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tgebm.

** Bon der Hasensagd Me Hasenjagd ist dieses Jahr, ims vom Main, von der Lahn, aus dem Ried, der Wctterau,

' Taunus und dem Dvgelsberg berichtet ivird, tlau, so datz Interesse der Erhaltung dieses Wildstandes ivenige vom Ge- rht Meister Lampes abgcschossen werden sollten. Bor allem cn dieDreiläuser", di« durch anhaltendes seuchtes Wetter runde gegangen sind.

** Kriegsfreiwilligen-Ab schied. Mit Trommeln Meisen zogen gestern abend gegen 7 Uhr zwei Kompagnien egssrciwillrger 116er durch die Stadt zum Bahnhof. ' am Sonntag beim Abschied der Landstürmcr. war halb Gießen den Beinen, aber die Stimmung im Straßenbild war eine gani ere als damals. Sprachen am Sonntag Ernst und Wehmut beim lzug der Soldaten mit, so war es gestern der Kricgerabschied, er aus den kampsfrohen, junqstürmischcn Lieder» eines Körner cht. Helle Begeisterung aus den Mienen der Svalier bildenden rqe, ein Hurra das andere ablösend, überall die lieber,eugnng, die Jungen, die da im feldgrauen Rock so elastisch lind sroh- ut einher,ichen, einen Berus erfüllen, der nicht von wehen Gedanken getrübt wird, die den Ab

b der Familienväter begleiten müssen. Zwischen Krieger drängten sich säst in jeder Reihe Eltern, unde und Liebste, die den Ausiichcnden ihr Her, geschenkt haben, zog man einträchtig im gleichen Schritt mtb Tritt, mit dem rps entgegenschlagenden Herzen zum Bahnhof. Tann traten Freiwilligen die Fahrt ins Ungewisse an.

.Heute morgen flatterte bereits eine Feldvostkarte aus Mitte der Reisenden aus den Rcdaktivnstit'ch: Eine Antahl ihnen möchte der Garnison ihren Dank ausdrücken. Die Sol- n schreiben:

Erste StationWetzlar", 8. 10. 1914.

Unterfertigte Kriegsfreiwillige sagen ihrer lieben Garnison- idt Gießen für alles, besonders für den schönen Abschied, herz- chst Tank Der Abschied wäre noch schöner gewesen, wenn das cktrizitätswerk uns beim Ausrücken durch das Licht seiner ogcnlamven erfreut hätte. Den übrigen auf frohes Wieder- hcn! Willi G r c b , Hans Hach, Otto H o m b e r g e r , Karl ach, Ludwig Eck, Leo Eck, Name unleserlich, Willi Wetz. Wie ein Borzrichen, das recht in den Augenblick Paßte, er- während de- Marsches, ivie es ja auch in dem Gerichte der rt Soldaten beisl, ein Teil der Beleuchtung aut'den Straßen, feindlicher Flieger hotte in Düsseldorf seine Bomben ge­rn, und im ganzen Westen mußten daher au den strategisch be­samen Punkten die Lichter mm Teil verschwinden. So be­eil die Scheidenden beim Abschied noch ins Gedächtnis ze­it, daß die harte Wirklichkeit über der Stunde steht.

Landkreis Gießen.

4- Ettingshausen, 8. Oft. Der im Landwehr-Jnsan- Regiment 116 dienende Stud. Gcfr. Hermann Keil von hier :l! in der großen Aisneschlacht das Eiserne Kreuz. Es lies schon das Zweite in unserem Ort, der diese Auszeichnung l!

KI. Mainzlar, 0. Okt. Gestern morgen gegen 12 Uhr brach er Scheune des Landwirts Ludwig Vogel VI. Jener aus, alsbald' n»I die angren,e»de» Scheunen »nd Stallungen der 2 iwirte Friede. Schwarz und Joh. Mrölz Übergriff. An dem in Echenne» »ntergebrnchten He» und Elroh landen die Flamme» e Nahrung. Io daß wenig zu retien war. Tie Gebäude brannte» n»i die äußeren massiven UmlnffnngSinanern niedei. Der »den ist bedeutend, aber durch Derstchernng gedeckt. Dar Feuer durch zwei vierjährige Jungen, die mit Streichhölzer» in der !»ne des Vogel Iviellen, entstanden. Tie Feuerwehren von i nzlnr und den umliegenden Ortten Staufenberg und Daubringen iligten sich an den Löscharbetten. Tie Geschädigte», Ludwig cl VI. und Johann Grölz, befinden sich zurzelt i», Felde.

Kreis Schotten.

n. Schotten, 7. Okt. Der Sohn des Landtagsabg. Forstmeisters Dr. Weber in Konrndsdorf, Leutnant Fer­dinand Weber, wurde mit den. Eisernen Kreuz aus gezeichnet. Auch Sergeant Karl Frank von Langwasser bei Ulrichstein vom 61. Art.-Regt. in Babenhausen erhielt das Eiserne Kreuz. Der 18jährige einzige Sohn des Forstmeisters Seidel, Fähnrich im 9. Inf-Regt. Nr. 80 in Bonn, ist im Kamps um den liebergang über den Marnckanal gefallen.

§ Aus dem Kreise Schotten, 8. Okt. Die mili­tärische Vorbereitung der erwachsenen Ju­gend nimmt auch in unserem Kreise einen erfreulichen Fort­gang. In dem Verbände Schotten, dem eine Reihe der um­liegenden Orte ungegliedert ist, haben die Uebungen unter der Leitung von Reallelcher Buß, Lehrern Held und H. Gr andh online bereits bcgviinen. In dem Berband Ge­dern, dem die Orte Burkhards, Gedern, Ober-Scemenz Mittel-Seemen, Nicdcr-Seeiiicn und Steinberg angeboren, hat Forstmeister Kl i n g c l h ö f f e r die Leitung in Händen. Ter dritte Verband: Groß-Eichen mit Klein-Eichen, Selln­rod und Lardenbach, ivird von dcni Schulgehilsen Sattler geleitet. In allen Bezirken ist die Jugend gut vertreten.

Ttarkriiburg und Rheinhksscn.

£ Vom Rhein, 7. Okt. Sowohl über dem Rheingaufahr- wasscr, als auch über dem Fahrwasser im Gebirge lagen heule vormittag dichte Nebclschwaden. Tie Schissadrt mußte daher einige Stunden unterbrochen iverdeu. Da der Schiffsverkehr seit einigen Tagen sich etwas belebt hat, was wohl auf den günstigen Wasserstand zurückzusühren ist, machen sich derartige Unlerbrechun- gen recht unangenehm bemerkbar. Das Wasser ist auf der gan­zen Rheinstrecke noch im Fallen begriffen, jedoch sind die Wasser- vcrhältnisse immer noch derart günstig, daß selbst die größten Fahr­zeuge mit voller Ladung zu Berg und Tal salnen können.

Hessen-Nassau.

u>. Ktrchhai», 8. Okt. Tas Eiserne Kreuz erhielt Leutiianl und Renimeutsadiutant >iu 8. Kürasfier-Ncgiineiit Hans- woli von G o l d a n> in e r von hier. Jui stärksten leinblieben Feuer überbrachte er Ivichtige Beiehlc und Meldungen au die be­stimmte Stelle: dabei ivurden ihm zwei Pferde unter dem Leibe erschaffen. Tie kleine Geiueinde A l d s h a u s e n iaudlc dem Rote» Kreuz 88 Hemden, 29 Bettücher, Bettbezug mit Koplkiffen, 55 Handtücher, 30 Unterhose», 15 Leibbinden, 28 Taschentücher, 38 Paar Strümvie und 13 Paar Stauchen. Bei dem hiesigen LandralSamt find von de» Gemeinden Erksdorf 78,65 Mk^ SveckS- iviukel 4» Pik., Echützenverein Momberg 100 Pik., Echiffelbach 86t Mk., Stausebach 226,50 Mk, Wohra 60 Mk. und Woherode 50 Mk. lür vaterländilche Zwecke cingezahtt worden.

X Hanau, 8. Okt. Vom hier garnilonierenden z w e i I e n Bataillon Jnsanterie-Regimeiits Nr. 88 haben das Eiserne Kreuz erhalten der Bataillouskommandeur Major Schmidt, der Bataillonsadjutant Leutnant Ke der, von der b. Komvagnie ei» Leutnant und vier Mann, von der 6. Kompagnie zwei Mann, von der 7. »nd 8. Kompagnie je drei Mann.

X Braunfcls, 8. Okt. Zu dein Amte eines 1. Geist­lichen und Hosprediqers in Braunfels hat der Patron, Fürst Georg zu Solms-Brauufels, Pfarrer Himm elreich aus Leun be­rufen.

vermischte».

* Großfeuer. (WTB.l Braunschwcig, 8.Okt. Gestern abend ist, vermutlich infolge Selbstentzündung, in der Elevatoranlage des ncuerbauten Getreidesilos der Braunschweiger Roggenmühle Aktiengesellschaft Feuer aus-

gebrochen, dem der ganze Siilo zum Opfer fiel. Etwa 30000 b i s 50 000 Zentner Roggen sind vernichtet wor­den. Der Gesamtschaden an Gebäude lmd Korn dürfte sich auf *U Millionen Mark belaufen. Die übrigen Mühlenanla- gen sind unversehrt. Der Betrieb ist nicht gestört. _

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wctteraussichten in Hessen am Samstag, den 10. Okt. 1314: Keine ivescntliche Aenderung der bestehenden Witterung, nordwesv liche Winde.

kehle Nachrichten.

Ein todesmutiger und erfolgreicher österreichischer Fliegek.

Wien, 8. Okt. (WTB. Nichtamtlich.l Wie die Kriegs- korrespondensten der Blätter melden, suchr ein österreichi- sches Flugzeug am 1. Oktober bei günstiger Witterung vom Oberkommando in einstirndigeiii Fluge, von russischer Artillerie heftig beschossen, so daß die Tragflächen an drei Stellen durchbohrt wurden, nach P r z e m y s l, wo es g l a tt landete. Ein mitsalprender Hauvtinann des Generrrlstabes überbrachtc wichtige mündliche Befehle, Briefe und Zeitun­gen. Ans der Riüksahrt, die wiegcn unWinstrgrr Witterung erst mn 6. Oktober erfolgte, wurde das Flugzeug von rnssi» schen Schrapnells beschössen, wobei die Tragflächen acht unschädliche Treffer erhielten. Als der Apparat in einen' Schnee st nrm geriet, brach ein Druckrohr entzwei, so daß der Beobachter das Leck mit den Händen zuhalten mußte. Infolge des starken Gegenstnrmes dauerte di« Rücb- fahrt vier Stunden. Der Beobachter überbrachte den> Oberkommando wichtige Informationen des Fcslltngskom- mandanten, die dieser dem Funkentelegraphen nicht auver- trauen wollte.

Verlegung der serbischen Regier»mg.

(WTB.) O f e n p c st, 8. Okl. (Nichtamtlich.) Die Buda« pcster Korrespondenz meldet, daß die serbische Regie­rung von Nisch nach Uesküb übergesiedelt ist.

Die Lage in Serbien.

(WTB.) Wien, 8. Okt. (Nichtamtlich.) MeReichs» post" meldet: Auf dem Wege über Bulgarien aus Neu- serbien cinaetroffene Reisende bestätigen, daß in Serbiens schreckliche Zustande herrschen. Die bisherigen Ber-* lüfte der Serben beliefen sich auf 65 000 Tote und Ber-i wundcte. Für die letzteren sei die ärzt li che Hil sc durch» aus unzureichend. Das Publikum, welches durch die offiziellen serbischen Kriegsnachrichten eine Zertlang ge-, täuscht werden konnte, habe eingesehen, daß, alle serbischen Siege erlogen seien, wodurch eine verzweifelte Stim­mung Platz gegriffen habe. Vom Könige, der schwer krank sei, höre man wenig, die Prinzen Alexander und Georg hätten eine viel zu geringe Autorität, um das drohende Unheil durch ihren Einfluß, bei dem Publikum! abwenden zu können. In Sofia eingelaufene Meldungen berichten von andauernden heftigen Kämpfen in Griechisch- und Serbisch-Mazedonien.

Saloniki pestverseucht.

(WTB.) Paris, 9. Okt. (Nichtamllich.) DieAgenc« Havas" meldet aus Saloniki, daß das Gesundheitsamt Sa­loniki als pestverseucht erklärt hat.

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