Ausgabe 
(16.1.1915) 13. Drittes Blatt
Seite
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. 2 während der Kriegsmonate

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

DieSießener Familienblätter werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Mreis Sießen zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit⸗ fragen erscheinen monatlich zweimal.

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jeßener Anzei

165. Jahrgang

eneral⸗Anzeiger für Gberhessen

Samstag, 16. Januar 1015 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen

Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗

straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: 51, Schrist⸗

leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen.

ger

Die Genossenschaften während der Ariegsmonate 1014. Der große Weltkrieg ist bisher wohl die schwerste Be lastungsprobe für das deutsche Genosfenschuftswesen, 0 es auch schon mehrere Kriege erlebt hat. In den früheren Kriegen aber hatte das Genossenschaftswesen nicht entfernt die wirtschaftliche Bedeutung wie heute und dann hat der jetzige Krieg ja viel weittragendere wirtschaftliche Folgen als einer seiner Vorgänger. Die deutschen Genossenschaften untfassen Millionen Mitglieder und arbeiten mit einem Kapital von 6 Milliarden Mark. Die Haltung der Genossen⸗ ö ind der ieg ate ist daher gewiß nicht

. 1 für die wirtschaftliche En ung 3 55 Gen bringen in Nr. 1 von 1915 eine Darstellung Tätigkeit der dem Allgemeinen deutschen Genossen⸗ 2 and angehörigen Genossenschaften in dieser Zeit, viel Interessantes bietet. Dem Allgemeinen deutschen Genossenschaftsverband gehören an rund 1600 Genossenschaf⸗ ten mit 1100 000 Mitgliedern. Das Betriebskapital dieser F beläuft sich auf mehr als Milliarden

Der Geschäftsbetrieb vieler Genossenschaften wurde da durch erschwert, daß eine große Anzahl Vorstands⸗ und F r 5 1 Fahne gefolgt sind

i einer Prozentsatz hat bereits den Tod dem Felde der Ehre gefunden. e

815 Genossenschaften haben bisher für Kriegs- d wecke 565000 Mark aufgewendet ein Zeichen pati tischer Gesinnung der Genossenschaften und gleichzeitig er⸗ heblicher finanzieller Leistungsfühigkeit. Die meisten Ge⸗ nossenschaften werden erst in den Generalversammlungen über die Zuwendungen beschließen lassen.

Sehr eingehend wird berichtet über die Beschlüsse, di aus Anlaß des Krieges mit e die Geschefteflhrung gefaßt wurden Die Beschlüsse bezogen sich bei den Kredite genossenschaften vor allem auf die Kreditgewähr und auf den Sparkassenverkehr. Es wird einmütig festgestellt daß, nachdem die ersten Augusttage überwunden waren, das Publikum sich ruhig verhalten hat. Auch wo Beschrän⸗ kungen im Sparkassenverkehr stattfanden, wurden diese ohne Schwierigkeiten durchgeführt. Im wesentlichen sind die Ge⸗ nossenschaften nur Angstabhebungen entgegengetreten. Sehr bald machte sich bei den Genossenschaften eine starke Geld⸗ flüssigteit bemerkbar und es konnte das Kreditgeschäft in vollem Umfange weiter betrieben werden. Besondere Aner⸗ keunung wird gezollt der Unterstützung, die die Genossen⸗ schaften bei der Genossenschaftsabteilung der Dresdner Bank haben. 3 wird es als ein Zeichen der Li 77 e eee Len en Fee henden Kriegsanleihe übernommen hatten. Den im Felde stehenden Schuldnern gegenüber hatte man durchweg Nachsicht walten lassen. Ter Zinsfuß für Kredit wurde nur in wenigen Fällen erhöht auch im Sparkassenverkehr trat die Zins⸗ erhöhung nur wenig hervor. In zahlreichen Fällen haben die Kreditgenossenschaften ihren Mitgliedern die Beteiligung an Heereslieferungen ermöglicht. Verschiedene Kredit⸗

nossenschaften berichten, daß Kreditgesuche wenig ge tellt sind. 5 0

In den weitaus meisten Fällen wird mitgeteilt, daß größere Verluste wahrscheinlich nicht eintreten werden es ist aber eine Beschränkung der Dividende zur Bildung von Kriegsreserven in Aussicht genommen.

Die Handwerkergenossenschaften haben oft Schwierigkeiten in der Wechaffün Rohmaterialien ge⸗ Habt. Im übrigen sind sie von dem Krieg sehr verschieden betroffen, je nachdem es sich um Handwerker handelte, die für die Kriegsindustrie in Betracht kommen oder solche, die mehr in Luxusbranchen tätig sind. Bei der Inan⸗

spruchnahme der Lieferantenkredite hat es eile Schwierigkeiten gegeben. Es hat sich gezeigt, we es für die Genossenschaften ist, unabhängig vom Liefe⸗ ranten⸗Kredit sich zu halten. Sehr beachtenswert ist, daß die berichtenden Genossenschaften in keinem Fall höhere Warenkredite als in normalen Zeiten hatten. Leider ist es nur sehr che dazu gekommen, daß die Genossenschaften als solche sich an Submissionen beteiligten.

Die Konsumvereine haben ausnahmsweise 5 Vestreben gehabt, ihre Mitglieder möglichst billig 2 Lebensmitteln zu versorgen. Vielfach sind sie sehr entschieden dem Verlangen der Mitglieder nach Verproviantierung auf lange Zeit hinaus entgegengetreten. Die Eindeckung des Be⸗ darfs hat vielfach Schwierigkeiten bereitet. Als ein besonders erfreuliches Zeichen darf es betrachtet werden, daß nur in ganz seltenen Fällen Warenkredit eingeführt ist. Ver⸗ schiedene Genossenschaften wissen sogar zu berichten, daß sie strenger noch als gewöhnlich an der Barzahlung festhalten. i e Betriebseinrichtungen namentlich der sroßen Konsumvereine wurden vielfach den Militä 6

ee fach den Militärbehörden

Für die Baugenossenschaften war die größ Sorge der Eingang der Mieten hier sind. scheinend große Verluste zu erwarten. Recht erheblich ist die Zahl der Genossenschaften, die Mietsstundungen be willigen mußten und die Vereinbarungen mit den Mietern über die zu zahlende Miete getroffen haben. Natürlich ist es auch vielfach zur Einschränkung der Bautätigkeit ge⸗ kommen. Die Zahl der Wohnungen, die infolge des Krieges leer geworden sind, ist nicht groß. Das hängt freilich wohl wesentlich auch mit der Gesetzgebung zusammen. Die Frage ob sich bei der Barzahlung der Hypothekzinsen Schwierig⸗ keiten ergeben werden, wird im allgemeinen von den Ge⸗ nossenschaften sehr zurückhaltend beantwortet.

Der Anwalt Dr. Crüger schließt die? e mit den Worten: 5 e 5 e

Die Schulze⸗Delitzschen Genossenschaften haben ihrem Altmeister Ehre gemacht. Sie haben 1 paß 9 5 Erbe hoch gehalten haben. Die Annahme ist gewiß berech⸗ tigt, daß die Schulze-Delitzschen Genossenschaften auch weiterhin während des Krieges ihre Aufgabe erfüllen, daß die Verwaltungen mit Umsicht und Energie das Schiff der Genossenschaften richtig zu steuern verstehen werden.

Verlusftliste.

ele d ement Nr. 116, Darmstadt, Gießen, Friedberg. Wloclawec am 3., CEmiszew vom 6. bis 11. f in

3. Kom pag ute.. Stesttr- G Vfw. Jakob Magel, Steinbach, low. Utffz.

Würbitz, schuw. 1 lum Philipp Hinkel, Holzhausen, low. Utff. Friedrich Hunkel, Sprendlingen, tot. Utff. Hieronymus Krack, Sannerz, schwv.

Utff. Christian Mussel, Eichloch, tot. Utff. Friedrich Hoh⸗ mann, Bonames, low. ÜUtff. Joseph Pappert, Nieder-Eschhach, tot. Utff. August Martin Filz, Ober⸗Erlenbach, low. Utff. Konrad Bender, Södel, low. Nes. Jakob Goldenberg, Kestrich, low. Res. Walter Liebemann, Sonneberg, low. Res. Philipp Draeker, Sprendlingen, low. Res. Adam Gettmann, Bre ch. low. Gefr. Heinrich Pfeifer, Eberbach, low. Res. Josef Herle, Bürstadt, low. Res. Adolf Klinkel, Gießen, low. Res. Ludwig Reith, Cobingen, low. Res. Philipp Bohland, Pfungstadt, low. Gefr. Johannes Fritz. Offenbach, low. Res. Wilhelm Luft, Sprendlingen, low. Res. Heinrich Schlapp, Sprendlingen, low. Res. Anton Reinhardt, Eberstadt, tot Res. Aug. Hähnel, Saar⸗Union, verm. Res. Christian Glanz, Büdingen, verm. Gefr. Wilhelm Otto, Rückingen, tot. Res. Wilhelm Ohlschläger, Reichenbach, low. Res. Johannes Wolf, Bodenheim, tot. Res. Georg Schneider, Kostheim, verm. Ref. Karl Schwaab, Daunenfels, tot. Res. Peter Horle, Neuhausen, low. Res. Wilhelm Jul. Friedrich, Eichloch, lvw.

Aus dem Uriegstagebuch eines Regimentsarztes.

I. Tremblois.

haben verschiedene Stimmen in der Presse sich anerkennend über die Handhabung unseres Sanitäts⸗ dienstes im Felde vernehmen lassen. Auf Grund meiner persönlichen Erlebnisse schließe ich mich diesen an. g 0

Unser Sanitätspersonal, voran die Aerzte, leisten an Uner⸗ schrockenheit und ruhiger Pflichterfüllung selbst unter den auf⸗ regendsten äußeren Umständen durchweg Hervorragendes.

So hatte bei der Ueberschreitung der französischen Grenze in der sich daran anschließenden Schlacht bei.... Gelegenheit, einige Verbandplätze nacheinander aufzusuchen und hier Einblicke zu tun. Und das kam so: Wir hatten am 24. 8. von der Grenz⸗ schlucht her auf steiler Höhe ein Hochtal erklommen, durch welches eine gute, beiderseits von hohen Hecken eingefaßte Straße hinzog. Da sich auf derselben ein einwandfreier Laufbrunnen bei einigen Häusern vorfand, war ich, um meinen Fuchs zu tränken, etwas zurück, als plötzlich vorne Infanteriefeuer aufflackerte, dem sich bald auch das Brüllen französischer Feldgeschütze beigesellte. Unsere Mu⸗ nitionskolonne und die Protzen hielten auf der im Feuerbereich liegenden Straße, die Leute lagen hinter den Fahrzeugen. Ich suchte und sand etwas weiter vorn und seitwärts an einem Wiesen⸗ tal eine zum Verbandplatz geeignete Stelle, hie und da auf meinem Gang von einigen abgeirrten Schrapnellkugeln begrüßt. Da gerade, als die Arbeiten zur Herrichtung des Truppeu⸗ verbandplatzes, Wasserholen, Klarmachen des reauirierten Leiter⸗ wagens usw., im besten Zuge waren, und ich mich, ermüdet von dem langen Ritt und der großen Hitze, im Schatten eines aus Weizengarben aufgeschichteten Hausens auf einen Augenblick nieder⸗ gesetzt hatte, kommt einer meiner 8 dung auf mich zu. Ein Meldereiter steht, das prustende Pferd am Zügel, in der Nähe. Die an den Regimentsarzt gerichtete Mel⸗ dung gab die Lage eines Truppenverbandplatzes nach der, Karte an. Gleichzeitig vernahm ich, daß eine unserer Batterien Verluste

ha Verwundeten aufzusuchen, bestieg mein Pferd

Seit Beginn des Krieges

bandplatz zu führen.

Ees war mir ohne weiteres klar, daß ich den Verbandblatz nicht erreichen werde. Es war nämlich nur möglich, die erwähnte Straße zu benutzen, welche vom feindlichen Schrapnellfeuer bestrichen war und zwar an einer zu passierenden Stelle etwa solchergestalt, daß

man an ein tüchtiges Hagelwetter denken mußte Ts ich

Abteilungsärzte mit einer Mel⸗

be. 8 75 Ich ersuchte also den Abteilungsarzt, mir zu folgen, um seine und ritt ab, geleitet

von dem Meldereiter, welcher sich erboten hatte, mich zum Ver⸗

8 meinem Meldereiter ein:Na denn mal los! zurief, lächelds er ein resigniertes Lächeln und sagte:Da vorne gilt's!

Wir setzten unsren Pferden die Sporen ein, neigten den Oberkörper stark nach rechts von den Pferdehälsen vor und sausten im ventre à terre dahin. Etwa 500 Meter vorwärts zog rechts eine Wald⸗ ecke an die Chaussee heran; die Bläfter des gemischten jungen Laubwaldes hingen staubgrau und zerfetzt und waren von durch⸗ fliegenden Geschossen bewegt. Auf der Straße spritzten überall kleine Staubwölkchen auf. Kein Mensch war weit und breit zu sehen. Nur der Höllenlärm der Schlacht tobte und ein Surren war in der Luft wie von einem Bienenschwarm. Links seitwärts und vor uns waren bewaldete Erhebungen. Die Straße führte auf ein französisches Zollhaus. Auch hier waren auffällige Spuren der Feuerwirkung. Dachziegel her⸗ unterfallend, Fenster geborsten, Verputz durchlöchert, dahinter und seitlich, Deckung durch die Mauern und hinter den Gäulen zu⸗ sammengekauert suchend Burschen, Meldereiter, Pferdehalter, tätig nur Sanitätsmannschaften. Selbst die Pferde standen mit gesenkten Köpfen, wie Schutz suchend, eng aneinandergedrängt. Der Weg, den ich gewiesen wurde, führte im spitzen Winkel rechts von der Sttaße ab, so daß ich(der Meldereiter war am Zollhaus geblieben), nochmals durch das feindliche Strichfeuer mußte, das aber mittlerweile schwächer geworden war. Die Straße führte hier durch Wald und war ungefähr alle 50 Schritt von Krankenträgern mit besetzten Tragbahren beschritten. Einen Kilo⸗ meter vom Zollhaus traf ich am Wege einen Verbandplat der Infanterie, an welchem ein guter Bekannter als Regimentsarzt wirkte, Verwundete lagen da, 2 tote Pferde dahinter. Der Unter⸗ arzt war gefallen. 4 0

Nach weiteren 2 Kilometern traf ich auf einen Hauptverband⸗ platz in einem zweiten belgischen Zollhaus, der ziemlich friedlich, weil im Tal gelegen, war. Hier erfuhr ich, daß ich zu der mit uns kämpfenden Division geraten war. Also kehrt und den Weg wieder zurück. Auf halbem Wege begegnet mir mein Abteilungs⸗ arzt und schließt sich an. 8 ö

Alles dies hatte sich in höchstens 10 Minuten abgewickelt.

Wir ritten nun ein etwas langsameres Tempo zurück und fanden schließlich den Truppenverbandplatz in dem erst erwähnten fran⸗ zösischen Zollhaus. 5

Ich fand beim Eintritt zwei Kollegen vor, welche mir er⸗ klärten, der Verbandplatz sei nicht zu halten, da das Zollhaus im feindlichen Feuerbereich liege und fortwährend Granaten herein⸗ schlugen. Die Verwundeten würden auf dem Tisch durch Granat⸗ 5 neuverletzt. Der Zustand des Zimmers und das Aeußere

Hauses bestätigten diese Angaben. 5 Der ältere Kollege, ein Bataillonsarzt, erzählte mir auf Befragen, daß er auch der Reserve angehöre und vier K habe und daß er seinem Sohn den lateinischen Spruch hinter⸗ lassen habe:Ex orlare aliquis nostris ex ossibus ultor. Ich suchte dann noch ein in der Nähe liegendes Haferfeld ab,

Brensbach,

er 0 15 8 5 l. Jakob Brednich, Nordheim, low. Res. Johann Freitag, Worms, low. Res. Alfred Minkmar, Eckstedt, verm. Gefr.

Friedrich Förster, Lindenfels, low Res. Gustav N Pagun, low. 7 Res. Jakob Kornmann, Rodenstein, 5 Res. Daniel Müller, Eberstadt, low. Res. Karl Gringel, Wah⸗ len, low. Res. Max Ratz, Mockrau, verm. Res. Adam Klinger, Kirch-Beorfurth, verm. Res. Heinrich Merz Köd⸗ dingen, low. 5 Res. Georg Baumgärtner, Darmstadt, 40 4. Res. Johann Buchheimer, Darmstadt, low. Res. Hch. Döring Dirlammen, verm Res. Josef Töringer, Kötzing, lot. Nes. Gust. Ad. Eichner, Nieder Lauterstein, tot. Res Valentin Feldmann. Griesheim, tot. Res. Franz Fertig, Amorbach low. . Res. Friedrich Hartmann, Lampertheim, low. Res Peter Heiser, Kastel, low. Gefr. Simon Schloß, Darmstadt, 9 5 Kes. Heinrich Schneider, Offenbach, low. Res. Karl Schmidt, Lengfels, tot. Res. Karl Zerr, Fladungen, verm. Res. Georg Zimmer, Roßdorf, tot. Gefr. Ludwig Climpner Mel⸗ sungen, low. Res. Heinrich Fink, Langen, low. Ref. Karl Bechstein. Offenbach, low. Res. Otto Sittner, Usenborn, low. e Res. Peter Dresch, Darmstadt, low. Gefr. Jakob Böttiger, Pfungstadt, low. Einf.⸗Freiw. Bernhard Nolte, Erwitzen, verm. Res. Karl Schäfer, Lennep, low. Res. Otto Haase, Wickerau, low. Res. Arthur Strutz, Gelsenkirchen, verm. Nes. Karl Heyse, Golbritz, verm. Res. Franz Reitelmann, Dorsten, verm. J., Res. Wilhelm. Thürmer, Herten, low. Res. Valentin Bolz, 1 Res. Wilhelm Rempe, Recklinghausen, verm. 82 1 Lauren; Kufuert, Buschhausen, tot. Einj.⸗Freiw. Heinr Vöthe, Salzkotten, tot. Reservist Joseph Wilhelm Drossert, 8 vermißt. Reservist Franz Wittmer, Kunzen⸗ 8 1 Res. Bernhard Bellendorf, Kirchhellen, verm. Res⸗ Friedrich Gutowski, Lütgen⸗Dortmund, verm. Res. Fritz Vollmann. Herne, verm. Res. Gustav Ruwe, Dorsten, low. 9 August Bäumer, Homberg-Effenberg, tot. Res. Valentin udkowiak, Läsgen, tot. Reservist Otto Eiser, Borsdorf, leichtberw. Reservist Julius Eiser, Unter⸗Widdersheim, vernt. D. Reservist Karl Philipp Wenzel, Klein⸗Karben, tot. Res Heinrich Steuernagel, Lanzenhain, low. Gefr. August Schrö⸗ 775 Holzhausen, verm. Res. Friedrich Fauerbach, Büdesheim, 5 850 Res. Otto Lutter, Bleichenbach, low. Gefr. Adolf n Res. Gustav Emmrich, Fauerbach, low. 915 Dior Dietrich, Orlerhausen, low. Res. Anton Schmidt, F Res. Karl Rentzel, Kefenrod, low. Res⸗ 3 er Ldiederspahn, Hain-Gründau, verm. Res. Ferdinand agelschmidt, Bindsachsen, lvw. Res. Kilian Manger, Thulba 1 5 1 Karl Steinmetz, Niedereschbach, low. Gefr. maß en Niederdiefenbach, low. Gefr. Friedrich Carl, Bell⸗ 5 0

I. Kom p.: Lt. d. Res. Hermann Schott, Darmsta 2 Jeldw. Ludwig Jung, Klein-Linden, 1 Vfw. 999. 4905 Ruhl, Grebenhain, tot. Sergt. Paul Doppleb, Ufhoven, schyw. . Uffz, Philipp Schnecko, Oppenheim, schop. Uffz. Heinrich Sars, Lehrbach, schow. Uffz. Ernst Kuhl, Gießen, low. Uffz, Heinrich Wingefeld, Bobenhausen, low. Uffz. Heinrich Becker Bersrod, tot. Uffz, Heinrich Fabel, Münsterappel, schow. Uffz. August Müller, Schenklengsdorf, schyw. Uffz. Otto Dill⸗ mann, Hopfmanusseld, low. ÜUffz. Ernst Koch, Alsfeld, tot. Ae. Johann Lukas, 8 Scherer II., Darmstadt, tot. Wehrm. bach a. M., tot. Wehrm. Richard Jenrich, Wehrm. Jakob Bechtel, Offenbach a. M., tot. 5 0 Rsesnizok, Goschutz, low. Gefr. Adam Bogner, Gimbsheim, low. Gefr. Peter Braun, Heimersheim, low. Musk. Joses Wehrm. Georg Mich. Peter Krämer, Wahlen, low. Res. Nik. Friedr. Sattler, Reiskirchen, low. Musk. Johann Overhoff, Hamm, low. Gefr. Georg Schöpfel, s. Philipp Bockard, Darmstadt, low. Albrecht, Kaiserslautern, low. Wehrm. Karl Fie⸗

Jak, Val. Eiche. Charlottenhof, tot. Musk. Fran:

vermißt. Wehrm mißt. Reservist Franz L

ab, in dem Verwundete liegen sollten, überzeugte mich aber, daß dieselben nicht mehr dalagen. Mittlerweile war es dunkel geworden, und da mein Pferd mehrfach in von Granaten auf⸗ gewühlte Löcher trat, die Schlacht beendet war und auf der Straße große Heeresteile sich vorüberwälzten, suchte und fand ich den Anschluß an meinen Regimentsstab und ritt durch doppelte sich stauende Marschtolonnen mit ihm durch den nächtlichen Wald, in welchem bereits die Sanitätskompagnie die Verwun⸗ deten beim Schein ihrer Laternen aufzusuchen begonnen hatte

II. Die Protze. ö

Um ¼10 Uhr abends langten wir an unserem Biwaksplatz platz an. Zuvor hatten wir unsere Pferde aus einem Draht zu befreien, in welchen sie mehrere Beine verwickelt hatten. Glücklicherweise war's nicht der in Belgien allgemeine Stacheldraht.

Es war eine finstere Nacht. Der Himmel war wolkenver⸗ hangen, ein starter kalter Wind wehte. Wir hatten den Wald durckritten und vor dentselben ein Haserseld bezogen. Lichter und Feuer durften wegen der Nähe des Feindes nicht entzündet werden. Einen matten Schein gewahrte man gen Süden, das vou der auf die abziehenden Franzosen seuernden Artillerie in Brand geschossene Tremblois. Schwaches Infanteriefeuer und einzelne Scküsse waren verschiedentlich noch zu hören, manchmal in, nahen Walde voraus.

Plötzlich gewahre ich einen Insanteristen, der ärztliche Hilfe für auf dem jenseitigen Felde ziemlich weitab gen zu liegende Schwerverwundete unserer Schwesterdivision sucht. Ich erbitte und erhalte die Erlaubnis des Kommandeurs und begleite die beiden Infanteristen(ein zweiter hatte gewartet Die Waffen schußbereit, hie und da einmal die elektrische Taschen⸗ lampe aufleuchten lassend, überschreiten wir das Feld und nähern uns dem jenseitigen Waldrand..

Mittlerweike war auch der zuständige Truppenarzt eingetroffen, weshalb ich mich eben auf den Rückweg begeben wollte, als sich ein Kanonier zu mir gesellte und sich in unverfälschtem sächsi⸗ schen Dialekt an mich wandte.

Er gab an, daß sich ein Verwundeter der Batterie im Walde befand. Ferner sei noch eine Protze mit 2 Pferden und drei ledige Pferde irgendwo vorhanden. Sie wüßten nun nicht, wohin sie sich wenden sollten, sie als Kanoniere tönnten auck mit dem Fahren nicht umgehen.

Mittlerweile zog auf der in unserem Infanterie vorbei, die um Geschütze ohne besondere Bewachung bleiben konnten.

lich machen, damit sie leicht zu finden waren, und ging mit den

Gimbs hein fond chad Gimbsyeimz'stos Scha fehr.

Rücken liegenden Straße Biwak bezog, so daß die

Erst jetzt wurde ich übrigens gewahr, daß das weitausgedehntg Feld von französischen Blindgängern wimmelte. Ich ließ die nok brauchbaren Geschütze durch in die Mündung gesteckte Zweige keunt⸗