Ausgabe 
(6.4.1915) 80. Zweites Blatt
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Außer durch das Maschinengewehr hatten die Franzosen bei ihren Sturmversuchen die schwersten Verluste durch die Hand⸗ granaten. Im Umgange mit dieser Waffe gibt es besondere Künst⸗ ler. Der größte unter ihnen ist ein bekannter Berliner Geistlicher, der den Feldzug als Offizier mitmacht. Er stellt sich in Hemd⸗ ärmeln auf und schwingt die Handgranate mit vernichtender Treffsicherheit. Am Feierabend aber und an Sonntagen ver⸗ sammelt der streitbare Gottesmann die Soldaten zu herzerheben⸗ den Andachten. 0

Wenige Schlachten dieses Feldzuges dürften so reich an Hel- entaten einzelner sein, wie die in der Champagne. Und es muß

er wiederholt werden, daß jeder einzelne, der hier mitgefochten dat, ein Held ist. Freilich am Ende, als der Kampf vorläufig Intschieden war, hat sich mancher tapfere harte Mann gern ein paar Stunden Ruhe gegönnt, denn er war mit seinen Nerven fertig, und auch die Offiziere brauchten nach dem übermensch⸗ lichen Maße geleisteter Verantwortung etwas Ausspannung. Aber schon nach 2448 Stunden waren alle wieder erholt und mel⸗ deten sich selbst als wiederschützengrabenfähig. Vor dieser Schlacht hat man es wohl nicht für möglich gehalten, daß Men⸗ schennerven eine solche unerhörte Kraftprobe aushalten. Das Menschengeschlecht hat zugelernt seit Valmy, wo der Lärm einer Kanonade, der heute wohl kaum als hinreichenderAbendsegen gewürdigt werden würde, durch seinen moralischen Eindruck einen Feldzug entschieden hat. Und wir haben andere Heerführer

heut

e. l An Valmmy wurde ich auf der Wanderung durch ein seltsames Andenken erinnert. In einer Divisionsgefechtsstellung, wo nur ein mit Telegraphendrähten bespanntes Balkengestell, das einer Riesenharse gleich im einsamen Walde stand, den unterirdischen Sitz des Stabsquartiers anzeigte, lag vor dem Eingange dieses Tuskulums ein Haufe glitzernder Mineralien. Exzellenz Dr. ho⸗ noris causa B., der feinsinnige Kenner der antiken Münzwelt, erzählte mir, daß unsere Soldaten, wenn sie diese kugeligen Knollen beim Bau von Schützengräben und Unterständen im Kreideboden fanden, sie zuerst für verrostete Kanonenkugeln hiel⸗ ten, bis sie sie zerschlugen und im Innern die metallischen Kri⸗ stalle fanden. Ich konnte daran erinnern, daß es dem Kriegs⸗ beerichterstatter Goethe, der 1792 in diesen Gegenden geweilt hat, ganz ebenso gegangen ist wie unseren Soldaten, bis er bei der zFbufälligen Zerstörung der seltsamen Kugel erkannte, daß sie aus Markasit, kristallisiertem Schwefeleisenkies bestand. Die Exschei⸗ nung war ihm wertvoll genug, um darüber, als glühender Natur⸗ feorscher, der er war, noch unter dem Eindrucke der Kanonade von Valmy ein ganzes Tagebuchkapitel zu schreiben. 5 Durch Schützengräben ging unser Weg weiter, einer Beob⸗ achtungsstelle zu, wo Artilleristen in der Handhabung der wunder⸗ baren Ferngläser und Entfernungsmesser geübt werden. Kurz vor unserem Eintreffen war in der Nähe eine Granate explodiert, deren scharfzackige Reißstücke um die Stellung herum verstreut lagen. Sehr tragisch nahm man diese Störung nicht. Man stellte nur mit Genugtuung fest, daß der Feind nicht etwa den Beobachtungs⸗ stand entdeckt habe der auch kaum zu entdecken sein dürfte, sondern sich die Granate zufällig in die Gegend bei der von den Franzosen geübten Methode desStreuens verirrt habe. Ein unterirdisches Musterdorf ist das Lager einer Sanitäts⸗ kompagnie, zu dem wir gelangten, als wir an schanzenden und exer⸗ zierenden jungen Truppen vorbeikamen, die hier ihren letzten Schliff erhalten und sich gleichzeitig an das feindliche Feuer gewöhnen. Die Soldaten vom Roten Kreuz haben sich splittersicher eingebaut. Sehenswert war namentlich der selbstverständlich vollkommen gra⸗ natensicher gedeckte Operationssaal, ein geräumiges, blitzsauberes Gelaß, dessen Operationstische durch Spiritusglühlicht blendend hell erleuchtet werden können. In einem Nebenraum verbleiben solche Verwundete, die vorerst nicht transportfähig sind. Er war eben

*

Bauchschüsse erhalten haben und nun ganz still li müssen, weil die Erfahrungen der neuesten Kriegschirurgie gelehrt haben, daß

Straßen aufeinander münden, da ist ein muckplatz mit Baum⸗ 5 pflanzungen und vor allem Teppichbeeten angelegt, welche mit

ö willig als Sanitätshundführer gemeldet. Der Münchener Land⸗

2 Wolf Sautter, der an der Pforzheimer Kunstgewerbeschule wirkende]

Bild ist bei B Handelskammer auf Durchführung des P. 531 der Strecke Gie⸗ Bildhauer, ist beim Landsturm. Heinrich Vogeler, der Worpsweder ßen Fulda über Grünberg hinaus bis Alsfeld bezw. Lauter⸗ Karpathen tätigen Schiläuferabteilung eingetreten. bach wurde mit der Begründung bgelehnt, daß ein allgemeines

i Ruisdaels Testament. Der bekannte holländische] und dringendes Verkehrsbedürfnis n. 7 3 LKunstsorscher Dr. Abraham Bredius hat im Haarlemer Archio ane laß pine Porkommmisses der sangsten 55 ihren, Autre

Kiünstler, ist, wie wir vernehmen, als Freiwilliger bei einer in den

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teilungen macht. Der zarte und feine Mensch, der Ruisdael war,

Isaac vollkommen unterstützt und unterhält. Während der Min⸗ derjährigkeit der Maria sollen der Onkel des Testators,

Narden und damals 67 jährig. Vier Tage darauf, am 27. Mai,

gestorben. Seiner Halbschwester hat er trotzdem etwas hinter⸗ lassen. Aus einer Urkunde von 1682, die

lassenschaft des großen Malers bekommen hat.

den Helden, die dort auf den Höhen ausharren.

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großem gärtnerischen Geschmack aus Moosen und farbigen Flechten zusammengestellt sind. Sie zeigen Bilder und Sprüche, den Kaiser⸗ adler mit der Huldigung:Heil Kaiser dir! Ferner Sprüche wie Wir Deutsche fürchten Gott,Gott strafe England! mit ent⸗ sprechenden Emblemen.

DiesesFichtenheim ist seit Februar errichtet worden, und, was wohl zu beachten ist, auf einem Gebiete, welches die Fran⸗ zosen inzwischen mindestens zehnmal erobert zu haben behaupten. Freilich, die schönen Erdwohnungen sind nicht umsonst so sicher gegen Artilleriefeuer eingedacht: denn das Lager liegt dem Feuer nahe genug. Das sollten wir noch erfahren.

Wir kamen an der sehr praktischen unterirdischen Badeanstalt vorbei, die das Wasser für ihr geräumiges Plätscherbecken aus dem Kessel einer gleichzeitig zu Licht⸗ und Kraftgewinnung dienenden Lokomobile empfängt, und an der in nordischem Stile stimmungs⸗ voll zwischen die Waldbäume eingebauten Kapelle, wo fast täglich evangelischer und katholischer Gottesdienst ist. Dann besuchten wir den am Ende der Anlagen gelegenen Friedhof, der auf Berges⸗ höhe mit herrlicher Aussicht angelegt ist. Da beobachteten wir, wie die Franzosen über unsere Höhe hinweg ein im Tale gelegenes Dorf mit schweren Granaten bewarfen. Dorf ist zuviel gesagt. Dort hat einmal ein Dorf gestanden, längst aber ist der letzte Mauerstumpf von dem täglich wiederholten Feuer der Franzosen eingeebnet. Weshalb sie dorthin schießen mögen, ist ihr Geheim⸗ nis; denn selbstverständlich ist der Platz, auf den der Feind genau eingeschossen ist, von uns nicht besetzt. Deshalb war die Sache nur für uns ärgerlich, da wir durch dieses Dorf und auf der hinter ihm liegenden Straße, die mit Granaten bestreut wurde, unseren Rückweg nehmen wollten. Vorerst bot die Munitions- verschwendung des Feindes ein fesselndes Schauspiel, da man den Einschlag jeder Granate auf etwa dreiviertel Kilometer Entfernung genau bevbachten konnte. Schließlich muß die Stichflamme einer Granate doch in ein der Trümmerhaufen ein paar Balken ge⸗ funden haben, denn Rauch und Flammen stiegen zum Himmel, während sich ringsum noch immer weitere Granaten einbohrten und gewaltige Erdtrichter aufrissen. a Gerade als wir uns zum Aufbruche von dem schönen Muster⸗ truppenlager entschlossen, begann der Feind auch dahin sein Feuer zu richten. Ueberdie verfluchte Schießerei war mein Führer, ein Leutnant, unter dessen sachkundiger Leitung die Anlagen entstanden waren, doch recht ärgerlich. Denn wenn sie ihm seine Teppichbeete zerschossen hätten, so hätte es einen Haufen Arbeit gekostet, um wieder so hübsch herzurichten. Aber glücklicherweise trafen sie nichts.

Da die Beschießung der 89 inzwischen schwächer geworden war und die Granaten unsere Straße nicht trafen, so nahmen wir dann doch den Rückweg durch das Nest, das einen unheimlichen Eindruck machte in seiner völligen Verwüstung, während über den ausgeglühten Steinhaufen, die ehedem Bauerngehöfte waren, nun wieder frischer Brand⸗ und Pulvergeruch lag.

Und bald lagen die Kampfeshügel der Champagne, auf deren Kämmen noch fortwährend die silbernen Dampfballen der Schrap⸗ nells aufblinkten, fern hinter uns. Aber unsere Herzen blieben bei

W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.

2. Sitzung der Großherzoglichen Handelskammer Gießen

9 105 i m 4 e. 1 N ne wa 15 als

5 2 J 5 n 2. vertr. Vorsitzender, Diehm II., Friedber er, Kom⸗

legt und mit zwei ganz in Decken eingeßsüllten Tapferen, die merzienrat Hoos, Ibring, Noll, Nowack, Ra prsped.

N Stammler, 1 und der Syndikus. 4 Beri 2

dann 40 an sich schweren Verwundungen einen sehr günstigen bruar d.. 8 11 gennahme eines Berichts uber die am 1. Fe⸗

o auf n 8 5 Krie 2 Den Schluß des 2 längs der Ir e die Besich⸗ ee zu Berlin mit Vertretern von Landwirt⸗ und hervorragenden Anlage. Nicht Menschenhände, sonbern Elfen i 5 3 e nahmefällen abgesehen, der rechtmäßige und branche Handel geht, nichts wahrzunehmen vermag. bei Vergeb 1 ie ddt 0 Tritt man aber näher, so führen lieblich gewundene, mit Brettern Sanfte 55 f 127* 2

5 laube zur anderen. Diese Lauben sind die Eingänge zu den unter⸗ i irdischen Wohnungen, bei deren Betreten man immer wieder aufs 8 r neue überrascht ist über die traute Behaglichkeit und die sinnige Betriebe

Erfindungsgabe, mit der es sich unsere lieben Feldgrauen hier werde ichkeit draußen so echt deutsch⸗gemütlich einzurichten wissen. Jeder ee eee eee e

Kanten,, Bücder auf den Boiden, und die Eßkisten zeigen, daß] Pferbe Festgescelenerägendel kanmer beantragte Erhöhung der far

5 Einem, Hindenburg und andere sind hier geehrt. Wo aber die Auftenunt 1 Err r

kammer weiter stark in Anspruch mmen durch Unterstützung

der Staatsbehörden bei Vorratgerhehn

schafter Otto Beuriedl trat als Kriegsfreiwilliger bei einem baherf⸗ Naslellune von Zeugnissen bei Heereslieferungen, Ausfuhrbe⸗

schen Schneeschuhbataillon ein Der Kölner Maler und Graphiker alaubigungen und Ausfuhrbewilligungen, Festsetzung von Höchst⸗ J A. Weinheimer ist Vizefeldwebel bei der Infanterie. Prof breisen u. a. m. f

delt eallerente Jarob Musdgess, des großen bollandischen Land⸗ sunderbolt bein Antrag der Handelskammer Weglar auf benmlers, gefunden, über die dieKunstchronik nähere Mit⸗ 1 75 9 E 77 Wunsch 4 1 5 N teiligten Verkehrskreise, daß vom 1. April d. Js. der ET z ug 95 e 42 1 M 0 1667 ben eine Testamente. Das(ab Frankfurt a. M. 7.30 N.) wieder gefahren wird, der Kal. Jun eselle j un einem Notar abgefaßt. Ruisdael, Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. unter Befürwortung unter⸗ e e e e de. 3 N J. 1 ben 5 en rektion Frankfurt angeordnet, daß zur möglichsten Si As Erbin ein, aber mit der Bestimmung, daß sie seinen Bater fung des Anschlusses bei den gugen 95 und 799 in raufen a. 8 San 57 1 Zug 953* t 5 wenn 5 75 mit einer Ver⸗ Maler Salomon Ruisdael und der Neffe Jakob, gleichfalls Maler, 3 3 e ee auf nne Testamentsvolistrecker sein. Der Vater war Leistenmacher aus 5 e een e 05 1 2 7 3 g Gießen Alsfeld, deren Aufhebung vor einem Ja re we läßt, soll Maria bekommen. Jakob Ruisdael ist im Armenhause. Hand dir Kal, Kisenbahndirektionen Cessel, Tonkfurt 0 tragen, daß in Bredius gl Ils ge⸗ 3 mi i i funden hat, geht hervor, daß Maria bare 150 Gulden l ner sorgung des Landes mit Nahrungsmitteln bei der Gestellung

der angeforderten Wagen weitestes Entgegenkommen be⸗ wiesen wird.

für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll- Auszug. f 7 Gießen, 24. März. Auwesend sind die Herren: Geheimer ommerzienrat Hei⸗

uf Einladung des Kriegsministeriums im Preußi⸗ Handel und Gewerbe stattgehabten Verhandlungen über das 5, von Aus-

2. Dem Wunsche der Handelskammer, daß in Zukunft die nicht enst⸗ und Beutepferde außer an 7. kaufmännische und in dustrielle

die P für die eigenen Zwecke benötigen, ab⸗

4 estgesetzten täglichen Haferation wu ablehnend be⸗ 4. Beim Bundesrat sowohl wie auch bei der Großherzoglichen

es auf Kartoffelmehl beantragt. 5. Aus Anlaß des Kri wurde die Tätigkeit der Handels⸗

5 ngen bestimmter Bedarfs⸗ senstände, Begutachtung von Gesuchen betr. den Militärdienst,

6. Eisenbahn angelegenheiten: a) Ein Antrag der

vorliege. Die Kammer hat etzlar auf Durch⸗

M. und 8 wurde die Bitte gerichtet, dafür Sorge zu r gegenwärtigen Zeit dem Großhandel zur Ver⸗

ben au beantragt.

eine Erweiterung der Dienststunden des Postamtes

8. Laut amtlicher Mitteilung wird der von der Ka antragte elektrische Aufzug in den Niederlageré des Großh. Hauptsteueramts Gießen voraussicht am 1. Juli betriebsfähig sein und die ebenfalls beantragte elektrisch Beleuchtung der Niederlageräume im Spätsommer ausg

gegangen. *

gesetzt, die für eine gewisse des weiblichen Geschlechtes

borgen tragen, denn es ist

die Telephonistinnen aber

ihrem Dienst und standen

rauen gar nicht gesallen.

zu sorgen hat. Immerhin

Der mischtes. 5

Ein holländischer Dampfer untergegan e Amsterdam, 5. April.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Vork wird berichtet: Der holländische Dampfer Prins Ma rots ist am Samstag im Sturm mit 49 Mann Besatzung und vier Passagieren auf der Höhe von

Türkische Telephonistinnen. dienst in Konstantinopel von Damen versehen w 0 als ein bedeutsames, Zeichen der Zeit ansprechen, denn es offen bat sich darin ein Fortschritt in der Stellung der mohmamedanis Frau, wie man ihn noch vor 10 Jahren für ganz unmöglich halten hätte. Die Frau, die nach den Geboten des Islam lireng von der Oeffentlichkeit ferngehalten werden muß und hinter ver⸗ gitterten Fenstern ihr Leben verbringen soll, ist so direlt in n Dienst der Oeffentlichkeit gestellt, nimmt tätigsten Anteil an 4 Ausbreitung des modernen Geistes in der Türkei. Seit einige 8 75

auch in Schulen gingen, einzelne gebildete, Damen als Sch stellerinnen tätig waren und eine Frauen itschrit gründeten, so lag doch der Gedanke, die Frau als Telephonistin mitten ins Le hineintreten zu lassen, noch sehr sern. paar Jahren überhaupt noch kein Telephon in Konstantinopel. A aber nun die Telephonanlagen geschaffen wurden, da trat auch d Gedanke einer Beschästigung von Frauen, Ländern beim Telephondienst

Dindernisse, die uralte Sitte und

praltisch gewesen, und so gestattete ihnen denn die oberste Behö daß sie sich als Kopfbedeckung mit demBaschiorta, einem ö Shawͤl, beanügen. Die Türkinnen bewährten sich vortrefflich

und ohersten Telephonbeamten in bestem Einvernehmen. manchem getreuen Muselmanen aber wollte diese Tätigkeit türkische

bei einem Ausflug. den kurz vor dem Kriege die türkischen 2 l phonistinnen von der Station auf der Insel Halki im Marmar Meer mit den christlichen Herren der Station veranstalteten. Ma hatte sich vergnügt zu einem Picknick im Freien e als ein Polizist erschien und den Türkinnen im ftr 5 befahl, an gesonderten Tischen Platz zu nehmen und den Herren den Rücken zukehren, wie es Mohammeds Gebot sei. Sie mußten sich wohl oder übel diesen Anordnungen fügen, da der türkische Polizist ja für die Aufrechterhaltung der Weisungen des Koran

phons in der Türkei zugleich ein wichtiger Fortschritt der Frauenbewegung zu verzeichnen.

Daß der Teleph ird, darf mann

Zeit haben ja die abendländischen Ideen in der türkischen Frauen⸗ welt Wurzeln geschlagen; eine gemäßigte Frauenbewegung hat ein⸗ Freiheit und für eine bessere Erziehung

nun

eintritt. Aber wenn die Mädchen

ein Zeichen von Unmoral, wenn sie d

Blick eines Mannes auch nur das kleinste Stückchen ihres Haare 5 preisgigt; sie trägt daher denCharschas, ein langes dunkles Tuch, das über den Kopf gebreitet ist, und einen schweren Schleier. Für

wäre diese nationale Tracht zu mit den abendländischen Installateu

Das kam zum humoristischen Ausd

engsten Tone a

aber ist mit der Einführung des T türkisc

erscheinen.

in der Johanneskirche.

Nirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde. 275 Mittwoch, den 7. April, abends 8. Uhr: Kriegsbetstu

*

1 Pfarrer Aus feld.

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

ue Kap Hatteras unter

Gab es doch bis vor eit

der ja in allen anderen Anklang gefunden hatte, immer stärker hervor, und das schwächere Geschlecht siegte schließlich über all die strenger Glauben ihm in den Weg legten. Heute liegt der Telephondienst zum größten Teil in den Handen von türkischen Damen. Es wurde eine Schule für Tele- phonistinnen in Konstantinopel eingerichtet und eine ganze An ahl von Telephonistinnen ausgebildet. Die Damen bewährten sich vor⸗ züglich, und die oberste Aufsicht über die Zentrale von Stambul bat jetzt eine Dame, Fräulein Osman. Viel Kopfzerbrechen berei die Kleiderfrage. Die türkische Frau muß ja ihr Haar stets

. Briefkasten der Redaktion. (Auouyme Anfragen bleiben unberücksichtigt. 0. m. Soviel wir unterrichtet sind, brauchen Sie nicht

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4. bis 5. April 1915 11.2

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daß es eine

gebrauchten. Alle Apotheken

7. Bei der Kaiserlichen Ober⸗Postdirektion Darmstadt wurde

886 haben. Wer ihn einige geit erprobt, findet Sie Ihren Lieferanten danach, er führt ihn

Bei allen nervösen Störungen

trinke man nur den coffeinfreien Kaffee Hag, der, wie unzä geben haben, auch von solchen Leidenden tadellos vertragen wi Kaffee Hag wird von den Aerzten ebensosehr geschätzt, wie von allen Feinschmeckern, die ihn schon versuch seine gesundheitlichen Vorzüge von selbst heraus. ebenfalls und verkauft ihn nicht teurer als vor dem K

acet salie. Ohinin Me. LI.

ver

Herr E. Kelch, Hagen, schrei 8 Rheumatismus und Blasenleiden und konnte vor lauter Schm kaum noch auftreten. Da ich mir schon öfter alle möglichen M batte kommen lassen. welche oft sehr teuer waren und rein g nichts geholfen hatten, kaufte ich mir eine Packung Togal, denn sagte mir: wenn es nicht hilft, dann ist nicht viel verloren. D Resultat war so überraschend, daß ich es selbst kaum glauben konnte. Schon nach dem Gebrauch von 2 Tabletten konnte gehen und am nächsten Morgen konnte ich wie seit langen frei und unbehindert auftreten. Heute, am dritten Tage, mich am ganzen Körper trotz des miserablen Wetters so wo

3 Freude ist. Ich kann daher Togal allen Leiden gefährten sehr warm empfehlen. Ahnliche Ersa überraschendere Erfolge erzielten viele andere, welche Tog nicht nur bei Rheumatismus, sondern auch bei Kousschmerze Herenschuß, Ischias, Schmerzen in den Gelenken, sowie bei Influ

Für Rheumatiker und Neuralgieleidende. 1

Jabrelange Schmerzen waren in 3 Tagen

ch wunden. bt:Ich leide schon seit

hrungen und

fübren Togal⸗Tabletten. Besr:

hlige Kontrollen durch klinische Versuche e rd, denen sonst jeder Kaffeegenuß verboten

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