schrieb im„Universal“ vor wenigen
land und Italien bald aufgeräumt haben.
den von den Franzosen zäh und ausdauernd verteidigten Maas⸗
9 Holzkreuze, welche an den Hängen empor überall verstreut stehen,
2 hörden haben daran teilgenommen, deutsche Truppenabordnungen
schien, fand die feiner Geschichte im Gedächtnis aller Teilnehmer bleiben wird.
seine tapferen Gefallenen. Darum haben wir auf diesen Gedächtnis⸗
nommen werden. Aber es ist doch von Interesse und Wichtig⸗ keit, festzustellen, welche Verträge Rumänien abgeschlossen hat und welche uur in den Hirnen der hetzenden Dreiverbandsagenten be⸗ stehen. In den eingeweihten politischen Kreisen ist man schon ziem⸗ lich lange darüber unterrichtet, daß seit dem Jahre 1883 ein Bündnis zwischen Rumänien, Oesterreich-Ungarn und Deutsch⸗ land besteht, das schriftlich niedergelegt und wiederholt erneuert worden ist. Dieses Bündnis ist und bleibt in Kraft, wenn es nicht vertragsgemäß mindestens ein Jahr vor Ablauf gekündigt wird. Die jüngste Erneuerung des Bündnis⸗Vertrages aber läuft bis um Jahre 1920. Dieser Vertrag ist bis auf den heutigen
ag nicht gekündigt worden, in ihm ist auch kein so dehnbarer Kautschuk⸗-Paragraph, wie der Paragraph 7 des Dreibund-Vertra⸗ ges, enthalten.
Ein Vertrag mit dem Dreibund, wie Basilescu den Franzosen bestätigen mochte, besteht also nicht. Wäre der rumänische Ver⸗ trag mit dem Dreibund abgeschlossen worden, so könnten die Ge⸗ lehrten allenfalls darüber streiten, ob die Kündigung Italiens nicht auch den rumänischen Vertrag erledigt habe. So aber ist der Ver⸗ trag mit dem ursprünglichen Zweibund abgeschlossen und besteht wie dieser fort. Und wir glauben kaum, daß König Ferdinand von Rumänien je daran denken könnte, ein Papier zu zerreißen, das fei großer Oheim Carol unterzeichnet hat. Ueber die Heiligkeit. olcher Abmachungen denkt man an der Dimbovica doch etwas anders als am Tiber. Da wir somit auf Italien zu sprechen kom— men, sei auch die Frage, ob ein Vertrag Rumäniens mit dem ehe⸗ maligen Dreibundsgenossen bestehe, beantwortet: Tatsache ist fol⸗ gendes: Kurz nach Beginn des Weltkrieges fanden zwischen Rom und Bukarest„Konversationen“ statt, die gemeinsame Richtlinien der Politik Italiens und Rumäniens festsetzten und Verabredungen für gewisse Fälle treffen sollten. Ihr Ergebnis war, daß beide Staaten vorläufig den Gang der Ereignisse abwarten, dabei aber ihre militärischen Rüstungen ergänzen sollten, um, wenn einer von ihnen durch einen Fee von einer Macht bedroht werde, sich gegenseitig Hilfe zu leisten. Der Fall des Angegriffen⸗ werdens ist nicht eingetroffen. Mag sein, daß Italien mit seiner Kriegserklärung an Oesterreich im vorigen Monat solange zögerte, weil es gern dur einen Offensiokrieg von einer Macht bedroht“ sein wollte. Jedenfalls ist jener militärische Geheimvertrag wischen Italien und Rumänien erledigt. Und irgend eine andere bmachung Rumäniens mit Staaten, die gegen Deutschland und Oesterreich-Ungarn im Kampfe stehen, ist ebenfalls nicht vorhanden. Die rumänische Regierung hat dies wiederholt in ihren Blättern betont. Selbst der deutschfeindliche rumänische Exminister Filipescu Tagen:„Wir besitzen keine bestimmten Erklärungen seitens des Dreiverbands über Entschädi⸗ gungen für die Aufgabe der Neutralität“. Wenn Filipescu so etwas wüßte, hätte er es längst frohlockend verkündet. Die rumä⸗ nische Krise, soweit überhaupt noch vorhanden. besteht lediglich darin, daß die Rumänen durch ihre Presse mit Hilfe der bekannten französisch-xussischen Mache über die wirtschaftliche und militärische Lage Deutschlands immer wieder getäuscht werden, und daß sich daneben in den Köpfen mancher rumänischen Politiker Gedanken festzusetzen scheinen, man werde schließlich Krieg gegen Oesterreich— Ungarn ohne Deutschland führen können, und die Deutschen würden Oesterreich bei einer Auseinandersetzung mit Rumänien im Stiche lassen. Tenn es gehört zu den Eigentümlichkeiten der rumänischen Politik, mit der sogenannten„Dekomposition“ Oesterreich-Ungarns auch nach dem Kriege zu rechnen, und ganz die großen Möglich— leiten des Erstarkens zu verkennen, die der Krieg für Oesterreich— Ungarn mit sich bringt. Aber mit diesen Irrtümern werden die neuen Erfolge der österreichisch-ungarischen Truppen gegen Ruß⸗
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Kriegsbriese aus dem Westen. Von unserm Kriegsberichterstatter. (Ünberechtigter Nachdruck, auch aus zugsweise, verboten) 0
Die Einweihung des deutsch-französischen Denkmals bei Noyers.
Großes Hauptquartier, 12. Juni. Unweit von Sedan erhebt sich unter den Höhen, welche dessen Talkessel 1 einschließen, ein etwas überragender Hügel, von dessen nordwestlichem Gipfelaussäufer am 1. September 1870 König Wilhelm von Preußen das Entscheidungsringen beobachtet hat. Hier haben am 27. August 1914 wieder schwere Kämpfe um
übergang stattgefunden. Fünfmal mußte die Höhe von uns er- stürmt werden, ehe sie dauernd in unserem Besitze blieb. Von der Heftigkeit des Ringens zeugen die unzählbaren braunen, mit einem Bande in deutschen oder französischen Farben bemalten
am zahlreichsten aber den Rücken des Hügels bedecken. weniger als 1024 Deutsche und 1773 Franzosen sind hier beerdigt. Eine Stätte, die wohl wert ist, daß sie die Nachwelt im Gedächtnis behalte, daß die Mitwelt dankbar auf die Grabhügel derer blicke, die hier ihr Leben dahingegeben haben.
Auf der weithin sichtbaren Südwestfläche dieses Hügelrückens, vor dem schon 1870 unten und nun zu einem förmlichen Totenhain gewordenen Wäldchen von la Marfse, hat man nun ein emeinsames Denkmal für die deut und französischen Ge⸗ 5 des 27. August errichtet. tsche und französische Be⸗
Nicht
und französische Einwohner haben gemeinsam das Denkmal und die Gräber 3 während aus weiter Ferne schwach 1 das Kanonenrollen des immer noch nicht abgeschlossenen Völker⸗ ringens durch die dicke Luft des regnerischen Mittags herüber⸗ scholl; aus der Gegend von Verdun, aus der Champagne, aus der Arrasfront. Man hätte den Wetterhahn der kleinen Kirche in dem noch viele Spuren der Schlacht zeigenden Dörfchen Noyers befragen müssen, wie der Wind stand, um genau zu wissen, woher. Und während so der Krieg seine Stimme achtungsvoll zu dämpfen Feier statt, die als eine nachdenkliche Einzelheit
Als Ehrengäste waren erschienen Exz. von Einem, Exz. von fleck, General Paul, General von Redern, sowie zahlreiche andere ohe Offiziere. Militärpfarrer Buchholz hielt eine in Jamben ge⸗
haltene Predigt, nachdem ein Soldatenchor das Lied:„Kein schönerer Tod ist in der Welt“, gesungen hatte. Heilig ist dieser Ort, so führte der Geistliche aus, ein Golgatha der Völker. Mit den Erinnerungen des nahen Sedan verbinden sich für uns die Eindrücke der Gegenwart, in welchem wir mitten innen stehen. Noch stehen wir im Kampfe mit diesem Volke, aber wir ehren
stein neben den Worten„Für uns“ die Worte„Pour la Patrie“ eingegraben, zu Ehren der Feinde, die hier in noch größeren Scharen sanken. Das ist die höchste Ehre vor Gott, wo diese große heilige Liebe ist, die in denen allen war, die hier fielen. Sie starben nicht für sich, sondern für ihr Vaterland und ihre Brüder. Das besagen die Worte:„Für uns“,„Pour la Patrie“.
Wir sind nicht wert der Opfer, die sie brachten, nicht Blut von ihrem Blute, wenn wir nicht treu sein wollen in ihrem Geiste. Dies Gelöbnis soll von diesem Stein klingen. Es wäre ein trost⸗ los Stehen an diesen Gräbern, trotz aller Heldengröße, die sie bergen, wäre es nur Vergangenes, nur Gewesenes, was sie bergen. In Aehren stand das Land, als sie fielen. Wie das Weizenkorn welches viele Früchte bringt, wo es erstirbt, so wird zwar ihr Leih
erfallen, ihr Geist aber kann nicht vergehen. Selbst fallend be⸗ feuchte er andere und schwellt den 8 Strom, den Strom zum Meere, bis er's vollendet vor den Meister bringe.
In diesem Glauben 1 wir den Stein. 8 wie Se⸗ dans zerbrochene Eiche soll er hoffnungslos klagen. Dies„ uns“ soll uns ein Hoffwangswort sein, daß wir nach De lands Sieg zum starken, festen Frieden kunft und der Menschheit
Hierauf überga
u wollen, wo die
rgossen. Gemüse wird etwa 10 Minuten gedämpft, dann in die
Felde der Ehre für ihr Vaterland gefallen sind. l
Wir erwarten und erhoffen von dem ritterlichen Empfinden der französischen Nation und der Einwohner der Städte und Dörfer dieser„daß sie diese Säule und die Grabhügel der Mitkämpfer, die ohne Unterschied der Nation ruhmreich ge⸗ storben sind, achten und behüten werden. g.
Wir haben zuns eine Pflicht daraus gemacht, hier die Soldaten des Feindes zu ehren, die ihre Pflicht getan hben, wie die Unseren die ihrige. 1
Von diesen Empfindungen ausgehend, übergebe ich Ihnen, Herr Doktor Berusier, Bürgermeister von Raucourt, der Sie hier die Bevölkerung des Kreises der Etappenkommandantur Raucourt vertreten, und besonders Ihnen, Herr Beguinet, Bürgermeister von Noyers Pont⸗Maugis⸗Chaumont, dieses Gedächtnismal und stelle es unter Ihren Schutz, indem ich ganz auf Ihre vornehmen Empfindungen vertraue, daß es auf ewig wohl erhalten und in Ehren bleiben wird.“.
3 Dr. Berusier antwortete mit folgender fran⸗ zösischer Rede: 5
„Meine Herren Generäle, Herr Kommandant, meine Herren! Im Namen der französischen Bevölkerung dieser Kreise danke ich den hohen deutschen Behörden dafür, daß sie den hier gefallenen deutschen und französischen Soldaten eine gemeinsame und fromme Huldigung bereitet haben; und dafür, daß sie zu ihrer Ehre dieses Denkmal errichtet haben, welches ihr Andenken verewigen soll.
Die Einen mie die Anderen, sie haben in der Tat beide„ihr Erdenwallen beschlossen in der Pflicht und in der Erfüllung ihrer Eide“, die Einen wie die Anderen haben„dieses herrliche Ende“ gefunden, welches allen religiösen Menschen Achtung vor allem gebietet, was das Andenken an ihre Aufopferung der Nachwelt erhalten kann.
Sie haben auf diese Weise zum Ausdruck bringen wollen, meine Herren, daß die Tapferkeit nicht allein denjenigen, Bataillonen gehört, welche siegreich vordringen, daß aber die Ehre für alle gleich ist, selbst für die, welche unterliegen, deshalb, weil sie dem Vaterlande mit gleicher Hingebung ihr Blut geopfert haben.
Obelisk von Stein, bestimmt, dem Zahn der Zeit zu trotzen, schlichte Holzkreuze, die Ihr den Soldaten vergönnt, noch einmal unter den Farben zu schlummern, für die sie gefochten haben.
Alles wird in Ehren gehalten werden! g Wir werden unseren Kindern die tragischen Einzelheiten des riesenhaften Ringens erzählen und bei unseren Erzählungen wird sich ihre Seele erfüllen mit der starken Tapferkeit, mit der Selbst⸗ verleugnung, mit allen den mannhaften Tugenden, von denen 25 benachbarten Felder so viel heldenhafte Beispiele gesehen
en!
Indem ich den gesegneten Tag der baldigen Wiederversöhnung der Nationen erwarte, grüße ich die Tapferen, welche hier den Gehorsam gegen ihre Pflicht mit dem Leben bezahlt haben und die nun hinfort hier ihren letzten Schlaf schlafen werden, Seite an Seite, wie eingehüllt in das gleiche Bahrtuch von ewiger Hoff⸗ nung auf Ruhm und Ehre!“
Hierauf wurden von den Abordnungen der verschiedenen, am Kampfe beteiligten Regimenter, deren Namen unter einem Eiser⸗ nen Kreuze in den aus gelbem Sandstein errichteten Obelisken eingemeißelt sind, Kränze niedergelegt, ebenso an den beiden zur Rechten und Linken des Denkmales befindlichen Massengräbern, deren niedere Steine die Aufschriften tragen:„Hier ruhen 30 tapfere Deutsche.“—„Ici reposent 30 braves Frangais.“ Be⸗ sonders prächtige Kränze ließ das 8. Reserve⸗Korps und die Ctappenkommandantur Raucourt niederlegen. Auch die französische Zivilbevölkerung beteiligte sich am Schmücken des Denkmales und der Gräber, und kleine, weißgekleidete Mädchen überbrachten Kreuze, die aus Blumen in den französischen Farben gefloch⸗ ten waren.
Nachdem die Generäle das Gräberfeld besichtigt hatten, zeich⸗ nete Exz. von Einem die Abordnung der französischen Bürger⸗ meister, die ihre französischen Ordensbänder im Knopfloche tru⸗ gen, durch eine Ansprache aus. Ein Soldatenchor:„Zum Herrn er⸗ hebt die Herzen, zum Herrn erhebt die Hände“, und ein Hoch auf unseren 4 N Kriegsherrn brachte die Feierlichkeit zum Ab⸗ schlusse. Beim Hoch auf den Kaiser hatten die Franzosen begreif⸗ licherweise nicht mit eingestimmt, aber achtungsvoll die Hüte
gezogen. 1 W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.
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Aus Stadt und Cand. Gießen, 16. Juni 1915.
* Amtliche Personal nachrichten. Der Groß⸗ herzog hat am 9. Juni d. Is. dem Schiffer Georg Nollert in Neckarsteinach die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog von Baden verliehenen Silbernen Rettungsmedaille erteilt, am 12. Juni d. Is. den Geometer 1. Klasse Johannes Luff von Schwabsburg zum Feldbereinigungsgeometer mit Wirkung vom 1. Juli 1915 ernannt, und am 9. Juni d. Js. den Oberförster der Oberförsterei Michel ⸗ stadt Forstmeister Heß zu Michelstadt in gleicher Diensteigenschaft in die Oberförsterei Kelsterbach versetzt.
Hansabund für Gewerbe, Handel und In⸗ dustrie. Interessenten seien darauf hingewiesen, daß außer den Verzeichnissen der von der Heeresverwaltung in größeren Mengen zu beschaffenden Gegenstände nunmehr auch die Verzeichnisse der Beschaffungsstellen der Marineverwaltung, Artillerie- Werkstätten und ⸗Depots, Kriegsbekleidungsämter, Sanitätsämter, 1 usw. eingetroffen sind und im Bureau der andelskammer hier kostenlos abgegeben werden.
Sterilisieren von Gartenfrüchten. Die vor⸗ ausschauende Hausfrau wird jetzt bei Beginn des Sommers schon überlegen, was sie für den kommenden Winter von den Früchten des Gartens einmachen will. Gerade in diesem Jahre muß sie mehr als je n da die frisch gehaltenen Gemüse und Früchte sich jederzeit dem Mittagtisch in angenehmer Weise anpassen, dabei aber auch höchst nahrhaft sind. Das beste Mittel, Obst und Ge⸗ müse zu konservieren, ist die Sterilisation, d. h. die Er⸗ hitzung bis zu 100 Grad, wodurch S relpilze und en abgetötet werden. Bei der Sterilisation, wie sie meist üblich ist, werden die ittel in Büchsen aus Weißblech gefüllt, durch e Haus i eses Ver infolge Schwierigkeiten, die Büchfen zu verlöten, nicht anwenden; kommt ei
schen und französischen Helden eingeweiht 1 die auf dem
anderes Verfahren in Betracht, das mit Gl. a und luftdicht abschließenden Gummiringen arbeitet. Auch hierbei werden die Gläser mit ihrem Inhalt ide Zeit erhitzt Der luftdichte Abschluß der Gläser erfolgt selbsttätig durch das Zufsammenziehen der erkaltenden Luft im Glase. Wenn viel ten noch immer den Zusatz von infektiunsmitteln diesem äußerst praktischen
daß die Hitze des
Weise, vermittelst eines Gas⸗
„vorgenommen werden, der mit einem Thermometer ver⸗ sehen ist. Man beachte: Obst wird gut gesctubert, in die Gläser gelegt und mit schwacher, vorher abg ter Zuckerlösung über⸗
Gläser gelegt und mit ab.„ schwachem Salzwasser über⸗ gossen. Immer muß der schluß der Gläser tadellos und die Gummiringe dürfen nicht hart oder rissig sein, die Gläser am oberen Rand und am Deckel keine ausgesprungenen Stellen haben. Die Verschlußklammern müssen mit n Druck schließen. Nach dem Herausnehmen der Gläser läßt man die Bügel so lange sest, bis die Gläser vollständig erkaltet sind. Die heißen Gläfer dürfen
1 1 Kreis Büdingen.„ F. C. Büdingen, 15. Juni. Zur bevorstehenden He ernte, sowie bei der Pflege der Feldgewächse, Obstkulturen un Weinberge, als auch bei Schädlingsbekämpfung sollen die Jugend- und Sportvereine des hiesigen Kreises zur Mit⸗ hilfe bei der Ernte aufgerusen werden. 5 i. Nidda, 15. Juni. Wieder hat der Krieg aus unserer Gemeinde zwei Opfer gefordert. Landwehrmann Bien, Vater von vier Kindern in noch schulpflichtigem Alter, starb in Straß⸗ burg i. E. an einem akuten Kehlkopfleiden. Er wird heute dort an der Seite anderer Kameraden bestattet.— Karl Repp, Sohn
am 23. Mat, von einer Granate getroffen. seinen Kameraden zur letzten Ruhe bestattet.
Kreis Schotten. . Laubach, 15. Juni. Heute haben am hiesigen Gymnasium die schristlichen Arbeiten zur Kriegs⸗Reiseprüsung be⸗ gonnen. Der Prüfung unterziehen sich 10 Oberprimaner, die bereits als Kriegsfreiwillige zum Heeresdienst angemeldet sind.— Der für heute anberaumte Krämer⸗ und Viehmarkt, dem sich in Friedenszeiten das am Sonntag und Montag abgehaltene„Aus- schußsest“ anschloß, hatte einen guten Verkehr von Kauflustigen zu verzeichnen. An Schweinen waren 143 Stück Jungvieh aufgefahren. Für das Paar Läufer wurden 70-90 M. bezahlt. Der Vorrat wurde größtenteils aufgekauft.
Hessen⸗Nassau. 1 h. Frankfurt a. M., 15 Juni. Die Stadtverord⸗ netenversammlung genehmigte heute die Uebernahme des Zoologischen Gartens in städtische Ver⸗ waltung und bewilligte zur Bestreitung des Betriebs vorläufig 65000 Mk. und die Verzinsung und Tilgung der Anleihen der Neuen Zoologischen Geselff aft. Die Ver⸗ waltung wird von einem 13gliedrigen Ausschuß geleitet. Sämtliche bestehenden Verträge mit den Angestellten, die Abonnements-Vorzugspreise, die Unterstützungskasse der
Unterbeamten übernimmt die Stadt zu den bisherigen Be⸗ dingungen. Später soll das Gesellschaftsgebäude zu einem Volksbildungshaus umgebaut werden und schließlich beab⸗
dichte man im Zoologischen Garten die Abhaltung unent⸗ geltlicher zoologischer Lehrgänge für die Schüler Lehr⸗ anstalten und weitere Volkskreise.— In gehei itzung nahm man sodann die Wahl von fünf unbesoldeten Stadträten vor. Es wurden wiedergewählt die Stadt⸗ räte Konrad Binding mit 51, e mit 56, 88 5 46 und 25 Dr. Stein mit 40 von abgegebenen Stimmen. Für eine neuz
Stelle standen sich drei Kandidaten gegenüber, 1 Sanitätsrat Dr. Hübener in letzter Stunde 155 Bewerbun zurückzog. Gewählt wurde Dr. med. Schlosser, der sozi demokratische Kandidat, mit 30 von 57 Stimmen. 23 Stim⸗ men erhielt der Handwerkerkandidat Stadtverordneter Flauaus. Vier Zettel waren unbeschrieben.— Zu Abge⸗ ordneten für den Nassauis Städtetag, der am 26.
hier zusammentritt, wählte man die Stadtv. Klein⸗ schmidt, Eichstaedt, Schneider und Zielowski. —
Märkte. a ch. Nieder⸗Jugelheim, 15. Juni. Bezahlt wurden auf dem heutigen Markte für den Zentner Spargel 1. Sorte 28—35 Mk., 2. Sorte 10 bis 15 Mk., Erdbeeren 40-50 Mk., Kirschen 20—45 Mk., Johannisbeeren 30 Mk, Stachelbeeren 13 bis 15 Mk. ch. Heidesheim, 15. Juni. Der Zentner Spargel 1. Sorte kostete auf dem heutigen Markte 30- 35 Mk., 2. Sorte 10—15 Ml., Erbsen 15—18 Mk., Süßkirschen 20—30 Mk., Sauer kirschen 30—35 Mk., Erdbeeren 30—40 Mk., Stachel ⸗ beeren 12 15 Mk. 1 —Hohensolms, 15. Juni. Wohl noch nie war der„Hohen- solmser Wollmarkt“ so schwach besucht wie diesmal. Ueberall auf dem Lande mangelt es an Arbeitskrästen, dazu sehlt es auch an der rechten Stimmung. Trotzdem die beiden hiesigen Märkte als Viehmärkte keine Bedeutung mehr haben, waren mehrere Wagen Jungschweine angefahren. Die Preise zogen mächtig an, kosteten doch ein Paar Ferkel durchschnittlich 75 bis 80 Mk. Nur wenige Verkaufsbuden waren aufgeschlagen, Wirt- schaftszelte fehlten gänzlich. ö m. Kirchhain, 15. Juni. Zum heutigen Schweinemarkt waren 10 Tiere aufgefahren. Die Preise waren etwas niedriger als bei dem vorigen Markt. Der Umstand, daß sich die ländliche Bevölkerung in der Heuernte befindet, machte sich bei diesem Markte bemerkbar. 4
3 a— Kirchliche Nachrichten. Cvangelische Gemeinde.
g In det Jogannesterche. Mittwoch, den 16. Juni, abend 8 Uhr: Kriegsbetstunde.
Pfarrer Bechtolsheimer.
Galem leikum alem Gold
Zigaretten
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7
Willkommenste Liebesgabe 155 3 788 18 59 d Stck.
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nicht auf eine kalte Unterlage gestellt werden, sondern nur nuf Holz, Handtücher oder—
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des Schneidermeisters Wilh. Repp dahier, fiel in den Karpathen 2 Er wurde dort von


