schon am Nachmittag Säug« und Sängerinnen Vorstellungen ge- den Am Abend tritt dann das „Canadian Ossicers Quartett" auf, das stets ein volles Haus aufzutveisen hat In einem der Zelte drängen sich die Mannschaften üm „Winnie", den aus den Rockv Mountains mitgebrachten braunen Bär, und süttern ihn mit Zucker und andere» Süßigkeiten. — Anderswo hat man wieder eine Bataillonsziege oder einen Zicgcnbock initgesührt, den mau abrichtet und dessen tolle Sprünge zum Zeitvertreib dienen. Aus einem anderen Zelte aber dringt der englische Schlachtgesang: „Jt's a long lang map to Tipperarp . . bis das Trampetcnsignal um 10 llhr das Zeichen gibt, daß alle lärmende Freude verstummen und Ruhe im Lager cintreten soll. Als die englischen Journalisten die Kanadier besuchten, war die Mehrzahl von ihnen von einem bartnäckigen Schnupfen befallen. Sie sind zwar einen harten Winter mit Eis und Schnee gewöhnt, doch jene Temperatur, die immer uin Null Grad herumpcndelt und einmal ein wenig Schnee, dann wieder Regen und Schimig bringt, können sic nur schlecht vertragen. Doch hoben sie sich vorläusig mit Humor darüber hin- wcggesetzt, und die Insassen des Bustardlagers — das große Zeltlager zerfällt in vier Abteilungen Bastard, Nord- und Süd-West- down und Bond Zarin — sprechen von ihrem „Bustard Whisper", während andere wieder vom „Pond Farm Parsicular" reden.
3fti* Stadt und Land.
Gieße». 8. Dezember 1914.
Aus dem Felde der lLhre gefallen.
(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)
Utsi'z. d. Res. Herin. Schäfer, Jns.-Pgt. 82. — Landwehrmann Friedrich Graubner aus Weinbach. — Wachtmeister u. Steuersupernum. Heinrich Hagener, Res.-Art.-Rgt. 9, aus Oberndorf. — Utffz. d. Res. Gerichtsrcf. Heinr. P i n g e l, Inf.- Rgt. 167, aus Marburg. — Kriegsireiw. Lehramtskandidat Aug. Naumann, Inf.-Rgt. 168, aus Wetzlar. — Gesr. d. Res. Hrch. Schmidt, Res.-Jnf.-Rgt. 116, aus Hörgenau. — Gesr. d. Res. Karl Fuchs, Jns.-Regt. 116, aus Engelrod. — Gardist Wilh. Guth. 1. Garde-Rgl. z. F., aus Erbstadl. — Ers.-Res. Polizeisergeant Karl Deeg, Jäger-Bat. 1, aus Homberg a. d. Ohm.
— Landwehrm. Johs. Ru hl, Inf.-Rgt. 83, aus Berfa. — Res. Heinrich Ru pp ert, Inf.-Rgt. 116, aus Ober-Gleen. — Gesr. d. Landw. Karl Stühlinger, Landw.-Rgt. 116, aus Rein- Heim — Landwehrm. Michael Heil, Inf.-Rgt. 118, aus Gun- dershausen. — Res. Tllbrecbt Dörr, Inf.-Rgt. 118, aus Fränk- Crumbach. — Gesr. Karl Dörr, Pion.-Bat. 21, aus Friedberg.
— Füs. Konrad E ck, Inf.-Rgt. 40, aus Nidda. — Lt. d. RZ. u. Gerichtsassessor Otto Herlt, 50. Ersatzbat., zuletzt in Nidda.
— Hoboist Adam Stein, Jns.-Rgt. 168, aus Lang-Göns.
**RitterpesEisernen Kreuzies: Stabsarzt Dr. Ad. Weckerling aus Friedberg, 18. Res.-Scrnitätskomp. Dr. Fleckenstein, Affrstenzarzt d. R. des Juf.-Regts. 168, aus Friedberg. Sanitätsfeltüvi. Fritz Kotter von Nieder- erlenbach. Dr. Bernhard Rosen thal, Stabsarzt im Jns.-Regt. 118, ans Wetzlar. Heinrich Adolph, Feldintendantur-Assistent beim Stabe der 6. Kavalleriediv., aus Wetzlar. Stabsarzt di. fft Dr. Ul nt er aus Leun. Res. Georgs Bernhardt, Jns.-Regt. 167, aus Waldgirmes. Oberjager Jakob Becker, Res.-Jägerbat. 24, auS Naunheim. Off.- Stellv. Georg Ullrich aus Lauterdach, Leib-Gren.-Regt. 109. llsfz Eduard Paul und Uffz. Hermann Fügner, beide aus Diez. Wehrnt. Georg Gun Hermann aus Faulbach, Res.-Jnf.-Reat. 87. Beterinärarzt Dr. Koch, 5. Futz- Art.-Regt. Uffz. Heinrich Schüler, 1. Landsttrrm-Pion.« Komp. des 10. Armeekorps, aus Wetzlar Leutn. ir. Adj. Henrich, Jns.-Regt. 132, aus Gießen. Uffz. Wilh. Bin- g e l, Landtv.-Jns.-Regt. 116, «rus Grüningen. Bizeseldwebel Karl Rees aus Friedberg, Jns.-Regt. 168. Oberlt. der Landw.-Kav. Mfred h. Helmolt aus Fauerbach. Off- Stellv. Eduard Vogel von Nieder-Ramstvdt. Leutn. Wlh. Katzenbach aus Offenbach, Jns.-Regt. 112. Off.-Stellv. Georg Linker in Griutberg. Uffz. d. R. Emil Henning und Gcfr. d>. R. Karl Rudolf Thiel mann, beide aus' Breitscheid. Uffz. Heinrich Dönges aus Wallau, Jsnf- :ligt.83. Res. Obergefr. Otto Har dt aus Frohnhausen (Dill), Res.-Fußart.-Regt.3. Leutn. Budde aus Friedberg, Jns.- Regt. 27. Geometer 1. Kl. Adolf Barth, Leutn. d. 3t im Pioniev-Bat. 11.
** Die hessische Tap fe rkeitsntevaille erhielt der Gefreite Christian Petry, Landw.-Regt. 116, aus Grüningen. ,
" Die Weihnachtsgaben des Gießener Roten Kreuzes. Wie die Danksagung in nnscrem Inseratenteil ergibt, hat die Weihnachtssammlnng für unsere Truppen in der Stadt Gießen zu einer» schönen Ergebnis geführt. Wir erfahren noch näher, daß an Geldbettägrn die Summe von 13 051,75 Mark eingegangen ist. An fertigen Weihnachtsvaketen wurden 388 übergeben. Außerdem ging noch eine große Llnzahl von Liebesgaben aller Art ein. Aus ihnen und ans den Bestärrdcn des hiesigen Zweigvereins vom Roten Kreuz konnten noch weitere 445 Pakete hergesleUt werden. Die Gesamtzahl betrug sonach 833. Dazu kommen noch 13 Kisten mit Berbandmaterial und Lazarett- bedürsnissen, einschließlich Nahrungsmitteln und Geschenkgegen- ständen sür Berwundete und Sanitätspersonal. Insgesamt konnten 42 große Kisten im Wertbetrag von etwa 10000 Mark an die Liebesgaben-Transport-dlbteilung in Darmstadt abgesandt werden. — Für die Weihnochtsbescheiarngen in den hiesigen Lazaretten soll rin Geldbetrag von 2000 Mark aufqewendet werden und deren würdige Ausstattung ermöglichen. — Mit Freude wird es jeder begrüßen, daß sich Dankbarkeit und Opfer- mittigfeit unserer Bürgerschaft imeber in so schöner Weise betätigt haben. Auch unser« wackeren Kämpfer werden am Weihnachtsabend der güttgen Spender gewiß dankbar gedenken.
Der Lcmdesverein vom Roten Kreuz hat die stattliche Gießen« Sendung mit svlgendem Dankschreiben bestätigt:
An den
Zweigverein vom Roten Kreuz fc H. d. Herrn Landgersthtsrat Wiener.
Gießen.
__ Liebigstraße, Alte Klinik.
-re haben uns in drei Einzesiendnngen 42 Kisten mit 833 Einzelvaketen. ferner Lazarcttgegenständen usw. für unsere Truppen übersendet. Wir danken Ihnen herzlich sür diese überaus reichen Gaben, die zu den umfangreichsten gehören, welche wir seither aus dein Großherzogtum erhalten haben. Ihre Sendungen liird bereits weiter geschickt und werden in Kürze hossentlich unbeschädigt auf dem Kriegsschauplatz? ankommen.
Landesverein vom Roten Kreuz.
Matericchien-Abteitung. Magazin-Verwaltung.
gez. Scharfer.
"Militärische Ausbildung der Jugend. In der Jnstruktionsstunde am letzten Mittwoch wurde unsere Jugend nach turnerischen Unterweisungen mit den Vorschriften über den Schützendienst durch die Herren M i t t e r -- in a i e r und Naumann bekannt gemacht. Herr Kern unterrichtete einen Zug über unser Milikärgewehr. Zum Schluß gab Herr B r a u b a ch packende Schilderungen aus dem Leben unserer „blauen jungen". Am Sonntagnachmittag übten beide Kompagnien in dem Wirsengrnnd des Anneröder Waldes Entfernungsschätzen und Entwicklung der Schützenlinie. Ta die Uebenden mit großem Eifer sich an den Uebungrn beteiligten, war das Resultat recht gut. Das Prächtige Wetter, das sich am Nachmittag eingestellt halte, begünstigte die Hebung sehr. — In die Reihe der Ucbungsleiter, die kürzlich mitgeteilt wurde, ist noch Herr Kaufmann Löbermann einzufstgen.
** Stadttheater. Nochmals sei auf die heutige Erstausführung des fröhlichen Spieles „Als ich nochim Flügelkleide" von Kehm und Frehse hrngewiescn.
'* Die Landesversicherungsanstalt sür das Großherzoglum Hessen hat, wie wir wiederholt mitteilen, in ihre» Geschäitsräumenl Tarmstadt, Wilhelminenstraße 31) eine Kriegs- ariskunst stelle sür Arbeiter- und Angestellten- versicheruug eingerichtet. Tieie Stelle erteilt i» allen die reichsgesetzliche Versicherung (Kranken-, Unfall-, Invaliden- und Hinterbliebenen- sowie Angestelllenversicherung) belresfcuden An- gelegenheileu kostenlos mündlich und schriftlich Auskunft a» alle im Grobherzogtum Hessen wohnenden Kriegsteilnehmer oder deren Angehörige und Hiitterbliebenen. Da auch die Bersiehe- rungsämter (Kreisämter und Oberbürgermeister) die gesetzliche Ausgabe haben, derartige AiiSkünste kostenlos zu erteilen, so dürste dem iusolge des Kriege? besonders stark hcrvorireteuden Bedürsnis »ach Auskiinst und Belehrung in diesen Dingen mit der gedachten anerkennenswerten Einrichtung hinreichend Rechnung getragen sein-
** Liefert das Gold der ReichSbank ab! Es erscheint dringend wünschenswert, daß der Goldbestand der Reichsbank ständig vermehrt ivird. Nach dein Reichsbankgesetz ist die Reichsbank ermächtigt, im dreisachen Betrag ihres Goldbestandes Banknoten, also sür 20 Mk. in Gold 60 Mk. in Reichsbanknoten, die bekanntlich gesetzlich« Zahlnngsmittel sind, auszngeben. Es steht aber fest, daß trotz viestacher Ansklärung in der Presse und trotz des wärmste» Avpells an das nationale Pflichtbewusstsein immer »och weite Kreise der Bevölkerung absichtlich mit dem Gold zucückballen, statt es an die Reichsbank oder die staatlichen Kassen abznsühren. Aus diese Weise wird ein vielleicht nach Millionen zählender Betrag der Nutzbarmachung sür die stnanzielle Rüstung, der es im wesentlichen Maße zu verdanke» ist, wenn Deutschland seither vom wirtschaillichen Rückgang und der damü verbundenen Arbeitslosigkeit bewahrt blieb, entzogen. Dank der Bemühungen privater Kreise ist es in etnigcn Bundesstaaten gelungen, das vorhandene Goldgeld durch eine Berlranensperson cinzlisainmeln und an die Reichsbank behusS Umwechslung in Banknoten abznsühren. In einzelneil kleineren Orlschasten sind aus diese Weise Beträge von 3000—4000 Mk. eingesammell und gegen Banknoten umgelanjcht worden. Es wäre tu hohem Grade erwünscht, wenn dieses c»>- erkenncnswerle Beriahren auch im Großherzogtiun im weitestgehenden Umsauge Nachahmung sände und bei etwaigen demnächst z» veranstallcndeu baussaminlungen die noch zurückbehaltenen Goldmünze» gegen Papiergeld umgetauscht würden.
Kreis Wetzlar.
X Wetzlar, 7. Tez. Das hiesige Gefangene nlager hat am Samstag bedeutenden Zuwachs ersahren. Es trasen 400 Gefangene, nieist Zivilpersonen, dazu auch verwundete Franzosen, aus der Gegend von Namur hier ein. Gegen Abend wagte ein Belgier einen Fluchtversuch: er wurde aber noch rechtzeitig vom Bretterzäune hcruntcrgeholt.
1.2^4 Hessen-Nassau.
b Franks urt a. M., 7. Dez. Nachdem erst am Samstag zwei Buben aus Barmen ihren Eltern durchgebrannt waren, um sich den .Kriegsschauplatz bei Frankfurt' anzusehen, wurden heute zwei Jungen aus Bremen aus dem Hauvtbahnhos an- gcbalten, die das gleiche Ziel im Auge batten. Die beiden Hansa- drüder, die die väterliche Kasse »m 200 Mk. erleichtert hatten, wurden i» Schntzhait genommen.
l> F r a n k s u r l a. M„ 7. Dez. Der 15jährige Sohn eines StadtsekretärS wurde heute früh in der elterlichen Wohnung erschossen ausgesunden. Neben ihm lag das Dienst- g e w e h r eines einquartierten Soldaten. Ob ein Unfall vorliegt oder ob der junge Mann sreiwillig den Tod gejucht hat, konnte »och nicht ermittelt werden.
Vermischte».
* Der Krieg als Erzieher zur Friedfertigkeit. Aus Erbach i. Odenw. wird uns geichrieben : M i ch e l st a d t, der freundliche Ort im Odenwald, besitzt berests durch die in seiner Nähe befindliche, aus der Karolingerzeit stammende berühmte Einhard-Basilika einigen Rus. Die Sympathie mit dem Städtchen wird aber »och erhöht, wenn man erlährt, daß seine Einwohner seit Entfesselung des Weltkrieges zu den sriedsertigsten Menschenkindern aus dem Erdenrund gehören und — ähnlich wie die deutsche Nation im großen — allen Hader und Zwiespalt mit bewundernswerter Entschlossenheit aus ihren Mauern hinausfegten. Wie ernst es ihnen init ihrer Gesinnung ist, zeigten sie der Welt insosern durch einen sehr erfreulichen dokumentarischen Beweis, als sie ihr schönes GroßherzoglicheS Amtsgericht bereits monatelang so gut wie kalt gestellt haben, dasselbe Amtsgericht, das in friedlichen Zeiten den Prozeßhansein zulieb mindesten? jede zweite Woche, die der Herrgott kommen ließ, Derhandlungstermiue an- setzei, mußte. Seit Juli schon hält Frau Justizia in Michelstadt ihren Weisheltsmund geschlossen, und sie wird ihn vor Ablauf des denkwürdigen Jahres 1914 auch nicht mehr öffnen, sintemal cs an jeglicher Klagesache fehlt und anscheinend jeder einzeln« der wackeren Michelstädler seinen Stolz darein gesetzt hat, sich aus besondere Weise das Kaiserwort zu eigen zu machen: Ich kenne keine „Parteien' mehr.
* Die Pariser Mode und der Krieg. In dem so völlig veränderten Paris der letzten Monate bot die Sine de la Paix vielleicht den melancholischsten Eindruck, denn die prachtvollen Paläste der großen Pariser Modesirmen, in denen sonst um die Herbsttzeit ein buntes Leben herrscht wie in einem Breiien- schwarm, waren leer und schweigend: die Fenster mit dichten Läden verschlossen und die Möbel mü dunklen Stoffen überzogen, wie wenn alles plötzlich einen langen Winterschlaf hielte. Nun beginnt es sich aber in diesem wichtigen Zweige der sianzösischen Industrie wieder zu regen. Die großen Schneid« und di« führenden Damen d« Pariser Gesellschaft liaben sich zusammengetan, um das Modegeschäft wird« etwas in Blüte zu bringen. Die Schneid« «klären, daß sie dies nicht etwa täten, um Geld zu »«dienen: ebenso weisen die Damen die Absicht non sich, als ob sie in dies« schweren Zeit an Eleganz und LurnS dächten. Es soll mir den zahlreichen Angestellten und den vielen Heimarbeiterinnen geholfen werden, die durch ein völliges Brachliegen der Atodeindusttie dem Hung« anS- gelicfert würden. So ist es denn jetzt in den letzten Tagen des November sehr, sehr spät zu ein« ersten Vorführung der neuen Modelle gekommen, bei d« statt 150 neuen gioben, wie sonst, diesmal etwa 30 gezeigt wurden und statt d« 100 vornehmen und reichen Kundinnen etwa 20 anwesend waren. Die Männer fehlten völlig in dies« Versammlung: sie sind all« beim He«, vom Direktor bis zum Türsteh«. Die Verkäuferinnen, von denen einige Tran« trugen, sprachen nur vom Krieg, und die Damen, die mit ernsten Mienen die kostbaren Schöpfungen d« leichtsersiqen Mode- götttn betrachteten, batten ebenfalls kein anderes Gesprächsttiema. ANc gaben sich Mühe, mÄglühst wrintevcsfierl zu «scheinen, und doch waren alle, Geschäftsdanien wie Kundinnen, eifrig bei der Sache, denn dir Französin soll noch geboren werden, die nicht üb« dem Schnitt eines Rockes und der Fältelung eines neues Kleides aus Augenblicke alles andere »«gißt. Die neuen Modelle suchten sich dem neuen Geist, d« so rasch üb« Frankreich bereingrbrochen ist, nach Mögsichkeit anznpassen. Man bevorzugt schwere, einfache Linien und dunkle Farben. Die Gewand« fallen ernst und reich von den Schultern bis zu dem Rocksaum. Sehr lange enge Aermel und hohe Kragen betonen das würdevolle und etwas Gezwungene des neuen Stils noch mehr. Dunkelblau mit Schwarz ist ein« beliebte Zusammenstellung, und höchstens wagt man sich bis zu einem gehaltenen Braun od« zu eineni Grangrün, das an das Feldgrau «innett, das ja nun auch die Franzosen in ihre Uiüsorm einführen. Als eine Huldigung sür die moskowitischen Verbündeten ist das Vonviegen d« russischen Tuniken anzusehen, die praktisch, einsach und zugleich — patriosisch sind.
Märkte. . - -
Gieße», 8. Dez. Marktbericht, Aul beni heutigen Wochenmarkle kostete: Butter da? Pfund 1,10—1,20 Mk.: Hühner- eier I Stück 12—13 Psg., 2 Stück 00 Pfq.: Enteneier 1 St. 0 P!g.
2 »t 00 Psg.: Gänseeier 1 St. 0-0 Psg, 2 St. 00 Psg.: KäseF
da? Ciück 10 — 12 Big, Käseinalte 2 Stück 6—6 Pfg.: Tanken daß Paar 1,00—1,40 Mt., Hühner das Stück 1,00—2,50 Alk., Hahnen das Stück 1,00 - 2,50 Mt, Eulen da« Stück 2,50-3,0» Mt., Gänse da«
P!d. 60—70 Psg.: Welsche 4—5Mk.: Ochsensleisch dazPfü. 66—96 Psg, Rindsteisch das Pfund 90 — 94 Pfa, Kutzfliiscb 80—90 Psg, Schweinefleisch das Pfund 60—90—96 Pfg., Kalbfleisch das Bid. 80—84 Psg. Hawmelsteisch das Pfund 70— 90Plg.: Kartoffeln 100 Kilo 7,00—Mk., I Kgr. 8 Psg, Weißkraut das Stück 8—15 Pfg.: Zwiebeln der Zlr 12,0»—15,00 Mk.: Milch das Liter 22 Psg.: Aeplet der Zentner
15—20 Mk.: Birne» das Pfund 12—15 Pfg., Nüsse 100 Stück 40—10 Ptg. — Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.
fc. Frankfurt a M. B i e h h o ? ni n r k t b e r i ch l voni 7. Dez. Auftrieb: Rinder 1573 (Ochsen 297, Blillen 51, Kühe und Färsen 1222), Kälber 337, Schass 134, Schweine 2241.
Tendenz: Rinder rege, Kälber gedrückt, Schale ruhig, Schweine lebhaft. Preise für 100 Pid.
Lebend- Schlachtgewicht
Ochse n.
Bollsteischige, anSgemästele, höchsten Schlacht-
werles, 4—7 Jahre alt........53—57
die noch nicht gezogen haben (ungejochte) . .
Junge fleischige, nicht ausgemäslete und ältere
ausgeniästete ...........46—48
Bulle».
Bollsteischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw.
Bollsteischige, jüngere.........
Färsen, K ü h e.
Bollsteischige ausgei». Färsen höchst. Schlachtw.
Bollsteischige ausgen,. Kühe höchsten Schlacht-
iverteS bis zci 7 Jahren.......
Wenig gut emwickelle Färse»......40—46
Aellere ausgemästete Kühe.......37—42
Mäßig genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe und Färsen Kälber.
Mittlere Mast- und beste Saugkälber Geringere Mast- und gute Saugkälber S ch a s e.
Stallmastschase:
Mastlämmer und jüngere Masthammel Aeltere Masthainmel, gut genährte Schafe und geringere Mastlämmer Schweine.
Bollsteischige Schweine von 80 bis
100 kg Lebendgewicht.....
Bollsteischige Schweine unter 80 kg
Lebendgewicht........ 57.50—59.00
Bollsteischig« Schweine von l00 bis
120 kg Lebendgewicht..... 58.00—61.00
Bollsteischige Schweine von 120 bis
150 kg Lebendgewicht..... 58.00—61.00
fc. Frankfurt a. M., 7. Dez. Mrig.-Teleqr. de? „Gieß. 2lnz.") Amtliche Nolieruiigen der heiitigen Fruchtmarktpreise. Weizen (hiesiger) Mk. 27.50—00.00, Kurhessischer Mk. 27.50 —00.00, Wetterauer Mk. 00.00 - 00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 23.50 — 00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 00.00 —00.00, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00-00.00, Gerste sür Brauzwecke Mk. 00,00-00,00, Hafer Mk. 22.10-00.00, Mais Mk. 00.00-00.00. (Tie Preise verstehen sich ab Station.) — Weizenmehl 0 Mark 00.00—00.00, Weizenmehl I Mk. 00.00 -00,00, Weizenmehl HI Mk. 00 00 bis Mk. 00.00, Roggemnehl 0 Mk. 00.00—00.00, Roggenmehl 0/1 Mk. 00.00-00.00, Roggenmehl I Mk. 00.00—00.00, Weizenkleie Mk. 0.00 —0.00, Weizenschalen Mk. 0.00—0.00. Roggenkleie Mk. 00.00—00.00, Malzkeime Mk. 00.00—00.00, Biertreber
00. 00 - 00.00, Futtergerste Mk. 00.00 - 00.00. Alles per 100 kg ab hier, fc. Frankfurt a. M„ 7. Dez, (Orig.-Telegr. des „Gießener
Anzeig«s".) Kartoffelmarkt. Man notiette: Kartoffeln
in Waggons Mk. 7,00-8,00, im Kleinhandel Mk. 8,00—,900 für je 100 kg.
— Herborn, 7. Dez. Auf dem heute abgehaltenen 14. diesjährigen Markt« waren ausgetrieben 172 Stück Rindvieh uud 563 Schweine. Es wurde» bezahlt sür Fettvieh und zwar Ochsen
1. Oualität 92—94 Mk„ 2. Qualität 88—90 Mark, Kühe und Rinder 1. Qualität 85—87 Mk., 2. Qualität 80—82 Mark sür 50 Kilo Schlachtgewicht. — Aus dem Schweinemarkt kosteten Ferkel 24—40 Mk., Läufer 42—60 Mk. und Einlegjchweine 65—100 Mk. das Paar. Der nächste Markt findet am 8. Februar 1915 statt.
FC. Wiesbaden. Vieh Hof-Marktbericht vom 7, Dez. Austrieb: Rinder 181 (Ochsen 24,fB»llen 25, Kühe und Färsen 132), Kälber 247, Schase 162, Schweine 945.
Marktverlaus: Mittleres Geschast, bleibt Ueberstand.
Preise sür 100 Psd. Lebend- Schlachtgewicht.
Mk.
Mk.
97-105
49—52
90-95
48—48
85-90
47—50
80-83
42—46
75-80
48—53
88-95
43—46
80—83
40-46
77-88
37—42
70—78
28—35
56—68
23—23
52—64
45-50
76-85
40—44
68-75
40-00
86-00
34-00
80-00
lunge
58.00-60.00 75.00—77.00
74.00- 78.00
75.00- 77.00
75.00- 77.00
Mk.
42-46
38—42
37-45
Ochsen.
Vollfleischtge, auSgemästete, höchsten Schlacht- wertes im Alt« aon 4—7 Jahren . . .
Junge, fieischige, nicht auSgemästete und ältere
ausgemästete............48—60
Mäßig genährte junge und gut genährte ältere 43—47 Bulle».
Bollsteischige, auSgew. höchsten Schlachtw.
Dollfleischige, jüngere.........
Färse». Kühe.
Bollsteischige, ausgemästet« Färsen höchsten
Schlachtwertes...........
Bollsteischige ausgeniästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ....
Wenig gut entwickelte Färsen......40—46
Kälber.
Feinst« Mastkälber..........60-00
Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . . 50—54
Geringe Saugkälber.......... 38—45
Schase.
Weidemastschase:
Mastlämmer und Masthammel.... 41,00—00,00 Geringere Masthammel und Schase . . . 34-00
Schweine.
Bollsteischige Schweine von 80 bis 100 kg
Lebendgewicht ............54'/,—66
Bollsteischige Schweine unter 80 kg Lebendgew. 54—54'/,
Bollsteischige Schweine von 100 bis 120 kg
Lebendgewicht......... . 56—57'/,
Bollsteischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht............54—55
Mk.
bl—55 93-102
88-93
81—87
75—82
66-75
48—54 88—98
68—86
74-86
100—00
83-90
65—74
88-00
75—00
70—72
69- 70
70- 72 68—69
Kirchliche Nachrichten
Evangelische GemeinSe.
Mittwoch, den 9. Dezember, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde in der Johanneskirche. Pfarrer Bechtolsheimer.
Berantwvrttich für „Feuilleton", „Gerichtssaal" u.
I. B.: A u g u st G o e tz.
.,B«mischtes":
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