w ai ot M Sr frgriniqglienHt tn 5R?«Subrrl inticrprfrrndjt Da? E-rim fee^rrtiergt jetzt 150 Stoncmbcn, dir meist wie ich, schon aus dem Wege der Genesung sind und sich in dem prächtigen Hause sehr wohlfkhlerr. Feine Gesellschaftsräirme sind auch da Ein großer Speisesaal. wo wir olle essen, dann ein Schreib- mid Lesezimmer, wo über 20 Zeitungen anÄiegen, eine geräumige Eialle, wo wir ftnfpc Gfat irnelcn, und sogar ein seines Billargzimmer, das tri«', jar llnterdaltung beiträgt. Auch Klavier, Harmonium, letzteres zrrnr Gottesdienst, suck da, und auch GesEchastsspiele, Karten w'w., st» daß man sich die Zeit so gut als möglich vertreiben kann. Frei lrch K in dem Oute selbst lücht viel los, weil doch alle Haufer irad Pensionen jetzt geschlossen stick, aber gerade die Ruhe soll ja ra i k wir i cn . daß wir recht bald ganz gesunden. Ta auch noch ver schtedcne Herlauellen hier entspringen und demnächst die Soldaten auch noch Bäder in Soole nehincn könne!r, ist ja recht gut sür uns und unsere Gesundung gesargt. Wir haben lnrr viele cm Erlro . Fiarm er, was uns nach dem Leben im Biwak erst komisch vorkam. Mouche Kameraden wohnen ju zwei bis fünf zusammen, was auch daun immer recht lustig ist. Verpflegt werden wir sehr gut. Früh Kaffee (Sonntags Kakaoi mit Brötchen und Butter oder Marme lade, um 10 Uhr belegtes Brot, Mttag dann Suppe, Fleifch, Gemüse, Karlossel», vst auch Kompott oder Süßivcrie. Nachnritlaqs txm» wieder Kasfee und Brötchen und abends warme und kalte Speisen, in Abwechslung «uch Suvveusw., kurz, man lebt bei»ahe wie bei Muttern. Ich habe auch die l4Taqe, wo ich nun schon hier bin. seri»? Pfund »ugenommen. Mern Lrib- rremen hat nur noch rin Loch. Bei Tisch mittags werden wir bedient wie die Frischten. Unsere lieben Schwestern und eine ganze Anzahl von jungen Damen vom Roten Kreuz springen herum, daß es eine Freude ist. Auch eine ganz« Menge Personal ist noch im Dause, denn es mag keine Kleinigkeit sein, solch 150 Soldaten- mägrn tagaus tagein zufrieden zu stellen Buch Liebesgaben n-erten ost gespendet, namentlich was „Rauriwrigrs" liegt oft beim Teller. Abends trinken wir teils Tee, teils Bier, und auch Mineralwasser kann man kriegen, das auch eine Spende von einein Brunnen in der Rahe ist. — Du siebst also, es ist vortrefflich sür uns gesorgt, so daß du um mein leibliches Wohl nicht besorgt sein brauchst. Vorläufig muß ich wohl noch ca. K Tage hier blechen. Wo ich dann hinkonrme, ist noch ungewiß. Hoffentlich kann ich vor dem Wcderrinrücken ein paar Tage Urlaub schinden, den» der Unterschied zwischen dem Felddienst >md der Herrlichkeit hier wäre doch ein bißchen zu rwch und ohne Uebergang. Also für heute Gott besohleu und einst)veilen herzliche Grüße an euch alle. Euer Robert."
** Dankschreiben der 116er. Au? dem Felde sendet man uns mit der Bi Ae um Bekanntgabe die beiden folgenden Schreiben, die zeigen, wie groß die Erkenntlichkeit unserer Soldaten sür die Fürsorge der Lieben in der Heimat ist:
Herr Hauptmann Polh schreM:
„Die Ddaschlnerigapehr.Konrpagitie Rogts. Kaiser Wil- lhelni sagt allen Spendern aus Stadt und Land für die so überaus zahlreich eingeganqenen Liebesgaben ihren tiefsten Dank, vor allem für tue warme Unterkleidung. Allen Spendern treue Grütze! Po ly, Hauptm. W.-E>-»K. 116."
Das zweite Schreiben lautet:
„Den wohlwollenden Spendern unserer Liebesgaben in der Hermat sagen die ^orzieit ffi.tr in A. anwesend«!! Gießen er und aktiven 116 er vielmals herzlichen Dank, tz. A: Vizefeldu». Jäckel, oft. 2/116, Ufjj. de Lall, «kt. 6/116, Gefr. Niebergall, akt. 4/116, Dbuekctier Schott, akt. £/116, Uffa. Rühl, oft. 3/24. Uffz. b. Res. Schwan, Ers.-B. 61, Res. Mühl, 8. K. Res.-Anf-Siegt. 116, Landw. Tronrp. Samm, Fernspr.-Abt. 18. R.-K."
Kurz vor Drucklegung deS Blattes geht uns noch ein dritter an den «lBerlmvgermeister gerichteter Brief zur Veröffentlichung zu:
Hochzuverelireicker Herr Oberbürgermeister!
Für die Ueberseickung der Liebesgaben, welche in so treu sor- «wnder Weise von der Stadtverwaltung, den Bürgern Gießens und der Etteßener Organisation des Roten Kreuzes gesammelt worden sind, erlaube ich mir Ihnen und den gütigen Spendern meinen rmd des RegimeiUs aUerberzlichsten Dank aiiszusvrrchen. Dos Regiment ist durch diesen B-n>eis ovsersreudiger Fürsorge miss tiefste gerührt. Die Grüße aus der Heimat haben Offizier und Mann sehr wohl Hctan. Die wohlbehalten angekommcnen Gaben werden uns allen u, der beginnenden rauhen Jahreszeit sehr zn flauen kommen. Das Eintressen von wollenem Unterzeug entsprach besonders einem schon lange empfundenen Bedürsnis.
Den Dank deS Regiments bitte ich Sie, hochverehrter Herr Oberbürgermeister, sreundlichst entqeqenzunehmcn und der Bürgcr- i'chast Gießens übermitteln zu wollen. Ferner bitte ich Sie, ö s - fentlich in den Lokalzeitungen bekannt zu geben, daß er dem RegimeM leider nicht möglich ist, jedem einzelnen Spender persönlich zu danken, da es säst täglich vor dem Feinde steht, und daß Sie daher gebeten seien, den Dank für alle entgegenzunehmcn. Dos Regiment grüßt seine liebe Garnisonstodt „nd bittet Sic, diese Grüße zu übermitteln.
Zum Schlüsse möchte das Regiment rwch seiner Freude Ausdruck geben, daß daS herzliche Einvernehmen und die guten Beziehungen, die stets zwischon der Stadt und dem Regiment bestanden haben, durch die seitens der Stadt bewiesene hochherzige Handlungsweise eine erneute Festigung erfahren haben.
Mit der Versicherung der vorzüglichsten Hochachttmg zeichne ich ergebenst.
I. «. d. R. K.
Schwier;, Major und Regimentssührer.
"DieztveiteGicstenerLiebesgabenfahrt. Der über diesen Gegenstand in Nr. 248 veröffentlichte Bericht ivor, wie man »ns bittet mitzuteilen, von, Oberhessischen Automobilklub erstattet.
** Verleihung der Hessischen Tavserkcits- medaille. Der Grobherzog bat die Tapferkeits- medaille verliehen dem Oberstleutnant v Destrcll von der Armee, vorher Kommandeur des Leibgarde-Jnsanterie-Regimcnts (l. Großh. Hess.) Nr. 115, dem Major v. Neidbardt, BataU- lonskommandeur in demselben Regiment, den Hauvtlcuten Keim und Frhrn v. Haxthausen, Kompagniecheis in demselben Regiment, dem Hauvttiiami der Reserve M a r k e r t, Kompagme- fübrer in demietben Regiment, den Hauptleuten Ulrichs und Frhrn. v. Stein zu Nord- u. Ost beim, sowie dem Oberleutnant v. Lhncker, Kompagniefübrer im Reseroc-Jnianteric- Regiment Nr. 116, den Leutnants Baron v. der Reckt, t. Wächter (Albrecht) und v. Wächter (Friedrich Karl) im Leibgarde-Infanterie-Regiment (1. Großh. Heiß) Nr. Il5, dem Leutnant der Reserve Ausfeld desselben Regiments, dem Leut- nant Baron v. der Recke im Großh. Artillerie-Korps, 1. Großh. Hess. Feld-AttUlerie-Regiments 9ir._ 25, dem Leutnant der Reserve Mornewcg (Bernhard) desselben Regiments.
** Person alnachricht. Tie Großhcrzvgin ha! am 17 Oktober d. Js. der durch die Dekanats-Synode des Dekanats Gießen sür den Rest der laufenden Wahlperiode vollzogenen Wahl de.- evangelischen Pfarrers Theodor Weber zu Lang-Göns die Bestätigung ertellt.
** Arbeit für die Frauen. Wir verweisen auf die in dce vorliegenden Nummer enthaltene Bekanntmachung des Oberbürgermeisters, die diejenigen, die sich aut den Aufruf vom 18. Oktober gemeldet hcchen, zum Beginn der Arbeit aut den kommenden Montag einladet
** Stadttbcatcr. Tie Erösfmmgsvorstrlüing am Sonntag, den 1. November, wird ringclcitet durch einen Prolog nick ein lebendes Bild „Huldigung vor Germania": cs iolgt „Wallensteins Lager" und den Schluß bildet das Lebensbild von Ernst Wichcrt ..Das eiserne Kreuz". Bestellungen sür diese Vorstellungen wolle ma,l im Briefkasten des Stadttheoters nicderlegcn.
" Unbestellbare Do st seu düngen. Bei der Ober» P o st dir c kti o ii in Darmstadt haben, wie uns mitgctcilt wird, im Jahre 1913 30 836 Postsendungen aus Orten des Groß» Herzogtums Hessen (und Kvar 7176 Briefe, 23192 Postkarten und
468 Drucksachen vernichtet werden orüffen, it*n ihre Fu-
stcllung weder an den Empfänger noch an den Absender möglich war. Die Zahl der unbestellbaren Postsendungen hat gegen das Vorjahr erheblich zngenrmmen. Tics ist insbesondere aus die unvollständige Aufschrift der Sendungen und die ungenügende Bezeichnung derAbsender zurückzuführen. Wieviel Unannehmlichkeiten mögen infolge der Uminbringlichkrit der Sendungen den Empfängern und den Absendern ..rwackied sein, und wieviel ungerechte Vorwürfe sind wohl gegen die Postverwaltung und ihre Beamte erhoben worden! Es wird daher den Briesubreihern und namentlich den Eiulrescrern von An- iitlitspostkarlen von neuem empfohlen, in oder aut den Sendungen stets Raine uns Wohnung des AbseickerS handichriMni' oder durch Abdruck eines Steinpels anzugeben, damit ihnen, falls der Empiäiigcr nicht ermittelt wird. die 'Sendungen Mrückgegeben werden können. — Es wird noch bsnerkt. daß auch eine größere Anzahl .7f-cl dpo st s en d n ngen , deren Empfänger nickst zu ernritteln ivarcn, den Absendern nickt zu gestellt werden konnten, weil sic sich weder aus noch in den Sendungen genannt haben. Tic Angaben in den Sendungen: Dein Vater, Mutter, Schwester usiv. genügen nicht. Es ist imbedingt erforderlich, daß aut den Fcldpostseiiüungcn die genaal eAdressedcs Empfängers und die vollständig c Adresse des Absenders nieder- geschricbcn wird.
** Bezirkst nrngang. Unter Leitung des Bezirkstnrn- warts K. Erb vom Turnverein von 1846 findet morgen, Sonntag, ein Bezirks turngang statt, woran sich auch die den Turnvereinen noch Fernstehenden beteiligen können. Ter Abgang erfolgl pünktlich um V»2 Uhr von der Labickrückc. Der Turn- gang verfolgt den Zweck, die innerbald des Bezirkes noch gebliebenen Turner in engere Fültlung zueinander zu bringen, Mi gern eiinamc Wanderungen, Kriegssvielensw. anszuführrn Von kommender Woche ab ivird auch für die beim zkreisamt und der Bürger- mcisterei zur militärischen Borberritung gemeldeten jungen Leute ein besonderer Ausblldungsabend eingelegt und so der in anderen Kreisen bereits begonnenen Vernnrklichimg des Gedankens ein Schritt naher getreten.
Landkreis Gießen.
a. Lang-Göns, 23. Okt. Am 15. Oktober wurde dem Vizr- seldwcbel d. Res. Karl Kiefer von hier, dem Sohn des Kriegcr- vcreinsvorsitzendcn Kiefer, das Eiserne Kreuz verliehen. Gleichzeitig wurde er zum Leutnant der Reserve liefördert und mit der Führung der 8. Komp Leibg.-Jnf.-Rgt. 115 betraut.
Kreis Büdingen.
§ Büdingen, 22. Okt. In Heidelberg verstarb der dort in Pension lebende frühere Direktor der hiesigen Gymnasiums Oe. phil Ludwig ÜB ft Im ann im Alter von RI Jahren.
§ Ortenberg, 22. Okt. Auf dein Felde der Ehre siel der Bekrer Karl de Groote, Unteroffizier der Reserve im Reserve- Infanterie - Regiment Nr. 116, Sohn der hiesigen Gastwirtes de Groote.
§ Dudenrod, 22. Okt. Vorige Woche kam ein Selbst- sahrer-Dreschzng beim ^EKrisltnenboE z» Schaden. Don der vorgespannt,-» Lokomolive riß die Kette »nd der Dreschwaqe», sowie Etrohoreßwagen rollten den Berg hinab »nd fuhren ineinander. Der Schaden ist ziemlich bedeutend.
Starkrnburg und Rhcinhessen.
m. Offenbach a. M., 23. Okt. Tnc Stadtverordne» te n beschlossen in ihrer letzten Sitzung u. a., beim Großh Staats» ministeril'.ni dahin zu wirken, daß der Bevollnräckztigte der Hess. Regierung beim Bundesrat dabin vorstellig wird, daß von Reichs- Wegen für alle Lebensmittel Höchstpreise srstgeiegt werden. Tie Führer der Reickstagstraktionen sowie der dcuv'che Städtetag sollen in demfälben Sinne vorstellig werden. Es wurde weiter befckstvssen, im Versorgungshaus städtischersentI einen Klein» kartosselverkauf einsirrichtcn.
Hessen-Nckssiw.
>1 Marburg, 23. Okt. Dos L a n d r a < 8 a m t hat den Ö ö ch st p r e i 8 sür anserlesene Speisekartolleln aus 3,50 Mk. für den Zentner bei freier Lieferung festgesetzt. Bei Verknus m Mengen von weniger als einem Zentner wird der Höchstpreis ans
5 Psg. das Pfund festgesetzt.
m Äitrtiljoin, 23. Okt. Gestern nachmittag brannte in der Großseelbeimer Gemarkung ei» dem Landwirt Peter Herbener achörigee Strohschober nieder; 150 Zentner Stroh gingen in Flammen aus. — Tie Gemeinden Wohra, Hertingsbanfeu und Emsdorf lieferten eine große Menge Liebesgaben beim hiesigen Landratsamt ab.
m N e u st a d t, 23. Okt. Auch in unserer Stadl ist eine Iugendwehr ins Leben gerufen worden. Bis setzt sind ihr schon 20 jttuae Leute beigetreten. Die militärische ülusbildunq liegt dem Gendarmen Kruq, Gastwttt Bauer, sowie den beide» ehe- »laligcn Untcrossizicren Fader und Krapp von hier ob. Jede» Sonntag ngchmittag sindet Ererzieren in der Lehmkaute, sowie jeden Mltwoch abend mündlicher Unterricht statt.
n. Usingen, 23. Okt. Tie Stadtverordnete»» Versammln nq beschloß, sämtliche im Felde stehenden Usinger Männer bei der Naffamschen Kriegsoersicherung zu versichern.
d. B i c d e n k o p s, 23. Okt. Für die Notleidenden in Ost- vrcnßen sind bis jetzt bei der hiesigen Sammelstelle 3028,80 Mk. ringe gangen.
r. Rennerod, 23. Okt. Dem Unterofsizier Wilhelm Schmidt (Korps-Tclegravh«»-2ibt. 0) „nd dem Gefr. Richard Spornhauer aus Aillingen <Rcs»Jns.-R«gk. 87) wurde das Eiserne Kreuz verliehen.
rv. Westerburg, 23. Okt. Bei der Ne »Verpachtung des Tomänenvorwerks Hol Krempel wurden 3810 Mk. biShcc 2950 Mk.) erzielt. Die neue Pachtperiodc ist für di« Zeit Johanni 1215 bis l. Juli 1833 sestgejetzt.
vermischte».
' Brandpleile gegen LuItschisle. Ein sran^sischer Ersinder, der ans den kriegerifchen Namen Guerre hört, hat Brand- pselle ers,inden, die vom Flugzeug aus vornehmlich gegen Luftschisse geschleudert werden solle». Ein solcher Brandpieil stellt, wie der .Prometheus" mitzuteiteu in der Lage ist, eine starke Stahl- nadel dar. Mit ihrem Schafte ruht sie in einem ^lindrischen Behälter, der mit etwa 0,2 Liter Benzin gefüllt ist. Sechs ankerförmige Widerhaken Hallen de» P'eil beim Auilressen aui einem slosiartigen Gegenstände lest: di« in der Fällrichtung angeordnclen Spitzen erleichtern fein Eindringen. Beim Aufschläge auf einen Gegenstand wird di« Stahinadef in einen Behälter getrieben, ivobei eine Zündkavscl zzir Explosion und das Benzin zur Entzündung gebracht wird. In erster Linie ist der Brandpieil gegen Lustschiffe vorgesehen, ohne daß seine Berweuduiig gegen brennbare Gegenstände überhaupt ausgeschlossen iväre. Kleine ichraubensörmig« Flügel an seinem oberen Ende halten ihn während des Falles in sentrechter Stellmig. Er hat eine Länge von «O Ztin., eine» Durck>- nieffer von 8 Ztni. und wiegt 1 Kg. Versuche vom Eiffelturni herab sollen befriedigende Ergebnisse erzielt haben.
vilchertisch.
— Das große Heimweh. Roman von R » d o 1 s Herzog. 1.—50. Auflage. Verlag der I G. Eotta'schen Buch- haudlung Nachfolger, Stuttgart und Berlm. Geheftet Mk. 5,—, in Leinen gebunden Mk. 8,—. Mitten hinein in den wefi- erschütternden Orkan, der an der deMschen Eiche zerrt, klingt scharf »nd klar und schmetternd eine wohldetannir Stimme. Rudolf Herzog ist es, der Sänger vom Niederrhein, der beimkehrend an? Amerika den Drulichcn diesseil? ivie jenseits des Meeres ruft: Besinnt euch auieinander, erkennt, was euch im Innersten verbindet, und sttltzt euch ivechselscilig, dauiit das Deutschtum dort wie hier den Plag erringe, der ihm gebührt: Ein packender Roinm, ist es, i» dem leideiifchaittich bewegte, in das kunstreiche Gewebe einer spaunenden Handlung verschirmgene Männer und Frauen das aroße Problem erleben, zu besten Gestaltung Herz, Verstand und Phantasie den Dichter drängten.
WetteiauSsichten in Hessen am Sonntag, de» 25 . Okt. I9lt: Trüb, zeitiveise Regensälle, südwestliche Winde.
kehle Nachrichten.
Keine Dknirrabzügc von Krirgslmterstützungrn.
Berlin, 24. Okt. (L2TA. Nichtamtlich.) Daß unter keine! llmstäilden Steucril von der Unterstützung für die hilfsbedürftigen Familien von Kriegstcilnchnrerii abgewogen ivevden dürfen, wird mit Entschiedenheit in einem Rnnd- erlatz des Fttiianzniinifters und de? Ministers des Innern betont.
Erfolge der Lefterrricher.
(WTB.) Wien, 23. Okt. ,Nichtamtlich.) Aurtlich wird verlautbari: 23. Okt. ,mittags. Während gestern in der Schlacht südlich von Przemnsl hauptsächlich unsere gegen die feindlichen Stützpunkte enilandle schwere Artillerie das Wort hatte, entwickelte sich heute ein heftiger Kampf ain unteren San, wo wir den Gegner an mehreren Punkten auf das ivcstlickie Ufer übergelzen ließe», um ihn angreisen und sMagen zu vonncn. Die übergegangeneu rus- iischeu Kräfte sind bereits dicht an den Flu tz g c pre tzt. Bei Zarzecze nrachten ivir über tausend Gefangene. TeUc unseres Heeres orscknenen übcrrasckfcnd vor In>ni>w' rod, schlugen zwei feindliche Divisionen und nahmen 3 6 0 0 Russen gefangen, erbeuteten eine Fahne und fünfzehn Maickniiengewchrc. Bei der Rückkehr von einer cr- foigrcicheii Aktion an der San»e stieß unser Flustnionitor „Temps" auf eine feindliche Mine und sank. Von der Besatzung toerben 33 Personen verinißl, die übrigen wurde» gerettet. Der Stellvertreter des Ehess des Generalstab'^: v. Höfer, Generalmajor.
In Erwartung der Ereignisse in Llordfninlrrich.
(WTW.) Berlin, 24. Okt, (Nichtanttlich.) Mit sreber» Hafter Spannung werde» die Nachrichten über den Fort - gang des Kampfes m, der Küste von Belgien und Nordsrankreich erwartet. Der französische Gcucralstab hilft sich init Berlcgcn- bcitsberichtcn aus. Demgegenüber beschränken sich^dic Meldungen unseres großen Hauptguarliers aus ganz knappe Sätze. Der militärische Mitarbeiter der „Times" hebt die c n o r in e B c d c u - t u n g der Schlacht hervor, die jetzt im Norden Frankrcickis uni an der belgischen Küste tobt.
! Das englische Nntersceboot E 3 .
(DTW.l London, 23. Okt. (Nichtamtlich.) Die britische Admiralttät gckt bekannt, daß das britisckze » u t c r s e e b o o < „E 3" beträchtlich überfällig ist. Man bcsürckrtet, daß es in der Nordsee gesunken ist.
Bclgirn zahlungsunfähig.
(WM.) Berlin, 24. Okt. (Nrchtanitlich.i Der belgische Staat soll nach dcni „Berlmer Tageblatt" säintlickrc Z a b ' l u n gen, und namenllich die Zahlungen sür dir Eoupons der Staatsschuld eingestellt habcn^ Die deutsche Regierung zieh« vom 1. Oktober ab die bclgisckzcn Stenern für ihre Rechnung <m Die Schuld von Löwen.
Berlin, 24. Oki. (WTB. NichianMich.) Einer Brüsseler Meldung des „Lokalanzeigers" zufolge ist jetzt die gerichtliche Untersuchung über die Vorgänge in Löwen abgeschlvs sen. Es steht darnach fest, daß die Löwenrr Bevrlkerung am 25. August durch Raketensiguale mit den aus Antirerpm au-- iallrndcn Truppen in Verbindung gestanden, daß Zrvilisden von Dächern und aus Fenstern gurrst aaii die durchziehenden Trlippcu. geschossen und daß sie somit die Schuld an den Vorkommnissen ganz allein sich selb st zuzu sch reiben haben.
König Albert kriegsmüde?
Berlin, 24. Okt. (WM. MchtamMch.) Nach einer lster ei rege troff enen Meldung der Wiener „Neuen Freren Presse" hat KönigAlbert von Bckligien einen Separatfrieden mit Deutschland und Oesderrcick)-11nbarn angcstrebt, ist aber von Ernst and an der Ansfiürrunig dieses Planes verhindert Nwrdcn.
Der Kampf um Tsingtau.
Frankfurt a. M„ 23. Okt. (WTB. Nichtamtlich) Der „Franksurter Zertmig" wird ans Rvtterdam gemeldet: Die Fcsttmg Tsingtau ist von zwei japanischen Kriegsschisferr und dem englischen Linienschiff „Trium ph" bis heute ohne Erfolg beschossen worden. Am 14. Okwber wurde dabei das Oberdeck! des „Triumph" durch einen schweren Haubitzentrcstcr durchschlagen. Das deutsche Kanonenboot .Jaguar" ist leicht be» schädigt worden.
jjttt 2(ltff(ärmtg. Biele Mütter sind der Ansicht mit dem Nrktle'schen jlindermcbl ei» ausländisches Erzeugnis -u :,st„. Dem ist aber nicht so. Die Nestle ickic Kiickcrincbl l'>efcllscha!l in Beriin und eine Fabrik gleichen Namens in Bauern wurden mit Schweizer Kapital gegründet, und werden bei der Her"-klung unseres Kindcrmchles Dcutickic erstklassige Rodvroduf:» besonders die vottrabmbaltiac Allgäuer Alvcnmilch verarbeitet. Um alle Mütter von der Güte dieses seit einem kalben F.abrbundcrt beliebten NäbrmittclS zu überzeugen, werden von der Restle stic- sellschast. Berlin Vst 57, GraliSvrobcn franko versandt. üsil81»->I
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