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Frage: Dann müßte es aber doch auch Momente geben, welche für sie belastend sind? " N i

Antwort: Sicher. Tausende von Zeitungen behaupten, daß die Engländer recht hätten; grüne Jungen beschwören es. Viele Leute kennen andere Leutch die wieder von anderen Leuten gehört haben, daß sie Leute kennen, welche ihrerseits Leute kennen, di« deutsche Grausamkeiten miterlebt hätten.

Die Tatsache, daß jede Geschichte irgend einer Grausamkeit, die ein feindlicher Schreiber in seinem Gedächtnis oder in Erzäh­lungen aus barbarischen Gegenden und Zeiten ausgegraben hat, auf die Deutschen übertragen wurde, sollte uns stutzig machen.

Ich gebe einige klassische Beispiele solcher Berichte. Ta hört nran von alten Leuten, die an den Händen aufgehängt wurden, während ein langsames Feuer unter ihren Füßen brannte. Von Kindern, welchen die Hände abgeschnitten wurden, von Frauen, denen man in brutalster Weise den Säugling von der Brust riß. Und diese Roheiten sollen deutsche Soldaten begangen haben, Menschen derselben Art, wie Ihr sie täglich zu Hunderten in Euren deutsch-amerikanischeir. Mitbürgern vor Augen habt. Aber das alles muß wahr sein, iveil die Zeitungen es sagen. WoUt Ihr einen jveiteren Beweis, so nehmt das Zeugnis von fünf bedeutenden amerikanischen Journalisten, die behaupten, daß sie in Wahrheit auf den Schlachtfeldern nie dergleichen Ungeheuer­lichkeiten begegnet wären. Nehmt das Zeugnis von hunderten zurückgekehrter Anrerikaner, von Mrs. Benjamin Harrison, von Universitätsprosessvren und derartigen Leuten über die Zucht und den Geist des deutschen Heeres: dann achtet aus die Wider­legung jeder solchen Geschichte, die selbst in unfern antideutschen Zeitungen wurde. Achtet auf die wiederholten deutschen Protest« und versäumt nicht, auch die erblichen Möglichkeiten und den gesunden Menschenverstand zu Rate zu ziehen. Man sollte sich in die Geschichte der WaUonen, der Engländer und Russen ver­tiefen und damit die Geschichte der Deutschen vergleichen. Man sollte vielleicht auch auf di« Warnungen von Engländern hören wie Lord Roberts, Lord Gladstone, Salburne und Jerome St. Jerome, daß die Erzählungen von deutscher Grausamkeit aller Wahrscheinlichkeit nach falsch und verlogen seien.

Frage: Ist es denn wahr, daß die Deutschen Dum-Duni- Keschosse gebrauchen und die Verbündeten nicht?

Antwort: Das ist köstlich. Die Berichte der Verbündeten erzählen von außerordentlich reinen, kleinen Wunden, welche die deutschen Stugeln verursacht haben und daraus schlichen sre aus explodierende Geschosse. Tie Deutschen dagegen haben keinen an­deren Beweis für das Borkonrmen von Tum-Dum-Geschossen ber ihren Feinden, als daß sie bei Gefangenen und Toten der Ver­bündeten eine Menge Dum-Dum-Gcschosse vorfanden. Und bei ihren eigenen Verwundeten haben sie als Beweis den Anblick solcher Wunden, wie sie nach Feststellung eines amerikanischen Journalisten durch Airwcndung von Jagdgewehren entstehen, Ivie man sie unter anderem zum Niederschichen wilder Tier« gebraucht.

Frage: Aber unrecht ist es doch von den Deutschen, daß sie Minen ins offene Meer streuen?

Antwort: Ja, freilich. Es nützt dabei nichts, daß die Deutschen behaupten, sie hätten derartiges nicht getan. Die Eng­länder behaupten, die Deutschen inüßten die Minen gestreut haben, weil die englische Fischerflotte wochenlang über die Nordsee fuhr, ohne auf eine Mine zu stoßen.

Andererseits soll die Geschichte, daß deutsche Kriegsschiffe 15 englische Fischerboote kaperten nach englischer Ansicht durch­aus unwahr sein. Minen müssen aus dem Meere misqetaucht sein, um diese englischen Boote in deutsche Häfen zu bugsieren.

Natürlich! Denn wären die beiden englischen Kreuzer, welche zuerst sanken, durch Unterseeboot oder Torpedo zerstört, so hätte England kein Recht, über deutsche Barbaren zu schinipfen l

vermischtes.

* Das Ktnderlvielzeug auf dem Weltmarkt. Der Wert der aui der gesamten Erde hergeüellten Kinderspielmaren labt sich jetzt jäbrlich aut eine Viertel Milliarde Ata^k einschätzen. Dabei ist nur dar Spielzeug in Betracht gezogeys^as in den Handel kommt und gewerbsmäßig angeiertigt wird. Ta es noch tinmer viele Gegenden gibt, in denen das Spielzeug für die Kinder von den Angehörigen selbst hergestellt wird, so wird man den Gesamtwert »och etwas höher berechnen müssen. In den euro­päischen Ländern wird für »ngeiähr 200 Millionen Mark Spielzeug hergestellt, da? übrige ko»imt aus andere Erdteile, ivohl hauptsäch­lich aus die Vereinigten Staaten von Amerika und aus Japan. Do» de» europäischen Ländern ist es Deutschland, in dem die Spielwarcnindnstrie die größte Ausdehnung gefunden hat. Der Gesanitwert der in Deutlchland erzeugten Spielwaren läßt sich jetzt ans 130 b s 13b Millionen Mark einschätzen. Namentlich in den letztcii zivei Jahrzehnten hat unsere Svielwarenindustrie einen großei, Ausschwung genommen. Ter Werl der deutschen Svtel- ivare» konnte angenommen iverden aus 6o bis 55 Millionen Mark im Jahre 1896, auf 65 bis 70 Millionen im Jahre 1901, auf 90 bis 95 -Millionen im Jahre 1908 und aus rund 125 Millionen Mark im Jahre 1911. Annähernd drei Viertel der deutschen Spiel-

waren gehe» ins Ausland. Noch auf den entfevuteficn Inseln de» Djeane, im Innern Afrikas und Asiens sind deutsche Spielwaren zu finden. Entsprechend der Vermehrung der Herstellung stieg auch dt« Aussuhr. Von 10 Millionen Mark im Jahre 1896 stieg dt« Ausfuhr aus 53,1 Millionen in, Jahre 1901, sie betrug 70,5 Millionen im Jahre 1906 und überstieg ,m Jahre 1911 den Betrag von 90 Millionen Mark. Die deutsche Spielwareninduslrie ist schon sehr alt. Im Mittelalter und darüber hinaus bestand in Nürnberg und auch in Altgsburg ein weitverzweigtes Sptelmachergeiverb«. »Nürnberger Tand geht durch's ganz« Land', war ein bekannte» Sprichwort, und sollte andeute», daß Nürnberg der Hauvtort iür die Herstellung von Spielwaren war. So manche» Königs- und Fürstenkind in anderen europäischen Ländern spielte im 15., im 16. und 17. Jahrhundert mit Nürnberger Spielwarcn, und nicht selten kam es vor, daß ausländische Gesandte und andere Staats» personen in Nürnberg Spielwaren für die Kinder ihre? Monarchen einkauien oder bestellen mußten. Auch heut« noch ist Nürnberg ein Mittelpunkt der deutschen Spielwareninduslrie, aber die überragende Bedeutung wie in der mittelalterlichen und nachmittelalterlichen Zeit hat es doch nicht mehr. Seil der Mitte deS 18. Jahrhundert» hat sich auch im Thüringer Walde und im Erzgebirge eine Spiel­warenindustrie entivickclt. Zuerst konnte diese nur langsam Fuß lassen, heute aber ist der Wert der im Thürtiiger Wald und im Erzgebirge erzeugten Spielwaren miiidestcns doppelt so hoch wie der in der Nürnberger Industrie hergestellten Spielivaren. Daneben gibt es jetzt in Deutschland noch rund 20 Orte lind Bezirke, ivo Spielivaren hergestellt iverden.

vüchertisch.

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Sitatenrätsel.

Au» jedem der folgenden Zitate ist ein Wort zu nehmen, so daß sich ein neue» Zitat ergibt:

1. Zu kühn wird mir dies Gaukelspiel.

2. Auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar.

3. DaS Her, und nicht die Meinung ehrt den Mann.

1. Du sprichst ein große» Wort gelassen aus.

5. Weil ein VerS dir gelingt in einer gebildeten Sprach« ....,

6. Ich schnitt es gern in alle Rinden ein.

7. Das hat mit ihrem Singen die Loreley getan.

8. Des echten Mannes wahre Feier ist die Tat.

9. Geld allein macht nickt glücklich, man muß e» auch haben

10. Er war von je ein Bösewickt.

Auflösung in nächster Nummer,

Auflösung de» Anagramms in voriger NmnmSri Rache, Arche.

SRcistl-itung: Aug. Goctz. - Rotalionrdruck und Verlag der Brühl'schcn Universitäm-Buch- und Stelndrnckerei. R. Lang«, Gießen.