Ausgabe 
28.9.1914
 
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I itm wmjjer de» Rechnungen »och Lieserungsscheine beigclüat rden muffen, welche mit dem Name» des betreffenden Bestellers versehen und.

" Gießener S t r a s t a m m e c, Dienstag, den 28 Seo- iber, findet keine Sitzung statt.

** Der Po st an weisungsverkehr mit den irbe« r 1 a n ö ' f ^ e n Antillen ist vorläufig eingestellt

Landkreis Gießen.

Id Lich, 25. Sept. Vom hiesig»» Roten Kren, wurden

ite f u n f g r o he K'ften mit Liebesgaben, insbesondere Hemden terkleider, EtrnnwteFußlappen Stauchen, Taschentücher Z-oar-tt«.'. Schokolade. Wurst, »ach Tarrnitadt a^ d°'lloOeti ne den tm Felde stehenden Truppen der sischen Twl'wn nachc;esandt werden.

° 5kr Großh, Hess. Forstassessor

in p s (Sohn ,nt,eres Bnraerrneisters Ro>nps), Leutnant der terve in, 2. bayerische» Infanterie-Regiment, erhielt das Eiserne

^ Kreis Büdingen. g> Nidda, 27 ^ept Jnfolg? der eifrigen Bemühungen des itsvcrettis vom Noten Kreuz ist auch hier ein La- rett^lniienAet worden. In Krafts Sralbau imd zwei bcnacki. ten cchulialen sind 54 Betten ausgettellt, wovon nun 47 nrit mundeten Kriegern belegt, sind: etwa die Hälfte stammt aus erer Gegend. Erfreulich ist die Opserwilligkeit der Ben>obner erer -tadt und der umliegenden Ortschaften, Während aus dba hauptiachlich grohere Geldbeträge, Bettzeug. Wäsche, Küchen- ) Berv legungegciätschoften reichlich gespendet werden, bringen Landwirte ganze Wagenladungen von Gemüse, Kartoffeln ge- cherten Flegchwaren. Eiern und Obst, «nerkennung verdient h die Tätigkeit mehrerer hiesiger Frauen und Mädchen, die sich m Arbeiten in Küche und Lazarett unterziehen. In Bad Salz- ttcn tit im Kaufmanns-Erholungsheim ebenfalls ein Lazarett gerichtet toorden. Am Sonntag abend sind atich dorr SO Ber­edete eingetroffen, es können aber bequem 150 imErnst-Lud- -vetm" Unterkommen, das die Verwaltung bereitwilligst zur fügung gestellt hat.

Letzte Nachrichten.

Der Grsunvheitszustan- der banerischen Soldaten.

(WTB,) München, 27. Sept, (Nichtamtlich) lieber Gesundheitszustand der Truppen des Er st e n Ar inee- |rps wird der Korrespondenz Hofsmann von berufener te mitgeteilt: Unsere Truppen kämpfen in dem gegen­

wärtigen Feldzug nicht nur mit dem größten Heldenmut und haben die sehr erheblichen Anstrengungen und Stra­pazen mit staunenswerter Ausdauer ertragen, sondern haben auch bei Verwundungen eine unvergleichliche Selbsttiber. Windung an den Tag gelegt. Der Gesund he itszu. stand bezüglich ernster innerer Erkrankungen ist bis jetzt beim Ersten bayerischen Armeekorps günstig zn nennen. Besonders verdient erwähnt zu iverden, daß die seinerzeit im russisch-japanischen Kriege so häufig beobachteten ner­vösen und gei stigen Erkrankungen bisher nur in ganz verschwindend seltenen Fällen aufgetreten sind, trotz­dem daS ruhige, tagelange Aushalten unserer Truppen in den Schützengräben unter schwerstem feindlichen Ar- tilleriefener die größten Anforderungen an die nervöse Widerstandskraft der Soldaten stellte, ein glänzendes Zeug­nis für die Kraft und Unveöbrcnichtheit der Nerven un­seres Volkes,

Die Kämpfe um Verdun.

Berlin, 28, Sept, Das Schließen des eisernen Ringes um Verdun wird von verschiedenen Blättern besprochen. Im BerlinerLokalanze i g er" läßt sich ein alter preußischer Offizier wie folgt vernehmen:

Unsere vorzügliche Artillerie wird allerdings in der vernach­lässigten schweren Artillerie der Franzosen mit ihren 120- und 150-mm-Kanonen keinen ichenbürtigcn Gegner finden, und die ver­altete 180 mm-Kanone tvird den Verteidigern auch wenig nützen. Was die Mörser anbetrifft, so hat der größte französische Mörser kein größeres Kaliber als 27 cm. So wird Verdun seinen Todes­kampf mit wenig Aussicht auf Erfolg beginnen. Daß es sich aber kavier verteidigen wird, steht außer Frage, denn die Franzosen haben sich bisher im allgemeinen vorzüglich geschlagen. Weil es sich aber tapfer verteidigen wird, möchten wir raten, nicht ttnvcrständig früh ein Resultat unserer 42-em-Mörscr zu verlangen. Sollte dieses bald kommen, so wollen wir es geiviß mit Dank annehmen, aber wiv wollen andererseits nicht vergessen, daß unsere Feldgrauen an dieser SteUe der Maos ein ganz besonders schtoeres Stück Arbeit zu be­wältigen habett.

Ans gleicher Erwägung heraus sagt dieKreuz- z e i t u n g":

Unsere braven Truppen haben ein unendlich hartes Werk zn vollbringen, aber wtr fühlen die Gewißheit in uns, daß es ihnen gelingen wird und schauen frohgemut der Zukunft entgegen, Tic Tage erirsten, stillen und geduldigen Wartens, die uns jetzt auferlegt sind, werden uns Dvlfeimgebliebencn dereimt nicht wein- gcr teuer und unvergeßlich sein, wie unseren Brüdern im Westen

ihre Donner der Geschütze umdröhnten, großen Erlebnisse in Feindesland, Je schwerer der Kamps ist, in desto herrlicherem Glanz wird einst der Ruhm des Sieges leuchten, Ww roartni mit Geduld, und es wird dereinst nicht das geringste Ruhmesblatt in der Geschichte unseres Volkes sein, daß es so zu warten wußte. Uns erfüllt ein felsenfestes Vertrauen m unser Heer und icrue Füh­rer und eine unerschütterliche Zuversicht aus den Erfolg unserer Waffen,

Ein Dank des deutschen Kronprinzen

(WTB,) Berlin, 27. Sept. (Nichtamtlich,) Seine Kaiserliche Hoheit der Kronprinz ersucht uns um Ver­breitung nachfolgenden Danktelegramms:

Tie von mir ausgesprochene Bitte, um für meine Armee wol­lene Sachen, Zigarren und andere Erfftschungsmiüel zu spenden, hat einen so großen Erfolg gehabt, daß es mir zur besonderen Freude gereicht, allen denen, die dazu beigetragen haben, tm Namen der mir unterstellten Truppen meinen herzlichsten Dank auszusprc- chen, Wilhelm, Kronprinz.

Deutsche Flugzeuge über Antwerpen,

(WTB.) L o n d o tt, 27. Sept, (Nichtamtlich.) Das Reu-- tcrsche Bureau melde! aus Antwerpen unter dem 26, Sept,: Ein deutsches Flugzeug überflog heute Dussel nahe Anb- werpen und w a r s z w e i B o m b e n, die ins Wasser fielen. Am Nachmittag überflog eine deutscheTaube" Antwerpen. Die Forts eröfsnelen ein heftiges Feuer, Das Flugzeug ivurde gezwungen, in große Höhe zu gehen, so daß es die belgischen Stellungen nicht erkunden konnte.

Lüderitzbucht besetzt!

London, 27, Sept, (W, B, Nichtamtlich.) Das Retttersche Bureau meldet: Lüderitzbucht ist ant 19, September von den südafrikanischen Truppen besetzt worden. Die deutsche Besatzung hatte sich am 18. September zurückge­zogen, indem sie die Eisenbahn zerstörte. Die Deutschen haben bei der Räumung von Lüderitzbucht mich die Fnnkcn- station zerstört.

Die englischen Verluste,

(WTB.) London, 27. Sept, In Erörterung der großen Verluste, toelche die Deutschen und Engländer an Offizieren gehabt haben, schreiben dieTimes": Die Engländer haben im Lause eines Monats 1100 tote, verwundete und vermißte Osfiziere verloren. Da süns Infanteriedivi­sionen an den Kämpfen teilnahmen, von denen jede etlva 600 Ossi ziere hatte, so haben die Engländer säst zwei Fünftel aller Offiziere verloren.

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In unser Handelsregister Abt. A. wurde heute bezüglich der Firma Louis Lotz in Gießen einge­tragen: Der Louise Lotz geb. Löber in Gießen

ist Prokura erteilt. 1014213

Gießen, den 25. September 1914.

Großherzogliches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

Bon den Schuldverschreibungen der Stadl Grüiv berg wurden heute durch Auslosung zur Rückzahlung auf Ende Dezember 1914 bestimmt:

a) Von der Anleihe vvn 1861 (1. I. 61):

2 Stück Lit. C. ä 500 Guide» Nr. 28 und 32.

b) von der Anleihe von 1888 <1. X,. 88):

3 Stück Lil. A. ä 200 Mark Nr. 6, 72, 96.

1 Stück Lit. B. ä 400 Mark Nr. 34.

c) Bon der Anleihe von 188» (3. V. 9»):

2 Stück Lit. E. ä 500 Mark, Nr. 52 und 37.

1 Stück Lit. F. ä 200 Mark, Nr. 15.

d) Bon der Anleihe von 1896 <1. V. 96):

2 Stück Lit. G. ä 200 Mark. Nr. 37 und 43.

1 Stück Lit. D. a 100 Mark Nr. 58.

Grünberg, 21. September 1914. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. _ Ranft. [10138D

Ortskrankenkasse-Rechner gesucht.

Für die Unterzeichnete Kasse wird ein erfahrener, gewandter und zuverlässiger Rechner gesucht. An- sangsgehalt 2100 Mk, Endgehalt, Auftückung usw. bleibt späterer Regelung Vorbehalten. Kaution 2500 Mk. Eintritt sofort. Meldung unter Beischluß von Zeugnissen bis spätestens Donnerstag, den 1. Oktober 1914, vormittags, an den Vorstand erbeten. Iiolkoo

Alsfeld den 26. September 1914.

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Fr »tag, den 2. Qkt. tsd. Js.

nachmittags 3 Ubr sollen im städtischen Psandtokate Sel- terswegl t dabierdicwegen rückit. Schulgeld, («as- u. Waffergeld re. gevsändeien Gegenstände

1. Möbel aller Art >vie Schreibtische. Schränke, VertlkoS,2osas,Sekreläre, 1 Klavier und 1 Kassen- schrank^

2, eine Elektrisiermaschine versteigert werden. f, ,il >

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