Ausgabe 
(15.7.1915) 164. Zweites Blatt
Seite
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Erscheint täglich

DieGießener Familienblätter werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Gleßen zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit⸗

fragen erscheinen monatlich zweimal.

Botha Triumphator.

Eine Meldung au 3 Burengeneral Botha ein Geschenk von 100 000

über 2 Millionen

an, daß Botha dieses Anerbieten, man sich mit dieser Annahme am Ende doch nicht täuscht? Wenn nicht, dürften es jedenfalls nur Erwägungen der ein, welche Louis solchen Belohnung für seine H Denn dieser schlaueste aller chtig; man erinnere Kriegsspiele in Amerika vorf geisterung, sondern gegen gutes Eintrittsgeld. Zwei Mil⸗

Klugheit f schäftstüt

lionen Mark sind

Botha mit dem wackeren Dewet, verräter verurteilt worden ist, weil er d nicht aufgeben wollte, und schen Schandbuben ermordet wurde, weil er den von Eng⸗ ind befohlenen Burenfeldzug gegen Deutsch-Südwestafrika verurteilte, im Oktober 1902 nach Deutschland kam, da frei⸗ lich war der jetzige Premierminister noch s lich, daß er die mehr als 200 000 Mark deutschen Burenhilfsbund überreicht wurden, mit heißem

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Dank annahm.

Damals es war am 16. Oktober 1902 erklärte er bei dem in Berlin abgehaltenen Festbankett:

eine gro Rei.

ße Ehre,

Das waren heute kann es fache Summe, 100

Botha hat es verstande auch sein Geschäft mit den Englände der Mann ihres Vertrauens, und der zahlt. Er hat den Versuch eines Teiles den vom 31. Mai 1902 abzuschütteln, mit Waffen Dewet, seinen einstigen Kame führer ins Gefängnis gesteckt und hat dann sogar den Briten Söldnerdienste geleistet, großen Teiles der Buren westafrika geführt, gegen eigenen Versicherung

nach seiner Voll schlägt. Und

und sein Volk fiden Albions barkeit des B oder anderen

rit

es läßt erkennen, den sind, wenn sie

die 1 72 5 erfolgt

der fehlenden Zufuhr für die von alle

schnittene kleine Heldenschar zuzuschre So schmerzlich nun auch

unserer ältesten Kolonie(die Si

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mit Ausnahme des Sonntags.

dan einem Tische zu sitzen mit denen, so voll Liebe für unser Volk schlägt. Besonders a Abend, wo uns die wir die neue große nach all der Zeit offen sind.

reilich nur etwas mehr als 200 000 Mk., und ouis Botha sich

tha, der Erfolgreiche, reicht. Er, der demutvoll di 92 eschlagen hatte, hat den ge plelt, hat sich neue Ansprüche itenreiche Form man von der of auf die Burenbevö! gar so stolz braucht wie be die Ka unserer südwestaf vor einer 30 000-40 000 Mann 8 Erfolg feiern. inie nicht einmal der Bure zuzuschreiben, denn selbst aus den en läßt sich erkennen, daß der Hauptgrund für die Kapitulation, dazu unter ganz auße

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London besagt, daß geplant sei, dem den Adel zu verleihen und Pfund Sterling, also ieten; man nehme jedoch

Mark, anzub abweisen werde. Ob

Botha zur Abweisung einer eldentaten veranlassen würde. Burenführer war immer ge⸗ sich nur, wie er seinerzeit die ührte, natürlich nicht aus Be-

jedenfalls ein fetter Bissen. Als Louis der jetzt als Hoch⸗ ie Sache der Buren mit Delarey, der von briti⸗

on deutschfreund⸗ welche ihm vom

Es ist mir auptstadt des deren Herz m heutigen große Summe übergeben wurde, hatten Freude, zu sehen, daß noch viele Herzen

hier in Berlin, in der H

am Ende leisten, die zehn⸗ Pfd. Sterling, auszuschlagen. Louis n, nicht nur seinen Frieden, sondern rn zu machen. Er ist Mann macht sich be⸗ der Buren, den Frie⸗ zu revidieren, das englische Joch gewalt unterdrückt, hat den greisen raden, und die anderen Buren-

000

hat trotz des Widerspruchs eines den Feldzug gegen Deutsch-Süd⸗ dieselben Deutschen, deren Herz

so voll Liebe für unser

e britische Hand küßte, die ihn üttel des per⸗ auf die Dank⸗ s erworben, die ja auch in der einen zum Ausdruck kommen wird, selbst wenn siellen Festgabe wegen des Eindruckes

rung Abstand nehmen sollte. Freilich, der Feldherr Botha nicht zu sein, und scheiden die Engländer schon gewor⸗ pitulation von 3497 Mann rikanischen Schutztruppe starken Uebermacht als einen bei ist dieser Erfolg in letzter narmee, sondern dem Hunger glischen Nachrichten

rgewöhnlich ehrenvollen Be ist, dem Mangel an Nahrun smitteln, n Hilfsquellen abge⸗ iben ist.

der vorübergehende Verlust edelungen von Lüderitz wur

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Ke Leben Gottf

höchst prosaische A

kannte, hätte in ihm

zu dem sich oft recht bärbeißig gebenden Herrn Staatsschreiber hinaufwagten, öffnete sehr oft

alter den Pantoffeln die

selben Hause aber, wo der geschlagen hatte, tagte im einigung der aus Deuts Bebel erzählt, oft rechten Spektakel machten.

Besuch v Lärm mache. Sozialdemokrate.

ärgerlich ermahnte,

Wir machen scho

Kunst und wWissenschaft. l[leriana. Seltsame Gegensätze wies das äußere ried Kellers, der am 15. Juli vor 25 Jahren dahin schied, auf. Der Dichter mit der ewig regen Phantasie führte das mt eines Züxicher Staatsschreibers, und das mit äußerster Gewissenhaftigkeit. Er wohnte in dem langweiligsten Mietshause einer langweiligen, toten Straße,

Mann mit grauem Bart, i

on 871 hatte, fragte der Gast, wer denn d ller 8 im

eren deutschen Auslandsschulen

U und wer ihn nicht nicht den Poeten vermutet. Besuchern, die sich ein kleiner, ziemlich breit gebauter, n grauem Schlafrock und schlürfen⸗ und das war der Hausherr selbst. Im Züricher Würdenträger sein Heim auf⸗ Erdgeschosse der Mohrenklub, die Ver⸗ chland geflohenen Sozialisten, die, wie Als Keller einst den

Tür,

Gieße

hat es auch diesmal er⸗

stolz sein auf sein

165. Jahrgang

0 5 ner 13 eiger Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ 93

General-Anzeiger für Oberhessen

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: 51, Schrist⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten: N Anzeiger Gießen.

14 estellt) für taatssekre tärs Dr. Solf zu zitieren, daß das Geschick unserer Kolo⸗ nien nicht in Afrika, sondern auf den Schlachtfeldern Euro⸗ pas entschieden wird. Wenn aber die Engländer meinen, daß sie damit ein Kompensationsobjekt in der Hand haben, so machen wir sie darauf aufmerksam, daß unsere Kompen⸗ sationsgebiete in Frankreich und Rußland, eben weil in Europa gelegen, erheblich wertvoller sind. Im übrigen kann es nach wie vor als sehr zweifelhaft gelten, ob England an seinen Buren nachhaltige Freude erleben wird. Wird doch gerade jetzt berichtet, daß die Afrikanderbewe ng in Süd⸗ afrika trotzalledem zunimmt, daß fast überall selbständige Kandidaten der nationalen, englandfeindlichen Burenpartei gegen die Parteigänger Bothas aufgestellt werden. Wenn die britische Weltherrschaft erst völlig gebrochen sein wird, wenn die Zersetzung des Riesenreiches weitere Fortschritte macht, dann könnte auch für Südafrika die Zeit kommen, wo weder die Nobilitierung der Burenführer, noch das rollende Pfund Sterling zu verhindern vermag, daß die Saat von Drachenzähnen, welche die Briten in den einst freien Burenrepubliken gesät haben, in blutiger Ernte aufgeht. 5

Berlin, 14. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) DieNord⸗ deutsche Allgemeine Zeitung schreibt: Die Gefangensetzung der deutschen Missionare in Südafrika ist, wie eine neuere Nachricht der Berliner Mission bestätigt, in der Tat nicht er⸗ folgt. Vielmehr wurde den Geistlichen seitens der Regierung gestattet, auf ihren Posten zu bleiben.

Bei den Plünderungen der Geschäfte und Wohnhäuser Mitte Mai sah der Pöbel einfach nach dem Namen und beraubte und zerstörte auch Läden, deren Inhaber nicht die deutsche Staats angehörigkeit besaßen, ja sogar von solchen, die als Hetzer flty den Feldzug gegen Deutsch⸗Südwest aufgetreten sind. Besonders schlimm sollen die Ausschreitungen in Johannesburg gewesen sein. Das Pfarrhaus der dorti deutschen Gemeinde aber und die Berliner Missionsstation, ewe die zu beiden gehörigen Kirchen sind wie 1 5 ein Wunder bewahrt geblieben. Den Anstoß zu dem wüsten Treiben gaben Nachrichten, die über gleichartige Heldentaten in England bekannt wurden. Das Mutterland lieferte der Kolonie ein Vorbild der Gesittung.

Hinter der französischen Front im Elsaß.

Ein amerikanischer Berichterstatter, der kürzlich Gelegenheit hatte, das Leben und Treiben hinter der französischen Front im Elsaß zu beobachten, gibt in derDaily Mail Bericht von seinen Erfahrungen und Eindrücken. Die Franzosen haben ihre Schiltzen⸗ gräben so nahe an Altkirch herangeführt, daß man mit unbewaff⸗ neten Augen die Glocke im Kirchturm des Oertchens unterscheiden kann. Den Gang in die Schützengräben tritt man von Dammer⸗ kirch an. Die französischen Ingenieure haben die Bodenbe⸗ schaffenheit so trefflich 1 daß man die Verbindungsgräben

den am 24. April 1884 unter deutschen Schutz

uns ist, so wissen wir doch um ein Wort des

betreten vermag, ohne dem schützenden Walde heraus⸗ zutreten. Nach einem halbstündigen flotten Marsch durch einen 1. Meter breiten und 23 Meter in die Erde hineingehöhlten Gang, dessen Erdmassen durch Weidengeflecht festgehalten wer⸗ den, erreicht man die Feuerlinie. Die sich hier hinziehenden Gräben sind weit geräumiger als die soeben durchschrittenen; sie weisen nach der Seite des hin, eine Art von Plattform auf, auf der alle2 Meter ein Soldat Wache hält. Seinen Kopf schützt ein feldgrau angestrichener Stahlschild, der in den Erd⸗ wall hineingebaut ist. In der Mitte dieses Schildes öffnet sich ein Loch von der Größe einer Spielkarte, durch welches der Soldat jein Gewehr hindurchsteckt, wenn er feuern will, und welches die übrige Zeit hindurch durch ein Tuch oder eine hölzerne Platte een wird, so daß man von drüben nicht zu unterscheiden vermag, ob jemand 1 steht oder nicht.Sehen Sie ein⸗ mal hindurch, aber nicht zu lange, daß die Deutschen Sie nicht bemerken! Vorsichtig durch den Schlitz spähend sehe ich ungefähr 50 Meter vor mir einen langen Erdwall sich hinziehen, der wie ein Abflußkanal aussieht, und alle Halbmeter dunklere Flecle auf⸗ weist, die, wie mir erklärt wird, genau solche Stahlschilde be⸗ zeichnen, wie sie in den französischen Linien verwendet werden. Wie mir weiterhin erläutert wird, steht auch drüben hinter jedem Schild ein Mann auf Wache, um bei sich bietender Gelegenheit einen Schuß abzugeben. Dicht vor der Front des deutschen Schützen⸗ grabens erhebt sich, wie vor dem Erdwall, in dem ich stehe, ein wahrer Wald den Boden eingerammter Pfähle, zwischen

uslandsschulwesen. Neben 5500 Volks- und Mittelschulen arbeiten 27 höhere Schulen in allen Weltteilen daran, deutsches Wesen zu erhalten und zu fördern. 14 höhere Schulen befinden sich allein in Ländern Europas. Von ihnen sind J Sber⸗ realschulen, 2 Realgymnasien, 1 Progymnasium und die anderen Realschulen. Der Weltkrieg hat auch ihnen schweren Schaden ge⸗ bracht. Sofort bei seinem Ausbruch wurden die Oberrealschulen in Antwerpen, Brüssel und London geschlossen. Tsingtau und Wind- huk folgten bald. Die Schulen von Genua, Mailand und Rom zerstürte endlich noch der Verrat Italiens. Die Oberrealschule in Antwerpen ist nach der Einnahme Antwerpens vom Generalgou⸗ vernement in Belgien sofort wieder eröffnet worden. Das Real- gymnasium in Brüssel folgte im Januar d. Js. Von der letzten Schule liegen genaue Nachrichten seit einigen Tagen vor. Sie wurde am 31. Juli 1914 mit einer Feier geschlossen; um diese Zeit würden auch in normalen Zeitverhältnissen dic Sommer- ferien begonnen haben. Diesmal fand die Feier natürlich unter dem Drucke der bevorstehenden Ereignisse in sehr ernster Form. statt denn am nächsten Tage brach der Krieg mit seinen Schrecken für Brüssel aus. Das ganze blühende Schulwesen brach zusammen. Die deutsche Schule bestand aus Realgymnastum mit Vorschule, Kindergarten, Lyzeum und Volksschule. 43 Lehrer und Lehrerinnen unterrichteten 630 Schüler und Schülerinnen. Während der Schreckenstage für alle Teutschen Brüssels im August wurde das schöne Schulgebäude stark beschädigt. Gerettet wurde es vor völ⸗ liger Zerstörung dadurch, daß das belgische Rote Kreuz es zu einem Lazarett einrichtete. Der Direktor mit drei Oberlehrern und vier Lehrern traten ins Heer ein, von denen zwei Oberlehrer bereits den Heldentod starben. Alle übrigen Lehrer und Lehrerinnen wur⸗ den in Deutschland an Schulen beschäftigt oder gingen an die Aus⸗ landsschulen in Bukarest und Rom. Im Januar d. Is. rief nun das Generalgouvernement auch den Direktor des Brüsseler Real⸗ gymnasiums wieder aus dem Felde zurück. Mit 11 Kindern er⸗ öffnete dieser die Schule wieder, und die Reorganisation war zu Ostern d. Is beendet. Im Mai waren wieder 230 deutsche Schüler und Schülerinnen zusammen, und im Juli wurde, wie auch sonst alljährlich, die Abschluß⸗ und Reifeprüfung abgehalten. Die im Felde stehenden Oberlehrer wurden ersetzt durch vier deutsche Philo- logen, darunter einen Landsturmmann, einen Felddiakon des Johanniterordens, einen freiwilligen Krankenpfleger und einen nach seiner Verwundung noch garnisondienstfähigen Vizefeldwebel der Reserve. Auch die Lehrer der in Italien vorläufig aufgelösten deutschen Auslandsschulen wurden, soweit sie nicht bereits als Re servisten oder Kriegsfreiwillige im Heere standen, an deutschen In⸗ landschulen beschäftigt, wo es ja Plätze genug auszufüllen gab. Als die Türkei sich entschlossen hatte, auf der deutsch⸗österreichi⸗ schen Seite in den Krieg einzugreifen, erbat sich die tin ische Re⸗

rieges. Mit Recht darf Deutschland

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denen sich so eng verschlungene Drahthindernisse ausspannen, da nicht einmal eine Katze unverletzt hindurch käme. Hüben wie drü wogt vor den Drahthindernissen ein reifendes Wei zenfel auf dem blutrote Mohnblumen schwimmen. Aus dem Weizenfel! steigt in der Mitte zwischen den beiden Befes gungen ein einsamen

Apfelbaum auf.Hinter diesem Baume flüstert mein Be gleiter mir zu denn aus irgend einem Grunde wird in den Feuerzone nur leise gesprochensteht ein deutscher Auße

posten. Er kriecht jeden Morgen vor Sonnenaufgang dorthin un wird nach Anbruch der Dunkelheit abgelöst. Obwohl wir Woc hindurch auf ihn gezielt haben, haben wir ihn bis jetzt noch n unschädlich machen können. Ich muß wohl ein wenig lange an meinem Spalt gestanden oder eine unvorsichtige wegung gemacht haben, denn⸗ plötzlich gibt es einen hellen und eine Kugel trifft auf meinen Schild.Freuen Sie sich, da es nicht eine brisantere Kugel war, lacht der Offizier, als ich ha

zurückspringe.Seit die Stahlschilde verwendet werden, gibt auch Hartmantelgeschosse, die so leicht durch eine Stahlplatte hin⸗ durchgehen wie eine Feder durch ein Stück Papier. Der Ame⸗ rikaner besuchte weiterhin auch die französischen Schützengräb auf dem seit Monaten hartumstrittenen Lartmannsweile kopf. Er fand in der Rückwand der Schützengräben Ausbuch⸗ tungen, in denen Wassereimer und Flaschen mit Soda-Hypersul 7 standen. Der Zweck dieser Vorrichtung wurde ihm dahin erklärt, daß, wenn sich über den deutschen Linien die gelben Schwaden der Gasbomben erheben und auf die französischen Stellungen zuwälz die französischen Soldaten die Soda⸗Hyperfulfatflaschen in

Wassereimer leeren und mit der so gewonnenen Lösung ein Baum rollpolster tränken, das zu ihrer Ausrüstung gehört; sie legen mit Hilfe eines elastischen Bandes fest um den Mund und Nasenlöcher und ziehen dann eine Art Kappe von blauem Lein über den Kopf, die in Augenhöhe mit einer Glimmerplatte

hinten mit einem Ziehbande versehen ist, um sie um den Hals sie auf ihr

herum fest zu verschließen. So vermummt können Posten bleiben, bis sich die Gaswoge zerteilt hat.

Handel.

Die schweizerische Handelsstatistik.

Bern, 12. Juli. Nach der soeben von dem schweizeris Zolldepartement herausgegebenen schweizerischen Handelsstati i ergibt sich, daß im Jahre 1914 eingeführt wurden 8 058 487 Zent⸗ ner Getreide im Werte von 207 559 480 Franes gegen 10 166 994 Zentner im Werte von 232 349 818 Francs im Jahre 1913, Früchte und Gemüse 2376 914 Zentner im Werte von 44 624241 Francs gegen 2 377 808 Zentner im Werte v 49 688 164 Francs im Jahre 1913: Kolonialwaren1 759 f Zentner im Werte von 88 802 156 Francs gegen 1 665 489 Zent 3 ner im Werte von 102 898 384 Francs im Jahre 1913. Tiere 185 905 Stück im Werte von 31945 691 Francs gegen 275 604 Stück im Werte von 60406 085 Francs im Jahre 1913. Wie die Einfuhr, so ist auch die Ausfuhr im Jahre 1914 fast auf der ganzen Linie gegen das Vorjahr erheblich zurück gegangen. z. B. in der Maschinenindustrie auf 74 97405 Francs von 98 724 890 Francs im Jahre 1913. Der Uhrenexp or ging von 16 855 345 Stück im Werte von 169 410000 Francs in Jahre 1913 auf 12 245641 Stück im Werte von 111 044 923 Francs im Jahre 1914 zurck. Die Gefamteinfuhr betru im Jahre 1914 1 478 408 489 Francs gegen 1919 816 280 Fra im Jahre 1913. Der Wert der gesamten Ausfuhr belief f im Jahre 1914 auf: 1 186 887049 Francs gegen 1 376 399 1 Francs im Jahre 1913. 101 Märkte.

ch. Singen, 14. Juli. Marktpreise. Weizen Mk. 00,00, Korn Mk. 0,00, Gerste Mk. 00,00, Hafer Mk. 00,00, Heu Mk. 0, 0, Stroh Mk. 5,00, Kartoffeln Mk. 12,00, Erbsen Mk. 00,00, Linsen Ml. 00,00, Bohnen 00,00 Weißmehl Mk. 4500, Roggenn Mk. 38,00; alles für 100 Klgr. Butter 1 Klgr. Mk. 3,60, M 0 1 Liter 24 Pfg., Eier 10 Stück Mk. 1.60. 5

ch. Nieder⸗ Ingelheim, 14. Juli. Kirschen 2028 Mk., Stachel⸗ beeren 2028 Mk., Johannisbeeren 2224 Mk, Aprikosen 40 bis 60 Mk., Pfirsiche 4052 Mk., Frühbirnen 1825 Mk., Frühäpfel 2025 Mk. der Zentner. N ch. Bühl(Baden), 14. Juli. Kirschen 1522 Mk., Johannis- beeren 1820 Mk., Heidelbeeren 2528 Mk., Birnen 15 24 Mk, Spillinge 2832 Mk., Pflaumen 2535 Mk., Pfipsiche 3065 Mk., Aepfel 20 25 Mk. der Zentner.

3 Das Beste

Odol zur Zahnpflege

as gesamte türkische Schülwesen nach deutschem Must umzuformen. An die Seite der deutschen Offiziere, die schon seit Jahren das türkische Heerwesen neu organisierten, trat nun auch der deutsche Schulmann, ein Zeichen dafür, daß die junge Türkei ein⸗ gesehen hat, wie gut sie fährt, wenn sie sich Deutschland zur Er⸗ ö neuerung ihrer wichtigsten nationalen Einrichtungen anvertraut. Und Deutschland schickte einen bewährten Schulmann nach Kon⸗ stantinopel, einen Mann, der die Schulangelegenheiten im Osten Europas aus reicher Erfahrung kannte. Zum Reorganisator des türkischen Schulwesens wurde der Mann abgeschickt, der bis dah das deutsche Auslandsschulwesen im Auswärtigen Amte hatte, der Geheime Legationsrat Professor Schmidt. vorher eine Reihe von Jahren Direktor der deutschen Schule(Ober⸗ realschule) in Bukarest gewesen. 5 Eine polnische Sinfonie von Elgar. Die Eng⸗ länder, die, dem patriotischen Gebot gehorchend, die deutschen Komponisten so viel als möglich zu vermeiden suchen, sind zu begeisterten Anhängern der russischen und polnischen Mufik 9 worden, und auch der bekannteste englische Komponist, Elga hat seine Kunst der Verbündeten-Mode erschlossen. In einem vom Londoner Hilfskomitee für Polen veranstalteten national⸗ polnischen Konzert wurde eine neue polnische Sinfonie Elgars zur ersten Aufführung gebracht. Das Werk, das sichPolen be⸗ titelt, ist auf Anregung des polnischen Komponisten Mlynarski für dieses Konzert geschrieben, Es ist von echt vol schen Motiven durchsetzt, die aber alle deutlich erdennbar d rakteristische Tonfärbung des englischen Komponisten audveisen. Die Sinsonse, in die auch Themen von Thopin und Paderewski verwoben find, wurde unter persönlicher Leituzg des Komponisten zu Gehör gebracht. Nach Ansicht der eng chen Kritik handelt es sich um eine Komposition von hohem künstlerischem Wert.

Englische Bühnenkünstler als Auktions⸗ beamte. Eine eigenartige Versteigerung fand in London an- läßlich eines Wohltätigkeitstees statt. Im Dienste der Kriegs⸗ fürsorge traten die berühmtesten englischen Bühnensterne in der neuen Rolle vom Auktiousbeamten auf und boten Theaterregui⸗ siten zu Liebhaberpreisen feil. Die Versteigerung erreichte alles in allem die Gesamtsumme von 6000 Mark. Ein Spitzentuch, das die Sängerin Albani als Elsa in Lohengrin trug, brachte 400 Mark, 5 Den gleichen Preis erreichte ein von der Schauspielerin Marie Corelli getragener Mondstein⸗Ring. Der Bart, den der Shake⸗ spearedarsteller Bourchier als Heinrich VIII. umzuhängen pflegt wurde für 120 Mark verkauft. Doch der Rekor wurde von d Bühnenschwert des bekannten Schauspielers Charles Wyndham reicht, das von einem Enthufiasten für 1000 Mark erstanden wurde.

ssallen sollte,

gierung von der deutschen einen Philologen, dem die Angabe zu⸗

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