Ausgabe 
(12.7.1915) 161. Erstes Blatt
Seite
65
 
Einzelbild herunterladen

. 5. batte gestern einen String ins Dun ihm a denn diejenigen, die

des Spielwetters hatten, reichten

um den EindruckAusverkauft zu erwecken dieser Unabhängigkeit von der Witterung ert icht, und als im letzten Drittel der rinbrumgen eim paar feine Tropfen vom Himmel fielen, klappten erter Schnelligkeit hunderte von Regenschir men

und unter diesem gedeckten Zuschauerraum lachte man sich an freute sich doppelt. Gottlob hörte die Störung bald wieder Immerhin war es nicht ohne Reiz, die Regenstimmung der auf sich wirken zu lassen, wenn sich zu ihr freilich von Darbietungen auch nur die ersten, die Lieder zur Laute, recht wollten. Davon ging es herzlich und frisch und deutsch der Hörer Die Ländler, die Lieder von der Landstraße

8475

g

115

1

228

geschickten Zusammenstellung 1 selbst der Mißtrauischs

zu zum Hi zu schielen. Die Wirkung des zu Ge⸗

hör Gebrachten bewies, daß derlei Heiterkeitsproben nicht ans elek⸗ trische Licht der Rampe gehunden zu sein brauchen, sondern auch selbst im Smoking im Freien zum Zweck geführt werden können. Das Beste war nach biblischem Vorbild für den Schluß aufbewahrt worden; um nebenbei nicht vergessen zu lassen, daß auf einer Bühne nicht gesungen und gesprochen, sondern auch ge spielt wird, hatte man Kotzebue noch einmal zu Ehren gebracht und seinem ee eee neckisch-plaudersamen Dorf⸗ idyll von denRosen des Herrn von Malesherbes mit Eifer und das graziöse Tändelleben des Rokoko eingehaucht. In

dem brap gereimten Preisliedchen auf ländliche Einfalt und Treu⸗ berzigkeit gab Hellmut Eckhardt würdig⸗gemessen denallsei⸗ tig verehrten ehestiftenden Marquis, Gretel Leist, aufgehend in der zierlichen Rolle, das herzige Trotzköpfchen Susette und Kurt Frey dessen biederen und aufrechten Zukünftigen. Für die ziel⸗ sichere Spielleitung des Werkchens, dem die von der Firma Diet mufgebaute Rosenhecke einen weiteren Reiz verlieh, zeichnete Wal⸗ ther Kolb. Auch gestern wieder ging so das Urteil dahin, daß man den Weg auf die Licher Straße nicht umsonst gemacht

Stenographie. Die Stenographen-Gesellschast Gabelsberger eröffnet morgen wieder einen Anfän ger⸗ kehrgan g. Da voraussichtlich nach dem Kriege eine starke Nach frage nach tüchtigen Stenographen eintreten wird, ist die recht zeitige Erlernung der Schnellschrist sehr zu empfehlen. Siehe An zeige in heutiger Nummer).

Kriegsgefangenen-Sendungen. In der Auf schrift der Sendungen an Kriegsgefangene im feind- lichen Ausland genügt zur Unterbringung der Sendungen neben der Angabe des Namens, Dienstgrades und Bestimmungs⸗ ortes die Bezeichnung der Kompagnie(Eskadron, Batterie) und des Regiments(selbständigen Bataillons). Weitere Angaben, wie hie für Feldpostsendungen vorgeschrieben sind, z. B. Brigade, Divi- sion, Armeekorps, denen der Gefangene angehört hat, beeluträchti⸗ gen die Uebersichtlichkeit und Deutlichkeit der Ausschrift und damit

die richtige Zustellung. Sendungen mit solchen weitergehenden und irreführenden Angaben werden von den Postanstalten nicht mehr. ede. e e om Po eckverkehr. Reichspostgebiet ist die 05. der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende Juni 1915 auf 107 406 gestiegen.(Zugang im Monat Juni 613.) Auf diesen Postscheckkonten wurden im Juni gebucht 1905 Millionen Mark Gutschriften und 1907 Millionen Mark Lastschriften. Bar⸗ dlos wurden 2115 Millionen Mark des Umsatzes beglichen. Das Gesamtguthaben der Kontoinhaber betrug im Junt durch⸗ schnittlich 262 Millionen Mark. Im internationalen Postüber⸗ weisungsverkehr wurden 4,3 Millionen Mark umgesetzt. Einbruch. In der vergangenen Nacht wurde in einem Restge eee ein Einbruch verübt: die Diebe hießen Schuhwaren im Werte von 1200 Mk. mit- gehen. Als sie mit dem geraubten Gut nach Koblenz, von wo aus sie den lohnenden Ausflug unternommen hatten, zurück⸗ kehren wollten, ereilte sie schon hier am Bahn n Die Polizei nahm sie fest und stellte die gestohlenen aren dem Eigentümer wieder zu.

Landkreis Gießen.

4. Burkhardsfelden, 10. Juli. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich gestern hier. Der Sohn eines hiesigen A hantierte mit einem Revolver. Plötzlich ent⸗ lud sich die Wasse und das Geschoß drang dem Burschen durch die Brust, durchschlug die Lunge und kam im Rücken heraus. Man brachte den Verletzten nach Gießen in die Klinik.

m. Lollar, 10. Juli. Ein der Handwerker⸗Bildungs⸗ anstalt zu Gmünd Eisel) überwiesener Zwangszögling aus Kafsel, der sich von dort heimlich entsernt und ungefähr drei Wochen herumgetrieben hatte, wurde durch Wachtmeister Röder hier aufgegriffen und der Anstalt wieder zugeführt. N

Kreis Lauterbach.

5 O Aus dem oberen Vogelsberg, 10. Juli. Die Heuernte hat nun ihren Abschluß' gefunden bis auf einige weiter gelegene Waldwiesen und Gemeindegrasflächen, die noch der Aberntung warten. Der Ertrag der Grummetwiesen war wieder reichlich, nur die mageren Bergwiesen und Aecker aben mangelhaste Erträge. Ein schönes Zeugnis gegenseitiger ilisbereitschaft legten die Bewohner bei dieser Arbeit ab. Frauen, deren Männer im Zelde stehen, arbeiteten gemeinschastlich mit ihren Verwandten oder Nachbarn, die noch über ziemliche Arbeitskräfte verfügen, und so konnte die Heuernte noch durch das schöne Wetter begünstigt ebenso schnell beendet werden wie in den

Jahren zuvor. 5 . Kreis Schotten.

O Meiches, 9. Juli. Pionier Steuernagel, der elner Pionierkompagnie im Westen zugeteilt war, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Die Zahl der mit diesem Ehren- zeichen Geschmückten ist somit in unserer Gemeinde auf drei

gestiegen. 0 Starkenburg und Rheinhessen. r. Mainz, 11. Juli. bdoerordneten teilte der Oberbürgermeister mit, daß die Re- gierung der Führung des alten Wappens der Stadt die Geneh. migung erteilt babe. Den städtischen Bediensteten und Arbeitern, die ein Einkommen unter 1800 Mk. haben, wurde auf die Dauer des Krieges eine Teuerungszulage bewilligt, und zwar er⸗ halten dieselbe nur die Verheirateten und Verwitweten. Diejenigen, welche zwei Kinder haben, erhalten täglich 25 Pfg., die üder zwei Kinder bis vier besitzen, 35 Pfg., und die mehr Kinder haben, 45 Pfg. Diese Vergünstigungen sollen auch die Beamten erhalten. die unter 1800 Mk. Einkommen besitzen. Es wurde einstimmig beschlossen, an das Gouvernement das Ersuchen zu richten, daß sämtliche Nahrungs- und Genußmittelgeschäfte an Wochentagen von mittags 13 Ugr und abends von 8 Uhr ab zu schließen haben. Nur die Zigarrengeschäste sollen davon ausgenommen sein. Zum Schlusse der Sitzung sand eine ausgiebige Interpellation der Sozialdemokraten wegen der Lebensmittelteuerung statt. Beigeordneter Dr. Külb erwiderte eingehend über die Schritte, welche die Stadt bisher nach dieser Richtung mit Erfolg getan. Durch die Vergrößerung des Kommunalverbandes um Dopenheim und Bingen werde in Zukuntt gutes und gleichwertiges Mehl an die Bäcker zur Verteilung gelangen; den Fleisch- und Wurstverkauf, sowie den Kartoffelverkauf werde die Stadt weiter-

betreiben. 5 Kreis Wetzlar.

w. Wetzlar, II. Juli. Samstag nachmittag wurde Leutnant und Bataillonsadjutant Gerhard Kolb(7. Rhein. Insanterie⸗ Regiment 69) und am heutigen Sonntag Rechnungsrat August edling, Veteran aus den Kriegsjahren 1866 und 1870/1,

5 hiesigen Friedhose beerdigt. Ersterer, 19 Jahre alt,

hof die Ver⸗ sen

In der letzten Sitzung der Stadt- Fri

8

arb an den Folgen einer schweren Verwundung, letzterer stand im

lter von 71 Jahren. Hessen⸗Nassau.

b. Frankfurt a. M., 11. Juli. Gegen die drohende Er⸗ höhung der Milchpreise durch die Milchlieferanten, besonders dieVereinigten Landwirte von Frankfurt und Umgegend, werden in den in Frage kommenden Städten und Ortschasten Hessens und Nassaus alle Date mobil gemacht. Gestern fand hier eine von Vertretern der Regierung, der Darmstädter und Wiesbadener Land⸗ wirtschaftskammern, der Vertreter der Nachbarkreise und größeren Städte besuchte Versammlung statt, die sich mit den Maßnahmen gegen die geplante Milchpreiserhöhung beschäftigte. Auch der Ma⸗ gistrat der Stadt Frankfurt besprach in seiner gestrigen Sitzung die Milchfrage und beschloß, mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln diese weitere Erschwerung der Lebensunterhaltung zu ve r hindern. Zu der Milchpreiserhöhung nehmen nun auch die Hauptinteressenten, dieVereinigten Landwirte von Frank⸗ furt und Umgegend, in einer Eingabe an das stell vertretende Generalkommando des 18. Armeekorps das Wort. Sie bitten drin⸗ gend, von der Festsetzung von Höchstpreisen für Milch Ab⸗ stand zu nehmen und begründeten diese Forderung mit dem Hinweis auf die Preissteigerung der Kraftfuttermittel, auf den vollständigen Mangel an frischem Futter, auf die seit zwei Mo⸗ naten A Dürre und die daraus erwachsende schlechte zweite Ernte, auf die Wirkungen der Maul- und Klauenfeuche und den Mangel an Arbeitskräften. In der Eingabe wird,wenn nicht bald bessere Milchpreise einigermaßen einen Ausgleich schafsen, mit einer kommenden Milchnot gedroht und zum Schluß darauf hingewiesen, daß die Landwirte den Tingen ruhig ihren Lauf ließen, wenn sie sich lediglich von Rücksichten auf ihren Gewinn leiten ließen.Allein die Landwirte setzten höhere Rücksichten über das Interesse des Einzelnen und bäten deshalb u. a. den Ge⸗ um Festsetzung von Höchstpreisen für Milch keine Folge zu 9. b. Sinn, 11. Juli. Der siebenjährige Sohn des hiesigen Einwohners Reucker rutschte beim Wimbeerenpflücken am Dillufer ab und stürzte ins Wasser und ertrank

Wiesbaden, 11. Juli. Bei sehr reger Beteiligung aus allen Orten des Verbandsgebietes tagte hier unter dem Vorsiz des Direktors Dr. Alberti Wiesbaden der 54. Ver⸗ bandstag der Erwerbs⸗ und Wirtschaftsgenossen⸗ schaften am Mittelrhein. Dem Verbande gehören gegen⸗ wärtig 78 Genossenschaften an; hiervon sind 49 Genossenschaften mit unbeschränkter und 29 mit beschränkter Haftpflicht. Die Ge⸗ samtzahl der Mitglieder beträgt 73 973. An Reingewinn erzielte man 2 615 541 Mk. 1913: 2737 182 Mk.). Hiervon flossen dem Reservesonds 978 108 Mk., den Mitgliedern als Dividende 1465 948 Mk. zu. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder stiegen von 27 046 467 Mk. im Jahre 1913 auf 27300 798 Mk., die vefonds erreichten die Höhe von 12 566 663 Mk.(11734 921 9 An eigenem Vermögen besitzen die Genossenschaften 41 528 647 Mk.(40 336 170. Der Krieg hat obigen Ziffern zufolge der Entwicklung der Genossenschaften wenig Hindernisse bereitet, vielfach sogar befruchtend gewirkt. Ein gleich hoff⸗ nungssrohes Bild von der Finanzlage Deutschlands während des Krieges zeictmete Verbandsanwalt Prof. Dr. Cru ger Charlottenburg. Besonders stark seien die Kreditgenossen⸗ schaften mit i 2,5 Millionen Mitgliedern, die sich in Deutsch⸗

land auf 17 Vereine verteilten und an den Kriegsanleihen⸗

sich hervorragend beteiligten. In einem zweiten Vortrag sprach derselbe Redner noch über die Gründung neuer Genossen⸗ schaften. Verbandsrevisor Seibert berichtete über die von ihm vorgenommenen r Dr. Malz Frankfurt a. M. mahnte zur 8 der Goldporräte an die Reichsbank. Als Ort des nächstjährigen 55. Verbandstages kommen Dillen⸗ burg oder Diez in Frage.

1

2 P Gießener Strafkammer. 5 th. Gießen, 10. Juli. Spionen⸗-Riecherei

war die Ursache von Prozessen, die ein großes industrielles Werk in Oberhessen gegen einen tsheamten anstrebte. Der Beklagte war beschuldigt, dem genannten Werke nachgeredet zu haben, es habe im Frieden fremde jetzt feindliche Ofstziere bescheftigt und Kriegsmaterial für die. geliefert. 1. 3

gericht erhobene Klage führte zur Freisprechung agten, worauf sich als Berufs-Instunz die Strafkammer Gießen mit der Sache beschäftigte. Hier wurde den Parteien Gelegenheit gegeben, 12 vor der Verhandlung gegenseitig auszusprechen. Es kam ein

gleich zustande, nach dem der Beklagte die Kosten seines An⸗ waltes und seine Auslagen, der Kläger die übrigen Kosten des Verfahrens übernimmt. Der Fall ermahnt zur Vorficht im Urteil über Personen, und Dinge in der Kriegszeit.

Wegen Viehseuchenvergehens wurden die Vieh! C. und V. von Friedberg, die im Auftrage ihres Herrn 10 Kühe vom Bahnhof Friedberg, welcher in der ver⸗ seuchten Gemarkung Fauerbach liegt, nach Ossenheim getrieben haben, zu je 15 Mark Gerdstrafe, hilfsweise je 3 Tage Gefängnis verurteilt. Eine Geißel für die Landwirte in Oberhessen und das angrenzende preußische Gebiet war der 55 Jahre alte Schäfer Andr. Wilh. F. von Angersbach. Der Mann hat es seit 15 Jahren nicht lassen können, Miets⸗ schwindeleien bei Landwirten zu treiben. Im März d. J. suchte er die Gegend um Alsfeld mit dem alten Schwindel heim, hier einem Landwirt als Vater seinen Sohn als Knecht vermietend, dort seine Tochter als Magd anbringend. Dabei wechselte er fort⸗ gesetzt seinen Namen, unterschrieb mit dem falschen Namen die ab⸗ geschlossenen Mietsverträge und kassierte Mietsgelder in Beträgen von 23 Mark ein, ohne daß die geprellten Landwirte die in Aussicht gestellte Arbeitskraft erhielten. Der Angeklagte, der rückfällig ist und eine ihm zuerkannte Gefängnisstrafe von Jahr noch zu verbüßen hat, wurde unter Einbeziehung dieser Strafe zu im ganzen 4 Jahren Zuchthaus nebst 10 jährigem Ehr⸗ verlust verurteilt. Ein leichtsinniger Bursche

ist der 906 Jahre alte Arbeiter Ed. Sch von Fri E war als Hilfskraft bei der Post beschäftigt und unterschlug 21.70 Mk. r Verdeckung der Tat fälschte er die ent⸗

prechenden U Weiter fallen ihm Zechschwindeleien z een. he rkerger Sa

1

er sich einen Eine ganze Reihe

ger hhändker versuchte er in der Weise hereinzulegen, daß er auf den Namen seines Stiefvaters sich Schuhwerk zur Aus⸗ wahl geben ließ. Der Angeklagte ist noch unbestraft; er wurde wegen seiner Jugend und wegen des offenen Geständnisses zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Er soll der, bedingten Begnadigung empfohlen werden.

Wegen einer Schachtel Zigaretten

ist der Aushilfspostbote Mar N von Friedberg unehrlich geworden. Er war am Postamt in Offenbach aushilfsweise in Dienst genom⸗ men und durch Handschlag als Beamter verpflichtet. Nach einiger Zeit kam K an das Postumt in Bad⸗Nauheim. Er eignete sich von einem Brief, den er zu bestellen hatte, eine abgestempelte tür⸗ kische Briefmarke an und unterschlug eine Feldpostsendung, aus der er ein Päckchen Zigaretten entnahm. Bei der S Marke will der Angeklagte sich nichts gedacht haben Feld⸗ postpäckchen sei offen gewesen, und so seien ihm die Zigaretten in die Hände gefallen. Der erst 17jährige Angeklagte, welcher bisher ehrlich war, wurde wegen der Zigaretten mit 3 Tagen is bestraft, wegen der Aneignung der Marke aber freigesprochen.

Wegen Hehlerei wurde die Lueg zu 1 Tag Gefängnis

Wilh. R. von i verurteilt. Sie hatte einen Bäckerburschen veranlaßt, ihr ab und

zu ern Brot zuzustecken. sdiebstahl.

Einbru

Der Konditorgehilfe Ad. von Idstein hatte in Bad-Nau⸗ heim durch Einsteigen in zwei Gebähtden Diebstähle au, f wobei ihm Reisege päck und Geld von Badegästen in die Hände

fielen. Der Angeklagte hat bei der Tat wie ein geü Verbrecher 8 Trotz seiner Jugend wurde er zu 9 Gefang⸗ nis veru t.

3

fur gestattet die heftigsten Angriffe gegen England und Frankreich.

Wegen Ueherschreitung der Höchstpreise für Kartoffeln.

war der Kaufmann Willi R. von Gießen zu einer Geldstrase von

300 Mk. hilfsweise 60 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Wir haben seinerzeit über den Fall berichtet. Infolge Revision beim Reichsgericht wurde wegen formeller Gründe das Urteil aufgehoben.

In der neuen Verhandlung wurde der Angeklagte aufs neue zu einer 4 Geldstrafe von 300 Mek. verurteilt. 0

Candwirtschaft. Schafbockauktion. Die diesjährige Schaf bock⸗ auktion des Landwirtschaftskammer⸗Ausschusses findet Mitt⸗ woch, den 4. August, in Götzen, Kr. Schotten, statt. Es gelangen 21 Lammböcke zur Versteigerung. Für die Tiere, die von oberhessischen Gemeinden⸗ und Gesellschaftsschäfereien, sowie zur Landwirtschastskammer beitragspflichtigen Privatschäfereien er⸗

meteorologische Beobachtungen

1 der Station Gießen.

3. 3 8 22 22 2.

du Ee. 88 8 8 2 852 f

32 2 N SS SSS Wetter 2

115 E52 F F S

S8 2 2 2 2 1

85 6 S 8 E22 5

5

11% 78% 19, 8, 56 8sW] 40 Bew. Himmel

11% 7446 16.3 8,7 63 WSW 2 10 Bed. 8

1270 443,8 a2 102 9 o 5 5

*

Höchste Temperatur am 10. bis 11. Juli 1915= 19,8 0. 1

Niedrigste10. 11. 1915. 9, 9

Miederschlag: 1,7 mm.

Amtlicher Wetterbericht.

Die nördliche Depression zieht ostwärts ab, so daß wir morgen

an ihrer Rückseite bei abnehmender Bewölkung und nordwestlichen Winden wieder trockenes Wetter zu erwarten haben.

Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 19. Juli 1915:

Abnahme der Bewölkung, trocken, nordwestliche Winde.

Letzte Nachrichten. Verstärkungen der französischen Front der Alliierten. Haag, 11. Juli. Londoner Meldungen zufolge beschloß der

Kriegsrat der Verbündeten in Calais eine erhebliche Verstärkung 55 der Front in Flandern und in den Argonnen und zwar. l der 9

eldungen, Deutschland werde am Ende des Monats Mann frischer Truppen an die Westfront werfen, um den zwischen Calais und Verdun zu forcieren. Den Vorsitz führte; 0 Die Millionenarmee Kitcheners. Rotterdam, 12. Juli. Die Drri⸗Millionen⸗Armee Kit⸗ cheners hat nach 1 7 Angabe der Morning Post am 1. i die annähernd erreicht Genf, 12. Juli. Lord Kitchener antwortete Ich kann Konferenz in Calais keine

70

Sa 2 N fabriziert die Londoner 1 em el rizie e Pariser 0 Krieg werde. Mitte

Die Pariser Reise des Generals Porro. 15

Lugano, 12. Juli. Die italienische Presse legt der* 1 Reise des Generals Porro große politische und militärische 1 9 deutung bei. DieTribung meint, in diesem Augenblick des österxeichisch-ungarisch⸗deutschen Verzweiflungskampfes sei eine enge Fühlungnahme der Ententemächte gegen den gemeinsamen Feind nötiger denn je. DasGiornale d'Italia sagt, das Mittel zum Siegen liege in der harmonischen Uebereinstimmung der militärischen Organisation. Daher seien häufige Besprechungen der beiderseitigen Staatsmänner und Generale nötig., Die Pariser Reise Porros, welche auf die Konferenz der 6 und französischen Minister und Militärs in Calais gefolgt sei ein glückliches Vorzeichen für die Fortschritte des Vierverbandes,

Bothas Erfolge.

Amsterdam, 11. Juli. Die Nachricht von General 0 Erfolgen in Südwestafrika hat in der englischen Presse eine kindische Freude ausgelöst. Die Gefangennahme der handvoll Deutscher, die seit Monaten gegen eine riesenhafte Ue sich heldenhaft verteidigt haben, wird als militärischer Triumph 2 hingestellt und als eine Eroberung, die wichtige Folgen für die Zukunft zeitigen werde. 10

Auswanderung aus Rußland. 8 12. Juli. DieGrazer Tagespost meldet aus Bukarest: Die hiesigen Gasthöfe sind überfüllt mit vermögenden Russen aus Petersbarrg, Moskau, Kiew, Odessa, wo revolu⸗ tionäre Bewegungen befürchtet werden. In Peters⸗ barg herrscht die größte Erhitterung gegen die Franzosen. Die Zen⸗

denn alle aus Roggen hergestellten Getreidekaffees sind nicht mebr zu haben. Getreidekoffees aus Gerste sind sehr im Preise gestiegen. Da wre guter Rat feuer, wenn der Kriegs-Kornfranckꝰ nicht ware: Er schmedct vorzũglich, hot eine schone kaffeebraune Farbe; er ist sehr aus- giebig und deshelb billig. Ganzes Paket 30 Plg. belbes Paket 25 FH

8

r