Ausgabe 
(8.5.1915) 108. Drittes Blatt
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DieGießener Famillenblütter werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelvgt, das Kreisüilutt für den Kreis Gießen zweimal wöchentlich. DieLandwirtschastlichen Seit⸗ ragen erscheinen monatlich zweimal.

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165. Jahrgang

ießener Anzeiger

r 7 8 Wiener Uriegsfrühling.

Man schreibt uns aus Wien:

Es ist ein urwiener Frühling geworden, dieses Jahr. Alt⸗ wienerisch gestimmt. Ein Frühling mit richtigen Landpartien, wie sie in diesen neumpdis Zeiten derDampf⸗ und Benzin⸗ Eisenbahn und benannt, längst nicht mehr im ö waren und wie sie Anno Vormärz das weinselige Klee⸗ blatt: bert, Bauernfeld, Lachner kaum anders geschlendert 2 Zu Fuß aus den Straßen der Stadt ins Grüne von Grinzing,

ng, Hacking und Hütteldorf. Weiß glänzt die Straße. Selten

schrillt der i einer Lokomotive in die Stille, noch sel⸗ Alarmsignal eines Autos. Es ist Krieg, und die Motoren des Dampfes und des Benzins dienen nun bedeutend wichtigeren als denen eines Wiener Sonntagsvergnügens. An allen tationen der Stadtbahn find Plakate, die verkünden, daß die gen unterbleiben müssen und daß überhaupt

murnachder verfügbaren Plätze Fahrkarten ausge⸗ geben werden. So fahren die wenigen Züge jetzt halb- und viertel⸗ leer, wo 5. vielen bummvoll waren. Denn das Fahrgeld ist gleich geblieben; aber eine Krone steht jetzt höher im Ansehen

fricher, fie gilt mehr, seit man beim Fleischer und der Gemüse⸗ ö in weniger fütr ste bekommt, und die Sountags⸗, Fahrten Wiener finden wieder zu Fuß statt, wie Anno Schwindt und 1 nach Grinzing, Sievering und Hütteldorf-Hacking. Dort ste dann in den kleinen Wirtsgärten mit den uralten Bäumen, viele Frauen, sehr viele Kinder und wenige Männer. Jetzt merkt man es recht: Krieg! Nicht in der Stadt, wo das Leben, vielgeschäftig, weiterging, wohl aber vor der Stadt, wo es sonst ein fte. Und auf einmal kreischt eine hohe Stimme in. ue noch stillere StilleExtraausgabe, Extraausgabe! Bis hier s keuchen die Zeitungsverkäufer mit dem allsonntäglichen ttt. Und auch darum bleibt man in diesem Jahr hübsch Dunstkreis von St. Stefan. Die Extrablattverkäufer machen in den Biergärten das beste Geschäft. Das heißt: mit den Bier⸗ und Kaffeegärten ist das auch so eine Sache, sie sind meist vor dem Zaun, auf der Wiese etabliert. Man nichtein. Die Leute, die zu Fuß ins Grüne wan⸗ dern, nehmen das Päckchen Mundvorrat von Hause mit. Den Milch⸗ in der Flasche, das Kriegsbrot in der Tasche.(Diesen Reim schenke ich einem Kriegso

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kein Kuffee, sondern nur mehr Tee verabreicht, die Milch findet ein der Stadt eine ökonomischere Verwendung, und was das i t anbelangt: ein Stück kostet jetzt nicht nur den billigen Preis von 5 Hellern, sondern auch eine Kostbarkeit, eine Brot⸗ marke zu 70 Gramm, und das kann man sich nicht so ohne weiteres leisten. Also wird auch das wieder wie anno dazumal: man geht 2 Fuß, nicht gar zu weit und mit dem Proviantränzel um Jawohl, Wien, das leichtlebige Wien, lernt sparen. Man fee es hier überall. An allen Bauernhäusern, die sonst den groß⸗ ischen Titel 5 la W 91 1 5 1

5 g zu(mit zwei t). In ven hätte man um diese Zeit ebenso wenig eine Sommermahfurng e unt wie jetzt ein e 81717 5 1 1

sonst eine o hatte, mietete sie im t glei

für's Ae Jahr. Diesmal aber erfolgte die verfrühte Abreise 10 17 daß man die Erneuerung vergessen hat. Und seither CET . i sein egen 17 e me dazu, m Vater, Mann oder Sohn im Felde sind? Und dann: diese ume. maren der unerhörteste Luxus der Wiener, für Wohnräume, p, ohne Gas und eleltrisches Licht, dezimmer erleitung, wurden 800, 1000 und 1500 bee r Heuer sind die Preise nicht niedriger, sondern eher 5 e Eigentümer rechneten damit, daß in diesem Jahre auch Leute, die sonst weiter gelegene Orte im Salzkammergut, im Tirol oder gar im Ausland aufsuchten, die Nähe Wiens vor⸗ würden. Aber sie verrechneten sich. Wien ist noch näher zu ien als seine Umgebung. Nur einige Orte sind heute schon, sind

Samstag, 8. Mal 105

Rotationsdruck und Verkag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul ·

straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: 51, Schrift

leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen.

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General⸗Anzeiger für Oberhessen

schon als richtige Winterfrischen seit November lind Dezember überfüllt. In ihnen siedelten sich die wohlhabenderen Flüchtlinge an. Zumeist Juden. Sie suchten die paar Sommerfrischen auf, in denen es ihren Religionsgesetzen entsprechende Küchen und wo⸗ möglich ein Bethaus gibt. Vöslau ist so ein Ort. Und Baden, das Dorado des vormärzlichen Wien, wo es jetzt ganz altbiblisch und dennoch zeitgemäß hergeht. Dr. H. W.

Gießen, 8. Mai 1915. Der Brotpreis in Gießen.

In der Donnerstagsnummer desGieß. Anz. ver⸗ öfsentlichten wir an dieser Stelle eine vergleichsweise Gegen⸗ überstellung der Brot⸗ und Mehlpreise in einer größe⸗ ren Zahl deutscher Städte. Es ergab sich daraus u. a., daß die Spannung zwischen den beiden Preissätzen in Gießen verhältnismäßig gering zu bezeichnen war. Wir erhalten nun zu der Statistik folgende Zuschrift, die im wesentlichen dasselbe sagt, was uns auch mündlich in der letzten Zeit in dieser Sache zu Ohren lam:

Die in Ihrer gestrigen Nummer aufgemachte Statistik enthält recht interessantes Material. Nur stimmt die daraus für Gießen gezogene Nutzanwendung insofern nicht mehr, als, wie kürzlich im Kreisblatt veröffentlicht wurde, der Mehlpreis für den Kommunalverband Gießen seit 1. Mai auf 19 Mark für den Zentner herabgesetzt ist, die Gemeinden also ihr Mehl für Mai sicher auch zu 19 Mark erhalten, mithin mit einem Mehlpreis von 20½ Mark für den Zentner jetzt wohl auch nicht mehr in Gießen ge⸗ rechnet werden kann. Trotzdem kostet der 4-Pfd.⸗Laib Brot in Gießen heute noch 78 Pfg., während er bei dem herab⸗ gesetzten Mehlpreis seit 1. Mai d. Is. doch heruntergegangen sein müßte. Würde man die Spannung zwischen dem Mehl⸗ und Brotpreis, wie sie noch für den Monat April für Gießen bestand, zugrunde legen, d. i. 1 Pfg. beim Pfund oder 1 Mark beim Zentner, dann müßte jetzt bei einem Mehlpreis von 19 Mark für den Zentner oder von 19 Pfg. für das Pfund Mehl sogar ein Preis von 18 Pfg. für das Pfund Brot oder ein solcher von 72 Pfg. für den 4⸗Pfd. Laib, wie er bereits für die Landgemeinden des Kreises behördlich festgesetzt ist, in Geltung sein.

Diese Auffassung geht von der Voraussetzung aus, daß die Gießener Bäcker das Roggenmehl von der Stadt Gießen bereits zudem niedrigeren Satze von 38 pro Doppel⸗ zentner erhalten. Dies ist ein stweilen nicht der Fall. Die Dinge liegen vielmehr so, daß die Stadt bisher nicht in der Lage gewesen ist, dem Preisrückgang zu folgen. Nach unserer Kenntnis der Sachlage kann es nicht angebracht er⸗ scheinen, die Gründe hierfür öffentlich zu erörtern. In den nächften Tagen wird jedoch, wie wir von der maßgebenden Stelle erfahren, für die Stadt die Möglichkeit gegeben sein, auch ihrerseits den Mehlpreis von 41,10 Mk. auf 38 Mk. herabzusetzen. Ein 1 Rückgang der Brotpreise dürfte dann die von allen Seiten froh begrüßte Folge sein.

Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Landwehrmann Joh. Brack, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 87, aus Worms. Garde-Füs. Joh. Bernges, Lehr⸗-Ins.⸗Rgt., aus Nieder⸗Stoll. Landwehrm. Friedr. Liederbach, Ersatz⸗Bat. 49, aus Offen- bach a. M. Ers.-Res. Georg Bergmann, Res.-Inf.⸗Rgt. 118, aus Hausen bei Offenbach. Musk. Heinrich Fischer, Res.

dieLiga der Sonnenstrahlen.

Der Krieg hat die Temperamentsgegensätze im engl. Publikum verschärft. Pessimisten und Optimisten stehen sich in feind⸗ ö Lagern gegenüber, und beide Parteien sind eifrigst bemüht, sich Lagern gegenüber, und beide Parteien sind eifrigst bemüht, sich grgenseitia ihre ene da zu machen. Es scheint aber,

die Partei der tmisten doch mehr Anspruch auf eine ernst⸗

e igung hat. Jedenfalls ist nach der Meinung eines Mit⸗ * derDaily Mail, der dick aufgetragene, sozusagen tät⸗

werdende Kriegsoptimismus keine sehr erfreuliche Erscheinung. Die Vertreter dieser Richtung haben unerschütterliche Siegesfreude auf ihren Schild erhoben und gebärden sich beständig, als gäbe es gar keinen Krieg mehr. Nichts gibt es, was sie aus ihrer Gemrüts⸗

ruhe werfen könnte, keinen offensichtlichen Mißerfolg, der sie er⸗

schütterte. Ein bezeichnendes Beispiel für diese zum Grundsatz er⸗ hobene Seelenstimmung ist die bereits Anfang September ins Leben 3 25 1 der Sonnenstrahlen. Ihre Begründerin ist Mrs. DTapley, die durch ihre Heirat der Familie des Obersten

Tapley, C. B. angehört. Dieser Oberst Tapley, der die Liga tat⸗

krüftig unterstützt, hat durch seine glorreichen Vergleiche der gegen⸗ wärtigen britischen Kämpfe mit den Schlachten von Cannae, Mara⸗ thon, Tours u. a. m. den Optimisten schon am Anfang des Krieges gleichsam den Boden geschaffen, auf dem sie weiter bauen können. Und das tun sie auch tüchtig! Mrs. Mark Tapley begnügt sich nicht

b a i ee e een der heiden Ses ung, sie 8 ängerinChristian ence sozusagen einen philosophisch⸗mystischen Hintergrund, denn sie ist überzeu⸗ ß der optimistische Gedanke der Vater aller Dinge

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Un⸗ Krieg Vor⸗ eute herab. Unser aller d Nase 9 f he die

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geschehen. den armen Pessimisten] weiter armen dacrtt

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enst während sie ihn beständig

baten sie ihn mit sanften Worten, doch einer der ihren zu werden. Der Pessimist aber blieb unbelehrbar. Es war etwas gar zu Aggres⸗ swes und Gewolltes in diesem unablässigen Leuchten der Sonnen⸗ strahlen. Seine Stimmung wurde dunkler und verzweifelter, wenn auch nicht gerade über den Krieg, so doch über die Wirksamkeit der Liga. Er fand plötzlich, daß in seiner eigenen Auffassung, die doch Lmit allen Schwierigkeiten rechnete und den englis Sieg nicht gar so nah sah, mehr Anfeuerndes liege, und mit der kühnen Er⸗ klärung, daß er leider zur Front gehen wolle, drehte er der Liga den Rücken und verließ sie auf Nimmerwiedersehen

Das französisch⸗engltsche Weltsprachen⸗ Bündnis. Eine amerikanische Zeitschrift bespöttelt den 1

und auch die Hindus und Turkos, die

gungen prachen sollen noch dare hei 5 S. vom hei⸗ mischen Wk 7 Die Welt in breiten kühnen Strichen aufteilend, will der französische Sprachwissenschaftler Eng⸗ lisch zur Sprache von a, des Stillen und Indischen

Wells entworfen. dieser wichtigen

das gemeinsame Idiom der Franzosen, Engländer und

auf allen Volksschulen Frankreichs werden, aller Ener n der wen ds 5 1

Inf.⸗Rgt. 223, aus Hanau. Schütze Rudolf lem m, Lehr · Inf.-Rgt. 6, aus Darmstadt.

Auszeichnung. Dem Leutnant und Kompagnieführer W. Gilbert in Lollar, im Res.-Jnf.⸗Rgt. 254, wurde die Hessische Tapfserkeitsmedaille verliehen.

Arbeits jubiläum. Am 10. Mai sind es 25 Jahre, daß Herr Adam Koch von hier bei der Firma J. Happel in Diensten steht.

Die Anlage musik, die am Sonntag, den 9. Mai, vormittags 11/ Uhr in der Süd-Anlage von der Kapelle des 1. Landsturm-Ersatz-Bataillons Gießen ausgeführt wird, wird solgende Spielfolge bieten: Choral: Lobe den Herrn; Militär- Fest⸗Ouvertüre von Munkelt; Das Herz am Rhein, Lied von Hill; 0 Wiener Praterleben, Walzer von Translateur; Mit Sang und Klang, Potpourri von Necke; Kaiser- Friedrich- Marsch von Friedemann. 2

** Im Gießener Volksbad wurden im 1. Viertel⸗ jahr verabfolgt: 7914 Schwimmbäder(gegen 13188 im gleichen Zeitraum des Vorjahres), 2399(2763) Volksbäder. 5 Ferner Wannenbäder 1. Klasse 738(918), 2. Klasse 3163 (3397), 3. Klasse 1526(907),* 6339(7006), Dampf⸗ bäder 297(628). Der Gesamtbesuch stellt sich demnach auf 22 376 Badende(28 887). Es ist also ein Ausfall gegen das Vorjahr von 6511 Bädern zu verzeichnen.

Landkreis Gießen. 1

O Ettingshausen, 7. Mai. Als sechster der aus unserer 1 Gemeinde Ausgerückten erhielt das Eiserne Kreuz Wehrmann Ludwig Römer im Infanterie-Regiment 88. n die Gemeinde sind schon sechs Eiserne Kreuze und eine Hessische Tapferkeits⸗ medaille gekommen.

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Starkenburg und Rheinhessen. 9

N

ch. Aus Rheinhessen, 7. Mai. Der Verkehr auf den Spargelmärkten war in der letzten Zeit recht rege. Die 5 Zufuhr gestaltete sich bei günstiger Witterung umfangreich. Wenn auch die Nachfrage nicht so groß wie in den Vorjahren war, sis machte sich der Krieg doch nicht in dem Maße bemerkbar, als be- fürchtet wurde. Im allgemeinen sind die Preise jedoch sehr schnell zurückgegangen. Zurzeit kostet der Spargel bereits nicht mehr als sonst zur Haupterntezeit. Es ist zu erwarten, daß die Preise noch mehr nachlassen werden. Zuletzt kostete der Zentner 1. Sorte 3545 Mk., 2. Sorte 1528 Mk. Von Rhabarber werden auch schon größere Mengen auf den Markt gebracht. Die Preise 5 sind der Zufuhr entsprechend niedrig. Für den Zentner wurden

36 Mk. erlöst. Hessen⸗Nassau.

Rodheim a. d. B., 7. Mai. Dem Ossizier-Stellvertreter Ludwig Krauskopf von hier im Eisenbahn-Regiment Nr. 9 wurde am 6. April das Eiserne Kreuz verliehen; außerdem wurde derselbe am 2. dfs. Mts. zum Leutnant der Reserve befördert.

Herborn, 7. Mai. Hier hat sich ein Komitee gebildet, welches das Eisenbahn projekt Herborn Beil⸗

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stein Mengerskirchen zu fördern sucht. Nach dem Er⸗

läut, icht des ieurs Conradi⸗ sind nicht

allzugroße Terrainschwierigkeiten zu überwinden. 99 3. Wies baden, 7. Mai. In der g des Kom⸗

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gabe von Prozent bleibt bestehen. Für d baden wurden 10000 Mk., für die Herausgabe des Wörterbuches 2000 Mk., für die Blindenanstalt in N 9000 Mk. und zu den Kosten des Grunderwerhs für den Neubau der Bahnstrecke HaigerGusternhain 28 000 Mk. bewilligt. N

b Nordamerr- kaner werden, also von 180 000 000 Menschen, die die Aus⸗ erwählten der Zivilisation find, und infolgedessen auch von 400 000 000 Menschen, die sich auf dem Wege zur Zivilisatin befinden und die Untertanen oder Schützlinge von Frankreich, England oder den Vereinigten Staaten sind. Von angelsächsi⸗

schen Autoritäten an englischen und am Univerfitäten

Englische Kriegsmaler. Die diesjährige Ausstellung der Londoner Akademie erhält ihr Gepräge durch eine Reihe on Kriegsbildern, die englische Künstler ausgestellt haben. Deere?! kerühmteste Name unter diesen Kriegsmalern ist der von John La very, der einen Saal des Londoner Hospittals mit Verwun⸗ deten gemalt hat. Laverly ist als fehr gewandter und eleganten Maler bekannt, aber er hat die Wirkung seines Bildes selbst dadurch geschädigt, daß er die sentimentale Note zu stark anschlu⸗ In; den Vordergrund hat er nämlich die Gruppe einer W und eines verwundeten Soldaten gestellt, die stark auf Rührung spekultert und dadurch den künstlerischen Charakter des Bildes beeintrüchtigt. Wie hier, so zeigt sich nach den Bemerkungen den Londoner Kritik auch in einer ganzen Reihe anderer Bilder, daß er es kaum in einem einzigen e M

bracht haben. Auf Wyllies GemäldeDie Schlachtkinie von Hpern 570 1 eine N 5 eme * ü chwebt, er 4 9 5 Bi zieht di merksamkeit so völlig auf sich, daß die Leuch dapbeter 3 itt. Wen John Charltons Ge

mäldeRückzug von der Marne bemerkt die Times fronisch. die Deutschen zögen sich auf diesem Bilde in größerer Verwirrung zurück, als es vermutlich in der, Wirklichkeit geschehen sei; das 7 Bild sei nur die grell kolorierte Beschreibeng eimes Berichterstutters 1

put, beschränkt sich in der Art belgrnter amtlicher 4 5

sendie Wiedergeburt Frankreichs darzustellen ver⸗

fegte, Eon ben becden Gesinkten wird aber allgemein der Fran- als die weitaus gekungenere und allein überzeugende bezeich⸗ a Außerdem gibt es noch Bilder von Flucht und Zerstörung. gillustrationen von allerler Art usw. Im allgemeinen wird 5 Londoner* 3 8 entstandenen Kriegsbi nit n entzückt ist; es geht ein 2 von Trivialität durch sie, der als entschieden unkünstlerisch emvn⸗ funden wird. 8 ñꝛ 8