er,
dem Publikum für das beste Mittel halten, einen etwaigen Gegensatz aus der Welt zu schaffen. Die Inmungsvertreter ten uns auch an der Hand vorgelegter oben und einer Reihe von Einzelangaben davon, daß die wie⸗ rigkeiten, mit denen die Bäcker rechnen mußten und müssen, rechterheblich sind, und sprachen ihrerseits die Hoffnung aus, daß für die Folge ein für alle Teile
befriedigender Zustand geschaffen wer könne.
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Auf dem Felde der Ehre gefallen. Gus Hessen und den Nachbargebieten.) Erf.-Nes. Georg Gehbauer, Res.-Inf.-Rgt. 118, aus Darm⸗ f 5 Fritz Freund, Inf.⸗Rgt. 118, aus Worms. — Must. Phil. enauer, Res.-Inf.⸗Rgt. 118, aus Hohen⸗ Musk. Jak. Schäfer, Inf.⸗Rgt. 16, aus Burgsolms. g. Friedr. Bill, Königin⸗Clisabeth⸗Garde⸗Gren.⸗Rgt. 3, aus Naunheim.— Ers.-Res. Heinr. Watz, Res.-Inf.⸗Agt. 118, aus Oberwetz.— Ers.-Res. Karl Kön ig, Res.-Inf.⸗Rgt. 212, aus ö Musk. Heinr. Jöckel, Res.-Inj.⸗Rgt. 224, aus Hopfmannsseld.— Unteroff. Albert Tröller' und Karl Sann aus Lauter.— Musk. Georg Nagel, Ins.-Rgt. 118, aus Offen- bach a. M.— Unteroff. d. L. Martin W. irth, Res.-Inf.⸗Agt. 221. aus Hanau.— Unteroff. Oberpostschaffner Jace. Norwig aus Alsseld.— Kriegsfreiw. Vizeseldwebel Regierungs-Assessor Dr. Karl Sartorius, Inf.-Rgt. 118, aus Worms.— Pionier Ewald Steiner, Pionier⸗Rgt. 25, aus Dillenburg.— Ersatz⸗Reservist Bhilipp Petrt, Landsturm⸗Bat. 52, aus Weiterstadt.— Kriegs-
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kreiw. stud. theol. Werner Waldaestel, Res-Inf-Rgt. 118, aus Gefl.
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8, Hauptmann Fried A Unterarzt Gerhard Langreuter aus Weilburg Brigade⸗Ers.Batl. 49. Marine⸗Intendantur Sekretär . i Intendantur des Marinekorps, aus Weilburg. Unterarzt A. Müller aus Ahausen. Feldwebel 5 234, aus Wetzlar. Pionier beim Pionier⸗-Regt. 25. Tele⸗ t Otto Ott aus Gückingen, Unterlahnkreis. Pionier
Wilhelm“, Heinrich Rot s Langsdorf. Bergrat 860 m“, Heinrich Roth au, gsdorf. erg
* Amtli 88 2 2. Juni d. J. den Bezirkskassier der Bezirkskasse Gi 1
Georg Philipp Klein zu Gießen zum Salinen reutmeister in Bad⸗Nauheim vom 1. Oktober d.. im ernannt.
Der städtische Voranschlag für 1915 ist der Oeffentlichkeit übergeben worden. Das Wichtigste, was er bringt, ist der Vorschlag der Erhöhung der Ge⸗ meindesteuern um 30 Prozent auf 150 Prozent und ö der Vermögenssteuer von 21 auf 26,4 Pfg. auf je 100 Mk. Wir werden in der morgigen Nummer den Voranschlag aus⸗ zugsweise zur Kenntnis unserer Leser bringen.
Vom Gaswerk. Die 1 0 Staatsbahnen, die bisher die Gasbel⸗ g in den Personenwagen durch f auf sämtlichen
hlengas zu verwen⸗ ö ädtischen Gasanstalten bezogen wird. Man hat seitens der Ei hörde diese Maßnahme b en, weil man die zur Herstellung von Fettgas er⸗ ichen Materialien größtenteils vom Auslande kaufen esonders kam hierfür Amerika in 8 und igt hat, wie wichtig es ist, vom lande zie
unabhängig zu sein. Die Eisenbahn allen zur Fersenenbesörderung zusammengestellt werden,
5
15
.
eren Stationen, auf denen ausreichend ten Lieferungsver⸗
e geschlossen. Zu diesen Städten gehört auch . Die L Gasproduktion wird auf diese Art 50—.200 000 Kubikmeter Gas steigen. Die Gas suführung Eisenbahn ließ sich verhältnismäßig ohne große Schwie⸗ recht zweckentsprechend vom Wetzlarer Weg aus ken. Die Entnahme von Gas für Zwecke der Ei dem Gasrohrnetz darf nur in den Tagesstunden und
nach 12 Uhr geschehen, ruht also während der Zeit, das Gaswerk für den städtischen Bedarf verstärkk in
n wird. Das städtische Steinkohlengas um für den Zweck der Eisenbahn verwendbar zu wer⸗
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fe
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1„umgeformt werden, so daß der Brenn⸗ auf etwa 10 Atmosphären eingedichtet oder zusammen⸗ wird, bevor er in die vorhandenen Gasbehälter
Aus dem Gasbehälter strömt dann das Gas in den
unter den Personenwagen am Radgestell angebrachten Druck⸗ regler, durch den der Ueberdruck des Gases so verringert wird 25 er zur Lichterzeugung in den Wagen verwendbar W. de urch Steinkohlengas erzeugte Beleuchtung in den Lagenabteilen, für die allerdings eine neue Brennerein⸗ richtung nötig war, ist heller als die durch Fettgas, ein Vor⸗ f den die Reisenden dankbar begrüßen werden.— Auch lich weiter entwickelt, spricht, daß seit Kriegsbeginn bis Ende Mat d. J. 725 neue Gasuhren aufgestellt wurden, was einer Vermehrung der Gasabnehmer um 15 Proz. entspricht. Dabei liegen noch wei⸗ tere 150 Anmeldungen zur Gasabnahme vor, deren Zahl sich täglich vermehrt, so daß mit Beginn des Winters eine ganz
e Gas mehr erzeugt werden„als in d 1 muß, als in den
* Schwurgericht. Die für Montag vormi a 4 sicht genommene Schwurgerichtssitzung fallt aus, 15— spruchreifer Fall vorliegt, dessen Verhandlung mit Zustimmung re 9.4 1 Den Slate we bis zur nächsten
eriode vertag 1 Staate wer n i nahme erhebliche Kosten erspart.
* Krieg und Vogelwelt. Zu unserer gestri Mitteilung über die aus Ostpreußen verscheuchten Skörche die sich anderwärts niederlassen, schreibt uns ein Leser, man e in der ganzen Provinz eine auffallende Zunahme von Vögeln aller Art beobachten, beson⸗ ders jielen die vielen wilden Tauben auf. Die Ursache sei
wofür schon der Umstand
vielleicht in ihrer 3 9 85 1 15— über⸗ nen Ländern zu suchen. icht könnten ndi näheres mitteilen. 50
Die Gießener Freilichtbühne beginnt am Sonn- dag, den 6. Juni 1915, nachmittags 4 Uhr, ihre zweite Kriegs⸗ spielzeit. Das Programm der ersten Vorstellung, eines„Unter⸗ rn 15 L ee Fräulein Gretel Leist und Fräu⸗ lein Thessa Mulch mit Liedern zur Laute und Herr Willy Werner — Maste dem Vortrag ernster und heiterer Dichtungen deut⸗
g Landkreis Gießen. — Lang⸗Göns, 4. Junk. Den Heldentod fürs Vater⸗ dstarb am 18. Mai der Kriegsfreiwillige Gesreiter Wilhelm er im Reserve⸗Inf.⸗Regiment 222, 1. Kompagnie.
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durch daes die die Eisenbahn schon besessen hat] der etw
hat sich unser Gaswerk während des Krieges gedeih⸗ Kri
Seob- Feld Junl.— eschied nach k.
A Groß-Felda, 3. Jun estern verschied nach kurzem Krankenlager unser Altbürgermeister F. B51 zing. Jahren legte er wegen vorgerückten Alters das Bürgermeisleramt nieder, das er 29 Jahre lang mit großer Treue und Gewissen⸗ gaftigkeit geführt hatte.
Starkenburg und Rheinhessen. ch. Aus Rheinhessen, 3. Juni. Sehr viele Italie⸗ ner wurden bis jetzt in den verschiedenen Zementwerken Rheinhessens beschästigt. Die meisten der Italiener wei⸗ gern sich nun, den Gestellungsbefehlen aus der Heimat zu folgen. Sie beabsichtigen sich dauernd in Deutschland niederzulassen. In einzelnen Fällen haben sich wehrfähige Italiener bei der deutschen Militärbehörde für den deutschen Kriegsdienst gemeldet. 8 Hessen⸗Nassau. b
„Marburg, 3. Juni. Wie sich jetzt herausstellt, hat die Frostnacht vom Sonntag zum Montag den Bohnen und sonstigen empfindlichen Gemiseacten auch in hiesiger Gegend viel geschadet. Besondere Klagen kommen aus dem Ebsdorser Grunde und aus der Frankenberger und Biedenkopfer Gegend. 5
h. Trankfurt a. M., 3. Juni. Eine vom„Natio- nalen Frauendienst“ veranstaltete Gelatine⸗Aus⸗ stellung wurde heute nachmittag eröffnet und erfreute sich sofort eines überaus starken Besuchs. Die Ausstellung, übri⸗ gens die erste ihrer Art, zeigt in künstlerisch schöner Anord⸗ nung die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten der Gela⸗ tine, 3. B. zu Sülzen aus Gemüsen, Pilzen, Fleisch, Wild, ügel und Fisch. Auch reiche Gelatinespeisen in mancherlei Geschmack und Art der Zubereitung bot die Aus⸗ stellungsleitung.— Der N Privatmann Levy, Staufenstraße 35, wurde am Dienstag nachmittag beim Ueberschreiten der Bockenheimer Landstraße von einem Straßenbahnwagen erfaßt, zur Seite geschleudert und derart schwer verletzt, daß er heute früh verstarb.— Bei einer Kahnfahrt auf dem Main stürzte eine Frau Demmert aus Offenbach in das Wasser und ertrank. Die Leiche wurde heute am Osthafen geborgen.— Auf den Gleisen der Darmstädter Bahn nahe der Station Louisa fand man heute früh die Leiche einer älteren Frau. Beide Beine waren a f efahren. Bei der Frau, deren Persönlichkeit noch nicht feststeht, wurde neben einem größeren Barbetrage auch ein über 1000 Mk. lautendes Sparkassenbuch vorgefunden.
n. Ufingen, 3. Juni. Der Kreistag hat den Rech- wmungsvoranschlag für das neue Jahr in Einnahme und Ausgabe auf 118 200 Mk. festgesetzt; an Kreisabgaben sollen wie im vergangenen Jahre 27 v. H. erhoben werden. Zur Durch- führung einer über die gesetzliche Unterstützungspflicht hinaus- gehenden Kriegsfürsorge wurde die Aufnahme einer Anleihe von 21000 Mk. beschlossen.
h. Bad Homburg v. d. H., 3. Juni. Das Kaiserin⸗ Frieprich⸗Gymnaßtu m bisher in städtischem Besitz und städtischer Verwaltung, wurde am 1. Juni verstaatlicht. Die Uebergabe der Kassen⸗ und Verwaltungsgeschäfte der Anstalt an die Kreiskasse fand gestern statt.
Dillenburg, 3. Juni. In der letzten Stadt- verordnetensitzung wurde infolge eines von der Stadt Langenschwalbach erstrittenen reichsgerichtlichen Urteils wegen der Ablösung der Fischereigerechtsame die Einleitung eines Verfahrens auch für Dillenburg beschlossen. Während näm- lich Eigentum und Unterhaltungspflicht der Fluß- und Bachläufe der Gemarkungen in Nassau den Gemeinden zustehen, wird die Fischereigerechtsame durch den Fiskus ausgeübt.
+Eschwege a. d. Werra, 3. Juni. An den Folgen einer Lungenentzündung verschied heute vormittag im Alter von 65 Jahren Herr Sanitätsrat Dr. Moritz Stern. Der Ver- storbene, ein geborener Oberhesse, war ein weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus bekannter tüchtiger und ge- suchter Arzt.
Bermischtes. Fronleichnam in Antwerpen. Fronleichnamstage entwickelt sich in den malerischen alten Antwerpen eine immer gleich farbenprächtige und mit außer⸗ ordentlicher Großzügigkeit organisierte religiöse assenkundgebung. Wer das in seiner Art wohl einzig dastehende Schauspiel der großen Antwerpener Fronleichnamsprozession, die namentlich bei schönem Wetter einen faszinierenden Eindruck hervorruft, einmal auf sich wirken lassen konnte, wird das Erlebnis für immer als eine der eigenartigsten Exinnerungen bewahren. Die Prozession hat für die Antwerpener insofern noch eine besondere Bedeutung, als sie zu⸗ gleich ein Bittgang zu Lob und Preis der 3 Maria ist, die bekanntlich von jeher als Schußpatronin Scheldestadt ver⸗ ehrt wird. So herrscht denn an Fronleichnam Feiertagsstimmung im ganzen Antwerpen. Viele Geschäfte halten geschlossen, die Hänser werden reich geschmückt, und die gesamte Bürgerschaft geht im Festgewand einher. Unter Glockengeläute und religiöser Musik setzt sich im Laufe des Vormittags der schier unübersehbare Zug Gläubigen von der altersgrauen Kathedrale aus in Bewegung. Ein Bischof schreitet inmitten der übrigen hohen Geistlichkeit unter einem Baldachin, große Gruppen von Nonnen und Mönchen, un⸗ zählige religiöse meinschaften und andere Vereine mit Fahnen und Musikkapellen, sowie Tausende von Männern, Frauen und blumenstreuenden Kindern aller Bevölkerungsschichten nehmen geistliche Lieder singend, an dem Zuge teil, dessen Vorbeimarsch nicht selten mehrere Stunden in Anspruch nimmt. Auf dem Place de r, der Hauptstraße Antwerpens, erreicht die Feierlichkeit der Veranstaltung ihren Höhepunkt. Hier wird zu Füßen einer lebensgroßen Marienstatue die im Zuge mitgeführte Monstranz enthüllt und der Menge in stummer Verehrung dargeboten. Da⸗ nach begibt sich die Prozession zu ihrem Ausgangspunkt zurück, wo sie sich auflöst. In diesem Jahre wird freilich der furchtbare eg der Antwerpener Fronleichnamsfeier, sofern sie überhaupt öffentlich stattfindet, seinen Stempel aufdrücken.
Alljährlich am traßen des
Märkte.
Biehhofmarktbericht vom 3. Junk. Auftrieb: Rinder 174(Ochsen 5, Bullen 5, Kühe und Färsen 164), Kälber 683, Schafe 107, Schweine 414.
Tendenz: Rinder, Kälber, Schase und Schweine schleppend. Preise für 100 Pfd. Lebend⸗ Schlacht⸗
gewicht. Mt. Mk.
82—84 137—140 78—82 128137 72—79 120—127 66—70 112—119
se. Frankfurt a. M.
„r 8
Schale. l Stallmastschase: Mastlämmer und jüngere Masthammel
Schwe lne. Vollfleischtge Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht... 25.00.1880. 00 Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebenge wicht„ 122.00—125
Vollfleischige Schweine von 100 bis
52—54 112—118
155.00— 160.00 145.00— 154.00
120 kg Lebendge wicht... 125.00 190 155.00— 160.00 Vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendge wicht... 125.00 190 155.00 160.00
ATtirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge(Süd- Anlage), Samstag, den 5. Juni 1915: Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr.
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Vor zwei
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Deffentlicher Wetterdienst, Gießen,
Das westliche Hochdruckgebiet hat sich weiter ostwärts hin ausgedehnt. Zwischen diesem und einem im Nordosten lagernden 1 liegt eine Tiefdruckrinne, unter deren Einfluß in stdeutschland verbreitete Gewitter niedergehen werden. Das nord- westliche Tiefdruckgebiet scheint nordostwärts abzuziehen, so daß wir unter dem Einfluß des südwestlichen Hochs bleiben werden. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 5. Junt 10915: Heiter, trocken, warm, schwache nordwestliche Winde. 3 Müllersche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 4. Juni 18 R.
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Letzte Nachrichten.
Bei den deutschen Truppen in St. Mihiel. V Basel, 4. Juni. Oberst Müller schildert in der„Neuen Züricher Zeitung“ u. a. seine Reiseeindrücke auf der Fahrt nach St. Mihiel. Auf dieser Fahrt hatte ich zu meiner hellen Freude die höchste Bewunderung für die glänzende Haltung und die stramme Manneszucht der hier stehenden deutschen Truppen, welche nun schon seit sieben Monaten in unaufhörlichem Kampfe unter feindlichem Feuer Es herrscht eine strenge Zucht und unerbittliche Ordnung. Der letzte Mann weiß, daß nur so Erfolge errungen werden. In den Hohlgängen des Forts Camp des Romaines übten, während die Granaten über sie hinwegflogen, die deutschen Soldaten Drill und Einzelausbildung. Eine Infanterieabteilung hielt auf dem Schießplatz eine Uebung in Scharfschießen ab unter dem Feuer der Granaten, wie sie die Franzosen fast täglich ohne ersichtlichen g Grund nach St. Mihiel hineinschießen, wodurch die Bevölkerung, die mit der deutschen Besatzung in guten Verhältnissen lebt, auch 2 5 gefährdet wird. Es ist erstaunlich, wie gleichgültig die Sol- aten gegenüber der Todesgefahr sind. Eine so geschulte und er⸗ probte Truppe ist unerschütterlich, in allen Gefechtslagen, im An⸗ griff wie in der Verteidigung, im Sturm, wie im Schützengraben, im Granathagel, wie in dem Gewehr- und Schrapnellfeuer. Die heranreifende Entscheidung. Wien, 4. Juni. Die Russen haben in den letzten Kämpfen in Galizien schon Etappentruppen und den Rekrutenjahrgang 1917 eingesetzt. Ihre verzweifelten Versuche, den linken Flügel der Armee Pflanzer einzudrücken, um sich Luft zu schaffen, sind gänz⸗ lich gescheitert. Die Gesamtlage reift der großen, weltgeschichtlichen 55 Entscheidung mit Riesenschritten entgegen. Ueber die Gesamtlagt der Kämpfe in Galizien wird berichtet: An der Schlachtfront ging es abermals fast überall sehr heiß zu, Russische Nachhuten stellten sich der Verfolgung durch die Armee Linsingen südlich des Dnjestr 45 entgegen, um den Rückzug zu decken. Die Armee Mackensen te wieder sehr heftige Angriffe, dazu noch frischer kaukasischer ruppen, abzuweisen. Im San⸗Winkel übt der Feind einen star⸗ ken Druck aus. Die Gesamtlage ist sehr günstig. 3
Der Preis für den Treubruch.
Amsterdam, 4. Juni. Der Hauptteil des am 26. Mai abgeschlossenen Vertrages des Ministers des Aeußern Son⸗ nino mit dem Dreiverbande betrifft die Finanzie⸗ rung des italienischen Krieges durch England. 5 Italien forderte für sofort zwei Milliarden Lire, London a bewilligte für gleich nur drei Vierteile und versprach mit weiser Vorsicht den Rest erst für die Woche nach Kriegs⸗
beginn. Die Zufagen der Entente an Bulgarien. Sofia, 4. Juni. Die Anträge der Verbandsmächte an Bulgarien verlieren noch dadurch an Wert, daß, wie nachträglich bekannt wird, auch Serbisch-Mazedo⸗ nien den Bulgaren nicht sicher zugesagt wird, sondern erst nach Beendigung des Krieges und nach Maßgabe der dann. erfolgenden Gebietsentschädigung. Es ist bereits zweifellos, daß die Anträge des Dreiverbandes zurückgewiesen werden, obgleich man wahrscheinlich eine ausweichende Antwort fin⸗ den wird, um der Entente nicht vor den Kopf zu stoßen.
Ein Kronrat am Krankenlager König Konstantins.
Athen, 4. Juni. Am Krankenlager König Konstantins 0 fand am Dienstag ein Kron rat statt, dessen 8 Mi⸗ nisterpräsident Gunaris führte. Bemerkenswert ist, daß der Exministerpräsident Venizelos nicht zu den Beratungen herangezogen worden war, obgleich er seit einiger Zeit in Athen weilt. 5
Ein amerikanisches Konterbandeverbot.
Berlin, 4. Juni Wie die New Porker Blätter melden, gibt die International Merkantil Marine Com ban h pckannt, daß in Zutunft die Dampfschifse der Amerika Linie, die zwischen New Pork und Liverpool verkehren, keinerlednd Konterbande mitführen dürfen. Dieses Verbot erstreckt sich sogar
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liegen.
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auf die Mitführung von Automobilen der Passagiere.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung. 1 Betr.: Widerrechtliche Aneignung von Führungsbändern von Artilleriegeschossen. 0 An die Ortspolizeibehörden des Kreises. „„Es ist häufig beobachtet worden, daß kupferne Führungs⸗ bänder von n die von Heeresangehörigen ent⸗ gegen ausdrücklichem Verbote aus dem Feld heimgesandt wurden, zu Armbändern und ähnlichen Erinnerungszeichen umgearbeitet worden sind. Im Auftrag Großh. Ministerurms des Innern weisen wir Sie an, derartige Führungsbänder, die sich zur Um⸗ arbeitung in Juwelier- und ähnlichen Geschäften vorfinden, ein⸗ n zuziehen und der Kriegsbeutesammelstelle des 18. Armeekorps in Darmstadt zuzuführen.
Wir verweisen außerdem noch auf die Bekanntmachung des Stellvertretenden Generalkommandos 18. Armeekorps vom 18. De⸗ zember 1914 über das Eigentum an der von den eigenen Truppen und vom Feinde verschossenen Munition und an erbeuteten Gegen⸗ ständen— veröffentlicht in Nr. 1 des Kreisblatts für den Kreis Gießen vom 2, Januar 1915— hin.
Ueber vorkommende Fälle ist uns sofort zu berichten.
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roßherzogliches Krei t Gie J. V.: Hechler.
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Grosser Posten 47280
Plüsch- und Stoffrosf
für Möbelbezüge, auch für Schuh- macher geeignet, billigst zu verkaufen.
Th a ru C K Ecke Schlossgasse
Brandplatz . T. V. Liederkranz.
Samstag, den 5. Juni:] Morgen Samstag abend:
Zusammenkunft Zusammenkunft
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Sabbat ausgang: 9.30 Uhr.
Vereinsheim(Kahler). bei Mitglied Haubach e eker Straße. 80
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