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btenä, bezeichnet werden Unter den kriegerischen Sikhs in Nord,»dien ist eine revolutionäre Bewegung ansgebrochen. Die bedeutendste ZeitungSikhlandeswt Khalsa Gazett" ist von der Regierung unterdrückt worden. Hinsichtlich der Uebersührung indischer Truppen auf europäische Kriegsschauplätze wird erklätr, daß hierfür in erster Linie die Besorgnis maßgebend war, die Truppen könnten bei einer möglichen Aufstandsbewegung eine bedenkliche Rolle spielen.

Landung von Senegalesen in Kamerun.

Paris, 13. Okt. (MB. Nichtamtlich.) DerTemps" meldet aus Vigo, daß der englische DampferAurora." in Las Palmas ist. Er soll in Kamerun HO OOOSenegalesen aus-- geschifst haben. Dort soll ein großes Gefecht im Gange sein, dessen Ausgang noch ungewiß fei. (Nach anderen Nach­richten wurden nur 600 Senegalesen gelandet.)

ttriegsbriefe aus dem Westen.

Von unserm Kriegsberichterstatter.

(Unberechtigter Nachdruck, auch ausWgsweise, verboten.)

. Der letzte Akt von Antwerpen.

Großes Hauptquartier, 9.Okt.

Mecheln, die Stadt der kuckicksperberfarbiqen Hübner, Me- cheln, dessen Fischergilde ehedem Rubens in Brot setzen konnte, nun Belgiens geistliche Hauptstadt, aller höheren Töchter Nord­amerikas und Älbions AquarcllerMestadt, Mecheln ist in deut­schen Händen!

Wir Deutschen, so eng wir uns mit der vlänrischen Kultur­geschichte verwachsen fühlen, wissen doch blicht, was das für den Belgier bedeutet! Für chn ist Mecheln in diesem Augenblick nicht mehr die auf Schritt und Tritt durch die kunstliebende Statt­halterin Margarete von Oesterreich geweihte Stätte, zu der in sricdlicben Tagen die Wanderer aller Nationen gewalliahrtet sind. Für ihn ist die winkelige Stadt an der Dyl- das Glacis Ant­werpens, der uneinnehmbarsten Festung der Welt, wie der eng­lische und französische Äundcsbrudcr immer wieder versichert haben.

Diese fürchterlichen Deutschen, sie mögen ganz Belgien übcr- rennen, ehe noch die Engländer landen und die Franzosen ihre Hilfstrnppen marschieren lassen können. Sie mögen Brüssel zum Sitze ihres Generalgouvernements machen und sich lachend den Senatssaal im Gebäude des Ministerpräsidiums betrachten, in welchem der König den Krieg gegen Deutschland erklärt hat. Aber niemals, niemals werden sie Antwerpen einnehmen können. So glaubt jeder Belgier.

Sie mögen diese Festung, die durch Ucberschwenrrmnrg des Flachlandes unnahbar wird, getrost einschließen und sich wochen­lang daran verbluten. Tann aber wird eines Tages der fran­zösische Bundesgenosse Hilfe bringen. Und die Engländer werden mit einem Entsatzheere landen. welches die letzten Deutschen, die von der Wut der Belgier verschont bleiben, über die Grenze fegen wird Es gebt keinen Belgier, der etwas anderes erwartet.

Und nun stehen die Deutschen schon in Mecheln, nun beginnen die belgischen Geschütze selbst das wahnwitzige Vernichtungsfeuer auf ihre wundervolle, längst in alten Träumen vergangener Größe eingeschlafene Kunststadt.

Als sich die Kunde in Brüssel verbreitet, daß das Schiss der St. Romuald-Kathedrale von belgischen Granaten zersetz! wird, ohne daß der Vormarsch der Deutschen aufgehaltcn werden kann, senkt sich ein Zittern der beginnenden Verzweiflung über die Ge­müter. Wenn das wahr ist, dann hat Belgiens Stunde geschlagen. Und es ist loahr! Jede Nachricht bestätigt es mit Einzelheiten.

Wir fahren durch die blühenden Landstriche zwischen Brüssel, der duldenden, machtlosen Hauptstadt, und Antwerpen, dem Hort der letzten Hoffnung der Nation. Um jeden Fnß Breite des frucht­baren Gartenlandes, dessen Ueppigkeit den Kampf zwischen zwei großen Völkern wohl verlohnt, ist hier gelochten wocber.. Gräber, Schützengräben. Artilleriestellungen, zerstörte Dörfer, in Trümmer geschossene Kirchen und Klöster kennzeick-ucn die Erbitterung dieses Abschnittes des Krieges.

Jedes Mittel ist den Belgiern recht gewesen, wenn es Erfolg versprach Sie haben schonungslos Gutshösc und atte Schlösser der Erde gleich gemacht, um freies Schußfeld gegen die anrückenden Deutschen yn gewinnen. Sie haben Dörfer und Städte geräumt, um sie mit Granatfeuer zerstören zu können. Sie haben meilenweit die ganze Ernte ersäuft, um Antwerpen zur festen Wasserburg zu machen. Und doch sind die Deutschen, als sie einmal Ernst machien, unaufhaltsam vorwärts gedrungen.

Durch Dörfer und Flecken, dir .mit verkohlten Brandmarieru in den blühenden Gefilden Flanderns und Brabants das Elend des Krieges anflagen, dringen wir bis Mecheln vor. Die Granaten der belgischen Forts haben nicht nach dem Stern im Baedeker: gefragt, wo sie einqeschlagen sind. Fast als hätte ein mcphisto phclisch boshafter Wille es gewollt, haben fle das geschont, was nicht der Schonung bedürftig war, und für immer verdorben, worum sich das europäische Kulturgewissen auch im Kriege bangt, näm­lich die spätgottschen Denkinäler am Stadthause und vor allem St. Romuald, eine der imposantesten gothischen Kathedralen der Welt.

Niemand, der es nicht gesehen hat, kann ahnen, was das ist, Mecheln als tote Stadt. 60 000 Einwohner sind vor dem .Feuer der eigenen Artillerie kopflos geflüchtet. Sie haben alles stehen lassen, wie es gerade in der verhängnisvollen Stunde stand Hinter den offenen Fenstern steht auf dem Frühstückstisch noch das Kaffeegeschirr, die Tassen halb gefliflt. Aus dem Schreibtisch liegt ein halb vollendeter Brief, der den Verwandten in Südbclgien ver­künden sollte, daß in zwei Tagen der König als Befreier seines Landes an der Spitze einer ungeheuren englischen Landungsarmec sein Gebiet von dem letzten deutschen Eroberer befreien werde. Und an seiner .Kette würde der Haushund vor Hunger heulen, wenn nicht ein mitleidiger deutscher Landsturmmann sich des vergessenen Tieres erbarmt hätte.

In den Winkeln der einsamen Sttaßen aber sieht man ver- dächttges Gesindel umherschleichen. Gestalten, um die sich niemand kümmern kann, obwohl man ahnt, daß alles. >oas diese Diebe und Plünderer unternehmen, eines Tages auf das Schuldkvnto unserer rechtschaffenen deutschen Truppen geschrieben werden wird. Mögen fle cs tun, mögen dir englischen Blätter, die alle Schändlichkeitei'.

BurenkriegrS vergessen haben, scheinheilig überdeutschen Barbarrsmus" zetern, unser Gewissen ist rein, und wir haben tn dieser Stunde, wo es sich um die Abwehr des frevelhaftesten llcbersaflcs auf unsere Grenzen handelt, Wichttgeres zu tim, als drc Haustüren kopflos daoongelausener Belgier zu bewachen.

Dre Lage des heuttgen Tages ist folgende: Die drei großen verzweiflungsvollen Ausfälle der belgischen Armee aus Antwerpen sind längst so entschieden zurilckgeworsen worden, daß wir mit kühler Ucberlegung haben daran gehen können, unsere unwider­stehlichen schweren Kaliber gegen die Außenforts von Antlverpen vorwärts zu führen. Gin meilenweit überschwemmtes Vorland das mag etwas Neues sein jm Fcstungskriege. Aber Kanonen' die aus 18 Kilometer die Stauwäfle durchbohren, daß das Wasser abläuft, das ist auch etwas Neues, und das ist unsere deutsche Er­findung. Und Marinetruppen im Belagcrungskrieg, die über das biß­chen zurückgtt-liebene Brackwasser aus den Moorwiesen lochen, dos ist auch etwas Neues, nicht wahr, etwas, was im englischen Pro­gramm nicht gestanden hat. Das Hütten sich die Belgier früher überlegen sollen. Der Krieg ist der Krieg und Antwerpen ist in dieser Stunde nicht mehr, was es jedem Deutschen hätte bleiben müssen, des blühenden Nachbarlandes weit geöffnete Handelspsottc, die niederdeutsche Stadt, Rubens Heimat, es ist der starke Rück­halt, die große Hvffilung der Feinde unseres Vaterlandes, die letzt, nachdem wir lange genug Schonung geübt haben, von der Karte der strategischen Operationen ausgestrichen werden muß. Küste es. was es wolle, wir haben diesen Krieg, wir haben diese Ver- ichwörung gegen den Bestand unseres Vaterlandes nicht verschuldet, und mag unser eigenes Herz dabei weinen, jetzt ist Antwerpen für 1W «52* oje trinblidie Festung, die Zuflucht der Geschlagenen, durch englische Hflfsttuppen verstärkten belgischen Arinec. Anlwerven muß jallen, uod wenn wir das wollen, weil wir nicht anders kön­

nen, so darf es nur eine Frage von Stunden sein. Allo Verant­wortung komme auf das Haupt derer, die den Krieg gegen uns

gewollt haben.

Wenn wir Deutschen aber wollen darin hat sich die Welt in uns.freundlichen Träumern geirrt dann können wir. Wir stehen am nördlichen OrtsauSgange von Mecheln. Dir ganze Verteidigungslinie der Anttoerpener Außenforts im Südosten ist vom Fort Walhem bis zur Redoute Kessel bereits unter unteren großen Kalibern und unter der Mitwirkung der österreichischen Mororbattericn in Asche und Zemenrbrocken zusammengcbrochen. Nock leisten die Belgier im inneren BerteidrgungSgürtel verzwei­felten Widerstand, aber man kann an der Uhr absehen, wie kurz es noch dauern wird. Schon sind im "Norden unsere Truppen jen­seits des Nethe-Aln'chnittes angelangt und eben in diesem Augen­blick handelt es sich darum, den Ilebergang über die Nethe bei Walhem zu erzwingen An dem Platze, wo wir stehen und von dem aus der Kommandant einer angreisenden Brigade die Ope- rattonen leitet, sind vor wenigen Minuten einrge unserer Leute von Schrapneflsplitlern erschlagen und verwundet worden. Noch pseisen die belgischen Geschosse bis nahe an unS heran, um wir­kungslos rn die überschwemmten Aecker zu zischen. Aber die Mannschaften, die nach 26stündigem Kampfe eben aus der von Schrapnellen bestreuten Straße zurückkehren, sie sehen so aus, als ob sie unwillig aus dem Kampffelde izurückwichen und das frische Bataillon beneideten, das vorwärts ins Feuer darf, lind zur Rechten ivie zur Linken decken mtt vernichtendem Donner Mörferbatlerien unseren Vormarsch.

Schon steht diedicke Bertha", das 42-Zentimeter-Geschütz bereit, in ihren neuen Standort vorzurücken. Schon ordnet sich die Brückeubaukolonne, um ihr den Weg über die Nethe zu ebnen. Mögen sich die Belgier noch so sehr mit dem letzten Mute wehren, mögen die heute ansgetauchten Renommier-Engländer sich aus­nahmsweise zum Kampfe stellen wir wissen, heute nacht, wenn das von Antwerpen gestellte Ulttmatum abläuft, dann werden unsere schwersten Geschütze jenseits der Nethe in Stellung sein.

Um Mitternacht wachte ganz Brüssel. Eine Minute nach 12 Uhr, nachdem der Kommandant von Antwerpen, in letzter Stunde von Engländern aufgehetzt, erklärt hatte, daß er die Verantwortung für das Bombardement übernehme, bebte ganz Nordbelgien unter einem furchtbaren Krachen. Diedicke Bertha" hatte ihren ersten Gruß nach Antwerpen ltinein gesandt und lohgelb ftihren Feuergarbeu aus dem Hafenviertel. Antwerpens Stunde hatte sich erfüllt.

W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.

Aus dem Reiche.

Berlin, 13. Okt. (WTB. Amtlich.) Der Bundesrat stimmte der Vorlage, betreffend die Vornahme einer kleinen Viehzählung gm 1. Dezember 1914 und dem Antrag Preußens betreffend den Entwurf einer Bekanntmachung über hje Zah­lung von Brandentschädigung in Ostpreutzcn zu.

Breslau, 13. Okt. (WTD. Nichtamtlich.) Die von dem stellvertretenden Vorsteher der Stadtverordnetenver­sammlung Jnstizrat P e u ck e r in derSchlesischen Zeitung" gegebenen Anregung, angesichts des großen Kampses, den unser Volk nach außen zu bestehen hat, bei deit im November bevorstehen­den Stadtverordnetenwahlen in Breslau jeden Par­teikampf zu vermeiden, hot bei allen Parteien der Stadt­verordnetenversammlung Zustimmung gefunden. Es sind zwi­schen ihnen Verhandlungen im Gange, die, ivie Justrzral Peucker auch vorgeschlagen hat, darauf hinzielen, daß jeder Pattei die bis­herige Zahl an Sitzen in der Versammlung unangefochten zuge- standen werde. Am Montag beschäftigte sich auch die Versamm­lung des sozialdemokratischen Vereins mft der Ange­legenheit. Zur Begründung des Einigungsvorschlages wurde, der Volksmacht" zufolge, vom Borstande ausgesührt, daß Tausende von Wählern sich im Felde befänden und daß die daheim Geblie­benen Kraft und Geld zur Minderung dringender Not verwenden solltcir. Die Versammlung beschloß darauf einstimmig, der Ber- einbarimg mit den anderen Parteien zuzustimmen.

Heer »inS Flotte.

Köln, 12. Okt. (W. B. Nichtamüich.) Der bisherige kom­mandierende Generäl des 8. Armeekorps, Gcnerallcutttanl T u e l f f von Tschepe und Wcidenbach ist zu anderweitiger Ver­wendung in das Große Hauptquartter berufen worden. An seiner Stelle ist Generalleutnant R i e m a n n, Kommandeur der .15. Di­vision, zum kommandierenden General des 8. Armeekorps ernannt worden.

Kirche uttö Schule.

Drr neue Kardinulstriatssekretär.

Rom, 13. Okt. Kardinal Pietro Gasparrr, der beste Kanonist der Kirche, ist, wie die F. Z. meldet, zum Kardinalstaatssekretär ernannt worden .

Aus Stadt und Land.

Gießen, 14. Oktober 1914.

Auf dem Felde der Ehre gefalle«.

(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Lt. d. R. und Magistrats-Assessor Dr. jur. Karl Stadel­mann, Ins.-Regt. 81. aus Frankfurt a. M. llffz. d. Res. Wild. Müller, Jns.-Regt. 36, auS Frankfutt a. M Hornist Landwchrm. Ernst Wöhrle, Jnf.-Regt. 116, aus Offenbach a. M. Landwchrm. Moritz B e r tz, Jns.-Regt. 87, aus Frank­furt a. M. llffz. d. Res. Hugo Safran, Pümier-Bat. 21, aus Nied a. M. Trompeter-Serg. Ernst Grundlach, Feld- Art-Regt. 63 in Frankfurt a. M. Füll Enrfl Hack, Jns.- Regt. SO, aus Frankfurt a. M.-Weft. Oss.-Stellv. Gagen Thccgartcn aus Frankfurt a. M. Gardist Georg Ziegert, Jns.-Regt. 115, aus Frankfurt a. M. Uffz. d Res. Wilh. Jung, Jns.-Regt. 81, aus Lützellinden. Gefr. d. Res. Hans Rcining, Jnf.-Rgt. 116, aus Gießen. Gefr b. Res. Wilh. Schneider. Jnf.-Regt. 116, aus Annerod. Feldw.-Lt. Otto Müller, Landw.-Jns.-Regt. 116, aus Lang-Göns. Res. Heinr. Ludw. Dalser, Jnf.-Regt. 116, aus Reiskrrchen, Landwchrm. Heinr. Geißler, Jns.-Regt. 116, aus Staufen­berg. Res Heinr. Schmitt, Jns.-Regt, 116, aus Albach. Landwchrm. Phil. Euler, Jnf.-Regt. 116, aus Albach. Landwehrm. Joh. Dietrich Bork, Jnf.-Regt. 143, aus Fron- Hausen. Lt. und Lehrer Karl Nolte, Jns.-Regt. 83, ans Lingelbach. Gefr. Fritz Lorenz, Landw.-Regt. 116, aus Tarmstadt. Lt. Otto Herbst, Jnf.-Regt. 87, aus Darm­stadt. llffz. Georg Jäger, Jnf.-Regt. 115, aus Offcnbach

Landwchrm. Karl Bier mann aus Wallernhausen. Lt. d. Res. Earl Maria Uersfeld, Jns.-Regt. 99, aus Herborn.

Gesr. d. Res. Otto Löber, Jnf.-Regt. 81, aus Schönbach. Gefr. d. Res. Emil Windorf, Jnf.-Regt. 81, aus Niederscheld. Ufsz. d. Res. Katt Müll er VT., Jnf.-Regt. 81. aus Eibels­hausen. Landwehrm. Heinr. I mm el, Jns.-Regt. 81, aus Scchshcldcn. Landwehrm. Albert Geo rg, Jnf.-Regt. 81, aus Oberscheld. Mnsk. Emil Brüning, Jns.-Regt. 88, aus Niederscheld. Res. Albrecht Kreuzer, Jnf.-Rgt. 116, aus Frohnhausen Dfll). Ufsz. Adolf Pfeil, Jwf.-Regt. 67, aus Mendorf (Tillkreis). Gesr. d Res. Gustav Hudcl, Jnf.-Regt. 81, aus Allendorf (Dillkr.). Landwehrm. Friede. Dörr, Jnf.-Regt. 168, aus Bönstadt. Eins-Gefr. Katt Schell, Jäger-Bai. ll, aus Marburg. Ufsz. d. Landw. Ludwig Müller aus Roth bei Marburg. Vizefcldw. Dipl - Jng. Karl Staub, Jns.-Regt. 135, aus Wetzlar. Off.-Steflv. Hans Reiß, Jnf.-Regt. 118, aus Mainz. llffz. d. Landw Heinrich Brandt, Jns.-Regt. 118, aus Udenheim. Musk. Karl Hohloch, Jns.-Regt. 116, aus Wiesbaden. Landwehrm. Heinr. Butterfaß aus Worms-Neu hausen. Oberst, und Battcricsührrr Ftttz Grodhaus, 11. bavr. Feld-Att.-Regt. aus Tarmstadt Musk. Karl Steife, Jns.-Regt. 168. aus Darm­stadt. Sergl. und Falmcniräger Phil, K i st i n g c r, Jns.- Regt. 117 aus Eschollbrücken.

T r l n k e r »I ü r s o r g e st e l l e lur Stadt und Landkreis Gießen, Gießen Asterweg 9. Sprechstunde jeden Tonnerstag abend 6 bis 77, Uhr.

" Personaknachrichten der Ober-Post- direktion in Darmstadt. Verliehen wurde aus Anlaß des Scheidens aus dem Dienste: das Hessische all», gemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährig Irene Dienste" dein Ober-Postschasfner P ab st in Bittenbach und den Ober-Briefträgern Kaus in Homberg und P se i f fe r in Orlenberg. Ferner wurde v e r li e h tn: der Charakter als Postsekretär den Ober-Posdassiftenten Todt in Gießen, Wahl in Mainz uird Straßer in Ofsendach. Ernannt wurden zu Bize-Postdirektoren die Posttnspek- toven Mönch in Mäinz und Bioudino in Anger,. Etatsmätzig angestellt wurden Postsckretär Bvps in Darmstadl, Delegraphensekretär Zicschau in SJutgen, Postassistent Süß in Langen, Postgehilsrn Kreike.mei.er in Darmstadt, Delegraphengelnlstnnen Hunsinger tn Darmstadt, Dotzenrodt in Gießen und Lang in Mainz. Uebertragen wurde eine Burcandeamtenstelle 2. Kl. bet der O.-P.-D. dem Telegraphenassistenten Schlapp in Darmstadt unter Ernennung zum Postafsistenten. Die Post- sekretärprüsung haben Ober-Postassistent Schütz, die Tele­graphensekretärprüfung Telegraphenassistent Türkes in Darmstadt bestanden. Als Postagent wurde Militäran­wärter Dietewig in Niedersaulheim angenommen. Postvcrwalter Maid wurde von Großselda nach Offen dach- Bürgel, die Ober-Postassistenten Reitz von Dens heim nach Groyielda und Maas von Oppenheim nach Birkenau wurden unter Ernennung zu Postverwaltern versetzt. In den Ruhestand getreten ist Postsekretär Kleiß in Offenbach-Bürgel. Gestorben ist Delegrapheudirektor a. D. v on her Mülb e in Darmstadt. Bor dem Feinde sind gefallen: Ober-Postpraktikant Bo.umga.rteu, Postassistenten Born, Jmbescheidt, Müller, G. Wenn er, Delegraphenasststent Dollega.

**Ritterdes Eisernen Kreuzes. Oderleutn. der Reserve und Komp.-Führer Dr. Schmitt, Feldwebel Holz­häuser, Feldwebel Bamb e rg, Sergeant MöN, Unter­offiziere Butt, Pleß, Burger, Gefreiter Roth, Mus­ketier Bernhard, Tambour Fischler, sämtl. vom Jnf.-Regt. 168. Georg Häuser vom Landw. -Jns.-Rgt. 86 aus Butzbach. Sergt. Diehlmann, Ufsz. Seng, Gefr. Hützel, Gefr. Brüser, Res. Neeb, Feldm. Kühn, Ufsz. Meyer, Musk. Kettler und Kehr, Ufsz. Bach mann, Feldw. Krug, Ufsz. Hüter, Hornist Fischer vom Jnf.- Rgt. 168. Oberlt. v. Hiddessen vom Jnf.-Regt. 118 (1. und 2. Kl.). Landgerichtsrat Dr. Eugen Gern heim von WormZ, Oberlt. d. R. Lenin. Feh ans Darmsdadt vvm Delegraphen-Bat. 3. Lenin. Kart Scheuermann vom Jnf.-Rgt. 118. Hermann Damm, Off.-Gtellv. im Jns.- Regt. 148 aus Friedberg. Unteroff. d. R. im Jnf.-Regt. 118 Jakob Weidmann, Lehrer in Viernheim. Unterosf.Franz Bender ans Erzhausen. Legattonssekretär Freiherr v. Müsflinq, zurzeit Reserveoff. im 2. Garde egt. zu Fuß, aus Wasdhlttis bei Grebenhain. Leutn. ttn M^deb. Drag.-Rvgt. 6 Freiherr Wilhelm von dem Bottbcn- berg-Schirp. Hauptm. und Kvmpagriiechef im Füf.- Regt. 80 Freiherr v. Bibra. Leutn. d. R- Karl Ludtma Doerr im Jnf.-Regt. 28 in Wiesbaden. Major Ernst Mathi, Mhrer des Res.-Jnf.-Rcat. 17 auS Wiesbaden. Offizierstellvertr. Ernst Jäger aus Limdurg a .d. L. Oberst Mettel, Chef des Stabes des Fußart,-ReAs. 3 in Mainz, und Leutn. Meckel von dems. Regt. Straßenwürter Georg Simmermacher, Landlvehrmann beim 116. Jnf.-Rgt., aus Niedernhausen i O. Oberlt. Iwan v. Ilse mann im Feldart.-Regt. 25. Oberlt. Sigurd v. Flsemann im Leib- garde-Jnf.-Regt. 115. Leutn. Erwin v. Ilsemann im Feldart.-Regt. 61. Leutn. Helmuth v. Ilsemann im Feld- Art.-Regt. 25 (letzterer erhielt auch die hessische Dapserketts- medaille). Keim, Hauptm. im Leibg,-Jnf.-Regt. 115. Ober- leutn. v. Lyntter rm Leibg.-Jnf.-Regt. 115. General der Inf. v. Scheu ck (1. n. 2. Kl.). Chef dl Gen.-^tabS des 18. A.-K. Oberstteutn. v. Blücher. Komm, d Mun.-Kok. Oberstleutn. Collmann. Komm, der Pioniere Major Hertzberg. Komm, des Korps-Hauptguarticrs Rittmeister a. D. v. Grunelins. Generalarzt d. L. Prof. Dr. Rehn. Oberarzt Dr. Bartholomäus. Feldpostmeister Rede­te r. Feldintendantursekretär Biermann. GeMeattmajor v. Helldorf (bis zur Mobilmachung Kommandeur des Lsibgarde-Jns.-Regts. 115, jetzt Führer der 25. Res.-Did.). (1. und 2. Kl.), außerdem die Hess. Tapserkeitsinedcriltze. Ober- bentn. u. Regimentsadj. Fritz Knhn aus Mainz, früher im Jnf.-Regt. 117 (1. u. 2. Kl.). Führer der 7. Dw. Generatz- lieutnant Riedel (1. fit). Hauptm. I. Schmidtim Res.- Jnf.-Regt. 118. Oberleutn. Pendel ans Lorch (hat auch die Hess. Tapserkeitsmedaille erhalten). Unteroffizier und Meldereiter bei der Jnf.--Munitionsk»lomre Nr. 40, Polizei- sergeant Anton Laquai mis Lorch. Oberpostpraktikant Leutn. d. R. Werner vom Jns.-Regt. 88. Leutn, and Kdm- pagnie sichrer Keiper im Res-Jnf.-Regt. 118. Hauptmamr Soffner vom Pion.-Regt. 25. Einj.-Greiwe Karl Franz­mann im Jnf.-Regt. 118. Leutn. Karl Gundram aas Alsfeld.

** Das Eiserne Kreuz erhielten Dr. med. I. Metzer» hoff und Oss.-Stellv. und Komp-Führer Fritz Muth (Rest>>

Jns.-Rgt. 29), beide in Gießen.

** ©egen die übe rm ä ßige Inanspruch­nahme der Bahnhofsverpflegung des Rote» Kreuzes wendet sich folgende an uns gerichtete Auschrist: ,F)hne Frage muß von allen Seiten gespendet wer­den, reichlich gespendet werden, damit das Rote Kreuz seiner Ausgabe, der Pstege unserer kranken und verwun­deten Krieger, gerecht werden kann. Allein an einer Ecke könnte gebremst werden, das ist an den Bahnhöfen bei durchfahrenden Zügen. Ich selbst habe es auf der Fahrt von Sedan über Triei^ nach Gießen erfahren, wie oft und wie reichlich die durchziehenden Truppen verpflegt, er­frischt, mit Liebesgaben erfreut werden. Und da der Krieg nicht bloß die edelsten, sondern auch schlechte menschliche Eigenschaften enttv-tttelt, so bemerkte ich manchen Breder- mann, der auf jeder Rasistelle eine hohle Hand machta der drei belegte Brode, einen Patt Zwiebach, eine Handvvll! Keks, fünf Zigarren, ein Päckchen Zigaretten, ein paar Postkarten, kurz alles, was angeboten wurde, in Masse einsattte und seinen Trinkbecher leer hatte für jedes Ge­tränk. Ein einzelner kann das alles unmöglich allein ver­zehren, besonders wenn er an jeder Haltestelle solche Beute macht. So liegen denn auch im tziepättnetz der Abteile eine Unmenge Brocken guter Nahrungsmittel. Die Güte und der Helsetrieb der Damen und .Herren vom Roten Kreuz gerade an den Bahnhöfen müßten mehr einge­schränkt werden. Der Transportführer hat jedesmal zu melden, wann die Leute zum letztenmal empfangen; wenr sie in Wetzlar verkösttgt wurden, brauchen sie in ©iefjen nichts. Das Herz blutet einem, wenn inan bedenkt, wie hier vorwitzige Zugreifer im Uebersluß schwelgen, wäh- reird unsere wackeren Truppen vor dem Feind oft in Not. und Kälte darben. Also jeder untersuche nach Kräften dar