5 9 artofseln. Die Bertellungs⸗ f ittel in Darmstadt war beauftragt, 5 r Minderbemittelte des Groß- t besch und zu verteilen. Dank den Beziehungen chastskammer und der Zentralgenossenschaft der hessi⸗ dwirtschastlichen Konsumvereine ist es trotz der vorgerückten ingen, einwandfreie Ware bei Saatbaustellen und Saat⸗ rn zu beschaffen. Es wurden im ganzen etwa 6200 bestellt. Bei der Festsetzung des Abgabepreises wurden die Selbstkosten des Bezugs zu Grunde gelegt. Der tnerpreis stellt sich auf rund 7,50 Mark. Er ist im nis zu den anderwärts bezahlten Preisen und bei der Güte are als mäßig anzusehen. Sollte sich bei der endgültigen ung ein Ueberschuß ergeben, so wird dieser den Bestellern äßig zurückvergütet werden. Ein Musterschützengraben ist auf dem Trieb Ersatzbataillon des Infanterie-Regiments 116 ange⸗ rden. Vom morgigen Sonntag ab wird die Anlage ein mäßiges Eintrittsgeld dem Publikum zugänglich werden. Den Erlös aus den zweifellos reichlich flie⸗ Eintrittsgeldern gedenkt das Ersatzbataillon zu Lie⸗ gabenzwecken für die 116er zu verwenden. Die Be⸗ cher der Anlage müssen sich selbstverständlich an die An— gen des Aufsichtspersonals halten. * Jubiläum. Kriminal-Wachtmeister Zink kann dem heutigen Tage auf eine 25jährige Tätigkeit im ste der 4 zurückblicken. Im Jahre 1901 wurde Herr ink zum Kriminalschutzmann und 1911 zum Kriminal- Wachtmeister ernannt. Er erfreut sich sowohl bei seinen Vor⸗ setzten als auch bei der Bürgerschaft großer Beliebtheit. 25 jähriges Jubiläum. Heute sind es 25 Jahre, der Taglöhner Phil. Schmidt, dahier, als Zeitungsträger eimer Frankfurter Zeitung angenommen wurde. Er hat diese 1—.— ununterbrochen 25 Jahre lang bei demselben Blatte
sgeübt.
n Hendschels Taschenfahrplan für den Sommer 1915 ist erschienen. Er ent stehenden S
t auch die in deut i r
* Landkreis Gießen.
Climbach, 30. April. Dem Offizierstellvertreter Wilh. DLeyerer im garde⸗Infanterie⸗Regiment Nr. 115 wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Starkenburg und Rheinhessen. ö Geh. Oberschulrat Nodnagel. rb. Darmstadt, 30. April. Ludwig Nodnagel, der Ecrerdiente Pädagoge und Geh. Oberschulrat in der hessischen Schulabteilung vollendet am 1. Mai sein 70. Lebensjahr. Es ist ihm vergönnt, diesen Tag in voller geistiger Rüstigkeit und Frische Fu begehen. Ju einem Alter, in welchem die meisten nach ihrer dienstlichen Tätigkeit längst den Rest 8.— Lebenstage in wohl⸗ verdienter Ruhe und Behaglichkeit genießen, steht Geh. Oberschul⸗ vat Nodnagel much heute noch mit voller Schaffenskraft in seinem schwi und verantwortungsvollen Amt, als einer der ältesten inter den höheren Beamten des Großherzogtums. Er ist in dem Darmstadt gehörigen Bessungen als Sohn eines Gym⸗ 5 geboren und erzogen worden und hat den Lehrer⸗ 3 großer Liebe ergriffen. Als er im Jahre 1866 an der Landesuniversität Gießen sein Staatsexamen in den alten Sprachen bestanden hatte, trat er zunächst in den preußischen Schuldtenst und zwar am Gymnasium in Dortmund als wissen⸗ chaftlicher Hilfslehrer ein, und wirkte auch mehrere Jahre dort als Gymnasiallehrer. Aber seine Liebe zur hessischen Heimat 5 Rhein war nicht erloschen und als am der Binger Realschule die Stelle eines ö zu besetzen war, wurde sie ihm über⸗ tragen. t diesem Tag ist Ludwig Nodnagel ununter⸗ brochen im bessischen Schul- resu Staats dien st ätig gewesen und er hat seine umfassende, wissenschaftliche Arbeit allen drei Provinzen erfolgreich entfalten können. Nach fünf⸗ 5 ger Wirksamkeit in Bingen wurde er zum Lehrer an der daemstädter Realschule, dem heutigen Ne be⸗ ahre später zum Direktor der Groß- Um- ühjahr 1884 ab war er dann
: und drei J städter Realschule ernannt. Vom ——.— des Realgymnastums in Gießen, vom Herbst 1888 ab Dircktor des Gymnastums und der Realschule zu Worms. Als Dann im Jahre darauf das zweite pädagygische Kennr in Hessen i wurde, berief ihn die Regierung an die Spitze dieses zur Sbildung hessischer Oberlehrer geschaffenen Institutes und auch auf diesem Posten bewährte er sich so vorzüglich als gründlicher, gewissenhafter und weitblickender Pädagoge, daß er nach neun⸗ jähriger Tätigkeit als Direktor des Seminars in die oberste Schulleitung Hessens berufen wurde. Als im Jahre 1899 nach
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b 8 ö 5 Dezernent
17
er am 1. Juli 1899 Ministeri
5 höherer Unterrichtsanstalten, so hat sich der Jubilar auch in seiner 16jährigen Tätigkeit in der Schulverwaltung aufs allerbeste bewährt und sich namentlich um das hessische Lehrer⸗ wesen die größten Verdienste erworben. Obwohl von Hause aus Altphilologe und ein warmherziger Anhänger des humanistischen Bildungsganges, ist er nicht nur selber viele Jahre hindurch an hessischen Realanstalten tätig gewesen, sondern hat auch später in seiner amtlichen Tätigkeit dem Realschulwesen seine volle Auf⸗ merksamkeit zugewendet und deren wichtige Aufgabe im modernen, Bildungswesen nach Kräften gefördert.
Als nach dem plötzlichen Ableben des verdienten Leiters der Schulabteilung dieser Posten wieder neu zu besetzen war, da wäre kein anderer wie Nodnagel so vorzüglich als der richtige Mann dafür geeignet gewesen. Aber er stand schon in der Mitte der Sechziger und er verzichtete deshalb selber auf die Uebertra⸗ gung dieses Amtes, versprach aber, noch auf Jahre hinaus den neuen Chef der Schulabteilung nach besten Kräften unterstützen zu wollen. Und daß er dies getan und wie er es getan, gehört nicht zu den geringsten seiner vielen ausgezeichneten Verdienste. Wie er in gleicher Wrise bei der gesamten hessischen Volks⸗ schullehrerschaft und den akademisch gebildeten Lehrern sich der größten Sympathien und Hochachtung erfreut, so ist auch seine große Fähigkeit als Pädagoge von der hessischen, wie von der Reichsregierung im vollen Maße anerkannt und gewürdigt wor⸗ den, wie seine reiche Tätigkeit auch in wichtigen Nebenämtern be⸗ weist. So ist er seit dem Jahre 1900 Direktor des Großh. Sta⸗ tistischen Amtes und gehörte eine Reihe von Jahren hindurch auch der Reichsschulkommission als Mitglied an, der u. a. die Auf⸗ gabe obliegt, die Oberaufsicht und Kontrolle über die Privat⸗ schulen im Reiche, wie in den deutschen Auslandschulen besonders inbetreff der Militärberechtigung zu führen. Diese Eigenschaft — Nodnagel auch nach Konstantinopel, Bukarest und Barce⸗ ona. 5 Neben seiner dienstlichen Tätigkeit hat aber der Gefeierte auch ein lebhaftes Interesse für das öffentliche Leben und das Wohl⸗ ergehen seiner Mitbürger gezeigt. So gehört ex seit 16 Jahren der Darmstädter Stadtyerordnetenversammlung als eines der eifrigsten*—— an und als überzeugungstreues Mitglied der Nationalliberalen Partei mit echt vaterländischer Gesinnung hatte er sich auch sogar dem Drängen folgend als Kandidat für die Reichstagswahl im Kreise Darmstadt—Groß⸗ Gerau zur Verfügung gestellt. Seine Verdienste um den hessischen Staat wurden vom Großherzog durch viele Ordensver⸗ leihungen anerkannt, so dem Ritterkreuz I. Klasse und dem Komturkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, fer⸗ ner dem preußischen Kronenorden IV. Klasse u. a m. Möge dem Jubilar noch ein recht langer und gesegneter Lebensabend be⸗ schieden sein!
Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 2. Mai 1915: Wolki, doch trogen, etwas kühler, westliche Winde.
Letzte Nachrichten.
Das türkische Heer.
Mailand, 1. Mai. Ein Koustantinopeler Brief des„Cor⸗ riere della Sera“ bringt eine begeisterte Schilderung der vortreff⸗ lichen militärischen Haltung und der geradezu glänzenden Aus- rüstung des türkischen Heeres. Er rühmt die wunderschönen Regi⸗ menter, die überall zu sehen sind, und hebt hervor, daß auch die militärisch⸗technischen Organisationen nichts zu wünschen übrig lassen. Ebenso fehle es auch nicht an Munition. Der Korrespondent sah auch, wie au der türkisch⸗bulgarischen Grenze türkische und bul⸗ garische Soldaten fraternisierten.
Die englischen Berichte von den Dardanellen.
Haag, 1. Mai. Aus London wird. Trotz aller aus griechischen Städten abgesandten Siegesberichte, deren Unzuverlässigkeit angesichts der sehr scharsen Absperrung der als Flottenausgangspunkt dienenden Inseln die lische Presse selbst einzusehen scheint, stimmt die englische Presse noch keinen Siegesgesang an.„Standard“ schreibt im Gegenteil:
Seit Wiederbeginn des Kamfes gegen die Dardanellen mel⸗ dete die Türkei mehrfach die Vernichtung von Torpedobooten so⸗ wie die Beschädigung von Schlachtschisfen. Nach den letzten tür⸗ kischen Meldungen wurden die englischen Schlachtschiffe„Maje⸗ stic“,„Triumph“ und noch ein anderes beschädigt. England weiß,
daß die Dardanellen nicht ohne schwere Opfer zu nehmen sind.
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Wart aher anf öl Jener noch kmeer altes vertebmliiben zu mitssen? 0
Die Erstickungsgafe. Genf, 1. Mai Hervé spotket in der„Guerrr Sorinfe“ über die Entrüftmg der Pariser Presse gegen die Anwendung von Gas entwickelnden Bomben durch die Deutschen. Diese Gas entwicklung sei jedenfalls weniger unmenschlich, als die Anwendung von großklalibrigen Geschützen, oder die Sprengung von Schützen gräben, oder gar die Angrisse der Flieger oder der Unterserboote. Anstatt sich in erheuchelten Entrüstungen zu ergehen, würden die Franzosen besser tun, sich auch in diesem Falle die von den Deutschen bewiesene Initiative zum Beispiel zu nehmen. Der neue Bischof von Posen⸗Gnesen.
Posen, 1. Mai. Die„Berliner Morgenpost“ schreibt: Die vor einigen Tagen gemeldete Ernennung Pola Dal! bor s zum Bischof von Posen-Gnesen bestätigt sich.
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Bekanntmachung. Betr.: Anmeldung der Vorräte an Rindviehhäuten und gewisser Lederarten.
In Ergänzung unserer Bekanntmachung vom 24. April 1915 weisen wir noch darauf hin, daß auch Vorräte von Rindviehhäuten und Sohlleder, die sich am 30. April d. Js. auf dem Transport befanden, unverzüglich nach Empfang vom änger bei uns an⸗ zumelden sind.
Darmstadt, den 30. April 1915. N
Großh. Zentralstelle für die Landesstatistit nö pfel. Bekanntmachung.
Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Kreisstraße Lauter⸗Wetterfeld vom 3. bis 10. Mai l. Is. fitr jeden Fuhr⸗ werks⸗ und Automobil verkehr gesperrt.
Der Verkehr wird über die Kreisstraße Grünberg— Röthges, sogenannte„Hohe Straße“, umgeleitet.
Gießen, den 29. April 1915.
Großherzogliches Kreisamt Gießen. . Usingez. Bekanntmachung. Betr.: Den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Alten
Buseck. ist die Maul- und Klauenseuche
In Alten ⸗Buseck ausgebrochen.
es werden folgende Bezirke gebildet:
1. Sperrbezirk: Gemarkung Alten-Buseck.
2. Beobachtungsgebiet: Gemarkungen Großen Buseck, Trohe, Wieseck und Daubringen.
Für diese Bezirke gelten die Bestimmungen unserer Be⸗ lanntmachung vom 12. November 1914, abgedruckt im Kreis blatt Nr. 70 vom 17. November 1914.
An die Grußh. Bürgermeistereien Alten⸗Buseck, Großen⸗ Buseck, Trohe, Wieseck und Daubringen.
Sie werden veranlaßt, vorstehende Bekamrtmachung, somte diejenige vom 12. November v. Is. sofort auf ortsübliche Weise zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Viehhändler sind zu Protokoll zu bedeuten: die Protokolle sind uns binnen 24 Stun⸗ den einzusenden. Der Befolg der Vorschriften ist im Interesse einer Verhütung der Weiterverbreitung der Seuche streng zu über ⸗ wachen. Zuwiderhandlungen sind zur Anzeige zu bringen.
An die Großh. Gendarmerie des Kreises. Sie wollen die Durchführung der Bestimmungen streug fber⸗ wachen und jede Zuwiderhandlung zur Anzeige bringen Gießen, den 30. April 1915. b 855578 Kreisamt Gießen.
emmerde.
Bekanntmachung. Betr.: 1— Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Bellers⸗ m. Die Seuche ist erloschen. Die Sperre wird aufgehoben. Gießen, den 30. April 1915. 2 Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde.
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Ebberstadt, 30. April 1915.
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Die Rechnung liegt vom 1. bis 8. Mai 1915
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Wieseck, den 30. April 1915. Für den Aussichtsrat: Braunewell, Vorsitzender.
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