Ausgabe 
(15.2.1915) 38. Erstes Blatt
Seite
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London, 14. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Ein Mit

Sieges in Ostpreußen herabzusetzen. Er schreibt: Die

Qualität der neuen deutschen Truppen ist nicht so hervor⸗ ragend(7), daß der Großfürst nicht imstande sein sollte,

eine erfolgreiche Gegenoffensive zu unternehmen. Es lieg: lein Grund vor, sich über den Ausgang zu beunruhigen. Es ist nicht das erstemal, daß die Russen aus Ostpreußen ge⸗ 7 worfen wurden. Das letztemal war der Gegenschlag der Russen wirksam. Die Erfolge der Russen an anderen Stellen der Front müssen dem Großfürsten gestatten, hier mehrere Armeekorps zusammenzuziehen. Es dürfte nicht lange Zeit Heanspruchen, die für einen entscheidenden Schlag gegen die Deutschen notwendigen Streitkräfte zu sammeln.

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Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte.

. Wien, 13. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 13. Februar: In Russisch⸗Polen und West⸗ galizien keine Ereignisse. 0 25 Die Situation an der Karpathenfront ist im we⸗ fentlichen und mittleren Abschnitt im allgemeinen unver⸗ ändert. Die starlen russischen Gegenangriffe zunächst des Duklapasses sind seltener geworden. Im östlichen Ab⸗ schnitt sind Fortschritte erzielt. Gleichzeitig mit dem er⸗ flolgreichen Vordringen in der Bukowina überschritten eigene Truppen nach Zurückwerfen des Gegners bei Körös⸗ mezö den Jablonica⸗Paß und die Uebergänge beiderseits diefer Straße. Während die in der Bulomina vorrückenden AKulonnen unter zahlreichen Gefechten die Serethlinie erreich⸗ ten, erkämpften sich die im oberen Flußgebiet des Pruth und auf Nadworna vordringenden eigenen Kräfte den Austritt aus den Gebirgstälern und erreichten Wiznitz, Kuto, Kosow, Delaätyn und Pacjaczua, wo die Nussen gegenwärtig an verschiedenen Punkten halten. Diurch die in letzter Zeit täglich eingebrachten Gefan⸗

genen wurde die Summe der in den jetzigen Kämpfen ge⸗ machten russischen Kriegsgefangenen auf 29000 Mann erhöht.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes

v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 14. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, 14. Februar 1915:. Die Situation in Russisch⸗Polen und Wrstgalizien ist unverändert. 5 Cin Teil der eigenen Gefechtsfront im Abschnitt Dukla, gegen den bisher heftige russische Angriffe geführt wurden, ging selbst zum Angriff über, warf den Feind, und zwar sibirische Truppen von zwei dominierenden Höhen und er⸗ stürmte eine Ortschaft bei Vittöz. Gleichfalls erfolgreich war der Angriff der Verbündeten in den mittleren Waldkarpa⸗ then, Auch hier wurde dem Gegner eine viel umstrittene Höhe entrissen. 8.

1 In den gestrigen Kämpfen wieder 970 Gefangene. In Sidostgalizien und in der Bukowina siegreiche Gefechte. Der südwestlich Nadworna zur Deckung der Stadt haltende Feind wurde geworfen, die Höhe nördlich Delatyn erobert und hier⸗ bei zahlreiche 9 gemacht. 17

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Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

1 Die ungarn im Nadautz.

Wien, 14. Febr.(WTB. Nichtamtlich.)Az Est mel⸗ det aus Bistritz: Unsere Truppen sind in Radautz eingezogen. Der Einzug geschah so schnell und überraschend, daß der dort sich aufhaltende russische Generalstab keine Zeit hatte zu flüchten und mit dem gesamten Bureau in Gefangenschaft geriet. Der Kommandierende General verübte Selbstmord.

1 Der amtliche russische Bericht.

Petersbur 0 14. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Der Große Generalstab gibt bekannt: In der Front am Niemen und an der Weichsel, westlich Turburg, in Gegend von Ly ck bei Kadziro und östlich Gerpetz fanden Kämpfe . 118 der 1 1 von Lyck wiesen wir erfolgreich die Angriffe des Feindes ab und fügten ihm beträchtliche Verluste zu. Auf dem linken Weichselufer beschoß unsere Artillerie er⸗ folgreich feindliche Kolonnen. In den Karpathen besetzten Are Truppen befestigte Anhöhen in Gegend von Szwid⸗ nik, sowie zwischen Colloupkow und am Oberlaufe des San und machten 1 1000 Gefangene. An der Front zwischen N en von Uzsok und Tucholka drängten wir die Deutschen etwas zurück. Bei Konfeur und Koziowka een sich die Deutschen auf 40 Schritt Entfernung von unseren Gräben. Bei Wyschkow wiesen wir hartnäckige Angriffe des Feindes ab.

Es ist die alte Art des russischen Generalstabs: schweigt völlig über die Hauptsache, Niederlage!

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Die Berlegenheiten des russischen Finauzministers. Berlin, 15. Febr. Nach einer Pariser Privatmeldun des BerlinerLolalanzeigers erbat der russische B 5 minister Bark von Paris aus sich die Petersburger Ermäch⸗ tigung, den Finanziers nachzureisen, die sich aus London allen begeben haben. Die russische Regierung fürchtet, der notleidenden jungen russischen Industrie mit Export⸗ Prämien deren kräftigste Stütze zu entziehen. Während der Barlschen Verhandlungen sei die Idee einer Verpfändun

gewisser großfürstlicher Domänen berührt worden, do 0 jehlten Bark die Vollmachten..

5 Italien und Oesterreich⸗ ungarn. a Wien, 13. Febr. 118 Nichtamtlich.) Wie dieNeue Freie Presse erfährt, hat der König von Italien an den Thronfolger Karl Franz Josef anläßlich der Geburt seines jüngsten Sohnes ein in überaus herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm gesandt. Ein griechisches Verbot der Wassendurchsuhr.

N Bien, 14. Febr.(WB. Nichtamtlich) DieReichs⸗ post melbet aus Mailand: Nach Blättermeldungen aus b hat die griechische Regierung ein allgemeines Ver⸗ bot der Durchfuhr von Waffen und Munition nach Serbien beschlossen. Tas Durchfuhrverbot richtet sich auch gegen die Fortsetzung von Ausladungen, welche mit dem Kriegsmaterial der für Serbien eingetroffenen französischen Dampfer im Hafen von Salonik bereits be⸗ bonnen en.

Größenwahn im russischen Reichsrat. Petersburg, 13. Fehr,(WTB. Nichtamtlich.) In ber Schlußsitzung des Reichsrates hob N der Rechten, Gur ko, hervor, daß angesichts der großen Wel tereig⸗ zulse alle politischen Elemente in Rußland sich in dem Gedanken

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0 5 CK eine entscheidende

1

arbeiter derTimes sucht die Bedeutung des deutschen

hunderte alten Zwistigleiten gwis⸗ dem russischen und dem pol⸗ tischen Volke endgllig e en lassen werde Zum Schlusse einer Rede sagte Gurko: Wir hoffen auch, in Fonstan⸗ tinopel feste nFuß zu fassen, denn der Besitz dieser Stadt kann allein unsere wirkliche Vereinigung mit den Süd⸗ laven herbeiführen und den Einfluß des Germanentums zerstören, er jetzt bei einzelnen Teilen dieser Slaven herrscht. Wir hoffen ies umsomehr, als das ständige Hindernis dieser e insbesondere der Widerstand derjenigen Staaten, die wir heute als unsere Verbündeten schätzen, beseitigt ist. Fürst Galyßz in agte: Jeder Augenblick, den wir jetzt erleben, schafft Jahrhun⸗ erte russischer Zukunft. Es darf uns nicht verwirren, daß wir innerhalb der Grenzen unseres eigenen Landes kämpfen, denn das Schlachtfeld, auf dem wir dereinst die Tataren zerschmetterten, war gleichfalls da. Wir haben im Innern des Landes gesät und werden jen eils der Grenzen ernten. Der Präsident des Staals⸗ rates, Golubeff, erklärte, der gegenwärlige Kampf festige die Macht Rußlands, dessen Bürger alle zu jedem Opfer bereit seien. Das Land mache ungeheure Anstrengungen, aber ebenso groß würden die Ergebnisse sein, die Rußland ein friedliches Gedeihen, lrei von allen fremden Einflüssen, sichern würden. Der Staats⸗ ekretär verlas sodann den Ükas, durch welchen der Reichsrat bis pätestens November 1915 vertagt wird, es sei denn, daß außer⸗ ordentliche Exeignisse einträten. 2 Diese Reden stehen auf derselben Höhe wie diejenigen, die in der Duma gehalten worden sind; wir brauchen sie nicht noch einmal zu charakterisieren.

Prozeß gegen verhaftete Duma-Abgeordnete.

Petersburg, 13. Febr.(WTB. Nichtamtlich) Am 10. Februar a. St wird der Prozeß gegen die fünf so⸗ zialdemokratischen Dumamitglieder und sieben andere Leute, die mit ihnen wegen Zugehörigkeit 8 sozial⸗ demokratischen Partei verhaftet wurden, stattf uden. Die Verhafteten werden beschuldigt, einer sozialdemokratischen Parteiversammlung beigewohnt zu haben. Es handelt sich um die Abgeordneten Petrowski, Muranow, Budajew, Schagow und Sesamoilow.

Die Kämpfe an der belgischen Küste.

Berlin, 15. Febr. Zur Fortsetzung der Kämpfe an der Küste wird den Morgenblättern übereinstimmend aus Rotterdam gemeldet, daß am 13. die Geschütze ohne einen Augenblick zu schweigen mit großer Heftigkeit ge⸗ arbeitet hätten. Auch die Flotte sei anscheinend in der Nähe von Ostende in Tätigkeit gewesen.

Die letzten Niederlagen der Franzosen.

Berlin, 15. Febr. Dem BerlinerLolbalanzeiger telegraphiert ein Korrespondent aus Genf, nach französi⸗ schen Zugeständnissen sei der deutsche Angriff auf das Ge⸗ hölz bei Souain trotz heftigen Schneetreibens unwider⸗ stehlich gewesen. Ein französisches Bataillon wurde fast völlig aufgerieben. Das deutsche Bombardement auf die Dörfer Tracy⸗le⸗Val und Vailly verzeichnete die Joffresche Note ohne Kommentar, wie immer, wenn die deutschen schweren Geschütze feindliche Batterien zerstört haben.

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Die völkerrechtswidrige Beschleßung von Daressalam. Berlin, 13. Febr.(WTB. Amtlich.) Zur Beschießung von Daressalam wird amtlich gemeldet: Vor einiger Zeit wurde durch das Reutersche 0 berichtet, daß das offene und unverteidigte Daressalam von englischen Kreuzernwegen des Mißbrauches der weißen Flagge seitens der Deutschen bombardiert und 9 Europäer gefangen genommen wurden. Ueber diesen 1

jetzt von dem Gouverneur Schnee folgendes gemeldet: Am 23. November liefen das Flepescgch Goliath, der Kreuzer Fox, ein Kabeldampfer und ein Schlepper Daressalam an. Nach Verhandlungen unter der Parlamentärsflagge gestat⸗ tete der Vertreter des Gouvernements die Einfaßrt einer englischen Pinasse in den Hafen zur 1 daß der dort liegende Dampfer der Deulschostafriba-Einie etriebsunfähig sei. Unter Bruch der getroffenen Abrede fuhren in Abständen zwei weitere mit Maschinengewehren be⸗ waffnete. Pinassen in den Hafen ein und richteten durch Sprengen der Maschinen der DampferFeld⸗ marschall,König undKaiser Wilhelm einen Schaden in Höhe einiger hunderttausend Rupien an. Ein Teil der Besatzungen der Dampfer, darunter eine Stewardeß, wurde gefangen genommen. Als dann noch eine dritte ar mi⸗ nierte Pinasse einfuhr, wurde sie von unserem Ma⸗ schinengewehr beschossen. Darauf erfolgte das Bombarde⸗ ment Daressalams, unter dessen Schutz die Heraus⸗ fahrt der Pinassen unter Verlusten gelang. 13 Engländer wurden gefangen genommen, darunter Leutnant Patterson vom Goliath. Das Palais des Gouverneurs wurde völlig zusammengeschossen, weitere Häuser wurden beschädigt. Am 30. November erschienen wieder Kriegsschiffe, ihre Signale auf Wiederaufnahme der Ver⸗ handlungen blieben mit Rücksicht auf den Vertragsbruch 5 Engländer vom 23. unbeachtet. Darauf bombardier⸗ ten die Kriegsschiffe nochmals die offene und unverteidigte Stadt. In Daressalam wurde eine Reihe von Häusern schwer beschädigt, eine Anzahl Suahelifrauen getötet oder verwundet. Hiernach stellen sich also die Vorgänge, die zu der Beschießung Daressalams führten, in wesentlich an⸗ derem Lichte dar, als sie Reuter seinerzeit meldete. Ein 999A der weißen Flagge unsererselts hat nicht statt⸗ gefunden.

Das Kommando in Deutsch⸗Südwestafrita.

Berlin, 13. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Major Viktor Franke von der e für n ist um Kommandeur der Schutztruppe ernannt un zum Oberstleutnant befördert worden.

Aus Deutsch⸗Ostafrika.

Berlin, 13. Febr.(WI. Amtlich.) Aus Deutsch⸗ Ostafrika wird amtlich gemeldet: Bei der Beschießung bes Rufidji⸗Deltas durch drei englische Kreuzer wurde die am 7. November versuchte Einführung von vier armier⸗ ten feindlichen Barkassen und einem Dampfer durch Maschinengewehrfeuer verettelt. Am 11. November wurde 44 8 roßerenglischer Dampfer in der Mün⸗ dung bei Simba⸗Urranga versenkt, der unter dem Ge⸗ schützfeuer von Kreuzern, eskortiert durch vier armierte Barkassen und einem Dampfer, einfuhr. Bei dem Gefecht wurden vier Europäer der Küstenwache leicht verwundet. Der Feind 1 Verluste. Näheres ist nicht bekannt. Ebenfalls im November griff eine belgische Kom⸗ pagnie mit 50 Maschinengewehren die deutsche Stel⸗ lung unter Leutnant Hasselbacher bei Pamete und Kasa⸗ lala we auf britischem Gebiet am Slidende des Tangan⸗ jikasees an, während dieKingani undHedwig Wiß⸗

des einheitlichen, großen, russischen Staates bereinigt hätten. Er sprach bie Hosfmung aus, 1 der gegenwärtige Krieg die Jahr⸗

mann auf dem Abtransport erbeuteten Telegraphenmate. rials abwesend waren. DieHedwig Wißmann kehrte zurück

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fall wird F

[berger veranstaltete Haussammlung in keinem

* 1* 2 und nahm an dem Kampfe teil. Nach fünfstünd 3 gin der Gegner unter Zurücklassung von fünf toten Alaris zurück unter Mitnahme von mehreren toten und verwundeten Europäern und Askaris. Bei uns wurden ein Maat und zwei Askari leicht verwundet. Der auf Land liegende e DampferCecil Rhodes wurde

espren a 1 5 er Dampfer von der Größe unserer

Ein en 1 717 Kingani wurde bei Kituta am Tanganjfika⸗See von

derHedwig Wißmann und derKingani unter Kapitn⸗7

leutnant Hendrick zerstört. Ferner wurde ein englisches N aber 5 1 In Ergänzung früherer Nachrichten ü. e Schla N bei Ta 55 wird noch N 1 Bei Tanga liefen am 2. vember zwei Kriegsschiffe und 14 Transport- dampfer an. Nach Ablehnung der Forderung der Stadt, sich 0 e zu übergeben, fuhren die Schiffe wieder ab, landeten dann aber nachts bei Tanga Truppen. In einer dreitägigen Schlacht vom 3. bis 5. November wur⸗ den die feindlichen Truppen, die aus acht Kom⸗ pagnien des Lancashire-Regiments und acht indischen Regi⸗ mentern bestanden, von unseren Truppen unter Oberstleut⸗ nant v. Lettow vernichtend geschlagen. Der Feind . an Toten 150 Engländer und 600 nder. Viele Engländer und Juder wurden gefangen, acht Maschinengewehre erobert und viele Waffen, Munition und Vorräte erbeutet. Die Schiffe fuhren unter Mitnahme vieler Verwundeter, darunter 60 Schwerperwun⸗ deter, einschließlich zwei Oberstleutnants und einer Anzahl anderer Offiziere ab, die sich ehrenwörtlich ver⸗ pflichtet hatten, nicht mehr gegen Deutsch⸗ land zu kämpfen. Unsere Verluste sind gering und be⸗ tragen an Toten 15 Deutsche, darunter v. Prince. Bei dem 5 von Tanga wurden eine Anzahl Häuser eschädigt. Die bei Kifumbiro westlich des Viktoriasees in den deutschen Bezirk Bukoba eingedrungenen englischen Truppen wurden im November von unseren pen unter Major v. Stümer aus dem deutschen Gebiet heraus⸗ geworfen. We wurde besetzt. Gegenwär⸗ tig ist Deutsch⸗Ostafrika völlig frei vom Feinde. Teile deutscher Truppen stehen auf seindlichem Gebiet in Britisch⸗Ostafrika und Uganda. Vor der ostafrikanischen Küste befinden sich die englischen KreuzerChatham,Dartmoush,Weymouth undFox und einige Hilfskreuzer. Aus Kamerun.

Paris, 14. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Ueber die mi⸗ litärischen Operationen in Kamerun erfährt derTemps: Gegen Ende November unternahmen die Deutschen vor Eden einen lebhaften 1 Im Dezember rückten die Engländer gegen Viktoria und Mora vor. Französische Kolonnen nah⸗ men Nola und Carnot ein. Anfang Januar griffen die Deut⸗ schen nochmals bei Edea an.*

Zwischenfälle in Tripolis. Rom 14. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) General Tas⸗ son i, der Gouverneur von Tripolitanien, telegraphiert: Um

die provokatorische Haltung der in der Südsyrte zusammen⸗ e Aufständischen zu strafen, erhielt Major Maus⸗ d

ier die Ermächtigung, gegen das Rebellenlager Ga⸗

uri a, etwa eine Stunde von Kaer Bu Hadi, das über un; efäbr 600 Bewaffnete verfügte, vorzugehen. Seine aus Ita⸗ ienern und Libyern zusammengesetzte Kolonne griff das feindliche Lager an, steckte es in Brand und warf die Auf⸗ ständischen zurück. Diese erhielten nach und nach Verstärkun⸗ gen, so daß sich schließlich ihre Truppen über eine sehr breite ront verteilten und unsere Kolonne in einen neuen Kampf verwickelten, in dem der Feind völlig geschlagen wurde, so daß er auch seine neue Stellung aufgeben mußte. Unsere Ko⸗ lonne konnte Kaer Bu Hadi erreichen, wo sie die Nacht zu⸗ brachte Die feindlichen Verluste sind ungeheuer, die unsrigen betragen an Toten 20 Weiße und 4 Eingeborene, an Ver⸗ wundeten 4 Offiziexe, 64 Weiße und 18 Eingeborene. Alle Verwundungen sind leichter Natur. Die Haltung von Offi⸗ zieren und Truppen war bei Weißen und Eingeborenen be⸗ wundernswert.

Aus Stadt une Land. g

Gießen, 15. Februar 1915. n Austausch von kriegsuntauglichen Ge⸗ fangenen. Gestern Irmittag wurden mit Wagen der elektrischen Straßenbahn 64 im Gefangenenlager unter⸗ gebracht, 1 aum e die nicht mehr dienst⸗ tauglich ind, zum Bahnhof wo sie die Reise in die Heimat antraten. Vor einigen Tagen wur⸗ den bereits 11 andere in die Heimat befördert. Die Gefan⸗ genen werden den deutsche Krie fangen die mit dem 7 19575 in französischer Gefangenschaft waren, aus⸗

gewechselt.. der Mehlverbrauch, Im Anzeigenteil der vor⸗ liegenden Nummer befindet sich eine Verordnung des Ober⸗ bürgermeisters über die Bereitung und den Verkauf von Backwaren, die der Beachtung angelegentlichst empfohlen sei. Die Gesellschaft der Freunde ostpreu⸗ ßischer Flüchtlinge mahnt in einem Aufruf in por⸗ liegender Nummer, die Opferbereitschaft für ihre Schützlinge nicht erlahmen zu lassen. 5 a 1 Sanitätshunde. Zu unserer Notiz über Sani⸗ tätshunde in Nr. 37 wird uns mitgeteilt, daß die von dem 1 des Zweigvereins Gießen des 9 ischen Polizei- und Schutzhundevereins Herrn Rechtsanwalt 3 m⸗ u- sammenhang steht mit der allgemeinen Sammlung, die der Deutsche Verein für Sanitätshunde in Oldenburg durch den Oberbürgermeister als Vertrauensmann n⸗

wärtig in unserer Stadt wie in sämtlichen Städlen veranstaltet. Zuschriften 1 0 gleichen Gegenstand, die uns zugehen, enthalten die Mahnung an den annten Verein, 92 Bestrebungen nicht von dem höheren Ge⸗ sichtspunkt der zen

großen Ganzen mitzuwirken.

Die vereinigten Posaunenchöre von Gießen und ae de brachten gestern nachmittag den in der medizini 1727 bezw. chirurgischen Klinik unter⸗ gebrachten Verwundeten ein Stän bon 34 Uhr in der chirurgischen und von 45 Uhr in der

Sowohl die einzelnen Choräle wie i Musitstücke fanden allgemeinen Bei⸗ n den Verwundeten eine angenehme

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medizinischen Klinik. auch die patriotis all und verschaf nterhaltung. Stadttheater. Auf die mor 9 von Sudermanns ereJohannisfeuer, das in den bisherigen Vorstellungen gan außerordentlich an⸗ gesprochen hat, sei auch an dieser Slelle hingewiesen. Vorträge. Am Samstag, 13. Februar, b. Willh Werner Göttig den Verwundeten, die lazarett Windhof untergebracht

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wegung zu trennen und an den

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