Ausgabe 
28.11.1914
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 230 Zweiter

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

DieGießever Zaimlienblätter" werden dein Anzeiger" viermal wöck;cutlich beigelegt, da? Kreisblatt für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. DieLantzwirtschajtlichen Seit- frazen" erscheinen nwnatiich zweimal.

Blatt Jahrgang

General-Anzeiger für Gberhessrn

§M5tag, 28. November TO

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen UniversikätS - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Schriilleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Schul­straße?. Gejchäitsstelleu. Verlag: ^^51, Schrist- leitung: e=^112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen.

Dar Blutbad in Täbrir.

Im Lande des Schirasöls und der Märchenfrauen ist es zn einem schweren Blutbad gekommen. In Tübris, der Hauptstadt der persischen Provinz Aserbeidschan wurden MOV Russen von persischen Stämmen niedergemacht. Wir staben hier den ersten Stoß desDschihad" vor uns. Der Heilige Krieg tut seine Wirkung. Bor uns liegt die lieber- setzuirg eines Artikels des seit 22 Fahren in Kalkutta er­scheinenden persischen MattesHabel ul Malin". Der Ar­tikel erschien im September, also lange bevor der Islam in das große Bölkerringen cintrat. Es heißt darin:

Die beüxn großen islamitischen Gruppen, Schiiten und Su- nitcn, staben die Drangsalierungen Rußlands und Englands so sehr empfunden, daß sie unter Hintansetzung ihrer religiösen Sckterrunterschiede beschlossen haben, Prüder zu bleiben. Keine Placht der Weit kann die Türkei und Persien nunmehr vonein­ander treuicen. Die in den eirglrscken und sranzösiichen Kolonien lebenden Muselmanen können ihren Regierungen nicht mehr treu bleiben. Die Ainselmnnen des Kaukasus, Tnrkcstaus und Trans- kaukasiens könrnnr Rußland nie treu sem. Persien besitzt leine Armee, aber seine Stämme imd seine Bauern können zu erner großen Kalamität für Rußland loerden. Wenn stusen- weise Aifghanistan, Indien, Aegypten, Marokko, Tunis und Alge­rien sich empören und ihre Bemühungen mit den islamitischen Re­gierungen der Türkei und Persiens vereinigen, kann dann der Dreiverband, der mühsam gegen Lcsterritzch-Ungarn und Deutsch­land Krieg führt, noch irgend eine Kraft besitzen?"

Das war im September! Die Russen ahnten beizeiten, was chnen in Persien blüht. Sie zogen ihre Truppen aus dem Gebiete des Urmiasees zurück. Die Kosaken rückten aus We­lchem ab und ließen in der Eile Massen, Kanonen und Muni­tion zurück. Aus Angst vor der persischen Revolution ver­hängten die Russen über alle von Muselmanen bewohnten Ge­biete Rußlands den Belagerungszustand. Aber das Schick­sal hat sie doch ereilt. Die Nachrichten von den Siegen Deutschland-Oesterreichs über die Russen drangen über Ar- nrenien nach Persien hinein und riefen eine ungeheure Be­wegung gegen Rußland hervor. Persien hat keine Armee, wie das genannte persische Blatt sehr richtig bemerkt, aber die Organisation der Stämme und das Ansehen der Stam- mes-Häuptlinge kann zu tödlichen Vorstößen gegen Rußland führen, und ein furchtbarer Anfang ist gemacht. Seit dem englisch-russischen Vertrag von 1907 über die Teilung Per­siens war es Rußlands eifriger Wille, das ihm zugeteiltej persische Gebiet gänzlich zu russifizieren und dcni Schein­dasein eines selbständigen persischen Staatswesens, das bis­her das russische und das englische Weltreich trennte, ein Ende zu bereiten. Nicht umsonst ist die Krönung des jungen Schahs, nach der man vielleicht die Einkehr von geordneteren Ver­hältnissen hätte erwarten können, durch russische Quertreibe­reien wieder hinausgeschoben worden. Rußlands kulturzer-« störende Geschäftigkeit kann nirgends besser heodachtet.wer­den als an dieser Russifizierung Nvrdpersiens. Die vornehm­sten Erzeugnisse des persischen Gewerbefleißes waren, das weiß jedes Kind, die Produkte der Teppichknüpferei, der Kunstwfkberei, der Lackmalereien, der Metallarbeiten usw. Von allen diesen persischen Produkten wird nichts mehr her­gestellt, seit der russische Bär seine Tatze auf Per­sien geschlagen hat. Ausnahmslos haben die Ge­werbe Persiens ihren Betrieb eingestellt. Das

Kunsthaitdioerk ist vollständig in Verfall geraten.

Der persische Wein ist nicht mehr zu finden. In ganz Nordpersien hat ihn der russische Wodka verdrängt. Mit der altpersischen Kultur ging aber auch der deutscheHan- d e l mit Persien unheimlich schnell zurück. Unter den Alus- suhrländern steht Deutschland heute mit kaum noch zwei Prozent da; die Einfuhr Deutschlands nimmt kaum einhalb Prozent des persischen Exports auf. Die deutschen Ausfuhr­artikel waren Textilwaren und Zucker, sowie Medikamente imb Drogen. Damit vergleiche man den russischen Auf­schwung. Rußland war bei Ausbruch des Krieges an der Ge­samteinfuhr Persiens mit ungefähr der .Hälfte, an der Ge­samtausfuhr mit zwei Dritteln beteiligt. Die Ausfuhr Ruß­lands nach Persien hat sich in den letzten zwanzig Jahre» verdreifacht Bon der gesamten Reiseinfuhr nach Rußland lieferte Persien dreiviertel. Mit jedem Jahre nahm auch der Wert und die Menge -der nach Rußland ans Persien ein ge­führten Rohbaumwolle zu. Rußland hat für alle diese Schatze nichts geboten als Wodka und Kosaken und einen Berg von politischen Sünden ansgehäuft.

Die Räche ist da, spät aber durchgreifend. Die über­ragende Stellung Rußlands in Persien ist erschüttert und wird sich nie wieder erholen. Nach Abschluß des großen Völkerkrieges werden Deutschland urfb' Oesterreich an der Neuentwickelung Persiens einen hervorragenden An­teil nehmen durch Förderung des Verkehrs, durch Belebung der einheimischen Kultur und durch Ausdehnung des Schul­werkes, mit dem durch Gründung einer ersten deutschen Schule in Teheran der Anfang gemacht wurde. Nach der Russenzeit" wird sich dann kein Perser zurücksehnen.

Aus dem Reiche.

Berlin, 27. Nov. lWTB. Nichtamtlich.) Wie die Kriegs­zeitung desBrrkiner Lokalanzeigers" meldet, teilte der Minister des Innern in einem Erlaß den Behörden mit, daß unter den russischen Truppen die Cholera herrsche, und daß irisvlgedesscn üue 'Absonderung aller russischen Kriegsgefangenen vorzunehmeu ist. Jede Erkrankung und jeder Todesfall an Cholera asiatica, ferner der den Verdacht dieser .Kranklnit erweckt, ist sofort der Ortsbehürde zu melden. Als choleraverdächtige Erkrankungen sind insbesondere Brechdurchfälle aus unbekaimter Ursache anzuseheu. Es ist dringend erforderlich, daß die Behörden bei der Durch- iührung aller Vorsichtsmaßnahmen von der Bevölkerung wirksam unterstützt werden.

Karlsruhe (Baden), 27. Nov. lWTB. Mchtamtlich.) Die Königin von Schweden ist heute vormittag kurz vor 10 Uhr zum Besuche ihrer Mutter, der Kroßherzogin, hier cingetroffen. Am Bahnhose Iprtten sich znm Empfange eingefunden die Kroßherzogin Luise von Baden, das Groß- herzogliche Paar, das Prtnzenpaar Max von Baden mit seinen Kindern und u. a. der preußische Gesandte v. Eisen­decher.

Aus Stadt «nd Land.

Gießen, 28. November 8914.

Auf dem Felde der Ehre gefallen.

(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Unteroffizier Friedrich Elske, Jn>.-Rgt. 105, au? Griesheim bei Darmstadt. 2t. d. Landw. Viktor Krug von Nidda, RecktSanwalt in Frankfurt a. M. Li. d. Re!, und Lehrer Vafenti» Mohr, J»s.°Rgt. 88, aus Mainz. Oifizier-Stellv. IN. jnr. Max Dreyius, 60. Jns.-Ers.-Bataillon, aus Mainz. Off.* Stellv. Paul Gusdori, J»i.-Rgt. 133, aus Worms. Oberst, d. Landw. Paul Julius Hallerberg, Jni.-Rgt. 20. Kriegs­freiwilliger Karl Schwemler aus Worms-Pfisflighcim. Gefr. Johann Lutzy, Jni.-Rgt. 118, aus Wornis. Äiusk. Paul Dia ul, In>.-Rgt. 117, aus Holzmühl. Wehrm. Jobs. D örin g. Jni.-Rgt. 89, aus Nordeck. Musk. Ernst Ritz, Jnk.-Rgt. 117, aus Offenbach a. M. Oberst, d. Landw. Regiernngsrat Otto Kctteler, Jni.-Regt. 87, ans Dillcnbnrg. Kriegsfreiw. Jak. Manger, Jni-Rgt. 118, an? Worms. Landivehrm. Georg Metzger» Jni.-Rgt. 118, aus Wornis-Hochheini. Res. Jak. Eich, J»s.-Rgt. 118, aus Ober-Flörsheim. Landwehrm. Karl Fcrd. Mayer, Jni.-Rgt. 81, aus Grob-Auheim. Dragoner Karl Adam, Trag.-Rgt. 23, aus Schotten. Landwehrmann Heinrich Ganz, Jni.-Rgt. 116, ans Kölzenhain. Landwehrm. Otto Adolph, Jnk.-Rgt. 113, aus Wingershausen. Lt. d. Re!. Ernst August L e i p o l d, Pion.-Bat. 24, aus Alsfeld. Reservist Karl Decher, Jnf.-Rgt. 116, ans Elbenrod.

** Vom Infanterie-Regiment 116 ist dem Vorsitzenden des Vereins ehemaliger 116er folgendes Dank­schreiben zugegangen:

Die nun dem Regiment erneut zngcgang.enen Liebes­gaben und vor allem das von herzlicher Anhänglichkeit an das Regiment zeugende, begeisterte Begleitschreiben haben allen Kameraden des Regiments eine große Freude be­reitet. Die Gaben sind Ihren Wünschen entsprechend ver­teilt ivorden. Tief bedauern wir das Hinscheiden Ihres ver­ehrten Herrn 1. Vorsitzenden. Das Regiment hofft, daß das Andenken dieses vortrefflichen Mannes stets ein besonders festes Band zwischen Verein und Regiment sein wird. Das Regiment wird den langjährigen 1. Vorstand des Ver­eins, Rechtsanwalt Kaufmann, nicht vergessen. Er wird in der Regimentsgeschichte fortleben.

Bitte, übermitteln Sie den herzlichen Dank des Regi­ments an alle Vereinsmttgljeder. Es lebe unser Vaterland!

Schwierz, Major und Regimeutsführer."

*' Stadttheater. Zu der Vorstellung »Die Rabcn- stcinerin" am morgigen Sonntag abend haben Gutschein« Gültig­keit, da da? Stück im Abonnement nicht wiederholt wird.

** Konzert im Philosophenwald. Zum Besten der Kinder aller im Felde stehenden Angehörigen der Gieße- ner Regimenter und anderer, sowie der Kaiserlichen Marine findet morgen Sonntag, nachmittags 4 Uhr, ein Konzert im Philosophenwald statt. Musikdirektor C. Krauße hat mit 35 ehemaligen Müitärnplstkern es übernommen, einen ab­wechselungsreichen, der Zeit entsprechenden Svielplan zur Ausführung zu bringen. Hoffentlich lohnt zahlreicher Besuch unserer Musikfreunde das Vorhaben der Mitwirkenden, den Angehörigen der Krieger eine Freude zu bereiten.

** Unentgeltli che Rechtsauskunft. Die gemem- initzige Rechtsberatungsstelle des Evang. Arbeitervereins hat auch nach Ausbruch des Krieges ihre Tätigkeit fortgesetzt. Äußer den Mitgliedern des Vereins wurden auch die Angehörigen von Kriegsteilnehmer» besonders über Fragen der Kran- ken-, Invaliden- und Hinterbliebenenversiche­rung unentgeltlich beraten. Besoichers bezüglich des Kranken- und Sterbegeldes für verwundete bezw. gefallene Kriegsteilnehmer, über die Ansprüche der Hinterbliebenen der Jnvalidenversicherungs- anstall gegenüber herrscht noch viel Unklarheit, so daß eine mündliche Beratung der Zurückgebliebenen über manche Schwierigkeit hinwvg- hilft. Auch die Frage, ob den Angehörigen eines Kriegsteil­nehmers, der den Heldentod stirbt, die volle Lcbensversiche- rungssumme ausbezahlt wird oder, falls dies nicht zulrisft, ob eine Ausdehnung der Versicherung auf den Krieg möchich ist, ist für die Angehörigen von besonderer Wichtigkeit. Bon sonstigen gesetzlichen Bestimmungen kommt zurzeit die Steuerveran­lagung in Betracht. Da ein großer Teil der Haushaltungsvor- stände zurzeit im Feld steht, wird die Wgabe der Steuererklärungen in diesem Jahre besondere Schwierigkeiten bereiten. Auch in der­artigen Fällen ist di« Rechtsberatungsstelle des Evang. Arbeiter­vereins zur unentgeltlichen Beratung und Unterstützung bei der Ausfüllung der Steuererklärungen in den Sonntags vormittags von 1112 Uhr Hinter der West- Anlage 11 pari, stattfindenden Sprechstunden bereit.

Landkreis Gießen.

F. Geilshausen, 27. Nov. An die hiestg« Bürgermeisterei gelangte im Lause der Woche eine Feldpostkarte vom Reserve- Jni.-Rgt. 116, in welcher b't Empfänger von Liebesgaben, besonders Tabak, der Gemeinde Geilshausen herzlichsten Dank sandten. Die Karte ist mit zahlreichen Name», darunter von Re­servisten und Wehrmännern der nächsten Umgegend unterzeichnet.

^Bellersheim, 27. Nov. Heute morgen ereignete sich hier ein trauriger Unglückssall. Ter Landwirt Karl Gäbet fuhr Dung auf einen Äcker. Auf dem Heimwege gingen die Pferde durch, Gödel wurde vom Wagen geschleudert und starb kurz darauf an den erhaltenen Verletzungen. Ter einzige Sohn des Verstorbenen, der vor einiger Zeit leicht verwundet aus dem Felde zurückkebrte, wird geheilt in aller Kürze wieder in den Krieg ziehen.

HessenNassan.

d. Vom Main, 27. Nov. In Zell er t r a n k beim Schlittfchuhlauien der lljäbrige Schüler Werber. Beim Betreten einer leicht zugeirorenen Mainlache brach der siebenjährig« Schüler Baurmas aus Zellingen ein und ertrank. Ein älterer Schüler, der I2jährige Otto Wiedmann, der ihm Hetzen wollte, ertrank ebenialls beim Rettungswerke.

29 033 884 Tonnen zu verzeichnen England war um 400 kleiner Schiffen und etwa 800 030 Tonnen zuriickgegangen; Deutschland war jedoch mit 80 Schiffe» und etwa 325 00,J Tonnen mehr ver­treten. Die Niederlande, die als dritte Größe aui der List» stehen, gingen um 1 Schiff zurück; der Tonnengehalt aber wuchs um 47 000.

' Eine deutfch-belgilche Aerztevereinigung Wie der Garniionsarzt von Namur, Stabsarzt Profeffor Clan« Schilliug. in derDeulichen Mcdizioilchen Wochenschrilt" mit­teilt, hat sich in Namur eine deutsch-belgilche Aerztevereinignnj gebildet, die bereits vier Sitzungen abgehallen bat. In diese» Sitzungen ivaieii stets 3040 Teilnehmer anwesend und den iviffenfchaitliche» Vorträgen folgten angeregte Erörterungen, an denen sich bclgilche wie deutsche Merzte beteiligten, Als trefflicher Dolmetscher wirkte der belgische Militärarzt Frank, der lange in Deutschland studiert hat.

Spielplait des Gießener Stadttheaterr.

Direktion: Hermann Steingoctter.

Sonntag, den 29. November, nachmittags 3 1 /, Uhr, bei Volks­weisen :Im weißen Röb'l." Lnstipiel in 3 Auizüge» von Oskar Blumenthal u. Gustav Kadelburg. Ende 5?L Uhr. Abends 7'/, Uhr, bei kleinen Preisen:Tie Rabensteiiierin." Schausviel in 4 Akte»

von Ernst von Wildeubruch. Ende 1054 Uhr. Dienstag, den I. Dezember, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt), 4. Dienstag -'Abonnements - Vorstellung:Der Strom." Ende

io Ji Uhr. Freitag, den 4. Dezember, abends 8 Uhr. bei gewöhn- ticheii Preisen (ermäßigt), 3. Frcilag-Abonuen,ents- Vorstellung: Zopi und Schwert Ende »ach ln'/, Uhr. Sonntag, den 6. De­zember, nachmittags 3% Uhr, bei Volkspreiien :Minna von Barnhelm." Eu e gegen 6 Uhr. Abends 7p, Uhr, bei kleinen Pretzen:Wallensteins Tod." Ende gegen 10'A Uhr.

Markte. I

Gießen, 28. Nov. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Piund 1,101,20 Mk.: Hühner­eier 1 Stück 12!3 Psg., 2 Stück 00 Psg.: Enteneier 1 St. 0 Psq.

2 St. 00 Psg.; Gänseeier 1 St. 0-0 Pig., 2 St. 00 Psq.; Käse das Stück 1012 Psq., Käsemalte 2 Stück 56 Psg.; Tauben das Paar 1,001,40 Mk., Hühner da? Stück 1,002,60 Mk., Hahnen das Stück 1,00 - 2,50 Mk., Enten bas Stück 2,503,00 Mk., Gänse das Md, 6070 Psg.; Welsche 4 5Mk.; Ochiensteiich dasPid. 8696 Pig., Rindsietzch das Pfund 9094 Vfg., Kuhfleisch 80 90 Psg., Schweine­fleisch das Ps»nd 8090-96 Psg, Kntbfleiich das Md. 80-8, Psg. Hammelfleisch das Pinnd 7090Vig.; Kartoffeln 160 Kilo 7,00Mk.,

1 Kgr. 8 Psg-, Weißkraut das Stück 815 Pig. ; Zwiebeln der Ztr 12,0015,00 Pik.; Aiilch das Liter 22 Psg.; Aepkel der Zentner 15-20 Aik.; Birne» das Piund 1215 Psg, Nüffe 100 Stück 4050 Psg. Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.

FC. Wiesbaden. Viehhot-Marktbericht vom 27. Nov. | Austrieb: Rinder 70 (Ochsen 7, Bullen 10, Kühe und Färsen 53),, Kälber 67, Schafe 35, Schweine 189.

Geschäft mittel.

Ochsen.

Dollfletzchige, auSgemästetc, höchsten Schiacht­wertes ini Alter aon 47 Jahren . . .

Junge, fleischige, nicht ausgeniästete und älter«

ansgemästetc............

Mäßig genährte junge und gut genährte ältere Bullen.

Vollfleischige, ausgew. höchsten Schlachtw.

Färsen. Kühe. Vollflefschige, ausgemästete Färsen

höchsten

Prelle liir IoO Psd. Lebend- Schlacht­gewicht.

Mk. Mk.

51-5«

93-100

«61

4347

88-93

8187

4447

3944

7884

66-78

4758

8796

37-44

4246

7085

76-86

3237

64-70

6064

5658

4851

10000

94-97

8086

Vollfleischige auSgemästete Kühe höchsten Schlachtwertcs bis zu 7 Jahren ....

Wenig gut entwickelte Färsen......

Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut

entwickelte jüngere Kühe.......

Kälber.

Feinste Mastkälber..........

Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . .

Geringe Saugkälber..........

Schafe.

Weidemastschase:

Mastlämmcr und Masthammel.... 40,0041,00 8488

Geringere Masthammel und Schase . . . 33'/,00 7530

Schweine.

Vollfleischig« Schweine von 80 bis 100 kg

Lebendgewicht........... 5657 7273

Vollfleischige Schweine unter 80 KZ; Lebendgew. 54'/,66 70-71

Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg

Lebendgewicht........... 57'/,58 7273

Fetischweine über 150 kg Lebendgewicht . . 5465 6869

unreine Sauen und geschnittene Eber . . . 52-00 6500

ch. Bingen, 26. Nov. Marktpreise. Weizen Mk. 27,00. Korn Aik. 23,75, Gerste Pik. 22,00, Haser Mk. 22,50, Heu Mk. 6,50, Stroh Mk. 3,50, Kartoffeln Mk. 8,00, Erbsen Mk. 09.03. Linie,> Mk. 00,00, Bohnen Mk. 00,00, Weißmehl Mk. 44,50, Roggenniebl Mk. 34,75; alles für 100 Klgr. Butter 1 Klgr. Mk. 2,90, Milch 1 Liter 21 Pig-, Eier 10 Stück Mk. 1,20.

Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe«.

Nov.

1914

§3#

2- a s

i«

c 2

S*

M

ZA

£ 3

ff,

-f

® 5 ts>

II

8f

1=

i

jJJ

Ul4

j3i

27.

2 J

751,6

2,1

4.8

90

8

2

10

27.

5

753,0

26

6,2

93

SE

2

10

28.

752,8

3.4

5,r»

94

S

2

9

- Höchste Temoeratur am 26. bis 27. Nov. 19U -f- 3,5 c. Niedrigste 26. 27. 1314 = 0,1' .

Niederschlag: 0,2 mm.

vermischte».

* Der Kriegsschaden des Suezkanals. Welch schweren Ausfall die Schiffahrt des Suezkanals gegen frühere Jahre durch den Krieg erleidet, zeigt eine Statistik, die derNienwe Rotterdamsche Courant" miltellt. Deutzchland und Oesterreich, die im vorletzten Jahre in Bezug aui Tonnenmaß die zweite und fünfte Stelle einnabmen, konnten natürlich während des Krieges keine Schiffe durch den Kanal senden: aber auch die Durchfahrt leitens der anderen krieqiüyrenden Nationen hat sich erheblich ver­mindert. Wie groß diese Verluste für den Suezkanal sine, bcgreist man, wenn n,an sich verqeaenwärttgt. daß im Jahre 1913 774 deutsche Schiffe mit 3 252 287 Tonnen, sowie 216 österreichische mit 845 380 Tonnen den Kanal durchiuhren. Nach dem außer- oewöhnlich lebhaften Verkehr im Jahre 1912 war dabei 1913 ein Rückgang von 5373 ans 5085 Schiffen und von 20 275120 z»

Bcrcmtwortlich fürFeuilleton",Gerichtssaal" u.Bermischtcs": I. B.: August G o e tz.

g5g-n (gcljiuipfcn

; Dos« zoPfg.