Einzelbild herunterladen

IlllenHiakben gefllvgyt. Hier hatte man aklerd-drgs mit 200 000 oeffarrgenen Raffen «euch den Rekord erreicht. Ms Variante cht wieder an anderen Orten der Umgegend verbreitet wor­den^ die Muffen Hütten einen großen Sieg errungen und >60000 Deutsche gefangen. Wie das Gerücht entstanden ist, konnte man nicht feststellen.Ein Mxrrm" soll es erzählt haben. Wenn man doch solcheMänner" einmal nachdrück­lich mit dem betreffenden Paragraphen unseres Strafgesetz­buches bekanntmachen könnte!

**DasDezemberwetterist einstweilen nicht recht geeignet, weihnachtliche Stimmungen ausMlösen. An den auch kalendermäßig nahenden Winter erinnert in der Natur recht wenig. Die warme Luft und die eilig und tief ziehenden Wolken lassen vielmehr weit eher den Gedanken auskommen, als ob der Frühling vor der Türe sei. Ein Thermvmeterstand von 12 Grad über Null irn Dezember gehört jedenfalls zu den Seltenheiten, und wenn nicht die Weihnachtsauslagen in den Schaufenstern wären, und sich nicht allmählich schiich- tern und später als sonst die Christbaumverkäufer nieder­ließen, so sollte man nicht sagen, daß in wenig mehr als zwei Wochen die Weihnachtsglocken läuten sollen, deren Klang man sich so gerne über verschneite Giebel und Straßen schwebend denkt.

** Auszeichnung. Dem Großh. Geometer 2. Klasse Eduard Schäfer hier, Glaubrechtstraße 10, wurde vom Großherzog die hessis che Tap fer kcitsmedaille ver­liehen.

**(Sin Jubiläum. Morgen werden es 25Jahre, daß in Gießen die Trichinenschau eingeführt worden ist. Da damals das Ministerium eine amtliche Regelung der­selben ablehnte, taten sich die hiesigen Schweinemetzger freiwillig zusammen, um die Durchführung der Maßnahme zu ermöglichen. Me Abmachungen galten immer ftir ein Jahr und wurden dann erneuert, bis von Amts wegen die Fleischbeschau eingefiihrt wurde.

** Bon den Wandernden. In der Herberge zur Heimat kehrten im November 853 Gäste ein, von denen 117 ohne Mittel waren (hn gleichen Monat des Vor­jahres betrug die Frequenz 1297 Gäste bei 564 Mittellosen). Im Arbeitsnachweis der Herberge waren im November 85 offene Stellen gemeldet, von denen 83 besetzt werden konnten. Bon den untergekommene» Arbeitskräften gingen neun nach außerhalb, 74 blieben in Gießen. Bon diesen waren 45 gelernte und 38 ungelernte Arbeiter.

** Billigere Fahrpreise für dic Begleiter ge­nesender Krieger. Auf eine Bitte des Zenlralausschusses der Deutschen Rote-Kreuzvereine um Gewährung von Fahr­preisermäßigungen für die Begleiter von genesenden Kriegern nach Kurorten dat der preußische Eisenbahnminister eine erhebliche Fahrtvcrgünstigung gewährt. Ter Minister hat außerdem den staatsbahnbesitzenden deutschen Regierungen an­heimgestellt, zur Erzielung eines einheitlichen Borgehens eine gleiche Anordnung auch für den Bereich der dortigen Staatsbahnen zu treffen. Außerdem wurden die Eisenbahnkommissarc beauftragt, den ihrer Aufsicht unterstellten Privatbahnen die Gewährung der gleichen Vergünstigung nahezulegen.

Landkreis Gießen.

F. S t e i n b e r g, 8. Dez. Zu dem letzten Bericht über die lJnbaber des Eisernen Kreuzes aus unserer Gemeinde ist noch izachzutragen, daß diese Auszeichnung am 7. November auch dem Karl Schäfer aus Steinberg verliehen wurde. Schäfer ist Bataillonstambour mid Unteroffizier im 168. Res.-Jnfanterie- Rcgiment.

Starkenburg und Rheinhessen.

A ® o t m ft a b t, 8. Dez. Dem bei der Ober-Postdireklion in Darmstadt beschäftigten Obcr-Postsekretär, Rechnungsral Co­lin ist aus Anlaß seines 50jährigen Amtsjubiläums vom Kaiser der Rote A d l e r o r d e n 4. Klasse mit der Zahl 50 verliehen worden. Diese Auszeichnung wurde ihm am 7. bei Dienstbeginn von Ober-Postdirektor Mil kau im Prüsungssaale der Ober-Postdirektion in Gegenwart des gesamten Personals dieser Behörde zugleich mit einer prächtigen Blumenspende über­reicht.

Hessen-Nassau.

m. Kirchhain, 7. Dez. Von den im Felde stehenden Krie­gern aus Amöneburg sind zwei verwundet, einer wird vermißt; einer, Martin Beier, beim Reserve-Garde-Regiment, ist für seine Tapferkeit mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden. Frei­herr von Stumm auf Schloß Holzhausen im Kreise Kirchhain hat in seinem Schloß ein Genesungsheim für unsere Kriegs­teilnehmer eingerichtet. Ter .Krieg hat auch in die Reihen der hiesigen Vereine breite Lücken gerissen. Vom Kriegervercin stehen 66 Mitglieder im Feld, vom Turnverein sind 53 und vom Gesangverein 36 Mitglieder dem Rufe des Vaterlandes gefolgt. Tie Vereinstätigkeit beschränkt sich jetzt bei allen Vereinen in der Hauptsache darauf, die im Felde stehenden Dtitglieder durch Übersendung von Liebesgaben zu erfreuen. Am gestrigen Tage erfolgte die Verpachtung der fiskalischen Forellengewässer vom Schmaleichermühle bis Hof Petersburg und die Hatzbach und gab ein wenig günstiges Ergebnis. Es wurden nur 47 Mark ge­boten.

w. Weil bürg, 7. Dez. Aut die Bitte des Vaterlän­dischen Frauen Vereins um Wcihnachtsgabcu für die im Felde stellenden Truppen sind 1019 Pakete einge­gangen, die, einen ganzen Eisenbahinoaggon füllend, an die zu­ständige Stelle für die Kriegssürsorgc des Roten .ikreuzes abge­sandt worden sind.

Schwurgericht.

-rb. Gießen, 8. Dezember.

Das diesmalige Schwurgericht snr die Provinz Ober- Hessen wurde gestern vormittag vom Landgerichtsrat Koch als Vorsitzenden eröffnet. Verhandelt ivurde gegen den wiederholt wegen Gewalttätigkeit vorbeslralten, 44 Jahre alten Arbeiter Joh Heinrich Rädlein, gebürtig ans Lichteniels in Oberlranken, zu­letzt in Ober-Rosbach, der unter der Anklage des Versuchs der Notzucht und der Beleidigung in drei Fälle» stand. Tie Anklage vertrat Gerichtsassessor Tr. Gefeit; die Verteidigung iührte Rechtsanwalt Fischer. Es waren in der Sache, die nicht öffent­lich verhandelt ivurde, sechs Zeugen zu vernehnien. Aul Grund des Wahrspruches der Geschworenen, ivonach der Angeklagte nach dem Anklagcbcschlnß unter Annahme mildernder Umstände schuldig gesprochen ivurde, erkannte der Gcrichlshoi ans eine Gelcingnis- straie von 1 Jahr 10 Monaten unter Abrechnung von 1 Monat für die verbüßte Untersuchnngshalt. Tein Aiigeklagle» iviirden außerdei» ivegei, der bei der Tal n» beit Tag gelegten ehrlosen Gesinnung die bürgerlichen Ehrenrechte ans die Tauer von drei Jahren ab- crkaniit. Rädlei» erkannte da? Utteil sofort a».

hölzerne Notbrücken km Kriege.

Bei den großen Brückenbauten, die unsere Pioniere in diesem Kriege so tresslich aussührtcn, haben Berichterstatter des öfteren an jene große Brücke erinnert, die Cäsar im Jahre 49 o. Chr. über den Rhein schlug und von der ja jeder Gymnasiast in der Schule liest. Diese Rheiubrücke ist wirklich einSchulbeispiel" des Kriegs- brückenbaus, und wer ihre im Römermuseum zu Mainz ausge- stclllen Ueberreste betrachtet, wird dies nicht ohne Bewunderung tun können. Wie Oberingen,cur Kayser in seinem Aufsatz der Holzwelt" ausführt, haben sich die Grundprinzipien des Feld- briickenbaus seit jcneni Meisterstück Cäsars kaum geändert, wenn­gleich freilich imscrn heutigen Armeen viel vollkommenere technische Mittel zur Bersiigung stehen, als sie der römische Pionier, der arbiier" der Kohorten, besaß. Tie wichtige Aufgabe, für die nötigen Brücken im Kriege zu sorgen, sällt ja jetzt dem Brückcn- train zu, desseo leichtbewegliche Fahrzeuge, die Brückcnwagen,

je einen Ponton und das zugehörige Material an Balken, Brettern, I Leinen usw. tragen. Das Brückenmaterial eines Armeekorps reicht aus, um bei einer Streckenlänge von 4,50 Meter, von Mitte Ponton zu Mitte Ponwu gemessen, eine Flußbreite von etwa 200 Metern zu überwinden. Da aber der Brückentrain mit Ausnahme einiger sog. Bockstrecken nur schwimmende Unterstützungen sich führt, iv kann die Pontonbrücke bei großen Stromstärken und bei starker Beanspruchung nicht verwendet werden, zumal da einige Gewehr- salvcn des Feindes genügen, um die Pontons zum Sinken zu bringen. Bei größeren Brücken, die dauernde Verwendung finden sollen, tritt daher an die Stelle des vorbereiteten Brückenmaterials der Behelfsbau, und es ist die Kunst unserer Pioniere, sich alle an Ort und Stelle gegebenen Hilfsmittel dienstbar zu machen. Auf die denkbar einfachste Weise hat man so aus Tonnen, Stangen und Brettern z. B. bei der Belagerung von Lllttwerpen Brücken impro­visiert, die nur große Lausstege darstellten. Ein solcher Brücken­steg gestattet aber nur den Uebergang einer Infanteriekolonne in Reihen mit gehörigem Abstand. Eine Brücke, die auch den lieber gang von Geschützen der schweren Artillerie erlauben soll, muß stehende Unterstützungen haben, wobei sich die Wahl der richtigen Konstruktionen nach dem vorhandenen Material, nach den Ufer- oerhältnissen, Wassertiesen und anderen Umständen richtet. Dabei werden entweder Brückenböcke eingebaut oder Pfahljoche einge­rammt. Bei einer Bockbrücke werden die Unterstützungen ans trapezförmig zusammcngefügten Stangen und Stämmen am User fertiggestellt, und diese von Flößen und Booten in das Flußbett gesetzt und durch Verstrebungen gegen Umfallen gesichert. Tie widerstandsfähigste und sicherste aller dieser dieser hölzernen No' brücken ist die Pfahljochbrücke, deren Herstellung allerdings mehr Zeit voraussetzt. Das einzelne Joch besteht meist aus 5 Pfählen, über die der Jochbalken gelagert ist; die Brückenbreite beträgt meist 33,50 Meter. Bedeutende Massen von Holz sind für große Brücken dieser Art erforderlich, so z. B. für die über die Weichsel geschlagene Brücke von über 600 Meter Länge, deren Balken­material die Gesamtlänge von mehreren Kilometern erreicht, ivober der Bedarf sür annähernd 90 Pfahljoche von über 5 Meier Joch­höhe, vom Wasserspiegel aus gerechnet, noch nicht mit in Anschlag gebracht ist.

Ocrmifcfttc*.

* Eisenbahnunglück. Aus Innsbruck, 7. Dez., wird gemeldet: Bei Bierschach im P u st c r t a I stieß ein Gülerzug mit großer Geschwindigkil mit einem fahrenden Lokonrotrozng zusammen. Vierzehn Wagen wurden vollständig .zertrümmert. Ein Schaffner ist tot, drei Mann des Zugpersonals sind schtver

verletzt. 'Der Zugverkehr ist unterbrochen.

* Das Gebet vor der Schlacht. Es ist keine der un­wichtigsten und vielleicht auch keine der leichtesten 'Aufgaben der Feldprediger im Kriege, das Gebet vor der Schlacht zu spreckien. Gar zu leicht kann der Geistliche da wchmüllge Gedanken an die Lieben in der Heimat erregen und so den Mut der Soldaten eher hcrabmindern als anfeuern. Ein Feldgeistlicher, der den Krieg von 1870 mitgemacht hatte, äußert sich, daß er in solcheni Falle, wenn er durch sein Gebet die in die Schlacht ziehenden Truvven anseuern sollte, unwillkürlich imnier an das bekannte Gebet des alten Dessauers dachte und sich an dieses hielt. Bekanntlich soll dieser Kriegsheld, der Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau, vor der Schlacht bei Kesselsdors (am 15. Dezember 1745) an der Spitze seines Regiments auf dem Pferde haltend, den Blick gen Himmel gerichtet, mit lauter Stimme gebetet haben; .Lieber Gott, stehe mir heute gnädig bei! oder willst du mir diesesmal nicht gnädig beistehen, so hilf wenigstens auch dem Schurken von Feind nicht, sondern sieh, wic's kommt", und dann mit gezogenem Degen zur Attacke vorreitend:In Gottes Namen! Marsch!" Kurz und bündig, so ist die Meinung jenes Geistlichen, muß das Gebet vor der Schlacht sein. Auch in der Form muß eine gewisse militärische Forsche liegen. Ein Kriegsteilnehmer des deutsch-französischen Krieges von 1870 erzählt, daß ein^ Feldgeistlicher, der ein vor­züglicher Reiter war und vor der Schlacht elegant an die Kom­pagnie herangesprengt kam, sein Gebet feurig und laut in die Lüfte schmetterte und, nachdem er den Segen erteilt, zur nächsten Kompagnie sprengte.Man sah es den Leuten an," so berichtet der Erzähler,wie das gesamte Behaben anfeuernd aus sie wirkte, wie sie ihre Helle Freude an diesem streitbaren Gottesmann hatten und durch seine kraftvollen Worte gestärkt und erhoben wurden. Wie sehr ein Geistlicher auf die Krieger toirken kann, zeigte der Tivisionspfarrer Moldenhauer bei Gravelotte. Er fah, wie ein Haufen Versprengter unv Entmullgter ihm entgegenkam, wie ein Offizier mit gezogenem Säbel vergeblich sie zu veranlassen suchte, sich dem Feinde entgegenzuwersen; Moldenhauer nähert sich dem Kommandeur des 61. Regiments, das eben in die Schlecht eintreten soll, und bittet, einige Worte reden zcu dürfen. Es wird ihm ge­stattet. und vom Pferde herab hält er an der Spitze eines Ba­taillons folgende Ansprache;Soldaten, ivir gehen dem Feinde entgegen. Seid getreu bis in den.Tod. Kraft meines Amtes ver­gebe ich allen, die bußfertig ihre Sünden bereuen und sich des Verdienstes Jesu Chrisll im Glauben getrösten, im Namen des Treieinigen Gottes ihre Sünden. Haltet ein kurzes Gebet. Wählt die Losung: Mit Gott für König und Vaterland! Vorwärts mit Hurra! Dreimal klang wie Sturmesbrausen das Hurra!" Das wirkte; die Entflohenen faßten neuen Mut, weil sie sahen, daß die frischen Truppen ihn noch hatten. Sie merkten; mit solchen Leuten ist noch nicht alles verloren. Ter Divisionspsarrer ritt zum näch­sten Bataillon, hielt eine gleiche Ansprache, und immer feuriger wurde das Hurra.

Handel.

Berlin, 7. Dez. B ö r i e» st i m »,» n g s b i l d. In der Börsenversamnllung herrschte rege Unternehinniigsluü, die ihre Krait aus der hohen Beiriedigunq schöptte. die i politischer Hin­sicht die Einnahme von Lodz »nd in wirtschaftlicher Hinsicht die fortschreitende Besserung der Lage der deutschen Eisenindustrie her- vorgeruien haben. In den Werten der i» der letzten Zeit ivesent» lich gesteigerte» Waffen-, MunitionS- und Maschinensabrikaktien wurde die gute Stimmung vieliach zu Gennnnrealisierimgen be­nutzt. Dagegen überwog die Nachfrage enischieden sür drei- vrozentige Anleihe, Kriegsanleihe »nd Chemische Werte, liamentlich lür Dynamitaktien. Die ausländischen Dalute» schivächte» sich iveiter aus den am Samstag dargeleglen Gründen ab. Tägliches Geld leicht zu 4 Proz. und darunter erhältlich. Privatdiskont &/< Proz. und niedriger.

wöchentl. Ueberficht der Todesfälle i. d. Stadt Gießen.

48. Woche. Vom 22. bis 23. November 1914. Einwohnerzahl: angenominen zu 32 9)0 (inkl-1690 Mann Militari. Sterblichkeitsziffer: 23,50«/», nach Abzug von 12 Octssremaen: 9,50/ M ,

Kinder

Es starben an; Zusainme»:

Erwachsene:

Im

vom

1. Lebensjahr:

2. 15. Jahr:

angeborener Lebens-

schwäche

i

1

Folgen der Geburt

i io

i (i)

Diphtherie

i (i)

Kl)

Tuberkulose d. Lungen 2 (I)

2(1)

Lungenentzündung

2(2)

Ml)

1(1)

Bronchitis

1

1

Krebs

1

1

anderen Krankheiten

3(1)

2(1)

I

Verunglückung

1 (1)

KD

Wundkrankheiten

(5 Kriegsgesangene) 5 (5)

6 (5)

Summa:

18(12)

13 (10)

3

2 (2)

Im Krieg geiallen: 20.

A nm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der bctreffenldrn Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Amtlicher Wetterbericht.

Wetteraussichten in Hessco am Mittwoch, de» 9. Dez. 1914 : Abnahme der Bewölkung, doch noch unbeständig, westliche Winde.

Meteorologische Beobachtungen der Station Gieße».

Tcz.

o a tJ

S 52

e ° 8 9 S

-H-

3 %

*5S **

Bf

*2

*2

3

i

M

z B = 5

13b

Werre»

1 1 7 1 2«

741,4

13,2

8.0

71

8

2

10

Bed. Himmel

7.| S*H

741,5

12 7

7,8

71

8

2

10

n tf

T

743,2

11,2

8,6

86

SSW

2

10

Regen

Höchste Temperatur am 6. bis 7. Dez. 1914 -= + 13.8" C. Niedrigste . 6. . 7. , 1914 - + 1,5'

Niederschlag: 0,8 mm.

Letzte Nachrichten.

Hindenburgs Sieg.

(WTB.) Berlin, 8.Dez. (Nichtamtlich.) Im Vorder­grund aller Besprechungen steht die Riesenschlacht in Polen. DieTägliche Rundschau" schreibt; Hindenburg und seine Truppen haben einen großen glänzenden Sieg errungen, der sich würdig den kriegerischen Großtaten der Geschichte anreiht und er lvird im Feldzuge gegen Ruß­land von entscheidender Bedeutung sein.

Der Zusammenbruch der russischen Offensive.

(WTB.) Berlin, 8.Dez. (Nichtamtlich.) Der Peters­burger Korrespondent derPolitiken" meldet lautLeip­ziger Tageblatt": Me russische Armee ist auf der ganzen Westfront zur Defensive übergegangen. Die Linie WarschauJwangorod ist die natürliche Ver­teidigungsstellung Westrußlands.

Die Uebcrlegenheit der druffchen Artillerie.

(WTB.) B erlin, 8. Dez. (Nichtamtlich.) Ter deutsch­feindliche Korrespondent de-sCorrierc della Sera" stellt noch vor Bekanntwerden der Nachricht von der Einnahme von Lodz die unbestrittene gewaltige U eber legen- heit der deutschen Artillerie fest.

Derdeutsche Bahnschasfner".

(WTB.) Berlin, 8.Tcz. (Nichtamtlich.) Tie französi­sche militärische Presse schreibt lautBerliner Lokal-Anz." den Haupt an teil an dem Lodzer Erfolg, dessen Tragweite abzuwarten bleibe, der Vorzüglichkeit der deut­schen Verkehrsmittel zu. Terd e u t s ch e^ B a h n s ch a ff-- n e r" habe, so scheint es, den deutschen Schulmeister 70 er Angedenkens abgelöst.

Vor Przemysl.

Berlin, 8. Dez. Vor Przemysk lockert sich nach vor­liegenden übereinstimmenden Blätterincllnnge» die russi­sche Angriffslinie, weil die dort beteiligten Truppen nach dem nördlichen Kriegsschauplatz abgeschobe» iverden

Die Kämpfe in den Karpathen.

(WTB.) Budapest, 7. Dez. (Nichtamtlich.) Aus dem Pressequartier wird über die Kämpfe in den Karpathen demAz Eft" gemeldet, es müsse sestgcstellt werden, daß die Zahl der e i n g e b r o che ne n Russen nicht so be­deutend sei, wie früher verbreitet wurde. Es handele sich nicht um Liniensoldaten, sondern um Truppen zweiter Ord­nung. Daher auch die große Zahl der Gefangenen. Die Kämpfe hatten den Charakter eines Gebirgskrieges, der sich meist in Scharmützel auflöse, die aber nicht von entscheiden­der Bedeutung seien. Wahrnehmbar sei aus diesem, wie auch auf anderen Kriegsschauplätzen, daß die aufjallenbe Ver­schwendung von Munition bei d e m Feinde, die früher geherrscht habe, eingestellt wurde. Es scheint, daß die Ergänzung der Munition, besonders für Kanonen und schwere Batterien, Schwierigkeiten bereite.

Bulgarien gegen die russische Lügenpolitik.

(WTB.) S o f i a, 7. Dez. (Nichtamtlich.) TicA g c u c e B u l- g a r e" meldet; Bukarester Korrespondenten verbreiten im Aus­lande, namentlich in der russisck>en Presse, die absurdesten und unglaublichsten Verleumdungen gegen Bul­garien. Um diese Albernheiten ganz zu verstehen, genügt es, fol­gende Erfindungen auszuzählen, die der Korrespondent desR u s - k o j e S l o v o" seinem Blatt telegraphieren zu müssen glaubt, obwohl jede dieser Nachrichten ein Attentat gegen die Wahrheit, das Gewissen und den guten Geschmack ist. Ter Korrespondent meldet, es sei auf dem tnilgarischen Königlichen Palais eine Funken st ation errichtet, die von Oesterrcichern bedient werde, welche alle Vorschläge, die die Mächte des.Trciocrbandes Bulgarien niachtcn, noch am selben Tage nach Wien und Berlin telegraphierten. Zwischen Sofia und Wien bestände schon seit langem ein geheimes Abkommen, von dem nur der König und einige Minister Kenntnis hätten. Der griechische Gesandte in Sofia habe, man weiß nicht gegen welche geheimen militärischen Vorbereitungen Bulgariens, Vorstellungen erhoben. Der Vertreter Englands habe sich diesem Schritte angeschlossen und zu verstehen gegeben, daß Großbritannien einen Teil des bulgarische» Ge- bietes besetzen und eine Aktion Griechenlands mit allen Mitteln unterstützen werde. So geht es weiter. Diese Meldungen bedürfen keines Dementts.

Dic türkisch-italienischen Beziehungen.

WTB. Berlin, 8. Tcz. (Nichtamtlich./ Ter König von Italien empfing gestern den türkischen Botschafter, der ihm, ime derBerl.L.-A" meldet, versicherte, daß. Italic» vom Heiligen Krieg ausgeschlossen und die Ein­wohner Libyens von der Türkei als italienische Unter­tanen betrachtet würden.

Unsere Landsleute in Amerika.

(WTB./ Genua, 7. Dez. (Nichtamtlich./ Heute mittag ilt der amerikanische DampferI a s o n", der in Amerika gesanimellc Weihnachtsgeschenke für deutsche und österreichisch­ungarische Kinder bringt, hier eingetroffen.

Außen schön Innen gut!

Unsere beliebte Weihnachtsdofe, .OL-nsttcr- entwurf, hochfein in imit. Slltsilber geprägt, ist wieder in den Geschäften zu haben, die unseren KaffeeHag, den cosscinfrcien'Bohnen­kaffee, führen.

Int,alt 1 Pfund, Preis Mark 2. u. 2.50 aaffee-Hnndtls-Slkrieugeiellschast. «rem«.