Ausgabe 
(1.7.1915) 152. Erstes Blatt
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messenden Brtanntmachungen, die sich samtlich im Ameisen- teil finden, der Aufmerksamkeit unserer Leser.

esehen, haben über den deutschen

aber neutr e geist und die glänzende A Vefsslelsung in der Kriegs⸗ lfahrtspflege nicht zurückgehalten. In letzter Zeit scheint jedoch

Leben gerufen worden die aber bereits andere dend belt pe r bevor sie wollten, dann Stelle

mit frischen Kräften anzuschließen, als etwas Neues zu en, ältere

keine vatsam, Zerspl

il vermeiden, um den O inn des Volles nicht allzuoft herantreten zu Es.

antreten zu müssen. Es verdient ein jeder, der Arbeitskraft oder Mittel der öffentlichen Wohlfahrt zur Ver⸗ fügung stellt, seine Anerkennung; aber es kann nicht ein jeder tvieder ein neuer Organisator sein. Auch hier beherzige, wer sich zu neuen Taten angespornt fühlt, das alte Dichterwort: Immer strebe zum Ganzen! Doch kannst du selber ein Ganzes nicht werden, als ein Glied, schließ an ein Ganzes dich an!

A Alt⸗Hessisches Sanitätswesen im Kriege.

Es ist beabsichtigt, in Verbinden mit der Ausstellung für Verwundeten. und Krankenfürforge im Kriege, Mitte Juli bis Mitte August in KFassel Landesmuseum eine erausstellung:Alt⸗Hessisches Sanitätswesen im Kriege zu veranstalten. Die Ausstellungsleitung ging dabei von der Erwägung aus, daß im Hinblick auf den hohen Kulturstand im ehemaligen Kurhessen und die namentlich durch den Landgrafen Karl geförderte Forschertätigkeit in den hessischen Sammlungen sich interessante Belege der Verwundeten⸗Fürsorge beft ürften. Es soll daher sucht werden, diese Gegenstände, ferner auch 23 bezügliche sachen und Bilder aus den verschiedenen Sammlun im Rahmen der geplanten Veranstaltun ver⸗ einigen. aber auch daß sich im Prinvatbesitz, derartige Denk⸗ sie für den

d waltungsausschurß der Ausstellung für Verwundeten fürsorge im Kriege, Kassel 1915(Städt. Verkehrsamt).

*Die Rote⸗Kreuz- Medaille dritter er⸗

i die Schwestern Vera von Amsberg in 1

Else Uhthoff in Gießen, Alice Vogek in Offen⸗

Eleonore Meyer in ach, Emma Späth in Offenbach, Helene Weinert in Gießen, Marie Techel in O ch, Frieda Gehrke in Offenbach, Hedwig Mar⸗ tinius in Gießen, Emma Marx in Offenbach, Elisabeth Schulmerich in Offenbach, Luise Gambs in Gießen, Anna Kief in Offenbach. ö

Quartierwesen. Nach einer Bekanntmachung des Oberbürgermeisters können sich Einwohner, die beim Freiwerden von Quartieren erneut Ein g uartierung zu übernehmen wünschen, im Stadthaus, Zimmer 16 melden.

* Vogelsberger Höhenklub. Alljährlich um die Sommersonnenwende, un ersten Sonntag im Juli, finden sich die weigvereine des Vogelsberger Höhenklubs auf dem n ein, um gemeinsam mit der dortigen

andbevölkerung bei Musik, Gesang und Ansprachen einige Stunden auf der Höhe zu verleben. Von dieser logen⸗ heit ist naturgemäß in diesem Jahre Abstand genommen worden. Um jedoch der langjährigen Ueberlieferung einiger⸗ maßen gerecht zu werden, hat sich der Vorstand des Gesamt⸗ vereins entschlossen, die diesjährige Hauptversamm⸗ lung am kommenden Sonntag auf dem Hoherodskopf ab⸗ zuhalten und sämtliche Zweigvereine des V. H. C. zu dieser ernsten Tagung einzuladen. Auch der Zweigverein Gießen beabsichtigt an dieser Beratung, die um 10 Uhr ihren Anfang nimmt, teilzunehmen und fordert seine Mit⸗ glieder zu reger Beteiligung auf. Die Abfahrt nach Schotten erfolgt um 5.44 Uhr(s. Anzeigenteil).

125 Jahre. Die Universitätsbuchhandlung Af ust

rees, die am 1. Juli 1790 1 177 worden ist, 2 5 auf ein 125 jähriges Bestehen zurückblicken.

* Vom Ueberhandnehmen der Füchse wird in den letzten Wochen von allen Ecken erzählt. Schon wieder⸗ holt wurde an diefer Stelle namentlich aus Orten im Vogels⸗ berg über das Treiben der roten ganz aus der Nähe kommen nun Klagen. Einem Garten⸗ befitzer, defsen Grundstück im Weichbild der Stadt liegt und der darauf auch Hühner hält, wurde vor einigen Tagen fast ein ganzer Stamm Orpingtons anscheinend vom Fuchs ge⸗ raubt bzw. getötet. Sehr schlimm scheint es Reineke nament⸗ lich in Klein⸗Linden zu treiben. Die Zahl des in der letzten Zeit nachweislich vom Fuchs geholten Federviehs be⸗ läuft sich dort bereits auf einige fünfzig Stück. Dem dreisten

Treiben des Räubers gegenüber ist man so gut wie wehrlos.

Selbst am hellen lichten Tage dringt er in Gärten und Hof⸗ reiten und holt sich seinen Braten mitten aus dem Orte, ohne sich sonderlich um das Erscheinen von Menschen zu kümmern. Die Ausübung der Jagd liegt mancherorts leider durch den Krieg darnieder. Die beste Selbsthilse dürfte unter diesen Umständen das Halten einesscharfen Hofhundes sein, vor dessen Nähe sich Reinebe erfahrungsgemäß am meisten in acht nimmt.

* Obstverwertung. In dem gestrigen Berichte über den Vortrag von Dr. Hofmann Friedberg über di Gegenstand ist ein Das ieren Früchte ei ni sterilisterten Mirub⸗ vorkochen. Ber

gefordert schaz scrwer derbe und fa rf voh aun feben ar.

Rauber berichte, Auch Masch

. 8 4 1

ie jungen Setzpflanzen zu hoch ins Kraut zu schießen. Erst 1 aber Regen das Setzland baufähig machen. Das haben die letzten Regengüsse bewirkt. Allerdings reichen die Ge- witterregen nicht aus zur gründlichen Durchwässerung. Da muß erst Landregen eintreten. Dessenungeachtet zeigt doch die ganze Vegetation ein erfrischtes Wachstum. Ins⸗ besondere haben sich die Kartoffeln seit dem Regen ersicht⸗ lich gemacht und sehen üppig aus. Der kahle Wiesengrund ist neu begrünt. Das Korn bleicht schon. Peter und Paul da wird dem Korn die Wurzel faul. Eine solch vollkommene Aehre, wie sie gegenwärtig der Roggen zeigt, haben wir seit Jahren nicht et. Da kann's an Brotfrucht nicht

mangeln. Kreis Büdingen.

Büdingen, 1. Juli. Der Obst- und Garten⸗ bauverein für den Kreis Büdingen in Oberhessen hatte im August v. J. die Beschaffung von Gemüsepflanzen, die Ansaat und Pflanzung 1 Gemüse, die Konser⸗ vierung von Obst und Gemüse in allen Orten des Kreises angeregt und vermittelt und am 7. September eine Sam⸗ mel- und Einmachstelle im Gasthof zum Stern in Büdingen eingerichtet, die bis 19. Dezember in Betrieb war und an der sich über 70 Helferinnen unter Leitung des Kreis-Obstbau⸗ inspektors Metternich beteili Es wurden u. a. ge⸗ sammelt und konserviert: 5720 Stück Weiß⸗ und Rotkraut, Wirsing, 1400 Kgr. Karotten, 625 Kgr. Roterüben, 925 Kgr. Oberkohlrabi, 2000 Kgr. Unterkohlrabi, 1200 Stück Schlan⸗ gengurken, 3400 Stück Traubengurken, 800 Stück reife Gurken, 400 Kgr. Zwiebel, 46 700 Kgr. Kartoffeln, 7150 Kgr. frisches Obst, 320 Liter Obstsäfte, 940 Kgr. Gelee, 2013 Kgr. Marmelade und Latwerge, 4002 Kgr. Gemüsekonserven in Dosen und Gläsern, 3200 Kgr. Sauerkraut, 6539 Eier usw. Frischsachen und Konserven wurden dem Bedarf entsprechend den Lazaretten zugeführt; ein Teil Konserven ging an das Rote Kreuz nach Darmstadt und an mehrere Lazarette im Kriegs⸗ und Etappengebiet. Ein Teil ist jetzt noch vor⸗ handen. Im Frühjahr 1915 wirkte der Verein kräftig für Anpflanzung von Frühgemüsen und Frühkartoffeln und bezog selbst 400 Zentner Frühkartoffeln aus Norddeutsch⸗ land für seine Mitglieder.

Kreis Schotten.

i. Herchenhain, 30. Juni. Nach kurzem Kranksein st arb heute morgen Gemeinderechner Konrad Adolph im Alter von 60 Jahren. Adolph war noch zugleich Kirchenkassenrechner und Steuereinnehmer. Der Verstorbene hat sich überall Ehre und Achtung erworben und sich bei jedermann ein bleibendes Andenken

gesichert. Kreis Wetzlar.

OKrofdorf, 30. Juni. Der Oberpräsident der Rhein provinz, Staatsminister a. D. v. Rheinbaben, traf heute morgen 10 Uhr in Begleitung des Regierungspräsidenten Scheren berg⸗ Coblenz und des Landrats Dr. Sartorius- Wetzlar hier ein, um unfere neue Schule und Burg Gleiberg zu besichtigen.

Kinzenbach, 30. Juni. Jetzt erst ist die sichere Kunde eingegangen, daß der Kriegsfreiwillige Lehrer Karl Mandler früher in Münchholzhausen), der seit dem 2. November 1914 bei seiner Kompagnie(Infanterie-Regiment Nr. 285) als vermißt galt, den Heldentod gestorben ist. Neun Söhne unserer Gemeinde sind bereits auf dem Felde der Ehre gefallen.

Hessen⸗Nassau.

h. Bad Homburg v. d. H., 30. Juni. Schöffengericht verurteilte heute einen Menschen aus Oberhöchstadt wegen Bettelns Haft. Der Mann erhielt damit seine 123. gerichtliche Bestrafung. Um seine Rekordziffer nicht noch höher steigen zu lassen, beschloß das Gericht seine Ueberweifung an die Landespolizeibehörde.

h. Königstein, 30. Juni. Die Großherzogin Hilda von Baden traf heute nachmittag zu einem mehrtägigen Besuch bei ihrer Mutter, der Großherzogin⸗Mutter von Luxemburg, auf dem hiesigen Schlosse ein.

h, Gries heim a. M., I. Juli. Nach 53jähriger Tätig⸗ keit als Pfurver, davon 40 Jahre in der hiesigen Gemeinde, tritt heute der Pfarrer Karl Fabricius in den Ruhe⸗ stand. Mit ihm scheidet einer der bekanntesten Geistlichen Hessens und Nassaus aus dem Amt. Pfarrer Fabricius wurde 1839 in Niederweisel bei Butzbach geboren und war* Vollendung seiner Studien nach einander Pfarrer in Beedenkirchen a. d. Bergstraße, Darmstadt, Hanger-Weisbach bei Worms, Kelsterbach, Zotzenheim, Bal⸗ lersbach, Herborn, Walsdorf und schließlich seit 1876 in

Griesheim. Wohnsitz in Darmstadt. sit

Das hiesige arbeitsscheuen zu sechs Wochen

Vermischtes.

er Hund im belgischen Heere. Seit 1911 werden ' Maschinengewehrdienste regelmäßig Hunde verwendet ae, Leeren del d deen die eee deren rwartungen e. vannung

erst nach umfangreichen Vergleichen mit der Verwendung von Pferden eingeführt worden und hat sich als besonders vorteilhafz erwiesen. Das zu befördernde Maschinengewehr wird auf ein leichtes Wägelchen von 7080 entimeter Länge montiert und kann dann in jedem Gelände, edem Wege verwendet werden. en der Kleinheit der Hunde ad die von ihnen gezogenem nengewe besonders schwer sichtbar. Die Hunde sind außerdem außerordentlich gelehrig und gegen Strapazen fast un⸗ empfindlich Hinsichtlich der Arbeitsleistung stellen sich die Ergeb⸗ nisse überraschend günstig. Ein Hund von annähernd 50 Kilo⸗ gramm Gewicht vermag auf guter Straße eine Last von 400 Kilo⸗ gramm zu ziehen; mit einer mittleren Fracht von 300 Kilogramm kann ein Hund lange Märsche mit einer stündlichen Durchschnitts⸗ leistung von 78 Kilometern zurücklegen; handelt es sich um kürzere Wege, so bringt er es sogar auf 1112 Kilometer in der Stunde. Und auch der Kosten punkt spricht zu seinen Gunsten; ein Saumpferd kostet etwa 800 Mark, eine Summe, für die 8 10 gute Ziehhunde erstanden werden können. Die Ernährung eines Pferdes erfordert täglich etwa 1,40 Mark, ein Hund verbraucht in der⸗ selben Zeit für 40 und in Kriegszeiten gar nur für 1520 Pfg. Futter(2). Kostet ein Packsattel zum Aufladen der Maschinen⸗ . auf Pferde ungefähr 320 Mark, so belaufen sich die An⸗ ffungskosten eines Hundewägelchens auf 200 Mk. Ganz ab⸗

4 dapon, brauchen Hunde keinen Beschlag und sind viel eichter sauber zu halten als Pferde.

Meteorologische Beobachtungen der Statson Gießen.

8

Juni li 1915

aromete auf 0e reduziert

Temperatur

Wetter

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Absolute Relative Feuchtigkeit Windstärke

Feuchtigkeit

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8 WNW. WNW

Sonnenschein

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te Temperatur am 29. bis 30. Juni 1915 8, e eee

21.5 0. is

Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Die nordwestliche Tepression ist rasch ostwärts abgezogen Da wir allmählich weiter unter den Einfluß des von Westen her an- zeigenden höheren Luftdruckes kommen werden, haben wir für morgen mit ausklärendem Wetter bei nördlichen Winden zu rechnen.

Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 2. Juli 1915:

Abnehmende Bewölkung, trocken, wärmer, nördliche Winde.

Miüllersche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 1. Juli 18% R.

Letzte Nachrichten.

Eine großartige Fliegerleistung. Berlin, 1. Juli. Eine großartige Fliegerleistung voll⸗ brachte nach verschiedenen Morgenblättern der Flieger leutnant v. Trotha, Sohn des Hofmarschalls v. Trotha in Schopau bei Halle. Er landete in direktem Fluge, aus der Gegend von Lemberg kommend, auf den Wiesen f das väterlichen Besitztums.

Mackensens Ziel. 5

Genf, 1. Juli. DerTemps schreibt nach einem Petersburger Bericht, daß das Ziel Mackensens nicht Lublin, sondern Brest-Litowsk sei, wodurch den Russen die Stellungen an der Weichsel verloren gehen würden. Waßhr⸗

9

N

scheinlich suche Mackensen die Feinde zu umklammern, um

dadurch die galizische Armee von der Basis abzuschneiden. 3

Die Beschießung von Reims. ei e Header. ee, 225 Pie Srabt 8 r. 19. September, 18. Oktober, 25. November 1914, 21. Februnr,

*

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chtbarsten Nächte waren der

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1. März und 8. il 1915. Laufe dirser Nächte wurden rz April 5. Im 1

jedesmal 2000 bis 3000 Granaten in die Stadt Eine französische Milltärmisston nach Petersburg E 4

unterwegs? f Genf, 1. Juli. Nach einer Pariser Privatmeldung hängt ac 99* Ministerwechsel die 1 3

Millerands zusammen, eine neue Militärmissiom nach Petersburg zu entsenden. ö

Die Kämpfe an der bessarabischen Grenze.

Czernowitz, 1. Juli. Nachdem die Ru in ununter⸗ brochenen Tag⸗ und Nachtkämpfen trotz schwerer 7 1 waren, läßt sich an der bukowinisch⸗bessarabi chen Grenze ein leichtes Abflauen der Angriffslust wahrnehmen. Die Unsrigen entwickeln indessen eine lebhafte Tätigkeit und rücken in bessarabisches Gebiet vor. Die bessarabische Bevölkerung ist völlig weggeschafft. Viele Ortschaften sind menschenleer. Zu dem Dnujestr und Pruth dauern die Kämpfe für uns erfolgreich 5 3 12

Italiens Beteiligung an der Dardanellenaktion. Haag, 1. Juli. Aus Pariser und Londoner Berichten hervor, daß Frankreich und England mit Oo chdruck . an den Dardanellen einwirken r zei i an, daß eg schließlich angesichts der Londoner Drohungen zum Nachgeben gezwungen werden wird. 4 Rotterdam, 1. Juli.Daily Chronicle meldet aus Turin: Orwohl das jept auch amtfich dementierte Gerücht, Junkie 5 im Begriff, zwei Armeekorps nach den Dardanellen. schiffen, aus der Luft gegriffen war, so wird sich Italien doch o- weit an der Dardanellenaktion beteiligen, daß es den Verbündeten einen oder mehrere Adriahäfen zur freien Verfügung als ttenbasis statt Alexandrien stellen wird, z. B. od 5 aranto. Das Blatt bleibt auch dabei, daß Italien nach den Dar⸗ danellen unter dem Befehl des Herzogs der Abruzzen einige neuere Flotteneinheiten schicken wird, die englischen Dreadnoughts ersetzen können. Letztere werden dann für die Adriabewachung 4 benutzt werden. 1

Die Haltung der Balkanstaaten. 779

Lugano, 1. Juli. Nachrichten vom Balkan geben offen zu, daß dort die russischen Niederlagen in Galizien alle Hoffnungen für den Vierverband zerstört haben. Rumänien verhandels zwar noch, wolle aber hinsichtlich des Eingreifens in den Krieg Herr seiner Entschlüsse bleiben. Bulgarien bleibe 5 und in Italien herrsche bezüglich der Balkanstnaten abso* Pessimismus. N

Rußland mobilisiert seine Industrie. Kopenhagen, 1. Juli. Aus Pe wird gemeldet: Auch Rußland mobilisiert seine Industrie. Ale möglichen Kon⸗ gresse finden statt, um diese Frage zu erörtern. Rußland sol! im ein einziges großes Arsenal für Kriegsmaterial umgewandelt werden. Spritfabriken, Brennereien und Naphthawerke in Baku versprachen eine Granatenfabrikation in Massen. N

EnglischeMiesmacher. N Rotterdam, 1. Juli. Die englischen Behörden gehen, wie Labeur Leader mitteilt. gegen solche Leute, die sich erlcubeg, an den Regierun hmen wegen der Kriegführung Kritif zu üben, äußerst scharf vor. So wurde am 16. Juni in Southampton ein Mann, der gesagt hatte, die Deutschen hätten mit den Stick sen nur ein erlaubtes Mittel angewandt, sie wären auch mit er Torpedierung derLusitania im Recht gewesen und ebenso auch mit der Beschießung von Southend, zu drei Monaten fängnis und Zwangsarbeit verurteilt. In 2 Mann, der zu seiner Frau in Privatgesprächen gesagt

hatte, die Engländer betrügen sich gemein und verdienten Schläge, zu 14 Monaten Gefän 8

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gnis mit Zwangsarbeit verurteilt.

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Die Aerzte empfehlen

Apotheker Neumeier's Asthma- ne*

Cigarillos Papler) f. 1 8

P. R. G. M. No. 26122 und 26617. Erhältlich in d. Apotheken. as

Apotheker Neumeier, Frankfurt am Main. 725

(ohne

̃ Amtlicher 7 XVIII. Armeekorps J Stellvertretendes Generalkommando 1

Presse-Abtlg. Nr. 2305.

Frankfurt a. M., den 10 Ju 1915 Betr.: Militärische Vorträge.

Vero Auf Grund der§8 1 und 9 des zustand vom 4. Juni 1851 verbiete ich das über militärische Gegenstünde, deren Wortlaut nicht borher dem Geng ralbommando vorgelegen hat und von ihm genehmigt wor⸗

den ist. Das Verbot bezieht sich sorebl quf öffentliche Vorträge we uu, lche Vorträge, die vor einem auf bestimmte Zuhörer beschrankten ersonenkreis gehalten werden sollen.

handlungen werden nach§ 9 des vorbezeichmeten o

setzes mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft. Der Kommandierende General:

Freiherr von Gall, General der Juemkrrir. 178 *

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erluste 3 0

nahme' talien allerdings widerstrebend, doch nimmt man

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* Aber den Belagerungs⸗* Halten von Vorträgen

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