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Kr. 287

Der LIehener Anzeiger

erscheint täglich, auster Sonntage. - Beilagen: viermal wöchentlich SteßenerZamilienblätler. zweimal ivöchenll.Kreir- blott für den Kreis Kietzen «Dienstag und Freiing); zweimal monatl £an&- wirtschaftliche seirsragen Feriilprech - Anschliiste: sürd,eSchriitlcit»»gII2 Verlag, GeschältSstelleöl Adresse >>w Trahmach- richte»: Anzeiger Sietzen. Annahme von Anzeigen sür die TageSnnmntcr bis vormittags ö Uhr.

Erstes Blatt Jahrgang Montag. 7.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Rolation5»ruck und Verlag der vrühl'schen Univ.Guch un» Lteindruckerei v. Lange. Zchriftlettung, Scschäst;s1eIIe u. Druckerei: Zchulftr. 7.

Dezember IW

8cziiq0v reis: monatl. 75 Ps viertel-

jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Ps.; durch diePost Alk. 2. viertel- sährl. ausschl. Bestcllq. Zeilenprei?'. lokallöPi., nusw. 20 Ps. Haupt- schriitlcitcr: Aug. Goctz. Verantwortlich sür den volil. Teil: Aug. Goetz; sür .Feuilleton", .Ver­mischtes" und,Gerichts­saal": Karl Neurath; sür .Stadt und Land" : Otto Braun; sür den Anzeigenteil: H. Beck.

Lodz von den deutschen Gruppen eingenommen. Erfolgreiche Angriffe der deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen in

Westgalizien. Erfolge der Türken.

(WTB.) Trotzes Hauptguartier, 6.De;.. nach kmittags. «Amtlich.) Lodz wurde heute nachmittag von un- sferen Truppen genommen. Die Russen befanden sich it a ch s ch w e r c n N r r l u st e n d o r t i m R ü ck z u g e.

Oberste Heeresleitung.

(WTB.) K ro tz e s H a u p k g » a r t i c r. Dez., vorm. «Amtlich.) In Flandern und südlich Metz wurden igeftcrn französische Angriffe a b g r w i c s c n.

Bei LaBassecim Arsouncnwald und in der Gegend -südwestlich Altkirch machten unsc: c Truppen Fortschritte.

Bei den Kämpfen östlich ocr masurischen Teen ist Die Lage günstig; kleinere Nnternehmungcn brachten dort VI2 0 0 Gefangene.

In Polen verlaufen unsere Operationen regel­recht. Ober st r Heeresleitung.

(WTB» M ro tzes Hauptgu rrtier. li. Dez., vorm.

« Amtlich.» Heute nacht wurde der Ort Bcrmellcs. südöst- ich Bethune. dessen weiterer- Festhalten in dauerndem fran- lzosischei! Artillerietcuer unnötige Opfer gefordert hätte, plan- miätzig von uns geräumt. Tie noch vorhandenen Baulichkeiten waren vorher in dir Luft gesprengt worden. Unsere Truppen besetzten ausgebantc Stellungen östlich des Ortes. Der Feind tonnte bisher nicht folgen.

Westlich und südwestlich Altkirch erneuerten die Frau- Affen ihre Angriffe mit erheblicheren Kräften ohne Erfolg. «Eie erlitten starke Verluste. Im übrigen im Westen keine -nennenswerten Ereignisse.

Aus dem Kriegsschauplatz östlich der inasurischen «Seenplatte verhielt sich der Gegner ruhig. Der Verlauf Ser Kämpfe um Lodz entspricht nach wie vor unseren lErwariungen. In Süd polen keine Veränderungen.

Ober st e Heeresleitung.

* . *

. Wieder ein großer Triumph aus Russisch-Polen! Es /geht dort alles nach Wunsch die oberste Heeresleitung sncmntc csregelrechten Verlauf" und die Einnahme von Lodz zeigt auch dem letzte» Zweifler, daß der Rordslügel der Russen entscheidend geschlagen ist. Der llmgehungs- wersuch, bei denc^dic deutschen Truppen sich so tapfer, und «zwar mit neuen Siegen, durchgeschlagen haben, hat die stra- ittgischc Lage keineswegs zu unseren Ungunsten verändert, vbuluo, Lodz der tapfere Vorstoß von Norden nackz jSüdcn ist glstungen, und die Russen, die in breiter Frontz, sglcich einer Walze, den Marsch nach Schlesien antrrten woll­ten, ivurdcn genötigt, ihr Angesicht auch nach Norden zu er­lbeben. Es ist anzunehmen, daß von Warschau her keine Hilss- .truppen mcchr zu crivartcn sind, und io Ivird die Dampswalzc, L>ce schon ein paar Räder verloren hat, eingeklemmt von zwei fHeeren, hoffentlich dem Untergang geweiht sein.

' Auch in Westgalizien haben die Verbündeten Er­lfolge über die Russen davongetragen. Ter neueste Tchlachtcn-- Berrcht der österreichisch-ungarischen Heeresleitung spricht von Ulngriffrn, die sich gegen die vorrückenden Russen von S ü Hen bcr richteten, und bei den dort gewonnenen Ersol gen (2200 Russen gefangen) bade» auch deutsche Truppen »ritgciviret. Man sicht, wie eng geschlossen die deutschen arnd die österreichisch-ungarischen Heere jetzt zusanrmenarbei- iten! Die Unterredung des Kaisers mit den maßgebenden Heerführern unserer Verbündeten hat anscheinend neue Truppe uvcrschiebungen zur Folge gehabt. Vielleicht buricht dabei das letzte imd eittfcheidende Wort

der Generalfeldmarschall von Hindenburg, der sicherlich wit seinen größeren Zwecken noch wachsen wird. So ist der Frohe Optimismus, der in einem Tclegranrmwechsel zwischen unserem Reichskanzler und dem Leiter der auswiirtigen Po- klitik Oesterreich-Ungarns zum Ausdruck gekommen ist, voll- tauf berechtigt. Aus Petersburg dagegen wird über Kopen­hagen berschtet, daß dort die Stimmung äußerst gedruckt lsei, uuld cS bestätigt sich auch die Nachricht von der tzle- farrgcnnabme des Generals Rennenkampf, dessen Schuld es zzugcschrieben wird, daß der belaunte Uingehungsversuch der Russen in einen starken Mißerfolg unigeschlageu ist. Setzt man hinzu, daß nach dem Falle Belgrads Serbien in der. letzten Zugen liegt und daß die Türken bei Bakum den Muffen wieder zu deren Nachteil zu schaffen gemacht haben, so ist es tlar, daß alle diesle Ereignisse auf die Polster des Ostens ihren (Andruck nrcht verfehlen werden. Die Sclnoäche Rußlands ist offenbar geworden. Wer >vill dem russischen Bären die wunden und blutigen Tatzen verbinden, aus denen er bis zu einen, für ihn ungünstigen Frieden liegen bleibt? Bon dem letzten aintlichen Bericht der Russen hören wir heute folgendes:

Mailand, 7. Tcz. Rach einem Petersburger Bericht wstd heute amtlich gemeldet: Tie deftigen Kample dauern an der Front Lowicz, hauptsächlich in der Richtung von Lodz, Richtung Petrv- kom. fort. Wie demEorricre della Sera" aus Petersburg ge­meldet wird, gibt man dort zu, daß die Deutschen hauptsächlich in der Gegend im Norden und Nord- oftcn von Lodz eine unanfechtbare Ueberlcgen.-,

heit über die Russen, vor alleni durch ilire Ar­tillerie, besitzen. Hindenburgs Stellungen sind stark be­festigt. Tie Deutschen halten diese Stellungen als Stützpunkt, von denen aus sie die Russen fortwährend angreisen. Dieses bedeutet, daß die Deutschen ihre »veiten Besestiguilgslinion als eine Festung betrachten, der da« Kriterium der aktiven Verteidigung inne ivobnt.

Aus deraktiven Verteidigung" ist die Einnahme der zweitgrößten Stadt in Russisch-Polen hervorgegangen. Ob turn nicht vielleicht auch Warschau von Hindenburg be­droht wird, der bekanntlich vor seinem strategischen Rück­zugs an die Grenze Schlesiens auf so lxochsli egend« Plaue noch nichts Bestimmtes geben wollte?

Lodz ist nach Warschau der wichtigste Platz von Russisch- Polen. Mit seinen fast 400 OCX) Einwohnern ist es der Mittel - vunkt der russisch-polnischen Soll - und Baum Wollindu­strie, deren Versagen sür die russischen 'Heereslieserungen von nicht zu unterschätzendem Nachteil »verdeu muß. Die Stadt liegt an der wichtigen Bahnlinie K a l i s ch - W a r s cha u , außer­dem führt zu ihr die kaum minder bcdeutiamc Linie Koluszki - Lodz. Tie Bevölkerung besieht zu 44 Proz. aus römnchen Katholiken und zu !!3 Proz. aus Protestanten, und der Rest, von einem verschwindend geringen Bruchteil Griechisch-Orthodoxer abgesehen, ist jüdischen Glaubens. Am Orte bestehen zahlreiche höhere Schulen, drei Theater und fünf Banken, darunter die Filiale der russischen Reichs bank.

* . *

Der österreichisch-ungarische Schlachtcnbericht.

«WTB.) Wien, 5. Dez. «Nichtamtlich.» Amtlich wird ver­lautbart: 5. Dezember, mittags. In den Karpathen ereig­nete sich auch gestern nichts von Bedeutung. In Westgali­zien entwickeln sich bei Tymbark kleine, sür unsre Waffen er­folgreiche Kämpfe. Die Lage in Südpolen ist unverändert. Dst Schlacht in Nordpolen dauert fort.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höser, Generalmajor.

Eine Niederlage der Russen in Westgalizien.

Wien. 6. Dez. «WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 6. Dez. mittags. Die Schlacht in Polen nimmt einen für die Waffen der Verbündeten günstigen Fort­gang. Die nach Westgalizien vorgerückten russi­schen Truppen wurden gestern von unseren und deutschen Truppen von Süden her ange­griffen. Die Verbündeten nahmen 2200 Russen ge­fangen und erbeuteten einige feindliche Trains. In den Karpathen fanden Teilkämpfc statt. Der in die Beskid- Stelluug eingcbwchenc Gegner wurde zurückgeworfcn und verlor 5,00 Gefangene.

' Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabcs: v. H ö f e r, Generalmajor.

Eine falsche russische Siegesmeldung.

(WTB.) Berlin, 5. Tcz. «Amllich.) Tie in dem russi­schen Eonrnrunique vmu 29. November enthaltene Dchcrup- tung, daß bei Czenstochau ein deutscher Angriff unter schwe­ren Verlusten gescheitert sei, ist falsch. Wach ist das Gegen­teil. Ein Angriff des 17. russischen Armeekorps, der dis auf 60 Meter au uns chrankam, wurde an dem betressendoir Tage unter außerordentlich schweren Verlusten für die Russen abgeschlagen Die Russen ließen eine sech große Anzahl Toter und verwundeter zurück und waren ge­zwungen, ihre Stellungen weiter rückwärts zu verlegen.

General Renncnkamps verhaftet.

Bukarest, 5. Dez. (WTB. Nichtamtlich.)Adeverul" meldet aus Odessa: General Rennenkamps ist verhaftet worden. Er kam auf dem polnischen Schauplatz achtStun- den zu spät an, so daß der berühmte Durchbruch der Deutschen gelang.

Tie Einnahme von Lodz.

Berlin, 7. Dez. Durch die Nachricht von der «Annahme von Lodz wird, wie diePost" schlecht, deutlich, was uMer dem nor­malen Verlaus unserer Lverationen in Polen gemeint war, von dem der Bericht aus dem Großen .Hauvtgnartier wiederholt sprach. Tie Russen lxrben nicht mehr vermocht, dieser von unserem rechten Flügel längst bedrohten Stadt Hilfe zu bringen. Nachdem der russische Umzingelungsvcrsuch mißlungen war und jene deutschen Truppen, die sich ihm zu entziehen wußten, sich mit dem Haupt- hcer wieder vereinigt hatten, ging man sofort an die Eroberung von Lodz.

Vom serbischen Kriegsschauplatz.

Wien, 6. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: Südlich Belgrad gewinnen imserc Truppen Raum. Westlich Arandjelovac unv Gorny Milanovac zog der Gegner neue Verstär­kungen heran und setzte seine vehementen Angriffe gegen Westen fort. In die von unseren Truppen okkupierten serbi­schen Gebietsteile, die fast oolltommcch verödet angetroffen wurden, beginnen allmählich die geflüchteten Bewohner zu- rückzukchren. Ungefähr 15 000 «Anwohner verblieben in Bel­grad. Die neu eingesetzte Stadtverwaltung übt bereits ihre Funktionen aus.

Kabinettswechsel in Serbien.

(WTB.) Rom, 5.Dez. (Mckstanttl.) DieAgeirzia Stc- faui" meldet aus Msch: T-as Kabinett Pas lisch ist zu­

rück g c t r e t e ». Ein neues Kahsnett unter dem Vorsitz Pasitschs ist i» der Bildung begriffen

Schlappen der Russen bei Batum.

WTB. K o n st a n t i » o v c l, 6. Tez. (Nichtamtlich.) Das Große Hauvtqiiarlicr teilt mit: Wir liabcn Keda, einen ziem tick» wichtigen Punkt ö st l i ch v o n Bat n in . besetzt. Durch einen kühnen Handstreich haben unsere Truppen die Elektrizitäts­werke von Saturn außer Tätigkeit gesetzt und dabei einige Gefangene gemacht. 300 Russen, die von Batum vorgcschickt worden waren, um eine von »ns besetzte Brücke ivicder zu uchnicu sielen in einen Hinterhalt und wurden vollständig ausgeriebcn.

Rußland von England finanziell unterstützt.

^ Kopenhagen, 5. Tcz. W.B. Nichtamtlich >Berlingskr Tidende" meldet au» London: Zwischen der russischen Re g i e r u n g und der Bank von England ist in Verbindung mit der Ucbersendunq von ,3 Millionen Pfund Sterling «tzold von seiten Rußlands ein Ablommen getroffen wvrden^nach ivelchem die Bank von England weitere 12 Millionen russische Schatzkamuier Anweisungcu diskontiert, so daß Rußland ein «Guthaben von ins gesamt 20 Millionen Pfund Sterling für die Bezahlung russischer Kupons, die Finanzierung russischer Käufe und sür den Ausgleich von Hauvlverbsndltchkeilen zur Pcrsügung stehen.

Tclkgramiuwcchscl zwischen dem Grafen Bcrchtold und dem Reichskanzler.

Wien, 6. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Der Minister des Auswärtigen, Cstas B e r ch t o l d . hat an den Reich s - kanzlcr v. Bcthmann Hollweg salgendes Tele­gramm gerichtet:

Zu der bedeutsamen Rede Ew. Exzellenz in der vorgestrigen Sitzung des Reichstages bitte ich Hochdiesclben meine wörniltetc Glückwünsche entgegenm-hmeil zu wollen. Der Geist der mutigen Entschlosseiil»cit zu den schwercu Ovsern und der C'k>tt vertrauen­den Zuversicht, der die hcldeninütigcii und ruhnrreichen Scharen unserer Verbündeten Armeen und Flotte zu immer neuen Er­folgen führt und den das ganz« dentsck»« Volk in bewunderuilgs- würdiger Einmütigkeit mit seinen kämpfenden Söhnen und Brü­dern teilt, fand seinen machtvollen Ausdruck in dem Gelöbnis bis zum letzte» Atemzuge a u s z u h a r r e n , damit die ser opferreiche Krieg nicht vergebciis geführt wird. Diese dcnk- loürdigc Kundgebung erweckt bei allen Völkern Oesterreich- Ungarns, dievondcnr gleiche n unerschütterlichen Willen zum Siege erfüllt sind, imd auf den Erfolg unserer gerechten Sache zuvcrsschllich "vettraucn, einen starken Widerhall, besonders aber ivird unsere tapfere Armee, die mit Stolz an der «eite der dcutsck>e» Waffenbrüder käiiipst, die warme Anerkennung ihrer Leistungen nyt wendiger «Genugtuung verneh­men. Berchtold. '

Die Antwort des Reichskanzlers lautet:

Ew. Exzellenz danke ich ausrichtigst sür den Ausdruck des warmen Interesses an dein Verlause der von erhebendem Patrio­tismus gcttageneii vorgestrigcil Reickrstagssitzung. Die mir gc- widnietei, freundlichen Worte l>abeu mich lebhast erfreut und mir gleichzeitig erneut den willkonimencn Beweis dafür gegeben, daß unser geiiieinsamcs Streben dahin geht, den treu verbün­deten Monarchien einen der Größe Und der Krast- entsaltung würdigen Ersolg zu sicher». Ter mu­tigen Entschlossenhest der Führer, dem Heldentum unserer ver­einten terrlichen Truppen und der Opserwilligkeit iind Mitarbeit der Völker Wirdes bestimmt gelingen, allen Wider- stand zu überwinden imb mit unseren Fahnen den end­gültigen Sieg zu erringen. Bcthmann-Hollweg.

Der Reichskanzler hat Berlin wieder verlasse».

Berlin, 7. Tez. Tcr Reichskanzler von Bcthmann Holliveg hat heute früh Berlin verlassen.

Die Kämpfe au« Nscrkanal.

Berlin, 6. Tez. :WTB. Amtlich.) Tic im Auslände ver­breiteten Meldungen vo» rückwärtigen Bewegungen der deutschen Truppen am Merkanal sind s a l s ch.

Der Soldatcumangel in Frankreich.

Köln, 6. Tcz. »WTB. Nichtamtlich.) DieKölnische Zei­tung" meldet aus Zürich: '21 us Paris wird berichtet, daß die Rekrutierung sür l 915/16 ohne ärztliche Untersuchung vorgenommen werde.

Tie deutsche Kricgsührung im englischen Lichte.

M a n ch e st e r. 5. Tez. (WDB. Nichtamtlich.) DerMan­chester (Nuardicrn" schreibt in einem Leitartikel, nachdem er die deutsche Kriegführung kritisiert hat: Bemerkenswerte Züge der Käinpsc der letzten Zeit waren erstens das Er» scheinen von Hindenburgs als eines Generals von wirklich großer originaler Fähigkeit im lllegensatz zu bloßer militä­rischer Bildung, deren Niveau in diesenst »riegc sehr hoch war; zweitens die ganz unerwartet hohe Quali­tät d e r deutschen R e s e r v e t r u p p e u. Diese Männer schnitteix mit ihrem Mut und ihrer Anpassungsfähigkeit an die nezien Bedingungen ebenso gut oder besser ab als die Truppen der ersten Linie im Anfang des Krieges. Wir haben nicht mehr allein mit der inilitärischen Bureaukratte zu ttcn, wir kämpfen gegen den Patriotismus und die Intelligenz der Durchschnittsdeutschen, die sich gefährlicher erweisen können als die Maschinerie der Militärbureaukratie. Der Manchester Guardian" sagt noch, niemand glaube, daß der Krieg drei Jahre dauern werde oder könne.

Ein bekannter französischer Flieger gefangen.

Berlin, 7. Dez. Nach Meldungen Pariser Blätter ist der bekannte französische Flieger Brindesonc des MoulinaiS