Ausgabe 
(31.7.1915) 178. Zweites Blatt
Seite
176
 
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is Z eites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

DieSiezener Famillenblätter werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Sießen zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen zeit⸗ fragen erscheinen monatlich zweimal.

165. Jahrgang

Samstag, 31. Juli 1015

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen

Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

le ener Anzeiger Schriftleitung, Geschästsstelle u. Druckerei: Schul⸗ 79

General⸗Anzeiger für Oberhessen

straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: 51, Schrift⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. 1

Eine Friedensbotschaft des Papstes.

g Rom, 30. Juli.(Ctr. Frff.) DerOsservatore Romano veröffentlicht eine Adresse des Vatikans an die kriegführenden Völker und ihre Führer, in welcher er sie beschwört, dem Kriege ein Ende zu machen. Sie

hat folgenden Wortlaut: a 5 a Als wir, obwohl unverdienterweise auf den aposcolischen Stuhl berufen wurden als Nachfolger des Papstes Pius X, dessen 4 und wohltätiges Leben ahgelürzt wurde durch den Schmerz, den in Europa soeben ausgebrochene brudermörderische Kampf verursacht hatte, erlitten auch wir, als wir einen besorgten Blick auf die blutgetränkten Schlachtfelder warfen, den Schmerz eines Va⸗ ters, der sein Haus durch ein heftiges Gewitter verheert und ver ödet sieht. Wir gedachten mit unaussprechlichem Schmerze un⸗ serer vom Tode niedergemähten jungen Kinder, wir empfanden in einem durch die christliche Nächstenliebe weitgewordenen Herzen den ganzen furchtbaren Schmerz der vor der Zeit zu Witwen geworde⸗ nen Mütter und Gattinnen und das untröstliche Weinen der ihrer väterlichen Leitung allzufrüh beraubten Kinder. In unserer Seele, die an der quälenden Furcht zahlreicher Familien Anteil nahm und die die gebieterischen Aufgaben kennt, die uns durch die in die⸗ sen so traurigen Tagen uns anvertraute Mission des Friedens und der Liebe auferlegt sind, faßten wir alsbald den festen Entschluß, unsere ganze Tätigkeit und unsere ganze Macht der Versöh⸗ nung der kriegführenden Völkerizu weihen. Wir gaben sogar das feierliche Versprechen dem göttlichen Erlöser, der um den Preis seines Blutes alle Menschen zu Brüdern machen wollte. Worte des Friedens und der Liebe waren die ersten, die wir als oberster Seelenhirt an die Nationen und an ihre Oberhäupter rich teten. Allein unser herzlicher und dringender Rat eines Vaters und Freundes wurde nicht gehört. Das hat unseren Schmerz gestei⸗ ert, unseren Entschluß jedoch nicht erschüttert. Wir fuhren daher ort, uns mit Vertrauen an den Allmächtigen zu wenden, der die Seelen und Herzen der Untertanen wie der Könige in seinen Hän⸗ den hat und baten ihn, der furchtbaren Geißel Einhalt zu gebieten. Unserem bescheidenen aber herzlichen Gebet wollten wir alle Gläu⸗ bigen sich anschließen sehen, und um es wirksamer zu gestalten, trugen wir Sorge, daß Werke der christlichen Buße es begleiteten. Heute aber an diesem traurigen Jahrestage des Ausbruchs dieses furchtbaren Konfliktes entringt sich unserem Herzen noch glühender der Wunsch, daß der Krieg bald zu Ende sein möge. Wir erheben unsere Stimme noch lauter, um den väterlichen Ruf nach Frieden hören zu lassen. Möge dieser Ruf den furchtbaren Lärm der Waffen übertönen, die kriegführenden Völker und ihre Oberhäupter erreichen und beide milderen und freundlichen Ab- sichten zugänglich machen. Im Namen des heiligen Gottes, im Namen unseres Vaters und Herrn im Himmel, im Namen des gesegneten Blutes Jesu, des Preises der Erlösung der Mensch⸗ heit, beschwören wir die kriegführenden Völker bei der göttlichen Vorsehung, dem entsetzlichen Blutbade, das seit einem Jahr Europa entehrt, von nun an ein Ende zu machen. Es ist Bruderblut, das man zu Lande und zu Wasser vergießt. Die schönsten Gegen⸗ den Europas, dieses Gartens der Welt, sind mit Leichen und Ruinen übersät. Da, wo vor kurzem noch die Tätigkeit der Fabriken und fruchtbare Feldarbeit sich entfaltet haben, dröhnen jetzt furchtbar die Kanonen und schonen in ihrer Zerstörungswut weder Dörfer noch Städte und säen allerorten Verheerung und Tod. Ihr, die Ihr vor Gott und vor Menschen die furchtbare Verantwortung für den Frieden und den Krieg tragt, hört auf

unsere Bitten, hört auf die väterliche Stimme des Stellvertreters des ewigen und höchsten Richters Ihr, die Ihr über Eure öffentlichen Unternehmungen, über

Eure private Tätigkeit werdet Rechenschaft geben müssen: die überquellenden Reichtümer, die der Schöpfer der Welt Euern Ländern gegeben hat, ermög⸗ lichen Euch, den Kampf fortzusetzen; allein um wel⸗ chen Preis, so fragen die Tausende junger Menschenleben, die jeden Tag auf den Schlachtfeldern erlöschen; um welchen Preis, Jo fragen die Ruinen so vieler Städte und Dörfer, so vieler der Pietät der Ahnen zu verdankenden Denkmäler. Die in der Stille des häuslichen Herdes, an den Stufen der Altäre vergossenen bitteren Tränen, machen nicht auch sie offenbar, daß der Preis der Verlängerung des Kampfes groß, allzu groß ist? nd man kann nicht sagen, daß der ungeheure Konflikt ohne Waffengewalt nicht beendigt werden könne. Möge man von diesem gegenseitigen Willen der Zerstörung ablassen! Bedenke man, daß, wenn die Nationen untergehen, wenn sie zu sehr erniedrigt und unterdrückt werden, sie das ihnen auferlegte Joch unter Knirschen tragen und daß sie die Rache vorbereiten, indem sie von Geschlecht zu Geschlecht eine traurige Erbschaft von Haß und Rache über⸗ liefern. Weshalb soll man nicht von jetzt an mit ruhigem Gewissen die Rechte und gerechten Forderungen der Völker abwägen? Warum nicht gutwillig einen direkten oder indirekten Meinungsaustausch beginnen mit dem Zwecke, nach Maßgabe des Möglichen diesen Rechten und Forderungen gerecht zu werden und auf diese Weise u einem Ende dieses schrecklichen Kampfes zu kommen, wie das rüber unter ähnlichen Umständen geschehen ist? Gesegnet sei, wer zuerst den Oelzweig erhebt und dem Feinde die Hand und vernünf⸗ tige Friedensbedingungen bietet! Das Gleichgewicht der Welt, der Fortschritt, die Sicherheit, die Ruhe der Völker beruhen weit mehr noch auf dem gegenseitigen Wohlwollen und auf der Achtung vor den 3 und der Würde des Anderen als auf der Zahl der Waffen nd auf den furchtbaren Festungsgürteln. Es ist ein Schrei nach Frieden, der sich unserer Seele in diesen traurigen Tagen ent⸗ ringt, und wir laden die Friedensfreunde der Welt ein, uns die Hand zu reichen, um das Ende des Krieges zu beschleunigen, der seit einem Jahre Europa in ein weites Schlachtfeld verwandelt. Möge Jesus, der Erbarmer, durch Vermittlung der Mutter der Schmerzen nach dem furchtbaren Sturm das strahlende, ruhige Morgenrot des Friedens, des Abbildes seines göttlichen Antlitzes er- 1 5 lassen, möge die Tankeshymne an den Allerhöchsten, den rheber alles Guten, bald ertönen, nach erfolgter Versöhnung der Staaten. Mögen die neuverbrüderten Völker zurückkehren zu den friedlichen Arbeiten der Wissenschaften, der Künste, der Industrie, mögen sie, wenn das Reich des Rechts wiederhergestellt ist, be E die Lösung einer Streitfrage von nun an nicht mehr er Schneide des Schwertes anzuvertrauen, sondern den Grün⸗ den der Gerechtigkeit und Billigkeit, die mit der erforderlichen Ruhe und Umsicht geprüft wurden. Tas wird dann ihre schönste und ruhmvollste Errungenschaft sein. 5 i a 8 der Zuversicht, daß die Friedensstimme die Welt bald mit ihnen so ersehnenswerten Früchten erfreuen werde, geben wir un⸗ seren apostolischen Segen allen denen, welche die mystische Herde bilden, die uns anvertraut und auch denen, die der römischen Kirche noch nicht angehören Wir bitten den Herrn, sie mit uns durch die einer vollkommenen Nächstenliebe zu vereinigen. ö Gegeben in Rom im Vatikan den 28. Juli 1915.

urteile der italienischen Presse.

Rom, 30. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die Morgenblätter beschäftigen sich mit dem Aufruf des Papstes an die krieg⸗ führenden Völker und Staatsoberhäupter. DerMessagero schreibt: Der effektive Grundirrtum des päpstlichen Briefes liegt in der Adressierung. Der Brief hätte nur an die Oesterreicher und Deutschen gerichtet werden müssen, weil nur auf sie die Schuld an der entehrenden Lage, in der, wie der Papst sagt, Europa sich befinde, zurückfalle. DerMessagero stellt fest, daß man heute nur für oder gegen die Oesterreicher und die Teutschen sein könne. Nun habe aber der Papst vielmehr einen Mittelweg eingeschlagen. Der fatale Zwang der Logik bewirke also, daß der Brief ein toter Buchstabe bleibe.

Der katholischeCorriere d'Italia schreibt: Während ein Jahr der schauerlichen Tragödie sich rundet, während es scheint, daß der Haß immer größere Flammen schlägt, ertönt nur eine Stimme lauter als aller Waffenlärm, um nach Frieden zu rufen. Möge sich der Wunsch des Papstes erfüllen, der allen, die den Triumph der Gerechtigkeit unter den christlichen Kulturvölkern er- sehnen, gleich nahe liegen muß. Ter römische Korrespondent der TurinerStampa schreibt zu dem Aufruf des Papstes: Die allgemein gehaltenen Ausdrücke des Friedensaufrufes zeigen, wie man selbst in vatikanischen Kreisen dieser väterlichen Geste des Papstes nur eine rein ideelle Bedeutung beimißt.

Aus dem Reiche.

Berlin, 30. Juli.(Priv.⸗Tel.) DerLokalanzeiger meldet: Wilhelm v. Siemens, der heute seinen 60. Geburtstag feiert, entzog sich allen Ehrungen und verlebte den Tag in einem einsam gelegenen Jagdhaus bei Ruhpolding in Bayern. a

Königsberg i. Pr., 30. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die Kaiserin und die Kronprinzessin besuchten heute von Königsberg aus das durch den Russeneinfall sehr mitgenommene Dorf Abschwangen nebst der Kirche, sowie die Städte Domn au und Allenburg, und kehrten nach Königsberg über Wehlau zurück.

Metz, 30. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) DieLothringer Volksstimme veroffentlicht eine Anordnung des Bischofs von Metz, nach der aus Anlaß des Jahrestages des Kriegsbeginns am kommenden Sonntag die Geistlichen in der Predigt die Gläu⸗ bigen auffordern sollen, Gott zu danken für die bisher erfahrene Hilfe, und ihn zu bitten, daß er uns seinen Beistand auch weiter⸗ 5 gewähre bis zu einem glücklichen und ehrenvollen Ausang des

rieges. Im Anschluß daran soll das vom Pa pst verfaßte Frie- densgebet verrichtet werden.

5 Aus Stadt und Sand. Gießen. 31. Juli 1915.

Ritter des Eisernen Kreuzes: Gefreiter Rudolf Büttner aus Langd, Res-Inf.⸗Regt. 253. Gefreiter Karl Pfeifer, Landw⸗Brig.⸗Ersatzbat. 41, aus Aßlar. Sergeant Jost aus Weinbach, Art.⸗Regt. 62. Lehramtskand. Friedrich Kunz aus Wetzlar, Res.-Inf.⸗Regt. 222. Leutn. d. R. Rudolf Westheide aus Dillenburg. Uffz. Oskar Baier aus Limburg, Feldart-Regt. 92.

Die Rote⸗Kreuz⸗Medaille dritter Klasse erhielt Schwester Katharina Lippert in Gießen.

1 nr Zur Linderung der wirtschaftlichen Notlage während des Krieges be⸗ willigte die Eisenbahndirektion allen Hilfsbeamten und Ar⸗ beitern eine einmalige Teuerungszulage. Diese beträgt für die in Frankfurt wohnenden Leute für Ledige 8 Mark, für Verheiratete ohne Kinder 14 Mark, für solche bis zu drei Kindern 20 Mark und für Verheiratete mit mehr als drei Kindern, die aber das 14. Lebensjahr nicht überschritten haben dürfen, 25 Mark. Für die Beamten in Cronberg, Friedberg, Bad⸗Nauheim, Offenbach, Hanau und Bad Hom⸗ burg betragen die Sätze 7, 10, 15 und 20 Mark, und für die Beamten an allen übrigen Bahnhöfen etwa 70 6, 8 10 und 15 Mark.

Anlagemusik. Am Sonntag, den 1. August, vorm. 11½ Uhr, 1 dem Landgraf-Philipp⸗Platz Konzert der Kapelle des Landst.⸗Inf.⸗Ersatz⸗Bat. Gießen mit nachstehen⸗ der Spielfolge: 1. Altniederländisches Dankgebet von A. Va⸗ lerius 2. OuvertüreLeichte Kavallerie von Fr. v. Suppe. 3. A. W.An der Weser, Lied für Posaune von G. Pressel.

4. Fantasie a. d. Op.Das Glöckchen des Eremiten von L

Maillarts. 5. Estudiantina, Walzer von E. Waldteufel. 6. Mit Sang und Klang, Marsch-Potpourri von H. Necke. Kreis Büdingen.

Gelnhaar, 30. Juli. Auf Anregung des Obst- und Gartenbau-Vereins sammelten die hiesigen Schulkinder

einen Zentner Himbeeren zur Bereitung von Fruchtsast für die] B

Lazarette.

Düdelsheim, 30. Juli. Der Gesreite Kriegsfreiwilliger Adolf Rhode erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille.

Ortenberg, 30. Juli. Vor einigen Tagen hat sich hier ein Evangelischer Frauenverein gebildet. Auf dem sogen.Marktbäuschen wurde eine Einmachstelle für das Rote Kreuz eröffnet. In dankenswerter Weise hat das Hirzenhainer Hüttenwerk einen Feuerherd kostenfrei zur Verfügung gestellt. All wöchentlich werden zweimal gespendete Gaben in Obst und Ge

müse eingekocht.: Kreis Friedberg.

h. Friedberg, 30. Juli. DieRosbach Springs, Thomas R. Dewar zu Nieder-Rosbach, das bekannte, mit englischem Gelde arbeitende Brunnenunternehmen, wurden unter Zwangsverwaltung gestellt. Mit der Aussicht betraute das Amts- gericht den Bücherrevisor August Müller von hier.

Bad⸗ Nauheim, 30. Juli. Bis zum 29. Juli 1915 sind hier 14309 Kurgäste angekommen. Bäder wurden bis dahin 175 090 abgegeben.

h. Bad Nauheim, 30. Juli. Ein wegen Diebstahls ver⸗ urteilter Ausländer machte im Gerichtsgesängnis seinem Leben durch Erhängen ein Ende.

Hessen⸗Nassau.

h. Frankfurt a. M., 30. Juli. Auf Veranlassung des Auswärtigen Amtes findet im August eine Bereisun g Süddeutschlands durch eine Anzahl Journalisten aus neutralen Ländern statt. An der Reise nehmen u. a. teil Vertreter amerikanischer, holländischer, spanischer, schwedischer und griechischer Zeitungen. Außerdem schließt

sich der bekannte Vertreter des türkischenTanin, Achmed Emin Bey, der Reise an. In Frankfurt a. M. trifft die Reisegesellschaft, die von Direktor Schumacher vom Bunde deutscher Verkehrsvereine geführt wird, am 11. August ein. Am Abend findet im Palmengarten ein Beisammensein der fremden Journalisten mit führenden Persönlichkeiten der Frankfurter Handels-, Industrie- und Verwaltungskreise statt.

h. Frankfurt a. M., 30. Juli, Die städtische Kriegs⸗ kommission bewilligte für den Ankauf von Hülsenfrüchten 40 800 Mk., zu Liebesgaben für die Angehörigen Frankfurter Regi⸗ menter 10 000 Mk., für den Ankauf von Sämereien zur Abgabe an minderbemittelte Leute, die kleine Landflächen bebauen, 500 Mk. Ferner genehmigte sie den Ankauf von weiteren 2000 Gefrierschwei⸗ nen und beschloß endlich die Gründung eines Hilfsvereins zur Lin⸗ derung der Not in Ostpreußen. In Gemeinschaft mit den Nachbar⸗ städten und Nachbarkreisen soll besonders dem Kreise Löten weit⸗ gehende Fürsorge zuteil werden. Später will die Kommission der Einrichtung von Volksküchen näher treten. Für eine Volks küche in der Altstadt, die 2000 Personen Raum bieten soll, stellte man sofort 10 000 Mk. zur Verfügung.

ch. Rüdesheim a. Rh., 30. Juli. Die Arbeiten an der neuen Eisenbahnbrücke kommen vorzüglich voran. Die Verbindung zwischen der Bahnlinie und der Brücke ist hergestellt und was noch geschieht, sind Aufschüttungs- und Ausgleicharbeiten. Die Land⸗ straße Rüdesheim Geisenheim ist auf ein ganzes Stück verlegt worden. Auch dieses Stück ist im Bau fertig.

ch. Vom Mittelrhein, 30. Juli. Der Wasserstand des Rheines steigt wieder, wenn auch noch nicht stark. Dagegen ist der Oberrhein ganz erheblich gestiegen und bald wird sich der Zu⸗ 9 wachs auch in größerem Maße am Mittelrhein bemerkbar machen. Auch der Main ist im Steigen. Der Floßverkehr war während 4 1* nicht sehr bedeutend. Nur wenige Flöße fuhren talwärts. 9

Börsen⸗Wocheubericht. Frankfurt a. M., 30. Juli. ö Die Kriegslage im Osten wird für die russische Armee

derart bedrohlich, daß selbst in den Kreisen des Vierverbandes ernste Befürchtungen laut werden. In erfreulicher Weise wirken diese Verhältnisse auf die Politik der Balkanstaaten zurück, so daß die Aussichten der Zentralmächte trotz amerikanischer 1

icht an Eine besondere An⸗

Eisenhändlerverband verhandelt in dieser Frage noch mit den 1 einzelnen Bezirks⸗ bezw. Ortsgruppen es ist beabsichtigt, mit

Wirkung vom 1. August eine Erhöhung der Lagerpreise um 5d Mk. pro Tonne eintreten

zage ziehen Boch 2 der mit seineem Dividendenvorschlag von 14 Prozent trotz des Krieges noch alle Ausgehend von der Kurssteigerung der 9 l Deutsche Luxem⸗

burger, Bismarckhütte und andere Montanpapiere, namentlich

In den Pulverfabriken und wieder rege Umsätze bet besse Auch Hirsch Kupfer, Heddernheimer, Mun⸗ scheid und Erdöl-Aktien erfreuten sich guter Nachfrage. Chemische und Elektrowerke, namentlich Akkumulatoren Berlin, waren gleich⸗ falls begünstigt. Auf den übrigen Verkehrsgebieten war das Ge⸗ schäft ruhiger. Deutsche und österreichisch-ungarische Anleihen lagen fest, ebenso Japaner und Griechen. Russen und Italiener waren matter. Privatdiskonto etwa Prozent.

Märkte.

Fo. Wiesbaden. Viehhof-Marktdericht Auftrieb: 84 Rinder(darunter 9 Ochsen, 86 Kälber, 1 Schaf, 43 Schweine. zu den gleichen Preisen wie am 26. trieb war bald geraͤumt.

vom 30. Juli. 8 Bullen, 67 Kühe), Bei lebhastem Geschäft wurde d. Mts. gehandelt. Der Auf-

Das Fürstliche Konservatorium in Sonder hausen hat mit einer Reihe wohlgelungener Prüfungs⸗Auffüh⸗ rungen wiederum ein Jahr seiner Tätigkeit abgeschlossen, auf das es trotz des Weltkriegs mit hoher Befriedigung zurückzublicken vermag. Sein Bestand an Schülern wie bewährten Lehrkräften ist ihm ver⸗ blieben es hat, unbeeinflußt von der gegenwärtigen Lage, rüstig weiterschaffen und mit dieser stillen Kulturarbeit in schweren Zeiten Segensreiches leisten dürfen. Das neue Schuljahr beginnt am

30. September. 31/7 hy

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