurden doch für voll⸗ fleischige Schweine von 80—150 Kg. pro Pfund Schlacht⸗ gewicht 158—160 Pfg., für die unter 80 Kg. 150—155 Pfg. bezahlt gegen 150—155 Pfg. bezw. 142150 Pfg. am vor⸗ wöchigen Hauptmarkt. Trotz den hohen Preisen ging das Angebot von 914 Schweinen, das sind 21 weniger als am Markt vor acht Tagen, bei regstem Handel in kurzer Zeit ab. Am Rindermarkt hielten dagegen Ochsen und Bullen die Preise der Vorwoche. Es genügte aber der Antrieb an voll⸗ fleischigen ausgemästeten Ochsen nicht der Nachfrage. Bei Kühen machten die beiden ersten Qualitätsgruppen eine Preisrückwärtsbewegung, während wenig gut entwickelte Fär⸗ sen einen Preissprung um 6—8 Pfg., ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe einen solchen um 6 bis 9 Pfg., mäßig genährte Kühe und Färsen einen von 2—4 Pfg. pro Pfund Schlachtgewicht in die Höhe machten. Am Kälber⸗ markt gingen die Notierungen ebenfalls in die Höhe. So notierten mittlere Mast- und beste Saugkälber 103—110 Pfg. pro Pfund Schlachtgewicht, geringere Mast- und gute Saug⸗ kälber 95—103 Pfg., das sind 7 Pfg. bezw. 5—6 Pfg. mehr als in der Vorwoche. Schafe machten eine Haussebewegung um 3 bis 5 Pfg. pro Pfund. Das Angebot in Rindern, Kälbern und Schafen wurde bei regem Geschäft glatt ge— räumt.— Die Preise für Schlachtviehssind jetzt auf eine Höhe hinaufgeschraubt, die nicht annähernd im Verhält⸗ nis zu den Erstellungskosten, insbesondere der Schweine, steht und sich durch nichts rechtfertigen läßt. Die Metzger rechnen mit einer weiteren Steigerung und sehen lediglich in der baldigen Festsetzung von allgemeinen Höchst⸗ preisen für Vieh das Mittel, um dem Höhertreiben der be⸗ stehenden Phantasie-Viehpreise ein Halt zu bieten.— Auf dem heutigen Viehmarkt in Wiesbaden notierten voll⸗ fleischige Schweine von 80—150 kg 150158 Pfg., die unter 80 kg 145—150 Pfg. pro Pfund Schlachtgewicht.
Landkreis Gießen.
Lich, 2. Aug. Stadtrechner Ludwig Häuser, Leutnant im Landw.⸗Inf.-Regt. 32, erhielt nach den letzten erfolgreichen Kämpfen im Argonnenwald das Eiserne Kreuz.
Grünberg, 2. Aug. Dem Leutnant Karl Heutzen⸗ röder aus Grünberg, L.-Inf.-Regt. 32, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. 5
Starkenburg und Rheinhessen.
WTB. Mainz, 2. Aug. In Friesenheim bei Oppenheim sind vier russische Kriegsgefangene entwichen. Ihre Namen sind Fedor Jewlasch, Alexi Puzykin, Anton Dsybal, Sawa Mimrik. Vermutlich trugen alle vier Uniform, blaue Hose, Schnür⸗ stiefel und Militärmütze. a
ch. Bingen, 2. Aug. Die Verwundeten des Re⸗ serve-Lazaretts Linz am Rhein unternahmen heute einen Dampferausflug auf dem Salondampfer„Rex Rheni“. Die Vergnügungsfahrt, welche die Verwundeten an den schönsten und reizvollsten Stellen des deutschen Rheines vor⸗ beiführte, führte nach Bingen. Während des Aufenthaltes in Bingen, der auf mehrere Stunden bemessen war, spielte die Militärkapelle, die sich an Bord befand, in den Rhein⸗ anlagen ihre Weisen. Reden und Lieder würzten den Aus⸗ flug. Gegen Abend trat der Dampfer unter den Klängen der Musik die Rückfahrt an. Der Dampfer war in seiner ganzen Länge mit den deutschen, österreichischen, ungarischen und türkischen Fahnen und Wimpeln geschmückt.
Hessen⸗Nassau.
h. Frankfurt a M., 2. Aug. Das städtische Ver⸗
kehrs⸗- und Gewerbeamt stellt der Bevölkerung
roße Mengen grüner Bohnen aus Holland zum Preise von 18 Pfg. das Pfund zur Verfügung. Die Bohnen, die heute schon an einzelnen Stellen verkauft wurden, fanden reißenden Absatz. Infolgedessen sahen sich viele Gemüse⸗ händler gezwungen, auch sofort die Preise von etwa 30 Pfg. auf den städtischen Verkaufspreis her abzusetzen.
h. Frankfurt a. M., 2. August. Die Stadt verausgabte für Unterstützungszwecke während des ersten Kriegsjahres
CWG 9 9
an Angehörige in Felde stehender Krieger rund 12 Millionen Mart Von der„Zentrale für private Kriegs fürsorge“, die ihre Einnahmen ausschließlich der Wohltätigkeit der Bürgerschaft verdankt, wurden etwa 8—9 Millionen Mark ausgegeben. Zu diesen Summen gesellen sich noch gewaltige Mengen von Be⸗ kleidungsstücken, Lebensmitteln usw., deren Wert auch mehrere Millionen Mark beträgt. Insgesamt dürften schätzungsweise 25—28 Millionen Mar! der Kriegsfürsorge in Frankfurt zugeflossen und an Unterstützungsbedürftige verausgabt sein.
h. Weilburg, 2. Aug. In dem Rechnungsjahr April 1914 bis Ende März 1915 beliefen sich die Sparein⸗ lagen bei der Sparkasse des Oberlahnkreises auf 948 258 5 50 während die Rückzahlungen nur 738523 Mark be⸗ rugen.
le. Montabaur, 2. Aug. Die Frau eines hiesigen Lehrers wurde von einer Biene in den Hals gestochen. Die ein⸗ 5 25 Schwellung führte den Erstickungstod der Frau erbei.
. Eschwege a. d. Werra, 1. Aug. In der Nähe des Dorfes Billeben nahm gestern abend ein Flieger eine Lan⸗ dung vor. Eine große Anzahl Neugieriger stürmte blind⸗ lings auf die Maschine zu. Der Flieger konnte diese nicht mehr wenden und fuhr in die Menschenmenge hinein. Einem 17jährigen Mädchen und einer älteren Frau wurde ein Arm von dem Propeller abgerissen, eine größere Anzahl anderer Personen erlitten teils leichtere, teils schwere Ver⸗ letzungen. 4
h. Aus der Rhön, 1. Aug. Auf der 833 Meter hoch⸗
elegenen Milseburg, die wegen ihrer dreiseitig abgestumpften
Pyramidenform im Volksmunde den Namen„Heufuder“ oder „Totenlade“ führt, wird augenblicklich das Turmdach der viel⸗ besuchten Wallfahrtskapelle des heiligen Gangolfus mi. einer vollständig neuen Schieferbedachung versehen. Es ist dies eine überaus schwierige Arbeit, da die Schieferplatten im Gewicht von etwa 75 Zentnern vom Fuße des Berges, der Station Milse⸗ burg, auf steilen Wegen in mühseliger Wanderung und Fahrt auf die Kuppe gebracht werden müssen.— Für die Erbauung einer Schutzhütte an der malerisch gelegenen Fuldaquelle hoch oben an der Großen Wasserkuppe stiftete Rentner Burkard Müller aus Wiesbaden 30000 Mark. Mit dem Bau soll unverzüglich begonnen werden.
5—
Gerichtssaal. rb. Darmstadt, 2. August. Das Schwurgericht für die Provinz Starkenburg wird seine Verhandlungen
für das dritte Quartal am Montag, den 27. September be⸗ ginnen. Zum Vorsitzenden des Schwurgerichts ist Landgerichts⸗ rat Schmidt bestimmt worden. Die 910 te, zur Verhandlung
kommende Straftat dürfte der entsetzliche Raubmord an der
Witwe des Bäckermeisters Frödert in Lampertheim sein, dessen die beiden jugendlichen schlesischen Metzgergesellen Pasiga und Drabik beschuldigt werden. Eine weitere Anklage wegen Mordes richtet sich gegen den Fabrikarbeiter Gutberlet aus Offenbach, der be⸗ schuldigt wird, einen anderen Arbeiter gelegentlich eines Wirts⸗ hausstreites erstochen zu haben.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
———— 8 EE 35 5 5 8 8 2 Aug. S 8 8 S 3 2 8 25 „(o 616 ESS i S„„ ss Wetter 1815 2 8 2 8 5 3 S 3 2 658 5 48 85 8 88 22 743,1 23,0 13,5 65 8 2 9[Bew. Himme 2. v 743,4] 17,6 11,7 78 8E 2 5 1 2 37 748,9 17,0 10,4 72 88 W 4 7 2 5 Höchste Temperatur am 1. bis 2. Aug. 1915 23.00. Niedrigste„»I 125„
Niederschlag: 0, mm.
Amtlicher Wetterbericht.
Das sestländische Hochdruckgebiet ist durch die westliche De— pression, die nur wenig vorgerückt ist, etwas weiter zurückgedrängt worden, so daß wir allmählich immer mehr unter Tiefdruckeinfluf kommen werden.-
Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 4. August 1915 Meist bedeckt, zeitweise Niederschläge, kühl, süd westliche Winde.
Letzte Nachrichten. Eine neue Friedensaktion des Papstes. Scheweningen, 3. Aug. Nach Mitteilungen aus der Umgebung des Kardinals Mercier wird der Papst nach der Entscheidung in Polen eine neue Friedensaktion direkt an alle Staatsoberhäupter der kriegführen⸗
den Staaten unternehmen. Der Papst will vor allem einen neuen Winterfeldzug verhindern. Günstiger Fortgang der türkisch-bulgarischen Verhandlungen. Kopenhagen, 3. Aug. Die„National Tidende“ mel⸗ det aus Paris, daß nach französischer Auffassung die N Verhandlungen in den letzten Tagen eine für die Zentralmächte sehr günstige Ent⸗ wicklung genommen hätten. Die Entente könne zukünftig von der Seite Bulgariens im besten Falle auf wenig freund⸗ schaftliche Neutralität rechnen.
Keine bulgarisch⸗griechische Entente.
Genf, 3. August. Der Sonderberichterstatter des„Temps“ meldet aus Sofia: Man dementiert in offiziellen bulga⸗ rischen Kreisen das Gerücht von einer Entente Bulgariens mit Griechenland, die ihm ermöglichen würde, das serbische Mazedonien zu besetzen.
Italienische Kritik an dem Aufruf des Deutschen Kaisers.
Lugano, 3. Aug. Der Aufruf Kaiser Wilhelms au das deutsche Volk wird zusammen mit den Worten des Kaisers Franz Josef an die Südarmee von der italienischen Presse wiedergegeben. Während der Aufruf des Kaisers Franz Josef unbesprochen bleibt, knüpfen die Blätter an die Worte Kaiser Wilhelms längere Aus⸗ führungen.— Der„Corriere della Sera“ wagt bezeich⸗ nenderweise nicht mehr zu leugnen, daß Deutschland angegriffen wird, obwohl er dem Kaiser Ungerechtigkeit vorwirft. Die Mei⸗ nung des Blattes ist, daß 10 Jahre deutscher Herrschaftsbe⸗ strebungen die anderen Völker gezwungen haben, zur Abwehr zu rüsten. Der Weltkrieg sei daher für den Vierverband ein Ver⸗ teidigungskrieg. Die Besprechungen des„Secolo“ sind ein einziges Schimpfgeschrei.
Revolution in Indien.
Köln, 3. Aug. Wie die„Kölnische Zeitung“ berichtet, mel⸗ det der in San Francisco erscheinende„Call“ folgendes von einem neuen indischen Aufstand: Der Herausgeber des Hindu⸗ blattes und Leiter der revolutionären Hindubewegung, Chandra, hat Briefe aus Indien erhalten, nach denen Ausgang Mai eine vertzweifelte Schlacht pier Meilen von Kalkutta zwischen englischen Truppen und aufrührerischen Hindus stattgefunden hat. Amtliche englische Berichte geben das Ereignis zu und erwähnen schwere Verluste auf beiden Seiten. Chandra fügt hinzu, daß er von fortgesetztem Aufruhr in Delhi, Poona und an der Grenze Kunde erhalten habe, die von der britischen Zensur der Außen⸗ welt vorenthalten werden. g
Rheinisches 2 obige 2 3 alk, echnikum Bingen 1211902415 8 2801 810 2 8 Chauffeurkurse.
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