menks kapelle. Wis dem man uns:
ö 515 Mitglieder des Stabs unserer hessischen 25. Div 5.— 6. März einen in Kriegszeiten leider nur seltenen künstlerischen Genuß. Die Kapelle des aktiven 116. Inf. 5 ts ließ nämlich unter der bewährten Leitung des Herrn
Obermusikmeisters Löber im Stabsquartier im Schloß zu E bre schönen Weisen erklingen. Die Leistungen waren trotz der langen Kriegszeit ganz vorzüglich, so daß reicher Beifall den einzelnen Stücken zuteil wurde und der Herr Divisionskomman⸗ deur, ein ganz hervorragender Musikkenner, seine ganz besondere
kennung zum Ausdruck brachte. Zum Vortrag kamen: 1, Fest⸗ Neveille von L. Golda. 2. Ouvertüre zur Oper„Martha“, von Fr. v. Flotow. 3. Fantasie a. d. Musikdrama„Die Walküre“ von R. Wagner. sen aus dem Süden, Walzer, von Strauß. . Kurfürsten Reitermarsch von Gr. v. Moltke.
3 Des Großen 5 b. Armermarsch Nr. 118. N 3 r den Schreiber dieser Zeilen, der seit einiger Zeit dem Divistonsstab angehört, war es eine ganz besondere Freude, als Gießener die Kapelle, deren Klängen er in der Heimat immer so gern gelauscht, auch einmal im Feindesland zu hören, und weh⸗ mũti.— 3 8 65*.
Lach ie Einwohnerschaft von.„ soweit sie noch hier weilt, ließ sich den Genuß nicht entgehen, und eilte in den weiten Schloß hof, der ein solches Schauspiel noch nie gesehen. Besonders
interessant war es hierbei, wie die Jugend sich darnach drängte den deutschen Spielleuten die Noten halten zu dürfen. Sie ist überhaupt sehr deutschfreundlich gesinnt. Jeden Tag kann man von jugendlie Stimmen„Die Wacht am Rhein“ und ch bin ein Preuße“ mit Begeisterung singen hören. Die hner haben auch alle Ursache, freundliche Gesinnung an den Tag zu legen. Denn die„Barbaren“ teilen ihre ganze
mit ihnen, und es ist ein schönes Bild, Freund und Feind brüder⸗ lich um den 9 0 vereint zu sehen. Ob wohl die Franzosen es
umgekehrt auch so machen würden?“
» Nachweihnachten in den Karpathen. Fol⸗ nde Dankesworte aus der Mitte der„Bischweiler“ ringen wir gern zur Kenntnis unserer Leser:
„Wir sind Euch allen in Gießen zu großem Danke ver⸗ pflichtet. Die vielen, vielen Liebesgaben haben uns im vorigen Monat hier in den Karpathen glücklich erreicht, und jetzt erschei⸗ nen die lang ersehnten Weihnachtspakete. Ein Teil ist schon in un⸗ seren Händen, ein anderer Teil schwankt eben auf dem Rücken der Tragtiere über die Karpathenkämme unseren Stellungen zu. Was kommt da nicht alles Schöne zum Vorschein! Habt vielen Dank, daß Ihr so an uns gedacht und für uns gesorgt habt.
1 Im Namen vieler.
Einige Gießener Studenten und Bürgerssöhne des 1. Bataillons.
» Der Feldpaketdienst. Bei der Versendung von Paketen an mo bile Truppen handelt es sich um eine militärische Einrichtung. Die Beteiligung der Post⸗ verwaltung beschränkt sich darauf, die Pakete anzunehmen und den in der Heimat befindlichen Militär⸗Paketdepots
auszuhändigen. Die bei den heimischen Postanstalten auf⸗ 8 akete dürfen bis 10 kg schwer sein. Das Porto trägt 5 Pfg. für das Kilogramm, mindestens jedoch
25 Pfg. Größere Güter im Gewicht über 10 kg bis 50 kg sind bei den Eisenbahn⸗Eilgut⸗ und Güterabfertigungen aufzulie⸗ fern; dabei sind die Frachtkosten(nebst 25 Pfg. Rollgeld) im roraus zu entrichten. Mit der Weiterleitung der Pakete von den Militär⸗Paketdepots nach dem Felde und der Zustellung an die Truppen hat die Post nichts zu tun, dies liegt rielmehr inden Händen der Heeres verwaltung. Hiernach ist es unrichtig, für das üusbleiben der an Heeres⸗ angehörige im Felde abgesandten Pakete bis 10 kg stets die Postberwaltung verantwortlich zu machen. Diese hat nur die Beförderung von der Aufgabepostanstalt zum Mili⸗ tärpaketdepot. 5 7 9 große Ver⸗ ögerungen na ausgeschlossen sind. Die Schwierigkeit liegt in 2 e Pakete in Feindesland, nament⸗ lich wenn militärische Operationen stattfinden. Auch die dem Truppenteil obliegende Zustellung der Pakete an den Empfänger ist keineswegs so lei ausführbar, wie das Publikum vielfach annimmt. Viele Beschwerden der Absender von Feldpaketen darüber, daß diese nicht angekommen seien, erweisen sich als nicht zutreffend, weil sie zu früh er⸗ hoben waren.— Außer den vorstehend erwähnten Feld⸗ paketen an mobile Truppen kommen noch Pakete an Heeres⸗ angehörige in Garnisonen des Deutschen Reichs in Be⸗ tracht. Diese sind— mit Ausnahme der Standorte in den elsässischen Kreisen Altkirch, Mülhausen, Gebweiler, Thann und Colmar— jederzeit zugelassen und unterliegen den Vor⸗ schriften und Taxen des Friedensdienstes.
„ Stadttheater. Vor dem Rezitationsabend Dr. Lu d⸗ wig Wüllners am nächsten Samstag dürfte eine auswärtige Besprechung von Interesse sein. Es beißt da:„Es ist kein Re⸗ — und Sagen mehr, es ist das Erleben eines erschütterten
enschen, der hier vor Menschen Dichterworte kündet wie von einer Kanzel. Wüllner weiht diese Worte und reicht sie uns mit erhobenen Händen, wie eine Opferschale, seherisch weissagend, die letzten des Irdischen und des Ewigen weisend. Dieser Ludwig Wlillner wird nun wohl die nächsten Jahre der Deutsche sein, der uns das Wort Goethes und Schillers und viel⸗ leicht einiger ihrer wirklichen Nachfahren kündet. Und wir werden uns freuen dürsen, daß in einer Zeit, die nach neuen Worten . 8 ringen muß, einer da ist, der alte Worte neu lebendig ma 8 i
* Der Obst⸗ und Gartenbauverein Gießen hielt am Samstag im Saale des Felsenkeller eine Versamm⸗ lung ab, die von etwa 250 Damen und Herren besucht war. Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden Stadtv. Simon hielt Herr Dr. Hoffmann aus Friedberg einen Vortrag über das Thema:„Wie bestelle ich meinen Garten zur jetzigen. Ein⸗ leitend bewies der Redner die Notwendigkeit, für unsere Volks⸗ ernährung mit Rücksicht auf den Aushungerungsplan Englands und die veränderten Verhältnisse auf dem Nahrungsmittelmarkt ganz andere Rücksichten maßgebend sein zu lassen wie im Frieden. Hier ee e jedem Gartenbesitzer eine wichtige Aufgabe. Alles zur Verfügung stehende Gelände sei auszunutzen, Spielplätze, Bauplätze, Grasplätze usw., alles, was einigermaßen ertragsfähiger Boden sei, müsse bestellt werden. Im Garten sollen während des Krieges Rabatten, ge, Blumenbeete usw. wegfallen und alles mit Gemüse bepflanzt werden. Da Mangel an Dünger sei, solle man diesesmal Aetzkalk verwenden, das den noch im Boden vorhandenen Dünger heraushole. Durch die Einberufung seien vielfach nicht genügend männliche Arbeitskräfte vorhanden, weshalb der Ruf um Hilfe an die Frau ergehe. Ferner sollten Schulkinder, Halbinvalide, Invalide und Gefangene zur Mitarbeit herangezogen werden. Zum Anbau, der nun bald beginne, seien zu empfehlen Frühmöhren, Karotten, Gelbe Rüben, trüben, Rettig, Radieschen, Erbsen, Bohnen, hauptsäch⸗ lich Stangenbohnen, und zwar nur solche Sorten, die große Erträge lieferten, ferner Frühkartoffeln, Frühkohlarten, Kohlrabi, Weißkohl. Wirsing, Rosenkohl, Salat, Kresse, Spinat usw. Die Gärtnereien sollten recht viele Frühpflanzen ziehen, aber auch die Privat⸗ gärtnereien sollten in diesem Jahre nicht Blumenzucht treiben, son⸗ dern Pflanzen aufziehen und an die Gartenbesitzer verteilen. Pflicht eines jeden Gartenbesitzers sei es, alles und recht viel anzubauen. und was er nicht für sich brauche, für die Armen zu verwenden. Was nicht frisch gebraucht werde sei zu dörren, einzusäuern oder in Gläser einzukochen, denn auch für Dauerware müsse gesorgt wer⸗ den. Auch aus Flur und Wald könnte vieles zur Nahrung ver⸗ wendet werden, wie Brennessel, Hopfen, Brunnenkressen, Löwen⸗ zahn, Beeren, Pilze usw. Von Johannis- und Stachelbeeren, Nir⸗ schen usw. sollte kein Gelee, sondern Saft bereitet werden. Auch Erdbeeren und anderes Obst sei den Verwundeten zu geben. — der etwa zweistündige Vortrag wurde mit großem Beifall aufgenommen.— Anschließend daran folgte eine sehr lebhafte
3ö%ͤ
8
3 Aussprache. In auem Schlugrort mocte Fer Versspeudt noch N daß der Verein beabsichtige, in der Nähe der Stadt eine Gartenkolonsie von etwa 40 Gärten anzulegen, die an Liebhaber verpachtet werden sollten. Die diesbezüglichen Ver⸗ handlungen seien im Gange. und das Nähere solle in einer am 20. März wiederum im Felsenkeller stattfindenden Versammlung
besprochen werden. Kreis Büdingen.
— Nidda, 10. März. Seit einigen Tagen hält Missionar Stahl aus Duala in Kamerum in den Gemeinden des Dekanats Predigten und Vorträge über seine Kriegserlebnisse und seine Gefangennahme in Kamerun. Die Schilderungen der Schreckensherrschaft der Franzosen und Engländer in unserer blühenden Kolonie sowie der Leiden, Drangsale und Entbehrungen, die Missionar Stahl und seine Frau durchgemacht haben, sind von großem Interesse. Ueberall sind seine Versammlungen und Gottes⸗ dienste sehr stark besucht. 5
Kreis Friedberg.
v. Bad⸗Nauheim, 9. März. Der Gesamtumsatz des hiesigen Spar- und Vorschußvereins sank infolge des Krieges um nahezu 9 Millionen Mark, Während 1913 38 Mil⸗ lionen umgesetzt wurden, sind es für 1914 nur 29 233 188 Mark geworden. Auf Spareinlagen⸗Konto standen am Jahresschluß 1891991 Mark eingetragen, die sich auf 2492 Sparer verteilen. Die Mitgliederzahl beträgt 618 mit einer Haftsumme von 1854000 Mark. Der eiserne Bestand an Wertpapieren, in Höhe von ½ Mil⸗ lion Mark, der dem Verein einen außerordentlich wichtigen finanziellen Rückhalt bietet, wurde auch in der Kriegszeit in vol⸗ ler Höhe erhalten. Die Hauptversammlung des Vereins findet am nächsten Samstag statt.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 10. März. Zu der durch die Blätter
gegangenen Nachricht über die Brach! 5. mänengutes Sensfelder Hof bei Gräfenhausen wird jetzt halbamtlich mitgeteilt, daß die durch den Fiskus vorgesehene Aufteilung in 152 neugebildete Grundstücke in⸗ folge Ausbruch des Krieges nicht in der rorgesehenen Weise durchgeführt werden konnte. Das 54 Hektar um sassende Ge⸗ lände ist indessen zum weitaus größten Teile an einzelne Be⸗ wohner der umliegenden Orte rerpachtet und die Be⸗ stellung in Angriff genommen worden, Sollten sich für einzelne Grundstücke keine Pachtliebhaber finden, so werden sie don der Verwaltung im Eigenbetrieb bebaut. 8 Hessen⸗Nassau.
h. Frankfurt a. M., 9. Warz. Wie Oberbürgermeister Voigt in der heutigen Stadtverordneten versamm- lung mitteilte, sind von der Frankfurter Bürgerschaft bis⸗ her 5 Millionen Mark für die hiesige Zentrale für Kriegs⸗ fürsorge aufgebracht worden. In dieser Summe sind die eben⸗ salls bedeutenden Sammlungen fur Ostpreußen, Elsaß-Lothringen
usw. nicht mit eingerechnet. h. Frankfurt a. M., 9. März. Der vom Magistrat der abgehaltenen Stadtverordnetenversammlung
egung des Do⸗
heute vorgelegte Haushaltsplan für das Geschäftsjahr 1915 steht in jeder Beziehung unter den Wirkungen des Krieges. Verminderte Ein⸗ nahmen, große Steuerausfälle, äußerste Sparsamkeit in allen Be⸗ trieben und doch vielfach Verluste und schließlich eine Erhöhung der Steuern um 10 Proz, des bisherigen Satzes: unter diesen Zeichen ist der Plan aufgestellt und wird voraussichtlich auch die Geneh⸗ migung des Plenums glatt erhalten. Das Ordinarium der All⸗ emeinen Verwaltung fordert 58 976 190 Mk.(1 V 62312 020 ark), das der Betriebsverwaltungen 76 106 570 Mark(78 082 100 Mark). Das Extra⸗Ordinarium der Allg. Verwaltung erheischt 4567 600 Mark 9 034970 Mark), das der Betriebsverwaltungen 4577 160(9 130 930) Mark. Die Kriegsteilnehmer Frankfurts mit einem Einkommen von weniger als 9000 Mork werden von der Gemeindesteuer befreit. Alle Ausgaben, die sich als be⸗ sondere Kriegsmaßnahmen darstellen, werden zunächst außeretats⸗ mäßig geführt und sollen durch die Aufnahme einer besonderen Kriegsanleihe gedeckt werden. Alle Ausgaben werden auf das Aller⸗ notwendigste beschränkt.— Die vom Oberbürgermeister Voigt zur Einführung des Haushaltungsplans gehaltene Etatsrede zeich⸗ nete sich durch Klarheit und Uebersichtlichkeit aus. Stadtverord⸗ netenvorsteher Geheimrat Dr. Friedleben erklärte, daß die Stadt nach wie vor alles daransetzen werde, um jegliche Not wäh⸗ rend des Krieges von den unbemittelten Bürgern fernzuhalten. und daß sie wie immer bei der Erfüllung ihrer sozialen Pflichten an der Spitze der deutschen Stadt marschieren werde.
F. C. Höch st a. M., 9. März. Gestern, an seinem 15. Geburts- tage, ist der Metalldreher Julius Be st von hier in das 9. Husaren- Regiment in Straßburg i. Els. als Kriegs freiwilliger eingetreten.
sc. Wiesbaden, 9. März. Der neue Etat der Stadt sieht eine Erhöhung der Einkommensteuer um 25 Prozent vor. Bekanntlich war Wiesbaden außer Berlin mit seinen orten die einzige preußische Stadt, die einen Einkommensteuersatz von nur 100 Prozent hatte. Auch bei dieser Erhöhung, die durch Anforderungen an die städtischen Finanzen wegen der Kriegslage bedingt ist, bleibt Wiesbaden mit Berlin, das ebenfalls auf 125 Prozent hinaufsetzen muß, diejenige preußische Stadt, die den niedrigsten Einkommensteuersatz hat.
Schwurgericht. 5 th. Gießen, 10. März.
In der Sache gegen den Diensiknecht Ludwig Furmansk y, der im August v. Js. in Fauerbach-Friedberg seinen Mitknecht Scheld nach am Abend voraufgegangenem Streite im Bette mit einer Bierflasche erschlagen hat, erkannten die Geschworenen auf Verneinung der Schuldsragen wegen Totschlaas, bejahten aber die Schuldfrage auf Körperverletzung mit Todesfolge und verneinten das Vorliegen mildernder Umstände. Der Angeklagte wurde vom Gerichtshof zu 5 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust ver- urteilt. Der Vertreter der Staatsbehörde hatte 8 Jahre Zuchthaus beantragt. Wir werden über die Verhandlung noch berichten.
——— Kleine Tageschronik.
Der Dienstknecht Meißner aus Dommitzsch, der durch Urteil des Hamburger Schwurgerichts vom 22. Januar wegen Raub- mordes, begangen in Neuengamme an der Ehefrau Steffens und der Dienstmagd Schuhr, zum Tode verurteilt worden war, ist Dienstag früh in Hamburg hingerichtet worden.
Bandel.
O Mitteldeutsche Creditbank. In der gestrigen 60. Generalversammlung der Mitteldeutschen Credit ⸗ bank Frankfurt a. M. wurde vorschlagsgemäß eie Dividende von 5% Proz sestgesetzt. Aus dem Geschästsbericht geht hervor, daß das Institut trotz dem Kriege seine Tätigkeit weiter aus- gedehnt hat, was u. a. aus der Tatsache erhellt, daß 3 neue Ge⸗ schästsstellen und 5 neue Devpositenkassen(darunter 1 in A ssel“) eröffnet wurden. Der Umsatz stieg von 12 405 auf 12 618 Millionen Mark im Kriegsjahre.
——
Märkte.
le. Frankfurt a. M. Schweinemarktberi h: vom 10. März. Ausgetrieben waren 1744 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 84.00— 86.00 Mk., Schlachtgewicht 103.00 10 00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 78.00— 82.00 Mit., Schlachtgewicht 96.00— 100.0 Pk.: vollfleischige Schweine von 100—120 kg 3 84.00—86.00 Mk., Schlachtgewicht 103.00— 406 Mk.; vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 84.00— 86.00 Mk., Schlachtgewicht 103 106.00 Mk. Geschaft ziemlich rege.
se. Frautfurt a. M., 10. März.(Orig.⸗Telegr. des„Gieß. Anz.) Am Fruchtmarkt sehr still, in Brotgetreide und Haser kaum ein Angebot. Mais 5155 Mk., Gerste(im Kleinverkauf, 50—55 Pk. Alles für 100 377 Futtermittel: Tendenz sehr sest. Biertreber 31 bis 33 Mk., Sesamkuchen 35,50—36,10 Palm-⸗ kuchen 35.50— 96.10 Kokoskuchen 36—37 Mk.
16. Franlfurt 4. M., IO. Mutz.(Orlg.-Telegr. des Gieß. Anz.). Kartosseln im Großhandel Mk. 11,50 bis 12,00 Mk., im Rleinhandel Mk. 12,00 13,00. Alles per 10⁰⁰ Kg.
te. Frautfurt a. M., 9. März. Auf dem heutigen Heu
und Strohmarkt war nichts angefahren.
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 8. März 1915.
Schlachtviehpreise
Fleischpreise in Gießen
½ Kg. 90—98 Pfg.
9 76—80
Brotpreise in Gießen: Weißbrot 2 Kg.— Pig.
50 Kg. Schlachtgewicht 91-105 Mit.
Ochsen Kälber ½ Kg. Schlachtgw. 88—108 P.. 1 5 96106
Schweine zx
Getreidepreise in M ann he im Weizen 100 Ng. 28.35 Mt. Höchstpreis. Roggen 100 Kg. 24.35 Mk. 0
Vriefkasten der Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücsichtigt.) l Feldpost. Soweit uns bekannt, bei dem zuständigen Bezirks⸗ kommando.
——— 5
Wolkig, doch trocken, wechselnde Winde, kalt, Nachtsrost.
Aus der Zweiten Hessischen Kammer. Darmstadt, 5. Zweiten Kammer begann um 9% Uhr in Gegenwart des Staatsministers Dr. von Ewald, des Ministers des Innern vonn b k und des e r sbent 6 l er eröffnete die Sitzung und teilte mit, daß als ein ziger Gegenstand die Wahl eines erweiterten Finanzausschusses Vorbereitun. r Tages⸗ —. stehe. Nachdem für den Gegenstand die Dringlichkeit beschlossen war, begründete der Vorsitzende des Finanzausschusses Dr. Osann den Antrag, dem das Haus einstimmig zustimmte. Ebenso einstimmig trat die Kammer den Vorschlägen, betreffend die 21 Mitglieder der Kommission aus den verschiedenen Frak- tionen und ihre Stellvertreter, bei. Nach der Abstimmung schloß Präsident Köhler die Sitzung, worauf der erweiterte Finanz⸗ ausschuß sofort zur Vorberatung des Etats zusam⸗ 9 mentrat. 5 1 5 Drei englische Dampfer torpe diert. London, 10. März.(WTB. Nichtamtlich.) Die Admi⸗ 5 ralität meldet: Der britische Dampfer„Tawgiscan 95 wurde bei Scarborough torpediert. Von der Besatzung ron 38 Mann wurde einer gerettet. Ferner wurden die Dampfer„Blackwood“ mit einer Besatzung von 17 Mann bei Hastings und„Princeß Viktoria“ mit einer N˙7 satzung von 34 Mann bei Liverpool torpediert. Die Be⸗ satzung der beiden letztgenannten Dampfer wurde gerettet. Die Torpedierung sämtlicher Dampfer erfolgte am Diens⸗ 6 tagmorgen. 1
Die Kämpfe bei Czernowitz.
Budapest, 10. März.„Az Est“ meldet aus Czernowitz: Oestlich der Stadt wurden unsere auf dem anderen Ufer befindlichen Stellungen von feindlicher Artillerie beschossen. Kaum hatte das 1 Feuer begonnen, als unsere Artillerie in Aktion trat und die rus⸗ g sischen Batter jenin einer halben Stunde zusam⸗ menschoß. Am Freitag und Samstag vollführten in Oberung unsere Aviatiker, von gutem Wetter begünstigt, erfolgreiche Rekog⸗ noszierungen über der russischen Front aus. In den letzten Tagen herrschte in der Umgebung von Uzsok außerordentliche Kälte, aber weder Kälte noch Schneesturm verhinderten, daß gegen den hier außerordentlich starken Druck der Russen von unserer Seite ein Angriff angeordnet wurde, der von. Truppen mit 8 tehlicher Gewalt durchgeführt wurde. r stark war unser Angriff 1 westlich Uzsok, während wir östlich davon in mäßigerem Tempo vorrücken. Wir vertrieben die Russen aus mehreren befestigten Stellungen und machten dabei eine große Anzahl von Gefangenen.
Die belgische Armee. 1
Le Havre, 9. März.(W. B. Nichtamtlich) Eine Note des belgischen Preßbureaus dementiert die Behauptung der deutschen Presse, nach der die belgische Armee auf ein Armeekorps zu⸗ sammengeschmolzen, demoralisiert, schlecht rüstet sei und ann Offizieren und Muniti,onsmangel leiden soll. e Armeęee Sffizieren und Munitionsmangel leiden soll. Die belgische Armee und einer Kavalleriedivision. Hinzugekommen sei eine neue Ka⸗ valleriedivision. Alle Einheiten seien bestens ausgerüstet und bewaffnet. Die Offizierbestände seien vollzählig. Tausende Re⸗ kruten seien der Armee einverleibt worden. Der Bestand an Ar- tillerie und Maschinengewehren vergrößere sich täglich. Die Re⸗ kruten und Freiwilligen, welche in den Lagern ausgebildet würden. bildeten eine stattliche Reserve. Die Regierung habe Maßnahmen ur Aushebung neuer Rekruten getroffen. Zur Ausbildung neuer
ffiziere sei eine besondere Schule eingerichtet worden.„
Die Schwierigkeiten der verbündeten Flotten in den 0
Dardanellen. W 5
Rotterdam, 10. März.„Daily Chronicle meldet aus Athen, daß die Kriegsschiffe der Alliierten in den Dardanellen mit zwei Hauptschwierigkeiten zu kämpfen haben. Er⸗ stens legten die Türken eine ungeheure Menge Minen in den, Meerengen, die unter Zeitverlust aufgefischt werden müßten. Die Türken verwendeten auch Streuminen, die durch die Strö: mung dem Meere zugeführt werden. Solche Minen bilden eine ernste Gefahr für die Kriegsschiffe. Einige von ihnen wurden sogar in der Nähe der Insel Tenedos aufgefischt, und zweitens seien die schweren Batterien, die die Flotte der Alliierten be⸗ schießen, trotzdem die englischen Flieger sie ausfindig zu machen suchten, zu schwer aufzufinden, als daß sie von den Kriegsschiffen unter wirksames Feuer genommen werden könnten. g
Konstantinopel, 10. März. Wie die„Agence Milli“ aus Smyrna meldet, hat ein russischer Kreuzer gestern vormittag den Hafen von Burla, füdlich von Smyrna, kurze Zeit bom⸗ bardiert und das Bombardement am Nachmittag 3½ Uhr wieder⸗ holt, ohne jedoch bisher Schaden anzurichten. Die bei der B. schießung der Dardanellenforts beschädigten feindlichen Kriegs-. schisse flüchten mit Vorliebe in den Hafen von Saloniki.„Turan“ berichtet, daß in den letzten Tagen drer große Kriegsschiffe, eins mit vier und zwei mit drei Schornsteinen, in den Hafen eingelaufen seien. Ihre Masten und Schornsteine waren zerschossen: auch wiesen sie* schwere Beschädigungen auf. Sie sollen in Saloniki 800 Ver⸗ wundete gelandet haben. In den griechischerseits für das Frühjahr angekündigten Manövern sollen nach einer Information des„Turan“ aus Saloniki sechs Reservedivisionen und vier neu⸗ gebildete Divisionen, sowie drei Kavalleriedivistonen teilnehmen.
Amsterdam, 10. März. Aus dem ausführlichen Bericht des in den Dardanellen kommandierenden Generals ist noch zu entnehmen, daß das die Halbinsel Bulair bewachende englische Kriegsschiff„Dublin“ am Samstag und Sonntag viermal von 10⸗Zentimeter⸗Geschossen getroffen wurde. Die eng ⸗ lischen Wasserflugzeuge waren, um die Stellungen der türkischen Batterien aufzufinden, gezwungen, sehr niedrig zu fliegen und wurden infolgedessen vielmals getroffen, so das Flug⸗
ug 172 28mal, der Hodroplan Nr.? Smal. Durch die Be⸗ shiezung würde ein Wasserflugzeug gefährdet und sank mit dem Vorderteil ins Meer. Beide Offiziere wurden verwundet. Das Begleitschiff für Flugzeuge„Arc Royal“ ist mit allen Apparaten
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für die Reparatur der Flugzeuge ausgerüstet. 0 7
„ 15 100116„ 8
Schwarzbrot 2 Kg. 80 Pfg. 5
Letzte Nachrichten. 1
Ministerialrats Dr. Schliephacke. Prä⸗ 1
des Staats voranschlags für 1915 zur 1 5 9 5
in Drantfurt a. M.*
Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 11. März 1915. 1
10. März. Die heutige Sitzung der


