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Niederohmen, 23. April. ß ner,
Kreuzes, ersielt das Hefsische Militär⸗Sani⸗
der Reserve
Dr. praktischer Arzt zu Niederohmen. Ritter des
tätskreuz. S Kreis Friedberg. riedel, 23. April. Herr L. Christ, Kunstmühle Griedel, erhielt das Eiserne Kreu 3 2. Klasse unter er 8 sör derung zum Offizter⸗Stellvertreter. Cbrist steht seit Beginn a 2 8 bei dem 25. Res.-Feld-Art.-Regiment ununterbrochen
de. 50 1 8 und Rheinhessen.
armstadt, 23. April. Heute vormittag fand in 2 wart des Großherzogs, der. und 3 1 12 n 5 Denkmals Nach einer prache des Beigeordneten Eckert 1 e das Einschlagen der ersten Nägel— 4 den 8 8 roßherzogin, die Prinzen und die anwesenden Gäste. Der roßherzog vollzog den Hammerschlag auch für die großherzoglich⸗ ssische Division der Kommandeur der Diviston, General eutnant 5 hne, stiftete gleichfalls einen Nagel für die Tiwision. 5 Aus Rheinhessen, 23. April. Die Obst⸗ bäume stehen in der Blüte. Die Entwicklung der Blüte wurde durch das warme Wetter der letzten Woche wesentlich gefördert. Nunmehr lassen sich die Aussichten der Obsternte, soweit das Frühobst in Frage kommt, mit einiger Sicherheit überschauen. Die Obstbäume haben, da nur geringe Fröste zu verzeichnen waren, gut überwintert. Frostschäden sind nicht zu beklagen. Die Pfirsich-, Kirsch⸗ und Zwetschenbäume versprechen einen sehr reichlichen Ertrag. Dagegen dürfte der Ertrag der Aprikosenbäume geringer ausfallen, besonders der Spätaprikosen. Dieses ist auf den reichen Er⸗ trag im Vorjahre zurückzuführen, da nach besonders guten
Ernten das nächste Jahr meist kleinere Erträge bringt.
Kreis Wetzlar.
Wetz lar, 23. April. Infolge des vor einigen Tagen auch von uns erwähnten Unglücks falles eines Radzusammenstoßes ist der Landsturmgefreite und Gastwirt Fr. Bormann gestorben.
Hessen⸗Nassau.
hb. Frankfurt a. M., 23. April. Alseinzigedeut⸗ sche Stadt gewährte Frankfurt seit dem Kriegsausbruch jedem Soldaten und Offizier auf allen Straßenbahnlinien bi 8 jetzt freie ah rt. Infolge vielfach entstandener Un⸗ zuträglichkeiten beabsichtigt der Magistrat nunmehr diese Ver⸗ günstigung erheblich einzuschränken. Den Verwundeten soll die Freifahrt dagegen nach wie vor gewährt werden.
X Gelnhausen, 23. April. Das Ergebnis der drei Kleinbahnen des Kreises Gelnhausen hat eben⸗ falls unter den Wirkungen des Weltkrieges gestanden. Die Bad Orbner Kleinbahn, Akt.⸗Ges., schlägt die Ver⸗
teilung einer Dividende von 2¼ Proz.(i. V. 3¼ Proz.) vor. Die Freigerichter Kleinbahn, Akt.⸗Ges., welche ein Aktienkapital von 1138 000 Mk. besitzt, tann nur eine Divi⸗ dende von ½ Proz(i. V. 1 Proz.) zur Verteilung bringen. Ein Drittel der Aktien 1 der preußische Staat, zwei Drittel der Kreis Gelnhausen.— Die Wächtersbach Birsteiner Kleinbahn, Akt.⸗Ges., welche im Vorjahre auf die Aktien A 4 Proz., auf die Aktien B 3½¼ Proz. Divi⸗ dende verteilt hat, wird diesmal keine Dividende ausschütten können. Die Aktien der Kleinbahngesellschaft befinden sich im Besitze des Kreises Gelnhausen.
Börsen⸗ Wochenbericht. 1 3 M., 23. April. im freien Verkehr 12 st e N gemeine sowie i — und wulscef digen Verhältnisse begegnen zwar nach wie
„Das Kreuz in
hat in der letzten Zeit etwas einseitig zu⸗ t Momente der Kriegs⸗ und Wirtschaftslage beobachtet, hatte sich auch schon in den Gedanken einer weiteren
Ausdelnrung bes Börsenverlehrs durch etwaige direkte Beteiligung der Banken an Wan ohwohl es an Erwägungen, di dagegen sprachen, t fehlte Daß eine allzu rege Betätigung aus allgemeinen Gründen nicht erwünscht wäre, wird auch in Bankkreisen kaum irgendwo bestritten. Die Umsätze hatten indes gerade letzthin manchmal einen größeren Umfang angenommen, als dem Gebote des Maßhaltens, das jetzt zu befolgen ist, entspräche. Demgemäß wurde durch von seiten des Staatskommissariats der Berliner Börse eine ruhige Entwicklung des Verkehrs als wünschenswert bezeichnet. Damit erschienen zugleich jene Bestre⸗ bungen auf Beteiligung der Banken und großen Bankfirmen am Börsenverkehr praktisch als so gut wie abgetan. Das mußte natürlich zu Realisationen im Börsenverkehr führen. Dazu kam, daß das Herannahen des Ultimos ohnedies zur Glattstellung drängte. Die Prolongation der schwebenden Ultimo⸗Engagements in der bisher üblichen Weise wurde jetzt auf Ultimo Mai dieses Jahres beschlossen. Die Zinssätze wurden um ½ Prozent ermäßigt und auf 5 Prozent für Hausseengagements, auf 3½ Prozent für Baisseengagements festgesetzt. Es wurde auch über einen weiteren Abbau der Ultimoengagements gesprochen, mit dem man sich dem⸗ nächst befassen dürfte. Im Zusammenhang mit der andauernden Geldflüssigkeit— Geld ist in hinreichender Menge an⸗ geboten und die Einzahlungen auf die Kriegsanleihe wurden in gewaltigen Beträgen geleistet— hat auch die Nachfrage für die einheimischen Anleihen weiter zugenommen. Der inländische Kapitalsanlagemarkt bietet somit ein recht erfreuliches Bild. Fremde Renten schwächten sich dagegen meist etwas ab, wenn auch kein größeres Angebot darin zutage trat. Bessere Haltung zeigten in dieser Woche österreichisch⸗ungarische Werte, auch 3 prozent Lom⸗ — 1 Prioritäten. Amerikanische Werte lagen ebenfalls vor⸗ wiegend fest, nur 4 proz. Chicago Rock Island and Pacific First and Refunding Mortgage Bonds waren stark gedrückt auf die Ein⸗ setzung einer Zwangsverwaltung. Banken und Montan⸗ gapiere lagen ebenfalls schwächer als in der Vorwoche, ebenso Schiffahrksaktien. Das Hauptgeschäft fand natürlich wieder in Industriepapieren statt, doch war die Kursbewegung wenig einheitlich. Im Vordergrund des Interesses standen deutsche Waffen und Munition, die zu Beginn der Woche weitere ansehn⸗ liche Kurssteigerungen erzielten, später aber ebenfalls einen Teil davon wieder hergeben mußten. Das gleiche war mit Autowerten und Lederfabrikation der Fall, von denen besonders Adler u. Oppen⸗ heimer lebhaft umgesetzt wurden. Ausgesprochen feste Haltung zeigten die Aktien chemischer Fabriken, da die Bilanzen der großen Unternehmungen überraschend günstige Resultate ergaben. Am Devisenmarkt lag Wien ziemlich fest, Italien war etwas an⸗ geboten, ebenso Kabel New Pork. Privatdiskont etwa 4 Prozent.
Standesamts nachrichten.
Gietzen. Aufgebote: April 20. Peter Jvseph Klauer, Hilfsheizer in Groß⸗Auheim, mit Margarete Schick in Gießen.— 22. Johann Becht, 1 neidermeister in Gießen, mit Karoline Deutschle in Egels tal, Mühlen am Neckar. Eheschließungen: April 17. Karl Joseph Zöpf, Schlosser, mit Anna Marie Elise Kaufmann, geb. Thielmann, beide in Gießen. Geborene: April 11. Der Witwe des Postboten Heinrich Müller eine eheliche Tochter, Katharing Lina Greta Anna.— 12. Der Witwe des Oberlehrers, Professor Dr. Albert Klein ein ehelicher Sohn, Albert Otto Frithiof.— Dem Schreinermeister Adam Heinrich Ommert ein Sohn, Karl Heinrich.— Dem Waffen⸗ meister Friedrich Otto Weiß ein Sohn, Helmut.— 13. Dem Schuhmachermeister Ludwig Wagner ein Sohn, Ernst Ludwig. — Dem Möbel trans porteur Heinrich Magel eine Tochter, Irma ziska.— 14. Dem Schachtmeister Reinhard Görnert ein Sohn,
2 N 2— 8 i i — Legere Nat Goctlich 2 Noll ein-„Bohn. Sterbefälle: April 16. Emma Söwenthal, Hebamme 78 Jahre alt, Kirchenplatz 21. 18. Christine Abbund„ geb. —— 9dr 1 8 112.— 49. 85 Adolf Karl Zimmer, 72 Jahre alt, Licher Struße 74. 20. Karl
Wilhelm Peter, Stationsassistent i. R., 70 Jahre alt, Am Riegel⸗
Geistliche
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zum Besten der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen
Freitag, den 30. April 1915 abends 8 Uhr in der Stadtkirche zu Gießen. Veranstaltet von dem Akademischen Gesangverein und dem evang. Kirehengesang verein unter Mitwirkung von Mitgliedern des Kronbauer. Ouartetts und der Knaben- u. Madchenchorschule.
Solistin: Frau Dr. Margarete Altmann-Kuntz aus Straßburg(Alt).— Orgel: Otto Görlach.— 8 Leitung: Prof. Trautmann.
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Licht-Spiel
die Weg 43.— 21.
Mank, Rentner, 71 Jahre alt, Wetlger tsabeth Ploch, geb. Frint, 64 Jahre alt, Ost⸗ Anlage 14.— Wolf Vogt, Wirt, 61 Jahre alt, Sonnenstraße 14. — Geheimer Medizinalrat Dr. Julius Haberkorn, Großh. Kreis⸗ arzt i. R., 64 Jahre alt, Moltkestraße 5. 2
Im Felde gefallen: Januar 25. Walter Oswald Bern⸗ hardt, Friseur, Jager, 19 Jahre alt, Bleichstraße 5.— April 4. Paul Hackenberg, Hiffshobvist, Sergeant, 26 Jahre alt, Licher Straße 59.
pfad 14.— Phili
Auch das Brot ist unser Rüstzeug.
Geht sparsam damit um. 3 1 18
Letzte Nachrichten. 1 Die Kümpfe am Yser⸗Kanal. 5
Kristiania, 24. April. Pariser Blätter melden, in der Gegend von Dixmuiden und Bixschoote werde erbittert gekämpft.
Die deutschen Streitkräfte in der Nordsee.
Kristiania, 24. April. Der heute angekommene hiesige Dampfer Nn meldet, er habe am Montag auf der Rück⸗ reise von Amsterdam nach Norwegen eine große deutsche Kriegs. flotte südwestlich Helgoland passiert. Als von der Flotte zwei Warnungsschüsse abgegeben wurden, hielt der„Joldin“ an und ein deutscher Torpedojaäger lam herangebraust, der das norwegische Schiff untersuchte und daraufhin freigab, während das deutsche Geschwader weiter fuhr. Während des Besuches auf dem„Foldin“ sagte ein deutscher Seeoffizier, man habe in der deutschen Flotte den einzigen Wunsch, die euglische Flotte endlich zu treffen. Ein deutsches Unterseeboot 5 75 noch einen anderen norwegischen Dampfer. Die deutschen Offiziere waren äußerst liebenswürdig und gaben das Schiff nach kurzer Zeit frei. 9 Französische Stimmungen.
i. Höln, 24. April. Gegenüber der e Ver- sicherung, daß das französische Heer mehr als genug m 175 Offizieren und Unteroffizieren versehen ist, meldet der Korre- spondent der„Köln. Ztg.“ von der französischen Grenze. daß 300 Pariser Schutzleute den Dienst verlassen mußten und ins Heer eintraten, um an der Front Verwendung zu finden. Im übrigen treten neue An zei chen von Ungeduld und Mißtrauen hervor, weil der große Tag des Sieges und der Erfolge der mit so viel Pomp angekündigten Offensive immer noch nicht gekommen ist. Die„Depeche de Toulouse“ bekannte vor einigen Tagen, daß sich bei ihr täglich die Zahl der Zuschriften mehrt, die darüber Klage führen, daß man trotz aller schhünen Versprechungen nicht weiter komme und immer auf
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demselben Fleck stehen bleibe. 1 Ein russischer Dampfer gesunken. 1
Stockholm, 21. April. Der finnisch-russische Dampfer „Fraal“, der gestern von Stockholm nach Abö fuhr, ist im Aalandsmeer durch Explosion zum Sinken gebracht wor⸗ 15 den. Ob eine Mine oder ein Torpedo den Dampfer be⸗ schädigt hat, ist noch unbekannt. Ueber das Schicksal der Be⸗ 18 satzung liegt keine Meldung vor. 1 —— 2— Betteraussichten in Hessen am Sonntag, den 25. April 1915: Trüd, geringe Niederschläge, östliche Winde, etwas milder. 1— 9 L
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