77 alzeitung“ aus Bern:
un billigen wirtschaftlichen Druck von außen
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m den Warder, in denen der Feind sich stark verschanzte, uud aus welchen er mit dem Bajonett vertrieben werden mußte. Der Gegner machte ebenfalls ausgiebigen Gebrauch von Bomben und Granaten, die erstickende Gase verbreiten. Unsere Truppen schützen sich hiergegen mit Masken. Bis zum Ende des Tages fielen un⸗
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efähr 1600 Gefangene, darunter 30 Offiziere, in unsere Hände. Bam Rest der Front werden keine Ereignisse von besonderer Be⸗ deutung gemeldet. . Zürich, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich) Die„Zürcher Nachrichten“ glossieren die Art der Berichterstattung der Agenzia
Stefani. Diese habe wohl den deutschen Bericht über den Durchbruch am Narew verbreitet, aber die große Beute an Gefangenen und Material fortgelassen so daß als Ergebnis der zehntägigen Erfolge im Osten 1750 Mann figurieren. 1 N
1 Das deutsch⸗italienische Verhältnis.
5 Berlin, 28. Juli. Der Berliner„Lokalanz.“ meldet aaus Chiasso: Ein Rundtelegramm des Ministerpräsidenten aan alle Grenzbehörden benachrichtigt dieselben, daß allen deutschen Reichsangehörigen ohne Erlaubnis des
* Ministeriums der Eintritt in Italien verboten ist. 1*** f . Ein französisches unterseeboot in den
Dardanellen versenkt.
5 Konstantinopel, 26. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Vormittags um 8 Uhr brachten wir das franzssische Unterseeboot„Mariette“ in der Meerengezum Sinken. 31 Mann der Besatzung wur⸗ den gefangen genommen. Bei Ari Bur nu warfen wir am 24 Juli Bomben und verursachten einen Brand in den feindlichen Schützen⸗ gräben. Am 25. Juli zerstörte unsere Artillerie einen Teil der feindlichen Gräben und die Drahthindernisse gegenüber unserm linken Flügel. Sie beschoß die Stellungen und rückwärtigen Ver⸗ bindungen des Feindes und brachte ihm erhebliche Verluste bei Bei Sedd⸗ül⸗Bahr Infanteriefeuer und Geschützkampf mit Unterbrechungen. Die feindliche Artillerie verwendet weiter Stick⸗ deagsgeschosse. An 25. Juli nahm bei Sed. ul. Bahr eine fleine ftlürkische Erkundungsabteilung des linken Flügels einen Teil der feindlichen Schützengräben fort, vernichtete die Verteidiger und er⸗ bentete 400 Gewehre mit Munition und Säcke voller Bomben. Un⸗ sere Küstendatterien beschossen die Stellungen und Lager des Feindes 51 an der Kuste von Sedd⸗ul⸗Bahr mit Erfolg. Der Feind erwiderte ohne Wirkung. Feindliche Flieger warfen Bomben auf das
1 Lazarett von Halil Pascha, obgleich das Zeichen des Roten Halb⸗ mondes wagerecht über dem Lazarett ausgespannt und deutlich sicht⸗ bar war. An den anderen Fronten nichts Bemerkenswertes.
0 Konstantinopel, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Das Daunpt quartier teilt mit: An der Dardanellenfront
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1 *
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in Nacht vom 25. zum 26. Juli und im Laufe des 26. Juli bei Ari Burnm und Schd⸗l⸗Babr auf beiden Seiten Geschütz⸗ und
Ge mit Unterbrechungen. Auf den nichts von Bedeutung.
5 Die Lage Griechenlands.
Athen, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Agence Havas. Die griechisch⸗englischen Unterhandlungen über die Durchsuchung von Schiffen scheinen zu einem be⸗ friedigenden Ergebnis zu führen. Die englische Re⸗ 1 5 ist gewillt, ihr Durchsuchungsrecht zu mildern infolge der von der griechischen Regierung getroffenen strengen Maßnahmen, um die Ausführung von Kontre⸗
bande zu verhindern.
Athen, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Von unserem
übrigen Fronten,
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Sonderberichter. iechische Geschäftsträger hat seiner Wegen die Serhakn be N
mittelt, die feststellt, daß in der Türkei keine Grie⸗ e gen stattfinden und die getroffenen Maßnahmen allein aus militärischen Gründen erfolgt sind. Die Antwort betont das Interesse der Türkei an freund- schaftlichen Beziehungen zu Griechenland. Es verlautet, eine 4 8 ausführliche Antwort werde von der Pforte vor⸗ * ereitet. 4 3 Aus Bulgarien. a Die„B. Z.“ meldet aus Sofia: Mit den fortschreitenden Erntearbeiten macht sich unter der Bevölkerung eine wach⸗ sende Strömung bemerkbar, die darauf abzielt, daß der Weg für die Ausfuhr des bulgarischen Getreides auf der Donau geöffnet werde. Laut werden immer mehr Stimmen, die energische Vorstellungen in Serbien fordern, daß dieses den Donauweg öffne. Die bulgarische Regierung solle
5 nötigenfalls ein Ultimatum stellen oder Zwangsmaßregeln
anwenden. Der Druck der Feinde auf die Schweiz.
* Basel, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich) Ueber den Ein⸗ 4 fuhrtrust sagt eine telegraphische Korrespondenz an die„Na⸗ 2 enn die verhandelnden Mächte durch 5 Sperren eine Gefügigkeit und Nachgiebigkeit zu erreichen suchten, so wäre es eine arge Mißrechnung. Gerade die entgegengesetzte irkung wird die von den Staaten des Dreiverbands in Szene gesetzte Politik der Daumenschrauben erzeugen, wenn sie nicht auf⸗ 5 2 Wie ein Mann wird das ganze Schweizer Volk sich um den Bundesrat scharen und seinen Widerstand mäch⸗ tig stärken. Die Schweiz kann nicht einem Abkommen zustimmen, das ste mit gebundenen Händen der Willkür der einen Kriegspartei ausliefert. Sie muß darauf bestehen, daß ihrer Volkswirtschaft die Bewegungsfreiheit gesichert bleibt, ohne die sie ihre Funktion nicht erfüllen kann. Die Schweiz muß wirkliche Bürgschaften in dieser Beziehung besitzen. Auch um der Neutralität willen muß die Schweiz darauf halten, daß sie politischwie wirtschaft, lich selbständig bleibt und nicht von der Gnade oder Un⸗ gnade der einen Kriegspartei abhängig ist. 5 Bern, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Bund“
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* weist in einem Leitartikel auf die Hemmungen für die Erledigung
der Verhandlungen über den Einfuhrtrust hin, die auf dem Gebiete der Kompensationsmöglichkeit lägen. Das Blatt findet es undenkbar, daß man an der Ehrlichkeit der Schweizer Neutra⸗ lität zweifle, und betont, daß das Land seinen geraden Weg gehe, und weist entschieden jeden Versuch zurück, es von diesem Wege abzubringen. Unser nationales Selbstbestimmungsrecht, ißt es in dem Artikel, verlangt, daß wir Herr über unsere Ent⸗ chlüsse bleiben. Leider sind deutliche Anzeichen dafür vorhanden, daß dieser Grundsatz in der Werdezeit des Trustes durch einen er efährdet wird, indem Waren, deren unser wirtschaftliches 5
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5 5 bedarf, zurückgehalten werden. Dies sind nach
dem Willen des Schweizervolkes nicht die Mittel und Wege zum Ziele, das heißt, zu einer Vereinbarung. Der„Bund“ erinnert
schließlich an die Worte des Bundesrats Hoffmann im Ständerat,
daß bei Nichtzustandekommen der Vereinbarung neue Opfer willig getragen werden müßten.
Eine schweizerische Zensurverordnung.
Bern, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der Bundesrat hat eute eine Zensur verordnung erlassen, die u. a. folgende estimmungen enthält: Die militärische Preßkontrolle
— 4 ausschließlich militärische Nachrichten. Sie wird ausgeübt gemüß der Verordnung über militärische Nachrichten. Die poli⸗
tische Preßkontrolle betrifft alle für die Oeffentlichkeit bestimmten Drucksachen in Schrift und Bild mit Einschluß ähn⸗
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Vertreter des Vereins Schweizer Presse angehören. Zuwider⸗
handlungen gegen die Anordnungen der Preßkommission werden gemäß der Verordnung, betr. die Strafbestimmungen für den Kriegszustand, bestraft. Die Zensurverordnung tritt am 31. Juli in Kraft. Ueber den Zeitpunkt der Außerkraftsetzung wird der Bundesrat Beschluß fassen. g
Die Ernte in England und Schutzzollgedanken.
Kopenhagen, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.)„National⸗ tidende“ schreibt: Der Krieg richtet in besonderem Maße die Auf⸗ merksamkeit auf die Versorgung Englands mit Lebensmitteln. Des⸗ halb war es für die englischen Nationalökonomen von größtem In⸗ teresse, so zeitig wie möglich zu erfahren, wie die Ernte in England ausfallen würde. Man malte sich ernsthaft aus, in welch höherem Grade der Verbrauch durch eine erhöhte landwirtschaftliche Pro⸗ duktion gedeckt werden könnte. Aber eine intensivere Bearbeitung des Bodens, die viele Lehrer der Landwirtschaft im vorigen Jahr dringend befürwortet hatten, fand nicht statt. Hierzu kommt, daß die jetzige Ernte in England alles eher als gut ist. Der Weizenertrag ist niedriger als der Durchschnitt von 1905 bis 1914, die Gersten⸗ ernte um 9 Prozent niedriger, die Haferernte um 8, die Ernte an Bohnen um 6, jene an Kartoffeln um 5 Prozent niedriger. Die Ernte an Klee und Heu ist durchschnittlich schlecht. Ob die Ursache in geringerer Düngung wegen des Fehlens des deutschen Kalkimports oder in anderen Umständen liegt, ist zweifelhaft. Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich, daß der Gedanke des Schutzzolles für englische Landesprodukte und der weitere Ge⸗ danke erwogen wird, durch Zölle die heimatliche Produktion auf⸗ zumuntern. In der ganzen Welt, besonders in Dänemark, wird man mit größter Spannung die Entscheidung der Frage verfolgen.
Die englischen Gesamtverluste.
Berlin, 28. Juli. Wie die„Berliner Morgenpost“ aus Holland erfährt, betragen die englischen Gesamt⸗ verluste auf allen Kriegsschauplätzen seit Beginn des Krieges an Offizieren 4000 tot, 8330 verwundet und 1383 vermißt; an Mannschaften tot 57384, verwundet 188 190, vermißt 62 502.
Der Jahrestag der Kriegserklärung in England.
London, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Den anläß⸗ lich des Jahrestages der Kriegserklärung am 4. August im ganzen Lande stattfindenden Versammlungen soll folgende von Asquith genehmigte Ent⸗ schließung unterbreitet werden: An diesem Jahrestage der Erklärung des rechtmäßigen Krieges gibt die Versammlung der Bürger dieser Stadt ihren unerschütterlichen Entschluß kund, den Kampf bis zu einem siegreichen Ausgange fortzusetzen, um die Ideale der Freiheit und Gerechtigkeit zu erhalten, die die ge— meinsame, geheiligte Sache der Verbündeten ausmachen.
Der Mangel an Farbstoffen in England.
Basel, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die„National- zeitung“ meldet aus London: Der Mangel an Farbstoffen in der englischen Industrie macht sich immerstärker fühlbar. Ein Rundschreiben des englischen Fabrikantenverbandes lautet: Mit Bedauern müssen wir die Händler benachrichtigen, daß wir wegen der Schwierigkeiten und der Kosten der Beschaffung von Farbstoffen nicht mehr in der Lage sind, uns für die Haltbarkeit der Farben zu verbürgen. Unser Bedauern darüber wird noch dadurch erhöht, daß, nachdem in vielen Fällen die Kosten der Farbstoffe um mehrere Hundert gestiegen sind, die weitere Beschaffung über⸗ haupt in Frage gestellt ist.
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Der Seekrieg. Ein amerikanischer Dampfer versenkt.
Rotterdam, 27. Juli(WTB. Nichtamtlich.) Der„Maas— bode“ meldet aus London: Ein deutsches Unterseeboot versenkte gestern den amerikanischen Dampfer 0 1377 Nettotonnen, von Archangelsk nach Belfast unterwegs. Die Besatzung wurde gerettet.(Das Schiff hatte Flachs geladen; Flachs ist Bannware.)
London, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet aus Washington: Die Torpedierung der „Leelanaw“ macht in amtlichen Kreisen tiefen Eindruck. Da Einzelheiten fehlen, sprechen sie sich nicht darüber aus, ob das Er⸗ eignis mit der letzten amerikanischen Note in Verbindung ge⸗ bracht werden müsse. Die Besatzung des Schiffes wurde gerettet.
Rotterdam, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Rotter⸗ damsche Courant“ meldet aus London: Die 29 Mann zählende Be⸗ satzung des Dampfers„Leelanaw“ wurde gestern in Kirkwall ge⸗ landet. Als die Leute das Schiff geräumt hatten, gab das Untersee⸗ boot ein Dutzend Schüsse ab und schoß dann ein Torpedo ab. Die Besatzung wurde an Bord des Unterseebootes genommen und dort gut behandelt. Das Unterseeboot brachte sie bis in Sicht der Küste, ließ sie, als am Horizont eine Rauchsäule aufstieg, in die Boote gehen und tauchte unter. Ehe„Leelanaw“ angegriffen, wurde, sah man, wie in der Ferne zwei Schiffe, wovon eines offen⸗ bar ein britisches war, in den Grund gebohrt wurden.
* 3 Eine neue Herausforderung.
Berlin, 28. Juli. Der“„Deutschen Tagesztg.“ wird von ihrem Kopenhagener Berichterstatter gemeldet, daß wiederum eine ganze Reihe amerikanischer Bürger die Reise nach dem Kontinent auf dem britischen Dampfer„Adriatic“ angetreten haben, der nach der Aufstellung der New Porker Zoll⸗ behörde u. a, folgende Güter an Bord hatte: 1995 Kisten Patronen, 190 Kisten Zünder, 30 Kisten ungeladene Granaten, 182 Kisten ungeladene Handgranaten, 6 Kisten Revolver, 4 Kisten Gewehre, 3918 Rollen Stacheldraht, 1296 Pakete anderen Draht, 95 Auto- mobile, 5 Lastzüge, 41 Flugzeuge und 15867 Barren Kupfer, sowie große Mengen Messing und Stahl, die gleichfalls zur Herstellung von Kriegsgegenständen be⸗ stimmt sind. 1
Kopenhagen, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der dänische Dampfer„Nogill“ von Goeteborg nach dem Tyne mit Eisen⸗ bahnschwellen unterwegs, ist in der Nordsee von einem deutschen Unterseeboot in die Luft gesprengt worden. Die Besatzung wurde in Wilhelmshaven gelandet.(Schwellen sind Baunware.)
Aberdeen, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter⸗ meldung. Der britische Fischdampfer„Gadinell“ wurde in der Nordsee versenkt. Die Bemannung wurde ge⸗ rettet.
Ymuiden, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der holländische Fischdampfer„Hercules“ landete hier neun Mann Besatzung des norwegischen Schoners„Harbo“, der mit Holz von Kristiania nach Sunderland unterwegs und am Sonntag abend auf 65 Grad 40 Minuten nördlicher Breite, 2 Grad 32 Minuten östlicher Länge von einem deutschen Unterseeboot in Brand gesetzt war. Die Besatzung erhielt fünf Minuten Zeit, um in ein Boot zu gehen. Der Kapitän erzählte, er habe in der Nähe drei andere Schiffe in Flammen gesehen.(Holz ist Bannware.)
Aberdeen, 27. Juli.(WT Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der britische Fischdampfer„Emblem“ ist bei den Orkneyinseln von einem Unterseeboot versenkt worden, die Besatzung wurde gerettet. 5
London, 27. Juli.(WTB Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Die norwegische Bark„Carnsmore“ hat bei Larwich 52 Mann gelandet. Es sind die Besatzungen der von Unterseebooten versenkten Fischdampser„Honoria“,„Her⸗ mione,„Sutton“ und„Cassio“. Die Besatzungen der ver⸗ senkten Fischdampfer„Celtic“ und„Cydroma“ wurden in
„Leelanow“,
licher Vervielfältigungen. Zur Handhabung derselben bestimmt der Bundesrat eine Preßkontrollklommission, der zwei
Stromneß an Land gebracht, die der versenkten Dampfer„Roß⸗ lyn“ und„Strathmore“ landeten in Butt of Lewis.
London, 2 8. g Reuterschen Bureaus. Ein deut nterscebo ot die Fischdampfer„Honoria“ und„Sutton“. Die 5 wurden 3 3—= 8 7 1 a euge wurden von Unterseebogten nach Stornoway 0 5 7 b den, d t(. Nice Tie Nehm des in Brand gesteckten norwegischen Schoners„Harbol, die in Ymuiden gelandet wurde, erzählte, daß die drei Schiffe, die in der Nähe gebrannt hätten, ein schwedisches und zwei norwegische Segelschiffe gewesen seien, die gleichfalls mit Holz nach Sunder⸗ land unterwegs gewesen seien. Die Besatzungen wurden von einem dänischen Dampfer gerettet. 3 * f
Amerika.*
London, 27. Juli. on. B Das Reutersche Bureau meldet aus Washington: Die l englische Antwort auf die letzte amerikanische Note besagt, daß sich Großbritannien un⸗ entwegt an die Grundsätze des Völkerrechtes gehalten habe Wenn eine neutrale Regierung Klage zu führen habe, so seien dafür Ge⸗ richtshöfe da, oder man könne sich eines Schiedsgerichtes bedienen. Wenn ein neutrales Land zur Operationsbasis gegen ein krieg⸗ führendes Land gemacht wird, sind die anderen Kriegführenden be⸗ rechtigt, es zu blockieren. Die Blockade der Küsten von Bermuda durch die Vereinigten Staaten während des Bürgerkrieges wird als Rechtfertigung für das Vorgehen Englands angeführt, das verhindern wolle, daß Güter aus den Vereinigten n über Dänemark, Holland oder Schweden nach Deutschland. et da In der Antwort wird auch gesagt, die einzige 1 eit, das Endziel der Warensendungen aus den Vereinig⸗ ten Staaten, die an Deutschland benachbarte, neutrale Länder gerichtet sind, festzustellen, sei, die Höhe des ge⸗ wöhnlichen Verbrauches solcher neutralen Län⸗ der zu bestimmen, denn diese fürchten sich so sehr vor Deutschland, daß sie sich außerstande fühlen, die Wiederausfuhr nach Deutschland zu verhindern. t f„ San Francisco, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Bryan erklärte in einem Aufruf, die Vereinigten Staaten hätten kein Recht, einen Krieg gegen Deutschland oder irgend eine andere europäische Macht zu beginnen. i Berlin, 27. Juli.(Privatmeldung.) Das„Berliner Tageblatt“ meldet aus Amsterdam: Die„Central News“ meldet aus New York, daß mit einem Streik von 600 000 Metallarbeitern gerechnet werden darf. Die Arbeiter fordern einen Arbeitstag von 8 Stunden und beträchtliche Lohnerhöhungen. 5 *
* 1 Eine ungarische Huldigung für Kaiser Wilhelm.
Berlin, 28. Juli. Die„Vossische Zeitung“ berichtet nach dem„Pester Lloyd“, daß der Budapeste r Auguste⸗ Fonds für rasche Hilfeleistung im Kriege Kaiser Wil⸗ helm einen künstlerisch ausgeführten eisernen Ring mit einer von 100 Ungarn unterzeichneten, von Frau Grete Herzog verfaßten Huldigungsadresse gesandt habe. Der deutsche Botschafter in Wien hat darauf auf Ersuchen des Kaisers an die Leitung des Auguste-Fonds ein Dankschreiben gesandt. In dem Widmungsgedicht heißt es zum Schluß: Der eiserne Ring in eiserner Zeit, als Sinnbild von Un⸗ garns Treue geweiht, Dir ziemt er, dem Kaiser und Helden!
Schwedische Hilfe für notleidende deutsche Künstler.
Berlin, 28. Juli. Nach einer Stockholmer Meldung des„Berliner Tageblatts“ haben die hervorragendsten schwedischen Künstler sich in allen Zeitungen mit einem Aufruf an das EA Volk gewandt, um eine Sammlung für die vom Kriege betroffenen notleiden⸗ den deutschen Künstler in die Wege zu leiten.
Von der Sozialdemokratie. 5
Zürich, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Nach der „Neuen Zürcher Zeitung“ soll in Genf gutem Vernehmen nach demnächst eine Konferenz zwischen drei r sischen und drei deutschen be ge b⸗ geordneten stattfinden. Es h. t sich vermutlich um die Franzosen Buisson, Huel und Longuet und die Deutschen Bernstein, Haase und Kautsky. 5
Aus Stadt und Cand.
Gießen, 28. Juli 1915. Amtliche Personalnachricht. Am 23. Juli d. J. wurde der Steuerausseher August Beck zu Butzbach vom Tage
seines Dienstantritts an zum Pfandmeister für den Beitreibungs⸗ bezirk Fürth ernannt. 1 f * Dringende Bitten unserer„ im ö g
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Felde um Zusendung erfrischender Getränke laufen! täglich ein. Ganz besonders wird um Apfelwein und säfte gebeten, die bei Verdünnung mit Wasser ft er⸗ frischend sind. Grade jetzt, wo Beeren im Wald und ten geerntet und Fruchtsäfte in großen Mengen gewonnen worden sind, kommt die Bitte zur rechten Zeit, da wohl alle vorsorglichen usfrauen ihre Vorratskammern—— haben. Auf beiden Kriegsschauplätzen sind die Wasserver⸗ hältnisse ungünstig, und es muß alles geschehen, sie nach den Wünschen unserer Kämpfer zu verbessern. Deshalb ist zu hoffen, daß die im Anzeigenteil veröffentlichte Bitte des Roten Kreuzes nicht ungehört verhallt. J * Die Roggenernte 1915. Von der nahezu be⸗ endeten diesjährigen Roggenernte liegen bereits die ersten Dreschergebnisse vor. Sie entsprechen, soweit das Mittelrhein- und Maingebiet in Frage kommen, den Er⸗ wartungen. Im Durchschnitt liefert der Morgen mittlerer Bodengüte 12 Zentner Roggen, ein seit längeren Jahren nicht erreichtes Ernteergebnis. 8 * Goldmünzen seltener n Goldstücke mit dem Bildnis Kaiser Friedrichs werden aus begreif⸗ lichen, wenn auch nicht zu billigenden Gründen ckge⸗ halten. Auf eine Anfrage an die Reichsbank, ob gal Gold⸗ stücke auf besonderen Wunsch nach dem Kriege zurü gegeben werden könnten, erfolgte folgende Antwort:„Die Reichs⸗ bankanstalten sind angewiesen, Goldmünzen seltenerer Prägung— es werden vornehmlich mit der 2 1888 gebn ger Stücke in Frage kommen— unter der 2 pflichtung der Rückgabe ret d Stücke im Umtausch gegen Papiergeld innerhalb 12 Monaten nach Friedensschluß gegen Empfangsbescheinigung anzunehmen.“ * Akademischer Kriegsvortrag. Wir machen auf den letzten, morgen abend stattfindenden akademischen Vortrag des Herrn Prof. Dr. Gmelin:„Ueber die Nationalitätenverhälknisse Belgiens“ aufmerksam, und weisen gleichzeitig darauf hin, daß im großen Hörsaale des physikalischen Instituts, Goethestraße, gehalten wird. Nach dem Vortrag werden Lichtbilder flandrischen Städten gezeigt.
30. Oktober 1915 nochmals zur
werben. Bei Postaufträgen zur Gel den Annahmeein hulun g, die an eine zur


