5 9
1* K
. kus zeichnungen. Dem Staatsanwalt Trümpert von hier, Hauptmann d. R. und Batterieführer, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Kl. wurde im Osten die hessͤsche Me- daille für Tapferkeit verliehen.— Hauptmann und Balt.⸗Chef Weimer, Sohn des Herrn Üniversitäts⸗Rentamtmanns Weimer, erhielt am Geburtstage S. M. des Kaifers das Eiserne r e uz 1. Klasse.— Dem Musikmeister im 1. Schles. Grenadier-Regi⸗ ment Nr. 10 Ernst Krauße aus Gießen wurde vom Chef des
Regiments, Herzog Bernhard von Sachsen⸗Meiningen, das si berne Verdienstkreuz mit Schwertern zum Sächsisch-Er⸗
nestinischen Hausorden verliehen. N
Stadttheater. Auf den bereits erwähnten Vortrag des Hrn. Norbert Jacques am kommenden Donnerstag über„Paris und London während der Kriegszeit“ sei nochmals ganz ausdrücklich hingewiesen. Derselbe Vortrag wird heute abend von Herrn Jacques in Frankfurt a. M. gehalten und der Saal ist dort seit Tagen ausverkauft.— Für Militär und Studenten gelten an diesem Abend die bekannten Ermäßigungen.
* Der Evang. Arbeiterverein hielt am letzten Sonntag im Vereinslokal aus Anlaß von Kaisers Geburts— tag einen gut besuchten Familienabend ab. Nach einer Begrüßung durch den J. Vorsitzenden des Vereins Ober bibliothekar Dr. Heuser eröffnete der Gemischte Ehor den Reigen der Darbietungen mit dem wirkungsvoll vor etrage⸗ nen Chor:„Ein feste Burg ist unser Gott“, dem sich eine sehr beifällig aufgenommene Deklamation von Frl. Weller anschloß. Das hierauf von dem Chor mit Musikbegleitung 1 Gehör gebrachte Lied des hiesigen Komponisten Gesang— ehrer L. Geller„An das Vaterland“, das bereits ge⸗ legentlich des Regimentsfestes zur Aufführung gelangte, paßte vorzüglich in den Rahmen diezer patriotischen Ver- anstaltung und fand reichen Beifall. Den Hauptanziehungs— punkt des Abends bildete die von dem Gründer des Vereins, Geh. Kirchenrat D. Schlosser, gehaltene Ansprache, welche die Frage:„Welche Hoffnungen können wir auf den Krieg als sozialen Erzieher setzen?“ unter dem ethischreligiösen Gesichtspunkt in treffender Weise behandelte. Seine sehr beifällig aufgenommenen Ausführungen schloß der Redner mit einem Hoch auf den Kaiser, in das die Anwesenden be— geistert einstimmten. Von dem zweiten Teil der Veranstal⸗ kung verdient neben den musikalischen Darbietungen, die sämtlich reichen Beifall ernteten, das von dem Dirigenten des Vereins, Musiklehrer Gernhardt, verfaßte und kom⸗ pontierte„Soldatenlied“, das mit Musikbegleitung vom Ge— mischten Chor zum Vortrag gebracht wurde und bei dieser Gelegenheit seine Uraufführung erlebte, ganz besonderer Erwähnung.
Oeffentliche Bücherhalle. Im Januar wurden 2266 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1249, Zeitschristen 315, Jugendschristen 209, Gedichte und Dramen 59, Literaturgeschichte 10, Länder- und Völkerkunde 46, Kulturgeschichte 40, Geschichte und Biographien 114, Kunstgeschichte 20, Naturwissenschaft und Technologie 81, Heer- und Seewesen 16, Haus- und Landwirtschaft 17, Gesundheitslehre 14, Religion und Philosophie 34, Staatswissenschaft 14, Sprachwissenschast 10, Fremd- sprachliches 18 Bände. Nach auswärts kamen 57 Bände.
* Pferdeversteigerungen. Donnerstag, den 4. Februax, von vormittags 10 Uhr ab, werden im Hofe der Dragonerkaserne Nr. 24 in Darmstadt zunächst ca. 50 Stück aus Frankreich kommende/— jährige Beute foh⸗ len im belgischen Typ sowie daran anschließend ca. 30 Stück ausrangierte Militärpferde versteigert werden. Ferner wer⸗ den Freitag, den 5. Februar, nachmittags 2 Uhr, ca. 75 aus rangierte Militärpferde in obiger Kaserne gegen Barzah⸗ lung versteigert. Sollte die Versteigerung an diesem Tage nicht zu Ende geführt werden, so wird dieselbe Samstag, von 10 Uhr ab, fortgesetzt. Zugelassen werden nur Landwirte, die sich verpflichten, die Pferde für die Dauer des Krieges in ihrer Wirtschaft zu behalten.— Freitag, den 5. Februar, von vormittags 10 Uhr ab, werden weiterhin 34 Stück durch die Landwirtschaftskammer aus Belgien eingeführte 2—5jäh⸗ rige Fohlen und Stuten, darunter 12 trächtige, auf dem Paradeplatz in Darmstadt Heben Barzahlung versteigert. Hier werden nur Landwirte aus dem Großherzogtum Hessen
zugelassen. 135 1 Landkreis Gießen. e e
OOdenhausen a. d. Lda., 2. Febr. Der Sohn unseres Bahnhofsaussehers Weber, der am 31. September in dem Nacht- gefecht bei Le Onessnois als Unteroffizier der Reserve das Eiserne Kreuz erhielt und kurze Zeit darauf zum Vizefeldwebel ernannt wurde, ist an Kaisers Geburtstag zum Leutnant der Reserve befördert worden. a 5
OLauter, 2. Febr. Der hiesige Gastwirt Tröller hat bei Kriegsausbruch nicht weniger als fünf Söhne dem Vater- lande zur Verfügung gestellt; einer davon ist bereits gefallen. Im ganzen sind aus unserem Orte bis jetzt fünf Mann gefallen, zwei weitere werden vermißt.
-m. Hungen, 1. Febr. Der Bergmann Herm. Schuld, Gefreiter im Landw.⸗Juf.⸗Regt. Nr. 87, wurde mit dem Eiser⸗ nen Kreuz ausgezeichnet.
Kreis Büdingen. Effolderbach, 1. Jebr. Der langjährige Verwalter auf der benachbarten Domäne„Konradsdorf“ Siegel erhielt das
i K 0 E if erne Kreuz Hessen⸗Nassau.
Marburg, 1. Febr. Der seit langen Jahren hier im ande—. Königl. Preußische Generalmajor z. D. Carl Hartert hat im Alter von 87 1 das Zeitliche gesegnet. Der Verblichene stand früher als Offizier in Kurhessischen, Schles⸗ wig⸗Holsteinschen und Hamburgischen Diensten. h. Frankfurt a. M., 1. Febr. Der älteste Pfarrer Frank⸗ furts, Konsistorialrat Dr. Heinrich Bauer, erlitt am Sonntag abend auf dem Heimweg von einem Kirchenkonzerte einen Herz⸗ schlag, dem er sofort erlag. Der Verstorbene, ein geborener Heidel⸗ berger, wirkte seit 40 Jahren als Geistlicher an der deutsch⸗refor⸗ mierten Gemeinde. Neben seiner ausgedehnten seelsorgerischen Tä⸗ tigkeit beschäftigte er sich mit kirchengeschichtlichen Forschungen, vor allem mit der e Kirchengeschichte. Bauers„Erinnerungen eines Feldgeistli. aus den badischen Lazaretten im Krieg 1870/71 erregten bei ihrer Veröffentlichung solches Aufsehen, daß sie zum größten Teil in das Große Generalstabswerk aufgenommen wurden. Fer in allen Bevölkerungsschichten hochgeachtete Geistliche hat ein Alter von 71 Jahren erreicht.— Bei der Frankfurter Spar⸗ kasse der Polytechnischen Gesellschaft wurden im Monat Januar 2 630 000 Mark mehr eingezahlt als ausgezahlt, ein erfreulicher Beweis unserer wirtschaftlichen Kraft. Die hohe Ziffer gewinnt aber insofern noch an Interesse, als im Januar 1914 rschuß nur 000 Mark betragen hatte.— Auf dem Hauptbahnhof wurde heute früh der Arbeiter Georg Kemmerer aus Langstadt von einem Arbeitswagen überfahren und lebens⸗ gefährlich verletzt.— Ein älterer Mann, dessen Persönlichkeit noch nicht ermittelt werden konnte, erlitt in einem Straßenbahnwagen einen tödlichen Schlaganfall.— Von der Notbrücke sprang heute früh ein junger Mann in den Main. Er rief im Wasser um Hilfe, konnte aber nicht mehr gerettet werden. Innerhalb einer Woche ist dies der zweite Todessturz von der Brücke.
Kleine Tageschronit. 5 Berlin, 1. Febr.(Priv.⸗Tel.) Die„Voss. Zeitung“ meldet aus Müschen: In Südbayern sind in der letzten Nacht un⸗ geheure Schneemassen niedergegangen. Insolgedessen ist der Eisen- bahn⸗ und Postverkehr sehr erschwert. Aus den Bergen werden einzelne schwere Unfälle beim Schifahren und Rodeln gemeldet. Berlin, 1. Febr.(Priv.-Tel.) Die„Voss. Zeitung“ meldet aus Rom: Nach tagelangen Stürmen und Schneefällen ist jetzt im Erdbebengebiet besseres Wetter eingetreten, so daß mit 3
*
der Errichtung von Baracken vegonnen wurde.— Bisher sind 2000 von den 30 000 Opfern bestattet worden. Für 50000 muß ein neues Obdach geschaffen werden. Etwa 6000 Holzhäuser sollen im Laufe des Sommers errichtet werden,
Cittaducale, 1. Febr.(W. B. Nichtamtlich.) Gestern sank der Wasserspiegel des Sees von Pater no ungefähr fünf Meter. Cin kleiner Teil des umgebenden Geländes ist in den See gestsrzt, dessen gegenwärtiger Durchmesser 150 Meter be- trägt. Landleute der Nachbarscha't erklären, sie hatten gesten nach- mittag Wirbelbildungen in der Mitte des Sees gesehen und einen starken unteuirdischen Donner gehört. Die Quellen des schwesel. haltigen Wassers strömten stärker und nahmen eine trübe Farbe an. Ingenieure und Beamte haben sich dorthin begeben.
Sandel. 45
Ein Eisenhüttentag.
Düsseldorf, 31. Jan.(WD. Nichtamtlich.) Eine so bedeutsame und so. besuchte Hauptversamm⸗ lung wie die heutige hat der Verein deutscher Eisen⸗ hüttenleute wohl noch nie gehabt. Außer den gewohnten Gästen aus Verwaltung und Wissenschaft nahmen dieses Mal auch zahlreiche Militärs teil, da auf der Tagesordnung das Thema stand:„Die Eisenindustrie unter dem Krieg“, worüber Dr. ing h. c. Schrödter und Abg. Dr. Beumer berichteten. Besonders bemerkt wurde die An— wesenheit des kommandierenden Generals aus Münster, Exz. v. Gayl, der mit seinem Stabe erschienen war. Der Vor- sitzende, Generaldirektor Dr. ing. h. c. Springorum(Dort- mund) unterbreitete der Hauptversammlung zunächst den Vorschlag, den außerordentlichen Gesandten Herrenhaus mitglied Dr. ing. h. e. Kruppvon Bohlen und Hal⸗ bach im Hinblick auf die unvergleichlichen Verdienste der Firma Krupp um die nationale Rüstung zum Ehrenmitglied zu ernennen, was unter brausendem Beifall beschlossen wurde. Außerdem wurde dem Geh. Baurat Du. ing. h. c. Ehrhardt wegen seiner Verdienste um die Technik und die Artilleriebewaffnung die Karl Lueg-Denkmünze verliehen.
Dr. ing. h. c. Schrödter, der wiederholt Gast im Großen Hauptquartier war, hat bei diesen Gelegenheiten die von uns besetzten Gebiete besucht und stellt nun fest, daß sich die deutsche Eisenindustrie nach ihrer Lage vorteil“ haft unterscheide von der der feindlichen Länder. Den größ⸗ ten und entscheidenden Teil der französischen Eisenindustrie, einen bedeutenden Teil der dortigen Kohlenindustrie und die gesamte belgische Eisen- und Kohlenindustrie habe Deutschland im Besitz und betreibe sie zum Teil schon jetzt im Interesse der Heeresverwaltung. Die durch Englands Verhalten am meisten geschädigten Länder seien Frank— reich und Belgien, die nun bereits das Schicksal in weitem Maße getroffen, das den Deutschen von England zugedacht worden sei. Abg. Dr. Beumer besprach sodann die wirt⸗ schaftlichen Verhältnisse unserer Industrie, indem er zu⸗ nächst in einer finanzpolitischen Studie den Geldmarkt Deutschlands mit dem der feindlichen Länder verglich und dabei zu einem für Deutschland günstigen Ergebnis kam. Er warnte dabei vor einer Ueberschätzung der Lage unserer Industrie, die sich zwar den durch den Krieg völlig ver⸗ änderten Verhältnissen in geradezu wunderbarer Weise an⸗ feiteßt⸗ aber doch mit nicht zu unterschätzenden Schwierig⸗ eiten zu rechnen habe. Dazu zählt der Redner die Tatsache, daß die Arbeit naturgemäß teurer geworden sei und die Preise vielfach nicht in dem richtigen Verhältnis zu den Erzeugungskosten stünden, daß der parasytäre Zwischen⸗ handel eine verhängnisvolle Rolle spiele und daß es vor allen Dingen an Arbeitern fehle. Arbeitslosigkeit sei mit einigen ganz geringen Ausnahmen nirgends vorhanden. Wer heute arbeitslos sei, leide an Arbeitsscheu; das gäben unumwunden auch die Gewerkschaften zu. Der Redner mahnte deshalb zu einem starken Zusammenhalten in der Industrie durch Rücksichtnahme des einen auf den anderen und zu einer Pflege des inneren Marktes im Sinne der Vismarckschen Interessensolidarität zwischen Landwirtschaft 5 Industrie und zwischen den schaffenden Ständen über⸗ aupt.
*
A Neues Bleibergwerk. Das Oberbergamt Bonn, dem auch der Bezirk des Fürstentums Waldeck unterstellt ist, hat der Fürstl. Waldeck'schen Domänenkammer in Arolsen unter dem Namen Hunds dorf 1 das Bergwerkseigentum in dem in der Gemeinde Bugfreiheit(bei Wildungen) im Kreise der Eder belegenen Felde erteilt. Es soll dort ein bergmännischer Betrieb auf Bleierze
errichtet werden. —
— ñ——ů——̃ä ͤæ“I
Märkte.
FC. Wiesbaden. Viehhof⸗Marktbericht vom 1. Febr. Auftrieb: Rinder 265(Ochsen 27, Bullen 22, Kühe und Färsen 216), Kälber 316, Schafe 106, Schweine 993.
Marktverlauf: Geschäft rege, geräumt. Preise für 100 Pfd. Lebend- Schlacht- Ochsen. gewicht. Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- wertes im Alter von 4—7 Jahren. 53—56 91101 Die noch nicht geiggen NN(ungejochte). 50—54 88—94 Bullen. Vollfleischige, ausgew. höchsten Schlachtw. 144—48 79—86 10 0 8 rh döchst Vollfleischige, ausgemästete Färsen en Schlacdt wertes 50—54 87—96 Volefleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 4046 75—82 Wenig gut entwickelte Färsen.. 44-48 88—92 Kälber. Feinste Mastkälbe r.. 60-900 100—00 Mittlere Mast- und beste Saugkälber.. 54—56 9095 Geringere Mast- und gute Saugkälber. 40—43 78—81 Geringe Saugkälber„. 35—40 59—68 Schafe. Weidemastschafe: Mastlämmer und Masthammel. 46,00 00,0) 100-00 Schweine.
Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg
. œ'p ˙*. 8880 86—88 Vollfleischige 1 unter 1 1 5 6466 8486 5 i on i Vollfleischige Schweine von*. 1
Lebendgew icht. 5 Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 3. Febr. 1015: Bededt, Schneefälle, südwestiiche Winde.
5 Letzte nachrichten.
Die Erfolge der U-Boote.
i. Köln, 2. Febr. Die„Kölnische Zeitung“ meldet von der französischen Grenze: Der„Temps“ widmet der Ver⸗ nichtung englischer Handelsdampfer durch Unterseebvote eine Betrachtung, die deutlich bekundet, welche neue Be— unruhigung diese Erfolge der deutschen Marine unserem Gegner bereiten. Das Blatt schreibt: 8
Das Eindringen deutscher Unterseeboote in die irische See ist ein hochwichtiger Punkt, denn es ist die erste Verwirklichung der
Absichten der deutschen Admiralität, den Kaperkrieg mit Unter⸗ seebooten gegen den englischen Handel zu handhaben, bis zu dem Grade, die Vernichtung der Handelsschiffe und ihrer Besatzung als berechtigt anzusehen und dies Vorgehen auf alle Territorialgesetze Englands auszudehnen. Dies Vorgehen hat jetzt seine Ausdehnung bis in die irischen Seen, bis ins Herz Englands genommen. Den Aktionsradius, der dem deutschen Unterseeboote dieses Vorgehen er⸗ möglichte, schätzt der„Temps“ auf 2500 Seemeilen, d. h. auf 500 Meilen mehr, als die Umfahrt um ganz England benötige.
Die deutschen Unterseeboote in der irischen See.
i. Köln, 2. Febr. Die„Köln. Zeitung“ meldet aus Lopenhage n:„Berlinste Tidende“ erfährt aus London: Die Blätter bringen spaltenlange Betrachtungen über die erfolgreichen Angriffe der deutschen Unterseeboote in der irischen See. Die Kühnheit der Unterseeboote gehe daraus hervor, daß eines der ver— senlten englischen Schiffe nur 18 Meilen von Liverpool in Grund geschossen sei. Der Kapitän eines Personendampfers, der in der Richtung nach Liverpool an dem Unterseeboot vorbeikam, hörte die Explosion eines Torpedogeschosses. Er nahm Kurs auf Holyhead und entkam durch Zickzacksteuer. Der Angriff habe große Unruhe bewirkt, weil er nahe bei Liverpool erfolgt sei. Die Blätter behaupten aber, die bri⸗ tische Admiralität habe kräftige Gegenmaßregeln getroffen. Der englische Handel lasse sich durch deutsche Unterseeboote nicht lahmlegen.
Amsterdam, 2. Febr. Das„Allgemeen Han⸗ delsblad“ schreibt zu dem kühnen Auftreten der deut⸗ schen Unterseeboote, die an der englischen Ostküste zwischen Liverpool und Havre auf englische Schiffe Jagd machen und schon verschiedene Fahrzeuge in Grund gebohrt haben:
Diese Nachricht hat in England großes Auffehen hervorge⸗ rufen. Bisher war die Zufuhr von Lebensmitteln für das vereinigte Königreich sichergestellt. Die ein⸗ zelnen deutschen Kreuzer, die auf dem Ozean etwas gegen die
englischen Kauffahrer unternehmen konnten, waren vernichtet und
nur die„Karlsruhe“ ist noch frei auf dem Weltmeere und läßt dann unb wann etwas von sich hören. England, das alle Zu⸗ fuhr von Lebensmitteln und Materialien für die Industrie nach Deutschland abschneidet und dadurch versucht, das deutsche Volk aus⸗ zuhungern und seine Industrie still zu legen, konnte noch immer alles, was zu seinem Lebensunterhalt und für seine Industrie nötig hatte, einführen. Die kühnen deutschen Unterseebvote suchen nun, Eng⸗ lands Seehandel nach Möglichkeit zu schädigen; sie greifen im Atlan⸗ tischen Ozean die englischen Kauffahrteischiffe an und bohren sie in Grund, da sie nicht in einen befreundeten Hafen gebracht undvor ein Prisengerichtgestelltwerden können, nachdem sie der Besatzung die Möglichkeit gegeben haben. sich von den Schiffen zu entfernen.— Die klerikale„Tijd“ sagt.
gegenüber der erstaunlichen Aktivität der en 5 undd iche Unt a G 1
Unterseeboote hebe sich die ganz unbegrei keit der englischen Luft⸗ und Seeflotte ab, deren folge im Kriege minimal sind.
Haag, 2. Febr. Nach hier eingelaufenen Drahtmeldungen
schreibt der Londoner„Evening Standard“ über die Tätigkeit der deutschen Unterseeboote, denen jetzt in 48 drei englische Handelsdampfer zum Opfer gefallen seien, daß mit Beginn des neuen Jahres Englands Küste durch deutsche Schiffe und Luftschiffe und jetzt die Fahrten der müsse sich auf erheblich schärfere Folgen des Krieges als bisher gefaßt machen und zur Erreichung des gesteckten 3 auch zu bedeutend größeren Opfern als bisher bereit ein. Unterseeboote im Bau, wird uns, da Deutschland auf die Zufuhr zur See sein als umgekehrt. Die und die Versicherungsprämien fur die Schi des Handelsverkehrs zur See größer wird und die Leben verteuerung eine in England bisher ungekannte Form wird. Je länger der Krieg dauert, desto größer wird die Zahl dies⸗ furchtbaren Boote sein und Lebensnerven Englands werden. Deshalb wird ein langes Hin⸗ ziehen des Krieges gerade für England die schlimmsten Folgen ha⸗ ben. Diese Frage ist sehr kompliziert. jedoch die sehr baldige Aufnahme einer kräftigen Aktion zur Be⸗ schleunigung der Kriegsentwicklung. Die Geretteten des„Blücher“.
i. Köln, 2. Febr. Die„Köln. 316 meldet von der holländischen Grenze: Die englischen Bl. 287 Gerettete vom„Blücher“ in dem Sammellager von Handforth in Cheshire untergebracht sind. Das Lager sei so bequem wie möglich eingerichtet. 5
und die Verwendbarkeit dieser Waffe zurzeit keine Schiffahrt treibt, wir aber angewiesen sind, erheblich 1 Folge wird sein, daß die Frachten
smittel⸗
—
Wer mit dem Brote spart, erwirbt sich ein Verdienst vor dem Vaterland.
Buhbach⸗Licherkisenbahn Am 1. Jebr. 1915 treten fol⸗ gende abr vlan Aende gens in Kraft: 11051 D Auf d. Strecke Lich—Grün⸗ berg wird ein Frühzugs⸗ pagr eingelegt. Abfahrt in Lich 6.19. Abfahrt inGrün⸗ berg 7.40 V. Der Zug 4 auf der Strecke Lich— Butzbach
Versteigerung.
Freitag, den 5. Febr. I. Is. nachmittags 3 Uhr sollen im städt. Pfandlokale, Selters⸗ weg. 11 dahtex, die weg. rück⸗ ständiger Gemeindestener und Kaualgebühren ge⸗ pfündeten Gegenstände wie:
Sofas, Vertikos, Sekre⸗
täre, Kommoden, 2 Bil⸗
* u. d. Zug B a. d. Strecke setts, 3 Kassenschränke,, Butzbach— Bad ⸗Naubeim 1 S reibt, 1 eoula⸗ ren cr. 1½ Ciunden
tor, Schränke u. a. wege werden. 983 essel, Pfandmeister.
früher u. erhalten längere
— eiten. Eine Gewährf. unehaltung dieser Zeiten
wird b. d. genannt.
nicht übernommen.
Fahrplan hängt auf allen tationen aus.
9229008
Faadllbealer lieben
ügen
Labelsberger
Stunden
˖ ö eine merkliche Verschärfung des Krieges gegen England eingesetzt habe, was die Angriffe gegen
deutschen Unterseeboote dartun. England
Deutschland habe unzweifelhaft sehr leistungsfähige neue
ffe steigen, das Risiko annehmen desto fühlbarer wird das Beschneiden der
Mittwoch, den 3. Febr. d. J.,
abends 8¼ Ubr, eröffnen
wir in der Stadtknaben⸗
schule(Nord⸗Anlage) einen neuen
Anfänger⸗Lehrgang für Herren und Damen. Unterrichtsgeld Mk. 6.—. Gef. Anmeldungen an Herrn Wilh. Jullmann, Grabenstr., oder zu Beginn des Unter⸗ richts erbeten. 594
utbilbnntö⸗Unterritt
Furth Hittwoch, 3. Februar, abends 9½ Ühr, In d. Stadt' knabenschule.
Cabelsberger Stenographen-Verein
(gegr. 1861 und Damen- Verein babelsberger.
Olr.: Hermann Steingoetter.
Dienstag, 2. Febr. 1915 abends 8 Ubr
Gesabbnl.Vrrieler gent
Gewöbnl. Preise ermäßigt).
Philotas
Ein Trauerspiel in einem Aufzug von G. E. Lessing.
Hierauf:
Jer erbrochen rug
Lustspiel in einem Aufzug u. einrich von Kleist. Ende 10¼ Uhr.
Soldaten vomfFeldwebel ab⸗ wärts zablen bei allen Vor⸗ stellungen auf 2. u. 3. Parkett nur halbe Preise.
eee ee
10640
Wünschenswert erscheint uns 0
ätter melden, daß


