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die Jie zahlen, eine» reichen Wildbestand, Der labt sich aber imr erziehen, wo das Kleinwild in Hecken und Remisen Schutz sindet. Um ihn zu schassen, sind allmählich wieder viele Oed­ländereien, tvenig fruchtbare Bergkuppen, Wegränder us>v mit Ginster, Hecken von wildem Obst, Brombeeren und Topinambur be­pflanzt worden, in denen nun auch die kleinen Singvögel Nist- gclegenheit und Unterschlupf finden. Und überall da, wo diese Entwicklung im Interesse des Wachwerks Platz gegriffen hat, sind auch die Singvögel toieder cingczogen.

Ob der Massenmord in Südeuropa im Lause der Zeit durch Gesetzes auf ein erträgliches Matz zuruckgeführt tverden kann, ist sehr zweisethast. Die Südländer betrachten die Vogelmassen, die ztvcimal im Jahre bei ihnen durchziehen und tagelang er­mattet dort vasten, als ein Geschenk der Natur, das sie nach uralter geheiligter Sitte sich aneigncn dürfen. Die ethischen Mo­mente, die uns abhaltcn, jede Vogelart ohne Unterschied als Nahriuigsmittel zu betrachten und zu verspeisen, sind ihnen fremd.

Und wir haben kein Recht, ihnen daraus einen Vorwurf zu machen, solange wir noch Vogelhcrdc und Entensänge zulassent, wo Vögel nach vielen Tausenden erbeutet tverden. Ja, wie wenige Jahre sind es denn her, das; bei uns noch Millionen von Kramts- vögeln in der Schlinge gefangen werden dursten?! Auch sonst ist es mit dem Vogelschutz bei uns sehr schlecht bestellt. Die Ge­fährdung der Zugvögel tvird ja leider, wie man zugeben inufj, durch eine unaut^iltsaine Kulturenttvicklung hcrbeigejührt. Da sind in erster Linie die zahllosen Telegraphendrähte zu nennen, die alle Eisenbahnlinien begleiten. An ihnen kommen mehr Vögel zu Schaden, als man im allgemeinen verinutet.

Noch gefährlicher und die Leitungsdrähte der elektrischen Ucberlandzcntralcu, die von Jahr zu Jahr inimer dichter ganz Deutschland überspinnen. Jeder ,Vogel, der die Drähte berührt, wird nicht nur blitzschnell getötet, sondern durch den elektrischen Strom in unglaublich kurzer Zeit zu einem Häuflein nnkeuntlicher Ueberrcste verbrannt. Diese Gefahr liege sich durch eine nicht leitende Nmkleidung der Drähte beseitigen, wenn sie überhaupt möglich wäre, was nicht nur wegen der hoben, die Rentabilität gefährdenden Kosten, sondern überhaupt zweifelhast ist. Man kann nur hoffe», daß die Vögel diese Gefahren erkennen und ver­meiden lernen. . .

Viel leichter läßt sich die Gefahr, wenigstens zum großen Teil, beseitigen, die den Zugvögeln von den Leuchttürmen droht. Da ist man darauf verfallen, die Kuppel mit einem Gerüst von dünnen Stangen zu umgeben, das den Vögeln reichliche Sitz­gelegenheit bietet. Die Erfolge dieser Maßregel sind so erfreu­lich, daß man nur wünschen kann, sie bei jedem Leuchtfeuer an­gewendet zu sehen.

Seit einigen Jahrzehnten hat mau nun beobachtet, daß einige Vogelarte«, die früher stets fortzogen, im Winter bei »ns bleiben. Von der Änisel ist das ja schon im allgemeinen bekannt. Viel­leicht kan» mau die Ursache in der Reihe milder Winter suchen, die den Vögeln das Hierbleiben erleichterten. Auch das an allen Orten geübte Spenden von Nahrung im Winter mag dazu bei­getragen haben. Aber ganz zu erklären ist es doch nicht, tvas iu dem kleinen Vogelherzen deir angeborene» Wandertrieb zum Er- löschen gebracht hat.

So steigen, je mehr wir unsere Tierkunde erweitern und ver­tiefen, immer neue Rätsel vor uns ans, deren Lösung immer schwieriger wird, je ehrlicher wir nach den letzten Ursachen for­schen! , . . _______

wie )ules Verne Romanschriftsteller wurde.

Persönlich« Erimieriingeii a» Jules Verne, den Schöpfer des sog, naturwissenschastlichcn Romans, verössentlicht Felix Diigues- nel im Temps, Er war mit dem späteren weltberühmten Verfasser derReise um die Welt in 80 Tagen" und der vielen artverwandte» phantastifchen Romane bereils eng befreundet, als Jules Verne noch unbekannt aus seiner Heimatstadt Nantes als junger Rcchtsstudent nach Paris kam. Aber die Jurisvrudeuz vermochte den jungen Rechtsbeslissenen nicht iu ihrem Bau» zu batten, magnetisch zog ihn das Theater au, der jüngere Dumas lernte ihn kennen, und durch dessen Vermittelung spielte man 1850 im Thöstre-Historique einen Einakter in Versen des 22jährigen Debütanten, Das Stück hatte sogar einen geivifsen Ersolg, wurde gedruckt, und Dumas kaufte die ersten Exemplare:So werden Sie wenigstens einen» ser habe», lieber Freund," meinte er lachend, 1884 war Jules Berne Sekretär am Ttwütre Lhrique: zugleich schrieb er damals gemeinsam mit Michel Carte Libretti iiir Aristide Hignard, der als Musiker nickt ohne Begabung war Aber diese Tätigkeit für das Theater beschäftigte die Arbeitskraft des jungen Jules Verne nicht völlig^ er wnrde, ohne seine Beziehung zu den Bühnen zu opfern, Aechselmakler: er ging an die Börse, Der belannte Börsenmakler Eggt» sandte ihn als seinen Kommissionär zur Börse, Und hier blieb Jules Verne mehrere Jahre hindurch, machte wenig Geschäfte, amüsierte aber durch seine witzigen Einfälle »nd seine Ironie eine getvistc Böislanergruppc, die sich inimer an einer bcstinimten Stelle, an der rechten Seile des SäulengangeS, zur Börsenzeit traf. Dar- >unter befanden sich auch der Direktor des Credit mobilier Wallut,

der Gras von Cardaillac und viele andere Männer, die zugleich mit der Börse und der Literatur Beziehungen unterhielten. Man lang­weilte sich damals nicht ans der rechten Seite des Säistenganges; Berne führte das große Wort, ivar ein unerschöpsluher und amüsan­ter Plauderer, immer schlagfertig und dabei ein Skeptiker, Allein eines Tages erschien et mit seltsam ernster Miene im Kreise seiner Börsenkollcgen und erklärte ihnen:Kinder, ich vermute, ich werde mich zurückziehe», Ich habe dieIdee", daß, wie Girardi» meint, jeder Mensch die Pslickst hat fern Glück zu machen. Ich habe einen Roman geschrieben, eine neue Gattung, eigene Erfin­dung, Wenn er Eriolg hat, wird er, daran zweifle ich nicht, die Ader einer Goldnfinc, Dann tvecde ich unermüdlich fortsahre», während Ihr auch «veiterhin Papiere am, Vorabend der Baisse kanfen und ani Vorabend der Hausse wieder verkaufen werdet. Ich habe den Eindruck, daß es mir beschreden sei» wird, mehr Geld zu verdie­nen " Man begann zu lachen,Lacht nur zu," meinte er,wir werden schon sehen, wer zuletzt lacht," Einige Wochen später begann der RomanFünf Wochen im Luftballon" zu erschei­nen, machte das größte Aussehen und wurde sofort in alle Welt­sprachen übersetzt, Jutes Verne hatte Recht behalten:Die Ader war gefunden," Welche Summen er im Laufe seiner rastloten Tätigkeit eingenommen haben muß, läßt sich kaum berechnen; charakteristisch ist ein? Episode, an der Duauesnel persönlich be­teiligt war. DerMichael Strogosf" sok te erscheinen, Ernes schönen Morgens erschien Jules Verne bei Duquesnel. ein großes Mamiskriptvaket unter dem Arm,Hier, lies das mal und sag mir, ob ein Theaterstück drin steckt. Ich komme übermorgen wieder," Als er wiederkam, konnte ihm Duguetnel ein sertiges Scenariuni vorlegen.Willst Du das Stück mit mir schreiben?" Nein,"Warurm?"Weil ich zu faul bin und weil D» den gegebenen Mitarbeiter hast: Enncry," Jules Berne ging zu Enncry, das Stück wurde au, gearbeitet, Duguesnel übernahm die Regie, 1880 wurde cs gegeben, erzielte hintereiuander 400 Ausführuiigen und brachte alles in alleni einen Reingewinn von 1500000 Frs,! _

PcvmifcMc«.

Musik der Kälte" benennen alle dicienigen, die im Winter Sibirien bereisten, die eigenartigen Töne und Reso­nanzen, die von allen Gegenständen ausgehen, wenn die Tempe­ratur daselbst auf 50 Grab unler Null fiiikt. Ein Reisnder, dessen Eindrücke imMäncstrel" veröffentlicht sind, versichert, daß dasKält km-ert" fast schm rzha ter und !,nangenehme> sei, als die .Kälte s lbst. Ein kreis cnder,nbrschreiblicher Laut tönt auf der weilen Fläche: alles klingt, als ob Mctallplatten anein- anderschlagen. Der Huf eines Pferdes, der gegen eine» Stein schlägt, klingt ivie eine Glocke eilt gerüttelter Baum gibt 'einen Ton tvic Stabt ein Schütten, der Über den Schnee gle tet, gibt das Gefühl, als ob man rttvas reißen hört, imd oft erklingt dabei ein schreiender Ton, der übertriebene, kreischende Ton des Diamanten, der Glas schneidet. Das ist das eigentümliche an- dmiernde Orchester der Kälte das auch manchmal den mit­genommenen Lebensmitteln des Reisenden ein- eigene Sprache gibt. So konnte man einen völlig gefrorenen Schinken nicht mehr schneiden, und als man init eineni Beste dagegen schlug, erklang er wie ein Amboß, tvährend ei» anderes Mal der erzählend« Reisend« von einem monotonen, dumpfen Geräusch, das das be­kannte Kreischen des Gefährts begleitet, gestört ward. Es schien ihm, als ob zwei Stücke Eisen ständig gegeneinander geschlagen würden. Das >var der Gesang der Milch, die zu Eis gefroren, als fester Block in ihrem Gesäß, gegen ein ebenfalls geeiste» Huhn schlug, _

Skat-Rusqatze.

Hinterhand reizt bis Solo, weshalb Mittelhand Null onv«r lpiclt mit folgender Karte:

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Vorhand hat acht Annen in ihren Blättern mehr als Hinter­hand. Das Spiel geht verloren, ohgüich die übrige» Pique nicht zusammen stehe». Auslösung in nächster Nummer.

Aiistösnng des magischen Quadrats ln voriger Nmmner:

D

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U

1 N

A

M

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B

1 A

N

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A

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Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckeret, R. Lange, Bleben.