Ausgabe 
(3.8.1915) 180. Erstes Blatt
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viermal wöchentlich

Gießener Familienblätter; zweimal wöchentl. Kreis- blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche öeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung!112 Verlag, Geschäftsstelle5 1 Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gleßen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.

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165. Jahrgang

Seleral. Anzeiger für Oberhessen

Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und Steindruckerei k. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7.

Dienstag, 3. August 1015

Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2. viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf, ausw. 20 Pf. Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.

Mitau erobert! 20 Geschütze vor Jwangorod erbeutet! Reden in der russischen Duma.

(WTB.) Großes Hauptquartier,

Amtlich.) N Westlicher Kriegsschauplatz.

Im Westteil der Argonnen setzten wir uns durch einen überraschenden Bajonett⸗Angriff in Besitz mehrerer feindlicher Gräben, nahmen dabei vier Offiziere, 142 Mann gefangen und erbeuteten ein Maschinengewehr.

Am Abend griffen die Franzosen in den Vo gesen abermals die Linie SchratzmännleBarrenkopf an. Die ganze Nacht hindurch wurde dort mit Erbitterung gekämpft. Der Angreifer ist zurückgeworfen. Auch am Lingekopf sind erneut die Kämpfe im Gange.

An verschiedenen Stellen der Front sprengten wir mit Erfolg Minen.

Südlich von Ban⸗de⸗Sapt schoß unsere Artillerie einen französischen Fesselballon herunter. Ein Kampfflieger zwang bei Longemer(östlich von Gerard⸗ mer) ein feindliches Flugzeug zur Landung.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Mitau wurde gestern von unseren Trup⸗ ben nach Kampf genommen. Die Stadt ist im all⸗ gemeinen unversehrt. Oestlich von Poniewicz haben sich Kämpfe entwickelt, die einen für uns günstigen Verlauf nehmen Nordöstlich von Suwalki wurde die Höhe 18 6(südöstlich von Kaletnit) erstür mt. Nord⸗ westlich von Lomza erreichten unsere Truppen, nachdem an verschiedenen Stellen der russische Widerstand gebrochen war, den Narew. Ein Offizier, 1003 Mann wur⸗ den von uns gefangen genommen.

Auf der übrigen Front bis zur Weichsel ging es vorwärts. 560 Gefangene, dabei ein Offizier, wurden eingebracht.

Vor Warsch au ist die Lage unverändert.

Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nördlich anschließend an die am 31. Juli eroberten uühen bei Podzawoze drangen gestern Truppen des Generalobersten v. Woyrsch unter heftigen Kämpfen durch das Waldgelände nach Osten vor. Der weichende Feind verlor 1500 Mann an Gefangenen und acht Ma⸗ schinengewehre.

Vor Iwangorod lieferten österreichisch-ungarische Truppen siegreiche Gefechte. Der Halbkreis um die Festung zieht sich enger.

Bei den Armeen des Generalfeldmarschalls v. Macken⸗ sen hält der Feind noch zwischen Weichsel und der Gegend südwestlich von Lenczna. Deutsche Truppen er⸗ zwangen neue Erfolge östlich von Kuro w. Sie machten 600 Gefangene. Zwischen Lenczua und Zalin(nordöstlich von Cholm) schreitet der Verfol⸗ gungskampf vorwärts. Am Bug erreichten wir die Gegend nördlich von Dubienka. Oesterreichisch⸗unga⸗ rische Truppen dringen südwestlich von Wladimir⸗Wo⸗ linsk über den Bug vor. a

3 Oberste Heeres leitung.

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2. August.

Die russische Duma hat vor einigen Jahren bekanntlich einmal bei einer Tagung in ihrem baufälligen, alters⸗ schwachen Sitzungspalast den Schreck erlebt, daß die Decke herniederstürzte und die Abgeordneten erblassen ließ, denn es konnte sich um einen in Rußland ja nicht seltenen Mord⸗ anschlag handeln. Als gestern die Duma der Welt ein äußer⸗ lich glanzvolles Theater gab, standen zwar die Säulen und Wände ihres Hauses fest, aber gleichwohl fehlten auf der Bühne die Trümmer nicht, denn dem heiligen Rußland sind die Mauern und Festungen eingebrochen worden. Während der neugebackene Kriegsminister Poliwanow unter hoch⸗ trabenden Tönen vomfschließlichen Sieg, den Rußland doch erringen werde, die Räumung Warschaus ankündigte, ist General Below durch die Tore Mitaus eingeritten, jener schönen zur Hälfte von Deutschen bewohnten Stadt mit 45000 Einwohnern, wo einst Richard Wagner seinen Rienzi entstehen ließ. Gegenüber der über die russischen Grenzen erschallenden Sprache des Krieges erklingen die gekünstelten Reden der Minister des Zaren wie ein fades Gesäusel. Vor Iwangorod haben unsere Bundesgenossen dem Feinde nicht weniger als 29 Geschütze, darunter 21 schwere, abgenommen, und Hindenburg meldet in seiner kargen Art, daß es auf der nördlichen Front bis zur Weichselvorwärts geht. Das ist eine wundervolle Zuver⸗ türe zu der Dumatagung, und hätten die Männer des Zaren selbst Engelszungen, so könnten sie doch vor der Welt nicht das furchtbare Beben verhüllen, in dem ihr Riesenreich bis in die Grundfesten erzittert. Im Vergleich zu der letzten Februarsitzung des russischen Parlamentes war übrigens die gestrige Tagung stark abgedämpft. In der Totenstille des aufhorchend erschauernden russischen Volkes klangen die ver⸗ abredeten, abgelesenen Reden der Minister wirklich nicht wie Gelöbnisse eines starken, unerschütterten Volkstums. Be⸗ zeichnenderweise sprach der Kriegsminister, der doch am meisten zur Sache zu sprechen genötigt war und sich einigermaßen den Tatsachen anpassen mußte, um eine we- sentliche Schattierung bescheidener als etwa Herr Sasonow, der Minister des Auswärtigen. Dieser Herr, der im Februar und die Erobe⸗

in seiner slawischen Eroberungslust schwelgte

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rung Konstantinopels ankündigte, das ins russische Reich ein verleibt werden solle, hatte eine schwierige Rolle. Armer Porrik, wo sind nun deine Sprünge! Er erklärte, nur wenige Veränderungen in den internakionalen Beziehungen seit Februar feststellen zu können. Er hätte hinzufügen dürfen, daß russische und englische Drohungen auf die Balkan-Neu⸗ tralen nicht gewirkt hätten. Selbstverständlich wurde in der Duma das EreignisItalien gebührend gefeiert und als Trost herausgeputzt. Es ist aber ein magerer Trost, daß Poliwanow nur denklugen Vormarsch der Italiener loben konnte, nicht aber ihre Erfolge. Ueberblickt man die Rede Sasonows im ganzen, so ist es klar, daß er jetzt schon die diplomatische 1 1 eines geschlagenen Staates enthüllte soweit er sich überhaupt auf ernsthafte Erörte⸗ rungen einließ. Wen überrascht nicht die dürftige Aufklä⸗ rung über das serbische und montenegrinische Vorgehen, das mit den italienischen Ansprüchen in einen unlöslichen Widerspruch geraten ist? Genügt es wirklich, wenn Herr Sasonop erklärt, Montenegro habe darauf hingewiesen, daß es die Zustimmung der Alliierten suche? Ist damit die wich⸗ tige albanische Frage gelöst? Oder man betrachte das matte Lamento über die bösen Türken, die den schristlichen Völkern so hart zusetzten! Die griechische Regierung wird sich damit schwerlich zur Tat aneisern lassen. Und die angeblichen Wühlereien in Persien! Klar wird es mit diesen Enthüllun⸗ gen nur, daß die Lage Rußlands und Englands im fernen Osten stark umdüstert ist. Den Satz, daß, wenn die russisch⸗ englischen Bemühungen und die getroffenen Maßregeln in Persien nicht zur Beruhigung des Landes führen sollten, wahrscheinlich zu anderen Mitteln gegriffen werden müsse, dürfen wir bei der Betrachtung der Weltlage

zugunsten der Zentralmächte und der Türkei buchen. Auch

die ärmliche passive Politik Rußlands China und Japan egenüber konnte Herr Sasonow nicht i ienschein er⸗ cen lassen. China holt si 1 ugeständnisse in der äußeren Mongolei, und was es mit dem auffälligen An⸗ lehnungsbedürfnis Japans an das Reich des Zaren auf sich hat, werden wir erst in der Zukunft erfahren. Herr Sasonow hat uns an dieser neuen Erscheinung nur ein paar falsche Brillanten gezeigt. Wer noch den Wahn hegte, die Japaner würden russische Kastanien auf dem europäischen Schauplatz aus dem Feuer holen, der sieht sich gründlich getäuscht. Alles in allem: Die Duma zeigt uns ein stark ver⸗ schleiertes Bild Rußlands. Immerhin hat man in Pe⸗ tersburg die Zeit ausgenutzt, so gut es eben ging. Einige Wochen später, so hätte Herr Sasonow noch viel ernsthafter auf seine Andeutung eingehen müssen,daßsees Notwen⸗ digkeiten gibt, die vom Willen der russischen Staatsmänner unabhängig sind und unauf⸗ haltsam durch den historischen Gang der Er⸗ eignisse vorwärts getrieben werden!

***

Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.

Wien, 2. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 2. August 1915:

Russischer Kriegsschauplatz.

Bei Damazzow gegenüber der Radomka⸗Mündung errangen unsere Verbündeten gestern neue Erfolge.

Westlich Jwangorod haben unsere siebenbürgischen Regimenter dem Feinde acht etagenförmig angelegte beto⸗ nierte Stützpunkte mit dem Bajonett entrissen. Vier dieser Werke wurden allein von dem größtenteils aus Ruthenen bestehenden Jufanterie-Regiment Nr. 50 erobert. Der Halbkreis um Iwangorod verengte sich betrüchtlich. Wir nahmen 15 Offiziere und über 2300 Mann ge⸗ fangen und erbeuteten 29 Geschütze(darunter 21 schwere) ferner 11 Maschinengewehre, einen großen Werkzeugpark und viel Munition und Kriegsmate⸗ rial. Unsere bewährten siebenbürgischen Truppen dürfen 1 65 Tag zu den schönsten ihrer ehrenvollen Geschichte zühlen.

Unmittelbar östlich der Weichsel erstürmte eine unserer Divisionen die Eisenbahnstation Nowo⸗Alexan⸗ dria und einige zunächst gelegene Positionen. Bei Kuro w drangen deutsche Truppen, nachdem sie gestern zwei feind⸗ liche Linien genommen, in eine dritte ein.

Weiter östlich bis zum Wieprz hält der Feind noch seine Stellungen. Zwischen Wieprz und Bug wird die Verfolgung fortgesetzt. Unsere zwischen Sokal und Krylow über den Bug gegangenen Truppen rücken in der Richtung Wladimir Wolynskij vor.

In Ostgalizien ist die Lage unverändert.

Italienischer Kriegsschauplatz.

An der Tiroler Front wurde eine feindliche Ab⸗ teilung im Ledro⸗Tage westlich Bezzocca überfallen und unter großen Verlusten zurückgeworfen. In den Judicarien vertrieben unsere Patrouillen zwei italienische Beobach⸗ tungsposten, die sich auf den Höhen nordwestlich Condino ein⸗ genistet hatten. Im Kärnkner Grenzgebiet hat sich nichts Wesentliches ereignet. 1

Im Küstenlande herrscht in den nördlichen Ab⸗ schnitten größtenteils Ruhe. Im Plateau hält der Geschütz⸗ kampf an. Die gegen unsere Stellungen östlich Polazzo geführten starken italienischen Angriffe wurden durch einen Gegenangriff, der unsere Infanterie bis über die ur⸗

sprünglichen Stellungen hinausführte, vollständig zurück geschlagen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der russische Bericht.

Petersburg, 2. Aug.(WTB Nichtamtlich.) Der General⸗ stab des Generalissimus berichtet: Am Flusse Aa in Kurland stromabwärts bei Bauski lieferten wir den Deutschen am 30. und 31. Juli einen erbitterten Kampf. Nach zahlreichen erfolglosen Versuchen des Feindes, die ihm schwere Verluste kosteten, gelang es ihm, sich auf dem rechten Ufer bei dem Gehöft Junferhof zu be⸗ festigen. Auf der Straße e e warfen unsere 5 bei dem Dorfe Berdischki eine deutsche Kolonne zurück, welche die Offensive ergriff, schlugen in der Gegend der Dörfer Butiuny und Tyitagole eine feindliche Vorhut und machten dabei mehrere Hun⸗ dert Gefangene und erbeuteten Maschinengewehre. Die feindlichen Schützengräben, die in unsere Hände fielen, waren mit Toten an⸗ gefüllt. 5 5 An der Narewfront unternahm der Feind in der Nacht zum 31. Juli mehrere Angriffe auf dem östlichen Ufer der Pissa bei dem Dorfe Serwadka und bei der Mündung des Schkwa⸗ Flusses. Es gelang ihm im letzteren Abschnitt auf dem linken Narewufer festen Fuß zu fassen, aber er wurde sodann durch einen kräftigen Bajonett-Gegenangriff zurückgeworfen und gegen. das Flußbett gedrängt. In derselben Nacht ergriff der Feind mit beträchtlichen Kräften im Abschnitt Rozan die Offensive gegen unsere Stellung zwischen Narew und Osze, sowie längs des letz⸗ teren Flusses: am 31. Juli wurde daselbst ein sehr erbitterter Kampf geliefert. Der Feind macht ausgiebigen Gebrauch von Stickgasen. Nach vielen hartnäckigen Bajonettkämpfen gelang es den Deutschen,ein wenig ander Front Kamion ka Zalin vor zurücken. Weiter südlich des Osze⸗Flusses gelang es dem Feinde gleichfalls, sich unserer Schützengrabenlinie zu bemächtigen. Aber sodann trieben wir ihn durch einen ungestümen Bajonettsturm in diesem Abschnitt nach seine⸗

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ersten Stellung zurück. Der Kampf war sehr blutig; der Feind

Im Laufe der Gegenangriffe mach Gefangene und nahmen eine feindliche Batterie.

Front verwandte der Feind

erlitt schwere Verluste. wir 100 einigen Abschnitten der Narew⸗

in den Kämpfen des letzten Tages frische, erst jüngst

gegen uns heran gebrachte Truppen. Auf dem linken 2 l Naderzins Gewehrfeuer. Auf dem rechten Weichselufer

lieferten wir den Deutschen, welche den Fluß an der ehemaligen

Front MazewiceKobilnice überschritten, einen Kampf, indem An⸗

griff und Verteidigung abwechselten. Wir schlugen einen feind⸗ 1 Angriff bei Gewaschew in der Gegend von Jwangorod Urück. i Zwischen Weichsel und Bug unternahm der Feind am 31. Juli erfolglose kräftige Angriffe gegen unsere Stellungen zwi⸗ schen dem Wieprz und der Gegend des Bahnhofs Rejowez. Zwischen der Stadt Cholm und dem Bug zogen sich unsere Truppen unter dem Druck numerisch überlegener feindlicher Kräfte nach einem hartnäckigen Kampf ein wenig nach Norden zurück. Am Bug, an der Zlota-Lipa und am Dujestr keine Veränderung. *** Türkische Angriffe an den Dardanellen.

London, 2. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Sonder⸗ berichterstatter des Reuterschen Bureaus meldet von den. Dardanellen: Fliegerbeobachtungsposten konnten fest⸗ stellen, daß an verschiedenen Punkten große türkische Verstärkungen herangeführt wurden. In der Nacht vom 22. zum 23. Juli wurde die französische Stellung an⸗ gegriffen und ein flüssiger Stoff in die Schützengräben

geschüttet, der nachher durch Bomben in Brand gesteck! f

wurde. Die französischen 7,5 Ztm.⸗Geschütze eröffneten ihn Feuer und brachten das Feuer des Angreifers zum Schwei⸗ gen. Um 3 Uhr nachmittags am 23. Juli wurde ein Angriff auf einen vorspringenden Teil unserer Linie auf dem äußer⸗

sten linken Flügel unternommen, den die Türken bereits

mehreremale ohne Erfolg angegriffen haben. Nach kurzer Beschießung wollte eine kleine feindliche Abteilung in unsere Stellung eindringen, wurde aber durch das Feuer zweier Flugzeugkanonen vertrieben und hinterließ ungefähr 40 Tote. Keine Kriegserklärung Italiens an die Türkei. Hamburg, 2. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) DasHam⸗ burger Fremdenblatt meldet aus Zürich: DerTages⸗ anzeiger berichtet aus Rom: Die neutralen Journa⸗ listen wurden im Pressebureau informiert, daß keine Kriegserklärung Italiens an die Türkei in Aussicht genommen sei. Das Befinden des Königs der Hellenen. Berlin, 3. August. Die Morgenblätter melden aus Athen, daß die Genesung des Königs von Grie⸗ chenland günstig fortschreite. Der König mache bereits täg⸗ lich kürzere Spaziergänge im Park. Die Operationswunde sei völlig vernarbt. Die Schweiz unter dem Druck des Vierverbandes. Rom, 2. Aug.(WTB Nichtamtlich.) DieIden Nazio⸗ nale meldet aus Bern: Die Konferenz zwischen der Schwei⸗ zer Eidgenossenschaft und den Vertretern Frankreichs, Englands und Italiens nimmt einen wenig guten Verlauf. Nachdem zunächst wenigstens ein Einverständnis über den grundsätzlichen Weg in der Ausfuhrfrage nach den Ländern. der Zentralmächte en Schweizer Erzeugnissen, die sich mit vorher aus Ländern des Vierverbandes eingeführten Rohstofsen vollzieht, erreicht war, gestaltete sich, wie der Korrespondent schreibt, ein weiteres Uebereinkommen schwierig, es schien sogar unerreichbar angesichts des tiefen Abgrundes, der die Forderung des Vier⸗ verbandes und die Gegenvorschläge der Eidgenossenschaft trennt. England, Italien und Frankreich verlangen von der Schweiz, daß sie ihre Feinde nicht mehr mit Waren versorgt, die die

Truppen

eichselufer, an der Front Blonie⸗

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