cterrt tn Darmsü»d-t avgefüHrt Worben. >— Weiter slnd seit teginn des Krieges abgeliesert worden »> an die trichsbankstelle in Gießen, für die Notleidenden in lstprenßcn aus den Gemeinden Bellersheim 250, Irotzen-Linden 225.98, Inheiden 23, Klein-Linden 4f>, ionnenroth 230, Reiskirchen 200, Rüddingshausen 75, Trais-Horloff 30, Utphe 31.80, Watzenborn 300, ferner von er Kirche Kirchberg 2M, insgesamt 1605.78 Mk. ; b) an en Herrn Oberbürgermeister ät Gießen zur Weitergabe n die bedrängten Elsaß-Lothringer aus dem Gemeinden Bellersheim 25, Großen-Linden 77.35, ferner wn der Kirche Kirchberg 100; insgesamt 202.35 M.; c) an >ie Mitteldeutsche Kreditbank, Filiale Gießen, auf das Konto >es Kreiskomitees aus den Gemeinden Altcn- Suseck 114, Bcttenhausen 189.70, Taubringen 150, Münster '0, Obbornhofen 125, Ober-Hörgern 200, Odenhausen 200, »tüddingshausen 50, Utphe 37.35, Villingen 132.97, Wieseck 2. erner von privater Seite 35.30, insgesamt 1306.32 Mk. lllles in allem ergibt dies einen Gesamtbetrag von t2 662.31 Mk.
** Personalnachrichten. Tie Großherzogin jat an: 1. Dezember d. I. dem Ober-Bahnhofsvorsteher n der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Karl kühn ly zu Tarmstadt das Ritterkreuz 2. Klasse des Vcr- >ienstordens Philipps des Großmütigen und am 9. Dez. >. I. dem Gerichtsvollzieher Heinrich B r u ch m a n n in Lilbel die Krone zum silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — In den Ruhe- [taitb versetzt wurde am 9. Dezember d. I. der Gerichts- ivllzieher mit dem Amtssitz in Vilbel Heinrich Bruch- ii an n aus sein Nachsuchen mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Nachfolgers und unter Lnericiinuiig einer langjährigen treuen Tienste.
** Auszeichnung. Der Kontrolleur der Städtischen Straßenbahn, zurzeit Komp.-Feldwebel im Landw.-Jns.-Regt. 116 Heinrich K r e u t e r, erhielt das Eiserne Kreuz.
**Dersilberne Sonntag hat gestern nicht allzu viel Aufhebens von sich gemacht. Wer von dem vor den Toren stehenden Weihnachtsfest den üblichen Sturm aus die Kaufläden erwartet hat, sah sich einigermaßen enttäuscht, denn soweit man es von draußen beurteilen konnte, schien der Gcschäftsverkelfr den guten Durchschnitt eines gewöhn lichen Sonntags kauni wesentlich zu übersteigen. Dem Zustrom von draußen war auch das unsichere Wetter nicht eben günstig. So war auch das Leben in den Lokalen nicht viel lauter als sonst in der letzten Zeit, und selbst der Zuschauerraum des Stadttheatcrs, der doch sonst ebenfalls von der Anziehungskraft der letzten Sonntage vor Weihnachten zu profitieren pflegt, zeigte nianche Lücke. Der kommende goldene Sonntag hat also allerhand gut zu machen, wenn unsere Geschäftsleute einigermaßen zufrieden sein sollen. — Lebhafter Verkehr herrschte wie stets an den Sonntagen vom und zum Gefangenenlager.
** Der Landsturm 2. Aufgebots. Die Ersatz- Kommission des Kreises Gießen weist im Anzeigenteil der vorliegenden Nummer nochmals daraus hin, daß sich die dem u n a u s g e b il d e t e n Landsturm 2. Aufgebots ongchörigen Personen, die in der Zeit vom 1. August 1869 bis 31. Dezember 1875 geboren sind, zur Landsturmrolle bei den Bürgermeistereien anzumelden haben und zwar in der Zeit vom 16. bis 20. Dezember 1914.
" W e > h n a ch l s v a st v e r 1 1 ft v. Zur schnellen Abwickelung des Pollschalterverkehrs während der Weihinichiszcit kann das P n b l i k » in i e l b st weicullich beitragen. Die Eiu- lieierung der Weihnachtspakele sollte n i ch t lediglich oder vorwiegend bi,; z» den Abendstunden verschoben, nanieullich mußten Faniiliensendunge» Innlichst an den Vormittagen ausgcgebeu werden. S c l b st s r a n k i e r n n g der einznllcsernden Weihnachtspakele durch Postwertzeichen sostle die Regel bilden. Mit seinem Bedarf an Postwertzeichen mühte steh ein jeder schon vor dem 19. Dezember versehen. ZeitmigSbesteilnngen dür'len nicht in den Tagen vom 19. bis 24. Dezember am Schalter der Postanstallen angebracht wirden Für die am Posischnltcr zn leistenden Zahl,»,gen solilc der Anflieicrer das Geld abgezählt bereit halten. Tic Befolgung dieser Ratschläge würde der Post und dem Publikum gleichmäßig zum Nutzen gereiche».
** Fahrspreisermüßigung im Interesse der militärischen Vorbereitung der Jugend, hum Zweck der militärischen Vorbereitung der männlichen Jugend wer- dcn für die Tauer des gegenwärtigen Krieges die Angehörigen der unter Leitung der Heeresverwaltung eingerichteten Jugend- kompagnicn im Alter von mehr als 16 Jahren sowie ihre Lester und Führer einschließlich der Bezirksleiter «Vertrauensmänner) bchuis Teilnahme an den gemeinschastlichci, militärischen Ucbungen im Gelände auf allen deutsche» Staatseisenbahnen, den Reichs- eisenbahnen und einer Reihe von Privatbahnen in der 3. Klasse der P e r s o n c n z ü g c — in Berlin und Hamburg-Altona auch der Stadt-, Ring- und Vorortzüge — zum Mililärsahr - v r e i 4 befördert. Tie Minde st teilnehmerzahl muß 1 0 Personen betragen.
** Po st an weisungsverkehr mit dem Auslande. Pom 15. Dezember ab wird das ll m r e ch n u n g s ve r h ä l t - n i s für Postanweisungen nach Ländern der F r a n k e n tv ä h - r u n g «nicht auch Rumänien i auf 87 Mk. — 100 Fr., nach den Niederlanden und den niederländischen Kolonien aus 184Mk. — 100 Gulden, nach Dänemark, Norwegen und Schweden aus 116 Mk. = 100 Kronen und nach den Vereinigten Staaten von Amerika und nach Cuba auf 450 Mk. — 100Doll, ermäßigt.
" P o st s ch e ck v c r k e h r. Im ReichSvosigebiet ist die Zabl der Kontoinhaber im P o st s ch c ck v e r k e h r Ende November 1914 aus 102 359 gestiegen. (Zugang im Monat November 510). A»l diele» Postscheckkonten wurden im November gebucht 1639 Millionen Mark Gulschriste» und 1819 Millionen Mark Lastschristen. Bargeldlos wurden 1753 Millionen Mark des Umsatzes begliche». Das Wesamtguthaben der Kontoinhaber betrug im No» vember durchschnittlich 240,5 Millionen Mark.
"Po st u a ch r i ch t. Die S ck >v e i z hat den Einzahlungs- fms für Postanweisungen nach Deutschland vom 1. Dezember ab anl 118 Fr. für 100 Mk. ermäßigt.
** Stadttheater. Man schreibt uns ans dem Theatcrbureau: In Vorbereitung stehen: „Der Schlag- Saum", ein neues Volkslustspiel von Heinrich Lee, das an den Hoftheatern zu Berlin und Wiesbaden mit starkeni Beifall ausgenommen worden ist; ferner Grillparzers „Weh' dem, der lügt", und Kleists „Zerbrochener Krugs'. Weiter ist eine Einstudierung von Lessings einaktigem Trauerspiel „Philotas" vorgesehen, das mit dem „Zerbrochenen Krug" zusammen an einem Abend gegeben werdeit soll.
Landkreis Gießen.
Q Klein-Linden, 14. Dez. Gestern abend gegen i/,9 Uhr war hier, u>.e uns ein Leser mitteilt, ein Meteor zu beobachten, das unter starker hellgrüner Lichtentwicklung in der Richtung von Osten nach Westen verschwand.
X .Hausen, 13. Dez. Ter Gefreite Schardt, vom Regiment Jäger zn Pserd Nr. 13, von hier, erhielt das Eiserne Kreuz.
Starkrnburg und Rhrinhessen.
Z-Affolterbach, 11.Dez. An jeden im Feld stehenden Krieger unseres Kirchspiels wurde von der Äirchcn-
gemeinde ein Weihnachtspaket abgesandt. Es sind mehr als 50 Pakete abgegangen. — Für den gefallenen Reservisten Adam I o ch u m fand am letzten Mittwoch in der
Kirche eine Gedenkfeier statt. Der Gefallene ist in unserem Ort bereits das vierte Opfer des Krieges.
() Wald-Michelbach, 11. Dez. In unserer Gemeinde staAicn bereits sieben Krieger den TodfürsBa- t e r l a n d : Musketier Leonhard Reinig, Kanonier Georg Pfeifer, Wchrmann Georg Gustav H o s s m a n n , Wehrmann Peter Ehret, Hauptmann der Landwehr Lbcramts- richter Bickclhaupt, Reservist Leonhard Wiesel und Wchrmann Georg E i s c n h a u e r. Mil dem Eise r n e n Kreuz wurden ausgezeichnet Leutnant d. R. Forstassessor Fritz K n a f, Gefreiter der Landwehr Otto Walter und Unteroffizier d. R. Heinrich Schlebach.
0 B i r k c n a u, 11. Dez. Ter Reservist Adam T r i t s ch wurde mit dem EisernenKreuz und der hessischen Tapferkeits-Medaille ausgezeichnet. Letztere wurde auch dem Unteroffizier Peter Geiß im Dragoner-Regt. 24 verliehen. Bis jetzt haben schon fünf Krieger das Eiserne Kreuz und drei die hessische Tapferkeits-Medaille erhallen.
Kreis Wetzlar.
kW) Wetzlar, 13.Dez. Die Prüfungen am hiesigen Lehrerseminar siir das Jahr 1915 sind wie folgt festgesetzt: Abgangsprüfung in der Zeit vom 3.—8. Februar, Aufnahmeprüfung am 18. März.
Hessen-Nassau.
(m) K i r ch h a i n , 13. Dez. Heute morgen brach im nahen Mardors Feuer aus und zwar in dem Staltz- gcbäude des Landwirts Preis, welches mit rasender Schnelligkeit um sich griff und rasch auf die anderen Gebäude dieses Besitzers und aus ein Nachbargebäude übersprang. Die Feuerwehren von Mardors. Holzhausen, Roßdorf, Amöneburg, Schweinsberg und Ersurtshauseii mußten harte Arbeit leisten, ehe das Feuer auf seinen Herd beschränkt werden konnte. Die sämtlichen großen Gebäude auf dem Hofe des Konraü Preis, mit Ausnahme des massiven Wohnhauses, und die Stallung des Nachbars Dörr brannten vollständig nieder. Der Schaven ist durch.Versicherung nur teilweise gedeckt.
h. Frankfurt a. M., 13. Dez. Das stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps erläßt folgende Verfügung, die auch für die Zivilbevölkerung von Bedeutung ist: Nachdem nunmehr im Königreich Preußen und im Großherzogtum Hessen Höchstpreise für den Groß- und Kleinhandel mit Kartoffeln sestgeleht sind, ist beim Kartoffclcinkauj von den Truppen, Behörden, Offizieren, Beamten und sonstigen Personen des SoldatenNandes strengstens darauf zu halten, daß die festgesetzten Höchstpreise nicht überschritten werden. Das Gleiche gilt bejüglid: der übrigen Vcrbrauchsgcgenstände, für die auch Höchstpreise sestgescst sind, vor allem für Roggen, Weizen, Gerste, Kleie und Hafer. Sollten die Verkäufer höhere Preise fordern oder sich weigern, zu den festgesetzten Höchstpreisen zu verkaufen, so ist dies sofort den zuständigen Polizeibehörden anzuzeigen. — In den letzten Wochen verging nicht ein Tag ohne einen schweren Einbruch. In der Sonntagnacht wurde eine Villa in der Feldbergstraßc von Dieben ausgeplündcrt. die zahlreiche kostbare Uhren, Ringe, Schmuckgegcnstände und antike Münzen im Gesamtwerte von » -8000 Mark erbeuteten. Ta die Diebe in allen Fällen inst nach dcni gleichen „Muster" arbeiteten, scheint es sich um dieselbe Baude zu handeln. — Den T od durch Erschießen suchten und sanden in der Wittelsbacher Allee der Kaufmann Krahlc und am Bethmannweiher das 17>ährige Dienstmädchen Kath. S t u P v. In der Schwetzerstraße vergiftete sich eine junge 26jährige Frau mit Salzsäure und im Siechenhause, sprang cüic 60jährigc Frau aus dem dritten Stock auf die Straße, wo sie tot liegen blieb.
b ft r o ii f f u r t a. Ri., 13. De.:. Eine aus allen Teilen Hessens gut besucht? Versammlung der Vereinigung hessischer Kr auken ka sse» tagte hier »uler der Leitung des Kraukenkassen- vorstehers Ne uni an n lOnenbach). Tie von de» Avolbekern Hesiens vorgenomuieiie Erhöhung aller Preise iür Arzneimittel und Krankenbedarisartikel um 20 Prozent ivnrde nach längerer Aussprache unter der Bedingung gutgeheißen. daß eine weitere Preissteigerung »ich! eintreleu dort, lieber die schon seit zivci Jahre» gevlanle Verschmelzung der gesamten hessischen Landkranken-, Orts- u»d Beiriebskrankenkassen konnle noch keine Einigung herbeiqesührt werde», da der Krieg die Verhandlungen unterbrach. Doch hoi!« man, nach de»: Friedeusschlutz auch hier ein endgültiges, allseitig bcsriedigeudes Ergebnis zustande zu bringe». Ferner beriet die Persammlnng über die gevlanle Reichs-Wochcnbeibilse und eine Reibe anderer gejchästlicher Angelegenheiten.
X. Hanau, 13. De». Das Millionenprojekt. die Höherlegung des B a b n d a m ms auf der Strecke von Station Wilhelmsbad bis Station Hanau-Ost, ist jetzt soweit ge diehen, daß an die Verwirklichung herangetrcten werden kann. Bei der landesherrlichen Prüfung des Projekts sind noch einige Forderungen der Stadt uird der Polizeidirettion als berechtigt anerkannt, auch einige Einsprüche von Privattnteressenten für begründet erachtet worden.
□ B o in Taunus, 13. Dez. Tie Schüler des 120 Einwohner zählenden Törschens Hambach im UntertannuS habe» an den Ichulireien Nachmittage» im Geineindewalde dürres volz gelesen, dasselbe raninmelerwetsc gesetzt und nunmehr össentticti an die OrtSeinwohner vcrsleigeri. 98 Mark ergab der Erlös, von dem die Jungen 60 Mk. den Feldtruvven des 18. Armeekorvs übersandten, de» Rest für Weihnachtsgaben an die Krieger des Tories verwendeten.
Esiigefandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei
Verantwortung.)
Nochmals Lumdamühlen und Mahllohn.
Ter diesbezügliche Artikel in Nr. 289 des Gieß. A»z. zeugt von genauer Kenntnis der Sachlage seitens des Arttkelschreibers, und es kann ihm von den Landwirten nur alles bestätigt werden, was er in dem Artikel sagt hat. Es besteht vor allen Dingen noch ein großer Mißstond bei vielen Landwirten, hauptsächlich bei den kleinen, indem sie ihre Frucht, welche sie dem Vküller übergeben, und auch das zurückerhaltene Mehl und die Kleie überhaupt nicht wägen und nachwägen, und somit überhauvt keine Konttolle über das Möllern haben Ten Zahlen und den Verdienstbcrechnnngen, welche der Artikelschreiber dort angeführt hat, kann man sich voll und ganz anschließen, aber ivir wollen den Müllern auch Gerechtigkeit widerfahren lassen. Dieselben holen das Getreide und bringen das Mehl den Leuten wieder. Wenn sie das für den in dem Artikel angeführten Preis von 2 Mark nicht machen können, dann sollen sie in angemessener Weise ausschlagcn. Wenn 2 Mark zu ivenig sind, dann sollen sie 3 Mark nehmen. Dieser Preis würde beiden Teilen entsprechen und dem Müller noch einen Vorteil bieten, wenn das Malter Korn vielleicht mal wieder 18 oder 16 Mark kostet, aber unter allen Umständen fort mit dem Maltern. — Sodann wurde in dem Artikel an die Regierung appelliert, einen Mahlpreis sestzusetzen, der beiden Teilen gerecht wäre. Hierzu wäre ja die gegenwärtige Zeit der Höchstpreise sehr geeignet. Sollte aber regierungsseitig nichts geschehen, so verbleibt nur der weit schwierigere Weg des genossenschaftlichen Zusammenschlusses, heißt es am Schluß dieses Ärttkcls. Für letzteren Vorschlag würde sich stlr die Orte Mainzlar, Täublingen und Staufenberg eine günstige Gelegenheit in der Mainzlarer Mühle bieten, da sie jedenfalls zu kaufen oder zu pachten ist.
Auch ein Landwirt.
Amtlicher Wetterberichts
Ocsfcnttichcr Wetterdienst, Gießen. ILetterauSsichten in Hessen am Dienstag, de» 15. Dez. 1911: Bedeckt, zeitweise Niederschläge, mild, südwestliche Wind«.
Briefkasten der Redaktion.
(«uonhine Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
Ch. ks. Tie Zeichen bedeuten Erkrankung des Bruslsells, die jedoch gänzliche oder teilweise Tauglichkeit nicht ausschliebt.
5. kl. Sie stnd verpflichtet, der Ladung Folge zu leiste», können aber einen anderen Zeilvunll veanlrage».
Meteorologische Beobachtungen der Station Sichen.
Dez. j;5o.§ Kl4 i |
IP "
= - !* &
|f
1 |
Z
Co
i
slt« 1
2S ~.
Wetter
13 V 734,1
6,7
9,2
84
sw
2
10
13 V ,32,8
46
6,7
90
S
2
10
14 ;-*! .29,0
Ir-
60
6,3
90
1
S
2
9
Höchste Temperatur am 12. bis 13. Tez. 1911 --- -s- 7,5’C. Niedrigste „ , 12. . 13. , 1914 = + 3,8' „
Niederschlag: 0,3 mm.
Letzte Nachrichten.
Die Kämpfe im Uebcrschwemmungsgcbiet.
London, 14. Tez. Nack, M.ldungen des „Daily Ehromrle" kommt die deutsche Offensive im Ueberschwemmuitgsgebiet cur keinem Tage zur Ruhe, und die englischen Soldaten haben sich andauernd vor ueucn Kriegslisten der Deutschen zu schützen. So vcrsuchken die Deutschen aus folgende Weise einen Angriff mit schottische Regimenter: Sie fabrizierten eine Anzahl kleiner Flöße, die sie dicht mit Laubwerk umgaben. Aus jedem der Flöße waren drei Mann verborgen. Diese Flöße gleichen voll' kommen entwurzelten Bäumen mit Gesträuch, wie sic zahllos im Ueberschwenimungsgebiet einhertreiben. Sie wurden mithin von den englischen Posten nicht werter beachtet. Nach stundenlangem Ausharren gelang cs den Deutschen, aus diese Weise, langsam mit der Strömung treibend, an die englischen Stellungen heranznkonmien. Im geeigneten Moment cröffneten die im Laubtverk verborgenen Soldaten aus die überraschten Engländer Schuellscucr, das sie mii dröhnenden Hurra-Rusen begleiteten. Tic Verwirrung, die in dem englischen Lager entstand, wurde von den deutschen benutzt, und drei riesige Motorboote, gepanzett und mit Schnellseucrgcschlltzen versehen, fuhren in rasender Fahrt heran und eröffneten aus nä ch st crNäheein furchtbares FeuerausdieS chatten. Diese mußten sich „einstweilen" zurückziehen. — Die Deutschen arbeiten überhaupt sehr viel mit Flößen und Motorbooten. So gelang es ihnen mit diesen Hilfsmitteln zum drittenmal in der Nacht vom 7. zum 8. Dezember bei Perevyse einen Uebergano über den Mcrkanal gegen belgische Truppen zu erzwingen.
Das Ziel Hindrnburgs.
Genf, 14. Dez. Der „Matin" vcrösfentlicht einen Pri- vatbericht des russischen Generalstabes, der eine interessante Schilderung über die gegenwärtige Aufstellung der Raffen gibt: Danach sei das jetzige Ziel Hindenburgs die Vorbereitung der dritten ö st e r r e i ch i s ch en O f fens ive, deshalb mußten die Russen im Zentrum zwischen Lowicz und Piotriow scstgehaltcn werden, damit die Oesterreicher den linken Flügel umklammern können. Die Deutschen benutzen soeben ihr treffliches Bahnnctz zum Heraubringen vier neuer Armeekorps a» die Front von Wieleczka-Losoziua. — Französische Strategen beklagen, daß die Russen bei der Aufstellung ihres ausgedienten Truppenkordons leider alle Reserven hätten heranzieheu müssen. Eine zweite Lutte sei notwendig, aber nicht möglich, daher der Stillstand der russischen Offensive. Tie Alliierten mußten jetzt lange Zeit Geduld haben.
Eine „Umgruppierung" der russischen Kräfte in Polen.
Bukarest, 14. Dez. Die „Nowoje Wrcmja" schreibt, daß die letzten Ereignisse aus dem östlichen Kriegsschauplatz die oberste Heeresleitung zur Umgruppierung der Streitiräfte in Russisch-Polen gezwungen hätten.
Eine Seeschlacht in der Nähe von Riga?
Stockholm, 14. Tez. Von den südöstlichen Schären «Stockholms wird gemeldet, daß mehrere Personen eine heftige, aber ziemlich kurze Kanonade gehört haben, die aus eine Seeschlacht in der Richtung der Rigaer Bucht oder Windau schließen läßt. — So erzählt ein Kaufmann aus der Insel Rannnsdü. daß er am letzten Donnerstag vormittag zwischen 11 und 12 Uhr eine heftige Kanonade aus dem Meere in südöstlicher Richtung gehört hat, die er aus eine Enffernnng von 100 bis 150 Kilometer geschätzt hat. Das Ganze hätte 8 oder 10 Minuten gedauert.
Frhr. v. d. Goltz beim Sultan.
Konstantinopel, 13. Dez. (WTB Mchtamtlich.) Feldmarschall Freiherr von der Goltz ist in Begleitung seines Sohnes, der Militärattache in Sofia ist, sowie des Militärattaches in Bukarest, Major Bronsart v. Schellen- dorsf, heute nachmittag vom Sultan in Audienz empfangen worden. Er besuchte sodann einige Palais der Würdenträger.
Pariser Sorgen vor deutschen Lustbesnchen.
Gens, 14. Tez. Mit der Rückkehr der Minister nach Paris beginnt für die Pariser Behörden die Sorge, die (stebäudc der Regierung, die Ministerien, das Elisee das Palais Bourbon, die Kammer und das Senatsgebäude vor dem Angrifs tctnd- licher Flieger wirksam zu schützen. So inußten gestern bereits mehrere militärische Flugzeuge stundenlang Paris überfliegen, wobei die Flieger bisweilen eine Höhe non 2400 Metten« erreichten und eine Kalle von 10 Grad attshallen mußten.
Ein holländischer Dampfer unrergegangen.
Porto, 13. Tez. (WTB. Nichtamtlich.) Der holländische Dampfer „P o g a s" ist heute vormittag nahe Min-- deklo untcrgegangen. 2 4 Personen ertranken, Vier- Personen wurden gerettet.
Verantwortlich für „Feuilleton", „GerichtSsaal" u. „Permi, chtes": I. V.: A u g lt ft Goetz.
Bekanntmachung.
Betr.: Anmeldung des unansgeb i lbete n Land
sturms II. Aufgebots zur Landfturmrolle.
ES wird darauf hingewiesen. daß sich die dem unauS- gebildctcn Landsturm II. Aufgebots angchörigen Per- stinen. die in der Zeit vom 1. August l 86 9 bis 3 1. De - zembe r 1875 geboren sind, zur Landsturmrolle bei den Bürgertnetstcreicn anzumelden haben und zwar in der Zeit vom 16. b i S 2 0. Dezember 1914.
Gießen, den 13. Dezember 1914.
Der Zivilvorsitzende der Ersatz-Kommission des Kreises Gießen.
I. V.: Hemmerde.
Der -ladt »ud ciucin Teil der Latidanstag« heutiger Nummer liegt ein Flugblatt der Buchbandluna »er Pilacrmtisioii Wieben bei, aus welches besonders aufmerksam gemacht sei. 123061)


