also den Grundsatz der Wahrung des jetzigen BesiHskanNes abermals zu durchbrechen. Ein solcher Vorschlag mußte aber von den Vertretern aller anderen Parteien mit Recht schon um deswillen abgelehnt werden, weil man der Wählerschaft des genannten Wahlkreises hoch unmöglich die Zunru.lu.nig! stellen konnte, sich von den, Anhänger einer Partei vertreten zu lassen, die dort notorisch ganz in der Minderheit ist. Dagegen hätten doch die Wühler der drei dort viel stärker vertretenen Parteien den entschiedensten Widerspruch erheben müssen. Es sei auch im Interesse der Sache festgestellt, datz die Vertreter der fortschrittlichen Vvlkspartei selber das verlockende Anerbieten rundwg abgelehnt haben.
Wenn sich die Parteivorstände und Vertrauensmänner überhaupt dazu entschlossen hätten, das von Herrn lllrich selber ausgestellte Prinzip in der angegebenen Weise zu durchbrechen, dann wäre es auch beim besten Willen nicht möglich gewesen, die Anforderungen anderer Parteien von der Hand zu weisen, z. B. in (h i e ß c n, wo nach der früheren Vereinbarung zwischen Freisinnigen und Ncrtionalliberaleir bei der Landtagswahl 191t eins der beiden freisinnigen Mandate den Rationalliberalen überlassen werden sollte, oder noch besser in Offenbach. Dort ist, was doch auch einmal sestgestellt zu werden verdient, die nationallibcrale Partei seit vielen Jahrzehnten ununterbrochen im Besitz des Landtagsmandats gewesen nnd Namen, wie Oberslcuerrat Ewald, Fabrikant Äugtet, Hosgerichtsadvokat Tr. Hofsmann, Realschuldirektor «reim, Fabrikant Gustav Böhm (1878 bis 1889), Instizral! Weber (bis 1897) beweisen, daß die ständige Wiederwahl ihrer Vertreter den Wünschen nnd Fnter- essen der Wählerschaft entsprach. Nach dem jetzigen Beispiel der Sozialdemokraten hätten also die Nationalliberalen hier doch wohl verlangen können, daß ihnen jetzt wenigstens das eine der beiden Offenbacher Mandate überlassen würde, sofern man sich eben dazu entschließen könnte, mit gleichem Maß zu messen.
Es muß ausdrücklich betont werden, daß. sich bei den erwähnten Verhandlungen alle Parteien mit Ausnahme der Sozialdemokratie nach Möglichkeit bestrebt haben, eine Ber- cinignng über, die Durchsnlftnng der kampflosen Wahlen in dce Wege zu leiten. Es hätte in der Tat ein schönes Ä Der Einheitlichkeit unseres Hessenlandes auch nach außen hin gegeben, wenn angesichts der jetzigen tiefernsten Zeit alle Sonoerinteressen beiseite gesetzt rrnd von allen Parteien ausschließlich der gemeinsame vaterländische Gedmeke zur Geltung gebracht worden wäre. Ta dies nun aber leider nicht gelungen ist, so wird die nächste Folge sein, daß die Großh. Regierung in der bevorstehenden kurzen .Rriegs- tagung ein'Notgesetz vorlegt, durch welches die Bestimmung des Art. 68 des Wahlgesetzes vom 8. Juni 1911, wonach im Jahre 1914 für 80 näher bezeichnete Landtagswahlkreise Neuwahlen angeordnct werden, eine Abändernng! erfährt nnd die Anberaumung !der Erneuernngswahlen bis zu einem späteren Termin — vielleicht bis zum Herbst nächsten Jahres — verschoben wird. Wenn bei dieser Gelegenheit möglicherweise auf die jetzt gescheiterten Verhandlungen noch einmal zurückgegrisfen werden sollte, so würde es gewiß für alle Teile recht erwünscht sein, daß an berufener Stelle aud) eine eingehende Erörterung über die Zweckmäßigkeit nnd Zulässigkeit der ganzen wichtigen Angelegenheit im allgemeinen erfolgte. Denn es darf doch nicht außer acht gelassen werden, daß mit der Durchführung des Projekts kampfloser Wahlen die Hälfte sämtlicher Kam- inermandate auf volle sechs Jahre erneuert und somit ein für das ganze Land sehr wichtiger politischer Mt olfne die große Masse der draußeü im Felde stehenden Wählerschjast vollzogen werden würde, an welchem yrikzntun gerade die ihr Leben für düs Vaterland einsetzenden Münuer ganz besonders berufen ivären. Es Haben szchin ernsten ÄlreiseuBedenken darüber erhoben, die in der Frage gipfeln, welches von beiden Uebeln das kleinere sei, die Verlängerung der jetzigen Volksvertretung um voraussichtlich. höchstens ein Jahr nnd dann eine Neugestaltung unter Mitwirkung unserer Bctter- landsvertcidiger oder die Festlegung der seitherigen politischen Verhältnisse ohne deren Stimüre aus weitere sechs Jahre hinaus. .Hierüber ^eiue gründliche Klarheit zu schaffen, will uns als eine der dringendsten Aufgaben der kvminenden Kriegs- oder Notstandstagung erscheinen!
Die entscheidende Sitzung der italienischen Nammen
Rom, 5. -Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die Kammer setzte heute die Erörterung der Regierungserklärung fort;« Faechineiii lenkte die ^Aufmerksamkeit der Regierung aut die für die Schifsahrt schwierige und gefährliche Lage im Adriatischen Meere. Bettolo sprach sich für die folgende Tagesordnung aus;
Ta die Kammer anerkennt, daß die Neutralität Italiens not vollem Recht und überlegtem Urteil proklamiert wurde, so Hai sie das Vertrauen zur Regierung, datz. diese im Bewußtsein ihrer > schweren Verantwortung durch ihr Auftreten und die geeignetsten Mittel verstehen wird, die den höchsten Interessen der Nation entsprechende Handlungsweise zu erklären,
Bettolo drückte seine Gemiqtimng darüber aus, daß die von Italien pvoklamiertc Neutralität auf keineir Fall ihren Grund l»be in der Vorbereitung und Kraft Der militärischen Organisation. «Lebhafter Heisall.) Salandra habe die wahren Gründe .dafür angegeben, weshalb Italien an dem ungeheuren Krieg nicht teilnehmen kann. Bettolo faßte die Haltung Italiens folgendermaßen zusammen: X,ic Neutralität soll keine passive Entsagung bedeuten, sondern eine wachsame und gelassene lleberwochung, die durch eine kräftige militärische Vorbereitung gestützt wird. Diese soll bereit sein, die höchsten Interessen der Nation zu verteidigen, falls sie bedroht oder mißverstanden werden sollten. lBeisckll.) Bettolo betonte, daß Italien besonderes Bedürfnis empfinden müsse, an sich selbst zu denken, ohne auf die Schmeicheleien interessierter Lockungen zu hören, noch auf die gefährliche Suggestion verwickelter und abstrakter Begriffe, die den Sinn für die Wirklichkeit verlieren könnten. Bettolo spraft« zum Schluß sein Vertrauen aus, daß die Regierung ihre Aufgabe Mft dem sicheren Bewußtsein der Interessen des Vaterlandes erfüllen' werke.«
C i c c o t t i (Unabh. Sozialist) billigt die Erklärungen der Regierung nicht, da er sie nicht für klar hält. Er bedauert, daß die Regierung nicht angebe, wie sie vorzugehen beabsichtige, und «ordert eine entschlossene und kräftige Handlungsweise. Cieeotti wünscht den Triumph des Grundsatzes der Nationalitäten, der allein auf einen bewaffneten Frieden einen Zustand soigen lassen könne, in dem die fortschreitrnde und friedliche Entwicklung aller Böller keine Hindernisse mehr finde.
Altobelli (Unabh. Sozialist) findet die Erklärungen der Regierung unklar und spricht sich zogen jeden Krieg aus, der kein Verteidigungskrieg ist. Er erklärt sich für eine Neutralität bis zum Schluß, sind zwar im Namen der Menschlich- feit und Zivilisation, und vertraut daraus, daß auch bei Beibehaltung der Neutralität Italien seine Interessen «vrrksam werde schützen können. Italien könne seine Neutralität diplomatisch zur Geltung bringen. Es könne auch mit anderen neutralen Mächten die Anregung zum Frieden geben. Jtaüen werde niemals gestatten können, daß seine Armee an der Seüe der Zentralmächte kämpft.
Bei diesen Worten unterbricht der Ministerpräsident den Redner und sagt mit Nachdruck: Di« ital ienisch e Ar m c e wirdihremKünigimmerloyalundtreugehvrchen. -ehr lebhafter Beifall.)
Unter lebhafter Aufmerksamkeit des stanzen Hauses ergriff
Ministe rtnMitzent gaiaubta
das Wort und Drückte zunächst sein Bedauern über die wenig maßvollen Ausdrücke aus, die einzelne Redner bei Verurteilung des großen internationalen Konflikts und der Mächte, die daran beteiligt sind, gebraucht hätten. (Lebhafter Beifall.) Dann fährt der Ministerpräsident fort:
Italien erkennt die Verdienste und Vorzüge aller zivilisierten Völker an und «veiß, daß alle am Fortschritt mitgoarbeitet haben. Es lebe Italien, das sei unser Ruf. (Die Abgeordneten erheben sich. Anhaltender Beifall. Wiederholter Ruf: „Es lebe Italien!") Man hat gesagt, daß meine Erklärungen rätselhaft waren; mir dagegen scheinen sie sehr llar getoesen zu sein, nnd ich glaube, daß die große Mehrheit des Landes, die in diesem Augenblick von uns vertreten wird, und nicht (zur _ äußersten Linken gewandt' von Ihnen, mit mir einverstanden ist. (Sehr lebhafter ®aifatt, der von der äußersten Linken unterbrochen wird.) Was ich gesagt habe, nürd von jedermann Vorständen, rcnd ich darf kein Wort hmzufügen. Sic sollen »reine Erklärungen beurteilen: aber ick« kann keine misführlicheren Erklärungen geben, denn das würde gegen das Staatsintereffe sehr. (Sehr lebhafer Beifall.) Wenn Sie glauben, daß diese Art, die Pflichten der Regierung zu beurteilen, dem Staatsinteresse entspricht, dann werden Sic unsere «wlftische Richtlinie billigen. Andernfalls werden Sie unsere Pflichten kennen. (Sehr gut! Bravo!)
'Was die militärische Vorbereitung anbelangt, so erllärc ich, daß Heer nnd Flotte Italiens für, jede Eventualität bereit sind. (Sehr lebhafte Zustimmung. Beifall.) Wir haben ebenso wie unsere Vorgänger die schwere Verantwortung für das Wohl des Landes übernommen. Sie iverden, sobald Ihnen die Dokumente vorgelegt werden, diese Verantwortung beurteilen können. Aber nicht heute. (Zustimmung.) Das Land stimmt mit der Regierung überein, seine Jitteressen schützen zu wollen, und sie werden geschützt werden. Ich kami nicht über diese Erklärungen hin- ansgehen. (Lebhafter Beifall.) Die Kammer muß sagen, ob sie Vertrauen zur Regierring hat. In diesem Augenblick kann man über nichts anderes verhandeln. Ich erkläre, daß ich die Tagesordnung Bettolo annehme, besonders, weil sie der Regierung volle Handlungsfreiheit zuerkennt.
Salandra schloß mit den Worten: Wir kennen die furchtbare Berantroortnng, die auf uns ruht. Wir kennen sie und suhlen sie; aber ohne volle Handlungsfreiheft unter Zustimmung der Kammer können weder wir noch irgend eine Regierung das Land in diesem Augenblicke leiten. «Beifall.) Tics ist die Bedeutung der Tagesordnung Bettolo, die ich die Kammer airzunehmen bitte. (Sehr lebhafte Zustimmung und anhaltender lebhafter Beifall.)
Im weiteren Verlaufe der Sitzimg ergriff auch der f rtlhere Ministerpräsident Giolitti, dessen Erklärungen von dem Hanse mit gespamfter Aufmerksamkeit angehört «vnrden, das Wort. Er führte aus, daß es vor allem von Wichtigkeit sei, daß die Loyalität Italiens über jeder Diskission stehe. So erinnere er bezüglich des Rechtes Italiens, die Neutralität zu erklären, daran, daß schon im Jahre 1913 Oesterreich an eine Aktion gegen Serbien dachte, ehe es ihr den Charakter einer Tefensivaktion geben wollte. Er aber habe Mft dem verstorbenen Minister des Aeußern die Ansicht geteilt, daß dabei der Bedürsnisfall nicht gegeben sei, und diese Ansicht habe die freundschaftlichen Beziehungen zwffchen den verbündeten Mächten nicht gestört. Als Italien seine Neutralität proklamierte, habe es also vollkommen lonal gehandelt und mir sein gutes Recht ausgeübt. (Sehr lebhafter Beifall.) Er billige vollkommen die von der Regierung abgegebenen Erklärungen einer wachsamen und bewaffneten Neutralität, die von allen Italienern solange loyal beachtet werden müßte, als nicht der Augenblick eintrete, der es zur Pflicht mache, ins Feld zu eilen, um die höchsten Interessen Italiens zu wahren. (Beifall.) Der Redner ermahnte weiter die Italiener, eine klare und reservierte Haltung zu beobachten. Die höchsten und vitalsten Interessen des Landes ersov- derten von sedermarm, besonders aber von polftischen Persünlich- keften und von der Presse die größte Zurückhaltung. (Zustimmung.) Er werde seine Sftmme für die Regierung abgeben, von der er wünsche, daß sie irr ibrem Borgehen verharren möge, um sich, wie im gegenwärtigen 'Augenblick, die volle Anerkennung des Landes zu verdienen. (Sehr lebhafte Zustimmung, lebhafter Beifall.) — Sehr viele Deputierte beglückwünschen den Redner.
Die Abstimmung.
R o m , 5. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Die von der Regierung genehmigte TageSvrdmrng Bettolo ist in namentlicher Abstimmung mft 413 gegen 49 Stimmen angenommen worden.
Verlustliste.
Res.-Jnf.-Regt. Nr. 116, Darmstadt, Gießen, Friedberg.
Servon am ch, le Qnesne am 22. und 23. 10. und 3. 11., Osttaverne
am 7., 8. und 11. und Wytschaete vom 6. bis 12. 11. 14.
I. Bataillon.
1. Kompagnie: Res. Adam Bender, Brmrsbardt, Darm- stadt, tot. — Res. Philipp Reichenbach, Frankfnrt a. M., lvw. — Res. Friedrich Kugler, Bodenamberg, Amberg, lvw. — Res. Georg Arheilger, Darmstadt, lvw. — Res. Richaü» Martin — Helmstadt, Marktheidenseld, lvw. — Geft. d. R. Franz Johann Mock, Seligenstadt, Offenbach a. M., lvw. — Res. Franz Weiß, llnter- zettling, Bayern, lvw. — Res. Johannes Stockum, Erbach, lvw.
— Res. Ludwig Haas, Pfungstadt, Darmstadt, lvw.
2. Kompagnie: Res. Nikolaus Roth, Lamrnersprckl, Offenbach a. M., lvw. — Res. Peter Grimm, Leeheim, Gr.-Gerau, schvw.
— Geft. b. R. Friedrich Heil, Sprendlingen, Offenbach a. M., lvw. — Res. Heinrich Holzschuh, Unter-Sensbach, Erbach, Hessen, lvw. —- Geft. d. R. Ludwig Gompf, Offenbach a. M., lvw. — Serg. Wilhelm Schneidmüller, Gedern, Schotten, tot. — Nntervff. Friedrich Stall, Bad-Nanheim, lvw. — Unten,ff. Georg Edelmann, Hahn, Darmstadt, lvw. — Res. Michael Arold, Dettwang, Rvthen- bnrg a. d. T., tot. — Res. Peter Bernhardt, Lützelbach, Dieburg, lvw. — Geft. Josef Ott, Weißkirchen, Ossenbach, lvw. — Res. August Hotz, Frankenthal, Bayern, lvw. — Res. Georg Hartmann, Darmstadt, lvw. — Res. Adam .haverkamm, RbeiichSlln, SiMmern (Pn), lvw. — Res. Heinrich Adoff Koch, Bockenheftn, Frankfurt a. M., lvw. — Res. Konrad Ludwig Klenk, Lampertsheim, Bens- berm, lvw. — Res. Albert Reiniug, lvw.
3. Kompagnie: Res. Johannes Heinrich Mentzel, Kefenrod, Büdingen, tot. — Res. Jakob Lindemann, Burghaun, Hünftldi, lvw. — Res. Johann Krvner, Vilbel, Friedberg, tot. — Res. Konrad Prinz, Roßdorf, Hanau, tot. — Res. Wilhelm Haas, Burkhardsfelden, Gftßen, lvw. — Res. Horn. Adam Schutt, Wölfersheim, Friedberg, schwv. — Res. Peter Duplets, Vilbel, Frickberg, lvw. — Res. Heinrich Wagner, Bichesheftn, Friedberg, ll>w. — Res. Aug. Thürk, Büdingen, lvw. — Res. August Mehrmonn, Hanstenbreck, Detmold, verm. — Res. Heinrich Klein II., Affen- heftn, Friedberg, lvw. — Res. Johann Friedrich Grobler. Offenbach, lvw. — Res. Richard Emil Köstecke, Lohr a. M., lvw. — Res. Isidor Katz, Watzenborn, Gießen, lvw. — Res. Wilhelm Stürtz, Lorbach, WLmrgen, lvw.
4. Kompagnie: Bizeftldw. Wilhelm Bätz, Schlitz, Lanter- bach, tot. — Geft. Adam Petri, Brannshardt, Darmstadt, tot. — Res. Adam Rnhmann, Mosbach, Dieburg, tot. — Res. Johann Schwab. — Klein-Krotzenburg, Ossenbach, tot. — Res. .Heinrich Theis, Bergheim, Büdingen, vw. — Res. Friedrich Helm, Heusenstamm, Offenbach, verw. — Res. Julius Förster, Bochum, Westfalen, tot. — Res. Karl Becker, Ossenbach, tot. --- Res. Adam Stephan, Birkenau, Heppenheim, tot. — Untervfs. d. R. Johann Hofer, Main-Bern heim, Mittclftanken, tot. — Geft. d. R. Julian Söllner, Unter-Spieshenn, Bayern, verw. — Geft. Ernst Sei- bod, Oberkriegsstädt, Merseburg, verw. — Geft d. R Daniel Decker, Hansen, Ossenbach, rnrw. — Res. Bartholomäus lldefs, Biblis D?"^im, tot. — Utsfz. Wilhelm Hubert, Mainz, verw. — Res Philipp Fischer, Nieder-BeerVach Darmstadt, tot. — Res Karl Heidrich. Eberftadt, Dormstadt, tot. — Res Wilhelm Schilling, Oflenbach, verw.
Maschinengewehr-Kompagnie. Ltn. Herm. Raab, Wetzlar, schwerverw. — Res Franz Oehlschläger, Bensheim, leichwerw — Re«. Hch. Römer, Ettingshaiisen, Gießen, totf ~ Aes. Dämel Winter, Hainstadt, Offenbach leichwerw.
II. Bataillon.
. Stab. Mcy. August Schroeder, Fulda, tot. — Ltn. u. Adj. Horst Schroeder, tot.
5. Kompagnie. Bzfeldw. Will«. Rühl, Grebenhain, Lauterbach, leichlverw. — Bzfeldw. Heinrich Mötcher, Lardeiibact^ Schotten, leichlverw. — Bzieldw. Wichelm Schneider, Är.-Buseck, tot. — Res. Heinrich Schlosser, Avpciwod, Alsseld, leichlverw. —• Res. Karl Reß, Ilbenstadt, Friedberg, leichtvcrlv. — Res. Karl Seibcrt, Wohra. Kirchhain, lcichtverio. — Res. Heinrich Beuel, Schlitz, lcichtverio. — Res. Heinrich Fischer, Storndorf- Alsield, leichwertv. — Res. Heinrich Geiß, Kestrich, schwerverw.
— Geft. d. R. Johann Wagei'ier, Bernslwusen, Lauterbach, lftcht- verw. — Geft. Karl Lust, Dirlammen, leichlverw. — Res. Otto Nickel, Stockliäuserlwf, Schotten, leichtverw. — Res. Oswin Faustmann, Radebeul, Dresden, leichwerw. — Nes Karl Frey, Lollar, Gießen, leichtverw. — Res. Johannes Neusingcr, Freiensteinau, Lauterbach, vermißt. — Res. .Heinrich Richber, Erinenrod Alsseld, verm. — Ers.-Res. Ludwig Heß, Wcfterstadt, Darmstadt, vermiß.
6. Kompagnie. Bzfeldw. Georg Steckert, Westhosen, Worms, verm. — Geft. Heinrich Bardo Hcinstadt, Oppershofen, Friedberg, leichtverw. — Wehrm. Friedrich Karl Nikolaus, Schwalheim, Friedberg, leichtverw. — ®efr. Heinrich Falkenhainer, Alsseld, leichtverw. — Res. Karl Bruno Gustav Spieß, Nordhausen, schwerverw. — Res. Karl Stcnernagel, llntersorg, Alsseld, lcichtverio. — Res. Wilhelm Frank, Laubach, Schotten, leichtverw.
— Res. Konrad Flohr, Eifa, Alsfeld, leichwerw. — Geft. Wilhelm Ruppel, Gunzenau, Lauterbach, leichtverw. — Gesr. Wil- helvi Götz, Ossenbach a. Ml, schwerverw. — Ers.-Res. Heinrich, Joseph Jonas, Weiskirchen, Offcnbach a. M., lcichwittw. — lltfsz. Ludivig Schenck II., Schwäbheim, Schweinfurt, verm. — llffsz. Hermann Müller, Harbke, Neuhaldenslftben, verm. — Wehrm. Adam Fink, Rockenbcrg, Friedberg, schtocrverw.
7. Kompagnie. Hptm. Georg Coulmann, tot. — Frldw. Jakob Reknheincr, Griesheim, Darmstadt, vw. — Res. Friedrich Wilhelm Jung, Klein-Linden, Gießen, vw. — Res. Heinrich Kasp. Ranft, Beuern, Gießen, vw. — Res. Herm. Jgnatus Schneider, Ober-Mörlen, Friedberg, tot. — lltfsz. d. R. Eberhard Helmes, Ober-'Hörgern, Gießen, vw. — Utffz. d. R. Wendelin Martin Franz, llmerleimach, UMersranken, vw. — Geft. d. Res. Georg Philipp, Steinberg, Gießen, vw. — Res. August Rühl, Köttingen, Schotten, vw. — Res. Heinrich Peter Luckas, Büdesheim, Friedberg, vw. — Res. Heinrich Bepler, Kinzenbach, Koblenz, vw. —. Res. Heinrich Schildwächier, Gninberg, Gießen, VW. — Res. 28iBj. Schmidt, Oppenrod, Gießen, vw. — Res. Heinrich Albert Pevvler Ober-Mörlen, Friedberg, vw. — Res. Christian Riebergall, Atzenhain, Alsfeld, vw. — Res. Wilhelm Ruppel, Münzenberg, Fttrd- berg, vw. — Res. Heinrich Walter, Münzenberg, Friedberg. «v.
— Res. Heinrich Müller, Atzenhain, Alsfeld, vw. — Res. Jobs. Fink, Schivarz, Alsfeld, vw. Res. Adam Sanerhöfer, Speyerdorf, Neustadt a. d. Hardt, vw. — llffsz. d. Res. Otto Diemer. Gwßen-Linden, Gießen, vm. — Res. Ärrl Kuffcher, Dors-Gikl, Gießen, vw. — Res. Alexander Friedrich Christian Straube, Gr.- Furra, Schwarzh.-Svndersh., vw. — Res. Otto Binz, Leihgffiern» Gießen, vw. — Res. Samuel Scheuer, Heldeickergen, Friedberg, vm.
8. Kompckgnie. lltfsz. Johs. Mrnther, EngÄrod, Lmfter»
back, vm. — Utffz. Heinrich Wagner, Trohe, Gießen, lvw.
Res. Karl Müller, Zell>Alsseld, lvw. — Reß August Bechchold- Rmrrrod, Schotten, lvw. — Res. Ludwig Jung I., Watzenborn, Gießen, lvw. — Res. Friedr. Will«. Neubauer, Langen, Ossenbach, lvw. — Res. Ludwig Petry, Darmstadt, lvw. — Res. Johannes Muth, Bernnfthshain, Lauterbach, vm.
IIP Wataillon. ( '
9. Kompagnie: Konrad Wnck. Tienffgiwö Nicht aNAWbc^^ Oberrad-Frankstttt, Frankfurt a, M., lvw. — Unteroff. h. ML Adam Plößer, Schinnff-Berbach, Bensheim, vernn — llnterv^ d. R. Ludwig Leonhardt, Egelsbvch, Offenbach a. M„ verm. —( Ers.-Res. Heinrich Hirth, Offenbach a. M., lvw. — Erl-Rep Heinrich Henkel, Gießen, lvw. — Ers.-Res. Karl Böitzing, Darm- stadt, verm- — Ers.-Res. Statt S te cke, rre n kher, Darnrsiiü«, lvw.
— Ers.-Res. Heinrich Nothnagel, Griesheftn, Dar mstadt , lbw,
— Geft. d. R. Mkolans jAdam, Weinheim, Aktzey, lvw. — Res. Peter Schlapp, Sprendlingen, Offenbach a, M„ verm. — Ers.- Res. Johann Rudolf Joses Jost II., Fulda, lvw. — Geft. b. R. Georg Heinrich Jost l., Darmstadt, schioerverw. >— Ers.-Res. Leon- Hardt Weckbach, Oberrad, Franffutt a. M., lvw. — Ers.-Res Herm. Jsberner, Groß-Poplov, Belgrad, Pr., verm. — Ers.-Res. Heinrich Jäger I., Heddernheim, Frankfurt a. M., lvw. — Ers.-Res. Richard Klein L, Frankfurt a. M., lvw. — Res. Friedrich Krug, Darmstadt, lvw. — Res. Jakob Christian, Sprendlingen, Ossenbach, lvw., — Res. WUhelm Sanrwein, Vftlingen, Gießen, verm.
— Ers.-Res. Martin Trinkans, Brensbach, Dieburg, schvw. '— Ers.-Res. Philipp Marx, Oberrainstadt, Dtarmstadt, schvw. — Ers.-Res. Anton Scherer, Frömmersbach, Lohr a. M., tot. — Ers.-Res. Georg Hofmann, Weitengesäß, Erbach, lvw. — Ers.- Res. Otto «Friedrich, Appenvod, AlsseL», schvw, — Ers.-Res. ?ldam' Gimbel, Darmstadt, verm. — Ers.-Res. Heinrich Dietz, Metzlos-Gehag, Lauterbach, verm, — Ers.-Res. Wilhelm Renhl, Rmnpenhcim, Offenbach, schvw« >— Ers.-Res. Johann Selmes, Münster, Dieburg, verm.
Eingesandt.
(Für Form Und Inhalt aller unter dieser Rubrik steheichen Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Füttert die Tiere im Winter!
Während in jetziger Zeit eine allgemeine Einschränkung der Bedürfnisse sür Menschen »nd Vieh am Platze und dringend geboten ist, möchte ich doch alle Besitzer von Kleinvieh daraus Hinweisen, daß eine übertriebene Sparsamkeit nicht in Tierquälerei ausarle» darf. Wer es z. B. sertig bringt, Kaninchen, Hühner, Gänse usw. sehr ost einen ganzen Tag hungern zu lassen, der sollte lieber die Zucht ganz ausgeben, und es würde diesen armen Tieren eine Wohltat erwiesen, wenn sie abgeschlachtet würden.
Können alte Tiere schon dar Hungern nicht ertragen, so ist eS direkt straffällige Tierquälerei, wenn junge Tiere nichts zu ft-ffen bekommen, obgleich sie in den Ansprüchen lehr bescheiden sind. Eine mindestens dreimalige Fütterung am Tage dürste genügen. B.X.
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Bekanntmachung.
Betr.: Die Schlesier.
Die im Kreis Gießen nniergebrachten Schlesier werden in aller Kürze in ihre Heimat zurücktransvorttert werden. Nähere Auskunst hierüber wird ftnren durch die Bürgermeffterei des Ortes, in dem sie nntergebracht sind, in Gießen durch die Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 16, erteilt werden. Den wegen des Rücktransportes ergehenden Anordnungen ist, um den Zurückzuttanspvrtierenden Unannehmlichkeiten zu ersparen, unbedingt und pünktlich Folge zu leisten.
Gießen, den 7. Dezember 1914.
GwßherzoglicheS Kreisämk Gießen.
Or. U s i n g e r.
Betr.: Das Militärersatzgeschäst im Jahre 1915.
An die Grosth. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Ich nehme auf meine Bekanntmachuna vom 28. v. Mts. Bezua und erwarte, daß die Stammrollen bis zum 11. d. M„ vormittags, hier ringetrofftn sind, andernfalls Abholung durch Boten ans Kosten der Säumigen erfolgen muß. Gießen, den 2. Dezember 1911.
Drr Zivilvorsihcndc der Ersatzkonnnission des Kreises Gießen.
. .. . Z.V.: Hemmerde.


