als bis da* 9Tn<ff an<4> Mn AM Hat ÖÄ bleibt uns nichts ande^ res übrig, als die Kerls mit unserm Hurra ernzi,schüchtern. Aus der ganzen Linie ertönt das Signal „Seitengewehr auspslanzen", dann das Signal „Marsckmrarsch!" Alles springt, stürzt voran, und ein markerschütterndes Hurra dröhnt durch den Horst. Das feindliche Gewehrseuer nnrd zum ivachru Bleilragel. Tinzelne, jallen, aber vorwärts! lind jetzt haben wir den ersten Erfolg erreicht, das feindliche Feuer hört aus, das Gebüsch ist erreicht und der Feind in der Flucht. Unsere Kugeln solgen, und manche Rot- hvse liegt aus dein Waldboden. Aber nicht lange finden imserc Kugeln ein Ziel — der Feind ist verfchnmnden. Ern furchtbarer ttzeschoßhagcl prallt uns entgegen, wirft uns zu Boden: TeckunA ivird gesucht. Im hinwersen spüre ich einen Schlage ein Gescbotz war niir durch den Kochkessel geschlagen. Zwei Sekunden früher, und ich wäre nicht mehr ausgestanden! Dicht neben mir schlägt jetzt ein Geschoß ein. Ach n>as, nicht daraus achten! Den Kerls aus die Pelle! Bald ist auch das Ziel gesunden. Aus einem Schützengraben von der kleinen Anhöhe links konnnt das Verderben. Mancher ist schon getroffen, mancher hirmvelt hinter die Schützenlinie, um sich verbinden zu lassen. Jetzt aber Feuer! Den obren Rand des Schützengrabens auss Korn genommen. Das Feuer aus beiden Seiten wird ohrenbetäubend. Einer muß nachgeben Uns gegenüber wird das Feuer schwächer, der Schützengraben ist in eine dichte Staubwolke gehiUlt. Wir haben das schießen wohl gelernt!
Jetzt wieder vorwärts. Alles hat den Drang, möglichst schnell he ranzukommen. Das Signal ertönt, und vorwärts geht's! 100 Meter trennen uns noch vom Feinde, der Sturm hat manches Opfer gcsordert. Bald ist das Feiler aber ivieder schwächer geworden, säst verstummt. Wieder vorwärts! Die Kerle müsien heraus aus iljrftt Gräben! Die ersten versuchen nach tunten zu entwischen, aber nicht weit kommen sic: unsere Kugeln strecken sie bald zu Boden. Nochmals einen Sprung! 50 Meter trennet» iins noch von den seindlichen Diellungen. Drahthindernisse versperren uns den Weg. Die Kerls halteir aber nicht mehr aus. I» Hellen .Hausen kommen sie heraus, lausen, stür.zen, mancher steht nicht mehr aus. Wir haben uns nicht mehr brngswoisen, keine Deckung gesucht, stehend ieuern wir aus den Feind. Gute Kameraden fallen, bitten um hilse, um den Abschiedsgruß. Ade, ihr guten Kameraden, Helsen können wir nicht, nur vorwärts! Bald siich wir init diesem gesährlichen Feind fertig, der so manchen der unsrigcn hingestreckt, danii können wir auch euch Helsen! Der Draht ivird mit dem Seitengewehr dnrchhcuien, überklettert, iiiid der Graben ist erreicht. Winseln und Stöhnen dringt uns entgegen aus denr mit Menschenleibern hoch angcsüllten Graben. Wir hatten gut getrosten. Sehen möchte ich nichts mehr von dem blauen imd roten Gemisch, von den blutüberströmten, schmerz- und angstverzerrten, blossen Gesichtern. Schnell noch einige Waisen den Verwundeten abgenommen, damit sie Nicht mehr aus dem Hinterhalt auf uns seuern können, und nun weiter an die Verfolgung, Noch mancher fällt aus den weichen Waldboden. — Die höhe ist erreicht, aber der Tag noch nicht znr Neige. Die Franzosen haben überall Stellungen,-sind aus den Rückzug immer vorbereitet. Es kostet noch manch hartes Gefecht, bis unsere Artillerie die Ver- solgung ausneluncn kann. Das war ein heißer Tag. Die Sonne geht im Westen blutigrot unter, blutigrot wie der Waldboden, den ihre letzten Strahlen treffen. Wir haben viel erreicht: der unheimliche Wald ist unser Wir Freunde hatten uns im .Kampfgewühl verloren, unbeschreiblich war die Freude des Wiedersehens am Abend. Nur einer von uns hatte einen Schuß durch die hüste bekommen. In dieser Nacht hatte» wir ivenig Ruhe. Wir sind verschiedentlich alarmiert worden und liegt jetzt ickrn wieder auf der Lauer. Jeden Augenblick wird der stci.ih erwartet. Ei» eigenartiges Pieijen und Surren erfüllt die Luft Unsere schweren Artilleriegeschosse fliegen gemächlich, um ein Dorf in Brand zu schießen imd vom Feind zu säubern.
Gestern haben wir uns ta.pt er geschlagen. Unser Korpskom- mandeur hat uns seine volle Anerkennung ausgesproctw». Er »aclle: Mit uns könnte er den Teufel aus der Hölle lwlen! Unser Major Itfrt schon das Eiserne Kreuz: vorgcschlagen dafür sind nach viele vom Bataillon. Gestern hörten wir zum ersten Male Musik seit unserm Ausrücken. Mit Musik sind wir durch französische Dörser und Städte gezogen, „heil Dir im Siegerkrauz", „Deutschland, Deutschland über.alles" verkündete der bedrückten französischen Bevölkerung den Sieg der Deutschen. Stolz und stramm sind wir an ihnen vorbeinrarschierl. Eine wunderbare Stimmung beseelte uns alle und Hilst uns die heißen Marschtage leichter ertragen.
* . *
Ein Reservcossizser schreibt an seine Matter aus Nord- frankreich:
Ich liege setzt draußen aus Feldwache mal wieder Vor uns ein besetztes Gebiet. Der Krieg ist doch ein schrecklich Handwerk! Als ich heute porimttag meinen Posten revidierte, kam eine französische Reiterpatrouille 'Elzosteiirsi von etnem Offizier, 4 Mann
es auch bei Nestreh, wäre es bei Raiinund gewesen, wenn er ihn zu spielen bekommen hätte. Arnold reiht sich so in seiner Wesensart in die kleine Schar der großen .Komiker ein. die im Leben liefe Tragiker waren, und diese Verwandtscliasl bat er in seinem Tod mit seinen, Herzblut besiegelt. Wer denft nichr bei seinem Sterben in welaiicholischer Ge- mlllsverwirrung an den größten dieser ineuschenseindliche» hu- moristln, an Friedrich Raimund, den genialen Schauspieler und Dichter, der sich in seinem gemütskranken Rappelkopf aus „Ter Alpenkönig und der Menschenfeind" selbst gezeichnet hat.
Dieser Klassiker des Wiener Bolksstückes war b:r all den Er- solgen, die er hatte, ein unglücklicher, innerlich zerrissener Mensch, von swten Aengsten und Befürchtungen gepeinigt Man hat gesagt, er sei „an Nestron gestorben", ander zynischen Gemeinheit, die sein größter Nebenbuhler in denr Bolkssttlck brachte. Aber es war eine immer stärker in ihm tverdende Gemütskrankheit, deren Opfer er wurde. Wie Arnold die tue Foer hatte, er müsse nun im Kriege verhimgcrn. so glaubte RarmnNd, er sei von einem tollivütiqen Hunde gebissen worden und schoß sich mit einer kleinen Handpistole in den Mund. Bet voller Besinnung Hörle er ncüd, daß der Hund gesund gewesen war, und starb dann nach furchtbaren Qualen, das trairrigste Ende, das wohl sc ein Spender des reinsten Lachens und unendlicher Heiterkeit gesunden. Wüßte» wrr »lehr von Molisres Leben, so würden wir die Züge gramvoller Verbitterung und heffiger Meirschenseindtichkert, die ioir setzt nur aus seiiren strahlend horteten Werken leise ahnen können, in seinem Temperament sehr deutlich Nachweisen können. Auch er ist sicher ein Choleriker rmd Melancholiker gewesen, wird das tupische Temperament gehabt haben, das nmi einmal zum Komiker zu gehören scheint. Wie in der Natur da viel Schatten lagert, ivo viel Licht ist, so scheint es säst ein Gesetz der menschliche» Seele zu sein, daß die dunkelsten Klbgrinche der Tragik und des Grauens da iich austun. wo das bunte Feuertverk des Witzes, die Urgewalt eines beste,enden Lachens um stärksten sich entfaltet.
— Kurze Nachrichten ausl Kunst und Wissen- 'schast Berlin. 18. Sep, »WB.) Die „B. A a. M." meldet: Der Bildhauer Friedrich P sann schm idt, Präsident des Künst lerverbandes deutscher Bildhauer, ist als hauvtmann d. R aus dem westlichen Kriegsschcrnpkrtz gefallen. Der Künstler erreichte ein Alter von gerade 50 Jahren. — Der ordentliche Professor an der Tübinger Universität, Strastechtslehrer Dr. Kriegs mann, ist am 6. September im Felde gefallen. Dr. Kriegsmann ist 32 Jahre alt geivorden. — Leipzig, 18. Eevt. Den beldentod snr daSVaterlaiid starb derPrrivaliungsr«chtslehrer,eiats>näßiger außerordentlicher Professor an derllniversttätLeipzig 0r jur. St. Rorinann, Leutnant der Reserve im Inl.-Reqt. Nr. 148, im 30. Lebensjahre. Professor Rotmann lgeboren i« Odor-Mörlen in Hessens, der bisher als Privatdozent für Staats- und Verwaltungsrecht in der Berliner Juristen,akultät »nd al; LandeSasteffor der Provinz Brandenburg tätig war, war vom I. Oktober ds. I«. zum etatS- mäßigen anßerord. Prolestor für Derwnllnngsrecht tmit besonderer Berücksichtigung der Verwaltung im Rönigreich Sachlens an der Universität Leipzig al» Nachfolger de» verstorbenen Geh. Regiernngs- rat» Profestor Dr. Häpe beruf«,, worden.
ahnungslos aus uns zu. wir waren im Wolde. Aus 200 Meterhohen mir gefeuert, das Kommando stel mir schwer Der Offizier, 26 Iolhre, zwei Tage vor Mobilisation geheiratet, stet, die andern stürzten und wurden teils leicht, teils unverwnndet gefangen. Keiner entkcmi. Ich lwtte die Patrouille lererts eine halbe stunde durch das ttzlas beobachtet. Die Pferde und sättel (tadellos haben wir äuck>, denen cxhst werde ich retten. Es tnt einem in der seelc weh aber c'est la guerre. Zweimal ivar Post da, ohne daß ich etwas vmi euch erhielt, ivo mögen di« Nachrichten wohl bleiben. Jetzt, wo man einmal Polt gehabt Hut, meine ich, ich müßte immer etwas bekomnien! — Wir imd hier der menschlichen Hilst ziemlich fern, keine Zette, kein Feuer. Mein Souper bestand bisher in trockenem Brot, gerade aber bringen meine Leute mir eine Mordsseite Speck, ine sie irgendtoo „gesturdeu" haben. Zwiebeln besorgt mein Bun'ckie Sechs Zigaretten habe ich auch noch ergattert, das Souper ist gesichert. Prachtvoll sind dst Feldkückwn, ans denen wir Natürlich mitesien müssen. Mau bekommt doch immer einigermaßen schmac!Haltes Essen, ordentlich dnrchgekochl. Wenn man seit drei Wockzen sich immer selbst ans Feldstuer hatte kochen müssen!! Ö weh! — heute Nackrt ist es natürlich mit Schlaf nichts, ich wollte, der Niorgen wäre da! — Alles wohl, 1000 Grüße Otto. Die Nacht war's kalt im Chuusseegraben! Gerade kommt Beiehl, daß wir nach Metz kommen werden. ’ ,
Vor dem Gciccht! Gleich geht der Höllentanz los. Wir liegen gedeckt im Dorr, neben uns «hießt schon die Artillerie! Ich empfehle mich deni Allmächtigen imd bin ruhig. 1 ll h r. Bis jetzt zieht sich der Feind überall zujrück, wst haben noch nicht gxr- schosscn, unsere Artillerie böllert tüchtig. Blick von den höben aus das Mosettal und X . . . großartig, Abstieg nur durch Weinberge. 1,20 Uhr. Wir gehen znm Angriff vor ans X . . ■ 3 IIhr find wir ohne Schuß in .1 . . . eingezogen, di« Franzosen haben es ll Uhr ohne Kamps verlassen nach Sprengung der Brücke. Ick) habe die Wache in der Mairie, ivo ich jetzt schreibe. Draußen drängt sich das Bolk und staunt uns an wie Wundertiere. Alle Waffen müssen bei mir abgegeben werden t,nd oben im erstell Stock habe ich den ganzen Gemeindcrat, die Notabel», als Geiseln sitzen. Tie Bevölkermig, besonders die weiblich«, ist sehr liebcns- wiirdig. Mon lieutenant, hinten nüd vorn. Du lachtest, toenn du mich radebrechen hörtest, ober es geht schon ein bißchen. Man loird andauernd gestillt, beinahe die ganze Zivilverwaltung von X . . . geht durch meine Hände. Alles wohl. 1000 innigste Küsse.
Dein getreuer Sohlt.
Zeichnet djkKrlkgSllllSkliikil!
I!lI!lIiIIiI»iIII»I!!!IIIIlIlIIllIIllst!!III!II!l»stI!lII!sI!I!!!!!Iststll!!lIIstI!l!l!l!!!!!!s!l!!!!!!!>st»Ill!I!l»I!!
Line heldenhafte Batterie.
In der Schilderung einer Fahrt über die Schlachtfelder an der Marne, die der italienische Berichterstatter
O. Bite tt i von Paris ans am II. September unter- »ommen hat, findet sich folgende Episode pan dem heldenmütigen Untergang einer deutschen Batterien „Eine deutsche Batterie mit I5-Ze>t,imetkt Geschütz«n, die f» der Nah' voll Stzzollttc auf eitieu sumpfigen Böden geraten war. war ohne Unterstützung gel-lieben, aber anstatt daß sic sich de» Franzosen ergab, die sie von allen Seite» umringten, brachte sie sich in eine möglichst gute Stellung und unterhielt tvckh rend des ganzen Tages ein höllisches Feuer, störte so die französischen Truppen beim Pormarsch und verteidigte sich gegen die Awgreiscr. Die hetdenlzaste, verzweifelte Berteidi- gnnq hörte erst spät am Abend auf, als alle OKschiitze znm Schweigen gebracht worden waren und fast alle SÄbvten tot oder verwundet am Boden lagen. Als ich in Dözamie ankam, waren die Artilleristen der tapferen Batterie schon begraben worden. Die Kanonen lagen noch an ihren Stellen, umgeben von MMmstammen, die die Artilleristen bei ihrer verzweifelten Berteidiguug vor die Räder geworsen hatten, um ihr Versinken im Sumpfboden zu verhindern." Derselbe Berichterstatter hebt hervor, daß in den Dörfern, durch die er kam, eine Anzahl Einwohner zurückgeblieben waren und daß diese beherzten Leute sich sehr zufrieden äußerten, zum Schutz ihrer Häuser aus ihren Posten geblieben zu sein, weit die Deutschen, wenn sie zu .Hause waren, sich immer darauf beschränkten, 'Nahrungsmittel und Getränke zu fordern und das Privateigentum streng schonten. Wenn es auch selbstverständlich ist, was hier von unseren Truppen gesagt wird, so ist es doch erfreulich, daß auch die Bewohner der französischen Dörser sich durch itffe eigene Erfahrung davon überzeugen, daß ihnen, wenn sie sich in ihre Lage schicken, kein Leid geschieht.
Pfeile — die modernsten Luftwaffen.
Zn den Geschaffen, Bajonetten, Lanzen und Säbeln kommt im Völlerkriege als modernste Waffe eine Luftwaffe binzn, deren Verletzungen die Kriegschiriirgic gewöhnlich nicht behandelt: der Pfeil, eine an sich uralte Waffe. Von kkiegschirurgischen Erfahrungen mit Pfeilen berichtet der Stuttgarter Unterarzt Johannes Vvlkmann in der seldärztlichen Vellage der „Münchener medizinischen Wochenschrist". lieber die Art der Anwendung der Pfeile lellt Volkmann nach Angaben eines Kämpsers folgendes rftü: „Unser Regiment lag am 1. September, nachmittags 5 Uhr, in der Nähe von L. am Rastplatz, die Bataillone in .Kompagniesrow mit elwa acht Schritt Zwischenraum zwischen jeder Kompagnie, das erste Bataillon in der Milte, bas zweite links und das dritte rechts davon, wächend zwei Flieger in etwa 1200 bis 1500 Meier .höhe über uns kreisten. Plötzlich fühlte ich einen stechenden Schmerz am rechten Fuß dicht oberhalb der Ferse. Im ersten Augenblick glaubte ich, von einem Nachbarn ans Versehen gestochen worden zn sei», wurde aber fofott einrs besseren belehrt, denn icm mich herum schrien säst gleich,eiffg ncnli andere auf, auch die Pferde eines Packwagens wurden scheu Als ich meinen Fuß betrachlett, steckte ein eiserner Pseil etwa J V* Zentimeter darin, den ich sofort herauszog, auch ungefähr 15 Kameraden um mich waren von den selbe» Geschossen getroffen worden, der eine durch beide Waden, der andere wurde mit seinem Fuß dadurch ab den Böden gespießt, einem dritten war der Pfeil in die Backe und den Mund gegnngen, mich ein Pffrd war dicht über dem Auge getroffen. Nachdem sich unser Erstaune,, etwas gelegt hatte, konnten wir erst entdecken, wolwr wir beschossen >norden ivaren. Wir konnten nur von den Flug zeugen mis so überschüttet worden sein. Alle unsere Verlrniii- dungen waren nirbt schtver, sodast mir bald verbunden waren. So gut es ging, kroch nun jeder unter die Wagen, um sich zus schützen." Aus Erzählungen änderet Kämpfer hat Bolkmann entnehmen können, daß im gmczen ettva 50 Geschosse niedergingcnr, von denen die meisten daS rechts liegende dritte Bataillon strafen, während vom ersten nur noch ein Mam, verletzt wurde. Wenn wirllich im ganzen 15 Mann .qettoffen worden sind, entsprickff das 38 Prozent Treffern, scchaß also Pfeile, die auf dichtgedrängte Abteilungen ausgeftreut werden, eine nicht unerhebliche Wirkung haben. Die Pfeile, von denen Bolkmmrt, einen im Stuttgarter Aerztevereür vorzeigen konnte, sind etwa zehn Zentimeter lange Stifte aus Preßstahl non acht Nicllimeter Dicke Das untere Drittel ist massiv und läust in eine sehr scharfe Spitze au3; oben besteht der Pseil ans einem Gerippe von vier dünnen Stäben, das im Querschnitt sternförmig ist. Die Pfeile fallen also -mit der Spitze voran imd bestreichen einen ziemlich großen Raum dank der Schnelligkeit des Fahrzeuges Sie haben ein Gewicht von 16 Gramm Waiwscheinlich >verden iic einfach vom Luftschiffe auögescl,üttet Trotz des geringen Gewichts können ffe, da ffe aus großer höbe ballen, eine zienllich große Dnrcbschlagskroll er
reichen. Die Meriten Verletzten tragen nur unerhebliche, ziemlrch rascki heilende Wunden davon, was wohl darmr liegt, daß die meisten lagen und an Füßen und Beinen getroffen unrrden. Ein
.Kopsschnß ,edvch, der durch eine Schläfe ein- und durch die andere Kopfrite ausdrang, tvirkte sofort tötlich. Jrgeirdivelche ücebcner- scheimingen traten bei den Verwundungen sonst nicht auf: die Pfeile sind also ebensowenig giftig, wie die französischen In. santeriegeschosse mit dem Laening, »on dmen m«n das ursprünglich glaubte. ■ ■;
Gietzener Pferdemarkt.
Gießen. 10. September. Der am Mittwoch abgehaltenc Meßenek herbst, p s e r d e m a r k t war über Cwwarten ftiit besucht. Es ttwxren rund 180 Pferde und Fohlen aufpetrieben, eine Zahl, die »ach der Wegnahme der vielen Pferde zu Kriegszw«!» außerordentlich hoch erscheinen muß. Auch der Besuch des Marktes durch die Laudbeböllerunp war sehr gut. Nachober- flächlicher Schätzung betrug die :Prhl der Besucher mindestens 2500. Der Pserdehcmdcl ging recht flockt. Es mußte» auch Hobe Preise namentlich für bessere Pferde- Migelegt werden. Die Pscrdcmarkt-Deputation hatte also recht, als sie sich in richtiger Erkenntnis der Berhälniisje und Bedirrs- nisse für die Abhaltung des Marktes entschied. Für die Prämiierung waren verhältnismäßig zahlreiche Aumelduugni eingegangen. Im ganzen wurden 1845 Mark für Geldpreis« verausgabt. Fm einzelnen erhielten Preise:
II. W a g e n s ckil ä g e, paarweise zn prämiieren: FuchssNNe nnd FnchSwallach, 4jähr. (August Frensdorf-Gießens Preis: Mohrenschimmel, Wallach, 6jähr. (S. Mrchel-Gießenl 4. Preis: Oldenburger Wallach (S. .Kauj,nariw-Nieder-Weffelj Anerkennung: dunkelbraune mid Rappstnte (F. Hcrrtmcam-Bicrich» oberndors) Anerkennung.
III a. Schwere Ärbeits schlage, paarweff se^n Prä-- miieren: Braune Stute und Wallach, 4- und 5jähr C&. Michll- Gießen, l Preise Braune Sttite nnd Wallach, ösähr. (Ed. Kva»s- inann Rikder-Weiseli 2. Preis: Rotschimmel, Belgier (S. Kcms»- mann-Nieder Weisel) 3. Preis.
III b. Leichte Arbeits schlage, paarweise zn prämiieren: Braune Belgier Wallach (S. KaNsmann Nieder Weisels !> I. Preis: Füchse, Stuten, 5- und 4jähr. tAngust Frensdorf-GießenssW 4. Preis: Braune Stuten, üsahr. ldlugnst Frensdorf Gießen) tz. Pr.
IVs. Schwere Arbeitsschläge, einzeln zu p-rä-. m i j e r e ii: Braune Sttite, Belgier, 3jähr. IS. Micheb-Girßxns.
>. Preis: Fuchsstnte, öjähr. iEd. Kaufmann-Nieder -Weffel) 2. Pr.; ' Braune Stute, Belgier (S. Kauimann-Nieder-Weffel) 3. Preis. Sf IVb. Leichte Arbeitsschläge, einzeln zu prä- miieren: Braune Stute, Belgier (S. KAusmann 1
1. Preis; Goldfuchs, Wallach, 4jähi-. (August Fi -„-<oorsGirße«s 4. Preis: Braune swte, 4jähr (August Frensdorf-Gießen) ü. Pr.
Va. Schwere Arb e i t s schl ä g e, einzeln zu 'pra- . m i i e r e >i Diese Pferde müffen mindestens 6 Monate rw Besitz von Landwirten sein, die dem Landes-Pferdezuchtveres» oder einem tandwirtichaltlichen Bezirksverein des Großherzogtums angrhöttM); Fnchs, Sttite, öjähr. -.Konr. Häuser XIX -Nieder-Weisel- 1. Prg hellbraune Stute, Zjähr. 19t. I. Düringer Ober Hörgern) 2. Pr: Fuchsstute, Belgier, tzjährig (August Gorr-Eberstadt) 3. Preis:! Bronne Stute, Belgier, öjähr. >hch. Häuser III. Nieder-Weistl) .
>. Preis: Braun mit Blässe. Stute, ffjähr. Phil. Schiffer III.- Gros-eu Billeck 5. Preis: BrauNe Sttite, Belgier, !>jähr. (Otto Schmidt Laubach- 6. Preis: Fuchs mit Blässe, Suite, öjähr. August Petra hattenroö) Anerkenmmg: Dunkelbrmme Stillr, Belgier, ?>ähr Konr. Bstl XIX.-Rieder Weisel) Anerkenmrregr: Rotschimmel, Stute, lljähr. l Alois Eß- Assen Heims Anerk ennung Vb. Leichte Arb« i t s schl ä g e, einzeln zn prämiier e n (Diese Pferde müssen mindestens 6 Monate rm Besitz von Landwirten sein, die dem Latches-Pferdeznchtvereni oder etnem landwirtsckwstffchen Beztrksverein des GpoßlzerzogttrmS angeböreu): hellbraime Belgier-Stute, Ejähr. (Wlh. Wedemarm -EberstM)
1. PreisBraune Stute, 6sähr. (Herrn. Wilh. sttash-:w Griedäh
2. Preis: Braune State, 5sähr (Georg Butteron ll. Röthgi»)
3. Preis: hellbr. Stute, ösähr (AMmg Kröck X. heuchelhei»)
4. Preis: Braune Stute, Kjähr. (h. Görlach Vllll.-EberstabH
5. Preis: Brauner Wallach, 8jähr. (Jakob .herrmcmn VTI.-Kcn««
,
Ifä
Kil
Mi
büch) 6. Preis.
Vc. Akbeitsschläg«, paarweise z u p r wnestffe-r« n (Diese Plerde müssen mindestens 6 Monate im Besitz von Landwirten sein, die dem Lmides Pserdezuchlverein oder einem land- nnrtschastliche» Bezirksverein des Großherzogtums angebömi: Stuten, Füchse, 3jähr. «Louis RoNthaler Longdt l . Preis: Bramir. Stute und Hengst, ll- und öjähr. (Otto Schmidt-Laubach) 2. Preis.
Via. Dreijährige Fohlen, geboren lllll, Wag«n- schläge: Biiaune Stute (Konr. Weiß IV Dors-Gill) 1. Preis: Dunkelbraune Stute, Oldenburger (Dan. schäser ll. Heskem:
2. Preis: Rappe Mit Stern, Stute >Joft. Ruth.-Nieder-Walgern)
3. Preis. .
VIb. Dreijährige Fohlen, geboren AVI, Ar- bcitsschläge: Sttite, Fuchs (Louis Ronthaler-Langd) 1. Pr>: Dunkelbraune Sttite (Heinrich Langsdorf Albach) 2. Preis.
VII». Zweijährige Fohlen, geboren 1312, Wage n s ch l ä q c: Braune Stute, Oldenb. (Georg Diehl I Ruppertsburg: l. Preis: Fuchs Mit Blässe, Sttite (Job. Rull: NicüerÄal- gcrnj 2. Preis: Rappftute (Wilh. Wagner III.-.Kirchgöns) 3. Pr.
VII b. Zweijährige Fohlen, geboren 1912, Ar- beitsschläge: Brauner Wallach, 2jähr. (Kvnrad El. Ebel- Lang Göns) ). Preis: Fuchs-Stute (Georg Karl Lenz-Ulfa) 3c Pr.
VlIIa. Zuchtstuten mit SaUgsohlen oder mehreren Nachkommen, Waaenschläge: RotbrauneStutt, Oldenb., lÖjähr. Gg. .Konr. Müller Wwe.-Griedel) 1. Preis: Trhwarzbraune Sttite, 7jähr. (Heinrich Graiilick Rcinhardsüam- 2. Preis: Zchimwelstute, 12jähr. (Heinrich Bach Tarnkwlzhlwsen)
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3. Preis 4
VIII d Ziichtftuten mit Sangfohlen oder m«h- '■ rttrn Nachkommen, Arbeitsschläge: Fuchs- Stnk«, MI'
gier, Eiähr August Gorr-Eberstadtt >. Preis: Füchse mit Bläste, > r. 5iähr August Petry Hattenrod) 2 Preis: Braune Belgier-Still«, > z. öjähr. (Friedrich Will-holzheim) 3. Preis: hellbraune Belgier' Iz Stute öjähr. Michatd Hoffnantt-Eleeberg) 4. Preis.
IXa ZpchtstUten, «achweisbar gedeckt, und er- I kennbar tragend, Wagcnschläge: Dunkelbraune Stute, Oldenburger, .öjähr (Ludw Schmidt SteinkeiM) I. Preis: Draui« > » Stute, 6jähr. hch. Wtlk. Strasheiw Griedel» 2. Preis: Rotbraun« O Stute, Oldenburger, 1 Öjähr ^Gg Konr Müller Wwe.-Griedel:
3. Preis: Schwarzbraunc Stute, 7jähr. (Heinrich Graulich-Rein- ■]“I hardshain) 4. Preis. I ii
IX b. Zucht st u l e n, nachweisbar gedeckt, und et- >
kenitbar tragend, Ärdeitsschläge: Sticheltuchs, Belgiek. öjähr. Jobs. Wtlh. Weber-Lang Göns» I. Preis: hellbraune » sime, Kjähr. (K I Düringer-Ober Hörgern) 2. Preis: tHr •* ■!'•
ilute, Belgier, Kjähr. »August Gotr-Eberstadt) 3. Preis: nMf*
Stute, 3jähr Louis Ronthnler Langd: 4. Preis: Braune Stute. > Bctaier, .öjähr -hch Häuser III. Nieder Weises: 5. Preis,: Braü" > ^ init Bläffe, Belgier, 8jähr (Phil Schäfer III Großen-Busea» > Z >> Preis: Fnchs-Sttite mit Blässe, öjähr. (August Petrh-Haltenrod I stl Anerkennuiig: Dnnkelbrauiie Sttite, Belgier, Isäftrig (Kbutad
Bill XlX Rieder-Äetseli Anerkennnnq: Braune Sttite, Belgier, öjäkt. (Georg Blitterön II. -Röthges: Anerkennung: Rotschimmel, stute. lljähr. 'Alois Eß AssenhciM: Anerkennung: Braune Zücke, »I 8jähr Konrad El Ebel-Lanq-Göns» Anerkennung: Braune Stute, > nt 6jähr (h Görlacb VIII -Eberstadt» Anerkennung: Brmine Sticke, Belgier, 7jähr Ludw Waat I Sleinharii Ain-rlcnnnng .
Mär," 4
Gießen, 18. K«pt. Marktbericht. Auf d«m beullg«« Wochenmarkte kosiete: Bickter das Pfund 1,10—1.20 Mk.: Pätz»' , ■ eier 1 Stück >0 Pfg., 2 Stück 00 Plq.; Enteneier I St. o Pb>-,
2 St. oo P!g.: Gnnseeier 1 St, 0-0 Psg.. 2 St. 00 Pick:
das Stück 10-12 Psq., Kasematte 3 Stück 5-6 35,(1.; Tauben das Paar 1 00-1,40 Mk., Sühner das Stück 1,50—3,00 Mk, Hahnen | ( das Stück 1,50 - 9,00 Mk., Enten da» Stück 3,00-4,00 fff, Gänß da»


