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das niti den rvcfocnt mit schwerem Bodcii, während die Grund- fhicfe mit Sandboden weniger Itibett. Seitens der Landwirte wird Strichnin gegen die Mäuse angewandt, den die Stadtver­waltung zu 30 Pfg, das Pfund abgibt. Zur Vertilgung der Schnecken dient vorzugsweise die Anwendung von Storni!, der gleichzeitig das Land düngt, Der Eintritt kälterer Witterung dürste aber das beste Mittel zur Vertilgung der Schädlinge sein, m, Kirchharn, 29, Nov. Verliehen wurde dem Vize- w-acktmeistm Engelhard Kießelbach von hier die Königlich Württembcrgischc silberne Verdienstmedaille für Tapsm- keit und Treue. Im Anfang des Monats Juli ertrank beim Baden in der Wohra das acht Jahre alte Söhnchen des Gerichts­vollziehers R, von hier. Trotzdem das Flußbett der Wohra und der Ohm sorgfältig abgesucht und alle möglichen Nachlorschungen augcstellt wurden, konnte die Leiche nicht geborgen werden. Jetzt, nach länger als vier Monaten, lourde aus der Ohm bei dem von hier fünf Stilometcr entfernten Torfe Anzefahr eine Krndes- I eiche gelandet, die als die dps ertrunkenen R. festgestellt wurde, Tas von Sr. Exzellenz Freiherrn von « tumin im nahe» .Holzhausen eingerichtete G c n c su n g s he i ni ist mit 23 verwundeten Soldaten belegt,

h. Höchst a, M., 27, Nov, In den Höchster Farbwerken er­folgte aus bisher nicht sestgestellten Ursachen eine Kessel­er v l o s i o ii. Hierbei erlitt der Arbeiter Michael Füller aus Sossenheim derartig schwere Brandwunden, daß er nach kurzer Zeit verstarb.

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IM FELDE

erwarten unsere Angehörigen aus der Heimat Nachrichten über die Vorgänge daselbst und über die Ereignisse und Fortschritte auf den Kriegsschauplätzen.

Durch die regelmäßigeUebersendung des

Gießener Anzeigers

kann mancher lebhafte Wunsch erfüllt werden. Die Nachsendung des Gießener Anzeigers ins Feld erfolgt am zweck­mäßigsten durch die Post. Man bestelle ihn deshalb bei den zuständigen Post­ämtern vom l. Dezbr. an unter genauer Angabe des Namens, des Armeekorps, der Division, des Regiments und der Kom­pagnie. Außer dem üblichen Bezugspreis erhebt die Post nur eine monatliche Umschlaggebühr von 40 Pfennig. Be­stellungen nimmt außerdem entgegen die

Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers.

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vermischte».

' Der jung st e Soldat 1870/71. Da von verschiedenen s iigendlichen Mitkämpfern berichtet worden Et, die in Deutschland und auch in Oesterreich als KriegsEeiwillige gegen Len Feind ge­zogen sind, so kann daran erinnert werden, daß der jüngste Soldat im dcutsch-sraiizöstfchen Kriege von 1870 ein Bayer war, namens Kilian, Kilian war ein Jahr vor dem Kriege in dem Knaben­alter von noch nicht ganz 14 Jahren beim 5. Insantcrie-Negiment in Bamberg als Soldat eingctrelen. Den Feldzug hatte er dann Jahr alt mit seinem Regiment mitgcmacht und an den Ehren­tagen von Weißcnburg, Wörth und Sedan, sowie an der Belage­rung von Paris tcilgcnomnien,

* 600 Jahre kein Prinz von Wales an der Fron t. Ein englisches Blatt hat ausgerechnet, wann der letzte Prinz von Wales vor deni jetzigen nur einem europäischen Kriegs­schauplatz gekämpft hat, und hat sestgcstellt, daß es derschwarze P r i u z" war, der 1356 über die Franzosen den Sieg vvn Poitiers errang. Zwar ist auch Heinrich V,, als er noch Prinz von Wales war, 1410 als Hauptmann in Calais gewesen, aber es wird nicht berichtet, das; er irgendntlchen Anteil an den damaligen Kämpfen genommen habe. Einige englische Könige sind zwar mit ihren Truppen auf srinndcii Boden gegangen, so Eieorg 11, und Wil­liam III,, aber, so meint das Blatt,es ist eine bofendece Tra­dition der Hohrnzollmn, ihre Truppen ins Feld zu begleiten. Seit dem Großen Kurfiirstcn ist jccher preußische König in den Kriegen mitgewesen. Der Vater des ,rrgenwärtigen Kaisers, da­mals Kronprinz Friedrich, war Oberbefehlshaber eines Heeres im Kriege von 1870/7.1. .Kaiser Wilhelm I., der ebenfalls 1870 ins Feld zog, focht in seiner Jugend in den Befreiungskriegen, Alle Söhne des Kaisers sind letzt an der Front oder verwundet im Lazarett Es war bei Tettingen nahe der Fvankfurt a, M,, daß ein Vorfahr des jetzigen Prinzen von Wales, Georg 11., ein Heer von 42 000 Mann zum >-oiege führte. Aber damals sockst der englische Herrscher nickst mit, sondern gegen die Franzosen, und mit dein König, nicht gegen ihn, waren Hannoveraner und Oesterreicher, die die Hauptmacht des Heeres stellten,"

Stan-esc»mtsnachrichten.

Beuern,

Eheschließungen: Nov, 15, Bckllhasar Höchstem, Tele, graphcnarbeitcr in cöroßcn-Buscck, mit lNaric «tem in Beuern.

Geborene: Oktober 18, Dem Landwirt Ludwig Stein II. ein Sohn. Karl Ludwig, Nov 10. Dem Steinhauer Kaspar Wil­helm Fuhr ein Sohn, Ernst Ludwig Karl Heinrich,

Stcrbcfälle: Oktober 28, Konrad ^-ommerlad V./Land­wirt, 58 Jahre alt, Nov, 6. Philipp Funk II., Witwer, 73 Jahre alt. 21. Wilhelm Heuß 111., «tein Hauer, 50 Jahre alt 23. Hainr, Ad Lindeirftruth III., Alt-Meckmer, 81 Jahre alt

Butzbach.

Aufgebote: Nov, 11, Jakob Diehl, Schreiner, mit Lina Schraub, beide in Butzbach,

Geborene: Nov, 22, Dem Fuhrmann Friedrich Zimmer mann ein Sohn, Friedrich, 24. Dem Taglöhn« Karl Blumhoff eine Tochter, Margarete Wilhelmine,

Sterbefälle: Nov, 12. Klara Wämser, grb, Friedrich,

80 Jahre alt, 21, Jakob Rübsamen III,, Äetzgermeister, 79 Jahre alt.

Im Felde gefallen: August 28. Unteroffizier und Hilssgesangenwärter Johann Slndreas Kilchert in dem Gefecht bei Monzon in Frankreich, geboren am 15, März 1884 zu Neuhaus bei Sophienthal (Oberftanken), Hauptmann Karl Albert Dihni in dem Gefecht bei Monzon, geboren am 30, Dezember 1879 zu Neu-Ulm in Bayern, Oktober 20. Leutnant Karl Heinrich Emil Gustav Elias Schnitze in dem Gerecht bei Amcntiöres, geboren am 14, August 1895 zu Kassel. August 28, Unteroffizier der Reserve und Bremser Otto Matern in dem Gefecht bei Monzon, geboren am 9, September 1885 zu Muschenheim (Kreis Gießen). Büdingen.

Aufgebote: Nov, 17, Arthur Stern, Handelsmann in Bü­dingen, mit Regine Oppenheimer in Goldbach,

Geborene: Nov, 1. Dem Arbeiter Joseph Samos eine Tochter, Cäcilie, 9. Dem Gerichtsdiencr Substitut Kaspar Rückert eine Tochter, Emma Katharina, 12. Dem Tierarzt Hoh- mann eine Tochter, 13. Dem Schrankenwärter Heinrich Jobs, Beck eine Tochter, Marie. 20. Dem Handarbeiter Karl Kaiser ein Sohn, Karl,

Sterbefälle: Nov, 3, Heinrich Nester, Handarbeiter, 57 Jahre alt, - 17. Heinrich Nos, 8 Jahre alt, 22. Mar­garete Koch, 78 Jahre alt.

Im Felde gefallen: Aug, 20, Konrad Gommer, 28Jahre alt, gefallen im Gefecht bei Monzon, Emil Nagel, 30 Jahre alt, gefallen daselbst, Nov, 22. Karl Peter Grünewald, 35 Jahre alt, im Lazarett der Reserve-Sanitätskompagnie Nr, 54 verstorben. Friedbcrg,

Aufgebote: Nov, 26, Franyois Blanc, Kammerdiener, mit Margaretha Thum aus Friedberg, beide in Gens,

Sterbe fälle: Nov, 19, Friedrich Gottlieb Grochtdreis, Eisenbahnbremser, 78 Jahre alt, 21. Dorothea Goldmann, geb, Rinderer, Ww,, Privatin, 45 Jahre alt, 23. Heinrich Wilhelm Eckhardt, Bankkassierer, 28 Jahre alt,

Langsdorf.

Aufgebote: Nov, 19, 26. Wilhelm Warner, Arbeiter in Wetterfeld, mit Lina Wenzel in Langsdorf, Gustav Bender, Eisenbahner in Langsdorf, mit Emma Rinker, Dienstmädchen in Ober-Bessingen, Wilhelm Roth, Landwirt in Langsdorf, mit Minna Schneider, Dienstmädchen in Einartshausen,

Sterbefälle: Margaretha Roth, geb, Weber, 77 Jahre alt.

wöcyeittl. Uederficht der Todesfälle i. d. Stadt Sietzen.

46. Woche. Vom 8. bis 14. November 1914. Einwohnerzahl: angenommen zu 32 946 (inkl. 1666 Mann Militärs. Sterblichkeitsziffer: 22,46 %, nach Abzug von 7 Ortsfremden 11,66°/,,,

Kinder

Es starben an: Zusainmen:

Erwachsene:

im

vom

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2 (2)

1, Lebensjahr: 2(2) -

2.15. Jahr:

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Blinddarmentzündung

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Selbstmord

1

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Ohrenetteruiig

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Lenkämie

1 (1)

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Lebensjchwäche

1 (1)

1(1)

Kriegsverletzung

1

1

Summa:

14(7)

10 (6)

4 (1)

A n m.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel dev Todesfälle in der betreffeirden Krankheft auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Meteorologische Verachtungen der Station Siehe».

Nov.

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Höchst« Temperatur am 28. bis 29. Nov, 1911 = + 7,5 C. Niedrigste , . 28, , 29. . 1914 + 3,0* ,

Niederschlag: 6,6 mm.

Verantwortlich fürFeuilleton",Gerichtssaal" u,Vermischtes": I. V.: August G o e tz.

au- Dr. Oetkers Gustin

sind wohlschmeckend und ein vor­zügliches Nahrungsmittel, besonders für Kinder. [11132hv

Amtlicher Teil.

Bctr,: Das Milstärersatzgeschäft für das Jahr 1915,

An den Oberbürgermeistcr zu Kietzen und an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Sie werden hiermit ersucht, mit der Ausstellung der Rckru. timungs-Stannnrollen für 19l5 sofort zu beginnen und dafür zu sorgen, daß diese bestimmt bis zum 1 1, Dezember 1914 vormittags hier ei nt reffen, Die Bestimmungen der Wehrordnnng in der Fassung vom 8, Dezember 1913 (Regierungs­blatt Nr, 3 von 1914), insbesondere die des § 46 sind hierbei genau zu beachten.

In Jbren Gemeinden wollen Sie alsbald zur öffentlichen Kenntnis bringen, daß alle im Jahre 1895 geborenen Mftftär- vflichtigen, sowie diejenigen, welche dieses Mtm bereits über- schrstten, aber sich zur Musterung noch nicht gestellt haben, oder bei der Musterung und bei dem Kriegsersatzgeschäft in 1914 zurück- gestellt worden sind, und entweder im diesigen Kreis ihren dauern­den Aufenthalt haben oder sich als Studierende. Schüler vvn Lehr­anstalten, Haus- und Wirtschaftsbcamte. Dienstboten, Handlungs­gehilfen, Lehrlinge usw, im Kreis Gießen aufhallen, sich zum Eintrag in die Stammrolle während der Zeft vom 1. bis 10. De­zember 1014 bei der Bürgermeisterei ihres Wohn- oder Aufenthaltsortes zu melden haben.

Die beim Kriegsmatzgeschäft zurückgestellten, seither zum ein- jährig-fteiwilligen Dienst berechtigten Milstäroflichtigen haben sich ebenfalls anzmnelden.

Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, toelche zurzeit vor­übergehend abwesend sind, haben deren Eltern, Vormünder, Lehr-

oder Fabrikhcrrcn die Aniiieldiing zu vollziehen. Weiter IXcst" ich darauf hin, daß cs Ihre Pjlicht ist, zu ermitteln, welche Militärpslichtige etwa außer den in den Geburtslistrn aiff- gerühitcn oder sonst angemeldcteii Personen in der Gemeinde vorhanden und gestellungspslichtig sind. Zutreffenden Falles wollen <sie dMe zur Anmeldung anhalten.

Wer die vorgeschricbenen Meldimgen zur Stammrolle unter­läßt, ist nad) § 25, 11 der W.--O, mit Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu 3 Tagen zu be­strafen, Es ist dies in der zu erlassenden Bekanntmachung aus­drücklich zu erwähnen.

Insbesondere bemerke ich folgendes:

a) Die Entgegennahme der Anmeldung zur Stammrolle sei­tens der nicht am Orte der Anmeldung geborenen Militärpflichtigen ist stets abhängig zu machen:

1, bei den Milftärvflichtigen des jüngsten Jahrganges (hier l915) von Vorlage eines Geburtsscheins; Heimat scheine, Abmeldcbefcheinigungen, Arbeitsbücher, sowie ander- weite, ivenn auch von Amtsstellen ausgefertigtc Beschei­nigungen oder Mitteilungen genügen nicht:

2, bei den Militärpslichtigen der älteren Jahrgänge (hier 1914, 1913 und frühere) von Vorlage des Mnsterungs ausweises oder Berechtigungsscheines,

b) Genaues Augenmerk ist aus die Rechtschreibung der Namen der Militärpflichtigen zu richten, die R u f n a in e n sind u n t e r st r c i ch e n. Auch ist darauf zu achten, daß der Geburtsort richtig bezeichnet und der in Betracht kommende Verwaltungsbezirk (Kreis, Nintshauvtmaiiii- schajt, Obcramt, Bezirksamt usw.) zutreffend angegeben wird,

c) Bei allen sich anmeldendcn Militärpflichtigen ist sich ge­nau darüber zu verlässigen, ivelches Gewerbe dieselben betreiben, bezw, ob die Angaben zutreffend sftrd. Es kommt dies nawent lich in Betracht bei Sattlern, Schneidern, Schuh­machern, Schlossern, Schmieden (Hufschmied und Grobschmied zu unterscheiden), Wagnern und Zimmer- lenten, bei welchen erforderlichenfalls sestzustellen wäre, ob sic dieses Gewerbe tatsächlich gelernt haben und jetzt noch betreiben.

Bei Ausfüllung der Spalte 8 ist dm hauptsächliche oder alleinige Beruf soweit angängig genau zu be­zeichnen (z, B, landwirtscimftlichm Taglöhum, Bäckergeselle, Zigarrenarbeitm, Handlungsreisendm usw,). Insbesondere ist ber Arbeitern und Taglöhnern derjenige Arbcits- odm Geschäftszweig anzugebcn, in welchem sie ständig oder meistens ar­beiten (ob in Landwirtschaft, bei Forst-, Garten-, Bau-, Eisen­bahn-, Chaussee-, Hafen-, Kanalarbeiten usw.).

Dabei ist derjenige Beruf anzugebauz welcher seit Verlassen der Schule die längste Zeit hin­durch ausgeübt wurde.

Wer beispielsweise mehrmc Jahre lrindurch in der Land­wirtschast beschäftigt und imr das letzte Jahr odm die letzten Monate als .Handwerksgeselle odm Fabrikarbcitm tätig war, ist mit der erstcren, nicht mit brr letzteren Beschäftigung nachzuweisen. Bei den in der Landwirtschaft tätigen Militär- pflickitigen ist durch Eintragung des Vermmksm, Pf." (mit Psmdcn) oder ,,o. Pf," (ohne Psmde) in Spalte 8 anzugeben, ob dieselben mit Pferden mnzugehm verstehen oder nicht.

ck> Bei den ausgewandmten Militärpflichtigen ist genau an-^ zugebcn, ob diese mit oder ohne Entlassimgsurknnde, mit Reisepaß oder als Kind und in welchem Jahre misgewandert sind,

0) lieber diejenigen Militärpflichtigen, welche sich in andmen Bezirken anihalten, sind von Ihnen bei den betressenden Orts- bchöiden Ermittelungen nach deren Aufenthaltsorten anzustellen und das Ergebnis in der Stammrolle zu vermerken,

1) Militcirvflichtige, welche in Ihren Gemeinden geboren ftnd, sich jedoch in anderen Kreiseudanerndaufhalten, sind bei ihrer Anmeldung zur Stammrolle cib- zulvciscn und zu belehren, daß sie sich in dem Bezirk ihres Ausenthaltsortes anzumelden haben. Ms dauernder Ausenthalts- ort ist anzusehen:

1, Für militärpslichtige Dienstboten, Haus- und Wirtschasts- beamte, Handlungsgehilfen, .Handwerksgesellen, Lehrlinge, Fabrikarbeiter und andere in einem ähnlichen Verhältnis stehende Milftärvtlic.-tigc der Ort. an welchem sic in der Lehre, ftn Dienst oder in Arbeit stehen;

2. für niilftärpslichtige Stndimende, Schüler und Zöglinge sonstigm Lehranstalten der Ort, an welchem sich die Lehr­anstalt befindet, der die Genannten angehörcn,

sofern sie auch an diesem Orte wohnen.

g) Jil die Stammrolle sind im Sinne dm Amnmknng 1 zu Mustm 6 des § 46 dm W.-O. alle Bestrafungen, mögen sie vor oder nach dem Eintritte der Betroffenen in das Militär- vflichtige Alter erfolgt sein, einzutragen, soweit sie zur Kennttiis der Bürgermeisterei gelangen, z, B, Laut Erkenntnis des Schöffen gerichts Gießen vorn 1, September 1910 wegen Körpmverletzung 3 Monate Gefängnis, verbüßt vom 1, Oktober bis Ende Dezember 1910,

d) Etwaige Zweifel sind durch sachdienliche Erörtmungen auf- zuklären, deren Ergebnis in dm Stammrolle zu vermerken ist.

Mit Rücksicht darauf, daß das Ersatzgeschäst voraussichtlich am 2, Januar 1915 beginnt, muß die Einsendung der Stammrollen und zwar die­jenigen der Jahrgänge 1915, 1914, 1913 ilnd ältere bis zum Donnerstag, den 11, Dezember 1914 erfolgt sein,

DasFormularfürdieAuf stell nngderStamm- rolle für 1915 wird Ihnen in den ersten Tagen zugehcn,

Gießen, den 28, Noveinbm 1914,

Dm Zivilvorsitzende der Gooßh, Ersatz-Kommission Gießen,

I, V,: Serametbe.

Bekanntmachung.

Pom Ersatz-Bataillon Infanterie-Regiments Nr, 116 wird om

Montag, den 30. November, Dienstag, den 1, Dezembm, Mittwoch, den 2, Dezember, Donnerstag, den 3, Dezember 1914, nördlich Großen-Buseck vomAlte Berg" ans in dm Rich­tung aus Treis a, d, Lda, Schießen mit scharfer Munftion abge­halten.

Ms Gesahrgegend kommt in Betracht das Gelände nördlich der

Straße Großen-Buseck Beuern und die Waldfläche zwischen Ben- mn, Elimbach, Treis (Lumda), Daubringen, Äten-Buseck imd

Großen-Buseck,

Das gefährdete Gelände darf von vormittags 8Uhr bis nachmittags 5 Uhr nicht betreten werden.

Für die Msperrunq dm Zufaftrtstraßcn und Hcruptwegr sorgt das Bataillon,

Den Anweisungen dm ausgestellten Posten ist Folge zu lefften. Dies wird zur Beachtung öffentlich bekannt gegeben, Gießen, den 26, November 1914,

Großhcrzoaliches Kreisamt Gießen,

I, V,: Hemm erde.

Bekanntmachung.

Betr,: Maul- und Klauenseuche,

Im Hause Mühlstraße Nr, 21 zn Gießen ist die Maul- nnd Klauenseuche ansgebrochen. Die Stadt Gießen bildet einen Sperrbezirk,

Gießen, den 30, November 1914.

Großhmzogliches Kreisamt Gießen,

I. V,: H e m m e r b e.

Der Weltkrieg IM ÄÄVnmr 15 pfg.

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Abteilung Gießen.

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