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Ist das schon ein bedeutengsvoller Ertrag dieser harten Zeit, daß lebendige, lautere Frömmigkeit Mieder durch die Reihen unseres Volkes gehr, io wollen wir <b»er auch dafür danken, daß die beiden großen christlichen Kon­fessionen in dem schweren Kampfe, den sie gemeinsam zu kämpfen haben, sich einander die Bruderband reiche«. Cb ein Feldgotte ^dienst von einem evangelischen oder einem katholischen christlichen gehalten wird, danach fragen unsere kämpfenden Briider nicht, sie sind dankbar für jede s>a.,i> reichung aus Gottes Wort. Venn diese Verständigung a»ch in der Zeit des Friedens, den wir ersehn-». bleibt, so wird in uns die Erkenntnis wachsen, datz die großen, ickmrrzlichen Lvier für Vaterland und Volkstum nicht umsonst gebracht sind. ^ tz. B.

" Von der Feldpost. Tie Reichsvost Verwaltung

verbreitet angesichts mancher Klagen über die ."-stellxnz der größeren F« ldvostsendnngen soloende orststetlvi-om,: Es ivird vicliach darüber geklagt, daß i FelopostbeÄ»» VSa­chen an Ängeiöiige des iyt,-) hei der 3lnkt-n>t rin Teil ocS fi n holte Irhlt oder auch, daß der Inhalt »lana.mal nicht stimmt. Demgegenüber wird daraus hingewiesen. da» es kich hierbei keine-weg- immer um eine Beraubung der <vro 0 u»oeu ltLiidrll. Tie Mebrjahl der Fälle ist virkmohr ani die nicht immer ausreichende Verpackung. auch infolge der 2'rnntzung von unzulänglichen Klammrrvetichlstlien. zurnck- »ultdren. Die Sendungen g'v-en infolirtYioi uitterwr»? rutivn und_eie Brirnstaitde sre.en dabei heraus. Bei dem nach Ec nri» Xr Frldpv-'brütet »n Felde von den Post- oder Mititörper-onrn im Iiilercüc der Einvianger vieiiach unternommenen Bersot. selche Teildliiigrn richtig wieder zusanlmenzudekommen, kSnncn natürlich leichi auch Berv-mlungen von Teilen de« Z»t>»rk« unlerlauien Zumeist lasten sich dir dorausgeiallenen 2 HK.- nbvr- hauvt nicht wieder unterbringen, io daß >,e nach Borstbrnl iür nanbringliche Gegenstände lehandelt werden müsirn. wtdren» sie dem En.p'inger scblen. Daß im Betriebe der heimischen Post- anstallcn neuerdin.s hier und da auch Diebs. die »der Be- rai-bungon von Frldposiwarenoriesen vorgekommen sind, ist der Zrldoanoerwaltnng bekannt. Es kann dies auch nicht ausitü'ig erscheinen, da die Rexi^poiiveridallung bei der M»b«lmechung mit einem Schlage 70 000 Köpfe eiugeschultrn und bewüh «eii Personals verloren bat, das zu den Fahnen gegnn re» ist. und wo'ür unrrprod:e bestliäst.giingslosc Zivilpersonen als Sriatz eingestellt werden mußten Vorkommnisse dieser Art lassen sich auch durch die besten ttontrollmaßiiabmcn nicht verhindern. Tie Past- behörde übergibt ciurn leben solchen Fall dem 6-rrucht zur Ab­urteilung.

" tzelst unseren blauen Jungen! Ter Marine- P e r e > n 6> i . st e n schreibt uns: lim unsere blauen Ji.n-.ien ebenst» ivie die Tarieren des Heeres ntit Liebesgaben zu unlerstüven, wett» eisern die usariileocreiue mit den Kriegervereinen um da« l os derer, die für siganS und Dos »nd für den eigenen Derb kiimvie». nach /Tizlichterl rn e> liLirr» Tee Marine-Verein Osteszen. der zn ' Bereiniguiig deulsoee 'larine-Bereine m:i über 27 0»- alr deen g-Hitt. bar es sich zur Ausgebe gemacht, die aktiven iowie viaktiven Namerad««, vre i "Ft. unter der Dlagge diene». VEekl Niki ?iebe->gal»n> al linier Tu den und dir "Not her ^bs-.st'gen FamkFritang. hörigen zu ststdern. »rr 'euer JyiHrf»fC*»eft» bat birrvou in weitgeltzgipstein Mas-r Gebe.»ch gemacht, war-an dir vielen Tanksn reiben der einzrlnen STaifrrl. ffammanoJÄ iotvir der ?lrekl unttr'iül len Kanieraden beredtes Zeugnis abirgeu Es liegen Bririe vor, davon zeugen. datz kcscr seine Mkichl erfüllen wüt. gclreu senirin Flaggeneide, und alle brenne» vor Begierde, sich mit dein Peiler senseits des Statutl« messen zu können Wie angenehm »irü beliebt R a » chs a ch c n.T a b a i lind Zigarren sind, davon schreibt ein Maat des Linienschisias D eil en", naidri» dessen Besatzung durch den Marine-Verein n,id Girßener Bürgern inebrere Sendungen erhalten hatte. daß inarlxr in Jenen des vielen VaiirsteHrns gern sein i">ittages>«n >ir eine ..Piep Tobok ' gib! Wir verweisen au» das W o H l- tätigkeitskonzrrt am Sonntag, den 1. Novenibrr l Js im Philosophenwakv Weitere Liebesgaben nimmt nach ivie vor der l Borlirende des Marnie-Vereins Gießen Gg. Dcbftreit, itlinikstr. 31 entgegen.

"Musiki,, st ruinentesiirReservetruPpen- teile. Trw Dfrekkvrrum des Bundes für sre»oMaen Bater- landsdienst wendet sich mit folgenden Zeilen an die Presse: Um jDni Reiervetruppenteilen eine Musik zu verschaßsr», wird nur Zuwendung von Musikinstrumenten tiefer Stim­mung Flöten, iNoriiietten, Tromveten, Waldhörner. Tenor- Hörner, Posrninen, Baßtuben, Heine Trommeln und große Trommeln dringend und l«°rzlich gebeten. Auch ist die Spende von Mundharmonikas uiw sehr erwünscht.

Provinäialausschnststpung am Dams­tag, den 7. November l. I4-, vormittags Sh4 Uhr. Tagesordnung: 1. Klage des Geiaintarmenverbandö Nien­stedten zu Blankenese gegen de» Lrtsarmrnverbaich Dlorn- dori wegen Iliiteiststdung des j>. Günther. 2. Klage des Lchöiers Angnst Philivp Keller. Bnlch.ich, gegen die Fär- sorzckasse für Beamte und Bedienstete der Landgemeinden und Kvminnn ilverbände wegen Gestattung der freiwilligen Fortscyung der Mitgliedschaft. 3. Klage des Geiireiiiderats- mitgliedes Heinrich Ruppel XI. und Genossen von Ebbvrn- hosen gegen den Befchlust des Kreisaus'chnsfeS vom 1V. Lepiember 1914. 4 Gesuch des Heinrich Ripper zu Fried- berg um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft m dem Hause Hanauer Dtraste 3.

" Stadl lh.'at er. Es sei nochmals ansdrüiklich aus dir für bi ries Kiiegsjabr getrostone Einrichtung bingewirien. baß Militärvcrsoneu vom Feldwebel abwärts bei säwtiichen Barstelliingen für II imh III. farfett nur l> albrPreise zahlen In der morgigen Vorstellung gelten kleine Preise, so daß die oben angesüdrlen Penourn für II Parkett nur 75 Pig. und für III. Par­kett nur 45 Psg. auszuivenden brauchen.

* Jubiläum. Agent Satlöftmnnn, Dollenqastr 13, leiert beutv als Sprecher bei der Bäckrrinnung Gießen sein 35jäbeigrs Jubiläum. Der Jubilar ersreul sich olsteiti«r Belirbibeit, und sind ihm zahlreiche Glückwünsche an seinem Ehren­tage übermittelt worden.

Landkreis Gießen.

F 33 a B t tt b a r » - 3 t f i » b t r a ,_ 31. Cft. AuS unserer Gemeinde wurden durch den Orisausschnß vom Roten Kreuz bisher an ül.idiM' st:-.,.». Aabrungsmiiteln usw an die ver­schiedenen St'iioi"« tos Zeote» Krenzes MI» die einzelnen L»za- rette in Gi.-i-r» abgeli-iert: 1360 Eier. 33 Psiind B-nrr. 3(>Pz. Speck. 13 Pid. Zervelatwurst, ht Frisandellen nebst strauttalat. I Psiind Torrile, n>, 0 Gläser Gelee, 13 Psd. dlepirt. 3»K ein­gemachte: Kürbis. l üvr'.chen Tomaten. 1 Top» H»et»<K>n»avr.,e. lade, 4.Körbe voll grüne Bohnen, Kohlrabi. Wirimg. L-eisckrant. gelbe Rüben, »ario'stttn: ierrier 303 weiße Demdeu. 54 bun.r Hemden, 136 Paar §:rümpie. 44 Dandlächer. 34 Kihenb.-züge. 18 Bettücher, 150 genllkte Spreukiiscn. 50 Fu^apvrn, 3Lrit>- binoeu, 100 Waichlao»» mir je einem Stück Leise. 40 Paar Dandschuhe, 13 stovibülien, 18 Paar äuicwärmer, 7 Leibbinven. 8 Sack Charpie und 1 KiNchen Zigarren.

Kreis Friedberg.

?. Stammheim. 30. Lkt. Tie zur Wahrung der Rekla- mationsrcchle der :in Kriege brsinüliciwn Grundeigentümer i» Slanimheinl gm 36 und 37. .IM. vorgenommcnc Berßeige- rung der Masscngrunbstückc hatte sollendes Ergebnis. Lcrpachiet wurden auf die Tauer von mix einem Jahr 184 Pormgk- morjen zum Pack:vre- r >n 6786 Mk. - rund 37 Bkk. pro

Morgen Be, einem 8 l.n.b mit dem 'Mchäxongsweri kommt

der Pachtvreis einer B."» i. ir.ng von 5 Pro», gleich.

FC. Bildet, S<\ CU. In, nahen Petterweil hallt fei Weißbtiider Wilhelm Le»har» de» üegreichen Führer der Csi- arinee, Generalabcesl Panl v. Beneckendorf >md v Hindeniurg. gebeten, die Patenstelte bei der Taus« eines TöchlerchsnS zu

übernehmen. Um. estend erklärte sich der Sieger a» den masurischen Leen tamil »inoeestansen und am vergangenen Sonntag hielt der euüache Arbeiter Taus«. Dem Kinde wurde der Name Paula gegeben.

Ltark-ichirrg und Nktriiihrssen.

FC. Mainz, Sd. LN. Dir Unteroistzigr Weih von der 4. Koini-aa-i'e de« l. 3 lai>a>n 1 chen P>on,er-t aiaillons Nr. 31 er- lielt das kikerne Srenz iür einen nmsichtigen Pairanille»- gsiig a»> dem w«nl> en KriegSsch»»: laß Weiß lxiite sich mit \'ix 1 ionieien last dit .» die seint.ichci! Schüo.enlv.ien hero»- eei^tiM,,, ,-:>b eine r-«id« So. a-e. läo Stück, die zwischen der s«i><lch«n Fro,ch und der Lreiluna der Franzosen weideten »nd kchellen nvh.-tien. um den 7-ra»«ostn ein Porgede» der Deut-chen in der Nait-I n verraien. in dir Stellung t-iner Kompagnie ge- triehn,. 4dei« ist gier Tägyenborii in Cberbessen gediirtig.

Tarmtladt. N>. Clt. 3l»r de,n Ge'angenrnlager ans dem Truppenüdiin-Griesheim ist ein iranzösilcher Zivilist Regoual Töillinqer enitprung'». Er ist 35 Jahre all. nut-iseizl. krüNig. nul aisgedrrtie.n > Glichen-. Schnurrbart »nd nur »ich bnnTem sttnz-g oivir gleich«: Möge betleidet. Ein Sonder- btait des ,?"oS<r.tt4,ben Polizeiteldgravbon' er- ri-t um Fahndung »ach dem F üchv-eu C-er n. a. onrts al« Sriou ujio. ge>ährl>ch> »o rden kan») «nd m» Fesial,,nr sowie stiachiicht an die Milugr- deHörde.

Kreis L-rvlar.

--- W e ß l a r, 3l). Ckt. Der l. e h r e r v e r e i » des Kreises Weglar stih te ö 0 Mt. iür das Rote Kreuz.

m Blnderrbach, 30 . Cft. Pc rer 3trinbre ch t , 0(fijiex- Ttettvettreter, ivnrde ju n Leutnant belördert.

». Cdcrblel, :d. Ckt. Mn de», Eiserne» Kreuz wurde W,»te'dw«.el Lehrer 3Iöam Dich vonr Rcservc-Regimenl Ar. «1 a!,S,,rzo.<'"el

? Erda, 30 Ckt. Di« beide» köhne des DachdeckeeineisterS D r o ß n> a n » starben den I» r e u > o d iür daS Vaterland.

Seffcn-Nassau.

m A >- S d » m R r e i (t St i t.!) h a i», 30. Cft. In der Ge- meinde ErtSdors betri-q die kanvnlung lür das Rote Kreuz !V °0 ip,f hiervon sind 2-4)0 dem Rote» Kreuz in Kirchhain »de wiese,, worden mit der Bestimmemg, daß UXw Pik. iür die ooUevcn?cn C preniit» obgeinhr! >ve>de» solle».

kanSel.

Gerüchte über ein holländisches Tabakaus- suhrverbot ans .Holland. Seil einigen Wockwn ist da? Go-.stcht verbreitet, daß d:e hokitr.dische Regierung sich veranlaßt sehe« Imme, ein Bv-snHrvcrbvt über Tabak zu erlassen 4-em- rrzrnüber erliätt die ..Lchbeiitsche Tabakieirung" eine Mriieiliiiig von autoritativer Stelle in .Holland, die lautet:

^Leihst zur Erwägch'g eines AusfuHoverbotes würde die Känigl. R-ederlandihhe R.-gierung sich nur dann veranlaßt sehen, wenn ed eine leöare.'.galtnng betrisit, von ivelchcr ein geisstgeiidee Porrat für den heiiuhchrn Konsum im Jnlanüc m't vr hrnoon ist. Andere Gründe sür ei» Aussuhrverbol bc- ftrßs« hir die niederkätrdische Regierung nicht."

4-o:i einem Tabalaussuhiverbot an- doltand kann somit leine Htcdc scui.

Eingeschirdt.

lFür Form und Inhalt akleenker diejer Rubrik stehende» Artikel ühernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verankivoriung.)

Gießen, 30. Cktobcr.

Die (finqualtiekrmg des Znsanterie-Laadstiirms und Landsturm- Znsantereäfrsatz-Bataiklon?.

Durch öffentü de» Ä>-»ichreiben wurde» di« Bürger zur ?ln- »ncldung Iür Cluaitier« snr de» Landltnrm aulaelordert und bekannt gegeben^dal. B k. 2, pro Tag, mit Ausnahme der Wachelage, wo b-c Perosteguug van anderer Seile stattiände, vergütet icksirde». Uni mir als Siel.e -loser den Unterhalt zi- veid-ene», ivar ich auch dabei. Bei der ?ki>rechnung pro Tepiember wurde mir mm be­kannt gegeben, daß beim Landsturm Mk. 3, und beim Ersaß »nr ®l. I,i8 vergütet würben. Ich war erstaunt über diese Berechimnas-Aeräiidernng. da mir von keiner Seile von dieser ?lbändernng et-oar bokaiint gegeben worden ist. Ich kann mir mtrh ntdH dcnk»>>, daß e3 im Suine der Allgemeinheit gehandelt Ist, den Ersaß-Lmidii-Ivn, innider-verliger bcliandela Zii lasten olr den Landftnrm. --nd den Cuartiergebern, die oh-ichin durch die Fehler tu der Liste schon 6mhni.e erlitten, noch Ooier aniz-.e>legen. da bei den erhöhte» Sebensmitlelvreiscn vo-> e »em Geschäik doch keine Siede l«n kann. Auch ist wohl kaum bei dem strengen »nd viele» Wachdienst, der »och z» erwarten ist, ei->e minderwertige Periüegnng nngebracht, ganz bcionderS, da doch niüere allen L«ndsti.rn,er keiue stüngiinge mehr sind. Ich hasse besilin-nt, daß unser oeeelwter Cdcrdsiegermeistir liier ?le»derung einirtlen laßt, die »k»m v-'i» i-der x eit- Dank »i--b-i-'aen wird. B

-. - - - -> - - 1 ; _ 1 . L."

Marltr.

Gießen, 81. Cft. A! a . kiberIcht A»> dem heutigen

Wochcuiuarkte kostete: Butter das Pinnd 1,101,20 Mk.: bühner- ,ier 1 Sicht IttQ W«., i Stück 00 Pig.: Enteneier I St. 0 lag.

3 Ti. 00 Mi:'-leeier 1 et 0-0 Pig.. 2 2t. 00 Pi,.: Udfe

da« Stück 101? IM/), Röiamoite 2 Stück 56 Psg.: Tauben daS Paar I.OS1,4 ' P,st tzikimer da> Stück 1,503,00 Mk.. k-gl»>en da» Stück 1,50 >,06 Rk., Ente» Sr« Stück 3,004,0» Pit., (häuft da« Pich. 79 - 70 Pli-: 45 T!k.: Cch-ensieilch da; Lld. 66 -96 Pig.,

chmdistüch bas Piimd »0>4 Pi I-, Kulisten ti 7080 Big.. Schwcine- sie,>ch d.'» P.i-m» 70-««86 ti.,.. Kalbsteilch da» Pinnd 1 Mk., ch«w»:kt!st«isch dn« Pstmd 7096 Ptqg Karkoiseln lk>0 Kilo 0,50 r -,b~' S'.f., Wrißirant das St. 616 P>g.: Zwiebeln der Zlr. b>,03ir.00 Alk.: st'tich d'S Liier 2? Pkg.: Stev-ck der Zentner

1016 "P?.; Binra- da« Pinnd 1015 Psg., Siüsse 100 Stack 40rO Pkg. Mo.rktzeit von 8 bi« 2 Uhr.

eli. Rieder-Fngett,ein». 29. Ckt. Cbstinarkt. Biruen 4-1» Mk., ««dM 0 -14 Mk.. Zwet-chen 9,00-0,00 Pik, Quitlen 10 Pik.. To-nottu 7 Mk. der Ze'-tiirr.

Letzte Nachrichten.

Gro»e Fortichpiite in Belgien.

Großes Hanplauartier, 31. Okt., vor- mittrrgS. -Amufich Ilnicre Armee in Belgien nahm gestern Sicmscapelle und Bi»Pb»:c. Ter Angrrss aus Bvcrn schreiicl ateichfatts fort, ««thvvsrde, 2chloß 5?cklcbeke und Wamdekc wurden aeLurmr. ?luch weiter südlich gewannen wir.Boden. Lefilich SsiiWK- wurde der Gegner gleichfalls angegritien und im L^iiie deS T»ges aus mehreren stark verschanzten. Stellungen nördlich v»n Baillt, vertrieben. Am Nachmntag wurde d'nn Tdaittv gestürmt und der Feino unter schweren BrrlnSeu über die Ai»ue zurück aeworsen. Wir mach­ten 1000 Ge'angene und erhemeten 2 '.Raschinengewehrc.

Z-m Argststbirer Walde, sowie westlrch von Berdun und nördlich von Toul brachen wiederholte feindliche Angriffe unter schweren Verlusten sür die Franzosen im Feuer zu- smnmen.

Der Kampf aus dem nordöstlichen Kriegsschauplatz hat noch md>) zu «tuet knfscheidirng q«führt. Westlich von War­schau svlgen die Russen langsam unseren sich neu gruppieren­den .Kräfien.

Ter DLmpf an der belgischen Küste.

B e r 1 1 n, 31. Clt Der englische Gesandte im Haag teilte laut ,,Boks. Ztg." mit. daß aut dem euglisck-n Minenzer- störer Falsein an der Ostender KAste eine Granate erplo- rierte, die einen Offizier und 8 Mgmi tötete, wahrend ein COizier und 15 Merrn ver'.vn.udet ivurden. Es heißt dann weiter, das; deutsche Untevieebosbe noch immer an der belgi- sckrem ^üsre tätig seren. Ebensatls auf den zkampi bei Ost­ende dürste lich solf-aude Trabtmeldung des Züricher Lorre- jpondenten derBuss. Ztg." beziehen: Der Trrester Piccolo '

vernimmt aus Rotterdam, am 29. Oktober seien in dem Hasen ovn Harvich vier kleine englische Kriegs­schiffe eingelaufen, die von feindlichen Geschossen beschädigt waren.

Die nach Frankreich grsUichieten Belgier.

(STB. Pa; is. 3l. Ol«. Michkantt-ichl Rarl) einer von dem Rinlsierium des Innern voraciwmmenen Zäh­lung beträgt die Zahl der nach Frankrercl» gesliichteten Bel­gier 400000 Personen.

Ludwig von Battenberg.

i. Köln, 31. Okt. Tir ,GvI». Ztg." meldet von der hollän­dischen Grenze: Zu dein Rücktritt des Prinzen Ludtvig von Batten- b:rg als rrltrr Srelord der britischen Admiralilät n>erde dem ..siiottrrdamschrn Eourirr" aus Loudvn dcriilstei, daß der Rück­tritt als eine Folge der Angrissc aii-iesrhrn n-ird, dir rinigc Tvru- und volkorümlichr Blätter, u. a. der(Robe", aogrn den Prinzen -n'rtä 'rt batten Tie-c Blätter, inat der !wNä»dtsä>e Bericht-

r. statt-r hinzu, werden »aiürlich -ehr d«küb>r vrrivunben sein, daß ihre Wünsche so schnell in Er-ällung gingen. Das Schreiben, worin der Marineminister Elnirchill den Rücktritt »inahm. »st io schr hcrzlichrn LSorirn grballrn.

.Kn::0geb»ngrn vor der türkischc» Botschaft in Berlin.

Berlin, 30. Ckt Bor der nnfilrtxn Votünalt fände» ge

s. ern abend große Zi,stln»iuliigokundgrb»n<,e!l statt. Au» der '.i'litic deZ Publikums wurüeu mehrere Ansprachen ge»iltrn, die ,n bnnisrud ausgeuommeue Hoch« au i den S miau und den deutschen Kaiirt au>N n,n'» Der Botschauer, (Kenrrol tt'alimu« Muthtar Pascha Inest ebenfalls eine k u r z c Ansornche / in n-elcher er seiner Freude Ausdruck gab, Eirütze der Deutschen n-iit seiner szeimat übrrimurln z» können. Er wolle nick» viele 33vrtr n-»m in dirse, fdwemt Zeit, in der dir Türkei an brr Seite Driitscliiaiids käinpir. Er sorderr dl« Menge auf, in dir deutsche Nationalhumne ri»z»sttnin>en.

Denischlaiw und die Miiseiinanen.

WTB. K v n st a ii l i n o v r l. 31. Cft. CJaditomllich ) Die Blätter geben einen '.'lrttkel des Teheranrr BlattesRrsobad" wie­der. der dir Uebrrschriit Iragl:Ter bctrtfelK üailrr und dir mu- hani!» Dänische Welt". Es wird in ihm Hrrvorgedobrn. daß dcr rin- lige Freund der 'Mobammrdaiier Trutsüiland sei. nach ivrlchrm sich die Blicke aller Mnirltiiaiirii ivrnden Tie Talsaä>r. daß Deutsch­land immer mit dem 2i«r des Kalisais herzliche und lrenndschast- Itchr Brzirhungcn unieihalirn habe, habe ihm die Symvthicn aller Musrimancn gewonnen.

Italien und Griechenlaiid

Ko n st a n l i n o v r l, 30. Clt. WiB Nichtamtlich.) Die türkischen Blätter besprechen das Vorgehen Itatiens in Ba- l o n a und dir Besetzung des E v i r n » durch Grieche n- land. und heben die Wichtigkeit beider Ereigilisse hervor. Sie können sich aber die Gleichzeitigkeit und die '.Uetmlirf feit der pon Italien und -Griechcnland an-iegebe»en ,Gründe nicht erklären. ..Tanitl" gianbi darin ein Abkomni,'» jn-ii.lien Griechenland und Italien zu sehen ,^kdam" ist der Meinung, daß rin Sturm aul dem Balkan nahe.

Zum 'Äijclmiitj des türkisch russischen Krieges.

Berlin, 31. Okt. Wie verschiedene Blätter erfahren, ist die Eröfsnnng der Feindseligkeiten dnrcki die türkische Flotte darauf zurückzusühren, iveil ein russischer Minenleger itiiter dem Schube eines Kanviienbootes versuchte, im B o s p o r u S M i ti e n z u legen. Die ersten Feindseligkeiten seien demnarlz von RiußlMtd gegen die Türkei unternonunen worden.

Bulgarien und Rubland.

i. Köln, 31. Okt. DieKöln Ztg" meldtt aus Zürich: Der Mitarbeiter des AattrsUlrv Rnssia" in Sosia berichtet: Der rnssischc Botschasler in Sofia hnbc ihm in einer Unterrrdun« rrkläri. und ihn gebeten, »ns mitzntrilen. daß dir Slimninn» in Billgarirn durchaus russrnseindlich sei. Alle Brrsliäzr des Bvt- ichasters, hierin eine Ariidcnring zu erreickien. sind erfolglos ge- bliel>en. Er habe seiner Regierung von dieser Stimmung Mit­teilung gemacht.

Fwstwetter in Ostpreußen.

Berlin, 31. Olt Zn ganz Ostpreus;en ist bei scharfen Rordvsttoinden F r o st eingetreten._ ,

MrtterauSüch'.rn in Dessen am Sonntag, de-i 1 Stovrniber 19X1 Wolkig, doch trocken, kühl, lüdö-tliche Winde.

Bcrantwortlich sür ..Feuilleton",GrrichlSsaal" u.BrnnischtrS"! I. B.: August G o r tz.

Ter-trirerunr.

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