Ausgabe 
(25.5.1915) 120. Erstes Blatt
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be eng

Und dennoch: des Wortes ließ

sich die so nötigen Tage des Auf⸗ atmens nicht. Das h. e

haben wir der Gitte der Natur zu danken, daß sie gegenüber dem Häßlichen allen, das die letzten Tage uns jenseits der Alpen sehen ließen, das Banner ihrer frühsommerlichen Pracht entfaltete. Alles, was je der Dichter an den Reizen des Maien gepriesen hat, ließ an. den beiden Kriegspfingsttagen die strahlendste Sonne unter reinem Himmel erglänzen. Der kühle Wind, der vom Mor- gen bis zum Abend wehte und den Duft von Wald und feld, von Gärten und Wiesen mit sich führte, ließ die Sonnen- trahlen nur als köstliche Helle und nie als Hitze empfinden. In seinem kräftigen Hauch wogte die dichte Saat mit ihren frühen Aehren wie grünes Gewässer; aus den Halmen raunte es dem Wanderer wie leise tröstliche Versprechen von künftigem Erntesegen. Tausend und abertausend offenen Herzen wurde das tiefe Rauschen, mit dem der Wind lang⸗ sam durch die grünen Kronen ging, zu erhebendem Orgel klang aus Domeshallen. Mit eindringlicher Stimme predigte der deutsche Wald, dessen Meister die Lieder preisen, Ver⸗ trauen und Kraft. Und mit noch ungezählten kleineren Be⸗ weisen ihrer Huld trug die Natur liebevoll Sorge, daß man an ihrem Born in den Pfingsttagen einen Trank schöpfen den in der lindernd schon erlittene und künftige Wun⸗ den kühlt. Daß viele diese Gunst benutzten, zeigten die vollen Züge, die in den Abendstunden die Ausflügler in die Hei⸗ mat zurückbrachten. Es brauchte keiner Gedankenlesekunst, um aus ihren Mienen zu erraten, daß ihnen trotz türmender Widerwärtigkeiten das Pfingstfest 1915 noch Liebes und Wertvolles bescheren konnte.

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Feriensonderzüge. Der Bund Deutscher Ver⸗ lehrs⸗Vereine hat an die Eisenbahnverwaltung eine Ein⸗ gabe eingereicht und darum nachgesucht, auch in diesem Jahre Verwaltungssonderzüge zu ermäßig⸗ ten Preisen verkehren zu lassen. Der Bund befürworket die Führung von Sonderzügen auch in diesem Jahre von dem Gesichtspunkt aus, daß der zum Teil schwer arbeiten⸗ den deutschen Bevölkerung und der Jugend Gelegenheit r Erholung und zur Erhaltung der Leistungs⸗ ähigkeit geboten werden müsse. Die Sonderzüge, die zu ermäßigten Preisen verkehren, ermöglichen im Hinblick auf die wirtschaftlichen Schäden, die infolge des Krieges entstanden sind, einem großen Teile der Bevölkerung erst einen Aufenthalt in schöner Natur und erquickender Luft. Anderseits ist im volkswirtschaftlichen Inter- esse deutschen Bädern, Kurorten und Sommerfrischen der Besuch von Reisenden und Erholungsuchenden Zu gönnen, da die auf den Fremdenverkehr angewiesenen Orte und Gewerbe seit dem Beginn des Krieges wirtschaftlich besonders schwer zu kämpfen haben. Teilweise werden die Sonderzüge auch dazu beitragen, daß die deutsche Be⸗ völkerung von Auslandsreisen zurückgehalten wird. Sie sind auch dazu geeignet, die bereits jetzt gut besetzten, zum Teil sogar überfüllten fahrplanmäßigen üge zu en Der Bund Deutscher Verkehrs-Vereine befürwortet u. a. Sonderzüge nach dem Harz, nach Thstringen, nach der sächsischen Schweiz, dem Erzgebirge bezw. Vogtland, nach dem bagerischen Hochlande, nach dem württembergischen und badischen Schwarzwald, nach dem Rhein, dem nach der Ostseeküste und nach dem Riesen⸗ gebirge. 5

*Die Mutter der Kompagnie weiß Rat. Von unseren Landstürmern haben in der Hauptsache nur

die verheirateten Leute vier Tage Pfingsturlaub erhalten. Einer der jüngeren Leute bat seinen Feldwebel, ihn doch an den beiden Feiertagen zu beurlauben, da während dieser T. seine Quartierwirte einen Ausflug machten. Der

strenge machte ein recht vergnügtes Gesicht zu der Er⸗

0 * e des Landstürmers und erklärte dem Erstaunten: M Das

mit dem Ausflug der Quartierwirte kommt mir * e wie gerufen. Sie gehen die Feiertage über auf Tage auf Wache nach Annerod; da ist Ihnen ja lamos geholsen, ebenso Ihren Quartierwirten und auch der Kompagnie. 1 5 le 8 ae ch. 5 1* siziers⸗Gefangenenlager gelang es neulich einem rusfi⸗ schen Offigier unbemerkt über die niedrige Hofmauer zu klettern und zu entwischen. Er wurde wieder aufgegriffen und vorläufig dem alten Polizeigefän gnis in Frankfurt zugeführt. Als der Russe am Mittwoch früh zum erstenmal zum N auf den Hof geführt wurde, galt sein erster Blick den Mauern. Enttäuscht be⸗ trachtete er die acht Meter hohen glatten Wände mit den Glasscherben oben drüber und sagte dann zu dem ihn be⸗ wuchenden Landsturmmann:Die Mauer hier unmöglich boch; in Friedberg ganz klein, ich drüber rasch gymnastiert und weg sein ich gewesen. Hier in Franfforrt ganz unmöglich zu gymnastieren! ö dinterbliebene von Kriegsteilnehmern tun gut daran, dem in der vorliegenden Nummer des Kreisblatts enthaltenen Merkblatt ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Das Merkblatt unterrichtet kurz und leichtverständlich über die Empfangs⸗ 1 igung von Gnaden⸗ und Versorgungsgebühr⸗ nissen und von Kriegselterngeld und über Weg,. der zur Erlangung der Gelder einzuhalten ist. Die Brach ing und Aufbewahrung dieser Bestimmungen ist allen Ange en von Kriegsteilnehmern dringend zu empfehlen, zumal man sich so für vorkommende Fälle umständliche Rückfragen ersparen kann.

Landkreis Gießen. 8 4 OStockhausen, 24. Mai. Unsere Gemeinde ist gegenwärtig nicht nur ohne Bürgermeister, sondern au ohne eigenen Lehrer, Beigeordneten und Polizeidiener. Alle diese Stellen werden durch andere Personen versehen. Der Bürgermeister wurde alsbald beim Beginn des Krieges einebenso der Schulverwalter Michel, der frei⸗ 2 ig el der Artillerie eintrat. Die Stelle als Bürger⸗ meister versah bisher der Beigeordnete Carle der jetzt auch als Landsturmmann eingezogen wird. Die Schule hat ein pensionierter Lehrer aus Laubach freiwillig übernom- men. Die Polizeidienerstelle versieht ein alter Veteran aus dem Kriege von 1870/71, da der bish Polizeidiener

erige ebenfalls eingezogen worden ist. Die Per palfung der Semeinde ist einem Gemeinderatsmitglied übertragen wor⸗ den.- Verwundet wurde der Bürgermeister auf dem

a

5 nehuigen Kriegsschauplatz, ist aber wieder soweit hergestellt,

daß er wieder felddiensttauglich ist; vermißt ist ein Soldat, gefallen ist bis jetzt noch keiner; dagegen sind aus dem benachbarten Flensung für das Vaterland gefallen und einer wird vermißt. In Solms⸗Ilsdorf ist ein Mann gefallen. In Ilsdorf wird ein Mann vermißt.

O. Obbornhofen, 23. Mai. Ersatzreservist Heinr. Lauber von hier erlag im Städtischen Krankenhaus in Mainz einer schweren Erkrankung. Er wurde am 20. Mai in Obbornhosen beerdigt. Als fünstes Opser aus unserer Gemeinde fiel vor einigen Tagen in den Karpathen Karl Brettschneider.

Steinheim, 22. Mai. Dem Gefreiten Rudolf Hof mann von hier im Reserve-Infanterie-Regiment 206, 12. Komp., wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt der Kanonier Otto Engel bei der 2. Batterie Feld- Art.⸗Regt. 61. Gleichzeitig wurde er dem Regi- mentsstab zugeteilt. 5

Grünberg, 25. Mai. Kürzlich hielt der hiesige Gewerbeverein seine Hauptversammlung in der WirtschaftZum Taunus ab. Der Vorsitzende, Herr Stein⸗ hauermeister Leonhard erstattete den Re chenschafts⸗ bericht. Besonders erwähnenswert hieraus ist die Tat⸗ sache, daß der Verein, der zurzeit 97 Mitglieder zählt, von denen 17 unter den Fahnen stehen, jedes eingezogene Mit- glied mit einem 1 bei der hessischen Priegs⸗ versicherung versichert Auch für die in diesem Vereinsjahre, d. h. ab 1 il, einrückenden Mitglieder soll die gleiche Versicherung bewirkt werden. Die von dem

werbeverein unterhaltene gewerbliche Fortbil- dungsschule, die bisher zwei Klassen aufwies, zeigt durch den Krieg einen kleinen Rückgang in der Schülerzahl, so daß man sich zur en e ung der beiden Klassen entschloß. Die Unterhaltung der Schule erforderte eine Aus⸗ gabe von rd. 1570 M. Dieser Betrag wurde aufgebracht vom Schulgeld und Beiträgen der Stadt, des Vorschuß⸗Vereins, der Bezirkssparkasse, des Kreises und der Zentralstelle in Darmstadt. Von einer Vorstandswahl wurde wegen des Krieges abgesehen und beschlossen, den bisherigen Vorstand einstweilen im Amte zu belassen. Mit der Hauptver⸗ sammlung war gleichzeitig die feierliche Ueberreichung der Gesellenbriefe an die diesjährigen Prüflinge ver⸗ bunden. Es geschah dies unter einer entsprechenden An⸗ sprache des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Herrn Lehrers Wenzel. Sämtliche 14 Prüflinge konnten zu Ge⸗ sellen erklärt werden und zwar konnte zwölfen die Note Gut bestanden, zweien die NoteBestanden zuerkannt werden. Zum erstenmal unterzog sich auch ein Mädchen (Näherin) hier der Gesellenprüfung.

Kreis Friedberg.

OBad⸗Nauheim, 21. Mai. Gestern abend fand im RestaurantGermania die 47. Generalversammlung des Fur und Verschönerungspereins statt. Der Vor⸗ sitzende, Lehrer A. Wagner, eröffnete die Versammlung, in⸗ dem er die Mitglieder willkommen hieß: er erwähnte, daß von Rußland und in neuerer Zeit auc) von England ein wahrer Ge⸗ schäftskrieg gegen die deutschen Heilstätten geführt werde, daß aber gerade deshalb die Reklametätigkeit für unser Bad nicht erlahmen dürfe und schloß mit einem Hoch auf den Großherzog. Aus dem von dem Vorsißenden zur Verlesun, gebrachten Jah⸗ resberichte pro 1914 ist zu entnehmen, daß die Zahl der Kur⸗ fremden 28 371 betrug gegen 34951 im Vorjahre, die Zahl der Bäder 355 910 1 480 520. Die Winterkur war infolge des Krieges von Militärpersonen sehr gut besucht, auch befanden sich in den verschiedenen Reserve-Lazaretten mehrere Hundert kranke und verwundete Kriegsteilnehmer. Für Reklamezwecke wurde der Verkehrskommission wieder eine größere Summe überwiesen, ebenso der Kommission für Blumenschmuck, dem Bildu sverein, der Fanitätskolonne, dem Ortsgewerbeverein, dem Landesverein für Vogelschutz und dem Roten Kreuz. Für Neuanschaffung von Bänken sowie Winterfütterung der Vögel wurden größere ver⸗ ausgabt. Auch sollen an der Kreisstraße 4 Friedberg Bänke an⸗ gebrachtBei den Neueinrichtungen wurde besonders das neugegründeteGroßh. Balneologische Institut erwähnt. Auch in diesem Jahre wurden das offizielle Verkehrsbureau sowie der Woh⸗ nungs nachweis recht fleißig benutzt. Der Verein hatte im ab⸗ r Jahre 999,50 Mark Einnahmen und 999,07 Mark Aus⸗ 9. 8

zahl zirka 300.

Starkenburg und Rheinhessen.

O Mainz, 21. Mai. In der heutigen Stadtverord⸗ netensitzung wurden die Sätze für Quartierentschädi⸗ gung um 45 Pfennig pro Tag und Mann erhöht mit Rück. wirkung vom 1. Mai ab. Die unterstützungen wurden kürzlich für die Monate April und Mai um 20 Proz. erhöht, diese Erhöhung wurde heute auch auf den onat Juni ausgedehnt. Auf den Scheibenständen der Mainzer Schützengesellschaft übt sich die Jung mannschaft im Schießen ein. Der Schüttzengesellschast wurde zur Bestreitung der Munition für 1915 der Betrag von 3600 Mk. bewilligt. Die Stadt übt über die Verwendung der Munition die Kontrolle aus.

Hessen⸗Nassau. n e n

[Marburg, 22. Mai. Der Höchstpreis für Brot (4 Pfund Roggenbrot) wurde auf 68 Pfg. erhöht. Das sind 2 Ng. mehr als seither.

Frankenberg, 22. Mai. Nachdem der Landrat des hiesigen Kreises die Höchstpreise für Rindfleisch zum Kochen auf 80 Pg, zum Braten auf 95 Pfg., für Schweinefleisch zum Kochen auf 95 Pfg. und zum Braten auf 1 Mk. für das Pfund jestgesetzt hat, erklären jetzt f ieben Metzgermeister aus 1 zwei aus Rosenthal und einer aus 8 ankenau, daß ie vom 25. dss. Mts. ab ihre Betriebe einstellen. Sie weisen darauf hin, daß sie bei diesen Höchstpreisen die Kundschaft nicht bedienen könnten.

m Kirchhain, 24. Mal. Der Oberpräsident hat genehmigt, daß bei der dies jährigen Fohlenmarkt⸗Lotterie statt Pferde und Johlen auch Kühe, Rinder oder größere landwirtschastliche hee Verlosung gelangen dürsen. Gestern ereignete sich in Allendorf ein bedauerlicher Unglücksfall. Der Land- wirt Gabriel Müller wollte in der Scheune Stroh berunter⸗ wersen. Durch einen Fehltritt stürzte er vom Gerüst ab in die Tenne und trug schwere innere Verletzungen davon, an denen er noch gestern abend gestorben ist.

te. Niederzwehren, 24. Mai. Ein Iijähriger Schul- knabe von hier machte seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Der Grund zur Tat ist unbekannt.

se. Camp, 24. Mai. Im DistritktGeis- der hiesigen Ge⸗ markung wurden die ersten reifen Kirschen gepflückt.

h. Frankfurt, 24. Mai. Nach dem Vorbild anderer Städte hat Frankfurt nun auch seinenAdler im Eifen. Auf dem Schillerplatze erhebt sich seit gestern der 2,5 Meter hohe

ch] Holzadler und wartet, daß ihn die gebefreudige Bevöllerung mit

einem Nagel überzieht. Der extrag fließt dem Aus⸗ schuß der Hilfe für kriegsgefangene Deutsche zu. Die Schutzherr⸗ schaft über das Unternehmen übernahm die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen. 15 a * TCronberg, 24. Mai. Schloß Friedrichshof ist Frau Prinzessin Adolf von Schaumburg⸗Libpe, Viktoria von 8 zum Pfingstbesuch eingetroffen. Am ersten Friertag waren andgräfin von Hessen und Prinzessin Leopold von Anhalt Dessau sowie Freifrau v. Vincke, geborene Prin⸗ zessin Sybille von Hessen zum Tee anwesend. Ferner waren heute nachmittag der Großherzog und die Großherzog in von

0im von Darmstadt kot d, tün⸗ r n e e getroffen

en bereits sechs Mann]

Ausläufer nach Skandinavien heranreicht.

Kapitalvermögen beträgt 680,43 Mark, die Mitglieder⸗

Armen- und Kriegsteilnehmer⸗[ F

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vermischtes.

Eisenbahnunglück in England.

London, 23. Mai.(Meldung des Reuterschen Bureaus.) Das gestrige Unglück bei Carlisle war eines der schlimmsten, die jemals in Großbritannien vorgekommen sind. Man war eben um Begriff, den Lokalzug auf ein Seitengleis zu bringen, als der Militärzug mit 490 Offizieren und Mannschaften einlief. Die Wucht des Zusammenstoßes war groß; der Militärzug wurde zusammengeschoben. Dann suhr noch der Expreßzug London Glasgow in den verunglückten Zug hinein, worauf sosort Flammen ausschlugen. Das Unglück geschah um 7 Uhr morgens. Die Szenen, die sich abspielten, waren furchtbar. Das Unheil wurde noch dadurch vergrößert, daß Patronen zwischen den Soldaten, die in den Flammen umkamen, explodierten. Als das Feuer sich aus⸗

Teile des Zuges mitgeführt wurden, explodierten. Bis her wurden 73 Leichen geborgen. g *

Die Furcht, ein Hundsfott zu werden. Als Blücher in Trachenberg zur Jagd beim Grafen Hatzseld war und gelegentlich gefragt wurde, wie man Knaben, die nicht von Natur besonders mutig wären, vor Ausbrüchen der Feigheit in der Schlacht bewahren könne, daß man sie nicht als Poltrons, als Feiglinge ausehen müsse,. lücher:Das ist alles dummes Zeug; wenn der erste Kanonenschuß fällt, haben wir einer wie der andere nicht für einen Kreuzer Courage und möchten herzlich gern aus- reißen. Aber jeder weiß, daß er ein Hundssott ist, wenn er davon läust, und die Furcht, ein Hundsfott zu werden, ist größer als die Jurcht vor dem Tode. Deshalb läuft man nicht davon; ist man erst drin im Feuer, so findet sich das übrige von selbst und es heißt: vorwärts!

Standes amts nachrichten. Butzbach. 1 Eheschließungen: Mai 8. Offizier⸗Stellvertreter Otto Heidt, mit Katharine Scharmann, beide in Butzbach. Geborene: April 27. Dem Taglöhner Peter Glaum eine Tochter, Frieda Paula. Sterbefälle: Mai 13. 43 Jahre alt. 17.

20. Musketier Richard Karl Adolf Valentin Keipp, 20 Jahre

alt

8 Friedberg..

Aufgebote n 11. Mai. Heinrich Traum, Brauereiarbeiter, mit Wilhelmine Mathilde Amalie Hedwig Luise Emilie Mül⸗ ler, beide in Darmstadt. f 2 ö

Geborene: 13 Mai. Dem Bäckermeister Heinrich Ripper eine Tochter, Marie Magdalene. 15. Dem Taglöhner Jakob Eberhard Blecher ein Sohn, Johann..

Sterbefälle: 5. April. Otto Wilhelm Schuch, Kauf⸗ mann, 24. Jahre alt. 15, Johanna Philippine Schmidt, geb. Bechstein, Witwe, Privatin, 75 Jahre alt. 17. Lina Grein, Schneiderin, 25 Jahre alt. ö 0

Hungen.

Geborene: Mai 11. Dem Lokomotivheizer Hermann Gottlob Bondt eine Tochter, Erika Marie Katharine Martha.

Sterbefälle: Mai 11. Karl Fendt, Rentner, 70 Jahre alt. 21. Karoline Christine Vowinkel, geb. Kießling, 73 F. alt.

Nidda. Geborene: W be S ein Sohn, Robert. 13. Dem Lokomotivführer Heinrich ich Peter⸗ mann eine Tochter, Hedwig. 915 r Sterbefälle: Mai 2. Heinrich Schmidt, Postbote, Kano⸗ nier 26 Jahre alt. 15. Karl Betz, Rentenempfänger, 50 Jahrr alt. 16. Hermann Weber, 10 Monate alt.

Amtlicher Wetterbericht. Deffentlicher Wetterdienst, Gießen. Im hohen Norden ist eine Depression erschienen, die mit einem Im allgemeinen hat sich aber die Wetterlage nur wenig verändert. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 26. Mai 1915: Heiter, trocken, warm, nordöstliche Winde.

Tehte Rachid Der Krieg mit Italien.

Lugano, 25. Mai. Gestern abend reiste der Gene- ralst abs

Bahnhof.

Triest, 25. Mai. Bei Görz wurde ein italienisches lugzeug, in dem sich zwei italienische Generalstabsoffiziere befanden, herabgeschossen. Beide Insassen sind tot.

ien, 25. Mai. Ueber die Versprechungen des Dreiverbaudes an Italien wird von unterrichteter Seite mitgeteilt: Der Dreiverband hat Italien zugesichert, Tirol bis zum Brenner, Görz, Gradica, Triest, Istrien mit Pola, Steier⸗ mark, Dalmatien mit allen Inseln bis zum Narenta, Grenz⸗ berichtigungen in Tripolis. Anteil bei Aufteilung der Türker, Zulassung als gleichberechtigter Partner zur Londoner Verein⸗ barung über einen gemeinsamen Friedensschluß, die Gewährung einer Kriegsanleihe, wofür Italien sich der Grenzzoll⸗ kontrolle Englands unterwirft. ö

ö N Eine italienische Anleihe..

Chiasso, 25. Mai. Nachdem schon früher von einer An⸗ leihe die Rede war, die Italien in England aufnehmen wollte, macht dieTribuna die Mitteilung, das Kabinett habe das Anleiheprojekt besprochen. Diese Kriegsanleihe soll ins⸗

führung ausreicht. Die Stimmung im italienischen Lande. Genf, 25. Mai. Ein Brief aus Italien(aus den letzten Tagen vor der Mobilmachung), den dasGenfer Journal veröffentlicht, besagt:

armen Bauern und denken anders als die Städter, die sich durch die Worte d Annunzios haben aufreizen lassen. Wenn der Krieg aus⸗ bricht, sind wir einfach ruiniert. Wenn das Volk schreiben Hunte, würde es längst eine Petition unterbreitet haben.

Die Haltung Rumäniens. 5 Bukarest, 25. Mai. Die ententefreundliche Presse ist Sensationen über den Eintritt Italiens in die Aktionen gegen Deutschland, Oesterreich⸗ungarn und die Türkei vor⸗ zusetzen und die Zukunft der verbündeten Zentralmächte im dunkelsten Lichte zu malen. Demgegenüber ist das Ver⸗ halten der Regierung sehr ruhig. Von maßgebender Seite wird versichert, daß die Haltung der Regierung von den Maßnahmen Italiens nicht beeinflußt und nur von den eigenen Interessen Rumäniens bestimmt werde. Die Tripleentente gibt Rumänien ganz ungeniert zu verstehen, daß seine Entente jetzt bedeutend an Wert verloren hat. Es auch die Agitation der russophilen und anderen freunde eingesetzt, um die rumänische Entschluß zu drängen.

Auch in Kriegszeiten

Entente

muß gebaus

eine billige, gründlich säubernde Kraft geradezu

nent b lich: Luhns Wasch⸗Ertrakt en Rolf band⸗ Nat 5

ckung zu 15 Pfg.!

1 Johannes Dechert, Taglöhner, Josef Schopper, Steinmetz, 27 Jahre alt. 19. Anna Katharine Reinhardt, geb. Ewald, 54 Jahre alt.

ef von Rom ab. Ministerpräsident Salan⸗ dra geleitete den Generalstabschef, General Cadorna, zum

besondere in Italien wie auch im Auslande aufgelegt werden und zwar in einer Höhe, daß sie auch für eine längere Krieg⸗.

Wir wohnen auf dem Lande und hier besteht das Volk aus

nach Möglichkeit bemüht, dem Publikum jede Stunde neue

breitete, bestand Gefahr, daß die Munitionskisten, die im hinteren f

Mithilfe zu Gunsten der Friple- hat jetzt Regierung zu einem * 73

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werden. Daben