Einzelbild herunterladen

t»ou Schülern zurückhaltend sein und sic nur in wirklichen Notfällen gestatten soll. In der Verordnung wird weiter angeregt, im Handarbeitsunterricht durch die Mädchen der oberen Massen Strümpfe und Pulswärmer stricke» zu lassen, ferner sollen in Orten mit Arbeiterbevölkcrung die leeren Schulsäle als Kinderbewahrmistalteu eingerichtet werden, in denen die Kinder beaufsichtigt und verpflegt werden sollen, deren Mütter durch Arbeit im Tagclohn an der Beivachung der Kinder verhindert sind.

Au» Stadt und CanA»

Gießen, 21. September 1914.

Fahrpreisermäßigung für Angehörige zum Besuch

kranker oder verwundeter deutscher Krieger.

Zur Erleichterung des Besuchs kranker oder verwun­deter d«utsck>er Krieger, die sich innerhalb Deutschlands in ärztlicher Pflege befinden, werden mit sofortiger Gültigkeit für das Gebiet der deut scheu Staatscisenbahnen nachstehende Tarifbestimmungen eingeführt:

1. 'Angehörige kranker oder verwundeter, in ärztlicher Pflege innerhalb Deutschlands befindlicher deutscher Krie­ger werden zu deren Besuch in der zweiten, dritten oder vierten .Klasse zum Halden Fahrpreis, in Schnellzügen außer­dem gegen tarifmäßigen Zuschlag, befördert.

2. Als Angehörige gelten Mtern, Kinder, Geschwister, Ehefrau und Verlobte.

3. Zwei Kinder vom vollendeten 4. bis zum vollendeten 10. Lebensjahre werden für eine Person gerechnet: für ein einzelnes Kind innerhalb dieser Altersgrenze ist ohne wei­tere Ermäßigung eine halbe Fahrkarte zu losen.

4. Die Fahrpreisermäßigung wird nur für Reisen über 50 Kilometer gewährt.

5. Die Fahrkarten zum halben Preise werden von den Fahrkartenausgaben auf Grund der von der zuständigen Ortspolizeibehörde ausgestellten Ausweise ver­abfolgt.

6. Die Ausweise inüssen enthalten: Namen der Reisen­den, Anfangs- und Endstation der Reise, Reiseweq. Bescheini­gung mit Stempel und Unterschrift der Lrtspolizeibehörde, daß die Reisenden Angehörige kranker oder verwundeter deutscher Krieger sind. Vordrucke zu den Ausweisen werden von der Fahrkartenausgabe kostenlos an die Ortspolizei­behörden Abgegeben.

7. Die Ausweise werden von den Fahrkartenausgaben bei seder Lösung einer Fahrkarte abgestempelt und den In­habern zurückgeqeben, die sie dem Fabrpersonal aus Ver­langen vorzuzeigen haben. Bei Beendigung der Rückfahrt sind die Ausweise mit den Fahrkarten abzugeben.

"Landsturmpflichtige Landwirte. Tie ,Nordd. Al!g. Zeitung" schreibt unter der IleberschriK: Zurückstellung land- sturm pflichtiger Landwirte: Rach der Veifügnng des Rrieqs-

inniisteriums vom 15. September 1914 könne» folgende landstnrm- vilichtige PeZonen über den 19. Sevtember hinaus in begründeten Fällen zurückgestellt werden: die leüenden Gutsbeainten, Müller, Führer von Motorvsiüqen, von landmirtjchnitliche» Maschinen, von Maschinen der elektrischen Ueberlandzentralen, die leitenden Be amten landwirtschaftlicher Nebenbetriebe (Knrtoffeltrocknereien, Brennereien, Stärke- und Zuckerfabriken), landwirtschaftliche Vor­arbeiter. Anträge sind an das stellvertretende Generalkommando zu richte».

** Der Ortsgewerbeverein hat seine Mitglieder oder Söhne derselben, die im Feld stehen, in der hessischen Kricgsversicherung versichert, soweit sie ihm bekannt wurden. Weitere Anträge nimmt der Vorsitzende schriftlich entgegen.

** Postanweisungen nach fremden Län­dern. Das Umrechnungsverhaltnis für die in der Fran­kenwährung auszustcllendcn Postanweisungen nach fremden Ländern (Italien, Schweiz usw.) ist auf 100Fr. 85Mk. (nach Rumänien auf 100 Lei--85 Mk.) und das Umrcchnungsverhältnis für Postanweisungen nach den Vereinigten Staaten von Amerika und nach Kuba auf 100 Dollars 430Mk. neu festgesetzt worden.

Oessentliche Bücherkalle. Im A n a u st ivnrden 12 87 Bände ausgeliehen. Davon koinmen aus: Erzählende Literatur 789, Zeitschristen 181 , Juqendschrislc» 128, Litcralnr- neschichte 7, Gedichte und Dramen 19 , Länder- und Völker­kunde 7, Kulturgeschichte 8, Geschichte und Biographien 90, Kunst- aciclächte 3, Naturwissenschaft und Technologie 35, Heer- und Seewesen 23. Hauswirtschast 2, Gesnndheiislehre 2, Religion und Philosophie 9, Slaalswissenlchast 3, Fremdsprachliches 8 Bände. Nach auswärts kamen 23 Bände.

Kreis Büdingen.

0 Büdingen, 20.Sept. Lehrer Spielmann aus Hcldenbcrgen, der zu Beginn des Krieges zum Leutnant d. R. befördert worden war, galt seit dem Gefecht von Etain in Lothringen als vermißt. Aus großer Sorge wurden seine hier wohnenden Angehörigen gerissen, als kürzlich ein Brief von ihm eintraf mit der Nachricht, er sei, leicht verwundet, in französische Gesangenschast geraten und befinde sich in Tou­louse, wo er gut behandelt werde. Er wohne und speise mit neun Schicksalsgenossen im Hotel und dürfe sich in der ganzen Stadt frei bervegen. Es haben also nicht alle Gefaio- geiicn in Frankreich unter unwürdiger Behandlung zn leiden. Nachdem erst kürzlich unsere fürstliche Familie den Tod des Grafen R c ch t e r n (Bruder der Fürstin) zu beklagen hatte, ist sic nun von einem neuen schweren Schlage betroffen worden: der als Adjutant bei einem sächsischen Regiment stehende Gras Lippe, Gemahl der Prinzessin A n n a , ist im Kamps gegen die Russen gefallen. Seine junge Gemahlin befindet sich mit dem Kinde seit Ausbruch des Krieges hier. Die ganze Stadt nimmt Anteil an ihrem herben Verlust.

Kreis Friedbcrg.

r. Butzbach, 20. Sept. (Gemeinderatssitzung vom >3, September.) Nach einer Mitteilung der BezirkssparkasseMa- thildenstitt" Butzbach bat die Gemeinde Butzbach vrer Mitglieder der Bezrrkssparkasse zur Mitgliederversammlung aus die Dauer von 6 Jahren zu wählen. ?lus Vorschlag des Bürgermeisters Flach wurden die GemeinderatSmitglieder Braubach, Grauer. Beigeord­neter Hadermann und Dr. Vogt einstimmia gewählt. Der An­schluß des neuerbautcn Wohnhauses des Kdnrad Jung I., Lade­meister in Butzbach, an die aut dem Bahnftot Buübach befindliche städtische Wasserleitung wurde genehmigt, ebenso der Anschluß des­selben an die elektrische Leitung. Bor der Erbauung des Wohn­hauses des Lademeisters Birk war eine Straße im städtischen Bau plan «ingezcichnet, nach deren Fluchtlinien das Haus erbaut lonrde Infolge der Fcldbereinigung hatte diese Straße eine Per ,.,n<g erhalten Zwischen Birk und der Stadt war durch frühere Ge meinderatsbeschlüssc eine Vereinbarung getrosfen worden, die Ent- schädigungsfragc nach Beendigung der Fetdbereinigung zu erledigen Auf Antrag der Baukommission wurden Birk heute als einmalige Entschädigung 200 Mark bewilligt unter der Bedingung, daß bannt diese Angelegenheit für alle Zeit erledigt sei. Herr Bürgermeister Flach teilt mit: Eine Anzahl hiesiger Bewohner habe an Großh. Kreisanll Friedberg eine Eingabe um Verlängerung der Polizei st unde gerichtet. Großh. Kreisamt habe diese der Bürxrrmeisterei zur Kenntnis mitgeteilt mit dem Bemerken, hast inzmtzchen schon von ihm angeordnet worden sei, daß die Feicr- afcentsrunbe so schonend wie Möglich gehandhabt werden solle, d, h.

daß nur eingeschritten werden soll, wenn Mißständc Vorkommen. In der städtischen Turnhalle zurzeit Rescrvelazarctt sollen aus der Nvrdseite die Fenster repariert iverden. DieS ch äse rei­ze nossenschaft Butzbach ersucht um Anschasfiing einer neuen Schäscrhütte. Es wird beschlossen, die alte Hütte ausbessern zu lassen.

Starkenburg und Rheinhcssen.

m. Ofsenbach a.M., 20. Sept. Für die Kriegs­anleihe wurden in OffenSach nach den Feststellungen der Reichsbrurk insgesamt 5940 000 Mk. gezeichnet und zwar 3 570 000 Mk auf Rexchsanleihen und 2 370000 Mk. auf Reichsschatzcmweisurigen. Aus einer Statistik über die Wirkungen des Krieges auf die Offenbacher Gewerkschaften geht hervor, daß aus den Reihen der organi­sierten Arbeiterschaft 2341 Mitglieder ins Feld gezogen sind. Dadurch ist die Zahl der Organisierten von 9989 auf 7261 gesunken. Die Zahl der Arbeitslosen erstreckt sich auf 3448 männliche und 273 weibliche Mitglieder, zu­sammen 3721 oder 51 Prvz. der am 1. September d. Is. vorhandenen Mitglieder. An Arbeitslosen Unter­stützung zahlte die Organisation im August 50133,75 Mk.

ch. Bingen, 18. Sept. In der heutigen Stadtver­ordnetenversammlung würben Beschlüsse gefaßt, die die Linderung der Not und die Unterstützung der vom Krieg Betroffenen beabsichtigen. So wurde für die Unter­stützung der durch den Krieg geschädigten Bevölkerung in Elsaß-Lothringen der Betrag von 1000 Mk. bewilligt. Ferner wurde beschlossen, alle zu den Fahnen cin- berufenen Ernährer solcher Familien, denen die Reichs­unterstützung zugesprochen ist, bei der Kriegsversicherung einzukaufen. Es wären dieses in Bingen bisher 160 Mann.

Hessen-Nassau.

(h) F r a n k f u r t a. M., 20. Sept. Auf Kosten des sozial­demokratischen Vereins Bockenhcim wurden heute nach­mittag etwa 1000 Kinder von Feldzugsteilnehmern aus dem Stadtteil Bockenhcim mit Essen bewirtet. Die Sammlung Goldgab ich s ü r E i s e n" erbrachte in Frankfurt bisher rund 100 000 Mark.

h. Frankfurt a. M 20. Sept. DieAdministration" Chik Parisien" in Wien III, Löwengasse 47, stellte dieser Tage vielen hiesigen Damenschneiderinnen eine Einladung zum Bezug der ModehefteRevue Parsienne" 11 und 12 zu. Hierauf sandte die Damenschneidermeisterin Margarete Stier in Rödelheim der WienerAdministra­tion" folgende Antwort:Soeben erhalte ist Ihre Druck­sache und bin nicht wenig erstaunt, daß Sie so ettvas wa g e n. Nachdem Ihr Land a u ch mit Frankreich im Kriege liegt und Deutschland brüderlich mit Oesterreich gegen den Todfeind sich verblutet, wagen Sic es, für fremdlän­dischen Afsenputz einzutreten. Dafür rufe ich Ihnen, wohl im Namen aller deutschdenkenden Schwestern und Schneiderinnen das kräftigste Pfui zu. Ich habe nicht ver­säumt, auch die Presse auf Ihr Verhalten aufmerksam zu machen, daß Ihnen die Oeffentlichkeit die gebührende Wür­digung anaedeihe» läßt......." Tie Antwort läßt an Deut­

lichkeit nichts zu wünschen übrig und verdient die reichste Nachahmung.

sc. Wiesbaden, 19. Sept. Ein Pilzsegen^steht in den Waldungen des Taunus, des Bogelsbevgs, des Spessart und der Rhön bevor. Der Preußische Landwirtschasts- Mnister hat deshalb die Königliche Regierung angewiesen, die bisherigen taxmäßigen Gebühren für die Erlaubnis­scheine zum Sammeln von Pilzen und Beeren für den laufen­den Herbst durchweg auf 5 Psg. je Zettel zu ermäßigen und zugleich dem für das Familie »Haupt ausgestellten Zettel Gültigkeit für die ganze Familie zu geben. Der Minister wünscht, daß besonders das Einsanrmeln der eßbaren Pilze, die der Wald in großen Massen erzeugt, von der Verwal­tung in jeder Weise begünstigt wird'.

Bändel.

iv Wien. 20. Soul. Nach dem statistische» Ausweis des Handelsministeriums über den Außenhandel des österreichijch- uiigaiischen ZollqebieteS betrug i»>. Monat Juli die Einfuhr 291,1, die Ausluhr 227,3 Millionen Kronen, das find 18,1 bezw. 35,3 Millionen Kronen mehr als im Vorjahre. Die Einfuhr in den Monate» Januar bis Juli betrug 2153,6, die Ausfuhr 1558,6 Millionen Kronen, daS sind 208,4 beziv. 21,6 Millionen Kronen mehr als im Vorjahre. Demnach beträgt das Vaisivum der Handelsbilanz fiir Januar bis Juli 597 gegen 412,2 Millionen Kronen im Vorjahre.

Eingesandt.

lFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Veranttvortting.)

Die Wasserleitung i» Klein-Linde».

Die AuSlührung der bereits begonnenen Arbeite» an der Wasserleitung scheint ganz in Vergessenheit z» geraten. Ein Pnmp- verlnch dürite wähl iekt infolge der seitherigen langanhaltenden Trockenveriodc an, Platze sein. Hoffentlich bedarf es nur dieses Hinweises, um bei unserer neuen Gemeindeverwaltung den Stein ins Rollen zn bringen.

Standesamtsnacbricdten.

Gießen.

Aufgebote: September 12. Christian Heinrich Wilhelm August Weibig, Geschäftsreisender, mit Berta Emilie Elisabeth Andreas, beide in Gießen. 15. Karl Andreas Martin. Packer, mit Margarete Habermehl, beide in Gießen.

Eheschließungen: Sept. 11 Georg Karl Friedrich Theo­dor Müller, Friseur in Tarmstadt, mit Franziska Knos in Gießen - 16 Georg Schember, Schneider, mit Karoline Klatthaar, beide in Gießen. Adolf Theodor Willi Schnitze, Schreiner, mit Marie Margarete Lisette Trank, beide in Gießen.

Geborene: Sept. 5. Dem Bahnarbefter .Konrad Rockel Zwillinge, Johanna Helene und Emma Minna. 7. Dem Eisen­dreher Louis Eduard August Wilhelm Krüger ein Sohn, Heinrich. 8. Dem Architekten Johannes Robert Drescher ein Sohn, Hans Robert Walter Peter.

Skerbesälle: Sept. 10. Anna Baum, 2 Monate alt, Schillerstrabe 29. 12. Heinrich Kirschbaum, Fuhrmann, 41 Jahre alt. Dammstraßc 44. Henriette Klein, geh. Tröller, 36 Jahre alt, Hammstraße II. Wilhelmine Amalie Pohlmann, 3 Monate alt, Crednerstraße 36. 13. Luise Ackermann, geh. Keil, 62 Jahre alt, Ost-Anlage 39. Heinrich Bolpert, Obervostschaffner in, Ruhe­stand, 62 Jahre alt, Hillebrandstraße 7. 14. Frieda Harig, 1 Jahr alt, Krosborier Straße 24. Pauline Karola Gregorius, 4 Jahre alt, Steinsttaßc 78. 15. Ludwig Franz Kümmich, Poft- sckretär im Ruhestand, 71 Jahre alt, Schanzenstraße 22. Heinrich Karl Müller, 14 Jahre alt, Leihgesterner Weg 24. 17. Lina Steinberger, geb. Becker, 55 Jahre alt, Bahnhofstraße 23.

Büdingen.

Sterbesälle: Sept. 11. Katharine Grasmück in Himbach, 78 Jahre alt.

Butzbach.

Eheschließungen: sept. 13. Christoph Linkmann, Eisen­dreher, mit Lottchen Metzger, beide in Butzbach.

Geborene: Aug. 29. Dem Schuhsabrikant Dr. Kvrl Rumpf eiu Sohn, Waller. Sept. 11. Dem Schuhmacher Paul Göldner eine Tochter, Frieda Magdalena. u ,

Sterbefälle: Sept. 5. Emma Zimmermann, 3 Jahre alt. 9. Korbmacher und Laichwehrmann im Rescrveregiment Nr 68.

8. Komp., in Jülich Johann Peschen, 33 Jahre alt, wohnhaft in Leiffarth, Kreis Geilenkirchen, Reg.-Bcz. Aachen. 12. Elise Ko- berer, geb. Eichclmann in Butzbach, 57 Jahre alt

Friedbcrg.

Aufgebote: Sept. II. Frickricb Wilhelm Konrad Born­scheuer, Psarrassistent, mit Emmn Charlotte Berner, beide in

Bretzenheim.

Eheschließungen: Sept. 16. Gustav Hnnrich Schmidt. Bizeseldwebel in Wetzlar, mit Anna Auguste Jeanjour in Biebrich am Rhein.

Sterbefälle: Sevt. 10. Willy Bach. Tüncher in Bier­stad!, 28 Jahre alt. 12. August Konzock, Taglöhner, 62 Jahr« alt. 16. Georg Kraft, 5 Monate alt.

Grünberg.

Geborene: Sept. 10. Dem Pflasterer Georg Seibel ein« Tochter, Elise. Dem Taglöhner Christian Siek II. ein Sohn, Karl.

Laulerbach.

Geborene: Aug. 25. Dem Fabrikarbeiter Karl Trabanht eine Tochter, Maria. 27. Dem Fabrikarbeiter Hieronvmus Kraft ein Sohn, Heinrich Friedrich. 30. Dem Fuhrknecht Konrad Oestreich ein^Sahn, Konrad Hermann. Dem Postboten Heinrich Köhler ein Sohn. Sept. 6. Dem vrakt. Arzt Dr. Otto List eine Tochter. 9. Dem Taglühner Karl Eurich, 1 Tochter, Anna Marie. Dem Müllerei bescher Karl Euler I ein Sohn. 12. Dem Weißbindermeister Heinrich Wilhelm Wollt ein Sohn. 14. Dem^Maurermeistcr Heinrich Stövler VII. eine Tochter.

Sterbesälle: Sept. 9. Johannes Kaiser V., Taglöhner, 88 Jahre alt.

Letzte Nachrichten.

Neues aus Belgien.

Berlin, 20. Sept. DerBerl. Lokal.-Anz." meldet aus Rotterdam: Ueber Antwerpen erschien' gestern ein deutscher Flieger in einerTaube" und warf Bom­ben. Ein Genlüsehändier nmrdc durch eine Bombe ver­letzt. Bei den Kämpfen zwischen Antwerpen und Rovsen- daal hat sich die Jnseriorität der belgischen Artillerie ge­zeigt. Jetzt lverdcn die durch die Franzosen entsandten schwere Geschütze benutzt.

Sven Hedin auf dem .Kriegsschauplatz.

Berlin, 20. Sept. Ter schwedische Forschungsrciscnde Tr. Sven Hedin hat sich aus Einladung des Deut­schen Kaisers ins Hauptquartier im Westen be­heben, um sich persönlich von dem Stande der deutschen Sache zu überzeugen und Lügcnberichten in seiner Heimat entgcgentreten zu könneu. Der Gelehrte, dem ein Militär­kraftwagen und Offiziere als Begleiter zur Verfügung ge­stellt sind, wird später auch den östlichen Kriegsschauplatz' besuchen.

Das deutsche Rote Kreuz.

Berlin. 20. Sept. DerBerl. Lokalanz." meldet aus Rom: Der Kriegskorrespondent desMelsaqero" sagt in emrm Bericht, daß die Organisation des Roten Kreuzes aus deutscher Seite der aus französischer »veit überlegen ist Alle, auch die klein» stcn Stationen des Roten Kreuzes von Singen bis Aachen glichen beauemen Hospitälern.

Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug. Goetz,

Amtlicher Teil.

B e t r.: Die Fortbildungsschule. v

An die Schulvorstände des Kreises.

Wir ersuchen Sie, die Verzeichnisse derjenigen Schüler, tnei» kommenden Winter die Fortbildungsschule zu besuchen habe», alsbald in doppelten Exemplaren auszustcllen; ein Exemplar ist bei Ihren Akten zu behalten und das andere uns bis spätestes den l 5. O k tvb c r l. Is zur Prüfung einzusendcn. Wir wer­den dieses nur zurückgeben, wenn sich Beanstan­dungen ergeben Erfolgt keine Rückgabe, so ist das Ver­zeichnis als genehmigt anzuiehen.

In die Liste sind alle Schulpflichtigen einzutragen. Bei den von auswärts eintretenden Schülern ist die Gemeinde anzu­geben, aus der sic kommen.

Solche Schüler, die aus ihrer Gemeinde ül andere Gemeind« übertreten, sind gesondert anzugeben, und cS ist bei ihnen zst bescheinigen, daß die Schulvorstände der Gemeinden, in welche sie übertreten, entsprechende Mittei­lung erhalten haben.

Gesuche um Befreiung vom Besuche der Fortblldungs- schule können nur berücksichtigt werden, wenn sie zum 15. O ktvb e r l. Is. bei uns eingegangen sind

In den Listen ist bei den außerhalb arbellenden ^chüler» Arbeitsort und Arbeitgeber anzusühren. Ties hat auch bei jede« llcberweumig zu geschehen. Solche Schüler, die überwiesen sein nwllen, haben dies schon jetzt zu erklären, damit die Heber- Weisung rechtzeitig ersolgen kann.

Ileberweisungen vom Wohnort nach dem Beschäftiquugsorst: erscheinen nur dann rötlich, wenn die zu Ueberweisenden car Fort­bildungsschule in ihrem Beschäftigungsart voraussichtlich längere Zeit besuchen werden.

Die llnterrichtszcit blecht entsprechend der MrordrowE vom 6. Oktober 1900 bestehen.

Wir bemerken ausdrücklich, daß der Unterricht nach Artikel 17 des Volks schulgesctzes auf vier bis ßünt Wintermonate zu verteilen ist.

Gießen, den 18. September 1914.

Großberzogliche .Kreisschulkommisfion Gießen.

Or. Usinger.

Bekanntmachung.

Betr.: Die Versicherungs-AktiengesellschaftAlbingia" in Kam« bürg.

Ter Albingia, Versicherungs-Aktien Gesellschaft in Hamburg, ist durch Entscheidung des Kaiserlichen Aufiichtsamts für Privat- veriicherung vom 20. Mai 191t die Erlaubnis zum Betriebe der Glasversicherung für den Umiang des Deutschen Reiches erteilt

tvorden.

Gießen, den 19. September 1914.

Großherzoaliches.Kreisamt Gießen.

Or. U s i n g e r.

Bekanntmachung.

B c I r.: Feldbereiniguna in der Gemarkung Treis an der Lumda.

In der Zeit vom 17. bis einichließlich 30. September kfd. Is. liegt aus dem Aullszimmer Großh. Bürgermeistercl Treis an de« Lumda während der Geschäftsstunben

Das Projekt über Ausführung von Drainagen in den Fluren 16 und 17 nebst Beschluß Born 25. Juli kfd. Is. zur Einsicht der Beteiligten offen. .

Einwendirngen hiergegen surd während der Offenlegungssrist bei Großh. Bürgermeistcrei Treis schriftlich einzureichen.

Friedberg, den 13. September 1914.

Der Großher.zogliche Feldbereinigungskommrssärl j Schnittspahn, Kreisamttnanu.