tlr ferne filtriere in bex Postverwaktunff, Mt Rücksicht ans den tkrieff wird Stcmtssekretär Kraetke das seltene Jubiläum i» aller Stille degebeu.
Hamburgs 23. Sept. (Nichtamtlich.) Der Reichstags- abgeordncte Dr. Se ml er ist heute im Alter turn 5(s Jahren gestorben, Der Verstorbene war seit 1300 Mitglied des Reichstags, gehörte der iratiirnalliberalen Partei au und vertrat den zweiten hannoverschen Wahlfreie Auricb-Witt- mund. Sein Wohn sitz war Hamburg, dessen parlamentarischer Bertrelunq er seit 1889 angehörte.
Ki» Stadt irnö LasrS.
Giessen, 24. September 1911.
** Bon der L«ud« s-llnivcrsität, Die lliriversi- tä! Wie n richtete an die Universitäten des Dcutsckwn Reickis ein längeres Schreiben, in dem sie in brrndasbriiderlieher ^vameradschast diesen Gruß und Handschlag reicht. Das Sck>reibeu wurde auch von Unserer Universität mit warmen Worten erwidert
** Postsendungen nach Aegypten. Bis auf weiteres sind Postsendungen jeder A r t nach Aegypten mangels gesicherter Zuführung an die Empfänger von der Annahme bei den deutschen Postanstalten ausgeschlossen.
** Zu r Beach tu n g. Fn der letzten Zeit werden bei den Poslanstalteu zahlreiche FeldpostbriefemitWeri- a n gab e ausgelicfert, die nach ihrem Inhalt — Waren usw.
nicht als Gcldbriefe tm sinne der Feldpostdiensb- ordtwng gelten können. Die Zulassung von 'Gellbriefen hat nur einer tatsächlichen Geldübermittelung dienen sollen, ulmrentlich von höheren Beträgen, die durch Postanweisungen infolge Beschränkung deren Höchstbetrages oder ans anderen Gründen nicht übermittelt werden können. Die Verwendung dieser Vcrsendungsform sür Zigarren, Schokolade u. dgl. bedeutet einen Mißbrauch, unter dem der Feldpost- betrieb stark Leidet. Die Postanstalten haben deshalb angelriesen werden müssen, künftig alle hiernach unzulässigen Feldpostbriefe mii Wertangabe unbedingt zurückzu- weisen.
** Vom hiesigen Roten Kreuz wurden gestern 32 Kisten, enthaltend! 303 Hemden, 106 Paar Unterhosen, 83 Unterjacken, 1018 Paar Docken, 299 Paar Fußlappen, 233 Taschentücher, 20 Leibbinden, 14 Kniewärmer. 8'i Stauchen, 44 Paar Handschuhe, 6 Brustwärmer, 16 700 Stück Zigarren, 250 Pakete Tabak, 60 Pfund Schokolade, 100 Pfund Rauchtabak, 20 Pfund Käntaback, 2 Dutzend Pfeifen, Wurst etwa 130 Pfund, als Eilgut nach Tarmstadt abgeschickt, um von dort aus mit einem Automobillastzng unserem Regiment unmittelbar zuzugehen. Es ist dem Bemühen Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin zu verdanken, daß wir endlich unsere schon lange gesammelten Liebesgaben unseren braven Hundertsechzehnern haben zugehen lassen können.
** Die amtlichen deutschen B e r l u st l i st e n sind auch im Zeitschriftenzimmer der Universitätsbibliothek zur Einsichtnahme täglich von 8 bis 1 Uhr cinzusehcu.
Landkreis Gießen. .
-r. Dir klar, 24. Sevt. Hier ergab die Eommlnng dir da? Rote Kreuz 318,30 'Warf. Ferner wurden aesammelt 1047 63er, 13 Ptnnd Butter, 38 Pid. Wurst und Dörrfleisch, 370 Psd. ?lev!el und Birnen, 1 Glas Bienenhonig, 1 Tops Zn'etlchenhonia, sowie 16 Handtücher, 6 Spreukissen, 2 Rinqspreukissen, 2 Federkissen, 6 Paar Strümpse, 4 Unlerbosen, 3 Pack alles Leinen, 5 Taschentücher, 11 Bettücher, 7 Uulerlaaen und 48 Hemden. Au cd unsere Schuljugend hat üch an dem Liebeswerk beteiligt, indeni sie unter Leitung des Lehrers Snßner in schnlireier Zeit Llehren geleicu hat und hierfür den Betrag von 127,88 Pik. löste, wostir Strickgarn angekaust wurde, das von Mädchen »nd Frauen zu Sirnmpsen und Kniewärmer,, verarbeitet wird. Es wurde beschlossen, jedem Vaierlaiidsverieldiger aus unserer Gemeinde ein Paar Sirümpst zu schicken und den Rest ans Kreiskomitee abzulicsern.
Kreis Büdingen.
fc Büdingen, 22. Sept. Graf Ernst Edler Herr zur Lippe-Weißenfeld, Adjutant der 1. Königlich sächsischen Division, Gemahl der'jüngsten Schwester'des Fürsten Woligang zu Psenbuvg Und Büdingen, der Prinzessin Anna, ist aus dem Felde der Ehre gefallen.
Kreis Schotten.
A Aus dem Vogelsberg, 23. Sept. In den Ortschaften brummen die Dreschmaschinen. Durch den Weggang unserer Wehrmannschaften fehlt es an Leuten zum Handdrusch. So greift auch der kleinste Landwirt zum Ausdrusch mit der Dampsdreschmaschine. Oft sind zwei derselben in einem Orte tätig. Ta jedermann gerne aushilft, so fehlt es an Hilfskräften nicht trotz dem Auszug unserer Wehrmänner, Der Ausdrusch ergibt gute Resultate. Weizen, Hafer und Gerste geben gut ins Maß bei vollentwickelten Körnern, Korn etwas weniger. Tie Kartoffelernte hat begonnen, Ist auch ihr Ausfall kein überreicher, so ist er doch ein guter. Vortrefflich stehen die übrigen Hackgewächse. Nur am Kraut haben die Raupen Schaden verrichtet. Auf Acckern mit Kohlrüben in der Nähe von Waldungen sind alle Blätter kahl gefressen bis aus die Rippen.
Iici denen antike Begräbnisstätten auigedeckt wurden, und die Bauern von Bstkeny stießen mit der Pflugschar aus ihren Aeckern nicht selten aus altrömische Münzen. Als sich dann ReimS immer „Mchtiger erhob, die blühende Krönnngsstadt Alt-Frankreichs und eine starke Festung wmbe, fiel auch auf das dicht vor seinen Toren gelegene Bstheny etwas von dem geschichtlichen Glanz, aber diese Würde loar für das kleine Twrf mit einer grasen Gefahr verbunden. Wer Reims belagerte, der nistete sich in Bäthcnn ein, und so hat der Ort unter den zahlreichen Kriegen, die im Mittel- alter die Champagne verwüsteten, furchtbar zu leiden gehabt. Als Eduard III. von England im Dezember 1359 zur Belagerung von Reims schritt, da stellte er hier seine Vorposten auf, und während der Kämpfe wurde das Dorf niedergebrannt, Das gleiche ttaurige Schicksal widerfuhr ihm in den Jahren 1380, 1431, 1435 und 1437: immer wenn das große Reims in Gefahr geriet, mußte zuerst daS kleine Dötheny blnicn. Tie benachbarten Dörfer Run» und Tourist!. denen ein ähnliches Los zuteil wurde, haben sich von diesen schrecklichen Verheerungen nie wieder erholt: sie sind seit dieser Zeit vom Erdboden verichlounden. Bötheny hatte ein zäheres Leben: es stteg aus den wüsten Aschehaufen, die es 1447 darstelltt, in schmucker Kraft von neuem enipor. Bon seinen mittelalterlichen Bauwerken sind mir noch wenig« Spuren erhallen, ivie das ja nach solcher Katastrophe nicht anders zu erwarten ist. Tie gotische Kirche, die in den ersten Jahren des 13. Jahrhunderts crbarrt wirrde, ist 1854 von Gr,md aus erneuert wwden Nur der Turm, die Ap is und der mittlere Teil kes Querscküffes lind Ueber- rcste der alten Herrlichkeit, an die auch noch einige Säulenkapüelle mit prächtigem gotischem Laubornamen! erinnern. Die ungewöhnlich)? Schönheit der altgotischen Kirche von Bsthenn, die man daran noch erkennt, soll daher stammen, das: sie auS dem Material der alten KathRrale von Reims erbaut worden ist, die 1211 ecuem Brande zum Opfer fiel.
Z ü r i ch , 23. Sevt. (WTB, Nichtamtlich ) Die Eidgenössische Technische Hochschule hat dem Prosessor Tr. vbil. Her- viaun Amandus Schwarz in Berlin zum 50. Jahrestage seiner Doktvrvnnnotion in Würdigung seiner ansgezeichncten wiisenschast- li-'eu Leistungen ehrenhalber die Würde eines Dokwrs der Mathematik verliehen, Sie erkannte dankbar die vorzüglichen Dienste an, eie er al l o ' geschätzter L«h er vor über vi r Jahrzehnte i der Eidgenössischen Technischen Hochschule erwiesen hat.
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Kreis Friedberg.
© Bad-Nauheim, 23. Sept. Biele hundert Russen, die seit der Mobil mackmng hier noch zur Kur weilten, traten heute nrit Sonderzug die Heimreise übler Schweden an. Am Freitaft geht ein weiterer Transport ab. Starkenburg und Nheinhessen.
(!) Bi ngen, 22. Sevt. Der Turn verein Bingen, gegr. 1846, hat einen Teil des für den Bau einer Turnhalke bestimmten Vermögens sür die Kriegsanleihe gezeichnet und zwar 5000 Mk.
Eingesandt.
Gießen, 23. Sept.
Die Brotteuernng.
Nachdem der Preis des Brotes schon gleich nach dem Eintritt des Kriegszustandes stark gestiegen war, ist vor acht Tagen schon wieder eine Steigerung setngctreten. Wohin soll es führen, wenn das so weiter gehl?
lieber diese ernste Frage hatte ich beute eine Unterredung mit einem mir besremideten Großhändler, der mir zufällig begegnete. Obwohl dieser Herr von der gegenwärtigen Kon,unktur geschäftlichen Vorteil hat, gab er mir doch unumwunden zu, daß die Höhe der Meblpreise durch die Kriegslage nur zum kleinen Teil gerechtfertigt sei. Die Hauptschuld trage die Svekulation, welch« ihre Lager verschließe oder nur ungenügend öffne, um die Preise künstlich noch weiter in die Höhe zu schrauben. Es sei deshalb so gut wie sicher, daß die Brotteuerung noch Wetter zunehme, falls nicht die staatliche Gcwall einschrefte.
Ich beeile niich, dieses Urteil eines Fachniannes durch Ber- mftlelung der Presse zur ösfeullichen KrnnMis zu bringen und die maßgebenden ärmlichen Organe aus diese Mißstände ausmerksam zu machen. G.
Airctzlichc Nachrichten«
Israelitische Reiiyionzgejeiijchaft.
Gottesdienst.
Sabbat'«''!- au, 26. September 1914: Freitag abend 5.45 Uhr.
Samstag vormittag 8.00 Ubr. Predigt.
Samstag vachmittg, 4.00 Uhr.
Sabbat-AuSgnnq 7.00 Uhr.
Wocheiigottesdienst: Morgens 5.15, abends 5.30 Uhr.
Märkte.
fr Frankixrt a. 9JJ. Die h hol Marktbericht von, 23. Sevt Austrieb: Rinder 976, Ochsen 177, Bullen 35, Kühe und Färse»
64, Kälber 280. Schase 91, Schweme 1631.
Tendenz: Rinder rege, gute Ochsen begehrt; Schweine ruhig, bleibt Uebersiand. Preis sür 100 Psd.
Lebend- Schlachi- gewicht
Ochsen. Mk. Psg.
PolMellchlae, ausaemäftete, höchsten Schlgcht-
wertes, 4—7 Jabre nlt....... 52—58 95-100
die noch nicht gezogen hoben limqejochte) . . 48—51 90-94
Junge steischrge, nicht ausgemästete und ältere
auSgemäslele............ 43 —46 80 - 85
Dullen.
PolMellchsge, gnsgewachsene, höchsten Schlachtw. 47 -50 78-81
Pollsteischige, jüngere. ..... 43—46 75 — 80
Mäßig genährte junge n.gut genährte ältere 38-40 70—72
Färsen. Kühe.
Pollsteischige ansqem. Färsen höchst. Schlachtw. 44—48 82—86
Pollsteischige ausgemästete Kühe höchsten Schlach»
wertes bis zu 7 Jahren........ 40—45 71—84
wenig gnt entwickelte Färsen ...... . 39—43 75—83
ältere ansgemästete Kühe........ 36—40 67—74
Mäßig genährte Kühe und Färsen..... 30—36 60 — 70
Gering genährte Kühe »nd Färsen .... 24—28 65—64
Kälder. V
Feinste Mostkälber ... 50-54 83-90
Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . . 44 48 75 -81
Geringer« Mast» und gut; SaugkAdee . . . 38 -42 84—71
Sch g' e.
Stastmostschg'e:
Mostlämmer und jüngere Ngstrrmmel . . 42—43 92 94
Schwein:.
Prklsteischig» Schweine v»n30 —110 '-»
Lebendgewicht......... 45.01—18.0, 58.10- 60 ,t
Pollsteischige Schweine unter 80 ’<»
Levendgewlcht ..... . . - 450,—47.00 55 ,0—59 >1
Pollsteischige Schweine von 100—110 c;
Lebendgewicht , ....... 47.00—48,0' 59.00 — 60 ,0
BoUsteischrge schweure o»n 110-150:;
Lebendgewicht ........ 47 0,-43.00 59 1)-GO 01
le. Frauksurt a. M., 23. Sept (Oria.-Telegr. de; ,G>e). ?lnz>", Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktvrest '. Weizen lhiestger, Mk 26 00—2 > 50, Kurhesüscher Mk. 26 00-26 50. Welteraner Mk. 00 . 00 - 00 . 00 . Rorgen (hieüger) Mk. 22.50 -2300. Gerste (Wetterauerl Mk. 22.00-22.50, Gerste. Franken, Psälzer, Rlii Pik. >.00-00.00. Haler Mk. 23.00-23.20, Mais Mk. 20.50- 00.0',, Weizenmehl 0 Mk. 0'>.00 -00.00. Weizenmehl I Mk. 00.00 -00.00, Weizenmehl III Mk. 00 00 — 00 01, Roqqenmehl 0 Mk. 00.00—00.00, Roggen,nehl 0/1 Mk. 00.00-00.00, Rogqenmehl I Mk. 00.00 —00.10, Weizenkleie Mk. 0.00-0.00, Weizenschalen Mk. 0.00 —0.00, Roggen» fleie Mk. 00.00 - 00,00, Malzte,me Mk. 00.01—00.00, Biertreber
00.00 — 00.00, Futtergerste Mk. 00.00 — 00.00. Alles vcr 100 kjt ab hier.
(c. Frankfurt a. M., 23, Sevt, ^riq.-Telegr. des ,Giene,irr Anzeigers".) K a r I o s s e l m a r f t. Man notierte: Kartoffeln
in Wag ons Mk. 4,50 — 5,00, im Kleinhandel Pik. 6,00—7,50 sür je 100 ks:.
FC. Frankfurt a. M., 23. Sevt. Aus dem heutigen Haupt vieh markt ,varen 976 Stück ÜUnder aiügelrieben, darunter erstmals eine erhebliche Zahl ausländischer Zucht, »äuilich 77 Stück aus vollaud und 100 Stück ans Dänemark. Trotz dieser Zusuhr war kein Preisrückgang am dein Rindermartt. der rege verlies und geräumt wurde, zu spüren. Ochse» zogen sogar etwas im Prelle nn.
Limburg a. d. Lahu, 23. Sevt. Fruckttmar' Durch- sckinittsvreis pro Malter. Roter Weize» lNassau,scher) 20.50 weißer Weizen langebaute Fre,»bsorte,i> 20,00 'ik^ Korn 15 75 w!., Gerste (Futter) 0,00 Pik., Braugerste 0,»v Plk^ vaser 10,80 Mk., Erbsen 0,00 Pik, Kartoffeln der Ztr. 2.5/— 2,80 Mk, Butter das Piunv 1,15 Mk., Eier das Stück 9 Psg.
Letzte Nachrichten.
Ergänzung der Meldung ans dem Gwßcn Sauplguarticr.
Das Wolff-Burecui bittet, in der Meldung aus dem Großen .Hauptquartier einzuschiebcn: Ostwärts bis an den Argonnenwald sanden heute keine größere» Kämpfe statt.
Die Russen, ihre Greuel und ihre Pläne.
(WTB.) Berlin, 24. Sept. Das Auftreten der Ru, s e n in Ostpreußen wird durch Mitteilungen der „Kreuzzeitung" beleuchtet, daß gegen die Beamten in Ostpreußen überall mit den schärfsten Maßnahmen vor« zugehcn sei. Eine allgemeine Anordnung ging dahin, diese Beamten unter keinen Umstünden auf sretem Fuß zu lassen, sondern sie entweder zu erschießen oder sie in Gefangenschaft zu nehmen. — Die „Voss. Ztg." bringt einen von guter Seite mitgeteilten Bericht auS russischer Quelle über die Verteilung der Beute, bevor der Löwe erlegt ist. Die Russen könnten gar nickst glauben, daß Frankreich verlieren könne und hielten ihre eigenen Siege schon für ausschlaggebend. Rußland erhält nach dem Plan Eializien, einen Teil der Bukoivina, die Moldau bis zum Serelh und mit Einschluß der Donaumünüung, die ganze
europäische Türkei, Kleinasien und Nordpecstcu. England erhält Westasrikn, Arabien und die überseeischen deutschen
Besitzungen. Frankreich ivird mit Elsaß-Lothringen ab- gefiiuden Belgien erhält Luxemburg,
Dir Kämpfe der Lesterreicher,
(WTB.) Wien, 23, Sept, (Mittags ) Amtlich wird gemridett Am russischen Kriegsschauplatz wurde in den letzten Tagen, von einigen uinvcsentlichcn Kanonaden abgesehen, nicht gekämpft. Unsere Truppen sind ungeachtet der andauernd ungünstigen Witterung in vorzüglicher Bersastung. In Serbien ringen unsere Balkan-Sireitkrästc mit größter Zähigkeit um ihren Erfolg. Sehr wichtige Posittonen sind bereits in unserem Besitz. In diesen Kämv- fcn wurdm auch Geschütze genonimen. Der Stellvertreter des Ehejs des Generalstabs: v. Höser, Generalmajor.
(WTB.- Wien, 23. Scpi. abends. (Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet: Soeben angelangic Nachrichten vom Bal-. kan-Kriegsschauplatz lassen erkennen, daß mmmchr die beherrschenden Höhen westlich Krupmri (Jogodajah, Bisteg, Crni), uni welche tagelang erbittert gekämpft wurde, sämtlich in nnserni Besitz sind, und daß hier der Widerstand der Serben gebrochen, wurde. Daß es wegen der Kämpfe des Gros unserer l'alkari- streitkräste einzelnen serbisckwn oder montcnegrünschen Banden gelingen konnte, in jene Gebiete vorzudringen, wo nur wenige Gendarmen und die unumgänglich nötigen sicherheitsbesawiMgen zurückgeblieben sind, kann bei dem Charakter des Landes me- mand überraschen, — Der Stellvertreter des Ehejs des Generalstabs v. Höser, Generalmajor.
Die Haltung Bulgariens.
-WTB, Wien, 23, Sept, «Nickstamtlich.) Die „Südstawische Korreipondenz" meldet aus Sofia: Nach Informationen ans unterrichteten Kreisen ist festzustellen, daß, die Sendung des Präsidenten des Londoner BalkankomuecS, Buxton, vollständig gescheitert ist und die Bemühungen Biirions, die leitenden Kreise in Bulgarien z:, cinec -lenderung der b'sbe'rgen Haltung Ml b/wegen, erfolglos geblieben sind. Sowohl der König, als auch bis Kabliittt Radostawvw haben Buxton darüber nicht im' Zweifel getassen. dag man in Sofia die eingcscküagcne Richtung der bulgarischen Polink für die allein sür das Land richtige lstill und nicht daran denkt, von ihr abzngchen.
Die Kathedrale von Reims.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 23. September. kAmtlich.) Der Oberkömmcindierende der bei Reims kämpfenden Truppen hat der Obersten HeeresleituarF heute folgendes gemeldet: Wie nachträglich fcstgesheAt worden ist, ist ans die Kathedrale von Reims auch ein Mörserschutz abgegeben worden. Nach einer Meldung des .. .ten Armee- korps ist das notwendig gewesen, weil es inckst möcxiich war, mit dem Feuer der Feldartillerie die deutlich erkannte feindliche Beobachtungsstelle von der Kathedrale zu vertreiben.
Eine Antwort der Berliner Akademie der Künste.
Berlin, 24. Sept. Auf das Telegramm der Sunft* akademie von San Luca, in dem sie Ausklärung über die Beschießung der Kaihedralc von Reims erbittet, ist von der Kgl. Akademie der K ünste folgendes Ant- w o r t t e l e g r a m m abgesandt worden:
Wir sine erstaunt und tief betrübt, daß man den Verleumdungen unserer Feinde über deutsche Barbareien gegen Kunstwerke Glauben schenkt, Reims i ft Festung und liegt in der Kamvsiront der Franzosen, Gegenüber der Behauptung, daß die Beschießung von Reims keine militärische Notwendigkeit gewesen sei, stellt das Hauvtauartter folgendes seit: (Folgt die bereits wic- dergegebene Mitteilung des Großen Hauplanartiers, in der die Aulstellung eines fran.zösischen Beobachtungspostens aus dem Turm festgestellt wurde,> Diese Bekanntnrachung des Hauptquarsters bestätigt die „Times" durch folgende Meldung:^ Reims, 22. September: Die Franzosen haben die Beschießung der Stadt Reims und der dorttgen Kathedrale selbst verschuldet, weil sie Artillerie in der Stadt aufgeftetlt und von dort die Deutschen beschossen haben. Französische Soldaten lagern in den Straßen, In der Hauptstraße befindet sich ein Artilleriepark, dahinter liegt die Infanterie, Bon einer ernsthaften Beschädigung der Kathedrale, wie auch wir aus das lebhafteste bedauern, kann keine Rede sein. In Louvain sind laut amtlicher Feststellung alle künstle rischen Bauwerke ereilten. Das Rathaus npirde durch unsere Soldaten mit eigener Lebensgefahr unter der Beschießung der Bevölkerung gerettet. Wir danken der Academia di San Lucia, daß sie bemüht ist, die Wahrheit zu erfahren. — Akademie der Künste: Manzel.
Die Künstschätze des Louvre.
(WTB.) P a.r i s, 23, Sept, (Nichtamtlich,) Die Se n ft* schätze des Louvre sind in Sicherheit gebracht lvorden. Alle Fenster wurden vermauert. Die Mona Lisa wurde nach Toulouse gebracht, Aehnliche Maßnahmen sind in allen anderen Pariser Museen getroffen worden.
Lcrantworklich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug, Go eg.
Amtlicher Teil.
XVIII, Armeekorps. '
Stellv, Generalkommando Frankfurt a. M„ den 20. Sept. 1914.
Abt. IIc Nr, 27 923.
Betrifft Freigabe von Benzol für landwirtschaftliche, staatliche und kommunale Zwecke.
Nachdem die deutsche Benzol-Bereinigung sich den Bedingungen des Kriegsministeriums 591-9, 14 A. 7. V. als für sie bindend ausdrücklich chnierworsen hat, bestimme ich in Ergänzung meiner Verfügungen vom 27. 8, 14 Ilo Nr. 20831 und vom 4. 9. 14 Ile 23 485:
1. Die im KvrpSbezirk befindlichen Lagerhalter der deuttckien Benzol-Vereinigung dürfen Benzol sür landwirtschaftliche, staatliche und kommunale Zwecke und für gew/rbliche Betriebe und zwar lediglich als Motorenbetriebsstoff stet abgeben.
2. Für andere Zwecke bleiben die obengenannten Verfügungen in Kraft.
3. Mißbrauch dieser erweiterten Freigabe von Benzol dnrw Verkant oder Abgabe an Dritte zieht unweigerlich die Aushebung dieser Verfügung für den betreffenden Landes-Vcrwalttmgsbezirl nach sich.
Der Kommandierende General:
_ Freiherr von Gall. _
Bekanntmachung sür Landsturinpslichtige!
Es ist hier zur Kenntnis gelangt, daß solche Landsturmpililh- tigc, die s, Zt, kürzere Zeit als es der gesetzlichen Norm entspricht, gedient haben, z. B. als Dispositions- Urlauber oder aui Reklamalion hin usw., schon nach einiger Zm oder später entlassen wurden, sich als u n a u s g eb i l d e I betraw- ten und deshalb ihre Gestellungspflicht als ausgebildete Land- sturmpslichiige verneinen.
Es wird darauf hingewiesen, daß derartige Leute zum aus- gebildeten Landsturm gehören und sich mit dem ausgcbu- deten Landsturni auch zu stellen haben,
Gießen, den 15. Scvtember 1914.
Großherzogliches Bezirkskommando.
N a u m a n n, Oberstleutnant und Berirkskommandeuk.
Bekanntmachung.
B e t r.: Walzarbeiten auf den Kreisftraßen.
Wegen Vornahme von Walzarbeiien wird die Kreissttatzk Treis-ÄNendors a, d. Lda. für den Verkehr mit Automobilen und schwerem Fuhrwerk bis zum 1. Oktober l. Js, polizeilich
gesperrt.
Gießen, den 23. Septnnber 1914.
Großherzogliches Kreisamt Gießen, ßr. U[ijifler.


