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2715 daß sie sich neu aufstellen mußten, obwohl sie günstige 8 0
Verstärtung der türtischen Front bei Erzerum.
Haag, 13. Jan. Wie die„Times“ aus Petersburg be⸗ richten, rücken neue türkische Streitkräfte in der Front zwischen Kars und Erzerum an. Bei Karcurgan dauern die hart⸗ nädigen, blutigen Kämpfe an. Die Türken befinden sich in starlen Stellungen.
Landesvater Poincaré.
Paris, 13. Jan.(WTB. Nichtamtlich) Während Prãsi⸗ t Poincaré in einer Ortschaft in der Nähe von
Dünkirchen den Marineschützen eine Fahne überreichte, überflogen französische Flugzeuge ständig die Ortschast,
um leberraschungen vorzubeugen. Poincars begab sich dar⸗ auf zum Hauptquartier des Generals Foche und sodann u dem Hauptquartier des Generals French, wo er eine * Unterredung mit Freuch und dem Prinzen von Wales hatte und den Kommandeuren der englischen Ar- meetorps, den Generalen Douglas, Haig, Smith und Darrien die Plakette des Großkreuzes der Ehren- 1 überreichte. Nach kurzen Besuchen in Hazebrouf, dem Hauptquartier des Generals Maudhuh fuhr Poincaré nach Arras, welches von allen von den Deut⸗ schen beschossenen Städten eine der am härtesten geprüften ist. Die Viertel in der Nähe des Bahnhofs und des Rat⸗ hauses sind völlig zerstört. Von dem Belfried des Rat⸗ hauses ist nichts 3 übrig geblieben. Ueberall sieht man nur Trümmerhaufen und ungeheure, von den großen deut⸗ schen Granaten verursachte Aushöhlungen. Poincars besich⸗ tigte, von dem Präfekten und Bürgermeister begleitet, welche selbst in der kritischsten Zeit den Ort nicht perlassen wullten, die ganze Stadt. Die noch stehenden Häuser in den weniger betroffenen Orten sind alle verschlossen. Die von Arras nimmt schnell ab; die Mehrzahl ist s Feuerbereichs geflüchtet. Die Beschießung wird fast täglich fortgesetzt. Die ersten Linien der deutschen gräben sind 1500 bis 3000 Meter weit entfernt. In Arras befinden sich noch 3500 Einwohner, zumeist alte Leute. Die Verproviantierung kann trotz der Nähe des Feindes ziemlich gut durchgeführt werden. Poincaré rich⸗ tete Worte der Ermunterung an die Bevölkerung und verließ die Stadt im Automobil. Er bestieg sodann 15 Kilometer hinter Arras einen Eisenbahnzug und traf des Abends in Paris ein.
Der französische Tagesbericht.
Barts, 13. Jan. WT. Nichtamtlich.) Amtlich 3 Uhr : Zwischen dem Meer und der Oise war zeitweilig aussetzende, an einigen Stellen ziemlich heftige Kanonade. Nördlich Soissons wurden sehr bewegte Kämpfe um die 10 Lei geliefert, die wir am 8. und am 10. Jan. 0 rt hatten. Der Feind unternahm am gestrigen Tage mehrere Ossensiwvorstöße, die wir zurückschlugen; wir gewannen neue tgrabenstücke Zwischen Soissons und Reims waren Artilleriekämpse. Unsere schweren Geschütze beschossen wirksam die Batterien und Minenwerser. In der Champagne und im Gebiet von Souain richtete unsere Artillerie ein sehr genaues Feuer auf die gegnerischen Stellungen. Nahe Perthes war eine Feldbefestigung nördlich der Ferme Beausejour der Schauplatz erbitterter Kämpfe. Der Feind konnte einen Schützengraben im Inneren der Besestigung errichten, deren pringen Winkel wir besetzt halten; der Kampf dauert ort. Aus den Argonnen bis zur Maas ist nichts zu melden. Auf den Maashöhen wurden zwei deutsche Angriffe, einer im Walde von Consenvoye, der andere im Walde von Bouchot, ab⸗ * Südöstlich Cirey-sur⸗Vezouse überraschte eine unserer teilungen eine deutsche gnie, die das Dorf Saint⸗ Sauveur plünderte(17) und schlug sie in die Flucht. In den Vogesen und im Elsaß i schlechte Wetter und der Schneesturm dauern an. 11 Uhr abends: Nordöstlich Soi ssons beschoß der Feind während der ganzen Nacht a unsere Stellungen auf dem Perrières⸗ Plateau und den Vorsprung 132. Er unternahm heute, um die letzt⸗ nannte Stelle wieder einzunehmen, einen bedeutenden griff, dessen Ergebnis noch nicht bekannt ist. Kein ande⸗ res beacktenswertes Ereignis ist zu melden.
Schwere Vorwürfe gegen das französische Sanitätswesen.
Paris, 13. Jan.(WTB. Nichtamtlich.) Gustav Her vs greift in der„Guerre Sociale“ die Regierung an und . den Beschluß Joffres und Millerands, der dem
ammerausschuß für das Gesundheitswesen Un⸗ tersuchungen über den Gesundheitszustand in der Armee und das ktionieren des Gesundheitsdienstes verweigere, sei eine Ohr⸗
e für das Parlament, das berechtigt sel, Kontrolle uüben. Gerade der Gesundheitszustand sei fehr schlecht. Der uns * und Millerands, nur dem Vorsitzenden des Ausschusses
n zweiten Ausschußmitgliede die Besichtigung zu 1 beweise, daß die Leitung des Sanitätsdienstes eine Kontrolle fürchte, denn zwei Personen könnten unmöglich ein umfassen⸗
ild gewinnen. Der Ausschuß würde Schönes— 4— wenn er gewisse Ambulanzen besichtigt hätte, wo ansteckende Kranke derart gepflegt würden, daß die Kran egerinnen überall ein wenig sche, Arzneimittel und das allernotwendigste Material zusammenbetteln müßten, damit die Typhuskranken nicht wie Hunde verreckten. Frankreich würde einwilligen, daß Mannschaften der jüngsten Klasse ehrlich durch Feindes len, aber es dürfe und werde nicht zulassen, 18 Jahre alte
in den Kasernen an Lungenentzündung zugrunde
Die Kammer dürfte die Ohrfeige, die der 8 Joffres
Millerands sei, nicht einstecken. Wenn die Deputierten die f nicht mit allen Mitteln zwingen, sie ihre Aufgabe aus⸗ 2 zu lassen, die eben in der Kontrolle des 1 Dienstes
. so werde die Nation die Minister nach riege zu finden wissen.— Aehnlich äußert sich die„Libre Pa⸗ role: Wir verlangen nichts, als weniger Jensur über Dinge, die mit dem Kriege nicht zusammenhängen. Bisher haben wir still⸗
. Adder bine
reien geschaffen ist.* wir nur die bite Kammer haben, unt die Kontrolle fordern zu können, die zu⸗ weilen verweigert wird, so darf man sich nicht wundern, wenn einige das Schweigen, das alle sich auferlegt haben, brechen.
Gegen kirchliche Bestrebungen im französischen Heere.
Genf, 14. Jan. Die Pariser„Fumanits entrüstet darüber, daß einige Soldaten Urlaub erhielten, um die Messe zu hören, und fordert von dem Kriegsminister energische Ma nahmen gegen die von einigen Offizieren betriebene erich Propaganda.
Der Pferdebestand des französischen Heeres.
(WTB.) Berlin, 13. Jan.(Nichtamtlich) Die französi⸗ 0 e Armee hat nach neueren Angaben seit Beginn des Keieges 1 60 Prozent ihres Pferdebestandes verloren.
Die unzuverlässigen Inder.
Konstantinopel, 14. Jan. Aus Aegypten eingetro —— Mitteilungen zufolge sind die indischen 2 weil 7 länder ihren Uebertritt zu dem türkischen Heere befürchten, fast sämtlich nach Frankreich gebracht wor⸗
war der Tag ruhig. Das] Ka
sich] kleiner
Wie die Serben retrutieren.
Sofia, 13. Jan.(18. Nichtamtlich Meldung der „Agence Bulgare“: Am ersten und am zweiten Weih⸗ nachts feiertage sind ber hundert, meist musel mani sche Fa- milten, in Strumig a eingetroffen. Tie Flüchelinge er- zählen, daß alle christlichen und muselmanischen Männer, die mehr oder weniger zum Dienst mit der Waffe geeignet sind, r in die serbische Armee eingereiht wer⸗
Kinder und Greise werden im Verpflegungsdienst verwendet. Tie Steuerbedruckung wird in der unerhörtesten Weise esetzt. Ueberall ist man Zeuge unbeschreiblicher Grausam⸗ keiten.
Lieb' Vaterland
WTB.) Berlin, 14. Jan. VNichtamtlich.) An Bord eines italienischen Dampfers sind laut„Berl. Tagebl! in Genua 200 deutsche Reservisten aus Spanien angekommen. die den Nachstellungen der feindlichen Schiffe glücklich entgangen sind. Die Reservisten wurden von dem deutschen Konsul nach Deutschland weiter befördert.
Beruhigungspillen der„Times“.
Amsterdam, 13. Jan Ueber den deutschen Luftangriff auf Dünkirchen am 11. ds. Mis. melden die„Times“ noch: Es waren 12—15 Flieger, die Bomben warfen. Im ganzen sind 6 Menschen umgekommen. Die„Times“ versuchen die Engländer über den deutschen Flug über den Kanal mit der Bemerkung zu beruhigen: Die Flieger wollten nur etwas sehen.(1)
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Uriegsbriefe aus dem Osten. Von unserem zum Ostheere entsandten Kriegsberichterstatter (Unberechtigter Nachdruck, auch aus zugsweise, verboten.)
Schneetreiben an der Grenze. Armee ⸗Oberkommando 8, den 10. Jan. Tilsit.
Ueber die gefrorene Memel tanzen leichte weiße Flocken, sie fallen einzeln wie schwebende Kirschblütenblätter, die Aussicht ist frei dennoch. Die Landschaft unter dem zarten Geflocke ist stäh⸗ kern. Riesige Eisschollen sind zusammengefroren und bilden eine rissige und wuchtige weite Fläche, ganz fern blauen ein paar Dülgelreihen. Die Brücken über dem Fluß zeigen wie wundervolle schmale Stahlarme gegen den Feind. N
Wir fahren über den schönen Eisenbogen, sehen zur Linken die Eisenbahnbrücke, ein paar Gehöfte weiß überschneit, einen Dorf⸗ krug, weißes, weites Land.. Halt. Wir sind bei der Feldwache. Unsere schweren Fahrpelze fliegen in den Wagen, der für jeden Fall sofort kehrt macht. Unter dem arbeitenden Motor zittert er wie in Erwartung. 4
Die Straße ist durch mächtige Verhaue gesperrt. Man hat neue mächtige Scheunentore über Erdwälle gelegt, Tannen dar⸗ über, die mit Stacheldraht verbunden sind. Wir zwängen uns durch eine Lücke und gehen auf einen kleinen Hügel, auf dessen Abhang eine große zweigeschossige Strohscheune steht. Nun sehen
e Berge deutlich, dunkel, tannenschwer herüber. Die letzten
locken berglitzern auf meinen Händen, es ist ganz klar geworden.
er Offizierdiensttuer, der die Feldwache hält, erklärt die Lage der Russen. Ein paar hundert Meter vor uns sieht ein Bauern⸗ haus aus einer blitzweißen Baumgruppe. Da liegt eine russische Patrouille von neun Mann, dort ein wenig weiter rechts in dem großen Gehöft liegen auch wohl zehn Mann, da wo die Hügel steigen, steht russische Artillerie. Nicht viel. Dort sind auch ihre Hauptkräfte. 3 2.
„Wie war es am russischen ersten Feiertag?“ 5
„Die Russen haben ziemlich sinnlos in die Gegend gestreut mit ihrer Artillerie, nach Rageit zu. Sie wollten wohl 3 daß sie wachsam wären, sonst wars ruhig.“
9 Land liegt still in tiesem Schnee, fern kräuselt Rauch aus einem Gehöft. Die Russen kochen Mittag..
Die Feldwache wird in zehn Minuten abgelöst, wir gehen zurück, um unsere Hauptstellungen zu sehen.
Wir rutschen die vereisten Wege entlang— ich benutze die Methode, die ich einmal als Bube bei steilen vereisten Abhängen als nützlich erprobt habe— und kommen in die Schützengräben. Es sind die sa ubersten, die ich bisher gesehen habe. Sie sind unter Aufsicht des liebenswürdigen Pionieroffiziers gebaut, der meinen meraden und mich zu den Stellungen begleitet.
Richtige kleine Zimmer. Die Wände mit Zeitungsbildern und Ausschnitten aus Zeitschriften tapeziert, ein kleiner Tisch in der Mitte, ein Ofen, eine Lampe, bitte richtige Lampe. Die Decke hat man gegen die Hitze geschützt, indem man eine alte Heringsdose als Wärmefänger über dem Lampenstand angebracht hat. Die Truppe, die hier liegt, hat ihren Ersatz hauptsächlich aus Berlin, so daß es mich gar nicht erstaunt, wie mir ein Musketier sagt: „Wissen se, Herr Leutnant,“— das soll ich sein—„allens jut und jrün, aber ne Weiße, sone richtige Weiße mit Himmbeer“ jibt's in janz Ostpreußen nich. Zu komisches Land.“
Ich kann leider die Sorgen des Mannes nicht lange trösten, denn er muß eiligst zur Schmalz verteilung.
„Und jrade det Schmalz hier is wieda ausjezeichnet,“ wie er mir noch schnell versichert.
Man hat einen Raum geradezu als Lagerraum eingerichtet für Schanzzeug, Decken und Kohlen. Ein„Schlafsaal“ für zwanzig Mann ist auch vorhanden. 7
Es ist ohne Uebertreibunng anzunehmen, daß es viele der Leute nicht so 5 zu Hause haben wie hier im S raben. Freilich ist die Stadt Tilsit nahe im Rücken und kann vieles her⸗ geben, und freilich ist Ruhe an der Front. Nicht nur hier.
Ich bin in diesen min von unserem äußersten linken ügel in Ostpreußen bis zur äußersten rechten Spitze, die nach olen hinübergreift, vorn in den Schützengraben und bei den Feld⸗ wachen ge g auf den Punkt bei Mlawa, wo ein Angriff einsetzte, war überall die gleiche Ruhe oder die kleine Aktion um ein Gehöft, ein Dorf vielleicht, eine Aktion, deren Ende die Russen niemals abwarteten. Leichtes Tauwetter wechselte nrit leichtem . 2 mit Landregen, das war im Grunde der einzi
el. e ich schon neulich schrieb, die Russen haben nicht so anz unrecht, von der Ostpreußen zu sprechen. Wenn Ma-
ren voll von A d hen von Drahthindernissen ist. die Gegend um sicher kaum nach, und das Schußfeld über
2 die eisglatten e n ist 4 schlechter als über die
Seenplatte, wie ich mich im — konnte. Ich sah von der Schi
f W eher mit einem gewissen Wohlwollen für uns. f irre u. Wir fahren die vereiste Landstruße zurück zum A. O. K. 8 Die Schneekette am Hinterrad klirrt und bellt wie ein Kettenhund, der sich losreißen will. Immer lauter wird das hohe Klaffen. Ein e Ruck, wir schleudern, und dann fast gleichzeitig der kleine istolenschuß des Gummireifens, aus dem die Luft entweicht. Eine ppelpanne. Der Chauffeur arbeitet Ich gehe auf der dunklen schmalen Landstraße, die rechts und links von Schneewäslen ein⸗ 7— ist. Nach einiger Zeit bin ich aus dem starken Licht der
gro Scheinwerfer, die mur noch wie kleine, gefallene Sterne auf dem Wege leuchten. Ab und zu fährt ein itten vorbei, zuweilen trabt ein Kavallerist vorüber. Der gefrorene Boden knirscht bei jedem Schritt, ich gehe schneller auf der Straße von Tilsit nach Skaisgirren.. Frieden zu Tilsit. Tilsit war neu⸗ tral, Ein Drittel bezogen die Russen, ein Drittel die Franzosen, ein Drittel die Preußen. Napoleon nahm von der Königin mit den wunderschönen Augen und dem deutschen Herzen die Rose, und er nahm Magdeburg trotzdem. Und der Zar war groß in Gesten und Worten und klein in dem, was er tat Schon von damals blieb eine 8 die nicht bezahlt wurde. Wir haben so viel vertraut Ich wandte um. Der Wind von der Grenze schnitt in mein Gesicht,
den. e Hotels in Kairo und Alexandrien sind in Kranken- häuser zur Aufnahme Verwundeter umgewandelt worden.
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es war wie eine Erlösung, ihn zu fühlen. Er war hart und man
ich gegen ihn legen, wenn man vorwärts wollte, auf der r WN Alsit. ö Beim A. O. K. 8
Die ostpreußische Stadt, in der das A O. K. liegt. ist ein paar Tagen auch von den Schlittenglocken durchtlingelt. Schner will zuweilen schmelzen, aber gegen Abend setzt wirder leichter Frost ein und die Schlitten können weitertufen. In ersten Tagen, als der dichte Schnee fiel. war es so heimlich und lautlos in den Straßen, so zutraulich. daß man überall freundliche Gesichter sad. Große Scharen von rufsischen Gesangenen schaufelten und kehrten die weißen Berge zusammen unter Bedeckung von Landsturmleuten und unter dem Kommando ihrer eigenen Unteroffiziere. Die Einwohner freuten—— zGaste“ vom Herbst so nützlich zu sehen. Vielleicht konnte r Russe Wiedersehen feiern. Es war ordentlich lustig. 5 dem A. O. K. grinste freundlich, wenn er salutierte, und der Feldpostbriefträger, der mir regelmäßig meine Vakete und„ dungen bringt, sagte: „Nun sind wir fünf Monate zusammen— aber wann kommen wir wieder ein bißchen nach Rußland?“ z 5
Da lam mit der Schmee gar nicht mehr so lustig vor und ich fand, daß der Mann vollkommen recht hatte. 1 Die Arbeit der 8. Armee ist eintönig, schwer eintönig, und hier an ihrem Herzen oder ihrem Kopf merkt man das am stärk⸗ sten. Es ist eine in vielem schwerere Pflicht, bier Tag für Ta den gleichen Dienst zu leisten, als wenn Bewegung und Marsch höhere Anforderung vielleicht, aber auch böhere Freude. Glu des siegreichen Tages bringen. Das sieht man den Otleren nicht leicht an, natürlich,— Dienst ist Dienst,— muß es mit ihnen aber mitfühlen, der man das gleiche in seiner Aufgabe durchmacht.
Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.
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Aus Stadt und Cane Gießen, 14. Januar 1915.
Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den N
Musk. Karl Schnert, Inf.⸗Regt. 117 aus Offenbach.— Feldwebel Mar Dauernheim, Res.⸗Inf.-⸗Regt. 87 aus bach a. M.— Res. Jak. Lutz, Inf.⸗Regt. 115 aus Darm Lt. d. Res. Dipl.-Ing Gustav von Münster mann, Res.⸗Inf⸗ Regt. 19 aus Darmstadt.— Hauptm. Ernst Schmidt. Res.⸗ Inf.-Regt. 231 aus Weilburg.— Landwehrm Friedrich Habich aus Laubus⸗Eschbach. 3 Ludwig Lorenz Wiegand, 1. Garde-Res.-Regt. aus Alsfeld.— Landwehrm. Georg Rich t⸗ berg, Res.⸗Inf.⸗Regt 80 aus Billertshausen.— Gefreiter Theod. Gerlach, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116 aus Stockheim.— Hardist stud. phil. Carl Deesen, Inf.⸗Regt. 115 aus Wetzlar.— Oberanwärter d. Ref der Marine Albert Heffter aus Wetzlar.— Landwehrm. Karl Schmidt, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116 aus Nösberts.— Ja d. R. Wilhelm Müller aus Battenberg.— Oberl. d.. I Ruhl, Landw.⸗Regt. 110 aus Hersfeld.— Res. Leon ⸗ * Herget, Inf.⸗Regt. 115 aus Darmstadt.— Musk. Heinr. Hamm, Res.⸗Inf.⸗Regk. 222 aus Gräfenhausen.— Ers.⸗Res. Emil Mann, Inf.⸗Regt. 99 aus Rodheim v. d. H.— Res. Otto Helnecke, Inf.-Regt. 118 aus Worms.
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* Vom Saatenstand. Die noch vor weingen Wochen gehegten Befürchtungen, daß die Winter saaten stellenweise infolge des- Schnecken⸗ und Mäusefraßes Schaden gelitten, haben sich glücklicherweise nicht bestätigt, im Gegenteil, der heutige Stand berechtigt zu den schönsten Hoffnungen und ist 22 zeichnet. Wenn wir, was wir nicht hoffen wollen, keine Miß⸗ ernte bekommen, können wir mit Ruhe der Zukunft entgegen schauen. Infolge der bisherigen günstigen Witterung war es unseren Landwirten auch möglich, ihre Stoppelfelder umzuackern, was auch von ganz wesentlicher Tragweite ist.
* Kriegspersonglien der mittleren fal beamten Hessens. Auf dem Felde der Ehre sind gefallen: Gerichtsschreiberaspirant Heinr. Strack, Ossizter⸗Stellvertreter, aus Rhein⸗Dürkheim, Gerichtsschreiberaspirant Gänther, Unter⸗ 1 d. R. aus Darmstadt, Akt.⸗Assistent Keller, Unteroffizier d. L., aus Darmstadt und Lerichtes hrelberasptrunt Stauder, Vizefeldwebel d. L., aus Nieder-Olm. Das Eiserne erhielten: Gerichtsschreiberasp. Hermann Rothermel aus Wald. Michelbach(1. und 2. Kl., außerdem hess. Tapferkeitsmedaille) unter Beförderung zum mpagnieführer, Gerichtsschreiberasp. Gerhard, Vizeseldwebel d. N. aus Darmstadt auch Tapferkeitsmedaille), Gerichtsschreiberasp. Walther, Ungeroff. d. L., aus Wald-Michelbach, Gerichtsschreiberasp Kredel von Darmstadt und Gerichtsschreiberasp. Wal deck aus Nidda.— Ge- richtsschreiberasp. Friedr. Schmalz aus Gießen wurde zum Leutnant d. Res. befördert.
* Der Hess. Jagdklub hat kürzlich beim Großh. Ministerium den 1 gestellt, man möchte die Gemein- den, deren demnächst ablaufende Jagden von im Felde Stehenden gepachtet sind, ermächtigen, die Pacht um ein event. um zwei Jahre zu verlängern, damit die Jagden nicht zur Neuverpachtung kommen, während die jetzigen Pächter vor dem Feinde stehen. Diesem Antrag hat
as Ministerium entsprochen mit der Bestimmung, daß in
ällen dieser Art die Verlängerung auf dem Wege der frei-
digen Vergebung erfolgen könne, deren Genehmigung durch die 2 erfolgen werde. Das 2 Ministerium hat dabei betont, daß außer den Gründen der Billigkeit enüber den Pächtern, auch sehr beg che Interessen der Gemeinden dafür sprechen, im jetzigen 15 blick die Gemeindejagden nicht dem Risiko einer öffent⸗ lichen Versteigerung auszusetzen.
Weihnachtsspende des Deutschen Flotten vereins. Der vom Deutschen n erlassene Aufruf zur Spende von Weihnachtsgaben für die Mannschasten der Kaiserlichen Marine hat in allen deutschen Gauen freudigen Wider⸗ hall gefunden. Auch die Mitglieder und Freunde des Hessischen Landesverbandes 3 und reichlich dazu beigetragen, unserer tüchtigen Seewehr die Weihnachtstage in schwerer Zeit zu verschönen. Gesgesamt wurden 11855 Mark von den sischen Oruppen gesammelt, darunter 5801 Mark von der Kreisgruppe Darmstadt. Dazu kam die stattliche Fülle nützlicher Gegenstände und willkommener Stärkungsmittel. Dank dieser Gebefreudigkeit konnte man nicht nur der 788 Mann starken Besaßung des Linien⸗ schiffs„Dessen“ den Weihnachtstlich reichlich decken, 2 auch andere Schisse, die weder Patensend noch Patenstadt haben, tonnten mit Gaben bedacht werden. 29 große Kiston nahm die „Dessen“ in Empfang, 7 große Kisten kamen in Wilhelmshaven auf andere Schisse, und ein Betrag von 3900 Mark fand durch versönliche Vermittlung des Großadmirals von Köster die zweck⸗ —— Verwendung. Die Restsumme wird demnächst zu weiteren Liebesgaben verwandt. Der Hessische Landesverband des Deutschen Flottenvereins dankt allen Gebern herzlich.
Vom Postscheckverkehr. Im Reichspostgebtet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende De⸗ zember 1914 auf 103 068 gestiegen.(Zugang im Monat Te⸗ zember 709). Auf diesen Postscheckkonten wu im Dezember 1914 gebucht 1866 Millionen Mark Gutschristen und 1863 Milltonen Mark Lastschristen. Bargeldlos wurden 2005 Millionen Mark des Um⸗ satzes beglichen. Das Gesamtguthaben der Kontoinhaber betrug im Dezember 1914 durchschnittlich 257,5 Millionen Mart.
Auszeichnung. Dem Feldunterarzt Willi Buchacker, Fg 175 Nr.. 5 3 1 das e e Sani„Kreuz verlie er bereits in Frankreich das Eiserne Kreuz erhalten hat. * Der Konzert⸗Verein schreibt uns: Als vor zwei . das bereits angekündigte Konzert der Königl. Bayer. mmersängerin Hermine Bosett b infolge plötzlicher Erkrankung der Künstlerin in letzter Stunde abgesagt werden mußte, bezeichnete der damalige Kritiker diesen Ausfall als einen unleidlichen icht
auf einen ganz bervorragenden künstlerischen Genuß, der nur 22 1 ein neues Engagement gutzumachen sei. Die rtleitung ist
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