Ausgabe 
(9.6.1915) 133. Zweites Blatt
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ihn

Tüge

nnn 6 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

DieSiegener Famillenblätter werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Gießen zweimal wöchentlich. Die. tandwirtschastlichen dett⸗ frage a erscheinen monatlich zweimal.

Großes Hauptquartier, am 2. Juni.

In einem Orte hinter der Ypernfront, der nun so weit von dem zurückgedrängten Feinde liegt, daß es diesem nur selten mehr gelingt, schwere Geschosse bis hierher zu werfen, machte ich am 3 Morgen bei einem Hause halt, über dem die Fahne des Roten Kreuzes wehte. Es hatte in der Nacht ein kleines Gefecht in der Gegend von Pilkem stattgefunden, und ich wollte einige

mit den Männern zusammen sein, die dort gefochten en und nun zu ihren Quartieren zurückkehrten.

Das Haus war, wie alle übrigen des Dorfes, durch Granaten sehr beschädigt, aber es hatte ein paar Innenräume, die mit der bekannten Meisterschaft unserer Sanitätstruppen in Verbandplätze mit blendend sauberen Wänden und Fußböden umgewandelt wor- den waren. Droben auf dem Dache saßsen ein paar Seewehr⸗ männer und flickten den durchlöcherten Belag mit Ziegeln, die von erstörten Nachbardörfern hergeholt waren. Drinnen walteten ein Marinestabsarzt und ein. Marine-Assistenzarzt, die nur wenig mehr zu tun hatten. Ein großer Teil der Verwundeten war schon versorgt und weitergeschafft. Wie stets, so hätte man auch hier aus den Darstellungen der Leute den Eindruck gewinnen können, als ob es sich um eine förmliche Schlacht gehandelt habe, bei der große Kräfte tätig gewesen waren. In Wirklichkeit hatte es sich darum gehandelt, daß der Feind einen nächtlichen Vorstoß gemacht

e, um uns ein Grabenstück zu entreißen; dabei war er leicht

iesen worden. Ein Gegenvorstoß von uns hatte allerdings auch keinen Erfolg gehabt. Hierbei war eine Anzahl meist leichter Verwundungen vorgekommen. Die meisten Beschädigten aber konn⸗ ten selbst den Weg zum Verbandplatze zurüclegen, nachdem sie in der Front bereits vorläufig versorgt worden waren. Dies war der Kern der Ereignisse. Die Teilnehmer überschätzten durchweg, und das war ihr gutes Recht. Sie hatten ihr Leben Cbensogut auf das Spiel gesetzt, wie bei einer Entscheidungsschlacht, ie waren tapfer vorgegangen und hatten ihre Pflicht getan. Für eden, der verwundet worden war, was das Geplänkel zu einer be⸗ deutungspollen Sache geworden. Und daß der einzelne, oft selbst die kleinste Formation, einen Kampf, in den sie verwickelt ist, nicht richtig einzuschätzen vermag, liegt im Wesen des Massenkrieges, wo frühestens die Division oder das Korps, oft erst die Armee⸗ leitung sogar kleinere Ereignisse richtig einzuwerten vermögen.

lbst das, was er miterlebt und dem Mitkämpfer oft schon in der Ermüdung nach der großen Spannung des Angriffes oder gar nach einer Verwundung eintritt. Darum machen auch die schlachten⸗ gewohnten Soldaten, wenig

gesehen hatt

Ja, aber wir konnten macht zu groß, und 00 5 ehr Schwarzen vom Leibe gehalten hätte, wäre es uns vielleicht

gegangen.

Der Fähnrich hat einen Sber⸗ . hat ihn aus dem Feuer ge⸗

12Na, hoffentlich ist er bald wieder draußen. Wär auch schade gewesen um das schneidige

5 sah mit einem weißen Kopfturban und einem Blutstrom über

Feind habe mit e sen er⸗

Bei Bismarck an seinem 80. Geburtstage.

Der Prinz Alexander Hohenlohe, der Sohn des dritten deutschen Reichskanzlers, hat in derNeuen Zürcher Zei⸗

seine persönlichen Erinnerungen an den Fürsten Bismarck veröffentlicht uteressante daraus sind seine Erlebnisse am

Eater, der Bismarck die Glückwänsche des Bundesrates Und ben Staatsministeriums überbrachte, 5 Bat de Fürsten an dem Mittagsmahle teil.

ihm beim Abschieds die beiden sich Friedrichs⸗ äste saßen, den Stuhl an der

den Worten:Bitt, mein Prinz, aufgefordert, eden. Das Essen nahm einen im Bismar chen Hause gewohnten Verlauf Zuerst erschien eine Riesenplatte mit Austern, dann ebenfalls ein riesi 55 Geschenk aus Hamburg, ferner eine mit Beefsteak, den Eiern usw. Gleich bef inn, er einige Worte mit dem Großherzog gewechfelt hatte,

wandte sich Bismarck an den Prinzen Alexander mit der Frage, er zu trinken wünsche, Bier oder Wein. Als der Prinz sich Bier entfchied, stimmte er lebhaft zu und ließ sofort solches kommen, aber nur für ihn und sich. Lustig war es zu beobachten, wie der Fürst seinen Heißhunger nicht zu bezähmen wußte und 5 der Austern platte sich eine Auster nach der anderen zu Gemüte noch ehe sein Nachbar zur Rechten, der Großherzog, damit 2 konnte, sich selbst zu bedienen. Eine Handlung, die e Swülr

8 in Verzweiflung gebracht hätte, bei dem einen verständnis vollen Blick

zu dem Prinzen herüber her⸗

Hieße

aber nur ein nachsichtiges Lächeln] deren N

105. Jahrgang

ner Anzeiger

General⸗Anzeiger für Gberhessen

R. Lange, Gießen.

Anzeiger Gießen.

a 9

Mittwoch, 9. Juni 1915

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei.

Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: 51, Schrist⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten

wundung empfangen. Wir haben wiederholt Munitionskisten der Engländer gefunden, welche die Aufschrift tragen: Governement Explosiv..

W. Pp.

Das wird von den Mannschaften allgemein als ein Beweis dafür aufgefaßt, daß die Engländer außer der Dum⸗Dum⸗Munition noch besondere Sprenggeschosse verwendeten. Die her amtierenden Aerzte erklärten allerdings, daß unter den Fällen, die sie behandelt hätten, die von den Verwundeten für Explosivwirkungen gehaltenen Ver⸗

letzungen von den gemeinen englischen Dum-Dum⸗-Geschossen oder le

von Querschlägern herrührten. Bei dem Ortskommandanten hoffte ich die in dieser Nacht eingebrachten Gefangenen zu treffen, doch waren diese auf einem

Teil weg, sagte er und zog ein französisches Kupfergeschoß aus dem Geldbeutel, daß ihm quer vor beiden Schulterblättern als Streifschuß durch den Rücken gegangen war. Im blutigen Mantel sah man Ein- und Ausschuß.Das ist mein Kriegsandenken, Na, auf einen Kerl wie ich, komme es in so einem großen Geschäft gax nicht an. Mich wird meine Alte schon schnell wieder gesund pflegen. Der Wagen hielt in einem Torfe vor dem Stabshause des Regiments.Halt, hier steig ich aus! sagte der Dresdner. Hier gibt's Heimaturlaub und Geld. Den Herrn Zahlmeister darf man nicht warten lassen. Zwei halfen ihm aussteigen. Als der Wagen wieder anzog, rief er den anderen noch einen Scherz und in Aufwiedersehen zu und ein Lächeln ging über die blassen Ge⸗ sichter der Verwundeten. ö

W. ScheuermannKriegsberichterstatter.

anderen Wege weiterbefördert worden. Aber don ihm und ande ren Offizieren hörte ich mancherlei über die verschiedene Art der Völkerschaften, mit denen wir uns in Flandern herumschlagen müssen. Die Franzosen sind fast durchweg sehr entmutigt. Immer wieder hört man von ihnen, namentlich von den Territorials, daß sich ihre Kameraden gern in großer Zahl ergeben würden, wenn sie nicht Angst hätten, von den Engländern von hinten beschossen zu werden. Einer hatte einen Zettel bei sich, auf dem in deu scher Sprache stand, daß seine ganze Abteilung sich ergeben wolle, wenn sie das Versprechen erhielte, daß man nicht auf sie schießen wolle. Die Schwarzen sind meist überzeugt davon, daß die Deut⸗ schen sie schlachten würden. Ein verwundeter 17 jähriger Neger warf sich auf dem Verbandplatze in St. Julien heulend vor dem Stabsarzt auf die Erde und flehte ihn an, ihn doch am Leben]? zu lassen. Die Engländer sind meistenteils, wenn sie eingebracht i werden, sehr ängstlich, dann werden sie bald desto unverschämter. Bei St. Julien bot ein gefangener Engländer einem deutschen Wachtmeister ein Trinkgeld an, wenn er ihm zur Flucht verhelfen wolle!Da soll man sich dann nicht wundern, wenn einem alten Soldaten gegenüber solch einem Kerl gelegentlich die Hand locker wird! Großes Vergnügen machte unseren Truppen der bei der Vernehmung der Kanadier immer wieder hervortretende Irrtum dieser Leute, daß sie als Besatzungstruppen in Baden in der Gegend von Heidelberg seien. Dabei befindet sich unter den kana⸗ dischen Freiwilligen ein Bruchteil ganz gebildeter Leute, Studenten, Lehrer usw.; trotzdem haben viele Kanadier die Yser für irgend einen Nebenfluß des Rheines oder gar für diesen selbst gehalten. Ihre Vermutung, in Deutschland zu sein, wird dadurch gestützt, daß sie mit den Flamen vielfach nicht französisch reden können, daß diese aber deutsch verstehen und nach der Meinung der Kana⸗ dier auch deutsch sprechen, wie sie auch die flamischen Straßen- namen und Ladenschilde schlechthin für deutsch halten. Ich habe früher einmal mitgeteilt, daß die in der Gegend von Perthes in der Champagne gefangenen französischen Kolonialsoldaten glaub⸗ ten, im Schwarzwalde zu sein. Die deutschen Grenzlande schei⸗ nen für diese Bewohner anderer Weltteile ahnungsvoll nach Westen zu rücken!

Ziemlich überraschend war für mich die gleichmäßige, zuver⸗ sichtliche Ruhe, mit welcher alle unsere Leute aus einem Kampfe herauskamen, von dem sie sich von ihrem Standbunkte eigentlich sagen mußten, daß ihre Anstrengungen nicht den gewünschten Er⸗ folg gehabt hatten. Ich war überzeugt, daß sie auch, wenn der Zusammenstoß mit einem Mißerfolge statt unentschieben geendet hätte, nicht niedergeschlagen gewesen wären. Jeder hatte sein Bestes getan, aber davon sprachen sie nicht. Das Heldentum des Einzelnen tritt ja in diesem Kriege, wo jeder ein Held sein muß, mehr zu⸗ rück als in einem früheren. Freilich von Taten wie der des Leut⸗ nants Schn, der beim Beginne des Angriffes unmittelbar an den feindlichen Schützengräben entlanglief und sie mit Handgranaten bombardierte, der aus einem Kreuzfeuer auf nüchste Nähe heraus glücklich zurückkam und gleich von drei Regimentskommandeuren

Teile der inneren Stadt

Amalienborgplatz zu begeben.

diese blonde

Bajer,

Am Sonntag hat die dänische Hauptstadt ein

u geschlossenem Zuge vor den königlichen

Veteraninnen der dänischen

Amalienborg-Platze zu der Staatsratssitzung gefahren, i

zurückkehrte, wurde er

i Der Criumphzug der dänischen Frauen.

überaus

eindrucksvolles Schauspiel erlebt. Es war der Tag, an dem König Christian das neue dänische Grun dgesetz, durch das Dänemarks Frauen das volle politische Wahlrecht erhielten, mit seiner Unterschrift vollzog, und dies Ereignis feierten die Frauen Kopenhagens und des ganzen dänischen Landes durch einen großen Festzug, den man wohl einen Triumphzug der dänischen Frauen nennen darf. Nicht we⸗ niger als 20000 Frauen waren es, die sich in dem nördlichen zusammenfanden, um sich von da Palast auf dem An der Spitze des Zuges mar⸗ schierte Fräulein Sif Obel, eine echt germanische Schönheit, die den nationalen Dannebrog trug und einen vol Schönheitserfolg errang.

lständigen

Es war, so hieß es allgemein, wo

Fahnenträgerin erschien, als ob das verkörperte Dänemark selbst hier als Führerin Frauenzuge einherschritt. Natürlich Frauenvereine der Hauptstadt und von den Vorkämpferinn in Dänemark fehlte wohl kau aber erregten die beiden wahlrechtsbewegung: die 78jährige Frau Jutta Bofjsen⸗ Möller und die nicht viel juͤngere Frau Ma die Gattin des bekannten Nobelpreisträgers. Es war ein rührendes⸗ Bild, diese beiden greisen Frauen im Zuge mitmarschieren zu sehen, auf deren Gesichtern sich die stolze Freude des Tages widerspiegelte. von vier Palästen umgebenen

Zug ungefähr um Uhr an, über den Platz die Unterschrift des Grundge Als er von dieser Formalität kurzen Rückfahrt über den Platz von den inzwischen hier ein⸗ getrossenen Tausenden von F begrüßt. Der König empfing sodann im ordnung der Frauen, deren rend vom Amalienborgplatz der dort versammelten Frauen Sommerwetter begünstigte die eindrucksvolle Feier, zweifelhaft den Mittelpunkt der zahlr bildete, mit denen Dänemark an diesem der neuen Verfassung begrüßte.

vor dem imposanten waren die zahlreichen alle in dem Zuge vertreten, en für das Frauenwahlrecht m eine; das größte Aufsehen

Frauen⸗

thilde

Auf dem prächtigen,

kam der

kurz vorher war der König

n der er

setzes feierlich vollziehen sollte.

auf der

rauen mit stürmischem Jubel Palaste eine Ab⸗ Adresse er entgegennahm, wäh⸗ e fast unausgesetzt die Gesänge herauftlangen. Schönstes

die un⸗

eichen Feierlichkeiten Tage die Einführung

auf einmal zum Eisernen Kreuze erster Klasse eingegeben worden war, davon reden sie alle mit Stolz. Aber im allgemeinen wird mehr von den Leistungen der Regimenter als von denen einzelner gesprochen.Die soundsovieler Infanterie haben sich bei diesem Sturme kolossal schneidig ausgezeichnet.Bei der Verteidi⸗ gung des Torfes.. hat das Matrosen-Regiment der sechsfachen englischen Uebexmacht etwas aufgezeigt! Beim Angriffe sagte uns unser Oberleutnant:Leute, es wird schwer werden, Ihr habt euch auf Höhe 34 eure Lorbeeren errungen, die wollt ihr nicht wieder verlieren.Nu nee, wir wollen uns schon nicht blamieren, haben wir gesagt. Tann hieß es:Sprung auf, marsch, marsch! Und dann haben wir den Kram geschafft!

So schlicht reden die Kämpfer, wenn sie aus dem Feuer kom⸗ men und ihre Verwundeten mitbringen. Im ganzen reden sie recht wenig.

auf dem Promenadenweg am so Ph. Kätzner wurde in der Person des 22 hal vorbestrasten 37jährigen und Bretzenheim wohnhast, verhaftet. Schwurgericht der Provinz Nheinhessen wegen Raubes und Tot⸗ schlag zu verantworten. Er leugnete die Tat, wurde aber schlüssige Indizienbeweise überführt. den Raub, bejahten aber den Totschlag unter Verneinung

Gerichts aal. 6. Mainz, 7. Juni. In der Nabet

aus Bretzenheim ermordet. Der

Lumpenhändlers Gg. Lampe aus

Lampe hatte sich

Die Geschworenen v

Gau-Bickelheim,

des 11. Januar wurde genannten Linsenberg der Händler

Täter Knochen- in heute am durch

erneinten mildern-

Ich fuhr in einem Wagen, der voll mit frisch verbundenen Verwundeten besetzt war, zurück. Darin war es ziemlich still. Die Leute waren müde und auch traurig, daß sie zur Ruhe verurteilt waren und die Kameraden vorn allein lassen mußten. Nur ein Dresdner Seewehrmann machte den anderen Laune.Ich hab' mein

vorrief. Als aber dann das Gespräch zwischen dem Großherzog und dem Fürsten nicht recht glatt vonstatten gehen wollte und das Eis, wenigstens auf Bismarcks Seite, nicht so schnell zu schmelzen schien, wagte Hohenlohe den Fürsten anzusprechen, was er sehr gut aufnahm. Er ließ sich von ihm über die Vorgänge in der istorischen Reichstagssitzung vom 23. März berichten, in der die lückwünschung des Fürsten abgelehnt worden war, und er⸗ zählte anschließend daran alte Anekdoten aus dem Abgeordneten⸗ se. Zwischendurch musterte er seine Gäste und besonderen indruck machte er auf den Prinzen, als Bismarck durch sein alt⸗ modisches Lorgnon nach dem Ende des Tisches sah, wo der badische Gesandte von Jagemann saß, und Hohenlohe fragte:Wie heißt doch der badische Diplomat dort unten? Es war, wie wenn ein Löwe eine Fliege betrachtet hätte. e ö noch sagte, ist Hohenlohe ganz besonders in Erinnerung geblieben seine lebhafte Schilderung der rgänge am Tage vorher, als der Kaiser ihn besuchte. Er erzählte, er habe, während der Kaiser im Kütraß hoch zu Roß vor ihm stand und zu ihm redete, immer einen Regentropfen betrachten müssen, der langsam an dem blanken Küraß herunterlief. Ueber den Kronprinzen, der während dieser Truppenparade im Park von Friedrichsruh neben ihm im Wagen 3 5 hatte, sprach er sich auf das wohlwollendste und freund⸗ lichste aus.

Hans Christian Andersen über die Psycho⸗ logie der Kriegsgerüchte. Hans Christian Andersen und die Kriegs gerüchte? s hat der liebe alte Märchendichter mit Krieg und Kriegsgeschrei zu tun? Ja, das Märchen ist wunderlich und es hat manchmal denSchalk hinter ihm, insofern es mehr sagt, als seine unschuldige Rede beim ersten Hören zu sagen scheint. Gibt es da unter Andersens Märchen ein ganz ganz kleines, welches den Titel führt:Es ist ganz gewiß! und welches in der Haupt- sache den folgenden Inhalt hat. In einem Hühnerhause der Stadt begibt sich eine, wie der Dichter sagt, in jeder Weise respektable Henne des Abends auf ihre Steige, zupft sich mit dem Schnabel und da fällt ihr eine kleine Feder aus.Da geht sie hin! sagt sie. Je mehr ich mich zupfe, desto schöner werde ich wohl! Das war nun im Scherz gesagt, denn sie war die frohe Laune unter den Hühnern, übrigens, wie gesagt, sehr respektabel und dann schlief sie ein. Aber ihre Nachbarin flüsterte im Dunkel der an- achbarin zu: nenne niemanden,

aber hier ist eine Henne, die sich rupfen will,

um gut auszusehen. Die wohnt, hat scharfe Ohren ihrem Gemahle die schreckliche Geschichte mit, daß eine Hennen sich so weit vergessen hat, daß sie sitz ausrupft und es den Hahn sehen läßt. nimmt es, die Geschichte der

zu erzählen; einstweilen aber schlage herüber, sich um des Hahns willen alle Federn ausgerupft habe; erfrieren, wenn sie nicht schon erfroren erregt diese bedenkliche Mitteilung natürlich und gleich gurren sie in den Hühnerhof herunter, es Aus dem, was der Fürst sonst] H..

um nicht so auszusehen, wie die ander die Aufmerksamkeit des Hahnes zu er Morgenlied anstimmt, weiß Hennen vor unglücklicher Liebe

Sie hatten sich alle die Federn ar Roman aus dem Hühnerhause er zu der Stelle zurückkehrt, von der er eigen Da lautet er, fünf Hühner seien es, die sich hätten, um zu zeigen, welche von ihnen aus * Hahn am magersten seitig blutig gehackt die die lose kleine 2 hätte wieder erkennen sollen, das kann man nicht erwarten, und pektable Henne war, so sagte sie:Ich verachte jene es gibt mehrere der Art! So etwas soll man nicht

da sie eine res Hühner, aber verschweigen,

schichte in die Zeitung kommt, dann ganze Land. Und es kam in und es ist ganz gewiß eine kleine Feder kann wohl Qühnern werden. Noch Schlacht, zu vielen Armeekorps, und Verwundeten werden. Und das ist es, was Hans

Andersen, der Märchendichter, von der Psychologie der gerüchte zu sagen hat.

Zeitung zufolge ist der Miterfinder Hörtest du, was hier gesagt wurde? Ich] M i halber zum Dokto

Eule, die mit ihrer und nicht lange,

heult das Paar

ei 0 zum ob sie schon von der Henne

sei. das größte

enne oder auch ihrer zwei, die sich alle

er bereits auszukrähen,

durch die

alle Liebesgram

und seien tot niedergestürzt. Feder verloren hatte, sich in

und ich will das Meinige dazu tun, daß

. verbreitet sie sich die Zeitung, und es wurde

mehr:

Berlin, 8. Juni.(WTB. Nichtamtlich.)

kajor Maximilian rder Philosophie promoviert

geworden sei und dann hätten sie sich

der Umstände. Das Gericht verurteilte den Angeklagten, der Epi leptiker ist, zu s Jahren Zuchthaus. Sol zur Zahnpflege.

Wäre ich Hahn, ich würde sie verachten.

Familie gerade über dem Hühnerhause so teilt Eulenmutter

von den

zt und sich alle Federn Die Eulenmutter über⸗ sehr achtbaren Nachbareule weiter

Tauben⸗

gehört hätten, die

sie werde

Im Taubenschlags

Aufsehen

sei da eine Federn ausgerupft hätten, n, und um auf diese Weise wecken. Als der Hahn sein

daß drei

zu einem Hahn gestorben sind. isgerupft! Und nun fliegt dieser ganze Vogelwelt, bis tlich ausgegangen war. Federn ausgerupft

um den gegen⸗

Daß die Henne, dieser Geschichts

die Ge⸗ über das gedruckt, zu fünf

sie kann sogar zu einer großen Zehntausenden von Gefangenen Christian

Kriegs-

DerVossischen der 42 Zentimeter⸗Mörser, Bauer, von der Universität Berlin ehren

worden.