Ausgabe 
(2.1.1915) 1. Zweites Blatt
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3. 5 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

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5

Tasche zieht, empfinden

Spie der Pol

u das Oberelsaß begonnen

sweites Blatt

DieGSietzener Familienblätter werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Mreis Gießen zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit⸗

fragen erscheinen monatlich zweimal.

uriegsbriefe aus dem Westen.

Von unserm Kriegsberichterstatter. (unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Am Fuße der Südvogesen.

Mülhausen, in den Weihnachtstagen 1914.

Und wenn es schon nicht Christkindszeit wäre, hier, wo ich jetzt sitze, muß es mtir der Leser nachsichtig zu gute halten, wenn ich von einigen Dingen rede, die mich selbst mehr angehen als den Zeitungsbericht, und wenn ich mir hier draußen einen Lichter⸗ baum mit erinnerungen aufputze. a Denn hier in diesem Lande zwischen Rhein und Vogesen, nach dessen Wiederbesitz sich die Franzosen fast anderthalb Menschen⸗ alter heiser geschrien und in dessen liebliche Täler sie jetzt sinn⸗

los die Kriegsgreuel hineingeschleudert haben hier bin ich zu

Hause. Darum verweben sich, wo ich weile und wandere, unent⸗ rinnbar auf mich eindrängende Er, nnerungen mit den gegenwär⸗ tigen Eindrücken. f 5 l Ich saß gestern, um eine Stunde mit meinen Gedanken allein zu sein, in einem Gasthause an der Wildenmannstraße, wo sonst nur die Altmülhauser ihren Schoppen trinken; da trat ein Mann ein, dessen Gesicht mich unbewußt stets begleitet hat, obgleich ich seit wer weiß wann nicht mehr an ihn gedacht habe. Auch er erkannte mich, strahlend vor Freude, sofort wieder, als ob es erst gestern und nicht schon mehr als zwanzig Jahre her ge⸗ wesen sei, wo wir uns als kurzbehoste Lyceaner letzten Male auf den alten Wällen der Zitadelle oder auf er Eisbahn des Feuerwehrübungsplatzes in Straßburg ge⸗ sprochen hatten. Er steht jetzt, mit schwerer Verantwortung in großer Zeit betraut, an der Spitze der Zivilverwaltung eines loberelsässischen Kreises. Eine Zeitungsnachricht, die er aus der wir beide als eine Schmach für uns. Denn der Dr. Georges Weill, der landesverräterische Reichstagsabgeord⸗ nete, dessen französisch⸗deutsche Wahlaufrufe ich vorgestern noch an den Mauern einer Moselvorstadt von Metz habe hängen sehen, war ein Mitschüler von uns. Aber fünf andere von unseren Mitschülern haben schon ihr Leben für das Vaterland gelassen, einer in Polen, einer an der Mer, zwei, die hier draußen zwischen Illzach und der Napoleons insel in den bereiften Heldengräbern schlum⸗ wern; und noch einer, der liebe offene Junge, der mich wenige Tage vor seiner letzten Ausreise in Berlin besucht hat, ist an der n in Togo gefallen, als die englischen Räuber in die Kolonie einbrachen. Man soll die Toten noch nicht zählen und die Klage um das edle vergossene Blut aufsparen bis nach dem end Siege. Aber in diesen Tagen darf heimlich an den verwaisten amenbüumen ihrer Familien eine stille Freun⸗ deszähre glitzern. Wir danken es ihnen, die wir dem Vaterlands und unserer umkämpften Heimat nach unserem Können und Ver⸗ mögen 8 leisten, daß ihr Blut den Namen des Dr. Weill, den das ganze Land und zumal seine Parteigenossen als . Schande empfinden, tausendfach und abertausendfach wiegt. 1

der Ge

*

nach Muilhausen traf ich eine junge Malerin, mit Auszeichnung genannt wurde, als die

. dann der Eidgenossenschaft angeschlossene Be⸗ herrscherin der Textilindustrie zum Anschlusse an Frankreich ge⸗ zwungen wurde. Die ihrer Kunst strahlen jenfeits des Rhein, und sie klagte darüber i

der ganze Spuk eigentlich sie dann schon weder weg. l 5 Eben blinkten die Schneefelder der Hochvogesen im Morgen⸗ sonnenschein auf. Man erkannte deutlich die lan über die 2 5

spuren fran⸗

gelnden Flächen ogenen Linien der Schne

ösischer miller Wir sind auf der Wacht! nennen die Franzosen das auf ihren vathetischen Ansichtskarten, die sie beim Kriegsausbruche im Oberelsaß zu verteilen versucht haben.Die da oben jetzt recht kalte Füße bekommen und wohl be⸗ dauern, daß sie aus lauter Demonstration den schändlichen⸗ Einbruch

haben, sagte trocken die Mülhauferin.

Als der deutsch⸗französische Krieg von 1870 ausbrach, weilte 5

Nies mit

2 Maderanertal. Er hatte sich

3 1 0 1. zu trösten,5 Abhandiun 8 dionysi eltanschauung. Frau Eli⸗ 8 die eue Oüterin uud, Pflegerin des

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dann den Fern Miner Gamer eie enen Wu. Wes age von ier uWag⸗ ne aug Meg zurzeit ihrer chaft, dasDer neue Me des gleichen Verlages schon jetzt veröffentlicht, wie N dazu bac als Sant itsftkiwilftger ins Feld zu ziehen.

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lich einige Kano läge unterbrachenWas ist los? rief die von allen Salln 2 Soirmergäste Der Pen⸗

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würdest du jetzt tun, Lisbeth, wenn du 2 2 3 55 der rig, käme au i iaber du, Fritz!! ich hngt* sezte mir min auseinander, den Versuch

So reiste 1 5 Basel Firrück, in er Gesuch

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kenpflegerdienste. Am 12. bahe duc r r b . wo na um si 5* Sie wurden auch von dem Verein 0 angenommen. und Nietzsche ging nach der Aus⸗

165. Jahrgang

Gießener Anzeiger

General⸗Anzeiger für Oberhessen

Samstag, 2. Januar 1015

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

Schristleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul-

straße 7. Geschäftsstelle u. Verlag: e 5l, Schrist⸗

leitung: S 12. Adresse ür Trahtnachrichten: Anzeiger Gießen.

Der erbetene Urlaub wurde f

Dann saß ich unterm Christbaum in einer Landsturmmänner, sämtlich Elsässer und ens und fast 1 Sprache, wurden en von ihren Offizieren und von vielen Seelen im weiten Reiche beschenkt. Jeder hatte seinen Weihnachtsteller, auf dem außer Ge⸗ päck und ein paar nützlichen Gegenständen nirgends die kurze Pfeife und das grüne PäckchenBurrus Tabak fehlten. Oben am Eische hatte eine Reihe

Mülhauser Kaserne. Badener, verwandten We⸗ von der Stadt Mülhau⸗

6 von Offizieren, auch Gäste von anderen Regimentern, Platz genommen, darunter viele elsässische Reserve⸗ Iffiziere. Und neben einem Major, dessen Name in den Kreis der Goetheschen Geistesverwandten gehört, wie der des verstorbenen Hüters der französischen Ueberlieserungen Scheurer-Kestner, der ein Altmülhauser rogramm bedeutet hatte, saß als Vertreter des Geistesadels dieses Landes ein junger Stoeber, ein Urenkel Ehren⸗ frieds, des treuen Walters deutschen Wesens unter französischer Herrschaft. Und er lachte breit über sein frisches Alemannengesicht, wenn ihn die Kameraden damit neckten, daß irgendwer einmal in eine deutsche Zeitung geschrieben hat, selbst die Enkel der Stoe⸗ ber seien heute gefährlicheWelschlinge Am folgenden Tage war ich in Lutterbach im Kreise von In⸗ dustriearbeitern und arbeiterinnen. Sie erzählten davon, wie viel elsässisches Blut, auch das harmloser Einwohner, der Einbruch der Franzosen gekostet hatte. Was wird aus uns werden, wenn die Spindeln und Webstühle der Fabriken weiter still stehen? Was wollen denn die Franzosen hier? Nur damit sie sich in den Pariser Zeitungen groß machen können, daß sie ein Eck von Elsaß besetzt aben, hindern sie uns an unserer Arbeit und verwüsten unsere örfer und Städte. Das ist die Liebe der Franzosen für die Elsässer Und eine lebhafte Arbeiterin fügte hinzu:Wärde die

Kaiwe Franzose gebliwwe, wo d'r Pfeffer wächst. Es hätt sie nieme in's Elsaß g'rüefe!

Das sind die Stimmen der Jugend, der die Zukunft gehört, die Stimmen der Verständigen, welche die Folgen des Krieges am Brotkorb spüren, die Stemmen derer, die sich darüber klar ge⸗ worden sind, was der Anschluß an das Deutsche Reich für die elsässische Industrie bedeutet hat.

(Schluß folgt.)

Berlustliste.

Infanterie⸗RegimentKaiser Wilhelm Nr. 116, Gießen. II. Bataillon.

5. Kompagnie: Wehrm. Heinrich Körbächer, Odenhausen, Gießen, verw. 27. 9. 14. Krgsfr. Karl Schäfer, Gießen, durch Unfall leicht verletzt.

Berichtigung früherer Angaben.

5. Kompagnie: Einj.⸗Freiw. Unteroff. Karl Hahn, N. Florstadt, bis verw, tot. Einj.⸗Freiw. Ernst Karl Eibach, Büdingen, bish. verm., versprengt zum Res.⸗Inf.⸗Regt. 88. Gefr. Richard Hedrich, Eibelshausen, bish. verm., verw. Gefr. d. R. Wilhelm Pabst, Bobenhausen, bish. verm., tot. Gefr. d. R. Hermann Roth, Nieder⸗Ohmen, bish. verw., gestorben. Gefr. Johann Bapftist Rauch, Diedelshausen, bish. verw., gestorben. T. Res. Georg Klee, Altenburg, Alsfeld, bish. verm., tot. Kriegsfreiw Ernst Bender, 2 bish. verw., in Gefangen⸗ schaft. Res. Hermann Rock, Queckborn, Gießen, bish. verw., tot. Musk. Johann Adam Faust II., Münster, bish. verw., tot. Musk. Lev Gnittre(Gaitre), Wangenburg, Grimm, Fellerdill

. 7 5 5 n* 1* Solms⸗ Sdorf, verm., tot. Res. wi t in se dis. verm., tot. Res. Konrad Fiedler, Lauter l 15

Karl Knieriem, Danterode, bish. vermi, Ref, Hermann Olbrich, Dernholzhausen, bish. vermißt, gestorben.

ge⸗ Musk. Rudolf Becker II., Dexbach, bish. berwundet,

gestorben. Musk. Georg Wörle, Reinheim, bish. verwundet, gestorben. Res. Heinrich Bedenbender, Fellerdilln, bisher verw., gestorben. Res. Wilhelm Hartung, Düsseldorf, bisher vermißt, z. Tr. zur. Res. Heinrich Weigel, Garbenteich, bish. peemißt, verwundet. Res, Heinrich Weitzel, Stumpertenrod, bish. verw., verm. Musk. HeinriHolsheim, bisher

bildung als Führer 1 schauplatz. Es wurden ihm dabei größere Summen anvertraut

nehmen. Nietzsche hat beim Anblick der Verwundeten schwer gelitten. Und doch blieb sein Geist trotz der großen seelischen Erschütterung auch anderen Eindrücken zugängig, hat er doch

8 2* 5.. voll⸗ ig einer Rasse, die siegen, oder unter⸗ will. Damals hätte er zuerst aufs tiefste empfunden, daß

zum Leben nicht in einem küm⸗ ein zum Ausbruch kommt, sondern als e zur Macht und Uebermacht.

ihtheritis. Daß ich es in diesen Pestdünsten aushielt, selbst zu

afen und zu essen vermochte, erscheint mir jetzt wie ein Zauber⸗ werk. Kaum aber hatte ich meinen Transport an ein Karlsruher Lazarett eingeliefert, stellten sich auch bei mir ernstliche Zeichen von Unmohlsein ein. Mit Mühe kam ich nach Erlangen, um 2 7 1 5 1 Beri 1 zu 5 85 Dann egte ich mich zu und liege bis jetzt. Ein tüchtiger Arzt er⸗ kannte als mein Leiden* sehr starke Ruhr und sodann Rachendiphtheritis. Wir aber sind mit der größten Energie gegen beide ansteckende Uebel vorgegangen, und es ist heute gute Hoff⸗ zu melden. Ueber die deutschen Siege möchte ich kein Wort das sind Fenerzeichen an der Wand, allen Völkern ver⸗

* Freiwerdende Autoren. Am 1. Januar 1915 wer⸗ den die Werke derjeni

igen Dichter und Komponisten frei, die im Jahre 1884 gestorben

nung sagen: tändl

find. Es finden sich darunter drei bis vier

heim, bisher vermißt, verw. Musk. Heinrich Schaub, Mühl⸗ heim, bish vermißt, verw. Gefr. Franz Hoffterheide, Buer⸗ Bülse, bisher vermißt, versprengt zum Res.⸗Inf.⸗Regt. Nr. 88. Res, Wilhelm Port, Ruppertsburg, bish. verm., verw. Musk. Wilh. Kraft, Gießen, bish. verm., verw. Res. Alfred Müller, Lang⸗Göns, bish. vermißt, verw. und gestorben.

Musk. Joseph Meyer, Wennemen, bish. verw., gestorben. Res. Wilhelm Stock, Plettenberg, bish. verm., tot. Res,

Wilhelm Lein, Ruppertsburg, bish. verm., zur Tr. zur. Musk. Karl Haxres, Romrod, Alsfeld, bish. verm., im Laz. Musk. August Schulze, Schönebeck, bish. verm., zur Tr. zur. Res. Friedrich Köhler, in Freiensteinau, bish. verw., gestorben. Res. Karl Karle, Grof⸗Felda, bish. verm., verw. Wehrm⸗ Heinrich Stumpf, Maulbach, bish. verm., verw.

6. Kompagnie: Ltn. Hans Haagner, Nürnberg, bisher verwundet, gestorben Clermont-Ferrand 26. 9. 14. Res. Lud⸗ wig Bamberger, Muschenheim, bish. verw., gestorben 6. 9. 14. Musk. Adolf Dreifuß, Heßloch, bish. verw., gestorben Kriegsl. Vouziers 18. 9. 14. Musk. August Riedel, Heinrichsdorf, hish. verw., gestorben Gießen 6. 10. 14. W Julius Weinberg, Gersfeld, bish. verw. gestorben 15. 11. 14. Musk Heinrich Launspach, Beuren, bisher verwundet, gestorben 2. 11. 14 beerdigt Charleroi⸗Süd.

Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinde. Sonntag nach Neujahr, den 3. Januar Gottesdienst. In der Stadtlirche. Vormittags uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr Pfarrer D. Schl osser. Dienstag den 5. Januar, nachmittags 3 Uhr, im Matthäus⸗ saal: Frauenmissionsvereim. Mittwoch, den 6. Januar, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde. In der Johanneskirche. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Aussel d. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. Abends 5 Uhr: Pfarrassistent Hoffmann. Abends Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Johannessaal. 5 Mittwoch, den 6. Januar, abends 8 Uhr: Kriegs betstunde. Pfarrer Aus feld. Freitag, den 8. Januar, abends ¼6 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde. Nächstkünstigen Sonntag, den 10. Januar, wird das Landes. missions sest geseiert. Tabei wird nach allen Gottesdiensten eine Kollekte sür die Heidenmission erhoben werden. Samsta

Nachmitto zur beil. Beichte. Sonntag, den 3. Januar, Sonntag nach Neujahr: Vormittags von Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. 7 um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. 5 um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. 2 um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachmitags um Uhr: Jungfrauen-Kongregation. Nachmittags um Uhr: Predigt: darauf Andacht. Donnerstag, Freitag und Samstag, vormittags Uhr, ist Segensmesse. 5 1 Donnerstag und Freitag, abends um Uhr, ist Predigt und indacht. Donnerstag und Freitag, abends um 5 und 8 Uhr, ist Beicht; gelegenheit.

Katholische Gemeinde. 8 Gottesdienst.

g, den 2. Januar:

um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gele senheit

Diaspora⸗Gottesdienst. In Laubach um 10 Uhr. In Lich um 9 Uhr.

bekannte Namen. Da ist zunächst Emanuel Geibel, von dessen Bühnenwerken man zwar bei der kommenden Tantismenfreiheit kaum Nutzen ziehen wird, dessen Lyrik aber in der Gegenwart wieder 92 Leben gewonnen hat. Dagegen wird die Tantismenfreiheit vielleicht Heinrich Laube mieder zu einigen Aufführungen brin⸗ en, der auch zu den Toten des 872 1884 gehört. Mindestens eineKarlsschüler dürften da und dort hervorgezogen werden. Eine wirkliche Wiedererweckung ist aber für den böhmischen Opern⸗ komponisten Friedrich Smetana zu erwarten. SeineVer⸗ kaufte Braut ist ja 5 bisher viel gegeben worden. Schließlich wird auch Karl August Görner tantiemenfrei, der Autor der vielgespielten KinderweihnachtsmärchenAschenbrödel,Schnee⸗ wittchen!,Dornröschen, l. usw. Es war von jeher für die Direktoren eineGoldgrube und wird es nun erst recht sein. 0*

Ein Soldatengrab. Von A. Etmer. Tief im Argonnenwalde Liegt ein Soldatengrab, Darauf ein Tannenbäumchen Senkt das Gezweig herab.

Ein hölzern' Kreuzlein meldet Den Namen nur und Stand Des, der den Tod gefundev Jürs deutsche Vaterland.

Die Kameraden brachten Noch einen Kranz herbei; Auf daß die Ruhesicktte Nicht gar so schmuctlos sei.

Drauf zogen sie von dannen Ins feindliche Revier.

Doch süßer Himmelsfriede

Unifängt den Grenadier.

Und wenn die Abendschatten Sich senken auf die Flur, Und friedliche Stille Herrscht rings in der Natur:

Dann singt ein kleines Vöglein Gar zart sein Schlummerlied, Indes die Abendsonne

Am Horizont verglüht.

Und durch das Tannenbäumchen Rauscht es wie Harsenton: Dein Weihnachten ist drob

Sei froh, du Erdensohn! *. B