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Erstes Blatt

16*. Jahrgang

Donnerstag, 2 \. September 19H

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Fortdauernde Kämpfe im Westen, ver Triumph

des Unterseebootes 0 y.

WTB.) Trotzes Hauptynartikr, 2!;. Septrmb Amtlich.) Am rechten Flügel des deutschen West- eercs. jenseits der Oise. stellt der Kamps »och. Die mfassungsversuche der Franzosen haben kei- erlei Erfolg gehabt. Oestlich der Argonncn ist P a r e n n e s n Laufe des Tages genommen morden. Ter Angriff hrritel weiter fort. Die gegen dieSverrfortssüdlich o n Verdun angreiftndcu Armeeteile haben heftige, aus terdun über die Maas und ans Tvul erfolgte Gegen- ngriffesiegreichabgesch lagen und Gefangene c m a ch t, sowie Maschinengewehre und Geschütze rbeutet. Das von unserer schweren Artillerie cr- ffnete Feuer gegen die Sperrsorts Tronon. les »awches, Camp des Roniains und Liouville hatte sichte a ren Erfolg. In Französisch-Lothringen und an der Mischen Grenze sind die französischen Bortruppcn an ein- 'lncn Stellen zurückgeörängt worden. Eine wirkliche :ntscheidung ist noch nirgends gefallen.

Aus Belgien und aus dem Osten ist nichts kcues zu melden

* . *

Es gibt zahlreiche Philister, die ob der andauernden ngcwischeit bereits zu stöhnen anfangen, und solange sie cli darauf beschränken, kann nian nichts gegen sie nnter- ehmen. Sobald sic aber dazu übergehen, ihr Kopfschütteln nd ihre wehleidigen Grimassen auch nrit hörbaren Klagen nd in solchm Zusammenhang natürlich, unvermeidlichem eschwätz zu begleiten, mutz man ihnen scharf entgegen- cten. Da schließt der eine aus den Erzählungen eines lrückgekehrten Verwundeten, der heiße Kämpfe und schreck- che Vorgänge gesehen l>at, mit geheimnisvollem Raunen, ist es da und dort gefährlich und bedrohlich für unsere ache stünde, ein anderer nimmt gar schon uugeschcut die eile der Kritik zur Hand, um kund zu tun, was eigentlich -sser hätte gesch-hen sollen. Erfreulicherweise werden jetzt r solche Schwätzer von amtlicher Stelle gebührende Strafen lgedroht. Alle Verbreiter auch harmloser falscher erüchte, die geeignet sein könnüm, die Bevölkerung in lsche Erwartungen zu versetzen, müßten derb angepackt erden. Wie unnötig es ist, sich Besorgnissen hinzugeben id Prophezeiungen anzustellen, beweist die heutige ein- hende amtliche Meldung, aus der wir ersehen, daß. unser üscheer nicht nur seinen alten in Feindesland eroberten Platz ckschiptet, sondern darüber hinaus Fortschritte gemacht hat.

0 ist das Städtchen Varcnnes, 25 Kilometer nordwestlich >n Verdun, genommen ivorden, und die Beschießung ver­riebener Sperrsorts hatte den besten Erfolg. Mmmt man nzu, daß die tapfere Tat eines einzigen deutschen aterseebootes den Engländern drei Panzerkreuzer gekostet id ihnen dazu Erbitterung im Innern, Schaden des An- lsens nach außen verursacht hat, so dürfen wir wahrlich e Fahne der vollsten Zuversicht Hochhalten. Dieser Mei- rng ist auch der Reichstagsabgeordncte Erzberger, der, als

von dem letzten Erfolg zur See noch nichts wußte, dennoch

1Tag" folgende beherzigenswerte Sätze schrieb:

Englische und französische Blätter sind voll des Ruhmes über

e ausgezeichnet gewählten Stellungen, über die ungemein starken escstigungen, welche unser Heer in kürzester 3eit sich schuf. Schon '.raus geht hervor, daß von einem nnsreuoilligen Rückzüge der utschen Truppen gar nicht gesprochen iperden kann. Heeresmassen r Gegenwart, die vom Feinde geschlagen werden, sind gar nicht ehr in der Lage, feste Stellungen zu beziehen, Versckianzungen schaffen und diese so zu armieren, daß jeder.gegnerisch Angriff üblich in sich zusammcnbriicht. Wer es nicht glauben will, frage den ss. General Martos oder seinen Oberchet Rennenkamvi. Gerade eses Zeugnis der gegnerischen Presse ist der durchschlagendste eweis dafür, daß unser Heer an keiner Stelle in Frankreich gc- üogen wurde, sondern daß es nur wohlüberlegte taktische Be­rgungen vollzogen hat, deren Ersolg sich gerade in dieser Woche >ll zeigen wird. Hat dies doch sogar ein italienischer Offizier in nem recht sranzosensrciindliäien vberitolienischn Blatte offen isgüprochn. Nun me Iw ist die stanzösische Offensive an dem in rankeeich von unseren Truppen gefckiaffeneii Bollwerk zusammen- broäien. Ter Vormarsch der deutschen Armee vollzieht sich aus r ganzen Linie.

Was kann man mehr erwarten? Warum ungeduldig? Warum »t es io manche Unkenrufe, von Leuten ausgestoßen, die den An- «n des Eingeweihten sich geben wollen?Gute Quelle",Beste uelle",Absolut sicher",Eingewüht", das sind die Marken, iter welchen grauenhaft unzutrcsiende Schilderungen hier und rt verzapf! werden, aber man braucht sich gar nicht darüber auf­halten: schon in Friedenszeiten kann es einem passieren, daß ' Weinflasche das Etikett trägtFörster-Auslese Jesuitengarten", o wenn man von dem Getränk kost«, dann ist es ein Rachn- tzer, der bis in den großen Zehen hiiinuterzieht. Warum sollte s im Krieg nicht anders sein? Man kann nur Humor sich er solche Unkenrufe hinwegsetzen und mit einem kräftigen deut­en Wort diese politischen Nachteulen verscheuchen.

* * *

ie Bestätigung des Untergangs der drei englischen Panzerkreuzer.

Berlin, 23. Sept. (WTB.)Das deutsche U n t e r s e e- i o t ,,l) 9" hat am Morgen des 22. September etwa zwan- 1 Seemeilen nordwestlich von Hoek van Holland drei nglischePanzerkrcuzerAbouki r",H o g u e " ndCressy" zum Sinken gebracht.

Ter stellvertretende Chef des Admiralstabcs.

____ B e hnk e. . ».

Berlin, 23. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Angriff I des UnterseebootesII9" auf die d r e i e n g l i s ch c n P a n - zerkrcuzer erfolgte gestern um 6 Uhr bei Hellem klarem Wetter und zwar zunächst gegen denAboukir", der inner­halb 5 Minuten sank. Die beiden anderen englischen Panzer­kreuzer beteiligten sich zunächst an dem Rettungswerkc. Als­dann sank nach weiteren drei Minuten der zweite englische KreuzerHogue". Dos Sinken des dritten Kreuzers erfolgte gegen 8 Uhr. Das UnlcrsecbookII9" entkam der Verfolgung von engls cher S:ite und man hosft, daß cs schließlich an einen sicheren Ort gelangt ist. Die Meldungen von anderer Seite, daß 5 deutsche Unterseeboote bei dem Angriff beteiligt ge­wesen seien, von denen drei untergcgangen seien, sind fall ch. Tatsächlich ist der Angriff nur von dem Untersee­bootII9" erfolgt.

Der Kommandant dieses Bootes ist Kapitänleutnant Vcddigen (Otto), aus Herford in Westfalen gebürtig, am 15. September 1882 geboren. Er trat im Frühjahr 1902 in die Marine ein und hat in den letzten Jahren als llntcr- seeboolsführer bezw. Kommandant und auch als Fluglcut-- nant Verwendung gefunden. Die gesamte Besatzung des Unterseebootes beträgt 20 Mann; ihre Namen werden ver­öffentlicht werden.

Die Besatzung der drei englischen Panzer­kreuzer beträgt pro Kreuzer 755 Mann, das sind im ganzen also 2265 Mann; hiervon sollen drei Viertel um gekommen sein, das wären also etwa 1700 Mann.

Berlin, 23. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Ueber die Heldentat desU.9" erfährt.dieB. Z." noch folgende Einzelheiten:

Klares Wetter herrschte nordwestlich Hoek van Holland, als U 9" nuter Führung des Kapitänlentnants Otto Weddigen in der Frühe des gestrigen Morgens aus einer Patrouillensahrt plötzlich die drei englischen PanzerkreuzerSOoufir",Waue" undCressy"

vor sich anftauchen iah, die zu de- ,-heuten englischen Krenzer-

geichwader gehören. Das ganze Ge,chwcrder besteht aus i'ertes 'Panzer­kreuzern. Die Gelegenheit ist günstig, dem Feinde, der anscheinend nichts ahnt, unbemerkt kräftig aus den Leib zu rücken. Es ist etwa 6 Uhr morgens. Plötzlich erhält derAboukir" einen gewaltigen Stoß: fünf Minuten später sinkt das Schiff, das über 12 000 Tan­nen Wasserverdrängung und säst 800 Mann Besatzung hat. Ist cs aus eine Mine gestoßen? Noch wissen es die Engländer nicht, aber sie fürchten es, denn gleich darauf ereilt den KreuzerH o g u e" dasselbe Schicksal. Soiort werden die Boote ausgesetzt. Der C r e s s t)" ist bemüht, die Ueberlebenden anfzusischn. Zwei Stun­den vergehen mit der Bergungsarbeit. Da plötzlich erhält auch der ,,C ress t> einen gewaltigen Stoß und versinkt gleichfalls alsbald in die Tiefe. Nun zweiseln die Engländer nicht mehr, daß ein deutsches Unterseeboot in der Nähe ist, und daß die drei Panzer von deutschen Torpedos in den Grund gebohrt sind. Nun be­ginnt eine wilde Jagd ansU 9", aber hoffentlich ist es ihm gelungen, seinen Verfolgern zu entkommen. (Die Meldung von dem glücklichen Entkommen desU 9" ist bereits üngelanfen.) Inzwischen naht der holländische FrachtdamvferFlo- r a", der aus der Fahrt von Rotterdam nach Leith bcgrissen war. Die Besatzung derFlora" > sieht einige Schisssboote auf dem Wasser treiben und erkennt beim Näherkommen, daß englische Osfiziere und Matrosen darin sitzen, nur notdürftig bekleidet, im Zustand schwerer Erschöpfung. Sie werden an Bord derFlora" geborgen und von ihr nach Humiden gebracht.

Amsterdam, 23. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) DasHan­delsblad" meldet: Der Kapitän desTitan" sah um 7,50 Uhr drei Kriegsschisse, die in Zeüabständen von je einer Viertel­stunde sanken. TerTitan" erreichte um 9,20 Uhr die Stelle und fand dort Wrackstücke und eine große Anzahl Schiff­brüchige. Das Schiff setzte Boote ans, die zw« Fahrten machten. Viele Seeleute wurden an den Tauen «nporgezogen. DerTitan" nahm um 11,45 Uhr den Kurs nach Hoek van Holland. Um 12,40 Uhr erschien das englische TorpedobootLucifer", das einen Teil der Geretteten an Bord nahm. Die Engländer be­finden sich unter Bewachung des holländischen Militärsund werdenheuteineinJnternierungs- lager befördert. Die Bemannung desAboukir" betrug 900,Hogue" 999 undCressy" 832 Mann, meist Reservisten.

Amsterdam, 23. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Der Kapitän derFlor a" hat mitgeteilt, er befand sich seinem Schiss aus der Fahrt von Rotterdam nach Leüh, als er etwa 18 See- meilen hinter dem Maaslcuchtschifs auf 8 Meilen Entfernung einen Kreuzer mit 4 Schorn st einen erblickte, der sich aus die Seite legte und langsam versank. Als er sich dem Kien,er näherte, sab er viele Rettungsboote trüben. Er selbst nahm von 9>/,12 Uhr an dem Rettungswerkc teil, dann erschienen andere englische Kriegsschiff«. Ter Kapitän sah auch ein paar deutsche Unterseeboote anftanchn und hielt es für geraten, sich eiligst zu entfernen. Ein englisch« Matrose vom KreuzerC ress y" erzählte: Drei Kreuzer befanden sich gegen >-6 Uhr früh etwa 30 Meilen von der holländischen Küste entfernt aus der Höhe des neuen Wasserweges. Das Wett« war nebelig» Plötzlich ersolgte eine heftige Explosion, und wenige Augenblicke später sah man, daß derAboukir" sich aus die Sette legte. Die beiden anderen Schisse machten Boote los: sie. hörten eine halbe Stunde später drei Explosionen: in der Nähe derHogue", eine Viertelstunde danach traf ein Torpedo dieCressy", die tti m« Minuten sank.

Berlin, 23. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Wie uns von amtlich« Stelle mitgctcilt wird, ist der V e r l u st des englischen KreuzersP a t h f i n d e r", der am 5. September vor dem Firth os Forth unterging, ebenfalls auf ein deutsches Untcr- I e e b v o t zurückzusühren. Es war diesesU. 21", Kommandant Oberleutnant zur See H i r s i n g.

Das UnterseebootII 9" wohlbehalten zurückgekehrt.

Berlin, 23. Sept. (WTB.) Es wird uns mitgeteilt, daß das UnterseebootII 9" und seine Besatzung heute nach- mittag unversehrt znrückgckehrt sind.

Wilhelmshaven, 23. Sept. (WTB. Nichtamt­lich.) Zur Besatzung des Unterseebootes119" gehören: Kapitänleutnant Weddigen (Otto) Kommandant, Oberleutnant zur See Spieß, Marine-Ingenieur Schön, Obersteuermann Träbert, Obermaschinist Heinemann, Ober­bootsmaate Schoppe, Hör, Matrosen Geist, Rosemann, Schenker, Schulz; Obermaschinistenmaate Marlow, Stell­macher, Hinrich, Maschinistenmaate März, Reichardt, Ober­maschinistenanwärter Wollenberg, v. Koslowski, Oberhei­zer Eisenblätter, Schüschke, Heizer Karbe, Schober, Lied, Köster, Wollstelt, Funkenheizer Siebers.

Berichte der überlebenden Engländer.

Berlin, 23. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) DieVos>. Ztg." meldet aus dem.Haag:

Wie die Ueberlebenden d« Besatzungen von den in Grimd gebohrten englischen Kreuzern «zählen, lagen die meisten Leute, als d« Angriff «folgte, noch in d«i Kojen: daraus erklärt sich, daß die Geretteten meist nur mit einem Hemd bekleid« waren. Sie kämpften drei Stunden mit den Wellen, ehe sic ge­rettet wurdm. Die englisch» Kreuzer gaben keinen Schuß ab. Wie d« Kapitän des KreuzersTitan" «zählt, konnte « 1l4 Mann und 3 Lfiiere ausnehmen, nnlec ihnen den Kapitän Sells des ScküffesAboukir", d« drei Stunden ans einem Wrackstück herumg, schwömmen war. Als die« zu sich gekommen war, «klärte er grimmig lachend: Das war «ne Iangwi«igc Lchwinwitonr, und erzählte, daß er rund drei Stunden im Wass« gelegen habe. Er war von dem ersten Kreier, dm getroffen war, üb« Bord gesprungen und von einem anderen Kreuzm aufgefistht worden. Ms auch dies« getroffen war, sprang er von neuem ins Wass« und wurde vom drüten Kreuz« ausgenommen. Da auch dies« sank, so mußte er zum drittenmal üb« Bord springen. Dm Kapitän wurde daraus an Bord des TorpedojägmsLucifer" gebracht.

(WTB.) London, 23. Sept. 30 unverletzte Ossi« ziere n-urdeu nach dem Untergang dm drcr Kreuz« aus dem Wasser gerettet und in Harwich an Land gebracht. In

Harlpich schätzt man die Zahl der Geretteten aus insgesamt 700. Älchtzig wurden in Harwich gelandet.

Das Urteil eines Sachverständigen.

Berlin, 23. Sept. Kontreadmiral z. D. Schlieper schreibt imLokalanzciger":

Was das H«z jubelt, das Marineherz eines jeden Patrioten, das nie aushören wird mitzufühlen mit jenen, die dort zur See «nem grimmigen Funde, dem Seegewalsigen, in schwerer Aufgabe gegenüberstehen.Cressy",Aboukir" undHogue" sind nicht die ganze englische Flotte, aber sie sind mit ihrer Größe, ihren 22 Kno­ten Geschwindigküt und ihr« Armimung drei sehr wesentliche Ein­hüten, dmen Zerstörung die Worteün herrlicher Schlag" nicht zu hoch gegüffcn sind.

Der Eindruck in London.

Kopenhagen, 23. Sept. Wie aus London bericht« wird, hat dort die Kunde von der Vernichtung der drei Panzerkreuzer durchII9" einen panikartiger Schrecken erzeugt.

Es dürfte küneswegs übertrieben sein, wenn man an­nimmt, daß England durch die Heldentat desII 9" einen Verlust von annähernd 60 Millionen Mark zu- gesügt wurde. Demgegenüber stehen die drei Torpedoschiffe,! die einen ungefähren Wert von 30000 Mark bedeuten.

Berlin, 23. Sept. MePost" schrübt: Nach den letzten Meldungen aus Rotterdam berichten die dortigen Blätter, daß der Untergang der drei Panzerkreuzer in Lon­don geradezu lähmend gewirkt hat. Schon erwartet man den Rücktritt Churchill's. Der Befehls­haber der Nordseeflotte soll zur Rechenschaft gezogen werden, ©in Blatt verlangt, man solle das ganze Ministerium in Anklagezustand versetzen. Jedenfalls spiegelt sich in allen Londoner Blättern bittere Enttäuschung, und man will nicht begreifen, daß ein ein­ziges deutsches Unterseeboot drei große Panzerkreuzer glatt­weg vernichten konnte, ohne daß diese ihrerseits einen Schuß abseuerten.

DieDaily Chroniclc" schrübt:

Nur eine glänzende Waffentat unsmm Flotte kann den nieder­schmetternden Eindruck verwischen. Uns abm fehlt das Ver­trauen, um an eine solche zu glaubm.

Tie Vernichtung des englische» Kreuzers Pegasus.

Kapstadt, 23. Sept. (WTB. Nichtamtlich) Folgendtz weitere Einzelheiten über das Gefecht Mischen dem eng­lischen KreuzerPegasus" und dem deutschen kleinen KreuzerKönigsberg" bei Sansibar werden amtlich bekannt gegeben: DerKönigsberg?' näherte sich am Sonntag früh 5 Uhr mit hoher Geschwindigküt und machte ein britisck>es Wachtboot durch drei Schisse kMpf« unfähig. Dann eröfsnete ans etwa 8000 Meter derKünrgs« berg" ein wohlgezieltes Feuer auf denPegasus" unil setzte dieses bis ans 6000 Meter Entfernung fort. Di« Breitseite desPegasus') stand unter der Feuerwirkung und wurde in 15 Minuten zum Schweigen gebracht. Nach einer Kampfpause von fünf Minuten eröfsnete derKönigsberg" von neuem das Feuer, das eine Picrtclstmrde währte. DerPegasus" war nicht in der Lage, das Feuer zu crwidcni. Beinahe alle Verluste der Enalander traten bei den Geschützen auf dem olwrint