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das Schicksal ihrer Söhne, Brüder und Väter, keine Nachricht mehr eintri
Ein französtscher Privatbrief vom 4. Mai 1915, der in
heißt es: „In der
zeichen geben dürften und daß
darunter sei.“ 1 Mit gewissenlosen Lügen also suchen sich in Frankreich
rung zu sichern. Sie wissen nur zu gut, daß das Volk wider sie aufstünde, wenn es Kenntnis davon hätte, was hinter all
fähren Einblick in die ungeheuren Opfer gewänne, die das Land gebracht hat und vergeblich weiter bringt. Wie lange, fragt man sich, wird sich die Wahrheit so verbergen lassen, und wie wird es in Frankreich aussehen, wenn das Volk begriffen haben wird, wie schändlich es hinters Licht geführt und zu einer Politik mißbraucht worden ist, aus der nur England den Nutzen zieht! Aus Belgien.
Brüssel, 3. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die Frau des belgischen Justizministers Carton de Wiart ist vom Gouvernementsgericht Brüssel zu drei Monaten und 14 Tagen Gefängnis verurteilt worden wegen fort⸗ gesetzter Briefbeförderung unter Umgehung der deutschen Post und der deutschen Zensur, wegen 1 Schriften und Unterschlagung und Vernichtung eines Briefes an die deutsche Ver⸗ waltung,— versehentlich in ihren Briefkasten geworfen worden war. Sie war in vollem Umfange geständig. Sie ist zur Ver⸗ büßung ihrer Strafe der Kommandantur Berlin als Zivil⸗ efangene zugeführt worden.— Die 16jährige Gräfin N N jonghe d' Ardey ist vom hiesigen Gouvernements⸗ gericht zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil sie auf dem Boulevard einen deutschen Offizier in gröbster Weise beleidigt hatte. Die Gefängnisstrafe war ge⸗ rechtfertigt wegen der gemeinen Ausdrücke, deren sie sich bediente und die einen auffallenden Mangel an Erziehung und Takt be⸗
kundeten. Die Großmutter der Gräfin mußte, da sie sich an den Beleidigungen beteiligt hatte, ebenfalls mit Gefängnis bestraft werden.— Den belgischen Frauen werden die Verurteilungen bhboffentlich zur Warnung dienen.
*** Aus Italien.
Bern, 3. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Laut einer Mel⸗ dung des„Berner Bund“ aus Lugano müssen die italie⸗ nischen Militäruntauglichen sich demnächst einer neuen Untersuchung unterziehen. Diese wird haupt⸗ 1 von sozialistischen Blättern verlangt, welche damit
er ßen Zahl von Untauglichen unter der Aristokratie ein Ende machen wollen.
Deutsch⸗feindliche Unruhen in Florenz.
Berlin, 4. Juni. Nach der„Täglichen Rundschau“ melden die Zeitungen von Lugano den Ausbruch deutschfeind⸗ licher Unruhen in Florenz.
Der italienische Bericht.
1 Rom, 3. Juni.(Win Nichtamtlich) Das Hauptquartier meeldet vom. Vun; Von der irols und Tren⸗
5 uch des Feindes, jenseits der Grenze am Nordhange des Predil 5 ie Brücke über einen Sturzbach zu errichten. Die tillerie des 1 antwortete ergebnislos. Die Erku
Italiens Finanzen.
a London, 3. Juni.(WB. Nichtamtlich.) Reuter be⸗ richtet amtlich, daß der Schatz ka nzler mit dem Di⸗ rektor der Bank von England und dem Finanzsekretär des . 8 in dieser Woche eine Zusammenkunft mit dem italienischen Finanzminister haben wird, um die finanziellen Fragen, die sich aus der Teilnahme Italiens am Kriege ergeben haben, zu erörtern. a Eine Verteidigungsrede Salandras. Rom, 3. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die Sitzung des römischen Komitees für die sogenannte bärgerkiche Mobilmachung wurde seitens des italienischen Mini⸗ steriums zu einer theatralischen Wiederholung seiner Kriegs- ber den Manifesten des Kaisers Franz Josef
3
gründe gegenn und des Ges eg Friedrich sowie den Reden des Grafen
Tisza und des deutschen Reichskanzlers benutzt. Zahlrei Senatoren und Zuhörer waren als Deputierte 8 auch bekannte Neutralisten wie Grassi, Pucano, Schanzer und Bruno Belmothe waren erschienen. Aus der Rede des Ministerpräsidenten Salandra geben wir folgendes wörtlich wieder: 5 Da ich auf dem Kapftol spreche und in dieser feierlichen Stunde das italienische Volk und die italienische Regierung repräsentiere, so habe ich als ein bescheidener Bürger das Gefühl, viel vorneh⸗ . mer zu sein als das Haupt des Hauses Habsburg⸗Lothringen und als die mittelmäßigen Staatsmänner, welche im vergangenen Juli in leichtsinniger Waghalsigkeit und indem sie sich in ihren Berechnungen täuschten, anz Europa und seine fried⸗ I Stätten in ten. Da fle jetzt ihre neuen kolossalen Fehler entdecken, drücken sie sich in den Parlamenten von Budapest und Berlin in brutalen Worten gegen Italien und seine Re⸗ gierung aus mit dem offensichtlichen Zweck, sich die Verzeihung ihrer Landsleute zu erkaufen, indem sie sie mit grausamen Visto⸗ nen von Haß und Blut berauschen.(Lebhafter Beifall.) Der doeutsche Reichskanzler sagte, er sei nicht von Haß, doch von Zorn erfüllt. Er sprach die Wahrheit, weil er schlecht rarson⸗ nierte, wie man dies in einem Wutanfall tut.(Heiterkeit. Selbst nenn ich wollte, könnte ich seine Sprache uns gegenüber nicht 2„uns gegenüber, die wir zwanzig Jahr⸗ hunderte weiter vorgeschritten sind. Die fun⸗ 2 ¹. ale These der Staatsmänner Mitteleuropas ist in den Worten „Der Verrat und Ueberfall Italiens gegenüber seinen treuen,
Ver⸗
ft, möglichst herab— „ mögli umin„ scheut man selbst vor öffentlichen 3 5—.— nicht zurück.
deutsche Hände fiel, liefert dafür den Beweis. In dem Briefe
Zeitung war neulich darauf hingewiesen, daß es 60 000 Gefangene gebe, die vermißt würden und die aus Kriegs⸗ rücksichten während der ganzen Dauer des Krieges kein Lebens⸗ eichen man die Freude haben werde, sie wiederzusehen. Ich bete alle Tage, daß unser lieber Roger
die Regierenden gegen die Schmerzausbrüche der Bevölke⸗
den 3 steckt, wenn es auch nur einen unge⸗
einstigen Verbündeten das Recht besitzen, sich aber die—— 9 9 Seu Welrbe 1 seit 1. ungen e igen eten langem bekannt. Diese Wünsche und unser Urteil nahmen dem Bündnis seine innere Daseins i Das Grünbuch zeigt, daß im Dezember und Mai lange, mühselige Unterhandlungen stattfanden, die ergebnislos blieben. Es ist nicht wahr, wie man fälschlicherweise glauben machen will, daß das im Dezember ge⸗ bildete Ministerium die Richtlinien unserer internationalen Politik veränderte. Die italienische i„deren Richtlinie immer unverändert blieb, urteilte streng. Von dem Augenblick an, wo sie Kenntnis von dem Angriff Oesterreich⸗Ungarns auf Serbien hatte, sagte sie die Erfolge des Angriffes wraus, welche pie vorauszusehen vermochten, welche jenen Schlag mit so großer Gewissenlosigkeit vorbedacht hatten. Als Beweis diene folgendes Telegramm di San Giulianos an den italienischen Botschafter in Wien, Herzog von Avarna, vom 25. Juli 1914: Salandra, Flotow und ich hatten eine lange Unterredung. Salandra und ich machten Flotow besonders darauf aufmerksam, daß Oesterreich gemäß dem Sinn des Dreibundes nicht das Recht habe, ohne vor⸗ herige Abmachungen mit seinen Verbündeten einen Schritt 7¹ unternehmen, wie es ihn in Belgrad unternommen* g Salandra fährt fort: Tatsächlich beweist Oesterreich-Ungarn hierdurch den in der Note angeschlagenen Ton und durch die Art der Forderungen, welche übrigens gegen die panserbische Gefahr weniger wirksam, dagegen für Serbien und indirekt für Rußland tief beleidigend waren, daß es den Krieg provozieren wollte. Wir haben ferner dem Botschafter von Flotow erklärt, daß Italien in⸗ folge der Handlung Oesterreich⸗-Ungarns und angesichts des Defen⸗ sivcharakters des Dreibundvertrages sich nicht verpflichtet fühle, Oesterreich-Ungarn 0 Hilfe zu kommen, falls es sich infolge dieser
von uns Überfallen
Demarche mit Rußland int Kriege befinden sollte. Der ganze europäische Krieg ist tatsächlich eine Folge der herausfordernden Handlung Oesterreich-Ungarns. Die italienische Regierung warf am 27. und 28. Juli in Berlin klar die Frage einer Abtretung der österxeichischzitalienischen Provinzen auf. Wir erklärten da⸗ mals, daß der Dreibund unweigerlich gebrochen werde, salls wir nicht gerechte Kompensationen erhielten.(Anmerkung der Redak⸗ tion: Eine derartige Erklärung ist in Berlin weder am 27., noch am 28. Juli vorigen Jahres abgegeben worden. Dahingegen hat der königlich⸗italienische Botschafter, Herr Vollati, am 24. Juli den Standpunkt der italienischen Regierung dahin gekennzeichnet, daß Italien unter Wahrung seiner Interessen auf Grund des Artikels 7 des Dreibundvertrages eine möglichst wohlwollende und freundschaftliche Haltung für Oesterreich-Ungarn annehmen
allen Balkanfragen eine mit seinen Verbündeten Übereinstimmende Politik machen. Auch müsse es über die Interpretation des Ar⸗ tilels 7 Gewißheit erhalten. Ueber die Interpretation war in der Folge eine Einigung und zwar im Sinne der italienischen Wünsche herbeigeführt worden.) Die unparteiliche Geschichte wird sagen,
seinen aggressiven Absichten gegen Serbien feindlich gesinnt zu finden, im vergangenen Sommer in Uebereinstimmung mit Deutsch⸗ land versuchte, uns durch Ueberraschung vor eine vollzogene Tat⸗ sache zu stellen. Das Verbrechen von Serajewo wurde als Vor⸗ wand ausgenutzt.
Die lange Rede wurde begeistert aufgenommen und vielfach unterbrochen. Am Schluß erhob sich ein minuten⸗ langer Beifallssturm, alle Anwesenden brachen in die Rufe: „Es lebe der König“,„Es lebe Salandra“,„Es lebe Son⸗ nino“ aus. Die Huldigungen erneuerten sich auf dem Platze vor dem Kapitol, wo eine dichte Menschenmenge stand.
Lugano, 3. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Von den ita⸗
läßt, nur der„Popolo Romano“ mit Rede des Ministerpräsidenten Salandra, wo erklärt, daß die Geschichte entscheiden werde, oder Salandra die Wahrheit gesagt habe.
***
Kitchener.
London, 3. Juni.(WTB. Ni amtlich) Anläßlich des Geburtstages des Königs wurde Lord Kitchener zum Ritter des Hosenbandordens ernannt.
Zeppelin über London. Am sterdam, 3. 3 Korrespondent von Wolffs Telegraphischem au von verläß⸗ licher Seite erfährt, erreichte beim letzten Luftangriff ein Zeppelin Finchley im äußersten Norden Londons. Er muß also den größten Teil der Stadt überflogen haben. Der angerichtete 8 ist nach derselben Quelle bedeutend größer, als zugegeben wird.
Die englischen Verluste.
Berlin, 4. Juni. Eine usammenstellung der bisher erschienenen 42 englischen erlustlisten ergibt, wie verschiedenen Blättern aus Genf gemeldet wird, einen eng⸗ lischen Gesamtverlust von über 220000 Mann seit Beginn des Krieges.
Berlin, 4. Juni. In der„Köln. Ztg.“ heißt es von der holländischen Grenze: Man scheint in England immer mehr das Bedürfnis zu empfinden, die Krie gs st im mung anzufachen. Schon jetzt kündigen die Blätter an, daß am 4. August, dem Tage der Kriegserklärung Englands, überall Versammlungen stattfinden sollen, in denen dem Entschluß des britischen Volkes, im Kriege bis zum Ende auszuharren, Ausdruck gegeben werden soll.
Englands und Japans Politik in China.
Petersburg, 3. Juni.(WN. Nichtamtlich.) Der „Rjetsch“ meldet aus Tokio: Die englische Regierung sor⸗ derte die japanische Regierung zu gemeinsamen Schritten auf, um den Handel Deutschlands und Oester⸗ reich-Ungarns aus China zu verdrängen. Es verlautet, daß die Vereinigten Staaten von China gleiche Rechte wie Japan verlangen. 0
der Seekrieg.
Kristiania, 3. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das deutsche Auswärtige Amt teilte der norwegischen Gesandtschaft in Berlin mit, daß die deutsche Regie⸗ rung eine weitgehende Untersuchung aus Anlaß der Ver⸗ senkung der„Amerika“ vornehmen ließ. Nach dem bis⸗ herigen Ergebnis der Untersuchung kann in Anbetracht von Zeit und Ort keine Rede davon sein, daß ein deutsches Unterseeboot den Untergang des Dampfers verschuldet hat. Das deutsche Auswärtige Amt ersucht gleichzeitig zur wei⸗ teren Untersuchung um die Ergebnisse der von der norwegi⸗ schen Regierung eingeleiteten Untersuchung nebst Beweis⸗ material.— Die deutsche Regierung teilte der norwegischen Regierung mit, daß die Untersuchung bestätigt habe, daß der Dampfer„Belridge“ durch einen unglücklichen Zufall von einem deutschen Unterseeboot torpediert worden sei. Die kaiserliche Regierung drückt ihr Bedauern aus und erklärt sich zu vollem Schadenersatze bereit. Sie schlägt die Ernennung norwegischer und deutscher Sa verständiger zur Feststellung der Schadenersatzansprüche vor. Die norwegi⸗ sche Regierung erklärte ihr Einverständnis.
Aus dem Reiche.
Dernburgs Heimreise nach Deutschland.
Vorbehalt gegen die er in seinem Blatte ob der Reichskanzler
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ork, 3. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldun tierten haben dem deut⸗
des chen Bureaus: Die All haben
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und ihm keine Schwierigkeiten bereiten würde. Italien werde inf
daß Oesterreich⸗Ungarn, ohne von Juni bis Oktober 1913 Italien] B
lienischen geitu ngen äußern sich, soweit sich hier erkennen W
(Wi. Nichtamtlich) Wie der
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en. Er reist am 12. Juni an Bord eines Dampfers nach Norwegen.
** 5 4* Berlin, 4. Juni. Bei dem Russeneinfall in
Ostpreußen sind nach den neuesten amtlichen Feststel⸗ lungen insgesamt 33 8590 Gebäude vernichtet oder stark be⸗ schädigt worden, davon 2407 im Regierungsbezirk Königs⸗ berg, 12 768 im N er pngsbestrr Allenstein und 18378 im Regierungsbezirk Gumbinnen. 5
München, 3. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Telegramm des Gene ersten v. Mackensen an den
König von Bayern wurde Przemysl unter hervor-
ragender Beteiligung bayerischer Truppen von den Ver, bündeten genommen.
Aus Stadt und Cand. 4 Gießen, 4. Juni 1915. Das Gießener K Brot.
Nachdem in der gestrigen Nummer des„Gieß. im Rahmen des Berichtes über die Stadtverordn—
sammlung vom Mittwoch, den 2. Juni die Aussprache über
die Mehlversorgung und die Brotlieferung in Gießen kurz wiedergegeben worden ist, tragen wir die Ausfüh⸗ rungen nach, die Stadtv. Dr. Ebel in seiner Eigenschaft als. des Lebensmittelausschusses über diesen Gegenstand gemacht hat. Im Interesse der Klarheit, die die 8 über die sie aufs engste berührende Frage ver* kann, rechtfertigen die Feststellungen, die Stadtv. Dr. Ebel machte, die genaue Veröffentlichung. Der Stadt⸗ verordnete führte aus:
Nach der Verordnung vom 25. Januar 19¹⁵ bis zur Einführung der Brotmarken Bäcker Mehl in einer von „J des durchschnittlichen Tagesverbrauchs vom 1.—15. ar 1915 verbacken. Die versorgungsberechtigte Bevölkerung betrug bis zum 18. Februar 1915 rund 40 Personen 1 Ersatz⸗Bataillon und Gefangene. Von etwa Ende über⸗
nahm das Proviantam't ainz die Versorgung des Ge⸗
0 Weizenmehl 1664,56 Zentner vorhanden. Diese
folgenden Monate durch den Kommunalverband angerechn et.
aebi der nachträglich überwiesenen Menge von 1825 eizenmehl bis Ende Mai 1915 ausreichen müssen. ereits ai machte sich ein erheblicher Mangel an Weizen⸗ mehl bemerkbar. Am 20. Mai wurde der letzte 7 an eizenmehl abgegeben.(Die Kliniken wurden Ende des Monats sicher estellt.)
Im Monat
Anfang
aud(4470 Hende e bucht center a n r) bemerkbar, ich zun ieß, Durch Nachfrage bei Hanau
ge bei den Proviantämtern* rde e daß diese der Bäckerinnung auf größere Mengen 0(Roggenmehl) überwiesen hätten, Eine Kontrolle über den tatsächlichen Verbrauch und die zugewiesene Mehlmenge fand nicht statt, ist auch bis heute noch nicht durchge⸗ führt. Am 1. April waren von dem für den Monat März 5 gewiesenen Roggenmehl leinschließlich etwa gemachter kleiner Er⸗ sparnisse) 1470 Zentner vorhanden. Am 1. i Monatsbedarf des Monats April 2400 Zentner Rog gen⸗ mehl nicht verbraucht. Der Preis für Roggenmehl betru in den Monaten März und April pro Doppelzentner 41,20 M für die Stadt Gießen. Mit Wirkung vom 1. Mai wurde der 1— auf 38 Mk. herabgesetzt. Bei einem Ueberstande von 2400 Zent⸗ nern konnte selbstverständlich, ohne große Verluste zu erleiden, die Stadt Gießen solange nicht an eine Herabsetzung des Preises denken, als diese Menge von den Bäckern 5 verbraucht war, was normaler Weise anfangs Mai hätte geschehen sein müssen. Trotzdem am 15. Mai der Bestand noch nicht verbrau t, war, wurde durch Beschluß des Lebensmittelausschusses mit irkung von diesem Tage der Brotpreis entsprechend herabgesetzt. Um einen schnelleren Verbrauch des für den Monat April zugewiesenen teuren Roggenmehls herbeizuführen, wurde mit dem ea 1 vereinbart, daß dieses 400 Zentner N der tadt gegen eventl. Umtausch von Weizenmehl übern Trotz
der Abgabe dieser 400 Zentner reichte der für den Monat April ugewiesene 1 Roggenmehl bis zum 25. Mai. Er st mitt N Tage un der Verbrauch des für den Monat Mai edarfs an Roggenmehl mit entsprechender ung. ar auf der Hand, daß die Bäckerinnung ihren Bedarf an Roggenmehl für die Zeit vom 1.—25 Mai nicht aus 10— p 1— 25 5 ihnen zugewiesenen Proviantam„ was auch insofern eif⸗ lich ist,* die Bäcker der Annahme waren, sie erhielten das Propiantamtmehl zu einem Preise von 37,50 Mk. Hierin haben sie sich allerdings 7 denn N wurde von Proviantamte nach Verhandlung mit dem Kommunalverband als Preis der Ortspreis festgesetzt.
Am 1. Juni werden voraussichtlich noch zirka 600 Zentner Roggenmehl vorhanden sein. f
Wie in der Stadtverordnetensitzung bekanntlich weiter mitgeteilt worden ist, wird vom 6. Juni ab die Hontrolle über die getrennte Verwendung von Stadt- und Proviantamtsmehl auf Betreiben des Lebensmittelaus⸗
ugewiesenen 8 2 fe a Es liegt also
schusses durchgeführt werden. Ferner wird für die ge
der vorgeschriebene Verbrauch von Weizenmehl einsetzen können und müssen. Da weiterhin der Brotpreis 0 eine weitere Ermäßigung erfahren wird, ist die Gewißheit
vorhanden, daß die Klagen über das Gießener K Brot nun⸗
mehr bald verstummen werden. Nachdem die An und berechtigte Klarlegung erfahren hat, dürfte vielleicht im Interesse des Burgfriedens und de's so no i Zusammenwirkens aller Beteiligten, wozu in dieser Be⸗ ziehung auch das Publikum gehört, die nung nicht über⸗ flüssig sein, ein Auge zuzudrücken und über das nun einmal
Sinne wird es die Bürgerschaft gerne au ehmen, gestern zwei Vertreter 75 Bückerinnung bei 25 vorspra und ausdrücklich erklärten, daß Kicht alles so 50 worden sei, wie es nach dem Buchstaben hätte sein Wir wurden ermächti mis zur Kenntnis Inter
Geschehene zur Tagesordnung überzugehen. In*.— chen
7
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Anz.“ 5
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Mai waren von dem
elegenheit auf diese Weise ihre volle
t en. t, dieses ehrliche Zugeständ⸗ Leser zu bringen. Wir tun dies


