Ausgabe 
28.9.1914
 
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Nr. 227

Der Sieheaer Anzeiqer

erscheint täglich, sicher SoimtaqS. - Beilagen: viermal wöchentlich Siebener.samilienblätter; zweimal wöchentl.Nreir- dlattsür den llrek Gießen (Dienstag und Freilag); zweimal monall. Land- wirtschastlich« Zcitsragen Feriqprech»Anfchlüjse: lür die Redaktion 112, Verlag ». Expedition 51 Adresse iür Depeschen: Anzeiger Gieße«. Annahme von Anzeigen iür die Tagesnnmincr bis vormittags 9 Uhr.

Erstes Blatt

m. Jahrgang

Montag, 28 . September IW

Metzener Anzeiger

General-Anzeiger für Gderheffen

Rotaftonrdnick »nd Verlag der vrühl'fchen Univ.-Buch- und SteinOruderei R. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei - Schulstraße 7. A^igmtÄ:' H? B-L

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auswärts 90 Psenniq, Ehciredakleur: A. Goetz, Verantwortlich für de» polit. Teil: Aug. Goeq; für .Feuilleton', .Ver­mischtes" und.Gerichts» saal": Varl Neurath; iür .Stadt und Land";

NeuesranzöfischeAngriffeausdiedeuIfcherechtezlankegeschejtert Durchbruch der deutschen Truppen südlich von Verdun.

(282:33., Grobes Hauptquartier, 26. Zrptemb. «Amtlich.) Der Fe i nd hat unter Ausnutzung seiner Eisen­bahnen einen weit ausholcndcn Vorstotz gegen die äutzerste rechte Flanke des deutschen Ser­res eingcleitet. Eine hierbei auf B a p a u m e vorgetzende französische Division ist von schwächeren deutschen Kräften zurückgrwotfcn, auch sonst ist der Vor­st o tz z u m S t e h c n g e b r a ch t w o r d e n. In der M i t t c der Schlecht front ging unser Angriff an ein­zelnen Stellen vorwärts. Die angegriffenen Sperrforts südlich von Verdun stellten ihr Feuer ein. UnsereMrtillcrie steht nunmehr im Kampfe mit Kräften, die deMeind auf dem westlichen Maas­ufer in Stellung brachte.

Auf den übrigen Kriegsschauplätzen ist die Lage un­verändert.

(282:33.) Großes Sauptguarticr. 27. Septemb. abends. (Amtlich.) Die Lage auf den verschiedenen Kriegs­schauplätzen blieb heute unverändert.

Wir hakten vor einigen Tagen die Möglichkeit er-> örtert, daß der nächste entscheidende Schlag gar nicht auf >er großen Schlachtenlinie zwischen Oise und Marne fallen werde, sondern daß die Wahrscheinlichkeit bedeutsamer Vor- toße auf und um Verdun bestehe. Diese Annahme ist nun bestätigt worden. Es ist von außerordentlicher Bedeutung ind auch die französische ^Beurteilung der Lage, soweit sie bekannt geworden ist, gibt dies zu, daß die angeblich lübezwingbaren Sperrforts südlich Verdun bis St. Mihiel inter dem Feuer unserer schweren Artillerie zum Teil gefallen sind, zum Teil ihr Feuer haben einstellen müssen. Insere Truppen haben bei St. Mihiel die Maas über- chritten, und es tritt nun wirklich oas ein, was wir rüher als ein mögliches Zukunftsbild gezeigt haben. Fetd- nrppen niit schwerer Artillerie müssen auf französischer «Seite in der durchbrochenen Sperrliuie eingesetzt werden, und lie französische Heeresleitung nnrd diese Kräfte aus den ibrigen Frontlinien haben zurüctziehen müssen. Verdun wird »ollltändig umzingelt und wird der Beschießung schließ- ich erliegen. Die Lage des ftanzösischen Heeres zwischen Keims und Verdun aber wird aufs schwerste gefährdet, )cnn es bekommt den Feind in den Rücken.

Mit Aufbietung der letzten Kräfte und unter Aus­nutzung der ihnen zur Verfügung stehenden Eisenbahnen haben die Franzosen nochmals einen verzweifelten Vor- toß gegen die äußerste rechte Flanke des deutschen Heeres versucht. Er ist indessen abgewiesen und zum Stehen ge­bracht worden. Das lleine befestigte Städtclien Bap aum e, gas in der vorstehenden Meldung genannt wird, liegt 'twa fünfzig Kilometer nördlich von Ktoyon, wo be­kanntlich am 17. d. Ms. zwei französische Armeekorps mtscheidend geschlagen worden waren. Ter Feind ist illo hoch im Norden, wo wir nur schwächere Truppenteile tehen hatten, zurückgeschlagen worden. Es ist wahrscheinlich, »rs; die Kraft ves Gegners bei diesen mühevollen Vorstößen run endlich erlahmen wird. Ueberraschen kann er die deutsche Heeresleitung nicht mehr, und selbst wenn es den Franzosen gelingen sollte, in der Nähe von Bapaume sich zu halten, so wewen sie dort eben von den deutschen Streit- 'rästen festgelegt werden, bis bei Verdun die Entscheidung gefallen ist.

Nach derTimes" hat, die deutsche Heeresleitung nun- nchr auch vor Antwerpen die großen 42-Zentimeter-Ge- ' «stütze zur Ausstellung gebracht. Da wird es nicht viel nützen, saß, wie aus englischer Quelle berichtet wird, der Bruder des chrrcgsministers Kitihener, Oberst Kitchener, mit einem ,Gentlemen"-Hilfskorps von 200 Mann nach Antwerpen (irr Unterstützung der dortigen Besatzung ab gereist ist. Selbst »entfernen werden den schweren deutschen Geschützen gegen­über nichts vermögen.

Die Presse über die Kriegslage.

Zu der letzten Meldung vom Kriegsschauplatz aus dem Hauptquartier heißt es im BerlinerLokal-Anzeiger":

Tie harMäckigen. fast verzweifelten Versuche der Franzosen, unseren rechten Flügel noch in letzter Stunde zu werfen, «cheiterten trotz der weiteren Umgebung in der Richtung Ba- oaume an dem Widerstand sckwälherer Truppen. Daraus konnte nan den «Schluß ziehen, daß es der französischen Führung ernster nit diesem Borstoß war, als den ftanzösischen Truppen, die vielleicht die Nutzlosigkeit ihrer ständigen Angriffe einsehen, Fm Zentrum sind unsererseüs Fortschritte zu verzeichnen. Tie wichtigste Meldung ist jedoch die, daß die südlich der genom- nencn Sperrforts angegrissenen Forts ihr Feuer ein» 'teilten, damit ist die für uns so wünschenswerte weitere Lücke in dem Sperrfortgürtel gegeben und wir befinden uns be­reits in einem Artilleriekamvie mit den auf der' westlichen Maas ans entgegengestcllten Truppen. Tie Tatsaäw, das: dort gelämpft rnrd, genügt vollständig, um uns und wahrscheinlich auch die Franzosen davon zu überzeugen, daß ihre Stellung auf dem rechten Flügel mit jedem Augenblick unhaltbarer wird. Wft kön­nen in der Tot die Hoffnung haben, daß die Stunde des/ Abzuges der großen französischen Armee nicht mehr ferne ist. Ter Abzug wird ein blutiger werden.

Für den zweiten Akt des Krieges im Osten ist, wie General Liebcrt imTag" ausführt, den Deutschen die Initiative zugesallen. 150000 Russen, so heißt es in

derK r e u z z e i t u n g", sind in den beiden siegreichen «Schlachten gefallen und ebensoviele unverwundete Kriegs­gefangene befinden sich in unseren Händen. Ein solcher Verlust ist selbst für die ungeheuren Heeresmassen im Osten kaum zu überwinden. Der Lorbeer, den die 8. Armee um ihre Fahnen gewunden hat, gibt unS, wie das Blatt meint, das Recht, auf baldige neue Siegestaten zu hoffen.

London, 26. Sept. (W. B. Mchtamtlich.) DerMan- chester Guardian" sagt: Die deutsche Stellung an der Ais ne ist so stark, daß, wenn keine strategischen Ueber- raschungen eintreten, jeder Angriff zu einem Rückschlag führen muß, der nur Erfolg haben kann, lvenn der Gegner zur Erschöpfung gebracht ist. Die Deutschen haben die Kunst der Feldbefestigung auf eine Höhe gebracht, die bisher nicht erreicht wurde. Sie machen eine Stellung von ge­wöhnlicher natürlicher Stärke zu einer Festnngslinie, die stärker und wioerstandsfähiger ist, als eine erbaute Linie von Stahl.

Das Zcppelinlustschiff über Westftandcru.

(WTB.- dlmsterdam, 26. «Sept, (Nichtamtlich.) Der Telegraaf" meldet ans Antwerpen vom 25. September: Das Z e p p e l i n l u s t s ch i s f, das über O st e n d e erschien, hat anscheinend die ganze Provinz Westflandern überflogen. Es wurde über Kortryk, «Sotteghem, Ronsse, Niove und Gee- raadebergen gesehen.

Die Garnison von Gibraltar.

Berlin, 27. Sept. (WTB.) DieB. Z. am Mittag" meldet aus Madrid: Die GarnisonvonGibraltar, die aus einem Bataillon schottischer Schützen besteht, ist von einem englischen Dampfer abgeholt worden, um sich mit der englischen Expeditionsarmec in Frankreich zu vereinigen.

Mangel an Offizieren in England.

(WTB.) Berlin. 27. Sepr. Der Mangel an Offi­zieren beginnt in England zu beunruhigen. Nach der Times" sind in einem Monat von über 3000 Offizieren 1100 gefallen.

Bor Hunger.

Berlin, 26. «Sept. Einem Feldpostbrief von der Marne entnimmt dieBoss. Ztg." nachstehende Schilderung:

Eine Kompagnie war im Begriff, in der Feldküche zur Mahl­zeit anzutreten, als plötzlich über dem feindlichen Schijtzengraben ein: Gehalt erschien und mit einem weißen Tuche winkte. Es war ein sranzösischer Kapitän, der «ich langsam näherte. An einen Offizier, der ihm cntgegenchng, richtete er in gebrochenem Deutsch die Frage:Haben Sie genug zu essen, um auch meinen Leuten etwas zu geben?" Ans die Gegenfrage, wie viel Leute er hätte, erwidette er:Unge­fähr 100," Nunmehr wurde ihm bedeutet, seine Mannschaft her­beizuholen, was er denn auch gleich tat. Der Rest seiner Kom­pagnie warf die Gewehre fort und nahm an dem Essen der deut­schen Kameraden in der Feldküche teil.

Der Gottesdienst in Namur.

Berlin, 26. Sept. Der Kriegsberichterstatter des Berliner Tageblatts" im Großen Hauptquartier schildert Namur nach der Einnahme. Er schreibt:

Der Bischof von Namur ging über die Straße, Und ihm zur Sette schtttt der Königlich Preußische Hauptpfarrer der Garnison Namur, Dr. Wessel, der in Friedenszeiten an .St. Nicolai in Berlin wirkt. Er hatte in einem großen Saalbau für seine Sol­daten eine Kirche eingerichtet. Diesen Saal hatte der Bischof, der ihn für seine Zweite in der Gemeinde benutzt hatte, dem evange­lischen Pfarrer überlassen. «Seine Toleranz ging iwch weiter. Er gab aus der Kathedrale eine Kanzel.her und stellte ein Harmonium in den grün geschmückten Raum. Der Sonntag brachte den ersten Gottesdienst. Preußen, Luxencbnrger, Bayern, Pommern, Han­seaten, Hessen und Märker, Schwaben und Friesen faßen vereint in dem Saal. Dr. Wessel sprach von der Kraft und der Größe der allumfassenden Mutter Heimat. Nach der Predigt forderte er die «Soldaten auf, den Choral der Deutsihen zu singen. Da Nang es machtvoll aus tausend Kehlen:Deutschland, Dimtschland über alles". Kurz darauf ertönten dir Glocken der Kathedrale. Später ging ich mit Dr. Wessel durch die Stadt. «Er erzählte von einem Schwerverwundeten. Es war ein Landwehrmann mis Berlin, der Frau und Kinder daheim hatte. Man hatte ihm den Unterkiefer weggeschossen.^Sprechen konnte er nicht, und er atmete schwer in seiner letzten Stund«. Als der Pfarrer mit ihm sprach, ließ er sich einen Zettel geben. Kein Abscstiedswvtt und keine Klage. Der Pfarrer nahm das Blatt Papier, auf dem in kritzliger «Schrift zu lesen stand:Ist es wahr, daß dft Russen in Berlin sind?" Da verllärte der Pfarrer ihm die letzte Stunde durch die Mitteilung der Wahrheit.

Deutschland und die Neigung zum Frieden.

London, 26. «Sept. (WDB. Nichtamtlich.) Das Renter- sche Bureau meldet aus New Dork unterm 25. ds.: Eine Berliner Meldung, die scher die Funkenstation Seyville eingetroffen und wahrscheinlich inspiriert ist, besagt, daß angesichts der ungeheuren von Deutschland gebrachten Opfer der Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg und der Generalstabschef v. Moltke dem Frieden erst dann znsttmmen könnten, wenn Deutschlands Lage fürdie Zukunft völlig unangreifbar gemacht worden sei. Diese Ansicht sei in Deutschland allgemein.

Verbot der Einfuhr englischer Zeitungen in Holland

Rotterdam, 26. Sept. Aus London wird gemel­det, daß die britische Regierung die Ausfuhr englischer Zeitungen vorläufig verbot. (Bert. Lokalanz.)

Tie Gärung in Aegypten.

Wien, 26. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) DiePolit. Korresp." erfährt aus London über Holland: In unter­richteten Kreisen bestätigt man, daß zwischen dem Khe- dive Abbas Pascha und der englischen Regie­rung ein scharfer Zwiespalt entstanden sei. Zur Ucbcr- raschung der Regierung habe der Khedive g e g e n d a s V o r- gehen der Engländer in Aegypten eine sehr entschiedene Einsprache erhoben und ihnen das Recht bestritten, dort nach ihrem Gutdünken eine Mob ili- si e ru n g zu verfügen und andere einschneidende Maßregeln zu treffen, wie es in den letzten Wochen vorgekommcn sei. Selbstverständlich sei an eine Rückkehr des in Konstantinopcl! weilenden Khedive bis aus weiteres nicht zu denken.

K o n st a n t i n o p e l , 24. «Sept. (WTB.)Sabah" schreibt: Die englische Regierung hatte einige Damp­fer der Khedivia-Linie nach Indien geschickt, um von dorther Truppen nach Aegypten zu transportieren. Die zur Bemannung der «Schisse gehörigen 80 türkischen Matrosen weigerten sich angesichts dieses Auftrages, iänger Dienst zu tun. da ihnen ihre ottomanische Vaterlands­liebe und ihr Gewissen es verbiete. Die Matrosen trafen/ an Bord des SchiffesSaid ich" in Konstantinopel eilt, Sabah" beglückwünschte die Matrosen zu ihrer Haltung.

Eine englische Flotte vor den Dardanellen. *

Wien, 26. Sept. Aus Konst antinopel wird ge» meldet, daß eine englische Motte vor den Dardanellen er» schienen ist und dort kreuzt. (Voss. Ztg.)

Die Türkei gibt die fremden Postanstalten auf.

Berlin, 26. Sept. Die Postdirektion in Smyrna/ ersuchte die Postdirektionen der Großmächte, vom 1. Okwber an ihre Tätigkeit einzustellen und die gesamte Post der ottomanisckun Direttion zu übergeben. In den letzten Tagen haben mehr als 300 englische Untertanen und zahlreichernssischeFamikienKon st antinopel verlassen.

Die Wünsche Bulgariens.

S o s i a , 27. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Die natio« nalistischen Blätter veröffentlichen mit großer Genugtuung die Erklärung des Freiherrn v. Fuchs, wonach Oesterreich-- Ungarn dafür eintrete, daß Mazedonien Bulgarien zu- fallcn müsse.Kämbana" vergleicht damit die unbestimniten russischen Versprechungen, wonach Bulgariens Wünsche nach Möglichkeit erfüllt werden würden, falls Bulgarien den Russen und «Serben helfen wollte.Kambana" fährt fort:

Diese unbestimmten Versprechungen sind offenbar ans eine neuerliche Täuschung berechnet. Jahrzehntelang hat illußland be­hauptet, Mazedonien sei nicht von Bulgarien .bewohnt, sondern von der eigenen stawischen Rasse. Jabrzehntelang haben die russischen Konsuln in Mazedonien die Serben und Griechen gegen tue Bulgaren unterstützt. Die vorjährige Katastrophe Bulgariens ist gleichfalls das Werk Rußlands. Alle russischen Vcrspreckmngen sind schon darum wettlos, weil die Erfüllung des nationalen Ideals Bulgariens nur auf Kosten Serbiens, also der Tttpel-Entente, erreichbar ist. Das bulgarische Volk fordert heute eine rein bul­garische Politik, ohne russopbilc Einmischungen, ohne Männer wie Geschow und Danew, die Bulgattcns Katastrophe verschuldeten und die heute wegen Landesverrats in Untersuchung stehen.

Aus Rumänien.

Bukarest, 26. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) In einem in der Zeitschrift des Studien-Klubs der konservativen Par­tei erschienenen Aussatz sagt Dinu Carusou (?) scher die Ziele der gegenwärtigen rumänischen Politik: Wir müssen unsere Erschlaffung abschütteln und der für uns entscheidenden Lage ins Auge sehen. Wir sehen, was immer mcttr drucken und sagen möge, daß Lebensinteressen wich­tigster Art auf dem «Spiele stehen. Wir müssen uns ent­schließen, anzugreifen mit allem, was wir seelisch und körperlick) besitzen, um zum Siege derdeutscheu Sach« beizutraigen. Machen wir jetzt, wo es notwendig ist, diePo- littk eines bedeutenden «Staates, wenn wir ein bedeutender Staat werden wollen!

Dänemarks Haltung.

Kopenhagen, 27. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Anlaß des heutigen Geburtstag e s des Königs drückte der Ministerpräsident beim Empfange des Kabinetts im Re­sidenzpalast Amalienborg die Glückwünsche des Ministe­riums mis und sagte u. a.: Unter den furchtbaren .Kriegen/» die «Europa verheeren, weiß Gw, Masestät sich au der Spitze einer einigen Nation, in der König und Volk sich in dein gemeinsamen Verantwortungsgefühl und dem Willen ver­einigen, die Neutralität aufrecht zu erh alt e »und den Frieden sür das Vaterland zu bewahren. Möchte Eure Majestät wieder lichte Zeiten siir Volk und Land entstehen sehen und lange die reiche Freude fühlen, König des uncw» hängigen Dänemarks zu sein, wo eine freie Entwicklung die Lebensbedingungen aller Bürger des ^andes^hebt. seiner Antwort dankte der König für die gitte stutze, die er in diesen ernsten Zeiten beim Ministerium gefunden habe. Er sei überzeugt, das; die Btinister ihn auch fernerhin bei seinen Bestrebungen, die Neutralität Dänemarks ansrecht zu er- halten, unterstützen würden. Der König schloß: Ter Ernst der Zeit drückte uns allen seinen Stempel auf und bewirkte.