Franz Josef auftischt.
aufgenommen.
dem 21. Reserpe⸗Jäger⸗ vorragenden Leistungen beim
feldmarschall v. Hindenbur f geleistet habe.
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waren, wieder ein. Die Deutst
haben behaupten.
fall gemeldet.
Meinung in Paris selbst, wo der Getreidepreis zwischen 29 und 31 Franken schwanke. Es seien Maßnahmen getroffen, 1 einer Brotverteuerung vorzubeugen, indem die Intendantur bedeutende Getreidevorräte angekauft habe, aber in der . rovinz, besonders in Südfrankreich, das kein Getreide 5 vorbringe, erhöhe sich der Getreidepreis auf 35 Franken. 75 sschüssen mit, daß sie 5 etreide angekauft habe f toliter ankaufen werde, 5 euen Ernte vorzubeugen.
f Die deutschen Erfolge im Argonnenwalde.
1 Kopenhagen 2. Febr.(WTB. Nichtamtlich.)„National Tidende“ meldet aus Paris: Im Argonnenwal de mußten die g .
e Regierung teilte den Kammerau bereits fünf Millionen Hektoliter G und noch weitere 20 Millionen Hek
um jedem Getreidemangel bis zur n
5 Paris, 1 Febr. WTB. Nichtamtlich.) Der g meldet: Das Ehepaar Caillaux ist nach Fra
gereist. 5 1
Lord Roseberry
Lord Roseberry fügte hinzu, in den Vereinigten Staaten
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ber sattsam bekannten und oft genug stigmatisierten, die Ereignisse immer wieder dementierten Lü wie die Nachricht des„Daily Chronicle“, das wieder einmal seinen Lesern das Märchen von Abdankungsabsichten des Kaisers
gen meldungen,
Schandlichteiten der Kosaten in der Bukowina.
Wien, 1. Febr.(WTB. Kriegspressequartier wird gemeldet: Amtlichen Nachrichten zufolge wird seit dem Einmarsche der Russen in der S ü d⸗ bukowina in allen rumänischen Gegenden seitens der Ko— saken unaufhörlich geraubt und geplündert. Das Schloß Kostina, der Stammsitz der sowohl in der Bukowina wie in Rumänien besonders angesehenen Bojarenfamilie Po- povica wurde geplündert; alle Kästen wurden erbrochen, Wertgegenstände und Kleider geraubt. Der Gutsverwalter, der sich den Kosaken entgegenstellte, wurde schwer verletzt. Mehrere andere Gutshöfe wurden gebrandschatzt, auch die Pächter der Güter wurden vollständig ausgeplündert, Mä d⸗ chen und Frauen vor den Augen der Eltern und Männer vergewaltigt. In Czokanestis wurde der Pfarrer aufs schänd⸗ lichste mißhandelt und beraubt. Deputationen von rumäni⸗ schen Gemeinden, die sich beim Stadtkommandanten von Suszawa, einem russischen Major, beschwerten, wurde unter Schimpfworten die Türe gewiesen.
Eine Rede des Grafen Tisza.
Budapest, 1. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) In einem Vortrage zugunsten des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes sagte Ministerpräsident Graf Tisza:
Der Krieg ist der Triumph menschlicher Solidarität, die nicht nur die Angehörigen desselben Volkes und derselben Rasse mit⸗ einander verschmilzt, sondern auch über ethnographische, und nationale Grenzen hinausreicht. derer Wärme der Heldenhaftigkeit und Opferfreudigkeit, von der Kroatien ein glänzendes Beispiel gab. Er wies auf Oe sterreich hin und sagte:„Es ist ein erhebendes Gefühl, die ungarische na⸗ tionale Trikolore in brüderlicher Eintracht mit der schwarz⸗gelben Fahne an den Häusern Budapests und Wiens flattern zu sehen. Es wird dadurch bewiesen, daß der Krieg die Seelen in Ungarn und Oesterreich einander näher brachte. Jetzt müssen wir alle fühlen, daß wir wirklich im Guten mie im Bösen aufeinander angewiesen
Nichtamtlich.)
gedachte mit beson⸗
6„Jetzt muß jedermann, der wirklicher österreichischer Patriot 8 welche große Kraft der ungarische Staat in der ganzen Monarchie bedeutet.“ Bezüglich Deutschlands heißt :„Mit der Frude von wirklichen Kameraden und mit einer Hegeisterung, die frei von jedem kleinlichen Gefühl ist, ind wir Zeugen der glorreichen Kriegstaten der deutschen
undesgenossen. Wenn es jemals zwei Bundesgenossen gab, die einander vertrauen können, so gilt dies für unser Bündnis. Wenn es jemals zwei Bundesgenossen gab, von denen ein jeder die glänzenden Kriegstaten des anderen kühn anerkennen durfte, weil dies ganz und gar nichts von dem ei dies für unser Bündnis. Lebhafter Beifall, lich mit großer Wärme der Türke kund f. türkischen Nation zum Anschluß an die beiden Zentralmächte ist er⸗ Patz als sich an vielen Orten Kleinmütigleit offenbarte. Ein solcher ntschluß in einem solchen Augenblick löst in jedem Gefühle der Anerkennung, Wertschätzung, des Dankes und der Freundschaft aus.“— Der Vortrag wurde mit großen Beifallslund
genen Ruhme schmälert, so gilt ) Tisza gedachte schließ⸗ e: Der Entschluß der
Die Totentopf⸗ Jäger.
Der Kaiser hat, wie die„Tägliche Rundschau“ meldet, Bataillon für seine her⸗ Durchbruch von Lod Totenkopf für die Fahne und Tschakos verliehen. dem erhält das Bataillon Gardelitzen und wird nach Be⸗ dendigung des Krieges aktiv bestehen bleiben. Der General⸗ g hat in einem Armeebefehl ausgesprochen, daß das Bataillon so viel wie eine Division
Der amtliche französische Bericht.
. Paris, 1. Febr.(WTB Nichtamtlich) Amtlicher Bericht vom 31. Januar nachmittags: Während des 30.
sich der Kampf nahezu an der ganzen Front auf Artilleriekämpfe. 45 Die nade war von beiden Seiten heftig. Auf zahlreichen Stellen hatten wir überall Vorteile.
englische Armee alle Schützengräben, die vorübergehend verloren 5 zen beschossen die Kirche von Fouque⸗ viller südlich Arras. In den Abschnitten Arras— Reims und Petthes zerstörten unsere schüte und mehrere Schanzarbeiten. Eine größere Anzahl Bomben⸗ —2 zerstreuten mehrere Ansammlungen, Biwaks und Trans- vorte. In den Argonnen im Gruriewald, wo wir am 29. Jan. einen leichten, bereits gemeldeten Rück unternahmen die Deutschen gestern bei Fontaine Madame drei Angriffe, welche abgewiesen wurden. Zwischen den Argonnen und 7— keine Aenderung. Wir halten namentlich bei Bandon⸗ viller das Dorf Angomont besetzt, daß die Deutschen besetzt zu
Januar beschränkte Vor La Basseée nahm die
Roye— Soissons, Batterien zwei feindliche Ge⸗
zug durchführen mußten,
Paris, 1. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom 31. Januar abends. Es wird kein bemerkenswerter Zwischen⸗
Der Sohn des Generalobersten v. Kluck gefallen. Berlin, 1. Febr.(etr. Bln.) Der berichtet: Im Artilleriegefecht bei Mi 28. Januar der älteste Sohn des Generalo veutnant zur See Egon v. Kluck, bei Regiment den Heldentod gefunden.
Brotverteuerung in Frankreich.
Paris, 1. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Huma⸗ ö nit“ schreibt, die Brotfrage beunruhige die öffentliche .
„Berl. Lokalanz.“ delkerke hat am bersten v. Kluck, einem Matrosen—
Franzosen 200 Meter Schützengräben räumen. 1 Das Ehepaar Caillaux.
nkreich zurück⸗
Lord Roseberry über Preußen⸗Deutschland.
Berlin, 2. Febr. Ueber eine Rede Lord Rose⸗ berrys, die er in einer Versammlung für Rekruten⸗ anwerbung gehalten hat, teilt das„Berl. Tagebl.“ mit, — Deutschland mit einemgroßen Ele⸗
fanten verglichen, der von einem kleinen Hindu gelenkt würde. Dieser kleine Hindu sei Preußen, der den Ele⸗ fanten Deutschland mit Nadelstichen führe, wohin er wolle.
von Nordamerika gebe es ein starkes deutsches Volkselement,
das vor Verlangen brenne, gleichfalls die Rolle des kleinen
Hindu zu spielen und die Vereinigten Staaten in einen
Krieg mit seinem alten Freunde England hineinzutreiben. Die türtisch⸗englischen Kämpfe.
Konstantinopel, 1. Febr.(WTB. Nichtamtl. Nach Privattelegrammen, die die Korrespondenz Milli aus Ba g⸗ dad erhält, betrugen die Verluste der Engländer in der Schlacht bei Korna am 20. Januar ungefähr 1000 Tote. Die Moral der englischen Truppen sei erschüttert. Etliche befestigte Stellungen ausgenommen, verlassen die Engländer seit einem Monat gleich bei Nachtanbruch ihre Stellungen, um die Nacht auf Schiffen zu verbringen. Den Arabern gelingt es oft, bis zu den Zelten der Engländer vor⸗ zudringen.
Amerika und England.
London, 1. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Nach den Aeußerungen der hiesigen Presse zu urteilen, weckt der ame⸗ rilanische Gesetzentwurf betreffend den An kauf von Schiffen große Unzufriedenheit in London. Man meint, daß die Annahme des Vorschlags und der darauf folgende Anlauf von deutschen Schiffen eine höchst ernste
Regierung habe der amerilanischen Regierung in Washing⸗ ton in llarer, bestimmter Sprache bekannt gegeben, daß England den Verkauf deutscher Schiffe nicht gutheißen werde, da er cee mit der Unterstützung Deutschlands wäre. Man erklärt, daß die Mitglieder des Fongresses, die den Vorschlag einbrachten, nicht gewußt hätten, daß sie mit dem Feuer spielten und daß sie, wenn sie Englands bestimm⸗ ten Protest erführen, auf dem Vorschlag nicht bestehen würden oder daß von republikanischer Seite alles geschehen werde, um dem vorzubeugen, daß der Vorschlag angenom- men werde. 5. Die„Dacia“ fährt!
London, 1. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ Bureau meldet aus Galveston: Die„Dacia“ ist gestern mittag mit der Bestimmung Rotterdam in See gestochen.
Ein Aufruf an die Deutsch-Amerikaner.
Berlin, 2. Febr. In der„New Porker Staatsztg.“ veröffentlicht, wie verschiedenen Morgenblättern berichtet wird, Direltor Hermann Ridder einen Aufruf dahin⸗ gehend, daß jeder Deutschamerikaner in diesem Augenblick Partei ergreifen und das Evangelium der deutschen Ge— rechtigleit und deutschen Billigkeitsgefühls predigen müsse. Auch das sei eine Art von Dienstpflicht.
China und Japan.
Paris, 1. Febr.(WT. Nichtamtlich.) Dem„Petit Parisien“ zufolge hat China von Japan die Aufhebun, der während der Operationen zugestandenen Kriegszone 50 zugleich die Räumung der Eisenbahn von Tsinanfu sowie die Anerkennung der Hoheitsrechte Chinas über Kiautschau verlangt Japan sei von dem Vorgehen Chinas sehr un⸗ angenehm berührt und habe erklärt, die Frage ließe sich erst bei dem Friedensschluß regeln. China müsse sich solange ruhig verhalten.
Robinsonade.
London, 1. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer bei Lloyds vorliegenden Nachricht sind vier Matrosen von dem an der chtlenischen Kütste untergegangenen Panzer— kreuzer„Good Hope“ von dem Kreuzer„Canopus“ auf einer Insel des Stillen Ozeans aufgefunden worden.
***
Italiens Getreidebedarf. Rom, 1. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Ein Dekret vom 31. Januar schafft die Zölle an der Grenze auf Mehl, Weizen und andere Zerealien vom 1. Februar bis zum 30. Juni ab. Das Dekret ermächtigt den Minister der öffent⸗ lichen Arbeiten, die Eisenbahntarife bis zur Hälfte zu er⸗ mäßigen, um für Getreide und Mehl den Eisenbahntrans⸗ port zu erleichtern. Dieselbe Ermächtigung wurde dem Ma⸗ rineminister erteilt, um den erwähnten Transport auf der staatlich subventionierten Schiffahrtslinie zu erleichtern und um nötigenfalls außergewöhnliche Reisen für diesen Zweck vornehmen zu lassen. Das Dekret ermächtigt au den Minister des Innern, falls er es für sachgemäß hält, eine Bestandsaufnahme der Lager von Mehl, Weizen und anderen Zerealien anzuordnen und bindende Regeln für die
aufzustellen. Aus Rumänien.
Bukarest, 1. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Roumaine. Ein auf drahtlosem Wege verbrei— tetes Telegramm aus Lyon behauptet, Rumänien habe in London eine Anleihe von 375 Millionen Franken aufgenommen. Die Zeitungen ziehen nun daraus die ihnen erwünschten Schlußfolgerungen. Der gegenwärtige Augenblick ist nicht der geeignete, um Anleihen von hundert Millionen aufnehmen zu können, aber Aufsehen erregende Nachrichten schaffende Phantasie ist fruchtbar und macht aus einer Tatsache von geringster Bedeutung das größte Er- eignis. Der Ursprung der Nachricht ist folgender: Der rumä⸗ niche Staat hat den größeren Teil der öffentlichen Schuld im Auslande und muß deshalb die Zinsen in fremdem Gelde in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und selbst in Eng⸗ land bezahlen. Für Deutschland konnte man sich rechtzeitig mit deutschem Gelde versehen, da der seit fünf Monaten
texte. Es war jedoch unmöglich, Franken zu erhalten trotz des hohen angebotenen Preises. Indessen verlangten die Couponbesitzer in Frankreich, der Schweiz und Belgien sowie die sie vertretenden Banken dringend die Bezahlung der Coupons in Franken, sie wiesen die Bezahlung in Mark zurück. Die Beschwerden wurden immer zahlreicher. An⸗ gesichts dieser Lage gab das Finanzministerium Schatzscheine ausländischer Währung aus und bot sie mehreren Banken an, von denen es einigen gelang, sie im Auslande unter- zubringen und so dem Staat Franken zu beschaffen, die er brauchte. Gegenwärtig werden die Coupons in Frankreich und der Schweiz sowie alle in Franken zu zahlenden Cou⸗ pons regelmäßig bezahlt. Dies ist der Ursprung der sensatio⸗ nellen Nachricht von Hunderten von Millionen, wir sind gegenwärtig mit nur etwa 10 zufrieden.
Aus dem Reiche.
Die Vorratserhebungen. Berlin, 1. Febr.(WT. Amtlich) Der Bundesrat hat dem Entwurf einer Bekanntmachung über die Vorrats⸗ erhebungen zugestimmt. Es handelt sich um eine Verord⸗ nung über 90 Vorratserhebungen, die die früheren Bundesrats verordnungen über die Vorratserhebungen vom 24. August und 15. Oktober 1914 zusammenfaßt und sie nach folgenden zwei
Richtungen ergänzt: Einmal wird bestimmt, daß die Auskunft
internationale Frage aufrollen müsse. Die englische 5
ch Mark für diese Zwecke bereitzustell
Brotbereitung sowie den Verkauf von Mehl und Getreide B
durchgeführte Export zu Lande dessen 0 a e erleich⸗ b ˖.
über Vorräte nicht bloß durch unmittelbare behördliche der Auskunftspflichtigen, sondern auch durch öffentliche Be machung erfordert werden kann. Sodann werden die Strafbe⸗ stimmungen dahin verschärft, daß bei vorsätzlicher Uebertretum der für die Auskunfterteilung gegebenen orschriften eine Ge⸗ fängnisstrafe bis zu 6 Monaten oder Geldstrafe bis 10000 Mk. .. 1 e im Urteil als für taat v en erklärt nnen. Berlin, 1. Febr.(WTB. Amtlich.) Zu Mitgliedern der zur Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide und Mehl gebildeten Reichsverteilungsstelle sind dem, eichsanzeiger“ zu- folge bestellt worden: Als Vertreter des chen Landwirt⸗ schaftsrates Graf Schwerin⸗Löwitz, als Stellvertreter Dr. Dade, Genexalsekretär vom Deutschen Landwirtschaftsrat, als. des Deutschen Handelstags Dr. Kämpf, als Stellvertreter Dr. Soetbeer, Generalsekretär vom Deutschen Handelstag, als Ver⸗ treter des Deutschen Städtetages Oberburgermelster Wermuth, als Stellvertreter Dr. Luther, Syndikus des Deutschen Städte⸗ tages. Die Reichsverteilungsstelle hat ihren Sitz in Berlin W., Lützowellfer Nr. S. Zum Vorsitzenden ist der Präsident des Statistischen Amtes Dr. Delbrück ernannt worden. Das Ergebnis der e e 8 Noch immer liegen abschließende Ziffern über das Ergebnis der Reichswollwoche nicht vor, doch kann bestätigt werden daß es weit glänzender ist, als irgend vorauszusehen war. In Berlin allein sind über 500000 Pakete im Gewichte von 5 fund bis 5 Zentner eingeliefert worden. Friedenau hat 400 Kubikmeter Sammlungsergebnis aufzuweisen. Auch in auswärtigen Städten sind die Ergebnisse nicht geringer. Die Stadt Görlitz z. B. kündigte die Lieferung von 15000 Decken in drei Waggons an, Frankfurt a. M. sogar 50 000 Decken. Es bestehe danach kein Zweifel mehr, daß dem vorhandenen Bedürfnis nach Decken alsbald Penn sein wird. Zu dem glänzenden Erfolge der Sammlun⸗ in Berlin hat natürlich die ausgezeichnete Organisation des Berliner Roten Kreuzes, um die sich Kommerzienrat Bamberg besonders verdient gemacht hat, das meiste 1 Es gibt aber keinen Teil des Reiches, wo die Bereitwilligkeit zu allen erforderlichen Dienst⸗ leistungen und die Opferwilligkeit hinter Berlin irgendwie zurück⸗
geblieben wäre.. 5 5 5 Der Reichskanzler in Berlin. „ Berlin, 1. Febr.(W 7B Amtlich.) Der Reichskanzler ist zu kurzem Aufenthalt in Berlin eingetroffen. Die Verwendung der eee
Berlin, 1. Febr.(WTB. Nichtamtlich.) Die Erfahrungen, die man mit der Verwendung von Kriegsgefangenen in der In⸗ dustrie gemacht hat, sind ausgezeichnet. In letzter Zeit erhielt die„Bremer Hütte“ in Siegen wieder eine große Anzahl von Russen von der Kommandantur„Bad Orb“. Die Gefangenen drängen sich zu diesen Arbeiten und leisten, da nur vollaus⸗ gerüstete kräftige, gesunde Leute abgegeben werden, gute Dienste.
. Reichstagsersatzwahl in Hamburg III.
Bei der Reichstagsersatzwahl im dritten amburger 5 kreis wurden bei insgesamt 212 403 Wahlberechtigten 417 3 gültige Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf den Partei⸗ sekretär Heinrich Stubbe⸗ Hamburg(Sozialdemokrat) 41 704 Stimmen. 79 waren zersplittert. Der Wahlkreis Hamburg III hat mit Ausnahme der Legislaturperiode von 1881 bis 1884, in der er fortschrittlich vertreten war, früher einen nationallibe⸗ ralen Abgeordneten in den Reichstag entsandt, darunter die be⸗ kannten Schiffsreeder Slomann und Adolf Woermann. Erst 1890 wurde der Kreis von dem Sozialdemokraten Metzger er⸗ — 5 der das Mandat bis zu seinem kürzlich erfolgten Ableben innehatte.
*
Der Jahresbericht des„Reichsverbandes zur Unterstützung deutscher Veteranen“, Berlin W. 9, Potsdamer Str. 126, der demnächst— Ausgabe gelangt, 4. in welch segensreicher Weise der nd in seinem iten Geschäftsjahr 1914 gearbeitet hat. Es wurden 3650 Veteranen einmalige Unterstützungen gewährt, während 230 Veteranen mit laufenden Beihilfen, die allmonatlich zur Auszahlung gelangen, bedacht wurden. Außerdem überwies der Reichsverband für Unter⸗ stützungszwecke dem Königlich Sächsischen Kriegsministerium 30 Dresden 5000 Mk., dem Landeskriegerverband zu Berlin 3250 Mark, dem Württembergischen Kriegerbund zu Stuttgart 2500 Mark, dem Arbeitsausschuß des Altonaer Ortsausschusses für
7 !
die Tüppelfeier 100 Mk. Ferner wurden an 116 Veteranen von
2864 anläßlich der Düppelfeier eine Spende verteilt. In Berlin werden täglich z. Z. auf Kosten des Reichsverbandes 100 Vete⸗ ranen gespeist. Das Interesse, welches alle Kreise des deutschen Volkes an den Aufgaben des Reichsverbandes bewiesen haben, zeigt sich besonders dadurch, daß zu Beginn des Jahres 1914 die Mitgliederzahl 5000 betrug, während sie bis zum 31. De⸗
1
zember 1914 auf über 15000 gestiegen ist. Durch diese so gün⸗
tigen Erfolge ist der Reichsverband, der in Erweiterung seiner bisherigen Magaben auch die Unterstützung der jetzigen Kriegs⸗ teilnehmer bewirkt, in den Stand glb, zunächst weitere 100 000
in und für das Jahr 1915 laufende Unterstützungen an 450 Veteranen vorzusehen.
München, 1. Febr. 3 Nichtamtlich.) Das Deutsche Museum hat seinem Protektor König Ludwig III. von ayern den Betrag von 50000 Mark zugunsten der deutschen Verwundeten zur Verfügung ge⸗ stellt. Der König bestimmte den Betrag zu der Ausxrüstung eines Lazarettzuges und ersuchte den Kaiser, über dessen Zuteilung zur Armee zu verfügen. Wie die Leitung des Museums mitteilt, ist der Zug fertiggestellt worden. Er wurde infolge der guten Be⸗ ziehungen zu der deutschen Industrie mit den besten kechnischen Hilfsmitteln in mustergültiger Weise ausgestattet.
Gotha, 1. Febr.(WT. Nichtamtlich.) Am Samstag 4½% Uhr stieg auf dem Flugplatz an der Waggonfabrik der Flug lehrer Oswald ahnt auf einem Zweidecker zu beträchtlicher Höhe auf. Gegen 5 Uhr stürzte das R plötzlich steil ab und be⸗ grub den Flieger unter sich. Der Tod war auf der Stelle ein⸗ getreten.
Aus Stadt und and.
Gießen, 2. Februar 1915.
Auf dem Felde der Ehre gefallen.
(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)
Unteroff Ernst Gutjahr, Res.⸗Inf.⸗Regt. 80 aus Wies⸗ aden.— Kriegsfr. Lehrer Heinr. Krämer, Inf.⸗Regt. 221 aus Ernsthofen.— Ers.⸗Res. Gg. Ludw. Rödelsperger, Ers.⸗Jnf.⸗Regt. 118 aus Heubach.— Einj.⸗Freiw. Karl Roth, Inf.⸗Regt. 80 aus Nidda.— Musk. Gust. irth, Res.⸗Inf.⸗ Regt. 222 aus Ober⸗Schmitten.— Landwehrm. Friedr. Wester⸗ weller, Inf. Regt. 116 aus Fauerbach bei Nidda.— Ober⸗ matrose Karl Wallbruch aus Ehringshausen bei Weßlar. „ Dachdeckermeister Wilh. Sames aus Hermannstein.— Musk. Karl Schultheiß, Inf.⸗Regt. 168 aus Atzenhain.— Gefr. d. R. August Finkernagel, Res.⸗Inf.⸗Regt. 72 aus Mer⸗ lau.— KN Gustav Grafe, e 116 aus Offenbach a. M.— Kriegsfr. Dr. jur. Ludwig Hahn, Res.-Inf.⸗Regt. 214 aus Offenbach. N
*
** Ritter des Eisernen Kreuzes: Musik⸗ meister Ernst Krauße aus Gießen, 1. Schles. Gren ⸗Regt. Nr. 10. Matrose Leo Kann aus Gießen. 8975 Heinr. Wei aus—— in, e 1 9 d. 5 175 Kompagnieführer im Res.⸗Inf. t. vemheld, Rechtsanwalt und Notar in Gießen. Lt. d. L. Bankdirektor Grießbauer aus Gießen, Res.⸗Inf.⸗Regt. 222. Res im Inf.⸗Regt. 168 Christian Ritter aus Offenbach. Uffz. d. R. Otto Waldmann aus Darmstadt, Inf.⸗Regt. 115. Post⸗ sekretär Bausch aus Butzbach, Feldw.-Leutn. im Landst.⸗ Inf. Bat. Friedberg. uffz. Georg Beyer aus Schlechten⸗ wegen, Feldart.-Regt. 25. Leutn. d. R. Reg.⸗Baumeister Lud⸗
wig Vogt aus Butzbach. Off. Stellv. Dr. Mögenburg
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