Ausgabe 
(10.6.1915) 134. Zweites Blatt
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Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

DieGießener Familienblätter werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt, das Üreisblatt für den Areis Gießen zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen erscheinen monatlich zweimal.

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General⸗Anzeiger für Oberhessen

9 1* 9 1

Donnerstag, 10. Juni 1015

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗

straße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: 51, Schrist⸗

leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen.

Warum Bryan geht.

Bryan sagt in einem Brief an den Präsidenten Wilson:Im Einklange mit Ihrem Pflichtgefühl und von den vornehmsten Beweggründen geleitet, haben Sie zur Weiter⸗ gabe nach Deutschland eine Note vorbereitet, der ich nicht zustimmen kann, ohne meine Pflicht gegen das Land zu verletzen. Der Gegenstand ist so bedeutend, daß mein Verbleiben im Kabinett ebenso ungerecht Ihnen wie der Sache gegenüber wäre, die meinem Herzen am nächsten liegt, nämlich der Ver⸗ hütung eines Krieges.

Präsident Wil son antwortete, er bedauere das Rücktritts⸗ gesuch Bryans, das er mit dem Gefühle persönlichen Be- dauerns nur deshalb annehme, weil Bryan darauf bestände. Wilson kommt weiter auf die erfreuliche Zusammenarbeit mit Bryan während der letzten zwei Jahre zu sprechen und sagt: Selbst jetzt trennt uns nicht das Ziel, sondern die zu befolgen⸗ den Methoden.

Es ist vom deutschen Gefühl und Standpunkt aus unmöglich, Herrn William Jennings Bryan einen freund lichen schiedsbrief zu schreiben, weil er in der neuen Lusitania Note Deutschland gegenüber nicht so päpstlich sein wollte als Papst Wilson. Aus Liebe für das Deutsche Reich hat er sich nicht mit jenem überworfen. Bryan ist der Schwiegersohn eines britischen Pionierhauptmanns; wie sein englischer Kollege Grey, der ja nun auch endgültig gegangen sein dürfte, kennt er nur die englische Sprache; er niet nur englisch geschriebene Zeitungen. Was weiß dieser Englandfreund von deutschem Sinn und Wesen? Als er einmal vor vielen Jahren Berlin besuchte, mußte ihm der dawalige Botschafter Tower erst den Unterschied * Preußen und Deutschland erklären. Noch vor kurzem ieß er den Protest des Vertreters des Deutschen Kaisers gegen die Ausfuhr von Dumdumgeschossen aus Amerika. wochenlang unbeachtet, von verschiedenen Seiten gedrängt, bestritt er angesichts der vom deutschen Botschafter vorgeleg ten einwandfreien Beweise die Tatsache, daß amerika⸗ nische Fabriken solche Geschosse an England und Frankreich geliefert haben, und als Beantwortung des Protestes sagte er schließlich,die Beobachtung strengster Neutralität ver⸗ biete ihm, eine Untersuchung über die Angelegenheit ein⸗ zuleiten! Mag manche andere Unfreundlichkeit aus an⸗

nur gedanklich einzu⸗ schrieb Bryan der Grund, Verbleiben im

hittung

keit, d h. seinem für die freie

eineGefahr für die Gesellschaft nannte, hat, immer angebracht war, mit der Friedenspalme gewedelt. b in den nielen Reden des letzten Wahlfeldzuges zu⸗ gunsten Wilsons arbeitete Bryan, wenn ihm der innerpoli⸗

kische Stoff ausging oder zu heikel erschien, mitAbrüstun 9% Imperial

Schiedsgericht,Anti ismus und anderen igworten einer auswärtigen Scheinpolitik. Noch zu Kriegsweihnachten 1914 beschenkte er die Mitglieder des

8 Korps in Washington mit einem hübschen, von ihm ft st verfaßten(und billigen: 35 Cents) Büchlein, das den sinnigen Titel trug:Eine Botschaft aus Bethle⸗ hem. Das Titelblatt war mit der Abbildung einer Pflug⸗ schar geziert und darunter stand das bekannte Wort Jesaias von dem Umschmieden der Schwerter in Pflugscharen. Herr Bryan legte in der Schrift seine bekannten überschwenglichen Friedensansichten und seine Auffassung von der unheilvollen 3 1 Krieges dar, 85 die sich wit de die er, Bryan, oder die gegenwärtige Regierung sich mit der Unter breitung der Schiedsgerichtsverträge und der Mexiko l verfolgten Politik um die Menschheit im all⸗ .. die 8 1 im 1 55 a Das war gewiß sehr schön und gut ausgedacht, aber durch solche Sachen legt man sich eben auch politisch

Darmstädter Theaterbrief. Darmsta dt, 9. Juni. Der Abschluß der Spielzeit. g

Während unser Darmstädter Generalmustkdirektor Felix von Weingartner in Brüssel und sonstwo draußen noch seine Triumphe seierte, vollzog sich hier am Hoftheater der Abschlliß der Spielzeit. Aber durchaus nichtsang⸗ und klanglos wie es in der schon so Jahreszeit vielleicht verzeihlich wäre. Wenn freilich unter dem uneingestandenen Motto: Ende gut, alles gut, das gleichsam zwischen den Zeilen steht, die sichtliche Fühigkeit der Intendanz, selbst unter recht ungünstigen Bedingungen Wertvolles zu ermöglichen, sich darin ausdrückt, daß sie zum Schluß noch ei emenWagnerzyklus herau ören lounte, so war das an sich schon ein höchst klangvoller Abschluß. Die hoch⸗ nivellierte Serie begann eigentlich bereits mit Slezars Gast⸗ spiel alsTroubadour, dem sich mit den glücklichsten Kvlo⸗ raturen und Spielnuancen unsere einheimische Mizi Marx alsLevnore den Abend bestimmend gesellte, und alsEleazar an der Seite einer, wenn auch nicht äußerlich, so doch i innerlich, überragendenJüdin der Frau Lauer⸗Kottlar e hr lich abschließende Abteilung des

zweite, nunmehr eigentlich abschli ung

Wagnerzyklus brachte in denMeistersingern als den

vor i

2 ter Meister Schützen dorf⸗Bellwied, der sich mit einer fast jugendfrischen Auffassung des und Poe⸗ ten N da ihm die Stimmfrische etwas mangelte. Einen idealen Sänger, vom prüchtigsten Glanz der Stimme und einer tief denkerischen Auffassung des Wotan in derWalküre, erlebten wir in Kammersänger laschke vom Dresdener Hoftheater, einem der(glüͤck⸗

seh viel zu Indispo

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cher Herbst ging gut von statten. Es konnten beträchtlich größere

sest und es gibt bald kein Zurück mehr. So kann man also annehmen, daß Bryan geht, weil er immer nur die Friedens⸗ schalmei geblasen hat und man an ihm irre werden könnte, wenn er mit ins Horn der Drohnoten stößt.

J Man kann aber auch etwas anderes annehmen und das soll noch kurz angedeutet sein: Bryan ist im Jahre 1912 durch einen politischen Kuhhandel in den Ministersessel ge⸗ hoben worden. So mangelhaft sein außerpolitisches Wissen und Können, so gerieben und durchtrieben ist sein innerpoli⸗ tisches Denken. Bryan denkt schon an den Wahlfeldzug 1916 und entdeckt mit Schrecken, daß Wilson wird wahrscheinlich, sagen wir: sicher nicht wieder Präsident. Wilsons Nieder lage aber macht Bryan für alle kommenden Fälle unmöglich. Bleibt also nur übrig: vorzeitiger Rücktritt aus freien Stücken. Es ist der einzige Ausweg für Bryan, um sich vor dem Mitertrinken zu retten, um eine persönliche innerpoli tische Niederlage zu vermeiden und in der nationalen Politik des Landes Einfluß zu behalten. Den Freund kann er doch nicht mehr retten, und dasSauve qui peut war stets von Herrn Bryans Weisheit der letzte Schluß.

Die Note an Deutschland.

Washington, 9. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Nach einem zweist ü ndigen Ge⸗ dankenaustausch mit dem Kabinett über die Note an Deutsch land gestattete Präsident Wilson die Mitteilung, daß die Note fertig sei und wahrscheinlich morgen abgeschickt werden wird. Der Präsident stellt in Abrede, daß eine größere Verzögerung einge⸗ treten sei, als sie bei einer Note von einem solchen Gewicht natürlich ist. Die deutsche Note, die für den Angriff auf den Gulflight Schadenersatz verspricht und um weitere Aufklärungen über den Vorfall mit demCushing ersucht, wird von hem Präsidenten nicht als befriedigend angesehen, aber die beiden Fragen hätten nichts mit dem Hauptgrundsatz zu tun, für den die Vereinigten Staaten eintreten, nämlich, daß Amerikaner auf un⸗ bewaffneten Kauffahrteischiffen welcher Nationalität immer in Sicherheit nach ihrem Bestimmungsort gebracht werden müssen, ehe ein zur Prise gemachtes Schiff vernichtet wird.

Aus Stadt und Cand. Gießen, 10. Juni 1915. Trockenheit und Eruteaussichten.

Von sachverständiger Seite erhalten wir zu diesem in den letzten Tagen so viel besprochenen Thema eine Zu⸗ schrift, die geeignet ist, namentlich bei der Stadtbevölkerung allzugroße Besorgnisse vor den Folgen der Dürre zu zer⸗ streuen:

Der Stand der Saaten ließ uns bis vor kurzem die schönsten Hoffnungen hegen für eine gute, ja hervor⸗ ragende Ernte. Das Wetter war der Landwirtschaft schon seit vorigem Sommer Fun seie gewesen. Die vorjährige Ernte konnte so vorzüglich geborgen werden, wie man sich dessen kaum erinnern kann. Auch die Aussaat im

Flächen mit Winterfrucht(Korn und Weizen) bestellt wer⸗ den, wie dies in anderen Jahren der Fall war. Freilich ist etwas Roggen von den Schnecken gefressen worden, weil wir keine kalten Herbstnächte mit gelindem Frost hatten, durch die sonst diese gefräßigen Tiere vernichtet werden. Infolge des gelinden Winters haben sich auch spät gesäte Bestände recht schön gestellt.

Der Weizen hatte in diesem Frühjahr ein Aus⸗ sehen, das eine reiche Ernte versprach. Die Fläche in hie⸗ siger Gemarkung ist fast doppelt so groß wie im vorigen Jahre. Leider sind jetzt diese schönen Hoffnungen etwas 3 durch die anhaltende Trockenheit. Immer⸗ in, und das ist das Wesentliche, steht Weizen in der Regel auf tiefgründigem Boden, und wenn der ersehnte Regen nicht allzulange ausbleibt, kann der Ertrag doch noch gut werden.

Für den Roggen war das bisherige Wetter vorzüglich. In der trockenen bewegten Luft konnte man beobachten, wie der Blütenstaub sich Nebelwolken ähnlich über die Aecker verbreitete. Die Befruchtung ist nach Wunsch geschehen, die Aehren haben sehr gut angesetzt. Körner gibt es, aber ihre Ausbildung ist abhängig davon, daß der Saft in der Pflanze lange genug in Tätigkeéit bleibt und nicht durch zu lange Trockenheit ein vorzeitiges Absterben, die sogenannte Notreife, eintritt. In Würdigung dieses Um⸗ standes müssen wir uns befleißigen, am Brot zu sparen und nicht den Gedanken aufkommen lassen, daß mit Beginn

in der letzten Wagner-VorstellungGötterdämmerung ihr Gast⸗ spiel fort; hier teilte sie die reichen Ehren des festlich angehauchten Abends mit Hein rich Hensel von Hamburg, auch einem bekannten Bayreuter, der in der Stimme ein ausgeprägtes lyri sches Kolorit trägt, das seinem Gastspiel als Jung Siegfried viele geschmackvolle Momente ermöglicht hatte, wogegen er dem Manne Siegfried einiges schuldig blieb. Auch berhielt sich die Struktur seiner Darstellung an beiden Abenden gleichbleibend naiv.

Von den drei Ring- Abenden Rheingold mußte tech nischer Schwierigkeiten wegen unaufgeführt bleiben die unter Oppenheimers feuriger, hingebender Leitung standen, näherte sich der letzte in manchen Zügen einer wirklichen Neueinstudie⸗ rung, die, wie die sämtlichen andern Abende des Zyklus, in den Händen des Regisseurs Otto Nowack lag, dessen sicherer Ge schmack für Wagner⸗-Inszenierungen anerkannt ist und bei der Neueinstudierung desRienzi neulich trefflich zum Ausdruck kam. Zwischen den Zyklus fiel dann noch der Ehrenabschiedsabend für unsern scheidenden Heldentenor Georg Becker, der sich als Pedro inTiefland, einer seiner glänzendsten Rollen inmitten eines verschwenderischen Blumenarrangements wohl zwanzigmal vor der begeisterten Theaterwelt verneigen konnte. Das freut einen zumal, wenn man bedenkt, daß der Künstler sich diese Sympathien (zwar durch anerkennenswerte, redliche, ernste Arbeit) erst erwer⸗

ben mußte.

Als krönender Abschluß der ganzen Spielzeit, die im Schau⸗ spiel noch einen beeHamlet(Baumeister) heraus- gebracht hatte, wurde am Dienstagabend im Hoftheater ein Außöerordentliches Konzert zugunsten der Kriegsfürsorge und der Willem de Haan Stiftung veranstaltet, dessen inhaltsreiches Pro⸗ gramm im wesentlichen nicht etwa von Weingartner, sondern vom Generalmusikdirektor Max v. Schillings bestritten wurde, der Die lieblich breite Natursymphonie Beethovens und dessen berühmte KonzertarieAh Perfido dirigierte. Gesungen wurde sie von der Stuttgarter Kammersängerin JIracema- Brügelmann, die der treffliche Meister sich mitgebracht hatte. Sie sang neben Liedern von Wolf und Strauß dann noch Schillings Freude. Des Komfonisten ganzes Temperament weist aber die Richtung musik⸗

scher Schaffenskraft auf, wie sie entscheidend in dem von

des Ausdrusches der neuen Ernte nun wieder in dem Maße zugegriffen werden könne wie vor dem Kriege..

Hafer und Gerste leiden unter der Trockenheit sehr, namentlich auf hochgelegenen trockenen Böden. Wenn es mal in der Heuernte regnet, so stört das wohl manche Arbeit, aber trotzdem würden jetzt die Bauern dazu ein vergnügtes Gesicht machen und sagen:Jetzt regnet es Hafer i ndas Heu.

Klee hatten wir im vorigen Jahre nur sehr wenig; heuer aber sind die Bestände vollkommen. Das er⸗ sehnte Grünfutter war zeitig da und mit ihm eine gute Ernährung des Viehes gewährleistet. Der erste Schnitt war gut und ein großer Teil kann auch zu Kleeheu ge⸗ macht werden. Damit läßt sich etwa später eintretendem Mangel sehr wohl begegnen.

Kartoffeln stehen im allgemeinen gut, sie ertragen schon längere Trockenheit, insbesondere wenn sie auf tief⸗ gründigem Boden stehen. Da wird es schon eine zufrie⸗ denstellende Ernte geben. Als Beispiel dafür haben wir das trockene und heiße Jahr 1911. Wo der Boden krümelig ist, braucht man keine Sorge zu haben. Leider sind aber vielfach Kartoffeln etwas feucht gesetzt. Der Boden hat sich geschnitten, was man an den in der Sonne glän⸗ zenden Furchen sieht. Weil der Regen ausgeblieben, konnte nicht mit der Egge gearbeitet werden. Da ist man jetzt ge⸗ nötigt, mit der Hacke die Brocken zu zerkleinern. Dies lönnte eine ernste Mahnung seiu. die Kartoffelacker recht

krümelig zuzubereiten und in Kämme zu pfanzen. Das

gibt die Möglichkeit, allezeit mit dem Gespann darin zu arbeiten. im Frühjahr Federzahnkultivator und erhalten so eine Beschaffenheit des Bodens, die den obigen Nachteil ausschließt. Dasselbe gilt auch von den Runkelrüben, soweit es sich um die Bodenbearbeitung handelt. Mehr und mehr kommt man bei dieser Kultur auf die Drillsaat. Voraussetzung ist aber, daß der Boden gar und krümelig war, dann lassen. sich die Hackarbeiten jederzeit gut ausführen und das Wachstum geht nach Wunsch.

Die Grabländereien haben sich bedeutend ver⸗ mehrt. Dies ist um so erfreulicher, als dadurch eine Menge Arbeitskräfte in der Landwirtschaft nutzbar werden, die

ech sonst gar nicht betätigen konnten. Es wäre sehr zu. 3 Bearbeitung des Weise auf den Grab⸗

egrüßen, wenn die Lust und Liebe zur Bodens, wie dies in hervorragender ländern beobachtet werden kann, immer noch mehr zu⸗

nähme.

gegangen. Deshalb braucht es uns nicht ban werden. Das alte Sprichwort:Die Sonne sch keinen Bauer aus dem Lande, Geltung behalten.

*

5* E Ei mend aus Worms, Utoff. im Res.⸗Inf.⸗Re Stellv. Schwalm, Lehrer an der Weft

berg. Sergant Betz, beim Jäger⸗Re Oberapotheler Hrch. Weyel von Di Herm. Kant in Offenbach. Unteroff. bach. Unteroff. Wilh. Mans hardt in Worms. Res. Val. Bauer aus Joh. Mühlum aus Worms. Unteroff. Adam Bechtel aus Ellenbach. Pionier Adam Lust aus Birkenau. Obera

Dr. We Scheuermann, z. Zt. Batl.⸗Arzt im Inf⸗ Regt. 168, in Offenbach. Unterarzt cand. med. aus Burgschwalbach. Unteroff. Wilhelm aus Dillenburg, im 89. Feldlazarett. Oberjäger d. L. im Ersatz⸗Jägerbatl. 11 Karl Amelung von Mar

t. 5, aus Eschenrod. enburg. Steuermann

Letschert und Kan. Joh. Püsch, beide aus Leutn. Albert Schweitzer aus Limburg, Regt. 44,(1. Kl.). Gefr. Ried aus Regt. 83. Städt. Oberförster Hauptm. furt a. M.(1. Kl.), Karl Nöding, aus Friedberg. Off.-Stellv. See vom Landsturmbataillon Friedberg. Wehrmann Karl Schopf, im Landwehr-Inf.

Baumbach. beim Feld⸗Art. Roßdorf, im Inf. Fleck aus Frank⸗

Regt 116, aus Offenbach Wehrm Heinr. Schildwächter

aus Grünberg. Off.-Stellv.

Wilhelm Schmalz, Infanterie⸗ Regt. 115, aus Darmstadt. i

ihm ferner noch dirigierten Vorspiel zum zweiten Akt seiner OperIngwelde zum Ausdruck kommt, ein seine vornehme, keusche, an Mahler erinnernde, modulatorisch eigenartige Schreib⸗ weise verratende Tonstück; ferner in der begleitenden Musik zu WildenbruchsHexenlied, das in seiner engen Verschmelzung vor Orchester und Wort hohen Kunstwert und bereits weitgehendster Ruf besitzt. Gesprochen wurde es von Wüllner, der mit Rech an dem stürmischen Beifall des ausverkauften Hauses, an dem sich auch esende Groß hatte. So ward mit diesem festlichen Abschlußkonzert sowohl dem guten Zwecke wie auch den verwöhntesten künstlerischen Ansprüchen aufs Trefflichste gedient und die Spielzeit des Hoftheaters zu einem glänzenden Abschluß gebracht. fr. h.

*

Kitcheners eiserner Vorhang. In den Londoner Theatern sind seit einigen Tagen auf den eisernen Vorhängen Plakate angebracht, die die Zuschauer ermuntern sollen, den Waffen Lord Kitcheners zu folgen. Der auf den eisernen Vorhang ge⸗ schriebene Aufruf lautet solgendermaßen: 5

Das hier ist Der eiserne Vorhang, die Sicherheit dieses Theaters. Die Männer Englands sind der eiserne Vorhang, die Sicherheit, die unser Land vor dem Ruin beschützt, unsere Frauen und Kinder vor dem Tod, oder vor einem noch schlimmeren Schicksal. Seid ihr ein Teilchen dieser Khaki⸗Sicherung? Nein? Weshalb? Erinnert Euch der Lusitania! Rächt die unschuldig Geopserten! Eilt denen zu Hilse, die sür Euch kämpfen! Zu den Waffen! Für den König und das Vaterland! Gott schütze den König!

u. Viele Landwirte, namentlich auf größeren Gü⸗ 25 tern, sind schon lange davon abgegangen, Kartoffelland zu pflügen. Sie bearbeiten es mit dem

sernen Kreuzes. Postsekretüär 118. Offtz⸗ terschule in Fried-

Lamoth in Offen⸗ im Inf.⸗Regt. 118, Worms. Krankenträger

Otto Klas

urg. Unteroff. Jos. Steffens aus Bad Ems, im Landw.⸗Inf.⸗Regt. 87. Unteroff. Johann

2. Marine-Juf.Regt.,

das anwesende Großherzogliche Paar beteiligte, Anteil

A

8

Unsere Ernteaussichten sind allerdings etwas zurück⸗ 9 e zu eint 8 wird immer seine