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40 J¾peites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die„Sießener Famillenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen“ erscheinen monatlich zweimal.
General⸗Anz
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165. Jahrgang
Gießener Anzeiger
eiger für Oberhessen
Samstag, 27. Februar 1015
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universückts Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗
straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: Sol, Schrist⸗
leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichten; Anzeiger Gießen.
Die zweite Kriegsanleihe.
Durch Aufrufe und Bekanntmachungen wird das deutsche Volk soeben zur Zeichnung auf die zweite Kriegs⸗ anleihe eingeladen. Das Deutsche Reich legt diese Anleihe 5 5 sic, bn 5 zu verschaffen, deren— 355 siegreichen Durchführun ihm wungenen lt⸗ krieges unbedingt 555 ee
„Die Anleihe steht den im Frieden gebenen An⸗ 5 des Reiches an Wert und Güte vollständig gleich und genießt wie diese das Privileg der— 7 Sie unterscheidet sich von ihnen aber dadurch, daß sie dem 1 unverhältnismäßig viel günstigere Bedingungen
ietet, als sie in Friedenszeiten jemals in Frage kommen können.
Den Hauptbestandteil der Anleihe bilden, wie bei der ersten Kriegsanleihe,§prozentige Schuldverschreibungen, die halbjährlich nachträglich verzinst werden. Der Zeichner erhält Wertpapiere nebst Zinsscheinen, welch letztere diesmal je⸗ weils am 2. Januar und 1. Juli, erstmals am 2. Januar 1916 fällig sind und stets einige Tage vor dem Fällig⸗ keitstermin bar eingelöst werden. Die kleinsten Stücke lauten auf 100 Mark, so daß also Zeichnungen von diesem Betrage aufwärts zulässig sind. Größere Zeichnungen müssen in⸗ dessen durch 100 teilbar sein.
Die Reichsanleihe ist bis 5 1. Oktober 1924 seitens des Reichs unkündbar. Vorher kann auch der Zinsfuß nicht herabgesetzt werden, so daß dem Erwerber bis zu diesem Zeitpunkte die 1 Verzinsung gesichert ist. Will das Reich nach Ablauf der Unkündbarkeit den Fine fuß herab⸗ setzen, so hat der Besitzer der Schuldverschreibung die Wahl, ob er nicht vorzieht, statt dessen den Nennwert in bar zurück⸗ zufordern. Von seiten des Besitzers kann die Anleihe nicht gekündigt werden. Solche Wertpapiere sind aber in nor⸗ malen Zeiten jederzeit zum Börsenpreise verkäuflich, so daß der Besitzer, wenn er einmal das bare Kapital braucht, nicht in Verlegenheit gerät. Die erste Kriegsanleihe hat auch in den letzten Monaten trotz des Krieges stets Käufer, und zwar zu einem den Zeichnungspreis erheblich über⸗ steigenden Preise, gefunden.
Die neue Anleihe wird zu 98.50 aufgelegt, d. h. der Zeichner braucht nicht den vollen Nennwert der gezeich⸗ neten Anleihe, sondern nur 98.50 Mark für je 100 rk des Nennwertes zu bezahlen. Die Zahlung ist vom 31. März an zulässig, doch ist bei größeren Zeichnungen Zahlung in
Raten, deren letzte erst am 22. August fällig ist, gestattet.— Näheres hierüber ist aus der Bekanntmachung und aus dem en Wer 51g ersichtlich. Zeichnungen bis zu 1000 Mark müssen aber bis spätestens 14. April voll bezahlt werden.
Da der Zeichner auf den am 2. Januar 1916 fälligen ersten Zinsschein unter allen Umständen die Zinsen für die
2 vom 1. Juli bis zum 31. Dezember erhält, so müssen
i allen Zahlungen, die nicht gerade am 30. Juni erfolgen,
sogenannte Stückzinsen berechnet werden. Auf Zahlungen
vor dem 30. Juni erhält der Zeichner 5 Prozent Zinsen vom Nennwert für die Zeit vom Zahlungstage bis zum 30. Juni vergütet, d. h. seine N indlichkeit ver⸗ mindert sich um den Betrag dieser Stückzinsen. Für die Zahlungen nach dem 30. Juni muß der Zeichner 5 Prozent Zinsen vom 30. Juni bis zum 745 tage dazuzahlen. Der Monat wird bei der Stückzinsen 75 zu 30 Tagen gerechnet.. R a
Neben der Reichsanleihe werden auch Sprozentige Reichsschatzanweisungen aufgelegt. Diese unterscheiden sich von der Reichsanleihe dadurch, daß sie zu einem bestimmten Termine(bei der gegenwärtigen Anleihe durchschnittlich nach 6½ Jahren) zum Nennwert bar Verse e t werden müssen. Preis, Zahlungspflicht und Verzinsung sind für die Schatzanweisungen ebenso geregelt wie für die Reichs⸗
anleihe.
Neide Arten von Kapitalanlage, sowohl Reichsanleihe wie Reichsschatzanweisungen, haben ihre Vorzüge. Die 0 nweisungen eignen sich mehr für eine vorüber⸗ gehende Belegung verfügbarer Geldmittel, die Schuldver⸗ schreibungen der Reichsanleihe für eine auf die Dauer be⸗ messene Anlage. Erstere kommen infolgedessen mehr für große Vermögensverwaltungen in Betracht, während für die Heinen Kapitalisten sich die Anlage in Reichsanleihe besser eignen dürfte. 0
Die Reichsanleihe wird ohne Begrenzung ausgegeben, und es können alle ernsten Zeichner auf volle Zuteilung der gezeichneten Beträge rechnen. Dag e wird von den Schatzanweisungen jedenfalls nur ein begrenzter Betrag zugeteilt werden, da die Reichsfinanzverwaltung nicht allzu⸗ ber. an bestimmten Terminen aufhäufen kann. Es empfiehlt sich deshalb für alle diejenigen, die mit ihrer 3 9 an der Anleihe beteiligt 5 wollen und in erster Linie Schatzanweisungen gezeichnet haben, sich damit einverstanden zu erklären, daß den event. auch Reichsanleihe zugeteilt wird, eine Möglichkeit, von der auch bei der ersten Kriegsanleihe bereits in weitestem Umfange
Gebrauch gemacht worden ist..
Gezeichnet kann werden bei der Reichsbank und allen ihren Zweiganstalten, bei sämtlichen deutschen Banken und Bankiers, bei den— 9 Sparkassen und ihren Ver⸗ bänden, bei den deutschen Lebensversicherungsgesellschaften 1 ber ft 0 allen 5 Stellen ind a ie Zeichnun ne erhältlich. Es werden 5 ichnu 7— 4 aus- * für Anleihe⸗Stücke(weiß), für Anleihe⸗Schuldbuch
rot) und für 8 n(grün). An allen kleineren Orten(das ist an Orten, wo sich eine öffentliche Sparkasse befindet) werden Zeichnungen auf Reichsanleihe, die bis zum 31. März voll bezahlt werden sollen, auch bei der Post angenommen. Zeichnungsscheine für diese Postzeichnungen
sind bei den Postanstalten zu haben und werden durch diese verteilt.:*
Die Zeichnungsfrist beginnt am 27. Februar und schließt am Freitag, den 19. März, mittags 1 Uhr. In der ganzen Zwischenzeit werden Zeichnungen entgegengenommen, und das Publikum wird im Interesse einer glatten Erledigung des Zeichnungsgeschäfts guttun, seine Zeichnungen mög⸗ lichst nicht bis zu den leßten Tagen der Frist hinauszu⸗ schieben.
Und nun auf zur Zeichnung! Es ist vaterländische Pflicht eines jeden N der die Mittel dazu besitzt, auf die Kriegsanleihe zu zeichnen. Er bringt dadurch, daß er dem Vaterlande sein Geld für die Zwecke der Kriegführung zur Verfügung stellt, nicht einmal ein 7 5 sondern wahrt gleich n eigenen Interessen, indem er eine vor⸗ 1 liche u hochverzinsliche Kapitalanlage zu äußerst illigem Preise erwirbt.
Aus Stadt und cand. Gießen. 27. Februar 1915.
Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.)
Ersatz- Mel. Karl bahn, Ink.-digt. 115, aus Rainrod.— Musk. Heinrich Becker, Inf.-⸗Rgt 49, aus Ober⸗Seibertenrod.— Leutn. u. Bat.⸗Adj. Oberlehrer Dr. Karl Henkel, Ins-Rgt. 81, aus Frankfurt a. M.— Kriegssreiw. Hellmuth Schaeffer aus Worms.— Leutn. Friedr. Arnold aus Darmstadt.— Kriegs- freiwilliger cand electr. chem. Christian Heß, Inf.-Rgt. 143, aus Darmstadt.— Res. Ludw. Becker, Res.-Inf⸗Rgt. 81, aus Atzbach. — Unteroff. d. Re. Ernst Kratz aus Schöllenbach i. Odenw.— Kriegssteiw. Theodor Pauly aus Friedberg.
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* Ritter des Eisernen Kreuzes: Oberlehrer Dr. Karl Kircher, Leutn. und Adjutant im Landw.⸗Inf.⸗ 115 85. Postass. Karl Möller aus Schlitz, Uffz. im Jäger⸗ Bak. 11. W d. R. Dr. Emil Sardemann aus Wetzlar. Vizefeldw. Birnbaum, früher an der Unter⸗ offiziervorschule in Weilburg. Gefr. und Meldereiter Frdr. Steuernagel aus Gaudernbach. Oberförster Japing aus Straßebersbach, Hauptm. d. L. Leutn. d. R. Willy Rücker aus Weinsheim, Garde⸗Pion.⸗Bat. Berlin. Leutn. d. R. Fritz Durst aus Armsheim, Gren.⸗Regt. 11. San.⸗ Feldw. Gg. Lenz, Gefr. Joh. Schlegelmilch, Inf.⸗ Regt. 118, und Landwehrmann Aug. Steinmetz, Inf.⸗ Regt. 88, sämtlich aus Alzey. Musk. Wilh. Weiß aus Guntersblum, Inf.⸗Regt. 118. Vizefeldwebel stin Schmitt, Inf.⸗Regt. 81, und San.⸗Uffz. August Görge aus Allendorf bei 174% Sergt.[Höhle aus e Hus.⸗Regt. 16. Uffz. Karl Fischer aus Win⸗ nen, Inf.⸗Regt. 88. Uffz. d. R. Fritz Richter aus Klein- Wittenberg.
Schickt Bücher an e In einem Feld⸗ postbrief lesen wir:„——— Und noch eins: An körper⸗ liche Entbehrung gewöhnt sich der Deutsche leichter als an 1 Du glaubst nicht, liebe Mutter, wie wohl es meinen
ameraden und mir gewesen ist, als wir uns gestern einige deutsche Bücher verschafften und einige Stunden lasen. Da atmete der Geist ordentlich auf nach der monatelangen Dürre, wo nichts als Krieg und wieder Krieg und Kriegs⸗ geschichten unser Tun und Denken regierten. Darum, wenn ich eine Anregung geben soll für etwaige Liebesgaben: Essen und Trinken fehlt nicht, Wollwaren sind genug vorhanden, damit hat es ja eine Zeitlang gehagelt, und der deutsche Sol⸗ dat hat nicht sehr viel Platz es mitzunehmen und schade, wenn die so unersetzlichen Werte im Schützengraben zugrunde gehen. Laßt einmal eine Zeitlang Essen und Trinken und Wollwaren, der äußere Mensch ist versorgt, sehr gut so⸗ gar, aber das Gemüt friert bei vielen, und der Geist ist hungrig. Schickt den Soldaten Bücher, aber gute Bücher, keine Kriegsgeschichten und Traktate. Schickt gute Romane an die Front, die können von Hand zu Hand Len im 7 der Stellungskrieg schafft Zeit zum
sen, wo sonst die Langeweile schwer lastet. Aber schickt gute Bücher, keine aktuellen Kriegsgeschichten, das kann ich nur von neuem betonen, davon erlebt der Soldat selbst genug, und sie bieten ihm kein Ausruhen von dem Gräßlichen, das er so oft miterleben muß. Um das materielle Durchhalten kümmern sich alle, Staat und Gemeinde und jeder einzelne, und das ist gut, sehr gut und blutnotwendig, aber auch die 51 00 Werte, die in unserem Volksheer so starken influß auf die Tüchtigkeit haben, müssen erhalten und ge⸗ pflegt werden. Die Pfarrer und Feldprediger tun ja, was sie können, aber sie können ja nicht alles erreichen. Ein gutes Buch spricht zum einzelnen, der es liest, und es weckt Gedan⸗ kenaustausch, wenn es mehrere lesen, es hält den Geist in Schwung, mit einem Wort, es schafft geistige Werte, die den Verbrauch, der im Kriege besonders groß ist, wieder aus⸗
gleichen.
Hier sehe ich eine Aufgabe, und ich glaube, hier kommt dein Sohn zum Vorschein, lieber Vater, hier sehe ich eine Auf⸗ gabe für dich, den deutschen Lehrer, für euch alle, die ihr in der Heimat über das geistige Erbe Deutschlands zu wachen berufen und gewillt seid Der Volksbildner und Volks⸗ erzieher Aufgabe muß es sein, dafür zu arbeiten und zu wir⸗ ken, daß das geistige Erbe bei denen nicht verloren gehe oder verkümmert werde, die wir als unsre besten Söhne und Brüder preisen, die mit„Hurra“ in den Tod gehen, und auf Marsch und Rast Volkslieder und Kirchenlieder singen. Helft alle, ihnen ihr Kinderherz zu erhalten, ihr deutsches Herz,
Kunst des Wortes und der Erzählung. Das deutsche Lied singt ex sich selbst, der deutsche Soldat, die deutsche Erzählerkunst ihm zugänglich zu machen, sei die Aufgabe weiterer Liebes⸗ werke; aber die Aufgabe ist groß, und sie muß mit heiligem Ernst gelöst werden, wenn nicht gedankenloses Büchersam⸗ meln und wahlloses Hinausschicken von allerlei Unkraut die Folge sein soll.“
durch deutsche Kunst, denn die deutscheste der Künste ist die 6
» Stadttheater. Man schreibt uns aus dem Theater- bureau: Die morgen nachmittag bei Volkspreisen stattfindende Aufführung von„Johannis feuer“ ist die legte des wirksamen Sudermannschen Schauspieles. Die Vorstellung von„Flachs mann als Erzieher“ am Sonntag Abend findet bei kleinen Preisen statt.— Da insolge der dieses Jahr geringeren Anzahl der Abonnemenis-Vorstellungen noch einige Spieltage auszufüllen sind, wird kommenden Dienstag, den 2. März eine Vorstellung außer Abonnement gegeben werden, zu der aber die Abonnenten durch Verwendung etwaiger Gutscheine Zutritt erhalten. Gegeben wird Georg Engels Lustispiel„Die heltere Residenz', das von Nauheim ber noch auf dem Svielvplan stand.
Paketen an Kriegsgefangene in Rußland müssen einem Verlangen der russischen Verwaltung entsprechend fortan 2 Inhaltserklärungen beigefügt werden.
* Der Weidegang in der Provinz Ober⸗ hessen. Bekanntermaßen wirkt der rationelle Weide⸗ gang außerordentlich günstig auf die Entwicklung und den Gesundheitszustand der Weidetiere, steigert deren Leistungs⸗ fähigkeit 855 verbilligt gleichzeitig die Viehproduktion. Ge⸗ rade dies letztere dürfte in der gegenwärtigen Zeitlage be⸗ sondere Beachtung verdienen und vereint mit dem Umstande fehlender Arbeitskräfte im landwirtschaftlichen Betriebe zu umfangreicher Beschickung der vier Provinzialjung⸗ viehweiden zu Hungen, Wernings, Lauter⸗ bach und Zelk anspornen. Auf den genannten Weiden lönnen etwa 100 Fohlen und 350 Rinder aufgenommen wer⸗ den. Der Auftrieb erfolgt in der Zeit von Ende April bis Anfang Mai und endigt Anfang Oktober; der Weidegang dauert also 150 bis 160 Tage und kostet für ein Fohlen 65 Mark und für ein Rind= 40 Mark. Die durchschnitt⸗ liche Gewichtszunahme betrug im Jahre 1914 bei Fohlen = 75 Kg. und bei Rindern= 88 Kg.; sie erreichte auf den Jungbi wende Lauterbach bei Fohlen mit 221 9 und in Hungen bei Rindern mit 104 Kg ihren Höhepunkt. Der Fleischzuwachs betrug auf den vier Weiden 36 582 Kg. im ganzen oder 245 Kg. pro Hektar und übertraf mit 2166 Kg. den Fleischzuwachs des Jahres 1913.— Von der allergröß⸗ ten Wichtigkeit für den Erfolg des Weideganges ist die Vorbereitung der Weidetiere, die jetzt schon be⸗
innen muß und in regelmäßiger Bewegung im Freien,
härtung und Vermeidung von Brühfutter und warmer Tränke zu bestehen hat. Anmeldebogen, Weidestatuten und Versicherungsbestimmungen liegen bei den Herren Ver⸗ trauensmännern der Kreisrinderzuchtvereine zur Einsicht⸗ nahme und Anmeldung offen und können auch vom Land⸗ wirtschaftskammer⸗Ausschuß für Oberhessen in Gießen kostenlos bezogen werden. 1
Kreis Büdingen. f
f Düdelsheim, 26. Febr. Der hiesige Spar⸗ und Vorschußverein konnte wieder 10 Prozent Dividende verteilen. An die Mitglieder wurden 5 Prozent ausbezahlt, während die anderen 5 Prozent für Kriegshilfse Verwendung finden. Hierfür
werden 2500 Mart aufgebracht; 40 Prozent des Reingewinnes
wurden dem Reservesonds überwiesen. Die Mitgliederzahl d Vereins beträgt 163.
Sparsamkeit mit dem Brote ist eine patriotische Pflicht. Jeder gebe ein gutes Beispiel.“
——
Ein Indianeraufstand.
London, 286. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Daily News? Aus Denver wird berichtet, daß im Indianerreservat an der Grenze des Staates Utah ernstliche
melden aus New Pork:
Unruben ausgebrochen sind. Es fanden mehrere Gesechte statt, in welcher ein Weißer getötet wurde. wurde von den kriegerischen Indianern umzingelt und alle Ver⸗ bindungen abgeschnuten. Man befürchtet ein Massakre. Truppen eilen zu Hilie.
2 b bK
Märkte.
Gießen, 27. Febr. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfund 1,10—1,20 Mk. Hühner⸗ eier 1 Stück 10—11 Pfa., 2 Stück 00 Pig. Enteneier 1 St. 0 Pfg. 2 St. 00 Pig.: Gänseeier 1 St. 0-0 Pfg., 2 St. 00 Pfg.: Käse das Stück 7—8 Pfg., Käsematte 2 Stück 6—0 Pfg.: Tauben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1.00— 2,50 Mk., Hahnen das Stück 1,00— 2,50 Mk., Enten das Stück 2,50—3,00 Mk., Gänse das Ped. 70—80 Pfi.; Welsche 4—5 Mk.; Ochsenkleisch das Bd. 90—98 Pig., Rindfleisch das Pfund 90— 94 Pfa., Kuhfleis h 8—90 Pfg., Schweine⸗ fleisch das Pfund 100-116 Pig, Kalbfleisch das Pid. 76 80 Pfg., Hammelfleisch das Pfund 80—96 Pig.; Kartoffeln 100 Kilo 7,½%— Mk., Weißkraut das Stück 10—20 Pfg.: Zwiebeln der Ztr 12,00— 15,00 Pk.: Milch das Liter 22 Pfg.: Aepfel der Zentner 15—20 Mk.; Birnen das Piund 12—15 Pfg., Nüsse 100 Stück 40—50 Pfg.— Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.
FC. Wiesbaden. Viehhos⸗ Marktbericht vom 26. Febr. Auftrieb: Rinder 73(Ochsen 8, Bullen 6, Kühe und Färsen 59), Kälber 123, Schafe 2, Schweine 143.— Bei mäßig regem Handel und bei den gleichen Preisen wie am 22. Februar wurde der Markt bis auf Großvieh geräumt.
Meicorosogssche Beobachtungen der Stalton Gießen.
Dunst, Reif
U 85 32 22 23 58
SS S S 2 3 33255
2 3 3 s 888 Weener 53 SES 2 5 8
4 S& 8 S 2
2,9] 3,9 69 NE 2 3 Sonnenschein — 1,7 3,5 86 E 2 0 Klarer Himmel — 4.8 8,8 ft stiag 5
1 1 1 1 U Höchste Temperatur am 25. bis 26. Februar 1915 3,4 C. Niedrig ste*„ 25.„ 28. 8 1915— 2,0%, Niederschlag: 0,0 mm.
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Frauen und junge Mädchen
in der Eutwickelung haben oft viel unter Blutarmut und deren Folgeerscheinungen, wie Herzklopfen, Nervosität, Kopfschmerzen, blasses Aussehen, matte Augen, rosse Müdigkeit bei der geringsten Austreugung zu leiden, d
1
2 Leeiferrin kostet Mk. 8.— die Flasche.
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Ringe um die Augen, eshalb versäkume nlemand, sofort das hierfür von Arztlichen Autoritäten empfohlene, hervorragend wirkende Lee! terrin 5 Ovo-Lecithin-Lisen) zu gebrauchen, wodurch dem Körper neues, gesundes Blut zugeführt wird. Der Körper wird dadurch gekräftigt und neu gestärkt, der Meusch fühlt sich nach 1 kurzer Zeit schon Wie neugeboren und die Beschwerden hören allmählich auf, es tritt wieder Zutrauen zu sich selbst ein und Freude am Leben kehrt ein. 5
1 Leciferrin- Tabletten, von derselben Wirkung wie das flüssige, bequem als Feldpostbrief zu versenden, Mk. 2.50. Zu baben in den Apotheken. Wo nicht erhältlich, wende man sich an Galenus chemische Industrie G. m. b. H., Frankfurt a. M.
Die Stadt Lluff


