Ausgabe 
(8.5.1915) 108. Zweites Blatt
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a Sweites Blatt ö Erscheiut taglich mit Ausnahme des Sonntags. DieGießener Familienblätter werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Gießen zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit⸗

fragen erscheinen monatlich zweimal.

der Krieg und die europäische Kohlen⸗ produktion.

f Vor Ausbruch des Krieges bezifferte sichs die Stein- und Braunkohlenerzeugung in Deutschland und England ziemlich gleichmäßig auf 265 Millionen Tonnen. Dem Werte mach stand die englische Produktion voran, weil hier fast ausschließlich Steinkohle gewonnen wird, wogegen in Deutschland nahezu ein Drittel der Förderung aus Braun sohlen besteht. In weitem Abstande von diesen beiden Län dern folgten: Oesterreich-Ungarn mit 52 Millionen Tonnen, davon ù Brauntohlen, Frankreich mit 40, Rußland mit 31, Belgien mit 23, Spanien mit 3,7, Niederlande mit 1,7, Bosnien und Herzegowina mit 0,9, Italien mit 0,7 und Schweden mit 0,4 Millionen Tonnen. Der Kohlen-, Koks⸗ und Briketthandel Deutschlands und Englands gestaltete sich in der Friedenszeit sehr lebhaft, waren doch alle europäischen Länder mehr oder weniger auf die Zufuhr deutscher oder englischer Brenustosse angewiesen. Der die Einfuhr über steigende Teil der Ausfuhr betrug 1912 in Deutschland nahe zu 450 Mill. Mark, in England gar 822 Mill. Mark. In⸗ folge des Krieges haben die Produktions- und Ausfuhrver hältnisse wesentliche Veränderungen erfahren. Insbesondere pat es das Schicksal gefügt, daß wir in den feindlichen Län dern wichtige Produktionsgebiete besetzt halten. In Belgien ist die Kohlenförderung völlig unter deutsche Kontrolle ge stellt, in Frankreich etwa die Hälfte der Gesamterzeugung und in Rußland(im Dombrowobecken) mehr als ein Fünftel. Als Folge ergab sich, daß in Rußland und Frankreich die Kohlenpreise während des Krieges außerordentlich stiegen, die Industrie größtenteils stillgelegt werden mußte, denn die fostspielige englische Zufuhr nach Frankreich konnte die normaled eutsche Zufuhr allein im Jahre 1913 bezog Frankreich aus Deutschland für rund 120 Mill. Mart Brenn⸗

stofse nicht ersetzen, weil Englands Kohlenförderung durch die Lohnbewegungen empfindlich geschädigt wurde.

In den jetzt von deutschen Truppen besetzten feindlichen Gebieten stellte sich die Steinkohlenförderung auf etwa 50 Millionen Tonnen jährlich. Mit Einschluß der heimischen Produktion beherrscht Deutschland gegenwärtig

weit mehrals die Hälfte dereuropäischen Pro⸗ duktion, im Bunde mit Oesterreich-Ungarn würde es nach Maßgabe des Friedensstandes 100 Millionen Tonnen Koh- len mehr produzieren können als England, dem schon solche statistischen Betrachtungen gewiß schwer auf die Nerven fallen. Welche Bahnen der internationale Kohlenhandel nach dem Friedensschlusse einschlagen wird, ist gegenwärtig noch nicht abzusehen. England führte im Jahre 1912 für 166, 1913 für nahezu 180 Millionen Mart Steinkohlen nach Deutschland aus; insbesondere war seine Ausfuhr nach den deutschen Küstengebieten sowie Berlin sehr bedeutend. Welche Umstände diese Ausfuhr ermöglicht haben, ist be kannt. Es muß aber ausdrücklich betont werden, daß wir der englischen Zufuhr sehr wohl entraten könnten. Die be⸗ trächtlichen Lohnsteigerungen der englischen Bergarbeiter werden ohnehin den Wettbewerb der englischen Kohle auf dem deutschen Markte schwer beeinträchtigen, denn es ist kaum daran zu denten, daß nach dem Kriege eine belang reiche Herabsetzung der Produktionskosten in England vor genommen werden kann. Aber hiervon abgesehen, wird man sich in Deutschland wohl reiflich überlegen, ob es angebracht sei, dem massenhaften Verbrauch englischer Kohle nach dem Kriege wieder Tür und Tor zu öffnen. Kohlenausfuhrverbot in England.

Rotterdam, 7. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) DerNieuwe Rotterdamsche Courant meldet nach der Exchange Telegraph Company aus London, daß unter den Kohlengruben besitzern wegen des Beschlusses der Regierung vom 13. Mai ab die Kohlenausfuhr nach neutralen Ländern zu verbieten, Er⸗ regung herrsche. Die Exchange Telegraph Co. sagt, der Beschluß würde die Schließung Hunderter von Kohlengruben zur Folge haben. Man erwartet, daß ein starker Druck auf die Regierung ausgeübt wird, um die Genehmigung zur Ausfuhr nach Skan⸗ dinavien, den Niederlanden und Italien zu erhalten. Der Stax erblickt in dem Bericht den Beginn einer Bewegung unter en Bergwerksbesitzern gegen die Aus fuhrbeschränkungen und hofft, daß die Londoner Mitglieder des Parlaments sich diesem Druck widersetzen. Das Vorgehen der Regierung sei auf den Rat der Untersuchungskommission zurückzuführen, da Eugland während des ersten Quartals 3 873948 Tonnen Steinkohlen nach neutralen Ländern ausgeführt habe.

London,(. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) DasBoard of Trade gibt bekannt, daß vom 13. Mai ab die Ausfuhr vom Kohlen und Koks nach allen Häfen, mit Ausnahme der von England besetzten oder unter seinem Protektorat stehenden, sowie den Häsen in den Ländern der Alliierten durch einen Re⸗ dierungsbeschluß verboten ist. J

Aus dem Reiche. Berlin, 7. Mai(WT. Nichtamtlich.) Die Anregung des andwirtschaftsministers für die Benutzung der Forsten

165. Jahrgang

Gießener Anzeiger

General⸗Anzeiger für Gberhessen

Samstag, 8. Mai 1015

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Uniwerfitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul straße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: 51, Schrist⸗ leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen.

als Schweineweiden scheint in manchen Gebieten bereits einen günstigen Erfolg gehabt zu haben. Wie wir erfahren, beabsichtigen allein im Regierungsbezirk Trier bis jetzt 350 Gemeinden, die Schweineherden teils in die Staatswaldungen, teils in die Gemeindewaldungen einzu treiben.

Wandern und Reisen, Bäder und Sommerfrischen. Einen genußreichen Landaufenthalt bietet die einige Minuten von der Bahustation Köppern entfernt lie gendeTeichmühle. Angelehnt an die waldreichen Höhen des Taunus und umrauscht von den Wassern des Erlenbaches, ist es hier gerade die bevorzugte Lage, die zum Ausruhen besonders einladet. Alle geistig und körperlich Erholungsbedürftigen finden in der Waldeinsamkeit der Teichmühle die gesuchte Erholung. Neben den Naturschönheiten bietet dieTeichmühle aber auch durch das der Neuzeit entsprechend eingerichtete Hotel-Restaurant einen angenehmen Kuraufenthalt. Küche und Keller tragen den Wünschen jedes Einzelnen weitgehenst Rechnung. Die fast unmittel- bare Nähe des Weltbades Homburg v. d. H., sopie Bad⸗Nauheims und Frankfurts, gestatten es, die Vorzüge des Landaufenthaltes zu genießen, ohne auf die Annehmlichkeiten der Großstadt ver zichten zu müssen. Im übrigen sei auf das in der vorliegenden Nummer enthaltene Inserat verwiesen.

Gießener Strafkammer. th. Gießen, 8. Mai.

Wegen Beleidigung durch die Presse sollte sich der Redakteur H. von Friedberg vor der Strafkammer verantworten. Er hatte die Art der Vergebung von Oefen in der Friedberger Kaserne durch das Militär-Vauamt Gießen kriti⸗ siert und den Leiter des Bauamts dadurch beleidigt. In einer gegen den Kaufmann Krämer aus Friedberg verhandelten gleichen Anklage ist zweifelsfrei festgestellt, daß das Militär-Bauamt bei der Vergebung der Ofenlieferung vollkommen korrett verfahren. ist. Der Angeklagte H. erkannte dies auch an, so daß es zu einem Vergleich lam, wonach H. 50 Mk. als Buße an das Rote Kreuz zahlt und alle Kosten des Verfahrens übernimmt.

Der falsche Nähmaschinenschlosser.

Der 35jährige, wegen Betrugs vorbestrafte Schlosser Karl K. aus Frankfurt a. M. reiste auf dem Lande herum und frug an, wo Nähmaschinen reparaturbedürftig seien. In Muschenheim kam er einer Frau ganz passend; er putzte an dem Maschinchen tüchtig herum, entfernle aber daraus ein Teilchen und ertlärte schließ lich, dasselbe müsse er neu beschaffen. Für das Pußen ließ sich der Angeklagte vorläufig 3 Mark bezahlen. In der Art, wie der Angeklagte vorgegangen war, erblickte die Strafkammer einen Be⸗ trug und erkannte unter Zubilligung mildernder Umstände wegen rückfälligen Betrugs auf 3 Monate Gefängnts.

Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit

wurde gegen den russischen Studenten Abraham S. aus Elisa⸗ bethgrad, zurzeit in Zad⸗Nauheim, wegen Aufforderung zur Be gehung eines Verbrechens aus§ 49a des Reichs ⸗Strafgesetzbuches verhandelt. Mitangetlagt war das Dienstmädchen Julianne V. aus Bad-Nauheim. Die Straftammer war der Ausicht, daß nach der Beweisaufnahme die Strafbarkeit beider Angeklagten aus 8 218 des Reichs⸗Strafgesetzbuches gegeben sei, doch liege der Fall äußerst milde, weshalb gegen den Haupttäter auf 3 Monate Ge fängnis erkannt wurde, worauf 2 Monate der Untersuchungshaft in Anrechnung zu kommen haben. Die Julianne V. wurde zu sechs Wochen Gefängnis unter Abrechnung von 2 Wochen der Unter- suchungshaft verurteilt. Der Vorsitzende erklärte, daß die Straf⸗ kammer zugunsten des Mädcheus eine bedingte Begnadigung be fürworten würde.

Vermischtes.

* Dierépublique française als deutscher Grundbesitzer. Aus Dillenburg wird uns geschrieben: Bei dem im Oberwesterwald gelegenen Oertchen Höchstenbach befindet sich ein kleines Grundstück, dessen Besitzer die französische Regierung ist. Gerade in der gegenwärtigen Zeit der Feindselig keiten zwischen Teutschland und Frankreich ist es nicht uninteres⸗ sant, dieses kleinen Fleckchens Erde und seiner geschichtlichen Ver⸗ gangenheit zu gedenken. Es ist eng verknüpft mit früheren kriege schen Ereignissen zwischen den Erbfeinden und hält die Erinnerung noch wach an einen verdienten französischen General, der an dieser Stätte vor fast 120 Jahren im Kampfe die Todeswunde empfing. Es war zur Zeit der französischen Revolutionskriege im Jahre 1796, als der Franzosen- General François Severin Marceau, der Führer zweier Divisionen, seine Truppen gegen Erzherzog Karl von Oesterreich befehligte und sich in der Westerwaldgegend nach anfänglich erfolgreichem Vorgehen, das ihm die Blockade von Mainz und Ehrenbreitstein ermöglicht hatte, mit der Armee Jour⸗ dans zum allgemeinen Rückzug bequemen mußte. Bei dem er⸗ wähnten Orte Höchstenbach wurden die weichenden Franzosen in ein Gefecht verwickelt, in dessen Verlauf Marceau am 19. September 1796 schwer verwundet wurde. Er lebte noch vier Tage, und man brachte ihn nach dem vestlich von Höchstenbach gelegenen Alten⸗ kirchen, wo er am 23. September starb. Unter dem letzten Napoleon ward die Stätte, auf der General Marreau fiel, Eigentum der französischen Regierung. Der Kaiser der Franzosen ließ das Grundstück einfrieden und darauf zu Ehren des tapferen Heer⸗ führers einen Gedenkstein errichten, der die Juschrift trägt:

Hier wurde am 19. September 1796 der französi⸗

sche Feldherr Marceau verwundet. Er starb, be⸗

weint von Soldaten, geachtet von Freund und

Feind. Dentsches Volk! Dieses einem edlen Toten

gesetzte Denkmal wird deinem Schutze empfohlen. Dem deutschen Volk, das ein tiefes Verständnis für Heldenver⸗ ehrung sein Eigen nennt, war die Erfüllung des im letzten Satze

der Inschrift ausgesprochenen Wuns Napolconns bis auf den heutigen Tag eine Selbstverständlichkeit. Und in dieser Haltung hat auch die jüngst in Frankreich vielerorts erfolgte ungerechtfer⸗ tigte Einziehung und Beschlagnahme deutschen Grund und Bodens keinerlei Aenderung hervorrufen können...

* Der Futurismus in der Kinderstube. turismus schreckt auf seinem Eroberungszuge durch die Welt vor nichts zurück. Nicht einmal vor der Kinderstube macht er Halt, son⸗ dern es scheint ihm die dringendste Aufgabe der Gegenwart, sie in seinem Sinne umzuwandeln. Das neueste Manifest, das den futuristischen Neuaufbau des Weltalls ankündigt, beschäftigt sich nach den Mitteilungen der italienischen Blätter auch mit dem futuristischen Spielzeug und setzt in folgender Weise ausein- ander, wie dieses sein müsse:In den Spielen und in den Spiel⸗ zeugen von heute herrscht wie in allen Offenbarungen despassa⸗ tistischen Geistes nur die groteske Nachahmung und schüchterne Zurückhaltung(Zügelchen, Wägelchen, unbewegliche Püppchen, blöd⸗ sinnige Karikaturen häuslicher Gegenstände), sie sind antigym⸗ nastisch oder langweilig, nur geeignet, das Kind zu verdummen und gemein zu machen. Mit Hilfe von plastischen Mitteln werden wir Spielzeuge herrichten, die das Kind gewöhnen werden: 1. aus

.

1

3

Der Fu-

1

6

9

vollem Halse zu lachen(infolge von übertrieben komischen Wir⸗

lungen); 2. an die größtmögliche Elastizität(ohne zu Wurfgeschos⸗ sen, Rutenschlägen, unvermuteten Stichen usw. Zuflucht zu nehmen), 3

3. an schwungvolle Phantasie(mittels. phantastischer Spielzeuge, die man mit Brillen sehen muß, Kistchen, die im Dunkeln zu

öffnen sind und aus denen Feuerwerkwunder hervorspringe, ge⸗

lungene Verwandlungskünste usw.); 4. die Empfindlichkeit der Sinne unendlich zu spannen und beweglich zu machen(in der schrankenlosen Beherrschung der Geräusche, Gerüche, Farben von höchster Intensität, Schärfe und Wirkung); 5. an den physischen Mut, an den Kampf und an den Krieg(mit Hilfe von riesigen

Spielzeugen, die im Freien zu handhaben und die gefährlich und

aggressiv sind). Das futuristische Spielzeug wird aber auch für Erwachsenen von höchstem Nutzen sein, weil es nun fung, beweg⸗ lich, festlich, ungezwungen, zu allem bereit, unermüdlich, instinktiv

und intuitiv machen wird. 9 Standesaints nachrichten. 5 Gießen. 1

Aufgebote: April 30. Karl Peter Dietz, Blumenhändler in Gießen, mit Elisabeth Emilie geb. Wenker in Buch⸗ schlag. Mai 6. Heinrich Jakob Maria Anton van Berkel,

Maschinist in Leiden Holland), mit Elifabeth Montanus in Gießen.

Geborene: April 25. ein Sohn, Karl Heinrich. Walter eine Tochter, Paula Karl Edler Wolfgang Enders ein Sohn, Karl Helmut. 27. Dem Kellner Friedrich Paul Adolf Zimmermann ein Sohn, Alfred Fritz

26. Tem Gütervorsteher Izseyy

Dem Installateur Karl Gregorins

Sophie Emmi. Dem Dentisten

Karl Paul. 28. Dem Schloffer Karl Otto Ganß ein Sohn,

Wilhelm. Dem Universitäts⸗Professor Dr. Hans Albrecht Paul Gerhard Fischer eine Tochter. Dem Schutzmann Adam Hahn ein Sohn, Hans Erwin. Dem Taglöhner Johannes

Friedrich Nicolai eine Tochter, Minna. Dem Gastwirt Wilhelm Bopf ein Sohn, Wilhelm. 29. Dem Briefträger Johannes Kröll ein Sohn, Wilhelm. Mai 1. Markert eine Tochter.

Dem Schreinermeister Karl Wilhelm

Wagner eine Tochter, Else Marie. Dem Kraftwagenführer Paul

Peter Euler eine Tochter, Lieselotte. 2. Dem Schreiner Wil⸗

helm Schütz ein Sohn, Karl.*

Sterbefälle: April 29. Wilhelm Kronenberg, Schuh⸗ macher, 69 Jahre alt, Licher Str. 74. Mai 1. Friedrich Fritz, 3 Monate alt, Walltorstr. 67. Luise Frank, 85 Jahre alt, Bleichstr. 27. 2. Elisabeth Langohr, 55 Jahre alt, Selters⸗ weg 81. 3. Karoline Vogt, geb. Meister, 26 Jahre alt, Neuen⸗ weg 19. 4. Katharine Seipp, geb. Nau, 75 Jahre alt, Damm⸗

Dem Kellner Johann

straße 6. Bernhard Euler, Schneidermeister, 65 Jahre alt,

Lonystr. 2. 75 Grünberg. a

September 15. Karl Becker, Briefträger,

Februar 5. Leutnant

Sterbefälle: bei Cernay en Dannois, 31 Jahre alt. ar Leut der Reserve August Rühl, Lehramtsassessor, bei Massiges, 31 Jahre

alt. April 27. Wehrmann Xaver Ebner, 6. Komp. Res.-Inf⸗ Regt. 116, bei Villersous Preny, 31 Jahre alt.. Friedberg.

Aufgebote: April 28. Heinrich Christian Büchler, Daus⸗ diener in Aschaffenburg, mit Emilie Hofmann in Steinheim 29. Heinrich Wilhelm Heim, Lokomotivheizer in Hungen, mit Lina Joest in Betzdorf. 0 3

Eheschließungen: Mai 1. Carl Bruno Kahlert, Weiß⸗ gerber, nrit Frieda Bischoff, beide in Friedberg. 5 2

Geborene: April 26. Dem Hausverwalter Ernst Burow ein Sohn. Dem Taglöhner Johannes Peter Beier eine Tochter,

Erika Mathilde. 27. Dem Gärtner Konrad Falk ein Sohn, Wilhelm. Mai 2. Dem Weinhändler Anton Weyl ein Sohn, Ernst Ludwig. l

Sterbefälle: Mai 1. Gottlieb Ernst Wolff, Taglöhner, 65 Jahre alt. Karl Heinz Georg Wilhelm Ripper, 10 Monate alt. 4. Maria Adamska, Arbeiterin in Okarben, 18 Jahre alt. Im Felde gefallen: Oktober 23. Unteroffizier Adam Baumann, 26 Jahre alt. 2 Nidda. l Geborene: Avril 29. hausen ein toter Sohn.

Ein Feldgrauer aus Polen schreibt uns: Durch eine Ex⸗ 1 kältung im Schützengraben hatte ich einen unheimlichen Darmkatarrh und Durchfall bekommen. War erstaunt, welch ausgezeichnete Dienste

eine einzige Dose Nestles Kindermehl, die ich von befreundeter Seite

erhielt, mirsebr ausgewachsenem Kinde hiergegen geleistet hat. Kann es nur allen in ähnlicher Lage Befindlichen bestens empfehlen. gigss

Dr. Weinreich';

Broßherzogliches Harstallamt. Schwerin. Das unterzeichnete Großherzogliche Marstallamt be- stätigt Ihnen hiermit gerne, daß das von demselben be- vogene PräparatMotfenäther hier mit gutem Erfolg verwendet worden ist.

Holmarzchallamt Sr. Künigl. Hoheit des Herzogt von Cumberland, Herzens zu Braunschwelg und Lüneburg. Amuuden. Auf die Anfrage erwidert das Hofmarschallamt, daß der

von Ihnen bezogene Mottenäther sich gut bewährt hat.

Herrogtiche Hofhaltung. Deszau. Bescheinige hiermit, daß ich mit der Wirkung des Mottenathers sehr zufrieden gewesen bin.

Mottenäther

Auszug aus den zahlreich vorliegenden Anerkennungsschreiben:

Dem Landwirt Hermann Rings⸗

Ihre Rehelt Prturef Marie von Sachsen-Metningen. Berchtesgaden. Hierdurch die Nachricht, daß Ihre Hoheit Prinzeß Marie von Sachsen-Meiningen mit Ihrem Mottenäther sehr

zufrieden gewesen ist.

Frau v. Guenther geb. v. Colmar. Breslau, Oberpräsidium. Wir beziehen seit Jahren aus der Belle-Alliance-Apotheke in Berlin Dr. Weinreich's Mottenäther mit gutem Erfolg. Frau Fabrikbes. Schlegelmilch. Falkenberg, 0-8. Senden Sie mir sofort 3 Fl. Dr. Weinreich's Motten Ather à M. 6.. Seitdem ich diesen Mottenäther iu meinem großen Haushalt verwenden lasse, habe ich von Motten

nichts mehr gemerkt.

um nicht minderwertige Machahmungen in ähnlichen Packungen zu erhalten, achte man stets auf den NamenDr. Welzreich.

Seit Jahren laut Attest des Oberhofmarschallamtes, von den Hofhaltungen

zahlreichen anderen Hoshaltungen, militärischen Bekleidungskammern und vielen Privathaushaltungen ständig verwendetes, zuverlässig wirkendes Mottenschutzmittel. Zu beziehen durch alle besseren Drogerien, Apotheken, Parfümerien i. Fl. à M. 1.25, 2, 4.50, 6.. Zerstäuber A N. 1.10. 2. Broschüren und Anerkennungsschreiben gratis durch die Fharmakon- Gesellschaft, Chemische Fabrik, Frankfurt a. M.

Sr. Majestät des Kaisers

II. Bat. Intanterie-Reg. Kaiser Wilhelm(2. Srosherz. Hessen) Nr. 116. gie gen. Der von der Firma bezogene Mottenäther hat sich nach einstimmigem Urteil aller Verbrauchsstellen gut bewährt.

Regiments-Bekleidungskommission Kaiser Franz- Harde- Hrena- dier-Reg. Nr. 2. Berlin. Auf Ihr Schreiben vom 6. d. M. wird Ihnen mitgeteilt. daß sich Dr. Weinreich's Mottenäther sehr gut bewährt hat. Norddentscher Lloyd, Abt. Proviantamt. Bremen. Wunschgemäß bestätigen wir Ihnen, daß wir mit dem von Ihnen bezogenen Mottenäther sehr gute Resultate erzielt haben. 9

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