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** Militärische Ausbildung der Jugend. Am SonntmxiacbnüttLg rückten Fugendliche in zioei Momvagnien aus, um nach eineni kurzen Marsch durch Wie­seck in dem nach dem Hangelstcin zu gelegenen Gelände die Entwicklung der Schützenlinie und die Ausnutzung des Geländes kennen zu lernen und zu üben. Die neu angelegten Schützengräben wurden eingehend erläutert. Die nächste In- .strrrktionsstunde sindet diesmal am Frei t a g abend um 8 1 /*llhr (nicht Mittwoch) statt.

K e i u P o st a n w e i iu n g s v e r k e h r mit Kriegs- g ei aii g e n cn in Rubin n d. Tie russische Poslverwallimg hat gebt erklärt, den Postanwessungsverkelir der Kriegsgeianqenen izwischcn Teutschlaud und Nutzland vorläufig noch ' ni ch l z n - l n ((c n zu tonnen. Tie bei deutschen Poslnnslalteii etwa schon eingezahlten, nach Rnblaud bestiminteu PostaiiweisnngSbelräge werden den Absendern wieder z II r ii rk g e N e b e II werden, i _** lieber die Verpackung der Feldpostsendungen ver-- breitet die 5oandelskammer folgende Mahnung: Nach einer der .Handelskammer von der Kaiserlichen Ober-Postdireltion Tarm- stadt zugegangenen Mitteilung ist die Wahrnehmung gemacht wor­den, daß die Verpackung der aus ländlichen Bezirken her- rührenden Feldpostbriefe mit Wareninhalt vielfach besonders man­gelhaft ist. Ter Mangel wird damit zu erklären sein, daß in Dörfern und kleinen Städten die Gelegenheit zum Einkauf geeig­neter Verpackungsmittel nicht immer vorhanden ist. Im Interesse der Allgemeinheit und der im Felde stehenden Soldaten dürste es sich daher empfehlen, daß durch die beteiligten Handelskreise An­gebote über geeignetes Verpackungsmaterial (Packleinen, Bind­faden, gummierte Illisschristblätter) auch an kleinere Geschäfte aus dem Lande gemacht werden und das; Geschäfte in kleineren Städten und Dörfern sich mit dem Verkaufe guter Verpackungs- stosse befassen, auch wenn sie diese Artikel sonst nicht führen.

** Die Land st rasten werden wie alljährlich auch setzt wieder ausgebessert. Die entstandenen Fahrrinnen und- Löcher werden mit Chaussee st einen ausgefüllt. Ms Bindemittel wird Sand oder Erde benutzt. Das Festfahren hat durch die täglich verkehrenden Fuhrwerke zu geschehen, häufig aber erhalten die Steine kein Bindemittel und blei­ben frei liegen. Recht unangenehm ist dies für die init Kühen bespannten Fuhrwerke: deshalb sieht man oft, daß diese um das Steinhindernis herumsahren und eine neue Fahrrinne bilden,^so daß statt eine Verbesserung eine Ver­schlechterung der Straste eintritt. Noch g e f ä h r l i ch er sind solche mit groben nnd scharfkantigen Steinen besäten Straßen für Autos und Fahrräder, und manchem Reisen wird ein frühzeitiges Ende bereitet. In unserer Zeit, wo sehr haushälterisch mit Autoreifen uingegangen werden must, wäre es auch sehr angebracht, wenn Vorsorge getroffen

würde, daß die Reisen eine lange Hi e n sda uet behielten.

Aus diesen Gründen sollten n i ch t e h e r die Steine auf die Landstraße kommen, bis der zum Bedecken der Steine nötige Sand ebenfalls an gefahren ist.

Kreis Lauterbach.

X Schlitz, 22. Nov. Ter Krieg bat bisher aus unserer Ge­meinde 9 Opfer geiordert, nämlich : Rittmeister d. R. R i e g e r, Vizeleldwebel Bätz, Rater des Eisernen Kreuzes Unleroistzier Lehrer Grüner, die Wehrinänner Susemichel, Jßlei, Werl; und die Reservisten Fehr, Rinn er und Glitz. Außerdem befinden sich Wehrmann Habicht und Reservist Reiber in sranzösischer Gefangenschaft und Wehrmann Wahl, Reservist S t e i n a ck e r und Kriegsfreiwilliger heil werden vermißt.

Kreis Friedberg.

b Friedberg, 24. Rov. Zwölf Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften des F r i e d b e r g e r L a n d sl u r in - Bataillons wurden wegen ihres vorzüglichen Verhallens in den Vogesen- käiiipsen bei Marlirch mit dem Eiserne» Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet. Das Bataillon sammelte ln seinen Reihen sür die Angehörigen von vier gesalleneu Kameraden 1200 Mt.; einen Teil dieser bedeutenden Spende lüftete die Bataillonskasse.

Hessen-Nassau.

m. Kirchhain, 24. Nov. Tie Vermessimgsarbeiten sür die Zusammenlegung der Gemarkung Kirchhain sind auch in diesem herbste sortgesetzt und eifrig gesördert worden. Trotz­dem wiid der Krieg die U Überweisung der neue» Pläne erheblich verzögern. Hand in Hand mit der Zusammenlegung geht die Ohmregulieriing. Tte Gemeinden Amöneburg, Kirchhain, Erohseelheii», Klemseelheim und Niederwald Hoden das leiliveise iimgeänderle Projekt angenomme» n»d sich zur Tragung der an­teilige» Kosten verpflichtet. Tie Gesamtkosten werden etwa 250 010 Mark letrageu. Tem Vorschlag, die Arbeite» der Flußreguliermig Ichon ;e>;l, und zwar durch Kriegsgefangene aussühren zu lasjen, ist nicht iiähergetrele» worden.

X. Kassel, 24. Nov. Im abgelaufenen Rechnungsjahre 1913 sind, wie der Bericht des Landesansschufses über die Ergebnisse der Verwaltung des B e z i r k s v e r b a n d e s für den Regierungs­bezirk Kassel mitteilt, Anträge auf Gewährtnig von Unterstützungen zum Ban von Kleinbahnen nicht gestellt worden. Bis jettzt sind als Darlehen überhaupt bewilligt 4 3ö6 781,84 Mark und davon bis Ende des Rechnungsjahres 1913 4 336 368,84 Mark zur Auszahlung gekommen, hiervon sind 166 733,56 Mark durch Tilgung zur Rückzahlung gelangt. Zu Kleinbahnzwecken sind bei der Landesversichcrungsanstalt Hessen-Nassau überhaupt ausge­nommen 3 333 000 Mark und hiervon bis zum Schlüsse des Rech- nungsjabres 1913 276 064,10 Mark tilgungsplanmästig abge­tragen. Was die Rentabilität der mit Hilfe des Bezirksverbandes gebauten 11 Kleinbahnen anlangt, so lgtt bisher nur die Kleinbahn Grifte Gudensberg das vom Bezirksverband gegebene Darlehen

mit mehr als TP» und zwar mit 3 1 /* Prozent verzinst und die

Kleinbahn BettenhausenWellerode bereits im 1. Betriebsjahr 1912 eine etwas höhere Verzinsung als die tilgungsvlanmastigen 17* Proz. abgeworfen. Für die Folge kann auch mit einer höheren Verzinsung der zum Bahnbau WächtersbachBirslein und Klein­schmalkaldenBrotterode gegebenen Darlehen gerechnet werden.

Tie Marktpreise für Bieh und Frucht und die Giestener Fleisch- und Vrotpreisr

am 23. November 1914.

Echlachtoiehpreiie in Franks »rt a. M.

Jleischpreise in Gietzen

Ochsen

Kälber

Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 75107 Mk.

L Kg. Schlachtgw. 7588 Vs. V, . , 69-73 ,

Kg. 8698 Ps>

. 80-84 . '/. . 90-96 .

Eetreideprelse in Mannheim

Brotpreise in Gietzen:

Weizen 100 Kg. 27.6000.00 Alk. Roggen 100 Kg. 23.80-00.00 Alk.

Weißvrot 2 Kg. 68 tzll. Schwarzbrot 2 Kg. 60 Mg.

AircvNctzc Nachrichten

Lvangettsche Gemeinde.

heute abend 8 Nhrt Kriegsdetslunde >n der Johannesktrche.

Pfarrer A u s \ e l b.

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Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzea.

Nov.

1914

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höchste Temperatur am 28. bis 24. Nov. 191 r = -f- 1,0C. Niedrigste , . 23. . 24. 1311 = 0,5" ,

Niederschlag: 0,0 mm.

Verantwortlich sürFeuilleton",Gerichtssaal" ».Vermischtes": I. V.: A u g u st G o e tz.

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Enibaliend: die seit dem 19. August 1914 bis Ende Oktober 1914 erlass. Bekanntmachung, des BundesraiS bctr. Zablnugöverbote» Borratserbebung, Aus­ländische llnternclimungen. Wechsel- und Schrrk- frisien, Höchstpreise uiw. usw.

Texiausgabe mii alobabetischcm Sachregister. Herausgeber: Ged. Jnttizrat Dr. Karl Gareis, o. ü. Professor bet Reckte an der Universität München.

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