iafe Feldpostsendungen, deren Empfänger tot ist oder ver- pichl wird, auch in Postorten ohne Mitwirkung des Post- bcstellpersonals den Absendern in geeigneter Weise zurückgegeben werden können. Das hierbei einzuschlagende Versah ren soll den örtlichen Verhältnissen angepaßt, auch soll auf freso n de re W ü n s che der. Ortsbehördcn und der Geistlichkeit, soweit sie sich mit den sonstigen postalischen Vorschriften vertragen, Rücksicht genommen werden. Den Truppenteilen tm Felde ist im übrigen neuerdings höheren Orts empfohlen worden, auf den unbestellbaren Feldpostsendungen an Gefallene fortan, statt des kurzen Vermerks, „tot" oder „gefallen", die Fassung anzuwenden „gefallen fürs Vaterland" oder „gefallen auf dem Felde der Ehre".
** Pakete an freut) cf)« Kriegsgefangene in Frankreich erleiden dadurch Verzögerungen, daß die französischen Eisenbahnstationen, denei, die Beförderung dieser Pakete obliegt, die Aufschriften nur schwer oder gar nicht entziffern können, tveil sie häufig unleserlich und mit deutschen Buchstaben geschrieben sind. Es empfiehlt sich daher, daß die Absender mindestens den Namen der Bestimmungs-Eisenbahnstation, sofern diese benannt ist, sonst den Bestimmungsort in der richtigen französischen Schreib weise und in lateinischen Buchstaben groß und deutlich angeben. Ist der Aufenthaltsort des Empfängers nicht bekannt, so kann dos Paket auch ohne diese Angabe ab- gesanfrt werden; aber auch dairn ist möglichst deutliche Schrift und, wenn bekannt, die Angabe der „Region" oder des Landesteils, wo der Empfänger sich befindet (Nord-, Südsrankreichj sehr zu empfehlen.
** Postfrienst während der Weihnachtszeit. Am Sonntag, den 2 0. Dezember, findet in Gießen eine einmalige Brief- und Geldbestellung und eine zweimalige Paketbestellung statt. Die Postschaltcr sind für die Annahme von Paketen von 8 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags, für die übrigen Gegenstände wie gewöhnlich (von 8— 9 Uhr vormittags und 12—1 Uhr nachmittags) geöffnet. — Am 1. Weihnachtsfeiertag wird eine einmalige Pakclbe- tstellung, am 2. Festtage eine Geldbestellung ausgeführt: -Briefbestellung und Schalterdienststunden wie an Sonntagen Die Landbestellung fällt am 1. Feiertage ganz aus. Am 1. Weihnachtstage kann die Verzollung von Paketen auf dem Hauptstcueramt von 11—12 Uhr erfolgen.
•' Stadttbeaier. Aus dem Thecllerbureau schreibt mau uns: Aus vielsache Anfragen hin sei das Programm der Weihnachtsseiertage schon jetzt bekannt gegeben. ES wird gegeben am 25. Dezember, abends, „CoIberg', Schauspiel von Heyse (kleine Preise); am 26. Dezember »achniittags „I m weißen Rößl" (Bolksprcise), am 26. Dezember abends »Als ich noch im Flügelkleide" (kleine Preise); am 27. Dezember nachmittags „Aschenbrödel" (Dolkspreijes und am 27. Dezem- ber abends „Wie einst im Mai" (gewöhnliche Preise, e» inäßigt). Es werden schon jetzt Dorbeslellungen für sämtliche Feiertage im Theaterbureau angenommen.
"An die Dichter und Kunstfreunde Hessens. Der Verlag &. £> o b m a n n, Hof-Buch- und Steinörucferei in Darmstadt, plant die Herausgabe einer Sammlung Gedichte, vornehmlich hessischer Verfasser, aus der Stimmung des jetzigen Krieges oder seinen Tatsachen entstanden, ernst, heller und nicht zum wenigsten auch in der Sprache der heimatlichen Mundart. Der Großherzogin, die in Würdigung des Unternehmens die Widmung angenommen hat, wird ein Teil des Ertrags für Zwecke der Kriegshilse zur Verfügung gestellt werden. Kn vornehmer Ausstallung soll das Merkchen der deutschen Buchkunst Ehre machen. So bittet der Verlag um Einsendung von Gedichten, die sich zur Aufnahme in die schon begonnene Sammlung eignen, und empfiehlt sein Vorhaben der wohlwollenden Llusnahme bei allen Freunden hessischer Art und stllnst in großer, herrlicher Zeit.
** Alkohol und Liebesgaben. Das preußische Kriegsministerium hat im November angeordnet, „alkoholische" Getränke, außer Rotwein, als Liebesgaben nicht mehr anzunehmen, bereits angenommene nicht den Truppen zuzusührcn, sondern nur für Verwundete und Lazarette zu verwenden, und daß im übrigen die Mäßigkeitsbestreblingen in der Armee auch weiterhin nachdrücklich zu fördern sind.
** Versteigerung von Pferden. Samstag, den 19. Dezember, vormittags 10 Uhr, werden in der neuen Dragoncrkaserne in Mainz zirka 20—25 ausrangierte Pferde durch die Landwirtschaftskammer versteigert. — Ferner findet Montag, den 21. Dezember, aus dem Pserdemarkt- plcm in D a r m st a d t eine Versteigerung von zirka 30 ausrangier- teu Militärpserden und von 23 Stück belgischer trächliger Stuten, Fohlen und weiteren 10 ausrangierten Pferden statt. Tie letzteren sind für die Landwirtschastskammer in Belgien direkt angekaust und nach Darmstadt gebracht worden. — Weiter kommen Montag, den 21. Dezember, vormittags 10 Uhr, bei dem Etäppcnpserdedcvot in Saargemünd eine größere Anzahl ausrangierter Pferde zur Versteigerung, darunter etwa 35 trächtige Stuten und einige Fohlen. Zur Versteigerung der aus rangierten Militärpferde wrrdcn nur Landwirte zugelasfcn, die sich verpslich- tcn, die Pferde in ihrem Betrieb zu verwenden und sie während der Kriegszcit nicht zu verkaufen.
** Verkauf von o st preußischem Flüchtlings- oieh. Tie Landwirtichastskammer macht die Landwitte darauf aufmerksam, daß das ostpreußische Flüchtlingsvich in erster Linie in Berlin zum Verkauf gestellt wird. Es gelangen dort wöchentlich 5—6000 Tiere zum Verkauf, nnler diesen befinden sich dami auch immer trächtige Kühe und Rinder in größerer Anzahl. Tie nächsten größeren Transporte werden Anfang dieser Woche einttcsfcn und' sowohl aus dem Zentralvichhof als auch aus dem Magcrviehhos in Fricdttchsselde zum Verkauf gelangen. Hauvl- markttage aus dem Zentralviehhos sind Mittwoch und Sonnabend jeder Woche, auf dem Magcrviehhos in Friedrichsfclde sindct jeden Tag Vcrkaus statt.
Landkreis Gießen.
-ft Wieseck, 16. Dez. Als Ergänzung zu den geftrigeit Mitteilungen über die Beiträge einzelner Gemeinden des Kreises zur Linderung der Nol in Ostpreußen und Elsaß-Lothringen lragen wir nach, das; für diesen Zweck von der Gemeind« W i c s c ck bei der Großh. Bürgermeisterei in Gießen 630 Mark abgeliescrt worden sind. ,
| , O Steinheim b. Hungen, 15. Dez. Wieder l>at ein Sohn unserer Gemeinde das Eiserne Kreuz erhalten und zwar der Feldwebel Beul er bei der 5. Kompagnie Jns.-Regt. 116. Gleichzeitig wurde er zum Ofsizicr-Stelloertteter befördert.
b Aus Oberhejscn, 15. Dez. Kein Derbranchsanikcl ist augenblicklich mehr begehrt als das Petroleum, besonders da, ivohin noch keine elektrische tleberlondzentrale ihre Kabel gelahrt hat. In diesen Orten kennt man di-gegenwärtigen „Lichtnötc" »ich!. Wo aber daS Petroleum das beivährtc Lenchimittel ist, sind di« Leute tatsächlich in einer nichts weniger als beneidenswerte» Lage. Ter Petrolcnmwagen Hai sein Erscheinen eingestellt, beim Torikrämer feiert die Petroleum»»»»»«: schon seil Wochen, und um des Stearinlichts nngcsell'ge Flamme samnicln stch die panS- beivohner. Neulich durchfnbr ein Petroleuinivage» das Büdinger Land. Es war ei» Ereignis. Zn Hunderien strömte die Be- völkerung mit Behältern herbei; jeder ivostie das kostbare Nah in groben Mengen haben. Doch der Oelmann war unerbittlich. Nicht mehr als ein Liier verzapste er jedeSmal. „In einer Woche gibls ivieder was!" — In einer Woche! Bis dahin heißl's abermals iagelang die größt« Tparsanikeit üben oder im Dunkel» sitzen Und ,vie wirds erst im Hochwnller werden. Noch nie schätzte man das Petroleum so sehr, als heule, da es mit hoher Müiize aus» geivogen wird.
Kreis Lauterbach.
O Schlitz, 15. Dez. Durch den Ausbrnch des Krieges ist in der hiesigen Lemenindnstrie Arbeilsmangcl eingelrelen, da die .Zusuhr ausländischer Rohprodukte, besonders in Flachs und
Baumwolle, e i n g c st e l l l ist. Um nun die Arbeiter weiler- beschäitigen zu können, beabsichtigt die Firma Lanqheinrich, ihre» F n b r i k b e t r i e b » m z u g e st a l t e n und für Militärarlikel ein- zurichten.
Kreis Fricdbcrg.
B. Frie db erg, 11. Dez. Seit gestern sind die Räumlichkeiten der ii e u e r b a u t e n Kaserne sür das 3. Bataillon des I»i.-Rgts. 168 s e r t i g g e st e I l t worden. In den letzten sün! Wochen wurde mit Hochdruck gearbellei, um dieselbe zum 15. Dezember fertig,»stellen. Es werden darin 200 gesangene russische Ossiziere unlergebrachl, die von morgen an eintrefsen sollen.
O Holzhausen v. d. Höhe, lb. Dez. Aus dem hiesigen Bahnhos passierte am Sonntag ein bedauerliches Unglück. Der Landwirt Haas von Ober-Erlenbach ivollte morgens um 8 Uhr sein sechsjähriges Söhnchen nach Gießen in die Klinik bringen. Er geriet mit seinem Kinde unter eine» e i n s a h r e » d e n Z u g und verlor das rechte Bein und den linken Arm. Der Schiver- verletzte kam alsbald ins Hamburger Krankenhaus. Das Kind wurde weniger schwer verletzt und in die elterliche Wohnung nach Ober-Erlenbach verbracht. Die Untersuchung wurde sofort ein- qeleitet. Haas ist seinen Verletzungen erlege».
Hessen-Nassau, si Marburg, 15. Dez. Ter Verkauf des Gemeinde- o bst es im Kreise Marburg brachte in diesem Jahre insgesamt 11 963,21 Mk. ein gegen 15 517,92 Mk. im Jahre 1913. Aut die Stadt Marburg entfallen hiervon 1177 Mk. gegen 1705 Mk. in 1913. — Der Territorialdelegierte der Freiwilligen Krankenpflege, Oberpräsident Exzellenz Hengstenberg sowie Regierungspräsident Gras von B e r n st o r f f nebst Gemahlinnen besichtigten heute unter Führung des Landrats von L ö w e n st e i n die hiesigen Lazarette.
w. N e u st a d t, 15. Dez. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde den vom Magistrai aus Anordnung der Regierung ausgestellten zwei Nachträgen über die Entnahme von Wasser aus dem Wasserwerk der Stadt sowie zur Gebührenordnung des Statuts sür das städtische Wasserwerk die Genehmigung erteilt. Als Stellvertreter des Stadl- verordnetenvorstehers wählte die Versammlung den Landwirt Friedrich L o tz. Zum Mitglieds der Sparkassendirektion wurde der Rentier Bencdikl Vomschlob und als dessen Slellverlreicr der Bäckermeister Heinrich Theodor 61 i e s gewählt. In die Kassenprüsungskommisfion sür die Sladtkasse bestimmte die Versammlung den Schreinermeister Karl Theodor S ch m i t t d i e 1 und den Bäckermeister Heinrich Theodor G i e 3. Dann erfolgte die Feststellung der Stadtkassenrechnung pro 1913 gemäß dem Reserat der PrüsimgSkommisston aus eine Einnahme von 114110,36 Mk., eine Ausgabe von 132 605,80 Mk., sowie aus einen Kassen- bestand von 11801,76 Mk. unter Emlastung des Stadtkämmerers. — Gericbtsaktuar Edmund Gies, ein Sohn unserer Stadt, der aus dem Kriegsschauplatz im Westen kämpst, wurde zunr Osfizter besördert.
b. Frankfurt a. M., 15. Tez. Bei der Zollabfertigung von Auiomobilreiien aus Turin hat ein Packer der Michelin- Pneumalik-Kesellschast in Frankfurt die Zollbehörde dadurch hinter das Licht gesührt, daß er schwere,noch ungewogene Reisen zu den gewogenen und dafür leichte, bereits gewogene zu den »»gewogenen legte. Es wurden also die leichten zweimal, die schweren aber gar nicht gewogen. Durch die Anzeige eines anderen Packers kam die Sache heraus. Die Zollbehörde hat jetzl dem Packer einen Strafzettel über 11855 Mark und 21651 Mk. Entschädigung für die Reisen, deren Beschlagnahmung ersolgen mußte, zugestelll. Die Angelegenheit wird noch die Gerichte beschäftigen.
Unseren Aiyeigenkuiiden zur freundlichen Beachtung!
Die gegenwärtigen Verhältnisse zwingen uns zu einem srüherenAnnahmeschluh für
größere Geschäfts-Anzeigen
wir bitten deshalb unsere Bunden um Aufgabe der Anzeigen bis vormittags U Uhr am Tage vor der Aufnahme.
Nur dann können wir die rechtzeitige Veröffentlichung gewährleisten und für eine zweckdienliche Satz-Ausstattung sorgen
Verlag der Giehener Anzeigers
Un»versitätr»Na<chr!Ä)te»r.
— In W ü r z b u r g ist am gestrigen Dienstag der ordentliche Professor der klassische» Phllologie Martin von Schanz gestorben.
vermisste».
* Ein Erdrutsch am Panainakanal. Aus San Franzisco wird unter dem 12. Dezember gemeldet, daß im Culebra- Emschnilt deS Panamakanals neuerlich ein Erdrutsch vorgckommcn ist, der die Schiffahrt wahrschcüllicki stir mehrere Tage unierbricbi.
* Hindenburg als „Schützenkönig". Generalseld» marschall von Hindenburg, beschäftigt auch die Gemüter der Engländer nicht wenig: sie fühlen mit Enttäuschung und Kummer die Wirkungen seiner genialen Strategie, die ihre Hoffmmg aus die Russen zunichte macht, und sie sind begierig, von dem „Helden von Ostpreußen", wie sie ihn nennen, ttwas Näheres zu hören. Diesen Wunsch versucht ihnen nun ein englischer Aristokrat Sir Claude Campion de Crespigiiy zu erfüllen, der einmal die Ebre gehabt hal, mll Hindenburg zusammen zu jagen. In einem Vortrag erzählte er, wie er mll dem großen Heerführer (im Jagdgebiet des Fürsten Blücher zusammcugettoiicn sei, und auch damals zeigte Hindenburg seine Ueberlcgenhcil. „Es ist Sitte," so bettchtel Sir Claude, „daß bei einer deutschen Fagd dasjenige Mitglied der Gesellschaft, das die größte Beute davon- gttragen hat, zum „Schützenkönig" (King of the Shoot) ausge- ruscn wird und am Abend beim schäumenden Wein hohe Ehrung erfährt." Tic beiden Nebenbuhler um das Schützenkönigtum jener Jagdpartie waren der Engländer und General von Hindenburg; sic hatten beide so ziemlich die gleiche Menge geschossen, aber der „Held von Ostpreußen" siegte schließlich über den Engländer, weil es ihm gelang, einen Fuchs zu schießen. Sir Claude wurde mm aufgcgeben, das Gleiche zu leisten; aber Meister Reineke ging ihm aus dem Wege, und _ so mußte er denn zugeben, daß des Kaisers neuester Feldmarschall znm „King of the Shoot" ausgernsen wurde.
* Amerikanische Kriegsaphorismen. Tie österreichische Armee kämpst am besten, seitdem die Russen berichtet haben, sie sei vollständig zerstört. (Flottda Times Union.) — In Deutschland werden jetzt Höckstpreisc für Nahruiigsmitlel festgesetzt. Das ist ttwas, was die Regierung der Vereinigten Staaten nicht erst zu tun braucht. Tie Trusts haben cs schon getan. (New Bork Evening Tclegram.) — Eins muß man sagen! die Engländer haben Mut. Sic haben sogar gewagt. eineil Tamofer der Standard
Oil-Comvanu zu kapern. (Clcveland Leader.) — Tie russische Ossensiv? wird, wie uns das letzte Kabeltclegramm berichtet, aus
gesprochener. Russische Aussprache niacht uns schon Schwierig keilen genug, so wie sie ist. (New Bork Tribüne.) — Vielleicht läßt sich der große Gegensatz zioischen den Kriegsberichten aus Berlin und Petrograd daraus erklären, daß die Russen eine ganz andere Vorstellung als die Teiitichen von dem haben, was eigentlich so ein Sieg ist. (New Orleans Times-Picayune.)
' Eine G i s t q » e l l e. Eine merkwürdige Naturerscheinung stellt ein kleiner Quell in dem Gulbersongebiet, etwa 25 km südwestlich von Gnadelupe in Texas dar. Der kleinste Trunk von seinem Wasser bedeutet sicheren Tod. Das „Stinkloch", wie die Bewohner der llmgegeiid es nennen, liegt im verzen eines ivüitcn Landstriches, und zahllose wilde Tiere und Dögel, die halb verdurstet aus dem Tümpel tranken, waren in wenigen Minuten verreckt. Aus viele Meter liegen im Umkreis um das Loch herum die bleiebenden Knochen seiner Opfer. In früheren Zeiten, bevor die tülliche Wirknng des Quells allgemein bekannt war, sind auch olle Wanderer, die vorbeikamen, dem Gilt des Wassers erlegen. Heute halle» sich Mensche» und Vieh sorgsam von dieser Stelle ser»; nur noch die Tiere des Waldes und Vögel trinken stch hier den Tod. Eine vor kurzein durch den Chemiker William B. Phillips vorgenommene Untersuchung des Wassers ergab, daß es (9 Gran freier Schivelelsäur« aus eine Gallone Wasser enthielt »nd eine Spur von Arsenik. In einem eisernen Tops ausbewahtt iraß es in 30 Stunden ein Loch durch den Boden.
Märkte.
sc. Frankfurt a. M. Schweinemarktberkch! vom 16. Dez. Aufgetrieben waren 2190 Schweine. Dollfleischlge Scbweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 57.50—60.00 Alk., Schlachtgewicht
71.00— 76.00 Mk., vollsteischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht
57.00— 59,00 Mk„ Schlachtgewicht 74.00—75.00 Pit.! volltleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 58.00—60.00 Mk„ Schlachtgewicht 75.00—76 Mk.: vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 58.00—60.00 Mk, Schlachtgewicht 75—76.00 Mk. Geschäft langsain.
lc. Frankfurt a. M., 16. Dez. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutige» Fruchimarkivreiie. Weizen (hiesiger) Mk. 27.50—00 00, Kurhesüscher Mk. 27 50 -00.00, Wellerauer Mk. 00.00 - 00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 23.50-00.00, Gerste(Weiterauer) Mk. 22.00-00.00, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 00.00-00.00, Haler Mk. 22.l0-00.0v, Mais Mk. 00.00 bis Alk. 00.00. Tie Preise verstehen sich ab Station.
le. Frankfurt a. M., 16. Dez. (Ottg.-Telegr. des „Gießener Anzeigers".) K a r t o sse lm ark t. Man noliette: Kartoffeln
in WagionS Mk. 7,00-8,00, im Kleinhandel Mk. 8,00—9,00 für je 100 kg.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.
Dez.
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Höchste Temperatur am 11. bis 15. Dez. 1911 -- -ft 8.7 ° 6. Niedrigste „ . 11. . 15. . 1914 = + 5,1° „
Niederschlag: 4,7 mm.
Letzte Nachrichten.
Die Ausdehnung der französischen Front.
Kristiania, 16. Dez. Der „Matin" macht nähere Angaben über die Ausdehnung der französischen Front von Armen- llöres und dem Lol St. Marie in den Vogesen, die in der Lustlinie ttnc Länge von 440 Kllometcrn haben soll. Das von den deutschen Truppen besetzte französische Gebiet sei 20 100 Quadratkilometer groß, von den belgischen 29 450 Quadratkilometern seien nur 40 noch nicht von den deutschen Truppen besetz!.
Belgien bildet ein neues Heer.
Mailand, 16. Tez. „Corriere della Sera" meldet aus Paris: Belgien wird ein neues Heer aufstellen. Alle Wehrfähigen von 18 bis zu 30 Jahren müssen sich zu dem ihrem Aufenthaltsort Nächstliegenden Rekrutterungsamt begeben. Tie Kräftigeren werden je nach Bedarf aus die Dauer des Krieges in die Armee cingereiht, oder zu militärischen Arbeiten nach Calais geschickt. Tie belgische Gendarmette und die ftanzösischen Behörden werden diejenigen belgischen Untertanen, welche sich diesen Vorschriften widersetzen, verhaften.
Die „Nowoje Wremja" über russische Niederlagen.
Bukarest, 16. Dez. Ter Kttcgsberichterstatter der „N o - w o s e Wremja" meldet aus Russisch-Polen, daß der russische Angriff in Polen vollkommen gescheitert ist. Die russischen Truppen befänden sich in einer äußerst kritischen Lage unfr dies sei der ungeheuren Wucht und Stoßkraft des Hindnllmrgi- schcn Vorstoßes zuzuschreiben. Die Verpflegung der russischen Truv- pen bereite ungeheure und unübttwindliche Schwierigkeftni, da die Truppen von den Deillschen östlich und westlich bedroht werden. Nur eine verzweifelte und ungeahnte Kraftanstrengung oder der völlige Rückzug könne die Russen aus dieser Lage retten. Auf jeden Falt aber ivird es den Russen sehr große Opfer kosten.
Russische Schiffsverluste im Schwarzen Meer.
Kopenhagen, 16. Dez. Die russische Behauptung, daß bei Fcodosia kttne Schisse durch den türkischen Angttft verloren gegangen seien, wird jetzt durch die Tatsache widerlegt, daß die Russen jetzt mll der Hebung des Torpedojägers „Dauietz'' beginnen. Es werden dann bald weitere solcher Hebungen folgen.
Das Eiserne Kreuz für Krankenschwestern.
Karlsruhe, 16. Dez. Das Eiserne Kreuz zweller Klasse erhielt die frttivllligc Krankenschwester Karoline B ü h r e r aus Durlach sowie ttnr aktive Kraukeuschwester. die gemeinsam bei Pperu eine ganze Nacht hindurch unter dem heftigsten Grancllseuer Ver wundttc aus den vordersten Schützengräben holten.
Verantwortlich für „Feullleton", „Gerichtssaal" u. vermischtes": I. V. : August G o e tz.
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